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Pressemitteilungen

Bezirksamtsleiter Falko Droßmann eröffnet die Fußgängerzone auf Zeit im Rathausquartier. Foto: Patriotische Gesellschaft von 1765

08.08.2019

„Supertoll, bitte mehr davon!“

Innovative Fußgängerzone im Rathausquartier

Ein kreativer Festakt eröffnet das Pilotprojekt Stadtraum für Menschen der Initiative Altstadt für Alle! im Herzen der Altstadt. Bis 31. Oktober 2019 sind die Kleine Johannisstraße, die Schauenburger Straße und die Parkplätze am Dornbusch eine innovative Fußgängerzone. "Klappt das hier", so verspricht Bezirksamtsleiter Falko Droßmann, "kann man das immer weiter fortführen."

"Diesen Stadtraum können wir alle jetzt in Beschlag nehmen", betont Johannes Jörn vom Vorstand der Patriotischen Gesellschaft in seiner Begrüßung. Und tatsächlich: Seit 1. August entdecken immer mehr Hamburgerinnen und Hamburger das traditionsreiche Quartier direkt beim Rathausmarkt. Tag für Tag entwickelt sich der Stadtraum neu: Eine Sitzgruppe vor dem Friseur, eine Tischtennisplatte vor dem Herrenausstatter, kleine mobile Gärten von GRAU TRIFFT GRÜN, mobile Holzbänke und Sitzquadrate des Kollektivs LU’UM und gastronomische Angebote auf ehemaligen Parkplätzen laden ein zum Verweilen und Entdecken. Ein besonderes Highlight setzt die renommierte Ballonkünstlerin Sina Greinert mit ihren bunten Hutkreationen aus Kautschukballons, die schon bald viele Köpfe schmücken. "Heute haben die Bürger den Hut auf", betont Rolf Kellner, Kurator des Kulturprogramms des Projekts.

Erfolgreicher Start eines ungewöhnlichen Projektes
Vor 15 Monaten entstand auf einem Workshop von Altstadt für Alle! die Idee, Stadtraum temporär autofrei zu gestalten. "Für mich als Stadtplaner, der meist in Zeiträumen von zehn oder mehr Jahren denkt, ist es einfach toll, in so kurzer Zeit ein Projekt zu realisieren, mit dem wir etwas ausprobieren können", sagt Mario Bloem, Initiator und Verkehrsplaner des Projektes: "Heute bin ich einfach glücklich!"
Einzigartig an der Fußgängerzone im Rathausquartiert ist ihr Betrieb: Für drei Monate organisiert und managt Altstadt für Alle! als zivilgesellschaftliche Organisation einen innerstädtischen Raum: Mit gemieteten Straßenschildern, dem täglichen Ab- und Aufbau der Sperren, Anwohnerinformation, einem Kulturprogramm und Straßenraumgestaltung. Der intensive Dialog mit allen Akteuren vor Ort, Gastronomen, Einzelhändlern, Grundeigentümern, aber auch Logistikern und Verbänden hat sich ausgezahlt. Von Beginn an gab es eine breite Unterstützung und Zustimmung – vor allem aber auch intelligente Lösungen im Detail: So sorgen etwa feste Logistikzonen für eine verbesserte Belieferung zwischen 23 und 11 Uhr. Bewährt hat sich auch die Umstellungsphase vom 1. bis 7. August, in der sich alle Akteure an die neuen Regeln gewöhnen konnten.

Wie geht es weiter?
Die Fußgängerzone auf Zeit lädt ein zum Mitmachen und Mitgestalten. Das gilt für die Straßenraumgestaltung und auch für Angebote, Aktionen und Veranstaltungen. Interessierte können sich per Mail unter info@patriotische-gesellschaft.de melden. Über aktuelle Veranstaltungen informieren wir auf unserer Website www.altstadtfueralle.de.

Rückfragen an
Florian Marten, Projektkommunikation „Altstadt für Alle!“
Mobil 0170 3428718
presse@altstadtfueralle.de

Initiative Altstadt für Alle!
Die Initiative wurde 2016 von der Bürgerinitiative „Hamburg entfesseln!“, der Evangelischen Akademie der Nordkirche und der Patriotischen Gesellschaft gegründet. Sie setzt sich ein für eine lebendige, lebenswerte und sozial vielfältige Stadt, die den Menschen mit seinen Fähigkeiten und Bedürfnissen in den Mittelpunkt stellt.

Weitere Informationen unter www.altstadtfueralle.de

22.07.2019

Fußgängerzone auf Zeit im Rathausquartier

Pilotprojekt zur Innenstadtbelebung

Die Zukunft der Hamburger Innenstadt beginnt im Herzen der Altstadt: Von August bis Oktober 2019 sind die Kleine Johannisstraße, der größte Teil der Schauenburger Straße und die Parkplätze am Dornbusch erstmals Fußgängerzone. Damit entstehen Freiräume für Entdeckungen und Erlebnisse, für Kultur, Stadtleben und nachhaltige Mobilität. Mit ihrem Projekt Stadtraum für Menschen setzt die Initiative Altstadt für Alle! einen neuen Impuls für die Innenstadtentwicklung.
„Wir freuen uns, dass Hamburg jetzt für drei Monate einen Freiraum bietet, um die Altstadt zu beleben“, so Johannes Jörn, Vorstandsmitglied der Patriotischen Gesellschaft. „Wir sind stolz, als erste zivilgesellschaftliche Initiative ein derartiges Vorhaben in Hamburg umzusetzen. Nicht zuletzt deshalb, weil wir im Verlauf des gesprächsintensiven Abstimmungs- und Genehmigungsverfahrens einen breiten Konsens mit allen wichtigen Akteuren gefunden haben. Das ist bei derartigen Projekten keine Selbst-verständlichkeit. Wesentlich dazu beigetragen hat die Bezirksversammlung Hamburg-Mitte, die uns schon früh politisch und auch finanziell unterstützt hat.“

Stadtraum neu organisiert
Ab 1. August 2019 werden die Kleine Johannisstraße und die Schauenburger Straße für drei Monate zur Fußgängerzone, die Parkplätze am Dornbusch zu einer Fläche für Kultur und zum Verweilen. Die offizielle Eröffnung findet am 8. August statt. Die Woche vom 1. bis zum 7. August dient der Umstellung und Einrichtung des Projektgebietes.
Fahrräder haben in der Fußgängerzone freie Fahrt und können in zusätzlichen Abstellanlagen geparkt werden. Der Lieferverkehr ist von 23 bis 11 Uhr frei, eigene Logistikzonen erleichtern die Anlieferung. Das Projektgebiet ist jetzt so zugeschnitten, dass alle Tiefgaragen jederzeit zugänglich sind. Voraussichtlich können wir zusätzliche Parkplätze für PKWs abends auf dem privaten Parkplatz am Brodschrangen anbieten.

Pilotprojekt zum Mitmachen
Die Fußgängerzone auf Zeit lädt ein zum Mitmachen und Mitgestalten. Wir haben das Projekt bewusst als Prozess angelegt: Alle Akteuren entwickeln und realisieren es, Besucherinnen und Besuchern, Akteuren im Quartier und der Innenstadt, aber auch Kreative und alle, die sich aktiv in dieses Projekt einbringen wollen.

Neue Perspektiven für die Innenstadt
Im Sommer/Herbst 2019 ist Altstadt für Alle! mit drei weiteren Projekten in der Altstadt aktiv:
- dem Stadtlabor Altstadt neudenken mit Kunstinstallationen und Stadtexpeditionen im Rahmen des Hamburger Architektursommers (www.altstadtneudenken.de),
- dem Programm Auf die Plätze der Hauptkirche St. Petri (www.sankt-petri.de) und
- dem Projekt Gröninger Hof zur Umwandlung des Parkhauses Katharinenkirche in ein innovatives und sozial orientiertes Wohn- und Arbeitshaus (www.groeninger_hof.de).

Allen Projekten gemeinsam ist das Ziel einer lebenswerten und sozial vielfältigen Innenstadt. Dieses Ziel repräsentiert auch das Projekt Katharinenweg (IG Katharinen.de). Diese kürzeste Verbindung zwischen Binnenalster/Rathausmarkt und Zollkanal/Elbe über die Kleine Johannisstraße, Brodschrangen, Zollenbrücke, Grimm und Katharinenkirchhof wird mit der Fußgängerzone im Rathausquartier jetzt für drei Monate bis zur Willy Brandt Straße fuß- und fahrradfreundlich erfahrbar.

Trend zum Innenstadtumbau
In vielen Großstädten Europas ist der Innenstadtumbau mit einer Neuorganisation der Ver-kehrsflächen schon seit Jahren Praxis (u.a. Oslo, Paris, Helsinki, London, Wien, Mailand). Auch deutsche Städte kommen in Bewegung: So planen aktuell München, Düsseldorf und Berlin Projekte, bei denen temporär Straßen umgenutzt werden. Mit der Fußgängerzone im Rathausquartier und dem Projekt Ottensen macht Platz, mit dem wir in regem Erfahrungsaustausch stehen, ist Hamburg vorn mit dabei. Der Bürgerdialog „Hamburg besser machen“ von ZEIT und Körberstiftung deutet auf weiteren Bedarf: Das Thema „Autofreie Innenstadt7Quartiere“ landete im Juni 2019 unter neun Schwerpunkten auf Platz zwei.

Rückfragen an
Florian Marten, Projektkommunikation „Altstadt für Alle!“
Mobil 0170 3428718
presse@altstadtfueralle.de

Initiative Altstadt für Alle!
Die Initiative wurde 2016 von der Bürgerinitiative „Hamburg entfesseln!“, der Evangelischen Akademie der Nordkirche und der Patriotischen Gesellschaft gegründet. Sie setzt sich ein für eine lebendige, lebenswerte und sozial vielfältige Stadt, die den Menschen mit seinen Fähigkeiten und Bedürfnissen in den Mittelpunkt stellt.

Weitere Informationen unter www.altstadtfueralle.de

Foto: Imagebild Altstadt_neudenken, ©altstadt_neudenken

21.05.2019

Altstadt neudenken: Kultur- und Raumprojekt startet im Architektursommer 2019

Führungen und Kulturaktionen auf dem Hopfenmarkt vom 7. - 23. Juni 2019

Das Projekt "Altstadt neudenken" macht mit zukunftsweisenden Stadtführungen und innovativen Kulturaktionen die Hamburger Altstadt lebendig. Im Hamburger Architektursommer 2019 vom 7. - 23. Juni öffnen Stadtexperten und Kulturschaffende auf geführten Touren durch die Altstadt den Blick für Geschichte und verborgene Potenziale der bislang hauptsächlich als Geschäftsfläche bekannten Altstadt. Auf dem Weg über die vier Gründungsinseln der Stadt, Cremon, Grimm, Alsterinsel und Neustadtinsel, führen die Initiatoren des Projekts "Altstadt neudenken" durch drei Kraftorte und über 21 Stationen. Täglich um 18 Uhr und bei Sonderführungen am Samstag und Sonntag um 15 Uhr sowie Freitag und Samstag um 21 Uhr werden Stadtteilspaziergänge und Kulturaktionen angeboten. Startpunkt ist der Hopfenmarkt am Mahnmal St. Nikolai. Die Altstadtführungen sind kostenlos und dauern ca. 1,5 Stunden, um eine Spende wird gebeten. Mehr Informationen zu "Altstadt neudenken" und den Stadtführungen sind auf der Seite www.altstadtneudenken.de zu finden.

Altstadt als Erlebnisraum erkunden
Mit verschiedenen Aktionen und Kunstwerken regt das vom deutschen Rat für Nachhaltige Entwicklung geförderte Projekt "Altstadt neudenken“ dazu an, Themen wie mehr Wohnen, kulturelle Aktivität und nachhaltige Verkehrsplanung im Stadtzentrum zu diskutieren und die Altstadt zu erkunden. Entstanden aus der Initiative "Altstadt für Alle!" eröffnet das gemeinnützige Projekt "Altstadt neudenken" in diesem Sommer mit ersten Aktionen ein reales Stadtlabor. Spielerisch, mit Kunst- und Kulturformaten, Performances und Konzerten entsteht Raum zum Denken in Richtung einer möglichen Zukunft und nachhaltigen Quartiersentwicklung.
Dr. Willfried Maier, 1. Vorsitzender der Patriotischen Gesellschaft von 1765, die einer der Träger der Initiative "Altstadt für Alle!" ist, erklärt die Bedeutung einer lebendigen Innenstadt: "Zukunft braucht Herkunft. Das gilt besonders für eine alte Stadtrepublik wie Hamburg. Deren bürgerschaftliche Freiheit war hervorgegangen aus der Dichte des Lebens um Rathaus, Hauptkirchen, Hopfenmarkt und Stadthafen. Diese Orte sind fast verlorengegangen und vergessen. Die ganze Stadt wird durch ihre Wiederbelebung gewinnen."

Bundesweite Beachtung des Projektes
Das Projekt "Altstadt neudenken" ist Preisträger des bundesweiten Ideenwettbewerbes #tatenfuermorgen, der 2018 vom Rat für Nachhaltige Entwicklung ausgeschrieben wurde. Mit dem innovativen Kultur- und Raumprojekt haben sich Rolf Kellner und Tu Phung Ngo zusammen mit der Patriotischen Gesellschaft von 1765 und unterstützt von der Initiative "Altstadt für Alle!" beworben und gewonnen.

Pressekontakt
Julia Barthel, 0174 4105271, Projektteam Altstadt neudenken

Kontakt

Britta Bachmann

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit/
Fundraising

T 040 30709050-14

bachmann@patriotische-gesellschaft.de