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Pressemitteilungen Archiv

Plakatmotiv der Kampagne "Die schönste Stadt der Welt - ist dort, wo sie gesucht wird." Bild: LU'UM

09.11.2020

Die schönste Stadt der Welt – ist dort, wo sie gesucht wird.
Die Hamburger Innenstadt gemeinsam neu denken

Große interaktive Plakatkampagne von „Altstadt für Alle!“ und LU’UM

Hamburg, 09. November 2020. Gemeinsam mit dem jungen Kollektiv LU‘UM hat die Initiative "Altstadt für Alle!" eine Plakatkampagne mit sieben verschiedenen Motiven entwickelt, die seit Freitag, 6. November 2020, für zwei Wochen mit rund 1.000 Plakaten in der Stadt zu sehen ist. Das Motto ist "Die schönste Stadt der Welt – ist dort, wo sie gesucht wird."

"Altstadt für Alle!" möchte mit der Aktion den Diskurs über die Entwicklung der Hamburger Innenstadt am Laufen halten. Durch den offensichtlichen Bruch zwischen dem Anspruch "Die schönste Stadt der Welt" zu sein und den gezeigten Stadtansichten sollen die Bürger*innen zum Mitdenken und Mitmachen angeregt werden. So ruft die Initiative "Altstadt für Alle!" alle Hamburger*innen dazu auf, sich kreativ per Bild/Foto einzubringen und schöne, hässliche oder auch rätselhafte Innenstadtmotive zu fotografieren, zu zeichnen oder zu skizzieren und die Bilder dann auf der Seite www.dieschönstestadtderwelt.de hochzuladen. Auf der Website entsteht so ein sich ständig veränderndes und wachsendes Bild aus vielen verschiedenen Motiven. Mit diesem Kaleidoskop von Stadtsichten, Perspektiven und vielleicht auch Visionen sollen offenkundige und verborgene Potenziale der Innenstadt sichtbar gemacht und so der Diskurs über die Innenstadtentwicklung bereichert werden.

Mit der interaktiven Kampagne soll auch in den Monaten von sozialer Distanz eine Möglichkeit geschaffen werden, sich an der Debatte über die Zukunft der Hamburger Innenstadt zu beteiligen. Denn es ist Zeit umzudenken. Die Pandemie hat die Probleme der inneren Stadt erneut deutlich gemacht.

Altstadt für Alle!
Die Initiative "Altstadt für Alle!" (www.altstadtfueralle.de) wurde 2016 gegründet und wird getragen durch die Patriotische Gesellschaft von 1765, die Evangelische Akademie der Nordkirche sowie die Gruppe "Hamburg entfesseln!“" Sie engagiert sich für eine lebendige, lebenswerte und sozial vielfältige Stadt, die den Menschen mit seinen Fähigkeiten und Bedürfnissen in den Mittelpunkt stellt. Konkrete Projekte sind zum Beispiel die "Fußgängerzone auf Zeit im Rathausquartier" (2019) oder der Umbau des Parkhauses "Katharinenkirche" zum Wohn- und Arbeitsprojekt "Gröninger Hof".

LU’UM
Im Zusammenspiel zwischen Architektur, Forschung und Kuration schafft LU’UM (https://www.instagram.com/luum.xyz/) Begegnungsorte im urbanen Raum und inszeniert so kokreative Prozesse für den Umbau der Stadt zu einem inklusiven Gemeinwesen.
Diese Projekte und Prozesse können wir nur gemeinsam mit den Kompetenzen engagierter Bürger*innen und dem praktischen Alltagswissen derer verwirklichen, die die Stadt nutzen.

Rückfragen zum Projekt
Patriotische Gesellschaft von 1765
Tel. 040-30709050-0
info@patriotische-gesellschaft.de

Weitere Infos unter
www.patriotische-gesellschaft.de
www.altstadtfueralle.de
www.dieschönstestadtderwelt.de

Die Preisträgerinnen des 7. Bülau-Wettbewerbs 2020 (v.l.n.r.): Leonie Hohmann, Technische Universität Braunschweig, Ina Weiler, Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen, sowie Lisa Schmidt und Christine Feistl, Technische Universität Berlin. Foto: Christian Augustin

23.09.2020

7. Bülau-Wettbewerb 2020 der Patriotischen Gesellschaft von 1765

Preisverleihung – drei 1. Preise und drei Anerkennungen

Hamburg, 23. September 2020. Am Dienstag, 22. September 2020, fand die Preisverleihung zum 7. Bülau-Wettbewerb 2020 der Patriotischen Gesellschaft von 1765 statt. Ausgezeichnet mit einem ersten Preis und jeweils 3.000 Euro Preisgeld wurden Christine Feistl und Lisa Schmidt von der Technischen Universität Berlin für ihren Entwurf "Kultur- und Bildungszentrum Neue Herrlichkeit", Leonie Hohmann von der Technischen Universität Braunschweig für ihren Entwurf "Ruhende Reserve" und Ina Weiler von der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen für ihren Entwurf "Vom Parkhaus zum Hauspark". Mit einer Anerkennung und jeweils 500 Preisgeld Euro gewürdigt wurden die Wettbewerbsbeiträge von Lukas Keller von der Technischen Universität Dresden, Katharina Zull und Maischa Hohm von der Technischen Universität Berlin und Nancy Abdelzaher und Nour Khwies von der Bauhaus Universität Weimar.
Die Preise überreichten Ingrid Spengler, Architektin und Juryvorsitzende des Preisgerichts, und Henning von Ladiges, Sprecher des Arbeitskreises Stadtentwicklung der Patriotischen Gesellschaft von 1765. Die Laudatio sprach Franz-Josef Höing, Oberbaudirektor, Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen (BSW), und Jurymitglied. Es ist vorgesehen, alle Wettbewerbsarbeiten in der Folge in Hamburg auszustellen. Ort und Termin der öffentlichen Ausstellung werden noch bekanntgegeben.
Die Broschüre zum 7. Bülau-Wettbewerb 2020 und weitere Informationen finden Sie hier.
Das Bearbeitungsgebiet des 7. Bülau-Wettbewerbs umfasste den westlichen Rand der Hamburger Altstadt zwischen Alsterfleet, Herrlichkeit und Rödingsmarkt. Neben der Stärkung der Wegeverbindung zwischen Alster/Rathaus und Elbe/HafenCity und der besonderen Lage am Alsterfleet sollte ein zukunftsweisendes Konzept zum Umgang mit dem Parkhaus Herrlichkeit gefunden werden. Sowohl der Erhalt der baulichen Struktur als auch ein Neubau waren im Rahmen des Wettbewerbs möglich, jedoch sollte in jedem Fall eine neue Nutzung gefunden werden, die der Lage angemessen ist. Das Thema wurde in Abstimmung mit der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen der Freien und Hansestadt Hamburg (BSW) sowie dem Bezirksamt Hamburg-Mitte ausgewählt. Da es sich um einen Ideenwettbewerb handelt, lag der Schwerpunkt der Beurteilung auf der konzeptionellen Idee, weniger auf der Durchführbarkeit im Detail.
Mit dem Bülau-Wettbewerb fördert die Patriotische Gesellschaft seit 1989 junge Talente aus unterschiedlichen planerischen Disziplinen und gibt Denkanstöße für die Stadtentwicklung in Hamburg. Der Wettbewerb ist nach dem Hamburger Architekten des Hauses der Patriotischen Gesellschaft an der Trostbrücke, Theodor Bülau (1800–1861), benannt. Er behandelt stadt- und landschaftsplanerische sowie architektonische Themen in Hamburg, die gesamtstädtisch von Bedeutung sind und aus Sicht der Patriotischen Gesellschaft Aufmerksamkeit und eine intensive öffentliche Diskussion verdienen. So hat die Patriotische Gesellschaft bereits Bülau-Wettbewerbe u.a. zur "Gestaltung des Stintfangs und des Alten Elbparks", den internationalen Wettbewerb "Harbour Polis""sowie zuletzt den Bülau-Wettbewerb "Neugestaltung und Arrondierung der Hafenkante im Umfeld des Alten Elbtunnels in Hamburg" (2015/16) ausgelobt und durchgeführt.
Unterstützt und gefördert wurde der Wettbewerb von der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen (BSW), dem Bezirksamt Hamburg-Mitte, dem Bund Deutscher Baumeister, Archi-tekten und Ingenieure e.V. – Landesverband Hamburg, der Hamburgischen Architektenkammer, Timm Ohrt & Hille von Seggern, der Sprinkenhof AG, der Sutor-Stiftung und VELUX Deutschland GmbH.

30.06.2020

Patriotische Gesellschaft von 1765 unterstützt naturkundliches
Forschungsmuseum (Evolutioneum) in Hamburg

Hamburg, 30. Juni 2020. Die Patriotische Gesellschaft von 1765 begrüßt die Entscheidung der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz des Bundes und der Länder, das Centrum für Naturkunde der Universität Hamburg in die Förderung der Leibniz-Gemeinschaft aufzunehmen. Dadurch wird es unter finanzieller Beteiligung des Bundes und der anderen Länder nach fast 80 Jahren endlich möglich, die einzigartigen naturkundlichen Sammlungen des ehemaligen Naturhistorischen Museums wieder angemessen unterzubringen und für die Forschung sowie die Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Das Naturhistorische Museum Hamburgs war lange das zweitgrößte und meistbesuchte naturkundliche Museum in Deutschland, bevor sein Gebäude 1943 durch den großen Bombenangriff auf Hamburg zerstört wurde. Zum Glück waren wesentliche Teile der Sammlungen vorher ausgelagert worden und blieben darum unzerstört.
Die Patriotische Gesellschaft dankt der Stadt und der Universität Hamburg, dass sie im Rahmen des Ausbaus der Universität die wertvollen Sammlungen unter schwierigen Bedingungen der Pflege durch die jeweiligen Fächer anvertraut haben. Dadurch wurden sie zwar getrennt, blieben aber in ihrem Wert erhalten und wurden wissenschaftlich gut betreut. Vielen Generationen von Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen ist zu verdanken, dass der Gedanke einer erneuten Zusammenführung der Sammlungen nie aufgegeben wurde. Dadurch blieb ein einzigartiger wissenschaftlicher Schatz, den schon im 17. und 18. Jahrhundert Kapitäne und Kaufleute in Hamburg zunächst privat gesammelt hatten, bevor sie die Stadtrepublik 1882 in ihre Verantwortung übernahm, für die Nachwelt erhalten. Die Patriotische Gesellschaft würdigt besonders auch die großen Verdienste des Naturwissenschaftlichen Vereins, der sich schon damals für die Entwicklung der naturwissenschaftlichen Sammlungen engagiert hat. Vor dem Hintergrund des Artensterbens und des Klimawandels sind diese Sammlungen heute unschätzbar wertvolle Zeugnisse der Entwicklung lebendiger Vielfalt auf unserem Planeten. Es ist ein Glücksfall für den Wissenschaftsstandort Hamburg, dass er nun neben dem Exzellenzcluster zur Klimaforschung auch ein Exzellenzzentrum für die Evolutionsforschung erhält.
Dr. Dr. h.c. Jürgen Lüthje, Mitglied des Vorstands der Patriotischen Gesellschaft, sagt:"Die Patriotische Gesellschaft wird sich weiterhin dafür einsetzen, dass das Evolutioneum ein architektonisch überzeugendes Gebäude an einem hervorragenden Standort in der Stadt erhält. Die Auswahl des Standortes muss mit gleichem Gewicht bestmögliche Bedingungen für die Forschung, Sichtbarkeit in der Stadt und Erreichbarkeit für die Öffentlichkeit sicherstellen. Ein solches Evolutioneum sollte dem Wissenschaftsstandort Hamburg ein erlebbares Zentrum verschaffen."

Wettbewerbsgebiet 7. Bülau-Wettbewerb, Foto: Luftbild_LGV, Bearbeitung_konsalt GmbH

29.06.2020

7. Bülau-Wettbewerb der Patriotischen Gesellschaft von 1765

Drei erste Preise und drei Anerkennungen

Hamburg, 29. Juni 2020. Die Preisträger des 7. Bülau-Wettbewerbs zum Thema "Stadträumliche Perspektiven für Rödingsmarkt, Herrlichkeit und Alsterfleet" stehen fest. Zum Ideenwettbewerb für Studierende und junge Absolvent/innen deutschsprachiger Hochschulen der Fachrichtungen Stadtplanung, Architektur, Landschaftsplanung, Verkehrsplanung und verwandter Fachgebiete wurden 36 Einzel- und Gruppenarbeiten von rund 50 Wettbewerbsteilnehmer/innen von Hochschulen aus Deutschland und Österreich eingereicht. Mit dem Bülau-Wettbewerb fördert die Patriotische Gesellschaft seit 1989 junge Talente aus unterschiedlichen planerischen Disziplinen und gibt Denkanstöße für die Stadtentwicklung in Hamburg.

Die interdisziplinäre elfköpfige Jury unter dem Vorsitz von Architektin Ingrid Spengler hat entschieden, drei erste Preise zu vergeben. Die Wettbewerbssumme wurde von 9.500 Euro auf 10.500 Euro erhöht. Ausgezeichnet mit dem ersten Preis wurden Christine Feistl und Lisa Schmidt (Technische Universität Berlin) für ihren Entwurf "Kultur- und Bildungszentrum Neue Herrlichkeit", Leonie Hohmann (Technische Universität Braunschweig) für den Entwurf "Ruhende Reserve" und Ina Weiler (Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen) für den Entwurf "Vom Parkhaus zum Hauspark". Die Preisträger erhalten jeweils 3.000 Euro Preisgeld. Außerdem werden die Wettbewerbsbeiträge von Nancy Abdelzaher und Nour Khwies (Bauhaus Universität Weimar), Lukas Keller (Technische Universität Dresden) und Katharina Zull und Maischa Hohm (Technische Universität Berlin) mit einer Anerkennung und jeweils 500 Euro Preisgeld gewürdigt. Die Beurteilungstexte der ausgezeichneten Arbeiten finden Sie hier: https://konsalt.de/buelau-7/

Die Preisverleihung findet am Dienstag, dem 22. September 2020, um 12:30 Uhr im Haus der Patriotischen Gesellschaft statt. Es ist vorgesehen, alle Wettbewerbsarbeiten in der Folge in Hamburg auszustellen. Ort und Termin der öffentlichen Ausstellung werden noch bekanntgegeben.

Franz-Josef Höing, Oberbaudirektor, Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen (BSW), und Jurymitglied sagt: "Der Bülau-Wettbewerb beschäftigt sich mit einem Gebiet, das vielen Hamburgerinnen und Hamburgern nicht sehr präsent ist, obwohl es Teil der Innenstadt ist. Die Strecke zwischen Altem Wall und Rödingsmarkt war früher eine sehr lebendige Zone und ist heute die kürzeste Verbindung zwischen Innenstadt und Elbphilharmonie. Die Vorschläge der nun ausgezeichneten jungen Planerinnen zeigen, wie viel Potenzial in diesem Gebiet steckt. Es kann von einem Durchgangsraum zu einem höchst ansprechenden Aufenthaltsort werden. Natürlich brauchen Fußgänger und Radfahrer hier mehr Platz. Von den Wettbewerbsergebnissen lassen wir uns gerne anregen, der Bülau-Wettbewerb ist immer eine Chance für die Freie und Hansestadt Hamburg."
Dr. Willfried Maier, 1. Vorsitzender der Patriotischen Gesellschaft erläutert: „Die Aufgabenstellung des aktuellen Bülau-Wettbewerbs widmet sich einem Gebiet mit verschiedenen stadträumlichen Entwicklungspotenzialen. Die vielfältigen, unkonventionellen und fantasievollen Lösungsvorschläge werden sicherlich den Diskurs über innovative Gestaltungs- und Nutzungsperspektiven des Ortes anstoßen und als Impulse für die weitere Entwicklung dieses Gebietes wirken."

Das Bearbeitungsgebiet des 7. Bülau-Wettbewerbs umfasste den westlichen Rand der Hambur-ger Altstadt zwischen Alsterfleet, Herrlichkeit und Rödingsmarkt. Neben der Stärkung der Wegeverbindung zwischen Alster/Rathaus und Elbe/HafenCity und der besonderen Lage am Alsterfleet sollte ein zukunftsweisendes Konzept zum Umgang mit dem Parkhaus Herrlichkeit gefunden werden. Sowohl der Erhalt der baulichen Struktur als auch ein Neubau waren im Rahmen des Wettbewerbs möglich, jedoch sollte in jedem Fall eine neue Nutzung gefunden werden, die der Lage angemessen ist.
Das Thema wurde in Abstimmung mit der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen der Freien und Hansestadt Hamburg (BSW) sowie dem Bezirksamt Hamburg-Mitte ausgewählt. Da es sich um einen Ideenwettbewerb handelt, lag der Schwerpunkt der Beurteilung auf der konzeptionellen Idee, weniger auf der Durchführbarkeit im Detail.

Der Wettbewerb ist nach dem Hamburger Architekten des Hauses der Patriotischen Gesellschaft an der Trostbrücke, Theodor Bülau (1800–1861), benannt. Er behandelt stadt- und landschaftsplanerische sowie architektonische Themen in Hamburg, die gesamtstädtisch von Bedeutung sind und die aus Sicht der Patriotischen Gesellschaft Aufmerksamkeit und eine intensive öffentliche Diskussion verdienen. So hat die Patriotische Gesellschaft bereits Bülau-Wettbewerbe u.a. zur "Gestaltung des Stintfangs und des Alten Elbparks", den internationalen Wettbewerb "Harbour Polis" sowie zuletzt den Bülau-Wettbewerb "Neugestaltung und Arrondierung der Hafenkante im Umfeld des Alten Elbtunnels in Hamburg" (2015/16) ausgelobt und durchgeführt.

Unterstützt und gefördert wird der Wettbewerb von der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen (BSW), dem Bezirksamt Hamburg-Mitte, dem Bund Deutscher Baumeister, Architekten und Ingenieure e.V. – Landesverband Hamburg, der Hamburgischen Architektenkammer, Timm Ohrt & Hille von Seggern, der Sprinkenhof AG, der Sutor-Stiftung und VELUX Deutschland GmbH.

Das Leben ist kein Workshop, Bild: Mauricio Bustamante

27.04.2020

SeitenWechsel bietet seltene Einblicke in soziale Einrichtungen während der Corona-Pandemie

Lernen in anderen Lebenswelten

Hamburg, 27. April 2020. SeitenWechsel, ein Weiterbildungsprogramm der Patriotischen Gesellschaft von 1765 zur Stärkung sozialer Kompetenz von Führungskräften, arbeitet seit 20 Jahren in Hamburg mit rund 70 und deutschlandweit mit über 250 sozialen Einrichtungen zusammen. Seit 2000 wurden über 2.500 Führungskräfte aus den unterschiedlichsten Unternehmen erfolgreich an Partnerinstitutionen vermittelt. SeitenWechsel bietet Perspektivwechsel und Einblicke in Lebenswelten, mit denen die Programmteilnehmer/innen sonst wenig Berührung haben. Da auch die Arbeit in der Weiterbildung während der Corona-Pandemie nicht so durchgeführt werden kann wie sonst, hat das Team von SeitenWechsel soziale Einrichtungen befragt, wie sie mit der aktuellen Situation umgehen und gewährt so seltene Einblicke in die sozialen Institutionen.

Elke Sank, Programmleiterin von SeitenWechsel bundesweit, erläutert: "Wir möchten unsere Partner, die sozialen Einrichtungen, unterstützen und auf ihre besonderen Herausforderungen in der aktuellen Lage aufmerksam machen." Die Mitarbeiter/innen und Klient/innen der sozialen Einrichtungen sind dem Corona-Virus schutzloser ausgeliefert als Menschen, die in ein funktionierendes soziales und finanzielles Netz eingebettet sind. Für den Umgang mit schwierigen Lebenssituationen sind aber gerade die sozialen Einrichtungen die Experten. Sie unterstützen in Extremlagen und organisieren das Zusammenleben von Menschen, die durch Wohnungslosigkeit, Sucht, psychische Krankheiten, Behinderung oder den bevorstehenden Tod besonders verletzlich sind. Sank sagt: "Viele Führungskräfte haben in den letzten zwanzig Jahren im Rahmen eines SeitenWechsels bei genau diesen Expertenteams gelernt und hautnah erfahren, was in Krisensituationen zählt: Kommunikation, Klarheit, Menschlichkeit. Solche Erfahrungen sind wichtige Ressourcen für jeden Einzelnen, für Teams und Organisationen, um Herausforderungen zu meistern und gestärkt aus einer Krise zu kommen."

So berichtet zum Beispiel Ulrike Benkart von ZusammenLeben e.V. in Hamburg-Bergstedt, dass die tägliche Beschäftigung der Bewohner/innen in Werkstätten und Tagesförderstätten nicht mehr möglich sei und dafür Alternativen wie ein eigens erstelltes Bewegungsprogramm auf Video gefunden werden. David Hill, Geschäftsführer im Berliner Haus Phoenix, weist darauf hin, dass das Wegbrechen der Angebote für süchtige Menschen in Verbindung mit aufkommenden Ängsten den Suchtdruck erhöhe.
Johan Graßhoff, Straßensozialarbeiter im Diakonie-Zentrum für Wohnungslose in Eimsbüttel, erzählt, dass nach einer kleinen Pause nun auch wieder der Mitternachtsbus unterwegs sei und alle an kreativen Lösungen arbeiteten, um eine Hilfe für obdachlose Menschen zu gewährleisten. "Als Diakonie-Zentrum für Wohnungslose benötigen wir dringend Geld- und Sachspenden, damit wir zum Beispiel Lunchpakete organisieren können. Daher freuen wir uns sehr über die Unterstützung der Mitarbeiter/innen des Modeanbieters bonprix, die persönlich kurzfristig etwas bewegen wollten. Über das Führungskräfteprogramm SeitenWechsel sind die Mitarbeiter/innen auf das Diakonie-Zentrum aufmerksam geworden und haben uns privat 400 Euro gespendet", sagt Graßhoff. Aufgrund der Verbindung, die durch das Programm SeitenWechsel entstanden ist, wurde auch das Hamburger Unternehmen Shell aktiv. 1.100 Schokoladen-Osterhasen gingen an das Diakonie-Zentrum und andere Bedürftige. Momentan produziert Shell jeden Tag 100 Lunchpakete, die über das Café mit Herz des Diakonie-Zentrums verteilt werden.

Die kompletten Interviews mit den Mitarbeiter/innen der sozialen Einrichtungen und weitere Informationen zu SeitenWechsel finden Sie hier

22.01.2020

Abschlusserklärung zur Veranstaltung „Im Zeichen des Klimawandels: Verkehrswende für Hamburg – aber wie? am 21. Januar 2020

Hamburg, 22. Januar 2020. Bei der mit rund 260 Teilnehmern gut besuchten Diskussionsveranstaltung „Im Zeichen des Klimawandels: Verkehrswende für Hamburg – aber wie?“ am 21. Januar 2020 im Haus der Patriotischen Gesellschaft wurde von den Initiatoren der Kooperationsveranstaltung (Arbeitskreis Stadtentwicklung der Patriotischen Gesellschaft von 1765, ADFC, Fuss e.V., Bündnis Nahverkehr, Freunde der Eisenbahn, HVV Fahrgastbeirat, Prellbock Altona, ProBahn und Verkehrswende Hamburg) die folgende Abschlusserklärung verlesen. Die Erklärung fand breite Zustimmung aller Anwesenden:

Abschlusserklärung zur Veranstaltung „Im Zeichen des Klimawandels: Verkehrswende für Hamburg – aber wie? am 21. Januar 2020

Die Teilnehmer*innen der heutigen Veranstaltung in der Patriotischen Gesellschaft fordern den Hamburger Senat und die Hamburgische Bürgerschaft auf, sich ambitioniertere Ziele für eine umfassende Verkehrswende in Hamburg zu setzen.

Dazu müssen der öffentliche Verkehrsraum und die Investitionsmittel ganz klar zugunsten des Umweltverbundes (ÖPNV, Radverkehr und Fußverkehr) umverteilt werden. Der motorisierte Individualverkehr muss zielgerichtet zugunsten von Bussen und Bahnen, Radler*innen und Fußgänger*innen zurückgedrängt werden, das gilt auch für Autoparkplätze im öffentlichen Raum.

Wir streben für 2030 einen Anteil des Umweltverbundes von 80% am gesamten Verkehr in Hamburg an. Dies geht nicht ohne einen Stopp für Straßenneubauprojekte, die Wiedereinführung der Straßenbahn in Hamburg und einen massiven Ausbau der Infrastruktur für Fußgänger*innen und Radfahrer*innen. Dementsprechend müssen die Investitionsmittel umgeschichtet werden.

Verkehrsprojekte mit dem höchsten Fahrgastnutzen und einer schnellen Umsetzbarkeit sind vorrangig zu realisieren, Prestigeprojekte wie z.B. Diebsteich sind aufzugeben. Hamburg muss sich an den Erfahrungen anderer europäischer Großstädte wie Paris, Wien, Kopenhagen und Amsterdam orientieren.

Diese Veranstaltung soll ein Auftakt sein für eine ZUKUNFTSWERKSTATT VERKEHR mit breiter Beteiligung aller Hamburger und Hamburgerinnen, die von 2020 bis zunächst 2025 den notwendigen Prozess der Verkehrswende konstruktiv und kritisch begleitet.

Zuwendungsübergabe am 11. Dezember 2019, Bild: Hamburg Leuchtfeuer

12.12.2019

Evelyn-Brosch-Stiftung unterstützt Hamburg Leuchtfeuer mit 10.000 €

Unselbständige Stiftung der Patriotischen Gesellschaft fördert die
Hospiz-Küche

Hamburg, 12. Dezember 2019. Am Mittwoch, 11. Dezember 2019, überreichten Johannes Petersen, Mitglied des Vorstands der Patriotischen Gesellschaft von 1765, Uwe Doll, Kuratoriumsvorsitzender der Evelyn-Brosch-Stiftung, Karolin Babbe-Voßbeck und Dr. Jan-Peter Lechner (beide Kuratoriumsmitglieder der Evelyn-Brosch-Stiftung) 10.000 Euro an Ulf Bodenhagen, Geschäftsführer von Hamburg Leuchtfeuer. Seit 2012 unterstützt die unselbständige Stiftung mit ihren Erträgen Hamburg Leuchtfeuer durch regelmäßige Zuwendungen, die der Küche des Hospizes zu Gute kommen. Die finanziellen Mittel der Evelyn-Brosch-Stiftung stammen aus einer Erbschaft.
Die treuhänderische Kraft von Nachlässen als nachhaltiger Beitrag für gemeinnützige Zwecke in der Stadt zeigt sich an den unselbständigen Stiftungen, die von der Patriotischen Gesellschaft verwaltet werden. Insgesamt verfügen die fünf unselbständigen Stiftungen, zu der neben der Evelyn-Brosch-Stiftung auch die Dr. Dorothea-Wilhelm-Stiftung, die Ilse-Lübbers-Stiftung, die Golden Pudel Stiftung und die im Oktober 2019 gegründete Stiftung AlltagForschungKunst Timm Ohrt & Hille von Seggern zählen, über ein Stiftungskapital von rund 3 Millionen Euro und stellen eine wichtige Ergänzung der gemeinnützigen Arbeit der Patriotischen Gesellschaft dar. Die Patriotische Gesellschaft verfügt über langjährige Erfahrungen in der Gründung und Verwaltung unselbständiger Stiftungen und ist auch aufgrund ihrer mehr als 250-jährigen Geschichte, ihrer Verbundenheit und ihres Engagements für Hamburg sowie ihrer Unabhängigkeit ein idealer Ansprechpartner für Treuhandstiftungen zum Wohle Hamburgs.

Bild: Gerd Grossmann

05.11.2019

Holger-Cassens-Preis 2019
Preisträger ist das Projekt "Yalla – Rein in die Stadt!"

Öffentliche Preisverleihung am 14. November 2019 im Haus der Patriotischen Gesellschaft

Hamburg, 5. November 2019. Preisträger des Holger-Cassens-Preises 2019 ist das Projekt "Yalla – Rein in die Stadt!". Preisstifter Holger Cassens überreicht den mit 10.000 Euro dotierten Preis am Donnerstag, 14. November 2019, um 18:00 Uhr, im Haus der Patriotischen Gesellschaft, an das Projekt der GWA St. Pauli e.V. Dr. Melanie Leonhard, Senatorin für Arbeit, Soziales, Familie und Integration spricht das Grußwort. Mehr als 35 Projekte hatten sich diesmal um den Holger-Cassens-Preis beworben. Der Holger-Cassens-Preis wird zum elften Mal von der Mara und Holger Cassens-Stiftung und der Patriotischen Gesellschaft von 1765 vergeben.

Die Jury begründet die Vergabe des Preises so: "Die Jury war bei dem Projekt ‚Yalla – Rein in die Stadt!‘ insbesondere davon beeindruckt, dass die Möglichkeit einer eigenen Aneignung der Stadt durch Geflüchtete absolut im Vordergrund des Handelns steht, dass unter Verzicht auf Pater-nalismus und Bevormundung den Interessen und der Betätigung junger Menschen Vorrang einge-räumt wird. Nur so, davon ist die Jury überzeugt, kann die Gruppe, kann das Selbstbewusstsein entwickelt und gestärkt werden."

Das Projekt "Yalla" wurde Ende 2016 entwickelt und arbeitet und wirkt über die Gren-zen des Stadtteils St. Pauli hinaus. Es gibt drei Schwerpunkte bzw. Betätigungsfelder: Zum einen werden von Geflüchteten für Geflüchtete kleine Filme produziert, die zeigen, wo ihnen kostengünstige oder bestenfalls kostenfreie Angebote im Stadtgebiet zur Verfügung stehen. Diese Filme werden in den gängigen sozialen Medien verbreitet. Gleichzeitig sind die Filme ein Medium, mit dem sich die Gruppe der Produzierenden selbst vergewissert, sich die Stadt aneignet und sich selbst als produktive Subjekte erlebt. Zum anderen entwickelt das Projektteam neue kreative Ideen und offene Formate, um neue Zielgruppen zu erschließen. Das Risiko des Scheiterns bzw. dass es hinterher ganz anders kommt, als man sich das gedacht hat, nimmt das Projekt bewusst in Kauf. Das dritte Handlungsfeld bezieht sich insbesondere auf die Einbindung jüngerer Menschen, die sich in das Projekt einbringen, aber auch Unterstützung abrufen können.

Der Holger-Cassens-Preis steht unter dem Thema "Bildung als gemeinsame Aufgabe" und wurde erstmals 2009 verliehen. Gefördert werden Bildungs- und Erziehungsprojekte in Hamburg, die Entwicklungs- und Teilhabechancen von jungen Menschen fördern. Preiswürdig sind Projekte, die diese jungen Menschen erreichen, Ressourcen im Stadtteil nutzen und verschiedene Akteure und Einrichtungen, die einen Beitrag zu mehr Bildungsgerechtigkeit und Inklusion leisten, vernetzen. Bisherige Preisträger sind u.a. die Bildungs- und Beratungskarawane Dulsberg (2011), der Circus ABRAX KADABRAX (2014), LeseHerbst Billstedt-Horn (2015), gemeinsam Kirchdorf-Süd (2016), der TV Fischbek von 1921 e.V. (2017) und die Wilhelmsburger Lesewoche "Die Insel liest" (2018).

28.10.2019

Pilotprojekt übertrifft Erwartungen

Fußgängerzone im Rathausquartier 1. August bis 31. Oktober 2019

Hamburg, 28. Oktober 2019. Das Pilotprojekt "Stadtraum für Menschen" der Initiative "Altstadt für Alle!" hat die Erwartungen erheblich übertroffen. Image und Qualität des Quartiers haben sich deutlich verbessert, die Umsätze von Gastronomen und der Mehrzahl der Einzelhändler sind gestiegen. Über 90 Prozent wünschen sich eine Fortsetzung im Jahr 2020.
Seit dem 1. August 2019 sind die Kleine Johannisstraße und die Schauenburger Straße Schauplatz eines bislang einzigartigen Experiments: Entwickelt, beantragt und gemanagt von der Initiative "Altstadt für Alle!" gibt es hier eine Fußgängerzone. Ziel ist es, zu erproben, ob und wie sich die Innenstadt durch eine andere Nutzung des öffentlichen Raums beleben lässt. Jetzt steht fest "Wir haben mit großem Erfolg gezeigt, wie sich die Innenstadt beleben und neu gestalten lässt. Unsere zivilgesellschaftliche Handschrift, der umfassende Dialog mit allen Akteuren, aber auch viel Spontaneität und Kreativität haben zu diesem Erfolg entscheidend beigetragen", betont Johannes Jörn vom Vorstand der Patriotischen Gesellschaft von 1765.

Neue Erkenntnisse für die Innenstadtentwicklung
Der Verlauf des Pilotprojektes Fußgängerzone (s.u.) und die Erfahrungen aus anderen Innenstadtprojekten belegen, dass sich mit neuen Formen der Projektdurchführung schnell, einvernehmlich und kostengünstig Stadterneuerung realisieren lässt.

Temporäre Projekte. Stadtraumgestaltung auszuprobieren, bevor man sie in Beton gießt, ist in Hamburg bislang nicht üblich. Beim mehrfachen Umbau des Mühlenkamps, der Osterstraße, der Fahrradstraße an der Alster sowie von Kreuzungen im Rahmen des Busbeschleunigungsprogramms wurde hier Lehrgeld bezahlt. Mit temporären Projekten, wie jetzt im Rathausquartier und in Ottensen, lässt sich die Stadtzukunft dagegen preiswert erproben. Neue Erkenntnisse lassen sich schon während der Projektphase gleich umsetzen. Projekte auf Zeit lösen zudem weniger Ängste bei Betroffenen aus und eröffnen Mitmach-Optionen. Hamburg, so eine Forderung der Workshopveranstaltung "Alle machen Stadt!" am 25. Oktober 2019 sollte unbedingt Fonds bzw. Finanzierungen für derartige Projekte einrichten.

Schrittweise Entwicklung. Stadtgestaltung in Schritten ist ebenfalls kostengünstig und lässt sich gut in temporäre Projekte integrieren. Eine zweite Fußgängerzone auf Zeit im Rathausquartier könnte, z.B. mit einem anderen zeitlichen und räumlichen Zuschnitt, auf den Erfahrungen des diesjährigen Projektes aufbauen und einer späteren endgültigen baulichen Realisierung vorgeschaltet werden.

Zivilgesellschaftliche Initiative statt bloßer Bürgerbeteiligung. "Die Planung vom Kopf endlich auf die Füße stellen", nannte eine Workshopteilnehmerin am 25. Oktober es: Alle vier Projekte von "Altstadt für Alle!" im Sommer 2019 sind zivilgesellschaftliche Initiativen, an deren Umsetzung später die Politik beteiligt wurde. Derartige Initiativen eröffnen neue Gestaltungsräume für Politik und Verwaltung, aber auch für Investoren und andere Akteure.

Innenstadtbelebung im Sommer 2019
Neben dem Pilotprojekt "Stadtraum für Menschen" war und ist "Altstadt für Alle!" mit drei weiteren Projekten im Herzen Hamburgs aktiv:
- Den Beginn machte das Stadtlabor Altstadt neu denken im Rahmen des Hamburger Architektursommers 2019. Kunstinstallationen und Stadtexpeditionen vom Hopfenmarkt aus zu Kraftorten und Potenzialräumen auf Hamburgs Gründungsinseln Grimm, Cremon, Neustadtinsel und Altstadtinsel eröffneten Perspektiven für die Weiterentwicklung der Innenstadt http://www.altstadtneudenken.de).
- Das Programm Auf die Plätze! der Hauptkirche St. Petri http://www.sankt-petri.de hat den oft so toten "Speersort" südlich der Kirche mit innovativen Sitzgelegenheiten, etwas Grün, viel Tanzen, Kino, Kochen, Singen, Spiritualität und Gesprächen von August bis September in einen lebendigen Begegnungsort verwandelt.
- Das Projekt Gröninger Hof: Im Oktober 2017 stellte "Altstadt für Alle!" auf der Ideenwerkstatt "Mut zu Stadt!" den Umbau des Parkhauses Katharinenkirche in ein soziales Wohnprojekt mit aktiver Erdgeschosszone für das Katharinenquartier erstmals vor. Inzwischen steht fest: Das Projekt wird realisiert. Am 31. Oktober 2019 endet die Ausschreibungsfrist für ein am Gemeinwohl orientiertes Pilotprojekt der Stadt Hamburg. Die in Zusammenarbeit mit "Altstadt für Alle!" gegründete Genossenschaft "Gröninger Hof" bewirbt sich für die Realisierung https://groeninger-hof.de

Das Pilotprojekt "Stadtraum Für Menschen" im Überblick
VORGESCHICHTE: Im Mai 2018 entsteht auf der Ideenwerkstatt "Stadtumbau jetzt!" spontan die Idee, mit einer autofreien Zone auf Zeit den Umbau des öffentlichen Raums praktisch zu erproben. In Workshops, Gesprächen und fachlicher Planungsarbeit wird die Fußgängerzone entwickelt. Im März 2019 beschließt die Bezirksversammlung Mitte, das Projekt finanziell zu unterstützen und zu genehmigen. Die Voraussetzung: Es muss erfolgreich mit Akteuren im Quartier, der Handelskammer sowie Polizei und Verkehrsbehörden abgestimmt werden. Damit beginnt eine Parforce-Jagd mit öffentlichen Veranstaltungen, Gesprächen vor allem aber einem komplexen Abstimmungsprocedere. Die 21. Planvariante wird schließlich wenige Tage vor dem 1. August genehmigt.

REALISIERUNG: Die extrem kurze Vorbereitung erfordert einen improvisierten Start. Nach der offiziellen Eröffnung der Fußgängerzone am 8. August 2019 mit einem Festakt entwickelt sich der Stadtraum Tag für Tag weiter: Eine Sitzgruppe vor dem Friseur, eine Tischtennisplatte vor dem Herrenausstatter, kleine mobile Gärten von GRAU TRIFFT GRÜN, mobile Holzbänke und Sitzquadrate des Kollektivs LU’UM und gastronomische Angebote auf ehemaligen Parkplätzen laden ein zum Verweilen. Kunstinstallationen, Kulturelle Angebote und Aktionen beleben das Straßenkreuz – mit dem Liveact der schwedischen Indieband Bland vor der Theaterkasse Schumacher über Haustürkonzerte, Tango und Yoga bis zu Informationsveranstaltungen.

AUSWERTUNG: Die folgenden Ergebnisse basieren auf einer Online-Umfrage mit 804 Teilnehmer*nnen, überwiegend aus dem Quartier, sowie Workshops und Einzelgesprächen zwischen dem 21. und 25. Oktober 2019. Ergänzt wird dies durch Verkehrszählungen in der Zeit von 8 bis 11 Uhr zwischen dem 6. August und dem 7. Oktober 2019.

UMSATZENTWICKLUNG: Die Gastronomiebetriebe verzeichnen eine bessere bis deutlich bessere Umsatzentwicklung. Differenzierter der Trend beim Einzelhandel. Durchgängig gab es mehr Laufkundschaft. Etwa die Hälfte der Betriebe verzeichneten höhere, je ein Viertel unveränderte bzw. niedrigere Umsätze. Die Ursachen für unveränderte bzw. rückläufige Umsätze, so ein Teil der Betriebe, sei aber nicht unbedingt auf die temporäre Fußgängerzone zurückzuführen. Es könne auch am im Vergleich zum Vorjahr schlechteren Wetter bzw. dem allgemeinen Rückgang des stationären Einzelhandels liegen.

VERKEHR: Trotz der starken zeitlichen Einschränkung der Anlieferungszeiten (23-11h) hat sich nach Aussagen der Logistiker sowie der Belieferten im Quartier der Lieferverkehr insgesamt eher verbessert. Bei guter Abstimmung zwischen den Betrieben und Logistikern konnte der Aufwand sogar verringert werden. Wesentlich dazu beigetragen haben feste und flexible Logistikzonen. Zuvor waren potenzielle Logistikflächen in der Regel immer zugeparkt. Problematisch war morgens vor 11 Uhr der private Kfz-Verkehr: Offene Zugänge wurden zur Durchfahrt und zum widerrechtlichen Parken genutzt. Mit einem personalintensiven Eingangsmanagement zwischen 8 und 11 Uhr gelang es jedoch, die Fußgängerzone weitgehend intakt zu halten. Auf Abschleppen wurde bewusst verzichtet.
Die Verkehrszählungen in der Zeit von 8 bis 11 Uhr sehen den Fußverkehr weit vorn: 300 je Stunde, 70% auf der Kleinen Johannisstraße, 30 % auf der Schauenburger Straße. Fahrräder, 30 je Stunde, bevorzugten die Schauenburger Straße (60%). 11 Lieferfahrzeuge pro Stunde waren gut abzuwickeln – lediglich übergroße Fahrzeuge hatten Probleme, allerdings weniger als vor dem 1. August. Bei offenem Zugang fuhren pro Stunde ca. 20 Privat-Pkw in das Quartier.
FINANZIERUNG: Das Projekt hat insgesamt rund 180.000 € gekostet. Je ein Drittel trugen die Bezirksversammlung Mitte, Spender sowie ehrenamtliches Engagement. Hauptausgaben waren die Miete von Verkehrszeichen und Sperren, der personelle Aufwand für die "Schleusenlösung“ täglich zwischen 8 und 11 Uhr, die Möblierung und Gestaltung des öffentlichen Raums, das Kulturprogramm sowie Kosten für Konzeption und Auswertung.

Wünsche an die Fortsetzung des Projektes Fußgängerzone
Grundsätzlich fordern 93 % eine Fortsetzung des Projektes im kommenden Jahr. Auch Grundeigentümer, Gastronomen, Händler und Berufstätige im Quartier wollen eine Fortsetzung. Die meisten präferieren einen Zeitraum von April/Mai bis September/Oktober. Andere können sich eine ganzjährige Fußgängerzone auch vorstellen, vorausgesetzt, es gäbe dann eine eigene und andere Gestaltung für das Herbst/Winter-Halbjahr. 49% der Befragten plädieren für eine schrittweise Entwicklung des Fußgängerzone, 44% dagegen für einen einmaligen Umbau mit hohem Standard. Vor allem die Grundeigentümer stören sich an der diesjährigen improvisierten Möblierung und Gestaltung. Nicht wenige Händler und Gastronomen sehen dies anders: Eine zu perfekte Gestaltung könnte Gentrifizierungseffekte zur Folge haben. Mieterhöhungen würden dann in der Folge den derzeitigen Charme des Quartiers gefährden.

Die Initiative wurde 2016 von der Bürgerinitiative "Hamburg entfesseln!", der Evangelischen Akademie der Nordkirche und der Patriotischen Gesellschaft von 1765 gegründet. Sie setzt sich ein für eine lebendige, lebenswerte und sozial vielfältige Stadt, die den Menschen mit seinen Fähigkeiten und Bedürfnissen in den Mittelpunkt stellt. www.altstadtfueralle.de

Unterstützung für ihre Projekte im Jahr 2019 erhielt Altstadt für Alle! von
Bezirksversammlung Hamburg-Mitte
Mara- & Holger Cassens-Stiftung
Körber-Stiftung
BürgerStiftung Hamburg
Fonds Nachaltigkeitskultur
ALfred Töpfer-Stiftung
ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius

Temporäre Installation von Arne Lösekann, Foto: üNN

11.09.2019

Temporäre Installation von Arne Lösekann im September 2019 in der temporären Fußgängerzone im Rathausquartier

[besetzen] – leerstellen als lehrstellen –
eine leuchtende Perlenkette der Geschichten

Hamburg, 11. September 2019. Bis Dienstag, 24. September 2019, ist die temporäre Installation „[besetzen] – leerstellen als lehrstellen“ von Arne Lösekann mit Texten von Anne Simone Krüger zu Gast in der Fußgängerzone auf Zeit im Rathausquartier und kann rund um die Uhr besichtigt werden. Die temporäre Installation an zehn Orten ist Teil des „Stadtraum für Menschen – Fußgängerfreundliches Rathausquartier“ der Initiative „Altstadt für Alle!“ und möchte dazu beitragen, das Viertel und seine Bewohner und Besucher zu aktivieren.
Von der Kleinen Johannisstraße und der Schauenburgerstraße im Rathausquartier bis hin zur Kirche St. Katharinen stehen insgesamt zehn Installationen aus geweißten Objekten jeweils in Sichtweite zueinander und mit Bezug zum Standort. Die Installationen sind aus ehemaligen Kirchstühlen von St. Katharinen und Fundstücken angefertigt. Jede Installation bietet bereits in sich das Potential diverser Erzählungen und wird durch den Stadtraum mit weiteren Geschichten aufgeladen. Auf die Spur kommen kann man diesen Geschichten mithilfe von QR-Codes, die an jeder Station angebracht sind und mit dem Smartphone eingescannt werden. Sie leiten zu Texten der Kunsthistorikerin Anne Simone Krüger weiter, die auf der gemeinsamen Recherche mit dem Hamburger Künstler in Archiven und auf Gesprächen mit Anwohnern und Zeitzeugen basieren. Historische Fotos, Skizzen und Entwürfe bebildern die Geschichten, die Vergessenes, Kurioses und Wissenswertes rund um die hanseatische Historie erzählen und Gebäude und Straßen zwischen Rathaus und St. Katharinen mit Geschichten füllen.

Führungen mit Arne Lösekann und Anne Simone Krüger:
Samstag, 14.09., 21:00 Uhr, Startpunkt: Katharinenkirchhof
Sonntag, 22.09. um 15:00 Uhr, Startpunkt: Kofferskulptur an der Ecke Rathausstraße/Kleine Johannisstraße

„Drei Flüsse, vier Inseln, zwei Burgen – Altstadtführung“ mit Rolf Kellner:
Donnerstag, 12.09., 18:00 Uhr, Startpunkt: Kreuzung Kleine Johannisstra-ße/Schauenburgerstraße
Donnerstag, 19.09., 18:00 Uhr, Startpunkt: Kreuzung Kleine Johannisstra-ße/Schauenburgerstraße

Künstler: Arne lösekann http://www.arneloesekann.de
Text und Recherche: Anne Simone Krüger http://annesimonekrueger.de

Luftbild Wettbewerbsgebiet, Foto: LGV, Bearbeitung: konsalt

05.09.2019

7. Bülau-Wettbewerb 2019/20

Stadträumliche Perspektiven für Rödingsmarkt, Herrlichkeit und
Alsterfleet in Hamburg

Hamburg, 05. September 2019. Die Patriotische Gesellschaft von 1765 lobt 2019/20 zum siebten Mal den Bülau-Wettbewerb aus, um junge Talente im Bereich von Planung und Architektur zu fördern und gleichzeitig Impulse für eine öffentliche Diskussion über besondere Orte und Aufgabenstellungen der Stadtentwicklung Hamburgs zu geben. Auf Empfehlung von Hamburgs Oberbaudirektor Franz-Josef Höing widmet sich der 7. Bülau-Wettbewerb dem westlichen Rand der Hamburger Altstadt zwischen Alsterfleet, Herrlichkeit und Rödingsmarkt. Die Gesamtpreissumme beträgt 9.500 Euro. Mit den Ergebnissen des Wett-bewerbs möchte die Patriotische Gesellschaft den Diskurs über innovative Gestaltungs- und Nutzungsperspektiven für öffentliche Räume, städtische Infrastruktur und Architektur anstoßen. Die Wettbewerbsbetreuung übernimmt die konsalt GmbH.

Der Wettbewerb wendet sich an Studierende im Masterstudium an deutschsprachigen Hochschulen der Fachrichtung Stadtplanung, Architektur, Landschaftsplanung, Verkehrsplanung und verwandte Fachgebiete. Darüber hinaus richtet er sich auch an junge Absolventinnen und Absolventen. Der Ideenwettbewerb bietet den Studierenden einen Rahmen, in dem sie unkonventionelle, intelligente und fantasievolle Lösungsvorschläge erarbeiten und präsentieren können, die über die vorgefundenen Gegebenheiten hinausblicken und zur weiteren Diskussion um die Entwicklung der Hamburger Innenstadt anregen. Die Diskussionen um die Hamburger Altstadt als Wohnstandort, die jüngsten Umgestaltungen am Alten Wall und entlang des Baumwalls an der Elbe sowie die Bemühungen um eine Wiedergewinnung des öffentlichen Raumes für Aufenthalt und Fußgängerverkehr lassen das Gebiet zwischen Hochbahntrasse und Alsterfleet als ein spannendes Entwurfsgebiet erkennen. Nicht zuletzt bietet das Parkhaus Herrlichkeit Raum für die Auseinandersetzung und Ideenentwicklung im Spannungsfeld zwischen Wohnungsbau, Denkmalschutz, Mobilitätsanforderungen, Zielen der Innenstadtentwicklung und Nachhaltigkeit.
Der Wettbewerb ist nach dem Hamburger Architekten des Hauses der Patriotischen Gesell-schaft an der Trostbrücke, Theodor Bülau (1800–1861), benannt. Er behandelt stadt- und landschaftsplanerische sowie architektonische Themen in Hamburg, die gesamtstädtisch von Bedeutung sind und die aus Sicht der Patriotischen Gesellschaft Aufmerksamkeit und eine intensive öffentliche Diskussion verdienen. So hat die Patriotische Gesellschaft bereits Bülau-Wettbewerbe u.a. zur „Gestaltung des Stintfangs und des Alten Elbparks“, den internationalen Wettbewerb „Harbour Polis“ sowie zuletzt den Bülau-Wettbewerb „Neugestaltung und Arrondierung der Hafenkante im Umfeld des Alten Elbtunnels in Hamburg“ (2015/16) ausgelobt und durchgeführt. Unterstützt und gefördert wird der Wettbewerb von der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen, dem Bezirksamt Hamburg-Mitte, dem Bund Deutscher Baumeister, Architekten und Ingenieure e.V. – Landesverband Hamburg, Timm Ohrt & Hille von Seggern, der Sutor-Stiftung und VELUX Deutschland GmbH.

Die Auslobung wird Mitte September veröffentlicht. Alle Informationen zum Wettbewerb finden Sie unter https://konsalt.de/buelau-7/ .

Dr. Willfried Maier, 1. Vorsitzender der Patriotischen Gesellschaft (links) und Dr. Meik Woyke, Vorstandsvorsitzender der Bundeskanzler-Helmut-Schmidt-Stiftung (rechts) vor der Gedenktafel für Helmut Schmidt, Foto: Patriotische Gesellschaft von 1765

03.09.2019

Die Patriotische Gesellschaft erinnert mit einer Gedenktafel an Helmut Schmidt

Hamburg, 03. September 2019. Er war ein Hamburger par excellence. Mehr als 96 Jahre blieb er seiner Heimatstadt treu. Als Senator der damaligen Polizeibehörde erwarb er sich bei der Sturmflut 1962 den Ruf des entscheidungsfreudigen Krisenmanagers. Als Bundeskanzler wurde er zu einem der bedeutendsten deutschen Staatsmänner des 20. Jahrhunderts. Mehr als 30 Jahre arbeitete er als Mitherausgeber der ZEIT. Jetzt erinnert die Patriotische Gesellschaft von 1765 mit einer Gedenktafel an der Fassade des Pressehauses an Helmut Schmidt.
Am Montag, dem 9. September 2019, um 13 Uhr, wird die Tafel der Patriotischen Gesellschaft für Helmut Schmidt am Pressehaus, Ecke Speersort/Kattrepel, feierlich von der Patriotischen Gesellschaft und der Bundeskanzler-Helmut-Schmidt-Stiftung enthüllt. Die Veranstaltung ist öffentlich. Dr. Willfried Maier (1. Vorsitzender der Patriotischen Gesellschaft) und Geert Becker (Projektgruppe Gedenktafeln der Patriotischen Gesellschaft) sprechen einleitende Worte. Anschließend kommen Dr. Meik Woyke (Vorstandsvorsitzender der Bundeskanzler-Helmut-Schmidt-Stiftung) und Dr. Rainer Esser (Geschäftsführer der ZEIT) zu Wort.
Die Patriotische Gesellschaft von 1765 hat es sich zur Aufgabe gemacht, an verdiente Hamburger Personen und Mitbürger zu erinnern. Seit 1986 wurden zu diesem Zweck bereits mehr als 45 Gedenktafeln für so unterschiedliche Personen wie Ida Ehre, Salomon Heine, Carl Hagenbeck oder Rudolf Augstein und viele andere an verschiedenen Plätzen in Hamburg angebracht.
Die 2017 gegründete Bundeskanzler-Helmut-Schmidt-Stiftung hat ihren Sitz im Helmut-Schmidt-Forum (Eingang Kattrepel 10) und trägt die Themen, die Schmidt zeitlebens beschäftigt haben, in die Zukunft. Als Politikergedenkstiftung erinnert sie derzeit mit einer Sonderausstellung in 100 Fotos an „100 Jahre Helmut Schmidt“. Am 10. November 2020, dem 5. Todestag des Namensgebers, wird im Helmut-Schmidt-Forum die neue Dauerausstellung eröffnet.

Bezirksamtsleiter Falko Droßmann eröffnet die Fußgängerzone auf Zeit im Rathausquartier. Foto: Patriotische Gesellschaft von 1765

08.08.2019

„Supertoll, bitte mehr davon!“

Innovative Fußgängerzone im Rathausquartier

Ein kreativer Festakt eröffnet das Pilotprojekt Stadtraum für Menschen der Initiative Altstadt für Alle! im Herzen der Altstadt. Bis 31. Oktober 2019 sind die Kleine Johannisstraße, die Schauenburger Straße und die Parkplätze am Dornbusch eine innovative Fußgängerzone. "Klappt das hier", so verspricht Bezirksamtsleiter Falko Droßmann, "kann man das immer weiter fortführen."

"Diesen Stadtraum können wir alle jetzt in Beschlag nehmen", betont Johannes Jörn vom Vorstand der Patriotischen Gesellschaft in seiner Begrüßung. Und tatsächlich: Seit 1. August entdecken immer mehr Hamburgerinnen und Hamburger das traditionsreiche Quartier direkt beim Rathausmarkt. Tag für Tag entwickelt sich der Stadtraum neu: Eine Sitzgruppe vor dem Friseur, eine Tischtennisplatte vor dem Herrenausstatter, kleine mobile Gärten von GRAU TRIFFT GRÜN, mobile Holzbänke und Sitzquadrate des Kollektivs LU’UM und gastronomische Angebote auf ehemaligen Parkplätzen laden ein zum Verweilen und Entdecken. Ein besonderes Highlight setzt die renommierte Ballonkünstlerin Sina Greinert mit ihren bunten Hutkreationen aus Kautschukballons, die schon bald viele Köpfe schmücken. "Heute haben die Bürger den Hut auf", betont Rolf Kellner, Kurator des Kulturprogramms des Projekts.

Erfolgreicher Start eines ungewöhnlichen Projektes
Vor 15 Monaten entstand auf einem Workshop von Altstadt für Alle! die Idee, Stadtraum temporär autofrei zu gestalten. "Für mich als Stadtplaner, der meist in Zeiträumen von zehn oder mehr Jahren denkt, ist es einfach toll, in so kurzer Zeit ein Projekt zu realisieren, mit dem wir etwas ausprobieren können", sagt Mario Bloem, Initiator und Verkehrsplaner des Projektes: "Heute bin ich einfach glücklich!"
Einzigartig an der Fußgängerzone im Rathausquartiert ist ihr Betrieb: Für drei Monate organisiert und managt Altstadt für Alle! als zivilgesellschaftliche Organisation einen innerstädtischen Raum: Mit gemieteten Straßenschildern, dem täglichen Ab- und Aufbau der Sperren, Anwohnerinformation, einem Kulturprogramm und Straßenraumgestaltung. Der intensive Dialog mit allen Akteuren vor Ort, Gastronomen, Einzelhändlern, Grundeigentümern, aber auch Logistikern und Verbänden hat sich ausgezahlt. Von Beginn an gab es eine breite Unterstützung und Zustimmung – vor allem aber auch intelligente Lösungen im Detail: So sorgen etwa feste Logistikzonen für eine verbesserte Belieferung zwischen 23 und 11 Uhr. Bewährt hat sich auch die Umstellungsphase vom 1. bis 7. August, in der sich alle Akteure an die neuen Regeln gewöhnen konnten.

Wie geht es weiter?
Die Fußgängerzone auf Zeit lädt ein zum Mitmachen und Mitgestalten. Das gilt für die Straßenraumgestaltung und auch für Angebote, Aktionen und Veranstaltungen. Interessierte können sich per Mail unter info@patriotische-gesellschaft.de melden. Über aktuelle Veranstaltungen informieren wir auf unserer Website www.altstadtfueralle.de.

Rückfragen an
Florian Marten, Projektkommunikation „Altstadt für Alle!“
Mobil 0170 3428718
presse@altstadtfueralle.de

Initiative Altstadt für Alle!
Die Initiative wurde 2016 von der Bürgerinitiative „Hamburg entfesseln!“, der Evangelischen Akademie der Nordkirche und der Patriotischen Gesellschaft gegründet. Sie setzt sich ein für eine lebendige, lebenswerte und sozial vielfältige Stadt, die den Menschen mit seinen Fähigkeiten und Bedürfnissen in den Mittelpunkt stellt.

Weitere Informationen unter www.altstadtfueralle.de

22.07.2019

Fußgängerzone auf Zeit im Rathausquartier

Pilotprojekt zur Innenstadtbelebung

Die Zukunft der Hamburger Innenstadt beginnt im Herzen der Altstadt: Von August bis Oktober 2019 sind die Kleine Johannisstraße, der größte Teil der Schauenburger Straße und die Parkplätze am Dornbusch erstmals Fußgängerzone. Damit entstehen Freiräume für Entdeckungen und Erlebnisse, für Kultur, Stadtleben und nachhaltige Mobilität. Mit ihrem Projekt Stadtraum für Menschen setzt die Initiative Altstadt für Alle! einen neuen Impuls für die Innenstadtentwicklung.
„Wir freuen uns, dass Hamburg jetzt für drei Monate einen Freiraum bietet, um die Altstadt zu beleben“, so Johannes Jörn, Vorstandsmitglied der Patriotischen Gesellschaft. „Wir sind stolz, als erste zivilgesellschaftliche Initiative ein derartiges Vorhaben in Hamburg umzusetzen. Nicht zuletzt deshalb, weil wir im Verlauf des gesprächsintensiven Abstimmungs- und Genehmigungsverfahrens einen breiten Konsens mit allen wichtigen Akteuren gefunden haben. Das ist bei derartigen Projekten keine Selbst-verständlichkeit. Wesentlich dazu beigetragen hat die Bezirksversammlung Hamburg-Mitte, die uns schon früh politisch und auch finanziell unterstützt hat.“

Stadtraum neu organisiert
Ab 1. August 2019 werden die Kleine Johannisstraße und die Schauenburger Straße für drei Monate zur Fußgängerzone, die Parkplätze am Dornbusch zu einer Fläche für Kultur und zum Verweilen. Die offizielle Eröffnung findet am 8. August statt. Die Woche vom 1. bis zum 7. August dient der Umstellung und Einrichtung des Projektgebietes.
Fahrräder haben in der Fußgängerzone freie Fahrt und können in zusätzlichen Abstellanlagen geparkt werden. Der Lieferverkehr ist von 23 bis 11 Uhr frei, eigene Logistikzonen erleichtern die Anlieferung. Das Projektgebiet ist jetzt so zugeschnitten, dass alle Tiefgaragen jederzeit zugänglich sind. Voraussichtlich können wir zusätzliche Parkplätze für PKWs abends auf dem privaten Parkplatz am Brodschrangen anbieten.

Pilotprojekt zum Mitmachen
Die Fußgängerzone auf Zeit lädt ein zum Mitmachen und Mitgestalten. Wir haben das Projekt bewusst als Prozess angelegt: Alle Akteuren entwickeln und realisieren es, Besucherinnen und Besuchern, Akteuren im Quartier und der Innenstadt, aber auch Kreative und alle, die sich aktiv in dieses Projekt einbringen wollen.

Neue Perspektiven für die Innenstadt
Im Sommer/Herbst 2019 ist Altstadt für Alle! mit drei weiteren Projekten in der Altstadt aktiv:
- dem Stadtlabor Altstadt neudenken mit Kunstinstallationen und Stadtexpeditionen im Rahmen des Hamburger Architektursommers (www.altstadtneudenken.de),
- dem Programm Auf die Plätze der Hauptkirche St. Petri (www.sankt-petri.de) und
- dem Projekt Gröninger Hof zur Umwandlung des Parkhauses Katharinenkirche in ein innovatives und sozial orientiertes Wohn- und Arbeitshaus (www.groeninger_hof.de).

Allen Projekten gemeinsam ist das Ziel einer lebenswerten und sozial vielfältigen Innenstadt. Dieses Ziel repräsentiert auch das Projekt Katharinenweg (IG Katharinen.de). Diese kürzeste Verbindung zwischen Binnenalster/Rathausmarkt und Zollkanal/Elbe über die Kleine Johannisstraße, Brodschrangen, Zollenbrücke, Grimm und Katharinenkirchhof wird mit der Fußgängerzone im Rathausquartier jetzt für drei Monate bis zur Willy Brandt Straße fuß- und fahrradfreundlich erfahrbar.

Trend zum Innenstadtumbau
In vielen Großstädten Europas ist der Innenstadtumbau mit einer Neuorganisation der Ver-kehrsflächen schon seit Jahren Praxis (u.a. Oslo, Paris, Helsinki, London, Wien, Mailand). Auch deutsche Städte kommen in Bewegung: So planen aktuell München, Düsseldorf und Berlin Projekte, bei denen temporär Straßen umgenutzt werden. Mit der Fußgängerzone im Rathausquartier und dem Projekt Ottensen macht Platz, mit dem wir in regem Erfahrungsaustausch stehen, ist Hamburg vorn mit dabei. Der Bürgerdialog „Hamburg besser machen“ von ZEIT und Körberstiftung deutet auf weiteren Bedarf: Das Thema „Autofreie Innenstadt7Quartiere“ landete im Juni 2019 unter neun Schwerpunkten auf Platz zwei.

Rückfragen an
Florian Marten, Projektkommunikation „Altstadt für Alle!“
Mobil 0170 3428718
presse@altstadtfueralle.de

Initiative Altstadt für Alle!
Die Initiative wurde 2016 von der Bürgerinitiative „Hamburg entfesseln!“, der Evangelischen Akademie der Nordkirche und der Patriotischen Gesellschaft gegründet. Sie setzt sich ein für eine lebendige, lebenswerte und sozial vielfältige Stadt, die den Menschen mit seinen Fähigkeiten und Bedürfnissen in den Mittelpunkt stellt.

Weitere Informationen unter www.altstadtfueralle.de

Foto: Imagebild Altstadt_neudenken, ©altstadt_neudenken

21.05.2019

Altstadt neudenken: Kultur- und Raumprojekt startet im Architektursommer 2019

Führungen und Kulturaktionen auf dem Hopfenmarkt vom 7. - 23. Juni 2019

Das Projekt "Altstadt neudenken" macht mit zukunftsweisenden Stadtführungen und innovativen Kulturaktionen die Hamburger Altstadt lebendig. Im Hamburger Architektursommer 2019 vom 7. - 23. Juni öffnen Stadtexperten und Kulturschaffende auf geführten Touren durch die Altstadt den Blick für Geschichte und verborgene Potenziale der bislang hauptsächlich als Geschäftsfläche bekannten Altstadt. Auf dem Weg über die vier Gründungsinseln der Stadt, Cremon, Grimm, Alsterinsel und Neustadtinsel, führen die Initiatoren des Projekts "Altstadt neudenken" durch drei Kraftorte und über 21 Stationen. Täglich um 18 Uhr und bei Sonderführungen am Samstag und Sonntag um 15 Uhr sowie Freitag und Samstag um 21 Uhr werden Stadtteilspaziergänge und Kulturaktionen angeboten. Startpunkt ist der Hopfenmarkt am Mahnmal St. Nikolai. Die Altstadtführungen sind kostenlos und dauern ca. 1,5 Stunden, um eine Spende wird gebeten. Mehr Informationen zu "Altstadt neudenken" und den Stadtführungen sind auf der Seite www.altstadtneudenken.de zu finden.

Altstadt als Erlebnisraum erkunden
Mit verschiedenen Aktionen und Kunstwerken regt das vom deutschen Rat für Nachhaltige Entwicklung geförderte Projekt "Altstadt neudenken“ dazu an, Themen wie mehr Wohnen, kulturelle Aktivität und nachhaltige Verkehrsplanung im Stadtzentrum zu diskutieren und die Altstadt zu erkunden. Entstanden aus der Initiative "Altstadt für Alle!" eröffnet das gemeinnützige Projekt "Altstadt neudenken" in diesem Sommer mit ersten Aktionen ein reales Stadtlabor. Spielerisch, mit Kunst- und Kulturformaten, Performances und Konzerten entsteht Raum zum Denken in Richtung einer möglichen Zukunft und nachhaltigen Quartiersentwicklung.
Dr. Willfried Maier, 1. Vorsitzender der Patriotischen Gesellschaft von 1765, die einer der Träger der Initiative "Altstadt für Alle!" ist, erklärt die Bedeutung einer lebendigen Innenstadt: "Zukunft braucht Herkunft. Das gilt besonders für eine alte Stadtrepublik wie Hamburg. Deren bürgerschaftliche Freiheit war hervorgegangen aus der Dichte des Lebens um Rathaus, Hauptkirchen, Hopfenmarkt und Stadthafen. Diese Orte sind fast verlorengegangen und vergessen. Die ganze Stadt wird durch ihre Wiederbelebung gewinnen."

Bundesweite Beachtung des Projektes
Das Projekt "Altstadt neudenken" ist Preisträger des bundesweiten Ideenwettbewerbes #tatenfuermorgen, der 2018 vom Rat für Nachhaltige Entwicklung ausgeschrieben wurde. Mit dem innovativen Kultur- und Raumprojekt haben sich Rolf Kellner und Tu Phung Ngo zusammen mit der Patriotischen Gesellschaft von 1765 und unterstützt von der Initiative "Altstadt für Alle!" beworben und gewonnen.

Pressekontakt
Julia Barthel, 0174 4105271, Projektteam Altstadt neudenken

19.12.2018

Die Patriotische Gesellschaft von 1765 verwaltet seit Dezember 2018
treuhänderisch die Golden Pudel Stiftung

Die Patriotische Gesellschaft ist seit Dezember 2018 Treuhänder der Golden Pudel Stiftung. Damit verwaltet sie insgesamt vier unselbständige Stiftungen mit einem Stiftungskapital von insgesamt rund 2,5 Millionen Euro. Die Patriotische Gesellschaft verfügt über langjährige Erfahrungen in der Gründung und Verwaltung unselbständiger Stiftungen und ist auch aufgrund ihrer mehr als 250-jährigen Geschichte, ihres Engagements für Hamburg sowie ihrer Unabhängigkeit ein idealer Ansprechpartner für Treuhandstiftungen zum Wohle der Stadt. Die Verwaltung der Stiftungen übernimmt die Geschäftsstelle der Patriotischen Gesellschaft, die Förderentscheidungen treffen die Kuratorien.

Dr. Willfried Maier, 1. Vorsitzender der Patriotischen Gesellschaft von 1765: "Wir freuen uns, dass dieser beliebte Ort an der Elbe für kulturelle Nutzung dauerhaft erhalten bleibt und hoffen, dass viele Hamburgerinnen und Hamburger sowie Gäste immer wieder gerne im Golden Pudel Club feiern."

Dr. Ingrid Nümann-Seidewinkel, Mitglied des Beirats der Patriotischen Gesellschaft von 1765: "Ich freue mich, dass Rocko Schamoni sich entschieden hat, seine Golden Pudel Stiftung von der Patriotischen Gesellschaft verwalten zu lassen. Die Patriotische Gesellschaft gibt es seit mehr als 250 Jahren, so dass sichergestellt ist, dass der Golden Pudel Club auch in Zukunft erhalten bleibt."

Foto (v.l.n.r.): Johannes Petersen (Mitglied des Vorstands der Patriotischen Gesellschaft), Ulf Bodenhagen (Geschäftsführer von Hamburg Leuchtfeuer), Ruprecht Schmidt (Chefkoch des Hamburg Leuchtfeuer Hospizes), Karolin Babbe-Vossbeck und Uwe Doll (beide Kuratoriumsmitglieder der Evelyn-Brosch-Stiftung).
Bildnachweis: © Chris Lambertsen

13.12.2018

Evelyn-Brosch-Stiftung unterstützt Hamburg Leuchtfeuer mit 10.000 €

Unselbständige Stiftung der Patriotischen Gesellschaft fördert die Hospiz-Küche seit mehr als fünf Jahren

Am Mittwoch, 12. Dezember 2018, überreichten Johannes Petersen, Mitglied des Vorstands der Patriotischen Gesellschaft, Uwe Doll, Kuratoriumsvorsitzender der Evelyn-Brosch-Stiftung, und Karolin Babbe-Vossbeck, Kuratoriumsmitglied der Evelyn-Brosch-Stiftung, 10.000 Euro an Ulf Bodenhagen, Geschäftsführer von Hamburg Leuchtfeuer. Die Evelyn-Brosch-Stiftung unterstützt als unselbständige Stiftung mit ihren Erträgen seit 2012 Hamburg Leuchtfeuer mit regelmäßigen Zuwendungen, die der Küche des Hospizes zu Gute kommen. Die finanziellen Mittel der Evelyn-Brosch Stiftung stammen aus einer Erbschaft.

Uwe Doll erläutert: "Wir freuen uns sehr, das Hamburg Leuchtfeuer Hospiz in diesem Jahr mit der stolzen Summe von 10.000 Euro aus den Erträgen der Evelyn-Brosch-Stiftung zu unterstützen." Ruprecht Schmidt, Küchenchef des Hamburg Leuchtfeuer Hospizes, sagt: "Essen heißt, ich lebe noch. Sich sein Gericht wünschen zu können, heißt für unsere Bewohner und Bewohnerinnen, sich ein Stück Selbstbestimmung und Lebensqualität zu erhalten. Die Evelyn-Brosch-Stiftung hilft mit ihrer Unterstützung, dass dies im Hamburg Leuchtfeuer Hospiz möglich ist."

Die treuhänderische Kraft von Nachlässen als nachhaltiger Beitrag für gemeinnützige Zwecke in der Stadt zeigt sich an den unselbständigen Stiftungen, die von der Patriotischen Gesellschaft verwaltet werden. Insgesamt verfügen die drei unselbständigen Stiftungen, zu der neben der Evelyn-Brosch-Stiftung auch die Dr. Dorothea-Wilhelm-Stiftung und die Ilse-Lübbers-Stiftung zählen, über ein Stiftungskapital von rund 2 Millionen Euro und stellen eine wichtige Ergänzung der gemeinnützigen Arbeit der Patriotischen Gesellschaft dar. Die Patriotische Gesellschaft verfügt über langjährige Erfahrungen in der Gründung und Verwaltung unselbständiger Stiftungen und ist auch aufgrund ihrer mehr als 250-jährigen Geschichte, ihrer Verbundenheit und ihres Engagements für Hamburg sowie ihrer Unabhängigkeit ein idealer Ansprechpartner für Treuhandstiftungen zum Wohle Hamburgs.

Der neue Vorstand der Patriotischen Gesellschaft von 1765 (v.l.n.r.): Dr. Dr. h.c. Jürgen Lüthje, Johannes Petersen, Helga Treeß (2. Vorsitzende), Dr. Willfried Maier (1. Vorsitzender), Johannes Jörn
Foto: Patriotische Gesellschaft von 1765

28.11.2018

Neuer Vorstand für die Patriotische Gesellschaft von 1765

Dr. Willfried Maier wurde zum 1. Vorsitzenden gewählt

Dr. Willfried Maier ist neuer 1. Vorsitzender der Patriotischen Gesellschaft von 1765. Er wurde am 20. November 2018 neu in den ehrenamtlichen Vorstand gewählt und folgt Dr. Ingrid Nümann-Seidewinkel, die nach acht Jahren als 1. Vorsitzende nicht erneut für den Vorstand kandidiert hatte. 2. Vorsitzende bleibt Helga Treeß, die das Amt bereits seit 2010 innehat. Weitere Mitglieder des Vorstands sind Johannes Jörn, Dr. Dr. h.c. Jürgen Lüthje und Johannes Petersen, die alle wiedergewählt wurden.
Der Vorstand der Patriotischen Gesellschaft setzt sich satzungsgemäß aus fünf Mitgliedern zusammen und wird von der Mitgliederversammlung für vier Jahre gewählt. Der Vorstand wählt dann aus seiner Mitte den 1. und 2. Vorsitzenden.  
Dr. Willfried Maier, ehemaliger Senator für Stadtentwicklung und Bürgerschaftsabgeordneter, ist seit 2015 Mitglied der Patriotischen Gesellschaft. Besondere Aufmerksamkeit will er darauf richten, den Gemeinwohlgedanken und die Demokratie in Hamburg stärker zu machen durch mehr Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern.

05.11.2018

Preis für Denkmalpflege 2018 verliehen

Drei gleichrangige Preisträger - eine Broschüre dokumentiert die Preisträger und die Anerkennungen

Hamburg, 5. November 2018. Am 5. November 2018 hat der Arbeitskreis Denkmalschutz der Patriotischen Gesellschaft den Preis für Denkmalpflege 2018 verliehen. Die Preisträger sind die Arp Schnitger-Orgel in der St. Pankratius Kirche in Neuenfelde, die KunstKate in Volksdorf und das Richard-Dehmel-Haus in Blankenese.
Die drei Preisträger sowie neun Anerkennungen und eine Erwähnung werden in der Broschüre dokumentiert, die zur Preisverleihung erschienen ist. Sie ist in der Geschäftsstelle der Patriotischen Gesellschaft erhältlich und steht als PDF hier zum Download bereit.

Foto (v.li.n.re.): Wilhelm Kelber Bretz (Geschäftsführer FBW), Dr. Melanie Leonhard (Senatorin für Arbeit, Soziales, Familie und Integration), Maren Töbermann (Projektleitung Wilhelmsburger Lesewoche), Holger Cassens (Preisstifter),
Bildnachweis: Christian Augustin

25.10.2018

10 Jahre Holger-Cassens-Preis
Preisträger 2018 ist die Wilhelmsburger Lesewoche "Die Insel liest"

Öffentliche Preisverleihung am 1. November 2018 im Haus der Patriotischen Gesellschaft

Hamburg, 25. Oktober 2018. Der Holger-Cassens-Preis wird in diesem Jahr zum zehnten Mal von der Mara und Holger Cassens-Stiftung und der Patriotischen Gesellschaft von 1765 vergeben. Preisträger des Holger-Cassens-Preises 2018 ist das Projekt Wilhelmsburger Lesewoche "Die Insel liest". Preisstifter Holger Cassens überreicht den mit 10.000 Euro dotierten Preis am Donnerstag, dem 1. November 2018, um 18:00 Uhr, im Haus der Patriotischen Gesellschaft, an das Projekt des Bildungsnetzwerks Forum Bildung Wilhelmsburg (FBW). Dr. Melanie Leonhard, Senatorin für Arbeit, Soziales, Familie und Integration, wird das Grußwort sprechen. Rund 40 Projekte hatten sich in diesem Jahr um den Holger-Cassens-Preis beworben.

Die Jury begründet die Vergabe des Preises so: "Im Lauf von 14 Jahren hat sich die 'Wilhelmsburger Lesewoche' zu einem Netzwerk des Geschichtenerzählens entwickelt, das von vielen Akteuren im Stadtteil getragen wird und ohne die diese Veranstaltungsreihe nicht denkbar wäre. Das Interesse von Kindern an Geschichten wird hierbei in den Vordergrund gestellt und mobilisiert sie Jahr für Jahr aufs Neue. Die große Kontinuität der Lesewoche, ihre gesellschaftliche Breite, ihre methodische Vielfalt und ihre intensive Verbundenheit mit dem Quartier haben die Jury besonders beeindruckt."

Seit 2004 veranstaltet das FBW jedes Jahr im November die Wilhelmsburger Lesewoche "Die Insel liest". An dem stadtteilweiten und institutionsübergreifenden Projekt sind alle Schulen und Bibliotheken, die Polizei sowie diverse Kitas und Jugendhilfeeinrichtungen der Stadtteile Wilhelmsburg und Veddel beteiligt. Neben Lesungen mit bekannten Autorinnen und Autoren, zweisprachigen Lesungen, Schreibworkshops und Vorleseaktionen bei der Polizei, in Kirchen und Moscheen finden zum Beispiel Treppenhauslesungen im Hochhaus, Lesenächte in den Schulen und Leserallyes statt. Regelmäßige ganzjährige und institutionsübergreifende Aktivitäten, wie das gemeinsame Schreiben eines Inselführers, das "kollektive Kilometerlesen" sowie die Möglichkeit, Testleser einer Kinderjury zu sein, runden das Projekt ab. Ziel der Wilhelmsburger Lesewoche ist es, mit einer Veranstaltungsreihe aus vielfältigen Kulturformaten rund um die Themen Literatur und Buch kulturelle Bildung und Teilhabe der Kinder und Jugendlichen zu ermöglichen und durch den individuellen Zugang zur Literatur Lesefreude zu wecken und zu erhalten.

Maren Töbermann, Projektleitung der Wilhelmsburger Lesewoche, sagt: "Wir freuen uns, dass der Preis insbesondere auch den institutionsübergreifenden Charakter des Projekts 'Wilhelmsburger Lesewoche' würdigt. Denn nur durch das Miteinander der unterschiedlichen Beteiligten – von den Schulen über die Bücherhallen bis hin zur Polizei – schaffen wir es, mit unseren Aktivitäten eine derart große Zielgruppe zu erreichen. Aktuell können wir im Rahmen der Lesewoche eine Veranstaltungsreihe mit Lesungen, Theateraufführungen und Kreativ-Workshops für rund 1.500 Kinder realisieren – die Nachfrage vor Ort, in einem der kinderreichsten Hamburger Stadtteile, ist aber weitaus größer. Mit dem Preisgeld werden wir das Angebot im kommenden Jahr deutlich ausbauen, um noch wesentlich mehr Kindern die Teilnahme zu ermöglichen."

Der Holger Cassens-Preis steht unter dem Thema "Bildung als gemeinsame Aufgabe" und wurde erstmals 2009 verliehen. Gefördert werden Bildungs- und Erziehungsprojekte in Hamburg, die Entwicklungs- und Teilhabechancen von jungen Menschen fördern. Preiswürdig sind Projekte, die diese jungen Menschen erreichen, Ressourcen im Stadtteil nutzen und verschiedene Akteure und Einrichtungen, die einen Beitrag zu mehr Bildungsgerechtigkeit und Inklusion leisten, vernetzen. Bisherige Preisträger sind u.a. die Bildungs- und Beratungskarawane Dulsberg (2011), der Circus ABRAX KADABRAX (2014), LeseHerbst Billstedt-Horn (2015), gemeinsam Kirchdorf-Süd (2016) und der TV Fischbek von 1921 e.V. (2017).

Die neuen Diesterweg-Stipendiaten 2018-21, Bild: Christian Augustin

03.09.2018

Diesterweg-Stipendium Hamburg 2018-21

Aufnahme von zwölf Stipendiatinnen und Stipendiaten in das Familienbildungsstipendium

Hamburg, 03. September 2018. Unter dem Motto "Gemeinsam auf dem Weg" werden zwölf Stipendiatinnen und Stipendiaten gemeinsam mit ihren Eltern und Geschwistern am Montag, dem 3. September 2018, um 17:30 Uhr, im Haus der Patriotischen Gesellschaft von Thorsten Altenburg-Hack, Leiter des Amts für Bildung in der Behörde für Schule und Berufsbildung Hamburg, in das Diesterweg-Stipendium Hamburg 2018-2021 aufgenommen. Begleitet wird die feierliche Aufnahme von musikalischen Beiträgen und szenischen Lesungen von Stipendiatinnen, Stipendiaten und Geschwistern. Außerdem gibt es eine kleine Kunstausstellung mit Bildern von Stipendiatinnen und Stipendiaten sowie ihren Geschwistern, die im Rahmen eines Besuchs der Kunsthalle Hamburg entstanden sind.

"Das Diesterweg-Stipendium ist ein Familienbildungsstipendium. Wir begleiten nicht nur die Stipendiatinnen und Stipendiaten, sondern auch die Geschwister und Eltern. So ist es zum Beispiel mit Hilfe des Stipendiums gelungen, dass zwei Mütter einen Ausbildungsplatz erhalten haben. Alle Eltern, für die Deutsch nicht die Muttersprache ist, sind deutlich sicherer in der deutschen Sprache geworden und trauen sich zum Beispiel eher in größeren Gruppen etwas zu sagen", sagt Claudia Greiner, Projektleiterin des Diesterweg-Stipendiums Hamburg.

Die Familien mit Wurzeln in vielen verschiedenen Ländern erwartet in den kommenden drei Jahren ein vielseitiges Bildungs- und Kulturprogramm bestehend u.a. aus Akademietagen, Ferienkursen und Ausflügen. Die Stipendiatinnen und Stipendiaten sind Schülerinnen und Schüler der vierten Klasse und zeichnen sich durch ihre Leistungsbereitschaft und ihr Begabungspotenzial aus. Das Diesterweg-Stipendium richtet sich an Familien aus dem Hamburger Osten, die zahlreiche Herausforderungen zu bewältigen haben und gleichzeitig ihre Kinder auf dem Bildungsweg von der Grundschule in die weiterführende Schule unterstützen möchten. Der enge Kontakt zu den 14 Partnerschulen und den weiterführenden Schulen ist ein wichtiger Bestandteil der Projektarbeit. Nach zwei Jahren wechseln die Kinder in das Anschlussprogramm DiesterwegPLUS, das die Bildungsbegleitung der Diesterweg-Familien um ein weiteres Jahr bis zum Ende der sechsten Klasse verlängert, da erst in Klasse 6 die endgültige Empfehlung für die Schullaufbahn gegeben wird.

Die Patriotische Gesellschaft von 1765 setzt das Diesterweg-Stipendium zum fünften Mal in Hamburg um – dank der Förderpartnerschaft mit der BürgerStiftung Hamburg, der Dr. Dorothea-Wilhelm-Stiftung, der Hamburger Sparkasse, der Hans-Weisser-Stiftung, der Homann-Stiftung, der Hubertus Wald Stiftung, der J.J. Ganzer Stiftung und der Joachim Herz Stiftung sowie mit Unterstützung der Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration und der Behörde für Schule und Berufsbildung. Entwickelt wurde das Konzept von der Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt am Main.

21.06.2018

Rollendes Stipendium Hamburg

Die Patriotische Gesellschaft von 1765 verwaltet die Studienabschluss-Finanzierung der E.W. Kuhlmann-Stiftung

Hamburg, 21. Juni 2018. Seit Anfang des Jahres 2018 ist die Patriotische Gesellschaft Treuhänder des Rollenden Stipendiums Hamburg der E.W. Kuhlmann-Stiftung. Am Donnerstag, dem 21. Juni 2018, fiel der offizielle Startschuss zu der neuen Partnerschaft in einer Veranstaltung mit dem Stifter Edmund Kuhlmann sowie Vertretern der Patriotischen Gesellschaft und von Hamburger Hochschulen. Stifter Edmund Kuhlmann erläutert: "Die Patriotische Gesellschaft kenne ich seit mehr als 30 Jahren. Ich habe mich für die Patriotische Gesellschaft als Partner entschieden, weil ich besonders für Studierende in Hamburg sorgen will. Deswegen muss das eine regionale Sache sein und eine patriotische. Wir möchten auch gern, dass die Studierenden eine Liebe zur Heimatstadt entwickeln."

Das Rollende Stipendium ist ein Programm der 1997 von Edmund und Edith Kuhlmann gegründeten E.W. Kuhlmann-Stiftung, die damit deutschlandweit wirtschaftlich schwächer gestellte Studierende in der Schlussphase ihres Studiums mit einem Darlehen von bis zu 12.000 Euro unterstützt. Bisher wurden mit der Studien-Abschluss-Hilfe über 400 Studierende in Deutschland gefördert. Das Rollende Stipendium richtet sich an Studierende von Hamburger Hochschulen jeden Alters und fast aller Studienfächer, die innerhalb von 24 Monaten ihre Ausbildung abschließen und einen Beruf beginnen. Die maximal 12.000 Euro werden in zwei Tranchen ausgezahlt und können jederzeit, sieben Jahre lang zinsfrei, zurückgezahlt werden. Rückzahlungen werden für die Gewährung weiterer Stipendien genutzt,

"Wir freuen uns, mit dem Rollenden Stipendium Hamburg ein weiteres Programm zur Nachwuchsförderung anbieten zu können", sagt Dr. Dr. h.c. Jürgen Lüthje, Mitglied des Vorstands der Patriotischen Gesellschaft. "Die Patriotische Gesellschaft blickt auf eine lange Tradition in der Förderung des Nachwuchses zurück und setzt sich damit ein für mehr Bildungsgerechtigkeit, gesellschaftliche Teilhabe und Potenzialentfaltung des Einzelnen."

Weitere Informationen: www.rollendes-stipendium-hamburg.de

Bundespräsident a.D. Joachim Gauck mit Dr. Ingrid Nümann-Seidewinkel, 1. Vorsitzende der Patriotischen Gesellschaft. Foto: Ibo Ot

12.04.2018

253. Gründungstag der Patriotischen Gesellschaft von 1765

Bundespräsident a.D. Joachim Gauck begeisterte mit seiner Festrede die rund 350 Gäste

Hamburg, 12. April 2018. Die Patriotische Gesellschaft von 1765 feierte am Mittwoch, dem 11. April 2018, ihren 253. Gründungstag. Bundespräsident a.D. Joachim Gauck hielt den Festvortrag vor rund 350 geladenen Gästen. Dr. Ingrid Nümann-Seidewinkel, 1. Vorsitzende der Patriotischen Gesellschaft, erklärte dazu in ihrem Grußwort:"Wir freuen uns sehr darüber, dass wir Bundespräsident a.D. Joachim Gauck zum 253. Gründungstag der Patriotischen Gesellschaft als Festredner begrüßen dürfen. Herr Gauck hat sich zeitlebens um zivilgesellschaftliches Engagement gekümmert und immer große Sympathie für die Patriotische Gesellschaft gezeigt." Die 1. Vorsitzende der Patriotischen Gesellschaft dankte anschließend dem ehemaligen Bundespräsidenten für seine Festrede, in der er anlässlich des 253. Gründungstages der Patriotischen Gesellschaft den Geist der Demokratie huldigte und alle Bürger ermutigte, sich verantwortlich für ihr Gemeinwesen zu fühlen und aktiv Verantwortung zu übernehmen.

Die Patriotische Gesellschaft erinnert mit ihrer alljährlichen Festveranstaltung zum Gründungstag in ihrem Haus an der Trostbrücke an ihren Ursprung vor mehr als 250 Jahren. Gegründet wurde die Patriotische Gesellschaft am 11. April 1765 von Angehörigen des Hamburger Bürgertums im Geiste der europäischen Aufklärung mit dem Ziel, dem Wohl der Allgemeinheit zu dienen und Verbesserungen in Hamburg herbeizuführen. So setzt sich der gemeinnützige Verein seit mehr als 250 Jahren für eine gerechte und zukunftsfähige Stadtgesellschaft und ein tolerantes Miteinander seiner Bürgerinnen und Bürger ein. Dabei handelt er nach seinem Leitbild „Nützlich für Hamburg. Aktiv für die Menschen“. Noch heute ist die Patriotische Gesellschaft in derselben gemeinnützigen Tradition tätig. Die ehrenamtliche Arbeit und das Engagement der Mitglieder sind Kern ihres gemeinnützigen Wirkens. Die Festveranstaltung zum Gründungstag ist somit ein Zeichen für die Kontinuität, mit der die Patriotische Gesellschaft für Hamburg wirkt.

26.10.2017

Holger-Cassens-Preis 2017 für den TV Fischbek und sein Projekt "Integration durch Sport – Engagement macht kompetent"

Öffentliche Preisverleihung am 1. November 2017 im Haus der Patriotischen Gesellschaft

Hamburg, 26. Oktober 2017. Der Holger-Cassens-Preis, der bereits zum neunten Mal von der Mara und Holger Cassens-Stiftung und der Patriotischen Gesellschaft von 1765 verliehen wird, geht in diesem Jahr an das Projekt Integration durch Sport – Engagement macht kompetent des TV Fischbek von 1921 e.V. Preisstifter Holger Cassens überreicht den mit 10.000 Euro dotierten Preis am Mittwoch, dem 1. November 2017, um 18:30 Uhr im Haus der Patriotischen Gesellschaft. Katharina Fegebank, Zweite Bürgermeisterin der Freien und Hansestadt Hamburg und Senatorin für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung, spricht das Grußwort. 19 Projekte hatten sich in diesem Jahr um den Holger-Cassens-Preis beworben.

Die Jury begründet die Vergabe des Preises wie folgt:"Schon vor 15 Jahren hat der TV Fischbek begonnen, vielfältige Sport-, Freizeit- und Beratungsangebote für und mit Migrantinnen und Migranten zu machen. Die dafür erforderliche Aus- und Weiterbildung der ehrenamtlichen, vielfach jugendlichen Betreuer erfolgt im eigenen Projekt 'Integration durch Sport – Engagement macht kompetent', seit 2011 mit dem Schwerpunkt 'Sport interkulturell'. Die Jury ist beeindruckt, wie umfassend, fundiert und über das eigentliche Thema Sport hinausblickend die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in interkultureller Kompetenz geschult werden. Die Aktiven treiben mit großer Selbstverständlichkeit und Konsequenz das gemeinschaftliche Erleben und das interkulturelle Lernen im Verein voran. Sie verstehen Bildung im wahrsten Sinne als gemeinsame Aufgabe im Stadtteil, beginnend im Sport, aber weit darüber hinausreichend."

Das Projekt Integration durch Sport – Engagement macht kompetent' richtet sich an ehrenamtlich engagierte Jugendliche des TV Fischbek. Der Breitensportverein begleitet als sportliche Anlaufstelle von klein auf die Menschen in der Umgebung, integriert sie in das Vereinsleben und unterstützt die Fähigkeiten der jungen Sportler auch vereinsübergreifend. Eine große Herausforderung für die ehrenamtlichen Betreuer, Übungsleiter und Funktionsträger stellt der steigende Anteil von Vereinsmitgliedern mit Migrationshintergrund dar. Daher bietet der TV Fischbek für seine ehrenamtlich engagierten Jugendlichen seit ca. 6 Jahren eine konzeptionelle Aus- und Weiterbildung mit dem Schwerpunkt "Sport interkulturell" an. Hier erwerben die Seminarteilnehmerinnen und -teilnehmer soziale Kompetenzen u.a. in den Bereichen Teamfähigkeit, Toleranz und Kritikfähigkeit, die sie für ihre Trainer- oder Übungsleitertätigkeit, aber auch für zusätzliche Aufgaben, zum Beispiel als Begleiter von interkulturellen Aktivitäten oder bei der Mitarbeit in vereinsfremden Arbeitskreisen wie in der Stadtteilarbeit oder bei der örtlichen Flüchtlingshilfe nutzen. In der "Ideenwerkstatt" entstehen neue interkulturelle Projekte für den TV Fischbek und den Stadtteil.

Silke Schönau, Schulungsbeauftragte des TV Fischbek von 1921 e.V., sagt:"Wir freuen uns sehr darüber, der diesjährige Preisträger des Holger-Cassens-Preises 2017 zu sein. Denn diese Auszeichnung ist in seiner Art und Wertigkeit absolut einzigartig für den TV Fischbek als ehrenamtlich geführter Sportverein. Diese Anerkennung unserer bisherigen Bildungsarbeit im Verein und im Stadtteil Neugraben-Fischbek macht uns sehr stolz und lässt uns gleichzeitig motiviert und zuversichtlich in die Zukunft blicken. Das mit der Auszeichnung verbundene Preisgeld sichert die Aus- und Weiterbildung unserer Übungsleiter und -helfer, Trainer und Ehrenamtlichen auf einige Zeit und erlaubt somit ein nachhaltiges Lernen. Mittelfristige Ausbildungskonzepte, zum Beispiel aufeinander aufbauende Lernmodule und zielgruppenorientierte interne Ausbildungen, wie ganz konkret eine Jugendgruppenleiterausbildung, sind nun möglich."

Der Holger Cassens-Preis steht unter dem Thema "Bildung als gemeinsame Aufgabe" und wurde erstmals 2009 verliehen. Gefördert werden Bildungs- und Erziehungsprojekte in Hamburg, die Entwicklungs- und Teilhabechancen von jungen Menschen fördern. Preiswürdig sind Projekte, die Ressourcen im Stadtteil nutzen und verschiedene Akteure und Einrichtungen, die einen Beitrag zu mehr Bildungsgerechtigkeit und Inklusion leisten, vernetzen. Bisherige Preisträger sind u.a. die Bildungs- und Beratungskarawane Dulsberg (2011), der Kinder- und Jugendzirkus Abrax Kadabrax (2014), LeseHerbst Billstedt-Horn (2015) und zuletzt gemeinsam Kirchdorf-Süd (2016).

www.altstadtfueralle.de

16.10.2017

Neue Ideen für Hamburgs Innenstadt

Hamburg, 16. Oktober 2017. "Mut zu Stadt" - unter diesem Motto trafen sich auf Einladung der Initiative "Altstadt für Alle!" am 6. und 7. Oktober 2017 mehr als 300 Menschen der Hamburger Zivilgesellschaft zu einer zweitägigen Ideenwerkstatt. Das Ergebnis sind eine Vielzahl von neuen Ideen für Wohnen, Arbeiten, Mobilität und Begegnung in Hamburgs Innenstadt. Allen gemeinsam sind das Konzept einer "am Menschen orientierten Stadtentwicklung" nach dem dänischen Stadtplaner Jan Gehl und der Anspruch, die „Leipzig-Charta zur nachhaltigen europäischen Stadt“ konkret umzusetzen.

Innovative Wohnprojekte für Hamburgs Altstadt, die schrittweise Revitalisierung der Altstadt entlang des Katharinenwegs vom Rathausmarkt zum Kibbelsteg – das sind nur einige der Projektideen, die am Ende der Ideenwerkstatt "Mut zu Stadt" standen. Geladen hatte "Altstadt für Alle!", eine gemeinsame Initiative der Patriotischen Gesellschaft von 1765, der Evangelischen Akademie der Nordkirche sowie der Gruppe "Hamburg entfesseln!" in das traditionsreiche Haus der Patriotischen Gesellschaft an der Trostbrücke im Herzen der Altstadt.

Geboten wurden ein Stadtrundgang mit der dänischen Stadtforscherin Birgitte Svarre vom Team "gehl architects" zu Potenzialorten der Altstadt, eine Diskussionsveranstaltung zu Entwicklungschancen für die Hamburger City und schließlich eine Fachtagung, auf der Projektideen vorgestellt, diskutiert und weiterentwickelt wurden.

Bei diesen Ideen handelt es sich um

- die Entwicklung eines "Kulturboulevards" vom Oberhafenquartier über die Deichtor-hallen bis zur Kunsthalle (perspektivisch entlang der Wallanlagen bis zum Stintfang),

- den Einstieg in eine nachhaltige Belebung des Altstadtkerns zwischen Rathausmarkt und St. Katharinen entlang des Stadtraums am "Katharinenweg", u.a. mit temporären Aktionen am Hopfenmarkt und auf dem Nikolaifleet, sowie perspektivisch mit Wegen auf den Fleeten,

- die Entwicklung der Potenziale des Rathausmarktes angesichts seiner aktuellen Um-gestaltung für die Entwicklung zu einem vielfältig genutzten Platz für alle Hamburge-rinnen und Hamburger,

- Innovative Wohnprojekte für die Altstadt sowie

- eine schrittweise Verkehrsreduzierung auf der Ost-West-Achse der B4 zwischen Deichtorplatz und Millerntor u.a. durch Stärkung der Nord-Süd-Querungen und Ver-kehrsverlagerungen mit dem langfristigen Ziel der Schaffung eines "Ost-West-Boule-vards".

Bei diesen Projektideen handelt es sich nicht um fertige Konzepte mit definierten Maßnahmebausteinen, sondern um die Eröffnung eines offenen Stadtdialogs ohne Denkverbote, für den "Altstadt für Alle!" eine Plattform zur Verfügung stellt. Schon das Auftaktwochenende übertraf die Erwartungen der Initiative bei weitem und bestätigte das Konzept. Johannes Jörn, Vorstandsmitglied der Patriotischen Gesellschaft von 1765: "Ich werte die ausgesprochen vielfältige Teilnahme der unterschiedlichsten Menschen und Institutionen als Rückenwind für unser Vorhaben. Ich bin sicher, dass wir die Entwicklung der Hamburger Innenstadt mit unseren Vorschlägen bereichern werden."

Die Bandbreite der Teilnehmer repräsentiert einen bunten Querschnitt durch die Hamburger Zivilgesellschaft. Anwohner, Grundeigentümer, Geschäftsleute, Stadtteil-, Verkehrs- und Umweltinitiativen, Stiftungen, Kammern, Projektentwickler, Stadtplaner, Architekten, Kirchenvertreter, Wissenschaftler oder Stadterneuerer mit sozialem Anspruch beteiligten sich an der Projektentwicklung. Jörg Herrmann, Direktor der Evangelischen Akademie: "Die gute Resonanz bei Bürgerinnen und Bürgern sowie Profis der Stadtentwicklung bestärkt uns in der Hoffnung, dass wir mit unserer Initiative nicht nur schöne Idee formulieren, sondern auch ihre Realisierung vorantreiben werden."

Als nächsten Schritt ihrer Arbeit wird "Altstadt für Alle!" ihr Konzept und die ersten Projektideen verschiedenen Zielgruppen vorstellen und mit Ihnen diskutieren. Anschließend sollen ausgewählte Projektideen gemeinsam mit den jeweils dafür wichtigen Akteuren weiterentwickelt werden. Frank Engelbrecht, Sprecher der Gruppe "Hamburg entfesseln!":"Uns geht es um mehr, als nur eine neue Diskussion anzustoßen. Wir wollen, von der temporären Aktion bis zur langfristig wirksamen Maßnahme, wirkliche Veränderungen für Hamburgs Innenstadt erreichen. Das Herz Hamburgs soll lebendiger, vielfältiger und menschlicher werden und dazu beitragen, soziale Stadtentwicklung im Zusammenspiel mit allen Quartieren in ganz Hamburg stark zu machen."

Bei ihrem Gesamtkonzept wie auch bei der Entwicklung ihrer Projektideen orientiert sich "Altstadt für Alle!" an erfolgreichen Beispielen in Kopenhagen, Wien, Barcelona und einer Vielzahl weiterer Metropolen sowie an den Zielen zur Stadtentwicklung, die heute internationaler Konsens sind. Dafür steht beispielsweise "Leipzig-Charta zur nachhaltigen europäischen Stadt", die gegenwärtig aktualisiert wird.

Unterstützt und gefördert wird "Altstadt für Alle!" u.a. durch: die ZEIT-Stiftung, die Patriotische Gesellschaft von 1765, die Evangelische Akademie der Nordkirche, den Kirchenkreis Hamburg-Ost, die HASPA, die Alfred Toepfer Stiftung, nexthamburg und überNormalNull.

Die Sprecher der Träger der Initiative erreichen Sie unter
- Johannes Jörn, Vorstandsmitglied der Patriotischen Gesellschaft von 1765,
E-Mail: joern@patriotische-gesellschaft.de
- Dr. Jörg Herrmann, Direktor der Evangelischen Akademie der Nordkirche,
E-Mail: joerg.hermann@kademie-nordkirche.de
- Frank Engelbrecht, Sprecher der Gruppe "Hamburg entfesseln!",
E-Mail: engelbrecht@katharinen-hamburg.de

Weitere Informationen zu Altstadt für Alle:
www.altstadtfueralle.de

Rückfragen auch zu weiteren Details der Ergebnisse sowie zu Bildmaterial an
Florian Marten, Projektkommunikation "Altstadt für Alle!"
Mobil: 0170 3428718 – E-Mail: florian.marten@t-online.de

09.10.2017

Perlen polieren. – Eine Initiative für Hamburger Wohnstifte

Eine sozialpolitische Herausforderung

Hamburg, 9. Oktober 2017. Wohnungen für Menschen mit geringem Einkommen werden in Hamburg dringend benötigt. Bei der Versorgung mit günstigem Wohnraum leisten Wohnstifte schon seit jeher einen besonderen Beitrag und stellen darüber hinaus soziale Angebote für benach-teiligte Menschen bereit. Mehr als 100 dieser traditionsreichen Einrichtungen aus dem 19. und 20. Jahrhundert sind bis heute in innerstädtischen Quartieren erhalten geblieben. Dazu gehören auch die Hartwig-Hesse-Stiftung, die Amalie Sieveking-Stiftung oder das Ledigenheim der Stiftung Ros. Die Wohnstifte wurden oftmals von erfolgreichen Kaufmannsfamilien errichtet, die sich damit für hilfe- und pflegebedürftige Menschen einsetzen oder die bestimmten Personengruppen, die zum Beispiel Zugangsschwierigkeiten zum Wohnungsmarkt hatten, günstige Mietwohnungen anbieten wollten. Aber die Wohnstifte stehen vor großen Herausforderungen, viele von ihnen fürchten sogar um ihre Existenz.

Denn oft fehlen ihnen die finanziellen Mittel, um die Bausubstanz zu modernisieren, barrierefrei zu gestalten und an zeitgemäße Anforderungen anzupassen. Aufgrund des vielschichtigen Handlungsbedarfs haben sich die HOMANN-STIFTUNG, die Patriotische Gesellschaft von 1765 und STATTBAU HAMBURG 2015 zur Initiative „Perlen polieren.” zusammengeschlossen mit dem Ziel, die Hamburger Wohnstifte zu erhalten und zukunftsfähig zu machen.

„Hamburg braucht für die Zukunft der Wohnstifte eine gemeinsam entwickelte Strategie mit neuen Angeboten und zeitgemäßen Wohnformen für die Menschen, die in den Stiften leben, sowie konkreten Perspektiven, wie im Interesse des Gemeinwohls die veralteten Gebäude modernisiert werden können und der dringend gebrauchte, preisgünstige Wohnraum erhalten bleibt“, erläutert Johannes Jörn, Mitglied des Vorstands der Patriotischen Gesellschaft von 1765.

Um eine möglichst vollständige Übersicht über die Hamburger Wohnstifte, ihre augenblickliche Situation und künftige Perspektiven zu erhalten, führte die Initiative „Perlen polieren.“ in einem ersten Schritt von Mai bis November 2016 eine statistische Erhebung und Bewertung des Bestands durch. Von 94 kontaktierten Stiftungen nahmen 51 an der Befragung teil.

Die Bestandsaufnahme ergab zum Beispiel, dass
• ein Drittel der Wohnstifte seit 25 Jahren keine Grundsanierung mehr erhalten hat,
• ein Drittel der Wohnstifte unter Denkmalschutz steht, wodurch Sanierungen kostenaufwendiger werden,
• ungefähr die Hälfte der Wohnstifte über keinen barrierefreien Zugang verfügt,
• die meisten Wohnstifte Wohnanlagen für ältere Menschen sind.

„Die Ergebnisse der Bestandsaufnahme zeigen, dass hier dringender Handlungsbedarf besteht. Die Hamburger Wohnstifte sind kostbare Perlen, die erhalten bleiben müssen. Denn solche im Quartier verankerten Gebäude in guten Lagen, die kleinräumige und preisgünstige Wohnungen anbieten, wird es so nie wieder geben. Wir wollen erreichen, dass alle Akteure an einem Strang ziehen: die Hamburger Wohnstiftungen, die fördernden Stiftungen, die öffentliche Verwaltung und weitere Institutionen. Das Netzwerk kann und soll wachsen“, sagt Mechthild Kränzlin, Mitglied im Vorstand der HOMANN-STIFTUNG.

Die nächsten Schritte der Initiative „Perlen polieren.“ werden ein Fachdialog zum Thema „Denkmalschutz und neue Wohnformen“ im Frühjahr 2018 und die Konzeptentwicklung einer „Servicestelle Wohnstifte“ sein. „Eine Servicestelle bietet die Möglichkeit, alle Akteure effektiver zu vernetzen, da gerade kleinere Stiftungen zu wenig über professionelle Strukturen verfügen, um finanzielle Fördererträge zu generieren. Im Rahmen unserer Veranstaltungen wurde übereinstimmend gefordert, dass es ein gemeinnütziges Beratungsangebot für Wohnstifte geben sollte, welches auch die Konzeption und Entwicklung der Immobilien einbezieht“, erläutert Ulrike Petersen, STATTBAU HAMBURG, Mitarbeiterin bei der Hamburger Koordinationsstelle für Wohn-Pflege-Gemeinschaften.

Inhaltlich begleitet wird die Initiative „Perlen polieren.“ durch eine Fachrunde, in der fördernde und operative Stiftungen, die Stiftungsaufsicht, Vertreterinnen und Vertreter aus der Denkmalpflege, Hamburger Fachbehörden und weitere Institutionen vertreten sind. Die bisherigen Aktivitäten wurden durch die drei Initiatoren und vor allem durch finanzielle Förderungen der Günter und Lieselotte Powalla Stiftung, der Sutor-Stiftung und der Mara und Holger Cassens-Stiftung unterstützt.

Der aktuelle Stand der Entwicklung kann auf der Website www.perlen-polieren.de verfolgt werden.

Stipendiatinnen und Stipendiaten des Diesterweg-Stipendiums Hamburg 2017-2020, Foto: Christian Augustin

04.09.2017

Diesterweg-Stipendium Hamburg 2017-20

Aufnahme von 13 Stipendiatinnen und Stipendiaten in das Familienbildungsstipendium

Unter dem Motto „Miteinander wachsen“ werden zwölf Familien mit 13 Stipendiatinnen und Stipendiaten am Montag, dem 4. September 2017, um 17:30 Uhr, im Haus der Patriotischen Gesellschaft von Bezirksamtsleiter Falko Droßmann in das Diesterweg-Stipendium Hamburg 2017-2020 aufgenommen. Begleitet wird die feierliche Aufnahme von musikalischen Beiträgen und einem Maskentheater aktueller und ehemaliger Stipendiatinnen und Stipendiaten sowie ihrer Geschwister.

„Wir freuen uns ganz besonders darüber, dass wir ab diesem Jahr jedem der neuen Stipendiatinnen und Stipendiaten ein Notebook mit verschiedenen Lernprogrammen zur Verfügung stellen können. Damit können die Kinder auch zu Hause lernen und ihr Wissen erweitern“, sagt Claudia Greiner, Projektleiterin des Diesterweg-Stipendiums Hamburg.

Die Familien mit Wurzeln in vielen verschiedenen Ländern erwartet in den kommenden drei Jahren ein vielseitiges Bildungs- und Kulturprogramm bestehend u.a. aus Akademietagen, Ferienkursen und Ausflügen. Die Stipendiatinnen und Stipendiaten sind Schülerinnen und Schüler der vierten Klasse und zeichnen sich durch ihre Leistungsbereitschaft und ihr Begabungspotenzial aus. Das Diesterweg-Stipendium richtet sich an Familien aus dem Hamburger Osten, die zahlreiche Herausforderungen zu bewältigen haben und gleichzeitig ihre Kinder auf dem Bildungsweg von der Grundschule in die weiterführende Schule unterstützen möchten. Der enge Kontakt zu den 14 Partnerschulen und den weiterführenden Schulen ist ein wichtiger Bestandteil der Projektarbeit. Nach zwei Jahren wechseln die Kinder in das Anschlussprogramm DiesterwegPLUS, das die Bildungsbegleitung der Diesterweg-Familien um ein weiteres Jahr bis zum Ende der sechsten Klasse verlängert, da erst in Klasse 6 die endgültige Empfehlung für die Schullaufbahn gegeben wird.

Die Patriotische Gesellschaft von 1765 wird das Diesterweg-Stipendium zum vierten Mal in Hamburg umsetzen – dank der Förderpartnerschaft mit der BürgerStiftung Hamburg, der Dr. Dorothea-Wilhelm-Stiftung, der Hamburger Sparkasse, der Hans-Weisser-Stiftung, der Hermann Reemtsma Stiftung, der Homann-Stiftung, der Hubertus Wald Stiftung, der J.J. Ganzer Stiftung und der Joachim Herz Stiftung sowie mit Unterstützung der Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration und der Behörde für Schule und Berufsbildung. Entwickelt wurde das Konzept von der Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt am Main.

Doris Tito, Programmleiterin SeitenWechsel  (1. Reihe, 4. v. re.), mit den Sozialarbeitern und Unternehmensvertretern bei der Auftaktveranstaltung. Foto: Christian Augustin

13.07.2017

SeitenWechsel in die Wirtschaft

Die Patriotische Gesellschaft von 1765 ermöglicht Sozialarbeitern ein Praktikum in Wirtschaftsunternehmen

Hamburg, 13. Juli 2017. Am heutigen Donnerstag, 13. Juli 2017, fiel der Startschuss zum „umgekehrten SeitenWechsel“, der bereits zum vierten Mal stattfindet. 19 Mitarbeiter sozialer Einrichtungen, mit denen das Führungskräfteprogramm SeitenWechsel erfolgreich zusammen-arbeitet, haben die Möglichkeit, eine Woche in Wirtschaftsunternehmen zu hospitieren. Bei der Auftaktveranstaltung „Marktbörse“ stellten sich 14 Unternehmen aus Norddeutschland den Teilnehmern aus den sozialen Einrichtungen vor, die sich für ein Unternehmen entscheiden konnten.

„Die professionelle Begleitung der Führungskräfte in den sozialen Einrichtungen ist eines der Qualitätsmerkmale des Programms. Wir arbeiten in Hamburg mit über 70 Einrichtungen lange und vertrauensvoll zusammen. Bei Ihnen wollen wir uns bedanken und Ihnen einen Einblick in Führungs- und Teamarbeit in der Wirtschaft ermöglichen. Die Nachfrage hiernach ist groß – daher danken wir den Unternehmen, die die Praktikumsplätze anbieten“, erläutert Wibke Kähler-Siemssen, Geschäftsführerin der Patriotischen Gesellschaft von 1765.

Folgende Unternehmen stellen Praktikumsplätze für die Vertreter der sozialen Institutionen zur Verfügung: Aurubis AG, Beiersdorf AG, bonprix Handelsgesellschaft mbH, Flughafen Hamburg GmbH, Hamburger Abendblatt, Hamburger Hochbahn AG, Hamburg Port Authority PE, Handelskammer Hamburg, Mast-Jägermeister, Otto GmbH & Co. KG, SKF Marine GmbH, Sparkasse Harburg-Buxtehude, Sparkasse Lüneburg und Vattenfall Europe Nuclear Energy GmbH.

Normalerweise bietet das Persönlichkeitstraining SeitenWechsel, das von der Patriotischen Gesellschaft von 1765 angeboten wird, Führungskräften aus Wirtschaft und Verwaltung eine Woche Mitarbeit im sozialen Bereich an. Dabei werden die Manager mit Menschen in sozialen Grenzsituationen konfrontiert und erhalten neue Impulse für die Mitarbeiterführung.

09.07.2017

Bündnis "Hamburg zeigt Haltung"

Mit eindeutigen politischen Botschaften zeigten rund 10.000 Hamburgerinnen und  Hamburger bei der Demonstration am Samstag, 8. Juli 2017, Haltung und gingen für Demokratie, Menschenrechte, Pressefreiheit und Frieden auf die Straße.

Hamburg zeigt Haltung

03.07.2017

Bündnis "Hamburg zeigt Haltung"

Aufruf zur Demonstration am 8. Juli 2017

Unter dem Motto „Hamburg zeigt Haltung“ ruft ein breites Bündnis von Personen aus Kultur, Sport, Politik, Kirchen und sozialen Initiativen alle Hamburgerinnen und Hamburger auf, am 8. Juli 2017 für unsere demokratischen Werte und Prinzipien gewaltfrei zu demonstrieren. Das Bündnis hat heute erste Details zur geplanten Demonstration und dem anschließenden Fest für Demokratie und Menschenrechte bekanntgegeben.

01.06.2017

Gespräch zum G20-Gipfel mit Olaf Scholz

Hamburg, 01. Juni 2017. Auf Einladung der Patriotischen Gesellschaft von 1765 wird Olaf Scholz, Erster Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg, am Mittwoch, 7. Juni 2017, um 18 Uhr, mit Matthias Iken, Stellv. Chefredakteur des Hamburger Abendblatts, über den bevorstehenden G20-Gipfel in Hamburg sprechen. Viel wurde bisher über Chancen und Risiken des G20-Gipfels für Hamburg geredet und geschrieben. In dem Gespräch mit Olaf Scholz in der Patriotischen Gesellschaft soll es vor allem um die Gegenstände und Themen gehen, die bei dem Treffen der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer verhandelt werden und über die bisher viel zu wenig berichtet worden ist.

„Wir finden es ist Zeit, auch über die Inhalte des G20-Gipfels zu sprechen und freuen uns, hierfür in der Patriotischen Gesellschaft eine Plattform zu bieten“, erläutert Dr. Ingrid Nümann-Seidewinkel, 1. Vorsitzende der Patriotischen Gesellschaft von 1765.

Die Idee zum Gespräch mit dem Ersten Bürgermeister entstand in einer Gesprächsrunde zum G20-Gipfel bei der zweimonatlich stattfindenden Diskussionsveranstaltung „Aktuelles im Keller“, einem Veranstaltungsformat, das seit November 2016 sehr erfolgreich von der Patriotischen Gesellschaft durchgeführt wird.

Der G20-Gipfel in Hamburg – Im Gespräch zur Sache kommen
Mittwoch, 7. Juni 2017, 18:00 Uhr, im Haus der Patriotischen Gesellschaft, Reimarus-Saal, Trostbrücke 6, Hamburg


Eintritt frei, zur Anmeldung

07.12.2016

Patriotische Gesellschaft enthüllt eine Gedenktafel für Wolfgang
Hildesheimer

Schriftsteller und Künstler wurde vor 100 Jahren in Hamburg geboren

Hamburg, 07. Dezember 2016. Die Patriotische Gesellschaft von 1765 erinnert mit der Anbringung einer Gedenktafel an den Schriftsteller und bildenden Künstler Wolfgang Hildesheimer, der mit Werken wir „Tynset“ und „Masante“ entscheidend zum Wiederanschluss der deutschsprachigen Literatur an die europäische Moderne beitrug. Die Enthüllung der Gedenktafel findet am Donnerstag, dem 8. Dezember 2016, um 15 Uhr, einen Tag vor Hildesheimers 100. Geburtstag, an seinem Geburts- und Elternhaus in der Rotenhäuser Str. 15 in Hamburg-Wilhelmsburg statt. Der Literaturwissenschaftler und Hildesheimer-Spezialist Prof. Dr. Stephan Braese spricht einführende Worte.

Aus Anlass des vor 100 Jahren in Hamburg geborenen Schriftstellers veranstaltet die Freie Akademie der Künste am 9. und 10. Dezember die wissenschaftliche Konferenz „Zur Aktualität Wolfgang Hildesheimers“.

Die Projektgruppe Gedenktafeln der Patriotischen Gesellschaft erinnert seit 1986 mit ihrem Gedenktafelprogramm an verdiente Hamburgerinnen und Hamburger. Aktuell gibt es in Hamburg mehr als 40 Gedenktafeln. Das 2015 erschienene Buch „Heine, Dönhoff und die Primus-Katastrophe“ (Sutton Verlag) stellt die ersten 40 Gedenktafeln vor.

10.11.2016

Diesterweg-Stipendium Hamburg 2016-18 und DiesterwegPLUS

Aufnahmefest für zwölf neue Stipendiaten am 14. November 2016

Hamburg, 10. November 2016. Zwölf Kinder und ihre Familien werden bei der Auftaktveranstaltung am Montag, dem 14. November 2016, um 17:30 Uhr im Haus der Patriotischen Gesellschaft in das Diesterweg-Stipendium Hamburg 2016-2018 aufgenommen. Gleichzeitig wechseln die 18 Stipendiatenfamilien des letzten Jahrgangs in das Anschlussprogramm DiesterwegPLUS. Falko Droßmann, Bezirksamtsleiter Hamburg-Mitte, wird die neue, dritte Stipendiaten-Generation im Rahmen des Aufnahmefestes offiziell im Stipendium willkommen heißen: Sieben Jungen und fünf Mädchen mit ethnischen Wurzeln in elf Ländern – Ägypten, Armenien, Ghana, Griechenland, Indien, Marokko, Moldawien, Polen, Serbien, Thailand und Türkei. Damit unterstützt das Diesterweg-Stipendium Hamburg aktuell über 140 Personen.

„Wir freuen uns ganz besonders, dass wir ab diesem Jahr – dank der Unterstützung der Behörde für Schule und Berufsbildung Hamburg sowie der Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration und einer starken Gemeinschaft von Hamburger Stiftungen und Unternehmen – jährlich zwölf Kinder in das Diesterweg-Stipendium aufnehmen können, statt wie bisher nur alle zwei Jahre“, sagt Claudia Greiner, seit dem 1. September 2016 neue Projektleiterin des Diesterweg-Stipendiums Hamburg.

Das Diesterweg-Stipendium ist das erste Familienbildungsstipendium in Deutschland. Entwickelt wurde das Konzept von der Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt am Main. Das Stipendium wird an Grundschülerinnen und Grundschüler der 4. Klasse von dreizehn Partnerschulen in Hamburgs Osten vergeben. Kinder mit hohem Begabungspotenzial, die sprachliche oder soziale Hürden auf dem Weg in die weiterführende Schule überwinden müssen, werden gemeinsam mit ihren Eltern und Geschwistern unterstützt. Ziel des Programms ist es, den Kindern eine ihren Begabungen entsprechende gute schulische Laufbahn zu ermöglichen und die Eltern darin zu stärken, ihre Kinder auf dem Bildungsweg adäquat zu begleiten. Die Bildungsbegleitung beim Übergang von der Grundschule in die weiterführende Schule in den Klassen 4 und 5 umfasst ein vielfältiges Bildungs- und Kulturprogramm für die ganze Familie. So finden Akademietage zu den Themen Literatur, Theater, Kunst und Musik, Natur und Technik statt, an denen die Familien Hamburgs Kultur- und Bildungsangebote wie zum Beispiel Museen und Büchereien oder den Hamburger Hafen erkunden. Es gibt Eltern-Kind-Treffen zu Bildungs- und Erziehungsfragen, Ferienkurse sowie finanzielle Hilfen für besondere Bildungsmaßnahmen und die Anschaffung von Lernmitteln. Auf Wunsch bekommen die Familien einen ehrenamtlichen Familienpaten als persönlichen Begleiter. Der enge Kontakt zu den Partnerschulen und den weiterführenden Schulen ist ein wichtiger Bestandteil der Projektarbeit.

Nach zwei Jahren wechseln die Kinder in das Anschlussprogramm DiesterwegPLUS, das die Bildungsbegleitung der Diesterweg-Familien um ein weiteres Jahr bis zum Ende der 6. Klasse verlängert, weil erst in Klasse 6 die endgültige Empfehlung für die Schullaufbahn gegeben wird.

Die Initiative in Hamburg basiert auf der erfolgreichen Kooperation der Patriotischen Gesellschaft von 1765 mit der Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration und der Behörde für Schule und Berufsbildung Hamburg und wird unterstützt von neun Förderpartnern: der BürgerStiftung Hamburg, der Dr. Dorothea-Wilhelm-Stiftung, der Hamburger Sparkasse, der Hans-Weisser-Stiftung, der Hermann Reemtsma Stiftung, der Homann-Stiftung, der Hubertus Wald Stiftung, der J.J. Ganzer Stiftung und der Joachim Herz-Stiftung.

Die Patriotische Gesellschaft von 1765 setzt sich seit 250 Jahren für konkrete Verbesserungen in der Bildung und sozialen Versorgung der Stadt Hamburg ein. „Das Diesterweg-Stipendium steht in dieser Tradition und ist eine aktuelle Erweiterung unseres zivilgesellschaftli-chen Engagements“, erläutert Dr. Ingrid Nümann-Seidewinkel, 1. Vorsitzende der Patriotischen Gesellschaft von 1765. „Mit dem außerschulischen Förderprogramm wollen wir einen Beitrag leisten für mehr Bildungsgerechtigkeit und Chancengleichheit in Hamburg.“

Musiktheater „Blühende Phantasie“ am 11. Juni 2016 in Kirchdorf-Süd, Bild: Hasan Erkan

28.09.2016

Holger Cassens-Preis 2016 für das Projekt „gemeinsam Kirchdorf-Süd“

Preisverleihung am 1. November 2016 im Haus der Patriotischen Gesellschaft

Hamburg, 28. September 2016. Der Holger Cassens-Preis 2016, der einmal jährlich von der Mara und Holger Cassens-Stiftung und der Patriotischen Gesellschaft von 1765 verliehen wird, geht in diesem Jahr an das Projekt gemeinsam Kirchdorf-Süd von verikom – Verbund für interkulturelle Kommunikation und Bildung e.V.. Preisstifter Holger Cassens überreicht den mit 10.000 Euro dotierten Preis am Dienstag, dem 1. November 2016, um 18 Uhr im Haus der Patriotischen Gesellschaft an die Preisträger. Dr. Melanie Leonhard, Senatorin für Arbeit, Soziales, Familie und Integration, wird das Grußwort sprechen.

Die Jury begründet die Vergabe des Preises wie folgt „Das Projekt ‚gemeinsam Kirchdorf-Süd‘ stärkt den sozialen Zusammenhalt im Viertel und erhöht die Teilhabe aller Generationen an der Gestaltung des Stadtteillebens. Es ist im Stadtteil verortet und integriert bestehende Angebote. Kinder und Jugendliche werden über ihre Eltern und Familien, über Kitas und Schulen sowie über Projekte wie ‚Junge Vorbilder‘, ‚Dolle Deerns‘ und das Jugendzentrum erreicht. Offene Angebote wie die beiden Cafés werden gut angenommen und führen dazu, dass Menschen angesprochen werden, die niemals in feste Gruppen gehen würden.“

gemeinsam Kirchdorf-Süd ist ein generationsübergreifendes interkulturelles und inklusives Projekt, das sich an alle Bewohnerinnen und Bewohner der in den 1970er Jahren erbauten Hamburger Hochhaussiedlung Kirchdorf-Süd richtet. Der Stadtteil hat knapp 6.000 EinwohnerInnen und ist stark alters- und herkunftsgemischt. Ziel des Projekts ist es, die Kommunikation und Beteiligung an Gestaltungsprozessen von Angehörigen unterschiedlicher Gruppen der Wohnbevölkerung zu erhöhen. So werden verschiedene Aktivitäten in den Bereichen Dialog, Bildung und Kreativität angeboten und gemeinsam mit den Teilnehmern weiterentwickelt. Besondere Freizeitaktivitäten wie z.B. Ausflüge, Entspannungsübungen, Musik- und Theaterabende ergänzen das Angebot.

„Wir freuen uns über den Holger Cassens-Preis 2016 und das damit verbundene Preisgeld, mit dem wir unser Engagement und unsere Aktivitäten im Stadtteil Kirchdorf-Süd ausbauen können und damit die Teilhabemöglichkeiten der Bewohner im Viertel weiter erhöhen“, sagt Susanne Frosch, stellvertretende Geschäftsführerin bei verikom.

Der Holger Cassens-Preis steht unter dem Thema „Bildung als gemeinsame Aufgabe“ und wurde erstmals 2009 verliehen. Gefördert werden Bildungs- und Erziehungsprojekte in Hamburg, die Entwicklungs- und Teilhabechancen von jungen Menschen fördern. Preiswürdig sind Projekte, die Ressourcen im Stadtteil nutzen und verschiedene Akteure und Einrichtungen, die einen Beitrag zu mehr Bildungsgerechtigkeit und Inklusion leisten, vernetzen. Bisherige Preisträger sind u.a. die Bildungs- und Beratungskarawane Dulsberg (2011), der Kinder- und Jugendzirkus Abrax Kadabrax (2014) und Lese-Herbst Billstedt-Horn (2015).

Die Patriotische Gesellschaft von 1765

Die Patriotische Gesellschaft von 1765 ist ein von Hamburger Bürgerinnen und Bürgern getragener gemeinnütziger Verein und die älteste zivilgesellschaftliche Organisation im deutschen Sprachraum. Sie ist politisch unabhängig, weltanschaulich neutral und handelt nach dem Motto „Nützlich für Hamburg. Aktiv für die Menschen.“ Im Geiste der europäischen Aufklärung gegründet, setzt sich die Patriotische Gesellschaft für die Entwicklung Hamburgs zu einer gerechten, zukunftsfähigen Stadtgesellschaft und ein tolerantes Miteinander seiner Bürgerinnen und Bürger ein. Ihre Mitglieder sind in Arbeitskreisen und Projektgruppen organisiert. Geleitet wird der Verein von einem ehrenamtlichen Vorstand. Die hauptamtliche Geschäftsstelle ist Ansprechpartner für Mitglieder und Interessierte und begleitet alle Projekte und Veranstaltungen. Neben einem eigenen, vielfältigen Veranstaltungsprogramm führt der Verein auch operative Projekte durch, wie das Programm SeitenWechsel, ein Persönlichkeitsentwicklungsprogramm für Führungskräfte, und das Diesterweg-Stipendium Hamburg, ein Familienbildungsstipendium, das begabte Kinder samt ihrer Familien auf dem Weg in eine weiterführende Schule begleitet. Die Aktivitäten der Gesellschaft werden durch die Bewirtschaftung des Hauses, Spenden sowie Fördergelder finanziert.

Neues Logo der SAALHAUS GmbH

18.08.2016

Aus HAMMABURG wird SAALHAUS

Neuer Name und neuer Auftritt für die Saalvermietung der
Patriotischen Gesellschaft von 1765 im Herzen Hamburgs

Hamburg, 18. August 2016. Die Veranstaltungs-GmbH der Patriotischen Gesellschaft in Hamburg firmiert anlässlich ihres 30. Jubiläums um und tritt ab sofort unter dem neuen Namen „SAALHAUS GmbH – Saalvermietung der Patriotischen Gesellschaft von 1765“ und mit neuem Corporate Design auf. Geschäftsführerin Wibke Kähler-Siemssen erläutert die Neuausrichtung: „Wir haben das Angebot und die Vermarktung für das Veranstaltungshaus grundlegend überarbeitet mit dem Ziel, neue Kunden zu gewinnen und damit die Erträge für die Patriotische Gesellschaft zu verbessern. Der Modernisierung der Räume und der Ausstattung folgt eine Profilierung im Auftritt.“

Der neue Name stellt das Haus in den Mittelpunkt und betont die Zugehörigkeit zur Patriotischen Gesellschaft. Er leitet sich ab aus der Geschichte: Der Architekt des Hauses der Patriotischen Gesellschaft, Theodor Bülau, teilte das Gebäude in ein Wohnhaus mit Kontorflächen und ein Saalhaus mit Veranstaltungsräumen. Das neue Design ist frisch und klar. Das Logo zeigt in einem Goldton das stilisierte Haus. Mit übersichtlicher und benutzerfreundlicher Gestaltung präsentiert sich die Saalvermietung unter der neuen Website www.saalhaus.de im Internet. Ziel des Web-Relaunches war es auch, den Vertrieb zu stärken und mehr Anfragen über die Website zu generieren. Für das Rebranding beauftragte die SAALHAUS GmbH die Agentur „wahrschau hamburg“. Technisch umgesetzt wurde die Website von „portrix.net“.

Seit 1847 dient das Haus der Patriotischen Gesellschaft, das sich dort befindet, wo fast 600 Jahre lang das Alte Rathaus von Hamburg gestanden hat, als Ort für Veranstaltungen. In dem Gebäude wurde um die erste Hamburgische Verfassung gerungen und von 1859 bis 1897 versammelte sich hier die gewählte Bürgerschaft. Um den Erwartungen an ein modernes Veranstaltungshaus zu entsprechen, wurde das Haus zum 250. Jubiläum der Patriotischen Gesellschaft 2015 aufwendig saniert. Seine architektonische und stilistische Einzigartigkeit wurde gewahrt, es zeigt sich aber jetzt offener, heller und einladender als zuvor. Die überschüssigen Erträge aus der Bewirtschaftung des Veranstaltungshauses durch die SAALHAUS GmbH werden für die gemeinnützigen Projekte der Patriotischen Gesellschaft sowie für die Instandhaltung des seit 1923 denkmalgeschützten Hauses genutzt.

28.06.2016

Symposium „Denkmalpflege für die Stadt der Zukunft“ verabschiedet Resolution

Rund 130 Teilnehmer bei Fachtagung der Patriotischen Gesellschaft

Hamburg, 28. Juni 2016. Am 24. und 25. Juni 2016 veranstaltete der Arbeitskreis Denkmalschutz der Patriotischen Gesellschaft von 1765 das Symposium „Denkmalpflege für die Stadt der Zukunft“. Die zweitägige Fachtagung fand mit rund 130 Teilnehmern im Haus der Patriotischen Gesellschaft, Trostbrücke 6, in Hamburg statt.
Sie schloss mit der Verabschiedung einer Resolution:

1. Die Belange und Inhalte von Denkmalschutz und Denkmalpflege müssen in der Öffentlichkeit besser vermittelt und das allgemeine Wissen um die Baukultur vorangetrieben werden. Die Bürgerbeteiligung in der Denkmalpflege gilt es zu stärken, z.B. durch die Möglichkeit einer Verbandsklage.

2. Um ihre gesellschaftliche Aufgabe besser erfüllen zu können, brauchen die Denkmalämter eine eigenständigere Position mit einer stabilen Personaldecke sowie der Respektierung durch Politik und Verwaltung.

3. Alle Betroffenen einer Baumaßnahme müssen rechtzeitig und umfassend informiert werden, um sich äußern und einbringen zu können.

4. Daher muss die „Phase 0“, die ein bauliches Projekt vorbereitet und kommunikativ begleitet, gesetzlich verankert werden. Wir brauchen eine definierte Beteiligungskultur!  

5. Die Beteiligten – auch der/die Denkmalpfleger/in – müssen sich in der öffentlichen Diskussion frei äußern dürfen; dies sollte sogar eine Pflicht werden.

6. Der Hamburger Denkmalrat muss gestärkt sowie fachkundig erweitert und nachvollziehbar besetzt werden!

7. Konkret rufen die Teilnehmer der Tagung dazu auf: Gebt den Cityhof, den Stintfang, die Schilleroper, den Reichardtblock und die Josephterrassen als stadtgeschichtlich bedeutsame Monumente Hamburgs nicht preis! Die Aufstockung des Flakbunkers auf dem Heiligengeistfeld ist zu verhindern!

Preisträger-Entwurf „Schöne Aussicht – Neue Hafenkante St. Pauli“ von Joana Carvalho, Lucas Hövelmann, Richard Roßner und Lars Schöberl (TU Berlin)

08.06.2016

Ausstellung zum 6. Bülau-Wettbewerb der Patriotischen Gesellschaft

Eröffnung durch Oberbaudirektor Jörn Walter am 27. Juni 2016

Hamburg, 08. Juni 2016. Die Patriotische Gesellschaft präsentiert von Montag, 27.06.2016, bis Mittwoch, 06.07.2016, im Foyer der HafenCity Universität (Überseeallee 16, 20457 Hamburg) alle im 6. Bülau-Wettbewerb für die „Neugestaltung und Arrondierung der Hafenkante im Umfeld des Alten Elbtunnels in Hamburg“ eingereichten Entwürfe.

Oberbaudirektor Professor Jörn Walter, Professor Klaus Sill, HafenCity Universität Hamburg, und Dr. Ingrid Nümann-Seidewinkel, 1. Vorsitzende der Patriotischen Gesellschaft von 1765, werden die Ausstellung am Montag, dem 27. Juni 2016, um 17 Uhr eröffnen. Die Ausstellung ist montags bis freitags von 7:00 Uhr bis 19:00 Uhr geöffnet (Eingang West/Stadtseite). Der Eintritt ist frei.

Neben den drei Preisträgern und den drei Anerkennungen des deutschlandweiten Ideen-Wettbewerbs für Studenten und Absolventen von Hochschulen werden die weiteren rund 100 Wettbewerbsbeiträge vorgestellt.

Am 23. Mai verlieh die Patriotische Gesellschaft die Preise und Anerkennungen für den 6. Bülau-Wettbewerb, der mit einer Preissumme von insgesamt 9.500 Euro dotiert ist. Ausgezeichnet mit drei gleichberechtigten 1. Preisen wurden Katharina Ern (TU Dortmund) für ihren Entwurf „Elbforum Hamburg“, Baptiste Froger und Hugo Janvier (HafenCity Universität Hamburg) für ihren Entwurf „HH – Bäderwerk“ und Joana Carvalho, Lucas Hövelmann, Richard Roßner und Lars Schöberl (TU Berlin) für ihren Entwurf „Schöne Aussicht – Neue Hafenkante St. Pauli“. Eine Anerkennung erhielten die Wettbewerbsbeiträge von Jonathan Fey (HafenCity Universität Hamburg), Theodora Topliyski (TU Dortmund) und Lisa Mu (Leibniz Universität Hannover).

Das Wettbewerbsthema wurde in Abstimmung mit der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen der Freien und Hansestadt Hamburg (BSW) sowie dem Bezirksamt Hamburg-Mitte ausgewählt. Unterstützt und gefördert wurde der 6. Bülau-Wettbewerb von der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen, Hamburg Wasser, der Sutor-Stiftung, der Architektenkammer Hamburg, Timm Ohrt und Hille von Seggern, Bernhard Garbe sowie dem Bund Deutscher Baumeister.

Mit dem Ideenwettbewerb, der nach dem Hamburger Architekten ihres Hauses an der Trostbrücke, Theodor Bülau (1800–1861), benannt ist, möchte die Patriotische Gesellschaft junge Talente im Bereich von Planung und Architektur fördern. Der Wettbewerb behandelt stadt- und landschaftsplanerische sowie architektonische Themen in Hamburg, die gesamtstädtisch von Bedeutung sind und die aus Sicht der Patriotischen Gesellschaft Aufmerksamkeit und eine intensive öffentliche Diskussion verdienen. So hat die Patriotische Gesellschaft bereits Bülau-Wettbewerbe u.a. zur „Gestaltung des Stintfangs und des Alten Elbparks“, den internationalen Wettbewerb „Harbour Polis“ sowie zuletzt den Bülau-Wettbewerb „Harburger Schloss“ (2011) ausgelobt und durchgeführt.

Preisträger des 6. Bülau-Wettbewerbs (v.l.n.r.): Lisa Mu (Leibniz Universität Hannover), Katharina Ern (TU Dortmund), Baptiste Froger, Hugo Janvier (beide HafenCity Universität Hamburg), Lars Schöberl, Joana Carvalho, Lukas Hövelmann (alle drei TU Berlin), Bild: Patriotische Gesellschaft von 1765

23.05.2016

6. Bülau-Wettbewerb der Patriotischen Gesellschaft

Drei 1. Preise und drei Anerkennungen

Hamburg, 23. Mai 2016. Die Preisträger des mit insgesamt 9.500 Euro dotierten 6. Bülau-Wettbewerbs der Patriotischen Gesellschaft wurden am Montag, 23. Mai 2016, im Haus der Patriotischen Gesellschaft ausgezeichnet und ihre Entwürfe dem Publikum vorgestellt. Die Preise überreichten Dr. Ingrid Nümann-Seidewinkel, 1. Vorsitzende der Patriotischen Gesellschaft von 1765, und Dirk C. Schoch, Sutor-Stiftung.

Die Jury unter dem Vorsitz von Ingrid Spengler (Spengler Wiescholek, Architekten und Stadtplaner) hatte entschieden, drei 1. Preise zu vergeben. Das Preisgeld in Höhe von 8.000 Euro ging zu gleichen Teilen an die folgenden Preisträger: Katharina Ern von der TU Dortmund für ihren Entwurf „Elbforum Hamburg“, Baptiste Froger und Hugo Janvier von der HafenCity Universität Hamburg für ihren Entwurf „HH – Bäderwerk“ und den Entwurf „Schöne Aussicht – Neue Hafenkante St. Pauli“ von Joana Carvalho, Lukas Hövelmann, Richard Roßner und Lars Schöberl von der Technischen Universität Berlin. Außerdem wurden die Wettbewerbsbeiträge von Jonathan Fey (HafenCity Universität Hamburg), Theodora Topliyski (TU Dortmund) und Lisa Mu (Leibniz Universität Hannover) mit jeweils einer Anerkennung und 500 Euro Preisgeld gewürdigt.

Von Montag, 27.06.2016, bis Mittwoch, 06.07.2016, werden die Entwürfe im Foyer der HafenCity Universität ausgestellt (Überseeallee 16, 20457 Hamburg).

Mehr als 100 Studierende und junge Absolventen von Hochschulen aus ganz Deutschland haben mit ihren Wettbewerbsbeiträgen an dem Ideen-Wettbewerb teilgenommen. Thema des 6. Bülau-Wettbewerbs war die „Neugestaltung und Arrondierung der Hafenkante im Umfeld des Alten Elbtunnels in Hamburg“. Es wurde in Abstimmung mit der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen der Freien und Hansestadt Hamburg (BSW) sowie dem Bezirksamt Hamburg-Mitte ausgewählt.

„Das Parkdeck westlich des alten Elbtunnels gehört unbestritten nicht zu Hamburgs Aushängeschildern. Wenn angehende Stadtplanerinnen und Stadtplaner ihre Ideen frei von Auflagen und Zwängen entwickeln können, ist das ein Glücksfall nicht nur für die Teilnehmenden am Wettbewerb − der Blick über den Tellerrand tut gerade uns ‚alten Hasen‘ gut. Die eingereichten Konzepte zum 6. Bülau-Wettbewerb sind frisch und anregend, und es wird spannend sein zu sehen, was davon womöglich eines Tages realisiert werden wird“, sagt Oberbaudirektor und Jury-Mitglied Professor Jörn Walter.

Dr. Ingrid Nümann-Seidewinkel, 1. Vorsitzende der Patriotischen Gesellschaft, ergänzt: „Die Aufgabenstellung des diesjährigen Wettbewerbs widmet sich einem zentralen Gebiet der Hamburger Stadtentwicklung. Die zahlreichen intelligenten und fantasievollen Lösungsvorschläge werden sicherlich das Nachdenken und die Diskussion über innovative Gestaltungs- und Nutzungsperspektiven des Gebiets anstoßen.“

Unterstützt und gefördert wurde der 6. Bülau-Wettbewerb von der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen, Hamburg Wasser, der Sutor-Stiftung, der Architektenkammer Hamburg, Timm Ohrt und Hille von Seggern, Bernhard Garbe sowie dem Bund Deutscher Baumeister.

Die Patriotische Gesellschaft von 1765 richtet 2015/2016 den Bülau-Wettbewerb, der nach dem Hamburger Architekten ihres Hauses an der Trostbrücke Theodor Bülau (1800–1861) benannt ist, zum sechsten Mal aus. Mit dem Ideenwettbewerb möchte die Patriotische Gesellschaft junge Talente im Bereich von Planung und Architektur fördern. Der Wettbewerb behandelt stadt- und landschaftsplanerische sowie architektonische Themen in Hamburg, die gesamtstädtisch von Bedeutung sind und die aus Sicht der Patriotischen Gesellschaft Aufmerksamkeit und eine intensive öffentliche Diskussion verdienen. So hat die Patriotische Gesellschaft bereits Bülau-Wettbewerbe u.a. zur „Gestaltung des Stintfangs und des Alten Elbparks“, den internationalen Wettbewerb „Harbour Polis“ sowie zuletzt den Bülau-Wettbewerb „Harburger Schloss“ (2011) ausgelobt und durchgeführt.

09.05.2016

Die Patriotische Gesellschaft ernennt neue Ehrenmitglieder

Esther Bejarano und Dr. Michael Otto sind „Patrioten von heute“

Hamburg, 9. Mai 2016. Esther Bejarano und Dr. Michael Otto werden am Dienstag, dem 10. Mai 2016, zu Ehrenmitgliedern der Patriotischen Gesellschaft von 1765 ernannt. Die Patriotische Gesellschaft würdigt so die herausragende Lebensleistung sowie die prägende Wirkung von Esther Bejarano und Dr. Michael Otto in der Stadt Hamburg.

Als älteste zivilgesellschaftliche Organisation der Stadt möchte die Patriotische Gesellschaft mit der Verleihung der Ehrenmitgliedschaften auch zeigen, welche Wertschätzung beide Persönlichkeiten in der Stadt genießen und welche Bereicherung die Stadt Hamburg erfährt, wenn Menschen wie Esther Bejarano und Dr. Michael Otto in ihr leben und aktiv an der Gestaltung des Zusammenlebens mitwirken. „Ihre Lebenswege und Lebensleistungen machen Esther Bejarano und Dr. Michael Otto zu Patrioten von heute, die geschichtsbewusste und zukunftsweisende Maßstäbe für patriotisches Denken und Handeln setzen“, sagt Dr. Ingrid Nümann-Seidewinkel, 1. Vorsitzende der Patriotischen Gesellschaft.

„Die unterschiedlichen, wenn nicht gegensätzlichen Lebenswege beider Ehrenmitglieder zeigen, dass patriotisches Engagement nicht an den Geburtsort oder die Herkunft gebunden ist, sondern Ausdruck des Willens ist, sich mit den persönlichen Fähigkeiten und den individuellen Wirkungsmöglichkeiten für andere Menschen und eine soziale Gemeinschaft einzusetzen und deren Entwicklung nachhaltig mitzugestalten“, erläutert Dr. Dr. h.c. Jürgen Lüthje, Vorstand der Patriotischen Gesellschaft.

Seit mehr als 250 Jahren ist die Patriotische Gesellschaft von 1765 in der Tradition der Aufklärung für das Gemeinwohl und die Menschen in Hamburg tätig. Sie sieht sich dabei insbesondere den Menschenrechten, der Toleranz, dem Frieden, der Solidarität und der Demokratie verpflichtet. Für diese Prinzipien ist die 1924 geborene Esther Bejarano, die das Vernichtungslager Auschwitz als Musikerin im weiblichen Häftlingsorchester überlebte, stets entschieden eingetreten. Nach der Auswanderung nach Israel kehrte sie 1960 nach Deutschland zurück und lebt seitdem in Hamburg. Seit mehr als dreißig Jahren kämpft Esther Bejarano gegen das Vergessen, erzählt als Zeitzeugin ihre Geschichte an Schulen und tritt mit den Mitteln der Musik gegen jede Art von Intoleranz und Faschismus ein. Seit 2009 arbeitet Esther Bejarano mit der Rap-Band Microphone Mafia zusammen und findet dadurch Gehör bei jungen Menschen.

Dr. Michael Otto führte ab 1986 in allen Geschäftsbereichen sukzessive das Prinzip der Nachhaltigkeit als weiteres Unternehmensziel ein. Dazu gehörte, die Aspekte des Umweltschutzes ebenso wie die der sozialen Verantwortung in den weltweiten Handel zu integrieren. Zudem verwirklichte er einen kooperativen Stil der Unternehmensführung. Nach dem Vorbild des vielfältigen mäzenatischen und gemeinnützigen Engagements seines Vaters Werner Otto und dessen Stiftung entwickelte Dr. Michael Otto in vielen Bereichen eigene Förderungsaktivitäten, die von der Kunst-, Kultur- und Bildungsförderung über die Unterstützung der Kinderklinik des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf bis zum Umweltschutz und zur Entwicklungsförderung in Afrika und Asien reichen. Ziel seiner Aktivitäten ist es, die Teilhabe aller Menschen an der gesellschaftlichen Entwicklung zu unterstützen. Sein gemeinwohlorientiertes Engagement gipfelt in der Entscheidung, seine Anteile und damit die Mehrheit an der Otto Group in eine Stiftung einzubringen, die nicht nur das Unternehmen und seine Arbeitsplätze am Standort sichert, sondern künftig auch wesentliche gesellschaftliche Projekte fördern soll. Dadurch sichert Dr. Michael Otto in einer globalisierten Ökonomie indirekt die Verankerung der Otto Group in Hamburg.

„Mit dieser Haltung und praktischen Tatkraft verwirklicht Dr. Michael Otto die Werte bürgerlichen Gemeinsinns und aktiver Gestaltung einer nachhaltig und solidarisch handelnden Gesellschaft, wie sie die Patriotische Gesellschaft von 1765 seit Ihrer Gründung vertritt“, erläutert Dr. Ingrid Nümann-Seidewinkel, 1. Vorsitzende der Patriotischen Gesellschaft.

Bis Anfang des 20. Jahrhunderts hat die Patriotische Gesellschaft von 1765 regelmäßig Ehrenmitglieder ernannt. Nach 1945 wurden Prof. Dr. Herbert Weichmann, Prof. Rolf Liebermann, Dr. h.c. Alfred Toepfer und – nach längerer Pause – im Jahr 2005 Prof. Dr. Dr. h.c. Hermann Rauhe mit dieser Ehrung ausgezeichnet.

Mehr zur Vita von Dr. Michael Otto: hier

Mehr zur Vita von Esther Bejarano: Esther Bejarano, Antonella Romeo (Hrsg.): Erinnerungen. Vom Mädchenorchester in Auschwitz zur Rap-Band gegen Rechts. Laika-Verlag, Hamburg 2013

6. Bülau-Wettbewerb, Wettbewerbsgebiet,
Bild: konsalt GmbH

04.05.2016

Drei erste Preise beim 6. Bülau-Wettbewerb der Patriotischen Gesellschaft

Die Preisverleihung findet statt am 23. Mai 2016

Hamburg, 4. Mai 2016. Die Preisträger des 6. Bülau-Wettbewerbs zum Thema „Neugestaltung und Arrondierung der Hafenkante im Umfeld des Alten Elbtunnels in Hamburg“ stehen fest. Der Ideenwettbewerb für Studierende und junge Absolventen deutschsprachiger Hochschulen der Fachrichtungen Architektur, Städtebau, Landschaftsplanung, Bauingenieurwesen und Denkmalpflege ist mit einer Preissumme von insgesamt 9.500 Euro dotiert, die auf drei Preise und drei Anerkennungen aufgeteilt wird. Mehr als 100 Studierende und junge Absolventen von Hochschulen aus ganz Deutschland haben mit ihren Entwürfen am 6. Bülau-Wettbewerb teilgenommen.

Die Jury unter dem Vorsitz von Dipl.-Ing. Ingrid Spengler hat entschieden, drei 1. Preise zu vergeben. Das Preisgeld in Höhe von 8.000 Euro geht zu gleichen Teilen an die folgenden Preisträger: Katharina Ern von der TU Dortmund für ihren Entwurf „Elbforum Hamburg“, Baptiste Froger und Hugo Janvier von der HafenCity Universität Hamburg für ihren Entwurf „HH – Bäderwerk“ und den Entwurf „Schöne Aussicht – Neue Hafenkante St. Pauli“ von Joana Carvalho, Lukas Hövelmann, Richard Roßner und Lars Schöberl von der Technischen Universität Berlin. Außerdem werden die Wettbewerbsbeiträge von Jonathan Fey (HafenCity Universität Hamburg), Theodora Topliyski (TU Dortmund) und Lisa Mu (Leibniz Universität Hannover) mit jeweils einer Anerkennung und 500 Euro Preisgeld honoriert.

Am Montag, dem 23. Mai 2016, um 11 Uhr werden die Preisträger von der Patriotischen Gesellschaft in ihrem Haus an der Trostbrücke ausgezeichnet und ihre Entwürfe vorgestellt.

„Das Parkdeck westlich des alten Elbtunnels gehört unbestritten nicht zu Hamburgs Aushängeschildern. Wenn angehende Stadtplanerinnen und Stadtplaner ihre Ideen frei von Auflagen und Zwängen entwickeln können, ist das ein Glücksfall nicht nur für die Teilnehmenden am Wettbewerb − der Blick über den Tellerrand tut gerade uns ‚alten Hasen‘ gut. Die eingereichten Konzepte zum 6. Bülau-Wettbewerb sind frisch und anregend, und es wird spannend sein zu sehen, was davon womöglich eines Tages realisiert werden wird“, sagt Oberbaudirektor und Jury-Mitglied Professor Jörn Walter.

Dr. Ingrid Nümann-Seidewinkel, 1. Vorsitzende der Patriotischen Gesellschaft, ergänzt: „Die Aufgabenstellung des diesjährigen Wettbewerbs widmet sich einem zentralen Gebiet der Hamburger Stadtentwicklung. Die zahlreichen intelligenten und fantasievollen Lösungsvorschläge werden sicherlich das Nachdenken und die Diskussion über innovative Gestaltungs- und Nutzungsperspektiven des Gebiets anstoßen.“

Die Aufgabe des aktuellen Wettbewerbs bestand darin, das ca. 3 Hektar große Gebiet von den Landungsbrücken bis zum Hamburger Fischmarkt zwischen Hafenkante und Geesthang unter Berücksichtigung wichtiger Faktoren wie Tourismus und Verkehr neu zu planen. Das Thema wurde in Abstimmung mit der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen der Freien und Hansestadt Hamburg (BSW) sowie dem Bezirksamt Hamburg-Mitte ausgewählt. Das Thema wurde in Abstimmung mit der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen der Freien und Hansestadt Hamburg (BSW) sowie dem Bezirksamt Hamburg-Mitte ausgewählt. Unterstützt und gefördert wurde der Wettbewerb von der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen, Hamburg Wasser, der Sutor-Stiftung, der Architektenkammer Hamburg, Timm Ohrt und Hille von Seggern, Bernhard Garbe sowie dem Bund Deutscher Baumeister.

Die Patriotische Gesellschaft von 1765 richtet 2015/2016 den Bülau-Wettbewerb, der nach dem Hamburger Architekten ihres Hauses an der Trostbrücke Theodor Bülau (1800–1861) benannt ist, zum sechsten Mal aus. Mit dem Ideenwettbewerb möchte die Patriotische Gesellschaft junge Talente im Bereich von Planung und Architektur fördern. Der Wettbewerb behandelt stadt- und landschaftsplanerische sowie architektonische Themen in Hamburg, die gesamtstädtisch von Bedeutung sind und die aus Sicht der Patriotischen Gesellschaft Aufmerksamkeit und eine intensive öffentliche Diskussion verdienen. So hat die Patriotische Gesellschaft bereits Bülau-Wettbewerbe u.a. zur „Gestaltung des Stintfangs und des Alten Elbparks“, den internationalen Wettbewerb „Harbour Polis“ sowie zuletzt den Bülau-Wettbewerb „Harburger Schloss“ (2011) ausgelobt und durchgeführt.

Bild: Patriotische Gesellschaft von 1765

05.04.2016

Symposium Denkmalpflege für die Stadt der Zukunft in Hamburg

Fachtagung mit öffentlichen Vorträgen am 24. und 25. Juni 2016

Hamburg, 5. April 2016. Am Freitag, dem 24. Juni 2016, und am Samstag, dem 25. Juni 2016, veranstaltet der Arbeitskreis Denkmalschutz der Patriotischen Gesellschaft von 1765 das „Symposium Denkmalpflege für die Stadt der Zukunft“. Die zweitägige Fachtagung mit öffentlichen Vorträgen findet im Haus der Patriotischen Gesellschaft, Trostbrücke 6, in Hamburg statt.

Seit mehr als einem Jahrzehnt schwelt die Debatte um Nutzen, Ziele, Inhalte und Instrumente des Denkmalschutzes. Die beteiligten Institutionen wirken angesichts der rasanten und tiefgreifenden Veränderungen der Städte bisweilen überfordert. Insbesondere die Bauten der 1950-70er Jahre werden mit den zeitgemäßen Ansprüchen an Effizienz, Behinderteneignung und Nachhaltigkeit konfrontiert. Sie genießen (noch) wenig Wertschätzung, finden aber bei jüngeren Generationen mit ihren ästhetischen und städtebaulichen Qualitäten zunehmende Akzeptanz. Besonders in den Stadtzentren sind diese Bauten einem immer stärker wirkenden ökonomischem Verwertungsdruck ausgesetzt. Das soziale Gefüge und die kulturelle Identität der Stadt bleiben dabei oft auf der Strecke.

Längst wird der Denkmalschutz auch für Aufwertungs- und Verdrängungsprozesse missbraucht: Immer mehr zählt dabei der Anmutszauber der Geschichte und nicht ihre ethische, politische und kritische Dimension. Fragen nach sozialer Verantwortung oder nach dem Verhältnis von Migration und Kulturerbe erweitern die Diskussion.

Die Denkmalämter drängen im Rahmen von Gesetzesnovellierungen auf Kompetenzerweiterungen. Doch ihr institutionalisiertes Selbstverständnis, ihre Kriterien und obrigkeitsstaatlichen Verfahren sind umstritten, das Agieren der amtlichen Denkmalpflege erscheint oft beliebig und intransparent. Eine wirkungsvolle Denkmalpflege ist heute ohne öffentliche Bewusstseinsbildung und bürgerliches Engagement nicht mehr denkbar.

Dieser Diskussion möchte die Patriotische Gesellschaft von 1765 – ihrem Selbstverständnis folgend – neue Impulse geben: Was kann und muss die heutige Denkmalpflege für die Stadt der Zukunft leisten? Wodurch können öffentliche Bewusstseinsprozesse über Denkmäler und zivilgesellschaftliches Engagement für ihren Erhalt gefördert werden?

Am ersten Tag des zweitägigen Symposiums werden die Probleme theoretisch ausgeleuchtet, der zweite Tag bietet im Rahmen von Workshops und Exkursionen einen Meinungsaustausch, was im Ergebnis zu einem abschließenden Thesenpapier führen soll.

Das vollständige Programm kann im Mai auf der Website eingesehen werden: Symposium Denkmalpflege

Anmeldungen zum Symposium sind ebenfalls ab Mai über die Website möglich.

Patriotische Gesellschaft von 1765
Die Patriotische Gesellschaft von 1765 ist ein von Hamburger Bürgerinnen und Bürgern getragener gemein-nütziger Verein und die älteste zivilgesellschaftlich engagierte Organisation im deutschen Sprachraum. Sie ist politisch unabhängig, weltanschaulich neutral und handelt nach dem Motto „Nützlich für Hamburg. Aktiv für die Menschen.“ Im Geiste der europäischen Aufklärung gegründet, setzt sich die Patriotische Gesellschaft für die Entwicklung Hamburgs zu einer gerechten, zukunftsfähigen Stadtgesellschaft und ein tolerantes Miteinan-der seiner Bürgerinnen und Bürger ein. Die ehrenamtliche Arbeit der Mitglieder vor allem in Arbeitskreisen und Projektgruppen ist die Basis ihres gemeinnützigen Wirkens.

Der Arbeitskreis Denkmalschutz der Patriotischen Gesellschaft hat sich zum Ziel gesetzt, Denkmalschutz und Denkmalpflege in Hamburg zu fördern und zu stärken. Zentrales Projekt des Arbeitskreises ist der Preis für Denkmalpflege, der seit 1990 achtmal vergeben wurde. Durch öffentliche Vorträge, Exkursionen und Veröffentlichungen will der Arbeitskreis außerdem die Aufmerksamkeit für Baudenkmale erhöhen, und auch die Arbeitskreistreffen dienen immer wieder zur Sensibilisierung für jene Denkmale, die nicht im Fokus der Öffentlichkeit stehen. Mit dem Projekt „SOS – Denkmal in Not“ hat der Arbeitskreis zudem im Internet eine Meldestelle geschaffen, die Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit gibt, schützenswerte und von Abriss, Verwahrlosung oder nicht denkmalgerechter Veränderung bedrohte Bauwerke zu melden, damit sich der Arbeitskreis so frühzeitig für deren Erhalt einsetzen kann.

08.03.2016

Ausschreibung Holger-Cassens-Preis 2016

Bewerbungsfrist läuft bis zum 30. Mai

Hamburg, 8. März 2016. Der Holger-Cassens-Preis – Bildung als gemeinsame Aufgabe wird seit 2009 von der Mara und Holger Cassens-Stiftung in Kooperation mit der Patriotischen Gesellschaft von 1765 jährlich vergeben. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert. Projekte können sich bis zum 30. Mai 2016 bewerben.
Preiswürdig sind Projekte in Hamburg, die jungen Menschen in benachteiligten Lebenslagen Bildungs- und Kulturangebote machen und damit ihre Entwicklungs- und Teilhabechancen fördern. In den Projekten sollen in beispielhafter Weise mehrere Beteiligte zusammenarbeiten. Gefördert werden auch noch nicht etablierte Projekte, die begründet neue Wege gehen.

Weitere Informationen zum Holger-Cassens-Preis sowie die Ausschreibung finden Sie hier

Von links nach rechts:
Dirk C. Schoch (Vorstandsmitglied Bärbel und Peter Hoerner Stiftung), Stefan Börner (Metallrestaurator), Joachim Reinig (Architekt), Thorsten Detjen (Haspa), Dr. Ingrid Nümann-Seidewinkel (1. Vorsitzende Patriotische Gesellschaft), Johann Behringer (Ortskurator Hamburg der Deutschen Stiftung Denkmalschutz), Dr. Dr. h.c. Jürgen Lüthje (Vorstandsmitglied Patriotische Gesellschaft), Foto: Karin Desmarowitz

09.02.2016

Die Patriotische Gesellschaft in neuem Licht

Leuchtersanierung dank großzügiger Förderungen

Hamburg, 9. Januar 2016. Mit den Vertretern der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, der Hamburger Sparkasse, der Bärbel und Peter Hoerner Stiftung sowie von Lotto Hamburg gab die Patriotische Gesellschaft am Dienstag, den 9. Februar 2016, den Startschuss für die Restaurierung der drei großen Kronleuchter und Kandelaber im Haus der Patriotischen Gesellschaft. Die Sanierung wird 2017 abgeschlossen. Die 2,20 Meter hohen und 1,80 Meter im Durchmesser großen Kronleuchter im größten Saal des Gebäudes, dem Reimarus-Saal, sind eine herausragende gestalterische Leistung der 1950er Jahre. Die Kosten für die Sanierung betragen rund 86.000 Euro. Neben der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, der Haspa und der Bärbel und Peter Hoerner Stiftung unterstützt die Allianz Deutschland AG die Maßnahmen.

„Wir freuen uns, dass wir dank der großzügigen Zuwendungen nun auch die denkmalgeschützten Leuchter und Wandkandelaber im Reimarus-Saal restaurieren und energieeffizient umrüsten können“, sagt Dr. Ingrid Nümann-Seidewinkel, 1. Vorsitzende der Patriotischen Gesellschaft. „Damit wird der Raum ästhetisch stark aufgewertet und noch mehr zu einem attraktivem Ort für öffentliche Diskussionen und Veranstaltungen.“

2015 wurden die Säle und Foyers des Gebäudes denkmalgerecht instandgesetzt und im Reimarus-Saal die Vorhänge erneuert, die Wände in der originalen Farbfassung der 50er Jahre gestrichen und die Stühle neu bezogen. Die Leuchtersanierung ist ein weiterer wichtiger Schritt, um die bedeutende, auf den Hamburger Architekten Friedrich Ostermeyer zurückgehende innenarchitektonische Schicht der 50er Jahre hervorzuheben und zu erhalten. Die Umstellung der 366 Lampen von Halogen auf LED reduziert den bisherigen Stromverbrauch der Kronleuchter und Kandelaber von 7,32 Kilowatt/Stunde auf ein Fünftel, d.h. 1,464 Kilowatt/Stunde.

Der Reimarus-Saal ist der repräsentativste Raum des Hauses und ein wichtiger Ort der Hamburger Stadtgeschichte. So tagte hier von 1848 bis 1850 die verfassunggebende Versammlung, die „Konstituante“, und von 1859 bis 1897 die Bürgerschaft. „Die neue energiesparende Beleuchtung lässt den Saal allabendlich erstrahlen und das Haus auch von außen erleben. Zusammen mit dem Lichtkonzept für die Außenfassade des Lichtkünstlers Michael Batz wird das Haus der Patriotischen Gesellschaft so seiner historischen Bedeutung entsprechend im Stadtbild inszeniert“, erläutert Vorstands-mitglied Dr. Dr. h.c. Jürgen Lüthje.

Für die Restaurierung müssen die Leuchter abgenommen und in Einzelteile zerlegt werden. Die Messingteile werden bei einer Spezialfirma gereinigt und poliert. Danach folgt eine Konservierung mit Zaponlack. Die Elektrik wird komplett erneuert. Die Leuchtengläser werden ebenfalls gereinigt und beschädigte Gläser ausgetauscht. Alle Arbeiten finden unter der Anleitung der Restaurierungswerkstatt Stefan Börner aus Winsen/L. statt. Dort wird auch die segmentierte Endmontage vorgenommen.

28.01.2016

Patriotische Gesellschaft unterstützt Empfehlungen des Wissen-schaftsrates als Grundlage eines Hamburger Wissenschaftskonsenses

Hamburg, 28. Januar 2016. Die Patriotische Gesellschaft von 1765 begrüßt die Empfehlungen des Wissenschaftsrates vom 26. Januar 2016 zur Situation und Entwicklung der MINT-Fächer an den Hamburger Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Dass diese Stellungnahme den Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik auch im internationalen Vergleich hervorragende wissenschaftliche Leistungen bescheinigt, ist erfreulich und entspricht der Einschätzung der Patriotischen Gesellschaft. Ein entsprechendes Gutachten sollte die Freie und Hansestadt Hamburg nun möglichst bald für die Geistes- und Kultur-, Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften anfordern.

Die Patriotische Gesellschaft erwartet, dass diese Empfehlungen in Zusammenarbeit mit den Hochschulen und Forschungseinrichtungen zügig umgesetzt werden. Sie bilden eine hervorragende Grundlage für einen Institutionen und Parteien übergreifenden Hamburger Wissenschaftskonsens. Als besonders wichtig sieht die Patriotische Gesellschaft die vom Wissenschaftsrat empfohlene stärkere Vernetzung der Hamburger Wissenschaftslandschaft, ein wesentlich stärkeres Engagement der Wirtschaft sowie ein mit dem Senat, den Hochschulen und den Forschungseinrichtungen abgestimmtes koordiniertes Engagement der wissenschaftsfördernden Stiftungen in Hamburg an.

„Wann, wenn nicht jetzt – nach einer so eindeutigen und ermutigenden Empfehlung des Wissenschaftsrates, des gemeinsamen, unabhängigen und kompetenten Beratungsgremiums des Bundes und der Länder im Bereich der Wissenschaftspolitik – kann sich Hamburg auf seinen Weg zur Wissenschaftsmetropole verständigen und die entsprechenden Prioritäten setzen. Den durch die Absage der Olympiabewerbung entstandenen Handlungsspielraum muss die Stadt nun nutzen, um die Grundfinanzierung der Hochschulen zu verbessern und die Entwicklung wissenschaftlicher Leistungsschwerpunkte durch Einwerbung von Bundesmitteln und europäischen Mitteln zu fördern. Hamburg muss alle Kräfte darauf konzentrieren, im Rahmen des Nachfolgeprogramms zur Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder in die Reihe der stärksten Wissenschaftsstandorte aufzurücken“, erklärt Dr. Ingrid Nümann-Seidewinkel, 1. Vorsitzende der Patriotischen Gesellschaft von 1765.

Rundgang durch das Wettgewerbsgebiet mit mehr als 200 Teilnehmern. Foto: Sven Meyer

04.11.2015

6. Bülau-Wettbewerb 2015/16 der Patriotischen Gesellschaft von 1765

Auftaktveranstaltung mit mehr als 200 Studierenden

Hamburg, 4. November 2015. Mehr als 200 Studierende und Absolventen von 15 Hochschulen aus ganz Deutschland nahmen am Mittwoch, dem 4. November, an der Auftaktveranstaltung zum Bülau-Wettbewerb der Patriotischen Gesellschaft von 1765 teil und besichtigten das Wettbewerbsgebiet von den Landungsbrücken bis zum Hamburger Fischmarkt.

Zum sechsten Mal richtet die Patriotische Gesellschaft den Architekturwettbewerb für Studierende und junge AbsolventInnen deutschsprachiger Hochschulen aus. Die Preissumme beträgt insgesamt 9.500 Euro, die sich auf die Preise eins bis drei und auf drei Ankäufe aufteilt. Im Mai 2016 findet die Preisverleihung statt.

Thema des Bülau-Wettbewerbs 2015/2016 ist die „Neugestaltung und Arrondierung der Hafenkante im Umfeld des Alten Elbtunnels“. Dies wurde in Abstimmung mit der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen (BSW) der Freien und Hansestadt Hamburg sowie dem Bezirksamt Hamburg-Mitte ausgewählt. Im Anschluss an einen Rundgang durch das Wettbewerbsgebiet fand für die Teilnehmer im Haus der Patriotischen Gesellschaft ein Rückfragekolloquium u.a. mit Professor Jörn Walter, Oberbaudirektor der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen; Bodo Hafke, Baudezernent Bezirk Hamburg-Mitte, und Professorin Sophie Wolfrum, Lehrstuhl für Städtebau und Regionalplanung an der Technischen Universität München, statt.

„Die Patriotische Gesellschaft möchte mit dem Bülau-Wettbewerb junge Talente im Bereich von Planung und Architektur fördern und zugleich Anstöße und Impulse für eine öffentliche Diskussion über besondere Orte der Stadtentwicklung Hamburgs geben. Mit den Ergebnissen des Wettbewerbs möchten wir die Diskussion und das Nachdenken über innovative Gestaltungs- und Nutzungsperspektiven öffentlicher Räume, städtischer Infrastruktur und Architektur anstoßen“, erläutert Dr. Ingrid Nümann-Seidewinkel, 1. Vorsitzende der Patriotischen Gesellschaft von 1765.

Der Bülau-Wettbewerb behandelt stadt- und landschaftsplanerische sowie architektonische Themen in Hamburg, die gesamtstädtisch von Bedeutung sind, und die aus Sicht der Patriotischen Gesellschaft Aufmerksamkeit und eine intensive öffentliche Diskussion verdienen. Die Patriotische Gesellschaft hat bereits mehrere Bülau-Wettbewerbe ausgelobt und durchgeführt, u.a. zu den Themen „Domplatz“, „An der Alster“ (1989/90), „Jungfernstieg“, „Stintfang“ (2000), den internationalen Wettbewerb „Harbour Polis“ (2003), sowie zuletzt den 5. Bülau-Wettbewerb „Harburger Schloss“ (2011).

Weitere Informationen zum Bülau-Wettbewerb finden Sie hier

LeseHerbst Billstedt-Horn: Titelbild 2015, Bildnachweis: Claudia Deppermann

03.11.2015

LeseHerbst Billstedt-Horn ist Preisträger des Holger Cassens-Preises 2015

Die Preisverleihung findet statt am 12. November 2015 im Haus der Patriotischen Gesellschaft von 1765

Hamburg, 3. November 2015. Der Holger Cassens-Preis 2015, der einmal jährlich von der Mara und Holger Cassens-Stiftung und der Patriotischen Gesellschaft von 1765 verliehen wird, geht in diesem Jahr an den LeseHerbst Billstedt-Horn von Billenetz/Arbeit & Leben Hamburg e.V. Preisstifter Holger Cassens überreicht den mit 10.000 Euro dotierten Preis am Donnerstag, dem 12. November 2015, um 18 Uhr in einer feierlichen Veranstaltung im Haus der Patriotischen Gesellschaft an die Vertreter des Projekts. Dr. Melanie Leonhard, Senatorin der Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration, spricht das Grußwort.

Die Jury begründet die Vergabe des Preises folgendermaßen: „LeseHerbst ist eine Veranstaltung aus dem Stadtteil für den Stadtteil, die gewachsene Kooperationen in der Region nutzt, weiterentwickelt und damit erneut einen Impuls für die ‚Bildungslandschaften im Osten‘ setzt. Mit einer konzentrierten Aktion rund ums Lesen in den Stadtteilen Billstedt, Horn und Mümmelmannsberg fördert der LeseHerbst das Interesse am Lesen bei Kindern Jugendlichen und ihren Eltern und leistet damit einen Beitrag zu mehr Chancengleichheit und Inklusion.“

Der LeseHerbst ist ein Projekt vom Bildungsnetzwerk Billenetz in Trägerschaft von Arbeit und Leben Hamburg e.V. Der LeseHerbst erhält keine institutionelle Förderung, sondern muss sich Jahr für Jahr um finanzielle Unterstützung bewerben. Kooperationspartner sind neben den drei Bücherhallen in Billstedt, Horn und Mümmelmannsberg jeweils 15 bis 20 weitere Einrichtungen wie Kitas, Spielhäuser, Schulen, der Kulturpalast und Kirchengemeinden, die für das Gelingen des Projektes eng zusammenarbeiten. Die Veranstaltungsreihe rund ums Lesen richtet sich an Kita-, Vorschul- und Grundschulkinder sowie Jugendliche in den Stadtteilen Billstedt, Horn und Mümmelmannsberg. Ziele sind die Lese- und Schreibkompetenzen sowie die Bildungschancen der Kinder und Jugendlichen zu stärken – unabhängig von sozialer oder kultureller Herkunft sowie von familiären Einkommensverhältnissen. Angeboten werden unter anderem Autorenlesungen, Mitmachtheater, szenische Lesungen, Workshops und Bilderbuchkino. Außerdem gibt es Vorlesetrainings für Jugendliche und Erwachsene, um das Lesen und Vorlesen in den Familien zu fördern. Seit dem ersten LeseHerbst 2011 konnten sowohl die Anzahl der beteiligten Einrichtungen und Veranstaltungen als auch die Zahl der Besucher Jahr für Jahr gesteigert werden. Nahmen im ersten Veranstaltungsjahr 2.000 Kinder und Jugendliche an 85 Veranstaltungen teil, so kamen 2014 zu 140 Veranstaltungen 3.800 Besucher. Noch bis zum 27. November 2015 läuft der fünfte LeseHerbst.  

„Wir freuen uns sehr darüber, dass der LeseHerbst Billstedt-Horn den diesjährigen Holger
Cassens-Preis erhält. Es ist eine große Auszeichnung für die Bildungs- und Integrationsarbeit im Hamburger Osten, die von vielen beteiligten Einrichtungen und Akteuren getragen wird“
, sagt Bettina Rosenbusch, Projektleiterin Billenetz. Claudia Deppermann, Koordinatorin vom LeseHerbst Billstedt-Horn, ergänzt:„Mit Hilfe des Preisgeldes wird es uns möglich sein, auch im kommenden Jahr eine abwechslungsreiche Leseaktion auf die Beine zu stellen, die ganz vielen Kindern, Jugendlichen und Familien in der Region zu Gute kommt.“

Der Holger Cassens-Preis steht unter dem Thema „Bildung als gemeinsame Aufgabe“ und wurde erstmals 2009 verliehen. Gefördert werden Bildungs- und Erziehungsprojekte in Hamburg, die Entwicklungs- und Teilhabechancen von jungen Menschen fördern. Preiswürdig sind Projekte, die Ressourcen im Stadtteil nutzen und verschiedene Akteure und Einrichtungen, die zum Bildungserfolg beitragen, vernetzen. Bisherige Preisträger waren das Löwenhaus des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) in Hamburg-Harburg (2009), der Leseclub Kölibri GWA St. Pauli (2010), die Bildungs- und Beratungskarawane Dulsberg (2011), die Schülerfirma VeddelERleben (2012), das Kinderkulturhaus Lohbrügge (2013) und der Kinder- und Jugendzirkus Abrax Kadabrax (2014).

Doris Tito, Programmleiterin von SeitenWechsel, Bildnachweis: Karin Desmarowitz

28.10.2015

15 Jahre SeitenWechsel®

Lernen in anderen Lebenswelten – bundesweit bisher über 1.800 Programmteilnehmer

Hamburg, 28. Oktober 2015. Das Weiterbildungsprogramm SeitenWechsel® feiert im November 2015 sein 15. Jubiläum in Deutschland. Seit dem Jahr 2000 wurden bundesweit über 1.800 Führungskräfte aus Wirtschaft und Verwaltung für eine Woche in soziale Institutionen vermittelt und stärkten dort ihre sozialen und kommunikativen Kompetenzen.

SeitenWechsel ist Schnittstelle zwischen sozialen Einrichtungen und Unternehmen. Mit der Jubiläumsveranstaltung von SeitenWechsel am 10. November 2015 möchte die Patriotische Gesellschaft von 1765 auf die aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen reagieren. Neben einem Rückblick auf 15 Jahre SeitenWechsel bietet sie deshalb dem Thema „Flüchtlinge in Hamburg – Potenzial für die Wirtschaft“ einen besonderen Gesprächsraum. Zu der Veranstaltung sind die Teilnehmer des Programms SeitenWechsel sowie Personalverantwortliche und Führungskräfte aus Wirtschaft und Verwaltung eingeladen.

SeitenWechsel wird in Deutschland von der Patriotischen Gesellschaft von 1765 mit Sitz in Hamburg angeboten. Entwickelt wurde das Programm zur Persönlichkeitsentwicklung 1994 von der Schweizerischen Gemeinnützigen Gesellschaft (SGG). Die Teilnehmer arbeiten eine Woche lang in einer sozialen Einrichtung ihrer Wahl und machen in dem für sie unbekannten Kontext intensive Lernerfahrungen. Bei der Arbeit – zum Beispiel in der Drogentherapie, in Justizvollzugsanstalten, in Hospizen oder Notunterkünften für Wohnungslose – werden sie mit Menschen in extremen Lebenslagen, mit Kriminalität, Sucht, Versagen, mit Krankheit und Tod konfrontiert. Dadurch lernen die Führungskräfte, jenseits gewohnter Lösungsansätze zu denken und zu handeln und sensibel und souverän mit Krisensituationen umzugehen. Sie erhalten neue Impulse für die Projektsteuerung und Mitarbeiterführung.

„Nicht das ‚Managen‘ ist hier gefragt, sondern einen Zugang zu Menschen in schwierigen Lebenssituationen zu finden“, erläutert Doris Tito, Programmleiterin von SeitenWechsel. „Führungskräfte sind nur dann glaubwürdig, wenn sie nicht allein mit Fachwissen und Managementkompetenz, sondern mit ihren sozialen und kommunikativen Qualitäten, Empathie und emotionaler Intelligenz überzeugen.“ Eine Besonderheit vom SeitenWechsel ist, dass Teilnehmer ihre Erfahrungen auch nach vielen Jahren noch stark erinnern und positiv bewerten. Das beweist die Nachhaltigkeit des Programms. „Die unterschiedlichsten Führungspersönlichkeiten konnten sehr individuell ihre Werte und Normen reflektieren und haben die Woche als sehr wertvoll erlebt“, sagt Tito.

Nicht nur für die Führungskräfte ist der SeitenWechsel bereichernd. Von Beginn an setzt das Programm auf die erfolgreiche Zusammenarbeit mit sozialen Eirichtungen. Für diese bietet SeitenWechsel eine gute Möglichkeit, mit gängigen Vorurteilen und Klischees aufzuräumen. Sie können ein realistisches Bild ihrer Arbeit in die Wirtschaft tragen, die eigene Leistung transparent machen und Führungskräfte für die spezifische Situation ihrer Klienten sensibilisieren.

31.08.2015

Stellungnahme zum sogenannten "Tag der Patrioten" am 12. September 2015

Wir distanzieren uns von der rechtsextremistischen Veranstaltung „Tag der Patrioten“ am 12. September 2015 in Hamburg und nehmen diese zum Anlass, uns erneut gegen die missbräuchliche Verwendung des Begriffs „Patriot/patriotisch“ auszusprechen (siehe auch die Stellungnahme vom 21. Dezember 2014).

Wir rufen auf zur Teilnahme an der Demonstration gegen Rechts am Samstag, den 12. September, um 10 Uhr am Hauptbahnhof. Weitere Informationen hier.

Die Patriotische Gesellschaft von 1765 aus Hamburg, die in der Tradition der Aufklärung verankerte älteste zivilgesellschaftliche Organisation im deutschsprachigen Raum, engagiert sich aktiv für eine freiheitliche, weltoffene, solidarische, friedliche und demokratische Gesellschaft.

Wir machen uns stark für Vielfalt in Hamburg und setzen am 1. September 2015 ein Zeichen mit dem Banner „Hamburg bekennt Farbe“ an unserem Haus.

Unser Programm finden Sie hier.

Der Vorstand der Patriotischen Gesellschaft von 1765
Hamburg, 31. August 2015

Haus der Patriotischen Gesellschaft von 1765, Seite Börsenbrücke, Bildnachweis: Florian Busch

06.07.2015

Haus der Patriotischen Gesellschaft von 1765

Sanierung geht weiter dank Denkmalschutz-Sonderprogramm des Bundes

Hamburg, 06. Juli 2015. Mit dem Aufbau der Baugerüste beginnen heute, am Montag, dem 6. Juli 2015, weitere wichtige Sanierungsarbeiten am Haus der Patriotischen Gesellschaft von 1765.

Finanziert wird die Sanierung durch das Denkmalschutz-Sonderprogramm V des Bundes, das dringend notwendige Sanierungsmaßnahmen an bedeutenden Kulturdenkmälern in Deutschland ermöglicht, und aus Restmitteln des Sanierungsfonds 2020 der Hamburgischen Bürgerschaft. Aus der 2,3 Mio. EUR hohen Zuwendung der Hamburgischen Bürgerschaft sind der Patriotischen Gesellschaft rund 200.000 EUR verblieben, da die von Mai 2014 bis April 2015 durchgeführten Sanierungsarbeiten am Gebäude günstiger als geplant realisiert werden konnten. Davon werden nun 180.000 EUR in die erforderliche Kofinanzierung eingebracht. Die Bundesmittel betragen ebenfalls 180.000 EUR.

„Wir freuen uns sehr, dass wir dank der großzügigen Zuwendung des Bundes und der Landesmittel die notwendigen Sanierungsarbeiten am Saalbau in den kommenden Monaten fortführen können. Die neuen Fenster im Erdgeschoss lassen den Saalbau bereits deutlich offener und attraktiver wirken. Sobald die Fassadenflächen saniert sind, wird dieses wichtige Hamburger Baudenkmal sich auch von der Börsenbrücken-Seite noch einladender für die Bürger und Besucher der Stadt präsentieren. Dem Denkmalschutzamt Hamburg danken wir sehr für die Unterstützung bei der Vorbereitung der Maßnahmen“, sagt Dr. Ingrid Nümann-Seidewinkel, 1. Vorsitzende des Vorstands der Patriotischen Gesellschaft von 1765.

Zu den Sanierungsmaßnahmen dieser Bauphase gehört neben der Fassaden-Erneuerung am Saalbau auch der Austausch einiger Holzfenster an der Nordwestfassade. Die Baumaßnahmen werden bis Mitte September abgeschlossen sein. Für die Räumlichkeiten im Erdgeschoss wurde ein neuer Pächter gewonnen, der im Herbst sein Restaurant „Zum Alten Rathaus“ eröffnen wird.

23.06.2015

Enthüllung von 20 Stolpersteinen vor dem Haus
der Patriotischen Gesellschaft von 1765

Aktuelle Publikation erinnert an ausgeschlossene jüdische Mitglieder

Hamburg, 23. Juni 2015. Insgesamt 20 Stolpersteine enthüllte die Patriotische Gesellschaft von 1765 am Montag, den 22. Juni 2015, vor ihrem Haus an der Trostbrücke Nummer 6. Damit erinnert sie an ihre jüdischen Mitglieder, die in der Zeit des Nationalsozialismus ausgeschlossen und ermordet wurden und setzt die Aufarbeitung ihrer Geschichte für die Zeit von 1933-1945 fort. Außerdem stellte die aus Mitgliedern der Patriotischen Gesellschaft bestehende Projektgruppe Stolpersteine in der gut besuchten Veranstaltung ihr aktuelles Buch „Stolpersteine für jüdische Mitglieder – Eine biographische Spurensuche der Patriotischen Gesellschaft von 1765“  vor. Die Publikation enthält die Lebensgeschichten der jüdischen Mitglieder, für die jetzt Stolpersteine verlegt wurden. Sie ist in der Geschäftsstelle der Patriotischen Gesellschaft kostenfrei erhältlich.

„Wir sind sehr stolz darüber, dass durch das starke ehrenamtliche Engagement unserer Mitglieder weitere Stolpersteine verlegt werden können und zugleich eine profunde Publikation entstanden ist, die einmal mehr zur Aufarbeitung der Geschichte der Patriotischen Gesellschaft beiträgt. Dass die Aufarbeitung ausschließlich in ehrenamtlicher Arbeit von Mitgliedern geleistet wurde, verdient besondere Beachtung und zeigt, dass dies auch mit Eigenmitteln möglich ist“, erläutert Dr. Ingrid Nümann-Seidewinkel, 1. Vorsitzende des Vorstands der Patriotischen Gesellschaft von 1765.

Basis für die Verlegung der Stolpersteine und die Biographien war die Studie „Der Ausschluss der jüdischen Mitglieder 1935“  von Marlis Roß, Mitglied der Patriotischen Gesellschaft von 1765, die in zweiter Auflage 2011 in den Schriften der Patriotischen Gesellschaft erschienen ist. Sie stützt sich auf das letzte erhaltene Mitgliederverzeichnis der Gesellschaft von 1913 sowie das Subcriptionsbuch, in dem seit 1765 die Aufnahmegebühren erfasst wurden. Auf Grundlage dieser Studie konnte bisher ein Stolperstein für den Kaufmann Heinrich Mayer verlegt und biographisch dokumentiert werden.

Aus Anlass des 250-jährigen Jubiläums der Patriotischen Gesellschaft in diesem Jahr hat der Vorstand beschlossen, die Liste zu überarbeiten, weitere Stolpersteine zu ergänzen und die entsprechenden Lebensläufe zu erfassen. In engagierter Recherchearbeit erarbeiteten die fünf Mitglieder der Projektgruppe Stolpersteine seit 2013 die noch unbekannten Biographien. Zusammen mit den Lebensgeschichten, die in der Publikationsreihe der Landeszentrale für politische Bildung „Stolpersteine in Hamburg – biographische Spurensuche“  bereits erschienen sind oder für diese neu geschrieben wurden, kann die Arbeitsgruppe nun 21 Biographien vorlegen. Für ein ermordetes Mitglied wurde auf Wunsch der Familie von der Verlegung eines Stolpersteins abgesehen.

„Es war eine ebenso herausfordernde wie erschütternde Aufgabe, diese Lebens- und Leidensgeschichten zu erarbeiten“  sagt Dr. Hugbert Flitner, der als Mitglied der Arbeitsgruppe mitgewirkt hat. „Erst dabei wird einem die hinterhältige und grausame Art der Verbrechen an den Juden vor Augen geführt, für die auch wir haften.“

25.03.2015

250 Jahre Bürgerengagement für Hamburg

Patriotische Gesellschaft von 1765 feiert 250-jähriges Bestehen

Hamburg, 25. März 2015. Unter dem Motto „Machen, was Hamburg gut tut“  feiert die Patriotische Gesellschaft von 1765 ihr 250-jähriges Jubiläum mit einem umfangreichen Festprogramm und blickt zurück auf 250 Jahre bürgerschaftliches Engagement für Hamburg, auf ihre Geschichte und Leistung. Gleichzeitig schaut sie nach vorn auf künftige Herausforderungen der gesellschaftlichen Entwicklung Hamburgs. „Die 250-jährige Geschichte der Patriotischen Gesellschaft und ihre historischen Verdienste sind für uns heute Ansporn und Verpflichtung zugleich. Wir möchten helfen, Hamburgs Potenziale zu entfalten und wollen zeitgemäße Lösungen und Verbesserungen für Probleme in Hamburg finden. Im Laufe unserer Geschichte konnten viele große Aufgaben gemeistert werden – und mit engagierten Hamburgerinnen und Hamburgern wird das hoffentlich auch in Zukunft gelingen“, sagt Dr. Ingrid Nümann-Seidewinkel, 1. Vorsitzende des Vorstands der Patriotischen Gesellschaft von 1765.

Ehrenamtliche Arbeit der Mitglieder als Basis

Die Patriotische Gesellschaft von 1765 ist die älteste zivilgesellschaftlich engagierte Organisation im deutschsprachigen Raum. Ihre Geschichte ist eng mit der Hamburgs verbunden. Im Geiste der europäischen Aufklärung als „Hamburgische Gesellschaft zur Beförderung der Künste und nützlichen Gewerbe“  am 11. April 1765 gegründet, setzt sie sich damals wie heute für das Wohl Hamburgs und für ein tolerantes Miteinander seiner Bürgerinnen und Bürger ein. Sie bietet ein Forum für den freien Austausch von Meinungen, das politisch un-abhängig und weltanschaulich neutral ist. Basis aller Aktivitäten ist die ehrenamtliche Arbeit der aktuell rund 350 Mitglieder. Diese bestimmen selbst die Schwerpunkte der gemeinnützigen Arbeit, indem sie ihre Kompetenzen und ihre Zeit einbringen, Projekte erarbeiten und an deren Umsetzung mitwirken. Sie greifen aktuelle Themen auf und setzen Impulse. Durch Veranstaltungen, Fachforen und Veröffentlichungen stellen sie die Themenfelder in einen breiten und offenen Diskurs zum Wohle der Stadt. „Diese Verankerung in der Zivilgesellschaft sorgt dafür, dass die Patriotische Gesellschaft frühzeitig Signale empfangen kann, die von der Bevölkerung ausgehen, um so ihre Arbeit immer wieder neu an den Bedürfnissen der Hamburger Stadtgesellschaft ausrichten zu können“, erläutert Nümann-Seidewinkel die Arbeit der Patriotischen Gesellschaft.

Arbeit und Wirken damals und heute

Eine Vielzahl bedeutender Einrichtungen in der Hansestadt geht auf die Initiative der Patriotischen Gesellschaft zurück: von der ersten Sparkasse in Europa und den Hamburger Öffentlichen Bücherhallen über das Berufsschulwesen und die Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW) bis hin zur Hochschule für Bildende Künste und zum Museum für Kunst und Gewerbe. Übrigens: Der erste Blitzableiter auf dem europäischen Kontinent wurde 1775 von der Patriotischen Gesellschaft eingeführt.

Auch 250 Jahre nach ihrer Gründung engagiert sich die Patriotische Gesellschaft vor allem im sozialen, kulturellen sowie bildungs- und wissenschaftspolitischen Bereich, wie zum Beispiel für Stadtentwicklung, Denkmalschutz, allgemeine und berufliche Bildung, Inklusion und interkulturellen Dialog. Sie ist Träger von SeitenWechsel, einem Programm zur Persönlichkeitsentwicklung von Managern und Führungsnachwuchskräften, und des Diesterweg-Stipendiums Hamburg. Dieses erste Familienbildungsstipendium in Deutschland unterstützt begabte Kinder aus sozial benachteiligten Stadtteilen beim Übergang auf die weiterführende Schule und trägt so zu mehr Chancengerechtigkeit im Bildungssystem und Teilhabe in der Gesellschaft bei. Außerdem fördert die Patriotische Gesellschaft das Hamburger Straßenmagazin Hinz&Kunzt als Gesellschafter.

Wirtschaftliche Grundlage – das Haus der Patriotischen Gesellschaft

Zentrum des Wirkens der Patriotischen Gesellschaft ist ihr Haus an der Trostbrücke. Es ist eines der bedeutendsten Baudenkmale der Stadt und stellt durch seine Bewirtschaftung und Vermietung die wirtschaftliche Basis ihres Engagements für das Gemeinwesen und die Menschen in der Hansestadt dar.

Jubiläumsveranstaltungen von April bis Juli

Die 250 Jahre Bürgerengagement für Hamburg feiert die Patriotische Gesellschaft mit einem umfangreichen Festprogramm. Die Jubiläumsfeierlichkeiten beginnen am 10. April 2015 mit einem Senatsempfang im Rathaus für geladene Gäste aus Politik und Gesellschaft.

An ihrem 250. Gründungstag, dem 11. April 2015, lädt die Patriotische Gesellschaft Hamburger Bürgerinnen und Bürger von 11 bis 18 Uhr zum Hausfest ein. Die Besucher bekommen einen Einblick in die Arbeit der Patriotischen Gesellschaft, in ihre Themenvielfalt und Arbeitsweise, und sie können u.a. an Hausführungen teilnehmen.

Weitere Akzente setzt die Patriotische Gesellschaft in den sich anschließenden Festwochen: In der dreiteiligen Gesprächsreihe „Was ist patriotisch?“  diskutieren Experten zu den Themen „Patriotisch zwischen den Kulturen – Identität im Spannungsfeld zwischen Migration und Integration“, „Global denken, patriotisch handeln“  und „Europäischer Patriotismus“.

Die Veranstaltungen und Initiativen der Arbeitskreise und Projektgruppen sowie Initiativen von Mitgliedern – Diskussionen, Preisverleihungen und Fachgespräche – vereinen die vielfältigen Tätigkeitsbereiche der Patriotischen Gesellschaft. Kooperations-veranstaltungen wie „Flexibles Flimmern“  oder „Lesen ohne Atomstrom – die erneuerbaren Lesetage“  runden das Programm ab. „Mit unserem abwechslungsreichen Jubiläumsprogramm möchten wir nicht nur die Geschichte der Patriotischen Gesellschaft würdigen, sondern vor allem Impulse und Themen für unsere künftige Arbeit erhalten und gerade auch ein neues, interessiertes Publikum ansprechen“, erläutert Dr. Dr. h.c. Jürgen Lüthje, Mitglied des Vorstands der Patriotischen Gesellschaft von 1765.

Festschrift zum Jubiläum

Anlässlich des 250-jährigen Jubiläums der Patriotischen Gesellschaft von 1765 erscheint im Wallstein-Verlag die Festschrift „Stadt und Zivilgesellschaft. 250 Jahre Patriotische Gesellschaft von 1765 für Hamburg. Geschichte – Gegenwart – Perspektiven“, herausgegeben von Sigrid Schambach, mit Beiträgen zu verschiedenen Aspekten aus Geschichte und Gegenwart der Patriotischen Gesellschaft.

25.03.2015

Hausfest zum 250-jährigen Jubiläum: Feiern, bis das Licht angeht

Patriotische Gesellschaft von 1765 lädt ein zum Tag der offenen Tür

Hamburg, 25. März 2015. 250 Jahre Bürgerengagement für Hamburg feiert die Patriotische Gesellschaft von 1765 am 11. April 2015 von 11 bis 18 Uhr mit einem großen Hausfest an der Trostbrücke 4-6 unter dem Motto „Feiern, bis das Licht angeht“. Alle Hamburger Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, einen Blick hinter die Kulissen der Patriotischen Gesellschaft, der ältesten zivilgesellschaftlich engagierten Organisation im deutschsprachigen Raum, zu werfen. „Mit dem Hausfest wollen wir die Themenvielfalt, Diskussionskultur und Arbeitsweise der Patriotischen Gesellschaft von 1765 für die Besucher erlebbar machen, ihnen die Möglichkeit geben, die Arbeitskreise und das ehrenamtliche Engagement kennenzulernen und mit unseren Mitgliedern in den Dialog zu treten. Außerdem freuen wir uns, den Hamburger Bürgerinnen und Bürgern das umfassend sanierte Haus bei Führungen vom Keller bis zu den Bienen auf dem Dach und unsere Projekte vorstellen zu können“, sagt Dr. Ingrid Nümann-Seidewinkel, 1. Vorsitzende des Vorstands der Patriotischen Gesellschaft von 1765.

Der Tag der offenen Tür beginnt mit einem hanseatischen Original an unerwarteter Stelle: Der Michel-Türmer und das Bläser-Ensemble des Posaunenchors St. Michaelis stimmen vom Balkon um 11 Uhr auf einen ereignisreichen Festtag ein. Nach der offiziellen Eröffnung durch den Vorstand der Patriotischen Gesellschaft öffnet das Haus seine Türen.

Im Diskussionsforum „Patrioten im Gespräch“ erfahren die Besucher ab 11:15 Uhr Wissenswertes über die Tätigkeitsfelder – u.a. stellen um 13 Uhr der Arbeitskreis Hafen und Kultur und um 15 Uhr der Arbeitskreis Interkulturelles Leben aktuelle Themen vor. Zusätzlich präsentieren sich alle Arbeitskreise und Projektgruppen im oberen Foyer und freuen sich auf Gespräche mit den Besuchern.

Ein Highlight des Tages ist das Schachturnier mit Stipendiaten und Familien des Diesterweg-Stipendiums Hamburg sowie prominenten Gästen um 11:30 Uhr. Ebenfalls beginnt mit „Hamburger Stiftungen stoßen an“ eine stündliche Veranstaltung, in der zwei Diskutanten beim Billardspiel darüber sprechen, was Stiftungen mit ihrer Arbeit anstoßen können. Um 15 Uhr präsentiert u.a. Dr. Sigrid Schambach als Herausgeberin in einer moderierten Gesprächsrunde die Festschrift „Stadt und Zivilgesellschaft. 250 Jahre Patriotische Gesell-schaft von 1765 für Hamburg. Geschichte – Gegenwart – Perspektiven“. Der Tag klingt aus mit einem Jazz-Dämmerschoppen der Staatlichen Jugendmusikschule Hamburg um 17 Uhr. Um 21 Uhr schließlich wird die neue Hausbeleuchtung nach dem Konzept des Lichtkünst-lers Michael Batz zum ersten Mal offiziell eingeschaltet.

Das komplette Programm im Überblick:

11:00 Uhr Vor dem Haus: Eröffnungs-Festakt mit Begrüßung und Trompe-tenkonzert vom Balkon des Hauses (Michel-Türmer und Bläser-Ensemble des Posaunenchors St. Michaelis)

11:00 Uhr Foyer unten: Ganztägige Ausstellung „Was hat der Hafen mit Kultur zu tun?“, Sonderstempel der Deutschen Post, Infostand, Treffpunkt für die Hausführungen

11:00 Uhr Zum Alten Rathaus: Die Produktionsschule Altona betreibt bis 18 Uhr ein Café und bietet herzhafte Köstlichkeiten sowie Getränke an. Ganztägige Proberestaurierung der historischen Ein-gangstüren von 1848 durch ein Restauratorenteam, hospitiert von Jugendlichen der Jugendbauhütte Stade

11:00 Uhr Foyer oben: Ganztägige Präsentation der Arbeitskreise und Projektgruppen. Die Mitglieder der Patriotischen Gesellschaft freuen sich auf den Dialog mit den Besuchern.

11:00 Uhr Büsch-Zimmer: Ganztägige Ausstellung des Arbeitskreises Stadtentwicklung zum Bülau-Wettbewerb

11:00 Uhr Tonnies-Zimmer: Ganztägige Filmvorführungen zu Programmangeboten der Patriotischen Gesellschaft: „Diesterweg-Stipendium Hamburg“ und das Führungskräfteprogramm „SeitenWechsel“

11:15 Uhr Kirchhof-Saal: Beginn der Reihe „Patrioten im Gespräch“. Mitglieder der Patriotischen Gesellschaft stellen im Gespräch mit Gästen aus dem Hamburger Kulturleben die Tätigkeitsbereiche der Patriotischen Gesellschaft vor.

Dr. Ingrid Nümann-Seidewinkel, 1. Vorsitzende der Patriotischen Gesellschaft, im Gespräch mit Börries von Notz, Alleinvorstand der Stiftung Historische Museen Hamburg: „Historische Museen im Wandel! Die Anknüpfung an die Gegenwart“.

11:30 Uhr Reimarus-Saal: Eröffnung des Schachturniers mit Stipendiaten und Familien des Diesterweg-Stipendiums Hamburg sowie prominenten Gästen in Kooperation mit dem Hamburger Schachklub von 1830. Simultanschach mit dem 12-jährigen Deutschen Meister Luis Engel. Boden-Schachspiel, Spiel- und Bastelecke für Kinder. Das Schachspiel ist eine sprachfreie und Gemeinschaft stiftende Aktivität für Kinder und Erwachsene. Es knüpft an die Tradition der Patriotischen Gesellschaft an, als das Schachspiel selbstverständlicher Bestandteil häuslicher und familiärer Geselligkeit in Hamburger Salons war.

11:30 Uhr Foyer unten: Treffpunkt zur 1. Hausführung „Vom Keller bis aufs Dach zu den Bienenstöcken der Patriotischen Gesellschaft“. Der Imker Georg Petrausch beantwortet Fragen zum Thema „Stadthonig“. Der Patrioten-Honig kann probiert werden! Dauer ca. 45 Minuten, Start stündlich, letzte Führung 16:30 Uhr. Anmeldung erforderlich über www.patriotische-gesellschaft.de

11:30 Uhr Bülau-Zimmer: „Hamburger Stiftungen stoßen an“ – stündliche Veranstaltung des Initiativkreises der Hamburger Stiftungen. Verfolgen Sie die gedanklichen Anstöße zweier Diskutanten am Billardtisch (letzter Spielbeginn 15:30 Uhr).

12:00 Uhr Kirchhof-Saal: „Patrioten im Gespräch“. Mitglieder der Patriotischen Gesellschaft stellen im Gespräch mit Gästen aus dem Hamburger Kulturleben die Tätigkeitsbereiche der Patriotischen Gesellschaft vor.

Geert Becker, Sprecher der Projektgruppe Gedenktafeln, präsentiert mit Dagmar Berghoff, Mitglied der Patriotischen Gesellschaft, Hörfunk- und Fernsehmoderatorin, das im Sutton-Verlag neu erschienene Buch zu den Gedenktafeln der Patriotischen Gesellschaft, „Heine, Dönhoff und die Primus-Katastrophe. Menschen und Ereignisse in Hamburg“

13:00 Uhr Kirchhof-Saal: „Patrioten im Gespräch“. Mitglieder der Patriotischen Gesellschaft stellen im Gespräch mit Gästen aus dem Hamburger Kulturleben die Tätigkeitsbereiche der Patriotischen Gesellschaft vor.

Gert Hinnerk Behlmer, Staatsrat Kulturbehörde a.D., spricht mit der Sprecherin des Arbeitskreises Hafen und Kultur, Bettina Schön, zum Thema „Hamburg ohne Hafen? Ein Gespräch über Identität“.

14:00 Uhr Kirchhof-Saal: „Patrioten im Gespräch“. Mitglieder der Patriotischen Gesellschaft stellen im Gespräch mit Gästen aus dem Hamburger Kulturleben die Tätigkeitsbereiche der Patriotischen Gesellschaft vor.

Doris Tito, Programmleiterin des Persönlichkeitstrainings Seiten-Wechsel für Führungskräfte, moderiert ein Gespräch zwischen dem SeitenWechsler Jörn Olaf Ridder, Geschäftsführer der Fego Bauregie GmbH, und Andreas Bischke, Leiter der Tagesaufenthaltsstätte für Wohnungslose Herz As.

15:00 Uhr Reimarus-Saal: Präsentation der Festschrift „Stadt und Zivilgesellschaft. 250 Jahre Patriotische Gesellschaft von 1765 für Hamburg. Geschichte – Gegenwart – Perspektiven“. Buchvorstellung mit moderierter Gesprächsrunde. Teilnehmer: Dr. Sigrid Schambach, Herausgeberin der Festschrift, Prof. Dr. Jürgen Overhoff, Institut für Erziehungswissenschaft Uni Münster, und Malte Krugmann, Mitglied der Patriotischen Gesellschaft von 1765. Moderation: Burkhard Plemper.

15:00 Uhr Kirchhof-Saal: „Patrioten im Gespräch“. Mitglieder der Patriotischen Gesellschaft stellen im Gespräch mit Gästen aus dem Hamburger Kulturleben die Tätigkeitsbereiche der Patriotischen Gesellschaft vor.

Arnold Alscher vom Arbeitskreis Interkulturelles Leben im Gespräch mit Kenneth Gbandi, Journalist und Mitglied im Integrations-beirat. – Die afrikanische Community in Hamburg – Beiträge zum interkulturellen Leben in Hamburg.

16:00 Uhr Kirchhof-Saal: „Patrioten im Gespräch“. Mitglieder der Patriotischen Gesellschaft stellen im Gespräch mit Gästen aus dem Hamburger Kulturleben die Tätigkeitsbereiche der Patriotischen Gesellschaft vor.

Dr. Reinhart Schönsee, Leiter des Philozirkels, diskutiert mit anderen Teilnehmern und Besuchern zum Thema „Aufklärung, Würde, Toleranz“.

17:00 Uhr Zum Alten Rathaus: Jazz-Dämmerschoppen mit der Staatlichen Jugendmusikschule Hamburg

18:00 Uhr Ende des öffentlichen Programms in den Räumen des Hauses der Patriotischen Gesellschaft.

21:00 Uhr Vor dem Haus: Einweihung der Fassadenbeleuchtung nach einem Konzept des Lichtkünstlers Michael Batz. Der Künstler ist anwesend.

Das Festprogramm zum Jubiläum

25.03.2015

Erleben, was patriotisch ist

Das Festwochen-Programm zum 250-jährigen Jubiläum der
Patriotischen Gesellschaft von 1765

Hamburg, 25. März 2015. Das 250-jährige Jubiläum der Patriotischen Gesellschaft von 1765 im April bildet den Auftakt für eine Reihe von Veranstaltungen von April bis Anfang Juli 2015. „Unser Ziel war es, nicht möglichst viele Veranstaltungen zu machen, sondern ein Programm zusammenzustellen, dass neue Menschen für die Arbeit der Patriotischen Gesellschaft interessiert, neue potenzielle Mitglieder anzieht und unsere Vernetzung, Handlungsfähigkeit und Wirksamkeit in der Stadt nachhaltig verstärkt“, erläutert Dr. Ingrid Nümann-Seidewinkel, 1. Vorsitzende des Vorstands der Patriotischen Gesellschaft von 1765. Das Festwochenprogramm steht unter dem Motto „Erleben, was patriotisch ist“  und fußt auf drei Säulen:

Die Veranstaltungen und Initiativen der Arbeitskreise und Projektgruppen sowie Initiativen von Mitgliedern vereinen die vielfältigen Tätigkeitsbereiche der Patriotischen Gesellschaft.

Mit der dreiteiligen Diskussionsreihe „Was ist patriotisch?“ setzt die Patriotische Gesellschaft einen inhaltlichen Akzent im Jubiläum. Experten nähern sich aus verschiedenen Perspektiven dem Thema und widmen sich Fragen von Migration und Integration, von Lokalpatriotismus und Standortpatriotismus, von globalem Denken und patriotischem Handeln.

Kooperationsveranstaltungen wie die „Verleihung des Stadteilkulturpreises“, „Flexibles Flimmern“  oder „Lesen ohne Atomstrom – die erneuerbaren Lesetage“  bringen neue Impulse und ein neues Publikum in die pünktlich zum Jubiläum grundlegend restaurierten Räume.

Das Festwochen-Programm im Überblick

Die erste Veranstaltung der Festwochen ist ein würdiger Auftakt für das Festwochen-Programm. Der Arbeitskreis Denkmalschutz verleiht am 16. April um 18:30 Uhr im sanierten Reimarus-Saal im Haus der Patriotischen Gesellschaft zum neunten Mal den "Preis für Denkmalpflege der Patriotischen Gesellschaft". Seit vor 25 Jahren dieser Preis zum ersten Mal verliehen wurde, hat der Arbeitskreis alle drei Jahre Denkmäler ausgezeichnet, die von einem vorbildlichen und sensiblen Umgang mit historischer Bausubstanz bei der Sanierung von Gebäuden und Innenräumen zeugen. Mit der Anerkennung wird eine Plakette des Bildhauers Henning Hammond-Norden verliehen, die – angebracht am Gebäude – die Öffentlichkeit auf das Vorbildhafte der Restaurierung hinweisen soll. Verliehen wird der Preis an Bauherren sowie die Architekten des jeweiligen Vorhabens. Zu den Denkmälern der Juryauswahl erscheint eine Broschüre. Als Festredner wird Prof. Dr. Rainer-Maria Weiss, Direktor des Helms-Museums, über die neuesten Ausgrabungsergebnisse der Neuen Burg berichten. Eine Anmeldung ist erforderlich über www.patriotische-gesellschaft.de. Der Eintritt ist frei.

Das Jubiläumskonzert am 21. April um 20 Uhr in der Dreieinigkeitskirche St. Georg ehrt gleich zwei Geburtstage: Das 250-jährige Bestehen der Patriotischen Gesellschaft von 1765 und den 80. Geburtstag des Hamburger Komponisten Dieter Einfeldt am 11. April, dem Gründungstag der Patriotischen Gesellschaft. Der Organist Andreas Fabienke und die Walddörfer Kantorei unter der Leitung von Prof. Dr. Christoph Schönherr führen Einfeldts Werke „Auferstehung“, Choralsonate für Orgel (Uraufführung der Neufassung von 2009), und „Neue Ökumene“ für Chor und Orgel (Uraufführung der erweiterten Neufassung von 2014) auf. Im Werk „Neue Ökumene“ vertonte der Komponist Texte aus dem Alten und Neuen Testament, dem Koran und von Johann Wolfgang von Goethe. Die für das Oratorium gewählte Textzusammenstellung zielt auf die verwandtschaftlichen Beziehungen zwischen den drei monotheistischen Religionen Judentum, Christentum und Islam hin. Die gegenseitige Anerkennung, tolerante Beachtung und friedliche Duldung stehen dabei im Vordergrund des Werkes. Diese Werte stellen auch die Grundlage für die Arbeit der Patriotischen Gesellschaft dar. Dieter Einfeldt führt persönlich zu Beginn in das Oratorium ein. Dieter Einfeldt (geb. 1935) war Schüler von Ernst Gernot Klussmann und Hans Schmidt-Isserstedt und studierte an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg von 1949 bis 1962. Dort war er von 1972 bis 2001 als Professor für Komposition tätig. In der Patriotischen Gesellschaft von 1765 betreute er von 1985 bis 2000 die Konzertreihe „Neue Musik im Gespräch“. In ihrem Auftrag schrieb er 1985 „Gomorrha. Ein Requiem für Hamburg“, das die Bombardierung der Hansestadt im Jahre 1943 zum Thema hat. Außerdem komponierte er Oratorien, viele Solokonzerte, eine Oper und ein Ballett. Das Konzert ist eine Kooperationsveranstaltung mit der Kirchengemeinde St. Georg. Eine Anmeldung wird erbeten über www.patriotische-gesellschaft.de. Der Eintritt ist frei, um eine Spende wird gebeten.

Eine weitere Kooperationsveranstaltung mit hochkarätigen Gästen findet am folgenden Tag statt: Das Literaturfestival „Lesen ohne Atomstrom – Die erneuerbaren Lesetage“  feiert in diesem Jahr seinen fünften Geburtstag und eröffnet am 22. April um 19:30 Uhr im Reimarus-Saal im Haus der Patriotischen Gesellschaft sein diesjähriges Programm. Die Autoren-Legende Dennis Meadows, dessen Buch „Grenzen des Wachstums“ mehr als 30 Millionen Mal verkauft wurde, diskutiert mit der Trägerin des Alternativen Nobelpreises 1993, Vandana Shiva, dem Träger des Alternativen Nobelpreises 2014, Bill McKibben, und dem Schweden Ole von Uexküll, Direktor der Stiftung des Alternativen Nobelpreises. Stefan Schurig, Klima- und Energiedirektor des Weltzukunftsrats, moderiert. Ein spannendes Thema, das auch in der Patriotischen Gesellschaft u.a. vom Arbeitskreis „Gutes Leben“ behandelt wird. Weitere Informationen finden Sie hier. Einlass 18:45 Uhr, ohne vorherige Anmeldung. Der Eintritt ist frei.

Hamburg hat viele Seiten – die Hinz&Kunzt Stadtführer zeigen auf dem Rundgang „Hamburger Nebenschauplatze“ am 29. April um 16 Uhr und am 29. Mai um 14 Uhr die Innenstadt, wie sie kaum einer kennt. Sie möchten, dass die Menschen erfahren, wie Wohnungslose leben. Die beiden wissen, wovon sie sprechen, denn sie waren selbst wohnungslos und kennen die Anlaufstellen, Schlafplätze und Gefahren in der Innenstadt. Der etwa zweistündige Rundgang führt vorbei an Orten, die in keinem Reiseführer stehen: Wohnheim statt Hotel Atlantic, Tagesaufenthaltsstätte statt Alsterpavillon, Drogenberatungsstelle statt Passagenbummel. Es geht nicht darum, Sensationslust zu befriedigen. Die Stadtführer wollen Verständnis für die Welt der Betroffenen wecken und zeigen, dass die Stadt für alle offen bleiben muss. Die Patriotische Gesellschaft ist seit der Gründung des Hamburger Straßenmagazins 1993 gemeinsam mit dem Diakonischen Werk Hamburg Gesellschafter von Hinz&Kunzt. Der Rundgang beginnt in den Räumen von Hinz&Kunzt, Altstädter Twiete 1-5. Eine Anmeldung ist erforderlich über www.patriotische-gesellschaft.de. Die Teilnahme ist kostenlos, um eine Spende wird gebeten.

Eine feste Größe im Programm der Patriotischen Gesellschaft stellen die Salongespräche dar. Der Name soll an die „Salons“ des 19. Jahrhunderts erinnern, die ein zugleich privater und gesellschaftlicher Treffpunkt für Diskussionen über das politische und soziale Geschehen waren. Zu Gast beim Patriotischen Salongespräch am 3. Mai um 19:30 Uhr im Kirchhof-Saal im Haus der Patriotischen Gesellschaft ist der frühere Basketball-Nationalspieler und heutige Sportdirektor der Hamburg Towers Marvin Willoughby. Der gebürtige Wilhelmsburger mit nigerianischem Vater und deutscher Mutter engagierte sich nach seiner aktiven Karriere insbesondere für seinen Heimatstadtteil, indem er das soziale Projekt „Sport ohne Grenzen“ für Wilhelmsburger Jugendliche aufbaute. Das Gespräch mit Marvin Willoughby führt Uwe Doll aus der Projektgruppe „Salon“. Eine Anmeldung ist erforderlich über www.patriotische-gesellschaft.de. Der Eintritt ist frei.

Zum Filmabend „GG19 – 19 gute Gründe für die Demokratie“ lädt die Patriotische Gesellschaft gemeinsam mit ihrem Kooperationspartner Flexibles Flimmern am 5. und 6. Mai, jeweils um 20 Uhr ins Haus der Patriotischen Gesellschaft. Ganz im Sinne der Idee, Filme an wechselnden Orten, immer passend zur Thematik des Films zu zeigen, findet dieser Abend im Reimarus-Saal der Patriotischen Gesellschaft statt und widmet sich dem deutschen Grundgesetz. Der Film „GG 19“ macht in 19 Episoden das Verhältnis von Bürger und Grundrechten am konkreten Beispiel deutlich. Nicht in Form eines trockenen Lehrfilms, sondern als Kurzfilmsammlung, die die einzelnen Artikel emotional erlebbar macht und zur Auseinandersetzung anregt. Mit Beiträgen von 25 Drehbuchautorinnen und Drehbuchautoren, 18 Regisseurinnen und Regisseuren und der Unterstützung namhafter Schauspielerinnen und Schauspieler hat der Berliner Regisseur und Produzent Harald Siebler die ersten 19 Artikel des Grundgesetzes zu einem besonderen Werk komponiert. 149 Minuten und 19 spannende, komische und anrührende Kurzfilme über unsere Verfassungswirklichkeit: 19 gute Gründe für die Demokratie. Das mobile Kino Flexibles Flimmern hat aus der Kurzfilmsammlung eine Auswahl getroffen und Experten geben eine kleine essayistische Einführung. Vor dem Film gibt es passende Speisen und Getränke. Einlass 19 Uhr. Eine Anmeldung ist erforderlich über reservierungen@flexiblesflimmern.de. Der Eintritt kostet 10 Euro.

Ein Haus und seine Gesellschaft – das Patriotische Gebäude repräsentiert mit seinen zahlreichen Um- und Wiederaufbauten fast 170 Jahre Hamburger Architekturgeschichte. Am 10. Mai, 17. Mai und 7. Juni jeweils um 11 Uhr führt der Kunsthistoriker Dr. Jörg Schilling Interessierte durch das Haus der Patriotischen Gesellschaft. Die Führung basiert auf neuesten Forschungsergebnissen zur Baugeschichte des Hauses und zeigt die umfassende Sanierung des Hauses durch den Architekten Joachim Reinig. Die Führung findet im Rahmen des Hamburger Architektursommers 2015 und in Kooperation mit Freunde der Kunsthalle e.V. statt. Eine Anmeldung ist erforderlich unter 040-428131-307/-308, info@drjoergschilling.de oder info@freunde-der-kunsthalle.de. Kostenbeitrag 12 Euro.

Im Rahmen einer festlichen Preisverleihung werden am 19. Mai ab 17 Uhr im Reimarus-Saal im Haus der Patriotischen Gesellschaft Projekte mit dem Hamburger Stadtteilkulturpreis und dem Ideenpreis Stadtteilkultur gewürdigt, deren Konzeption, Umsetzung und Resonanz besondere Qualität zeigen. Die Hamburger Stadtteilkultur und ihre Projekte stehen für Kultur mitten in und aus der Gesellschaft, für Teilhabe der Bürgerinnen und Bürger und Mitgestaltung der Stadtgesellschaft. Mit den Preisen werden Projekte gewürdigt, die besonders geeignet sind, als anregendes Beispiel auf Initiativgruppen auch in anderen Stadtteilen zu wirken. Der Hamburger Stadtteilkulturpreis wird für erfolgreich realisierte Projekte vergeben, der Ideenpreis Stadtteilkultur ist vorgesehen für besonders innovative Projektideen. Die Veranstaltung findet statt in Kooperation mit der Alfred Toepfer Stiftung F.V.S., der Gabriele Fink Stiftung, der Hamburgischen Kulturstiftung, der Kulturbehörde Hamburg und Stadtkultur Hamburg e.V. Eine Anmeldung ist erforderlich über www.patriotische-gesellschaft.de. Der Eintritt ist frei.

Mit einer eigenen Veranstaltungsreihe möchte die Patriotische Gesellschaft von 1765 einen Beitrag zu der Diskussion über den Begriff „patriotisch“ leisten. Der erste Teil der Reihe „Was ist patriotisch?“ sucht am 26. Mai um 19 Uhr im Reimarus-Saal im Haus der Patriotischen Gesellschaft unter dem Titel „Patriotisch zwischen den Kulturen – Identität im Spannungsfeld zwischen Migration und Integration“  den Dialog mit repräsentativen Vertretern aus dem Kreis von Hamburger Neubürgern mit Migrationshintergrund. „Wir wollen im Gespräch erfahren, wie sich ihre Einstellung zum Wohnort, zur Stadt oder zur Region äußert. Dabei gehen wir auch der Fragestellung nach, ob sich eine emotionale Verbundenheit mit dem neuen Wohnsitz entwickelt und wenn ja, wie sich diese äußert. Kann man eine bewusste Identifizierung mit dem Quartier oder der Stadt möglicherweise als eine Art 'Lokalpatriotismus' verstehen? Wir möchten das Für und Wider eines toleranten und für das friedliche Zusammenleben in unserer Stadt förderlichen Patriotismus diskutieren und wenn möglich, damit auch einen Beitrag zur Fortentwicklung unserer Zivilgesellschaft leisten “, erläutert Nümann-Seidewinkel. Das Gespräch moderiert Burkhard Plemper, zu Gast sind u.a. Dr. med. Emine Cetin (Pränatalzentrum Hamburg), Dr. Mustafa Yoldas (Schura Hamburg), Moustapha Gueye (Museum für Völkerkunde) und Jorge Birkner (Bezirksamt Bergedorf). Einen musikalischen Akzent setzen Lovely & Monty (Banghu Brothers), die singenden Taxifahrer aus Altona. Eine Anmeldung ist erforderlich über www.patriotische-gesellschaft.de. Der Eintritt ist frei.

Die Patriotische Gesellschaft von 1765 hat es sich zur Aufgabe gemacht, an verdiente Hamburger Personen und Mitbürger zu erinnern. Seit 1986 wurden zu diesem Zweck bereits 41 Gedenktafeln für so unterschiedliche Personen wie Ida Ehre, Salomon Heine, Carl Hagen-beck und Rudolf Augstein angebracht. Mitglieder der Projektgruppe Gedenktafelprogramm führen auf fünf Stadtspaziergängen durch Hamburgs Geschichte. Verschiedene Rundgänge am 26., 27. und 28. Mai, jeweils um 15:00 Uhr (Ende: 17 Uhr). Eine Anmeldung ist erforderlich über www.patriotische-gesellschaft.de. Die Teilnahme ist kostenlos.

• Am 26. Mai führt Andrea Fahrbach zu den Gedenktafeln für Philipp Otto Runge, Johann Georg Kerner, Friedrich Gerstäcker, Heinrich Hertz, Ida Dehmel und Salomon Heine. Treffpunkt: Patriotische Gesellschaft, vor dem Eingang Trostbrücke 4.

• Am 26. Mai führt Geert Becker zu den Gedenktafeln für Prof. Hans Fitze, Detlev von Liliencron, Louis Gurlitt, Johann Friedrich Struensee, Carl Hagenbeck und den Beatles. Treffpunkt: an der Gedenktafel Fitze am Altonaer Theater.

• Am 27. Mai führt Andrea Fahrbach zu den Gedenktafeln für Friedrich Pacius, Rudolf Augstein, Marion Gräfin Dönhoff, Berthold Goldschmidt und das Eng-lische Haus. Treffpunkt: Patriotische Gesellschaft, vor dem Eingang Trostbrücke 4.

• Am 27. Mai führt Ingrid Kosmala zu den Gedenktafeln für Elise Lensing, Hans Leip, Max Schmeling, Friedrich Ahlers-Hestermann und Hans Henny Jahnn. Treffpunkt: an der Gedenktafel Lensing, Lange Reihe 7.

• Am 28. Mai führt Geert Becker zu den Gedenktafeln für Bertha Keyser, Arthur Schopenhauer, Felix Mendelssohn Bartholdy, Königin Christine, Paul Dessau und John Rabe. Treffpunkt: an der Gedenktafel Keyser, Bäckerbreitergang 7.

Die Reihe „Patrioten-Jazz“, die die Projektgruppe Salon der Patriotischen Gesellschaft zusammen mit Hamburgs Jazz-Institutionen bereits in vielen Clubs der Stadt veranstaltet hat, findet im Rahmen der Festwochen erstmals im Haus der Patriotischen Gesellschaft statt. Beim Jubiläums-Patrioten-Jazz am 31. Mai um 15 Uhr ist das Elbsound JazzOrchestra, eine der besten Big Bands Schleswig-Holsteins, zu Gast. Anlässlich ihres 25. Jubiläums und des 250. Jubiläums der Patriotischen Gesellschaft präsentiert sie unter der musikalischen Leitung von Andreas Thoms Jazzklassiker und moderne Musik der Big Band-Ära – sogar auf Plattdeutsch. Eine Anmeldung ist erforderlich über www.patriotische-gesellschaft.de. Der Eintritt kostet 8 Euro (Tageskasse).

Die Veranstaltungsreihe „Inklusion in Hamburg – Gemeinsam leben, lernen und arbeiten" geht am 2. Juni um 19 Uhr im Raum „Zum Alten Rathaus“ im Haus der Patriotischen Gesellschaft mit der Fachveranstaltung „Baustelle Inklusion – gemeinsam voran zum Wohle der Stadt“ in die letzte, wichtige Runde. Der Arbeitskreis Kinder, Jugend und Bildung der Patriotischen Gesellschaft von 1765 hat engagierte Gäste aus Politik, Bildung, Wirtschaft, Gesundheit und Kultur eingeladen, um gemeinsam mit Senatsvertreterinnen und -vertretern den augenblicklichen Stand der „Baustelle Inklusion“ und gemeinsame nächste Schritte zu diskutieren. Grundlage der Fachveranstaltung sind der Landesaktionsplan Inklusion und die bisherigen Ergebnisse der Veranstaltungsreihe „Inklusion in Hamburg – Gemeinsam leben, lernen und arbeiten“, die in Kooperation mit der Senatsbeauftragten für die Gleichstellung behinderter Menschen seit 2011 in Hamburg stattgefunden hat. Ziel ist es, Bündnispartner für den weiteren Weg zu finden. Die Veranstaltung findet statt in Kooperation mit der Senatskoordinatorin für die Gleichstellung behinderter Menschen, Elbkinder Kitas Hamburg und Leben mit Behinderung Hamburg. Es wird persönlich eingeladen, die Teilnehmerzahl ist begrenzt.

Am 5. Juni bringt der Verein New Swing Generation Schwung in den Reimarus-Saal der Patriotischen Gesellschaft – mit „Swing op'n Fleet“  und mit Geschichte und Geschichten über die Swing-Jugend. Die Swing-Jugend der 30er und 40er Jahre pflegte ihren einen Musik- und Kleidungsstil. Das reichte aus, um als oppositionell zu gelten. Auch in den 50er-Jahren blieben Vorbehalte gegen die Jive-Jünglinge bestehen. Der Abend beginnt um 19:30 Uhr mit einem Vortrag über die Swing-Jugend, moderiert von Isgard Rhein. Ab 20:45 Uhr können Anfänger im offenen Crashkurs ihre ersten Schritte machen, ab 21:30 Uhr kann getanzt werden zur Live-Musik von Duke & Dukies und The Killin‘ Trills. Einlass 19 Uhr. Eine Anmeldung ist erforderlich über www.patriotische-gesellschaft.de. Der Eintritt kostet 15 Euro (Abendkasse).

Prägten einst die Hauptkirchen die Silhouette unserer Stadt, schieben sich heute Elbphilharmonie oder Tanzende Türme ins Blickfeld. Manche historischen Bauten sind verschwunden, manche durch gesichtslose Bürotürme verstellt. Brauchen wir folglich eine „Kleiderordnung“ für gutes Bauen, kontrolliert durch ein Berater-Gremium, welches Politik und Verwaltung in Stil- und Architekturbelangen unterstützt? Oder sollten wir den Einfluss von Investoren durch Vorgaben begrenzen? Diese Frage stellt der Arbeitskreis Stadtentwicklung der Patriotischen Gesellschaft im Rahmen seiner Veranstaltung „Stadtentwicklung und Stadtbild – Bleibt Hamburg auch in Zukunft unverwechselbar?“ zur Diskussion, auf dem Podium dabei sind am 9. Juni um 18:30 Uhr im Reimarus-Saal Prof. Jörn Walter, Prof. Volkwin Marg, Prof. Gert Kähler und Ralf Lange. Der Journalist Oliver Schirg moderiert das Gespräch. Eine Anmeldung ist erforderlich über www.patriotische-gesellschaft.de. Der Eintritt ist frei.

Der zweite Teil der Veranstaltungsreihe „Was ist patriotisch?“ am 10. Juni um 19 Uhr im Reimarus-Saal im Haus der Patriotischen Gesellschaft behandelt das Thema „Global denken, patriotisch handeln“. Es geht dabei um die Frage, ob in einer globalisierten Welt patriotisches Engagement für das lokale, regionale oder nationale Gemeinwesen möglich und sinnvoll ist. Begriffe wie Verfassungspatriotismus oder Europa-Patriotismus werden durchaus positiv in der Öffentlichkeit wahrgenommen und die Begeisterung für örtliche, zum Beispiel sportliche oder kulturelle Ereignisse drückt sich häufig in der Art eines verbindenden Patriotismus aus. In der Diskussionsrunde wird die Frage des patriotischen Handelns mit Unternehmern und Entscheidern aus der Perspektive der Stadt beleuchtet. Ein „Standortpatriotismus“ wird definiert über einen lokalen oder regionalen Bezug und ist gleichzeitig ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Auf dem Podium dabei sind Dr. Harald Vogelsang (Hamburger Sparkasse), Katja Karger (Deutscher Gewerkschaftsbund) und Dr. Bernd Kundrun (betterplace). Die Moderation übernimmt die Journalistin und Fernsehmoderatorin Julia-Niharika Sen. Eine Anmeldung ist erforderlich über www.patriotische-gesellschaft.de. Der Eintritt ist frei.

Mit der Enthüllung von Stolpersteinen  am 22. Juni vor dem Haus an der Trostbrücke erinnert die Patriotische Gesellschaft an ihre jüdischen Mitglieder, die in der Zeit des Nati-onalsozialismus ausgeschlossen und ermordet wurden. Hiermit setzt die Patriotische Gesellschaft die Aufarbeitung ihrer Geschichte fort, an deren Beginn die Veröffentlichung des Buchs „Der Ausschluss der jüdischen Mitglieder 1935“ stand. Marlis Roß wird einleitend die Vorgänge darstellen. Aus dem neuen Buch „Stolpersteine. Eine biographische Spurensuche“, herausgegeben von der Projektgruppe Stolpersteine, werden in einer Lesung einzelne Schicksale vorgestellt. Das Duo Liebertango begleitet die Veranstaltung musikalisch. Die Veranstaltung beginnt um 17 Uhr im Reimarus-Saal im Haus der Patriotischen Gesellschaft. Eine Anmeldung ist erforderlich über www.patriotische-gesellschaft.de. Der Eintritt ist frei.

Der dritte und letzte Teil der Veranstaltungsreihe „Was ist patriotisch?“  am 26. Juni um 19 Uhr im Reimarus-Saal im Haus der Patriotischen Gesellschaft mit dem Titel „Europäischer Patriotismus“  widmet sich einem Patriotismus, der sich dadurch auszeichnet, dass er die Grenzen eines Gemeinwesens überschreitet. Was ist an einem zusammenwachsenden Europa patriotisch? Dabei wird Europa als Rechts- und Wertegemeinschaft begriffen. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Deutschen Nationalstiftung statt. Sylvie Goulard, Präsidentin des Mouvement Européen, Mitglied des Europaparlaments, Senatsmitglied der Deutschen Nationalstiftung, ist als Referentin eingeladen; Dirk Reimers, Geschäftsführender Vorstand der Deutschen Nationalstiftung, moderiert das Gespräch. Eine Anmeldung ist erforderlich über www.patriotische-gesellschaft.de. Der Eintritt ist frei.

Mit der Komfortbarkasse geht es am 3. Juli um 15:15 Uhr (Ende: 18 Uhr) vom Anleger Hammerbrook ins Kanalsystem der Bille. Der Verein „Hamburg – Grüne Metropole am Wasser“ unterstützt Maßnahmen zur Bewahrung und Entwicklung des kulturellen Erbes der wasserbezogenen Stadtlandschaften. Fachleute des Vereins geben Einblicke in die Stadtlandschaft Hamburgs im Kanalsystem der Bille und vermitteln Wissenswertes über Geschichte, gegenwärtige Nutzung und künftige Entwicklung des Gebietes. Abfahrt ist am Anleger Mittelkanal unterhalb der S-Bahn-Station Hammerbrook neben dem Gebäude der Deutschen Bahn. Eine Anmeldung ist erforderlich über www.patriotische-gesellschaft.de. Nach Anmeldung ist der Kostenbeitrag in Höhe von 18 Euro zu überweisen auf das Vereinskonto von Grüne Metropole e.V. bei der Hamburger Sparkasse, IBAN DE15200505501280364066.

Haus der Patriotischen Gesellschaft von 1765
Bildnachweis: Karin Desmarowitz

04.03.2015

Haus der Patriotischen Gesellschaft von 1765

Wichtigster Sanierungsabschnitt ist rechtzeitig zum 250-jährigen
Jubiläum abgeschlossen

Hamburg, 04. März 2015. Bis zum 250-jährigen Jubiläum der Patriotischen Gesellschaft von 1765 im April 2015 wird ein großer und wichtiger Abschnitt der Sanierungsarbeiten am Haus der Patriotischen Gesellschaft abgeschlossen sein. „Bei unserem Hausfest am 11. April werden die Besucher das traditionsreiche Denkmal und seine Qualitäten neu erleben können. Wir übergeben den Mitgliedern und der Öffentlichkeit dann ein zukunftsfestes und attraktives Haus im Herzen Hamburgs“, sagt Dr. Ingrid Nümann-Seidewinkel, 1. Vorsitzende des Vorstands der Patriotischen Gesellschaft von 1765.

Seit 1847 ist das Haus der Patriotischen Gesellschaft an der Trostbrücke Zentrum bürgerschaftlichen Engagements. 168 Jahre intensive Nutzung und vorangegangene Modernisierungen haben ihre Spuren hinterlassen und machten die grundlegende, an zeitgemäße Nutzungserwartungen angepasste Sanierung des 1923 unter Denkmalschutz gestellten Hauses erforderlich. „Das Haus zu sanieren und zeitgerecht weiterzuentwickeln war eine große Herausforderung, die ohne die kompetente Beratung unseres Architekten Joachim Reinig und ohne die Unterstützung von großzügigen Partnern und Förderern nicht möglich gewesen wäre“, erläutert Dr. Dr. h.c. Jürgen Lüthje, das für Fundraising zuständige Mitglied des Vorstands.

Schritte der Sanierung – Reintegration des Hauses in die Stadt

In einer ersten Bauphase wurden 2012/2013 dringend notwendige Sanierungsarbeiten am Dach, den Fassaden und Fenstern ausgeführt. Im Mai 2014 fiel der Startschuss zur zweiten Bauphase. Diese umfasste die grundlegenden bestandssichernden Sanierungsarbeiten an den Fundamenten, in den Kellerräumen, an den Fenstern und zwei Fassadenseiten (Nikolaifleet und Trostbrücke).

Um das Haus sichtbar einladender zu gestalten und der langen und erfolgreichen Tradition des Hauses gerecht zu werden, zielt das Konzept des Architekten Joachim Reinig auf mehr Transparenz und Offenheit des Gebäudes und seine Reintegration in die Stadt. Dafür wurde die ursprüngliche Fassade an der Börsenbrücke wiederhergestellt, indem die Bleiglasfenster im Erdgeschoss, in den Räumen „Zum Alten Rathaus“, durch bodentiefe Klarglasfenster ersetzt wurden. Die alten Eingangstüren an der Trostbrücke wurden gegen Türen aus Klarglas ausgetauscht. Die originalen schweren Holztüren bleiben dahinter geöffnet an den Eingangsseiten sichtbar. Auch die Umsetzung des Beleuchtungskonzeptes für die Fassade des Lichtkünstlers Michael Batz trägt zu mehr Sichtbarkeit und Offenheit bei.

Ermöglicht wurden die Maßnahmen dieser beiden Bauabschnitte durch die großen Zuwendungen der Bärbel und Peter Hoerner Stiftung, aus dem Denkmalschutz-Sonderprogramm des Bundes, der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, der Hamburger Sparkasse, der Hamburgischen Bürgerschaft in Höhe von 2,3 Mio. Euro, der Hamburgischen Investitions- und Förderbank (IFB), der Kulturbehörde und der Stiftung Denkmalpflege Hamburg.

„Die Patriotische Gesellschaft ist die Wiege bürgerschaftlichen Engagements in Hamburg und Gründer der Sparkassenidee in Deutschland. Beides verbindet sie mit der Haspa. Wir fördern die Patriotische Gesellschaft und ihren herausragenden Einsatz seit Jahren. Das ist uns eine Herzensangelegenheit. Zu ihrem 250-jährigen Jubiläum unterstützen wir die Sanierung des Gebäudes aus dem Zweckertrag des Haspa LotterieSparens mit zusätzlich 100.000 Euro“, sagt Dr. Harald Vogelsang, Vorstandssprecher der Haspa.

Mit der großzügigen Unterstützung von Erck Rickmers, der Hamburger Feuerkasse, der Hamburger Sparkasse, der Peter Möhrle-Stiftung für Denkmalpflege und den zahlreichen Spenden der Mitglieder und Freunde der Patriotischen Gesellschaft konnte im Januar 2015 die dritte Bauphase, die denkmalgerechte Instandsetzung der Säle und des Foyers, beginnen. Ihre Ausstattung im Stil der 50er Jahre geht auf Friedrich Ostermeyer zurück, einen bedeutenden Hamburger Architekten. „Mit den hellen, freundlichen Räumen, die die Originalausstattung der 50er ahre wieder sichtbar und erlebbar machen, wollen wir im Herzen der Stadt einen offenen und attraktiven Ort des Diskurses über Zukunftsfragen bieten“, erläutert Johannes Jörn, Mitglied des Vorstands der Patriotischen Gesellschaft von 1765. Um nachhaltig und sparsam zu wirtschaften, hat der Vorstand der Patriotischen Gesellschaft entschieden, keine neuen Stühle für die Säle zu kaufen, sondern die bisherigen neu zu beziehen.

Traditionsreicher Ort für Bürgerengagement

Das Haus und die Geschichte der Patriotischen Gesellschaft von 1765 sind untrennbar miteinander verbunden. Das Haus im historischen Herzen Hamburgs bildet durch seine Bewirtschaftung und Vermietung nicht nur die Existenzgrundlage der ältesten zivilgesellschaftlich engagierten Organisation im deutschsprachigen Raum. Es ist eines der wichtigsten Baudenkmale Hamburgs und zugleich ein Symbol der Stadtgeschichte: Es ist der Ort, an dem bis zum Großen Brand im Jahre 1842 sechshundert Jahre lang das alte Rathaus stand. Das Grundstück des alten Rathauses übertrug die Stadt der Gesellschaft, die hier einen Ort bürgerschaftlichen Engagements schaffen und dadurch die Erinnerung an das alte Rathaus wach halten sollte. In dem 1847 eingeweihten Gebäude wurde um die erste Hamburgische Verfassung gerungen. Hier versammelte sich von 1859 bis 1898 die gewählte Bürgerschaft. Seit der Fertigstellung des Gebäudes ist es Sitz der Patriotischen Gesellschaft, die es für ihre vielfältigen Aktivitäten nutzt. Bis heute ist es ein Ort für den kritischen Austausch unterschiedlicher Meinungen, für bürgerschaftliches Engagement und attraktive Veranstaltungen geblieben, von dem Impulse zur Stärkung des Gemeinwesens und zum Wohle Hamburgs ausgehen.

Preisstifter Holger Cassens, Zirkusdirektor Andreas Schmiedel und Senator Detlef Scheele bei der Verleihung des Holger-Cassens-Preises 2014

04.11.2014

Holger Cassens-Preis 2014 geht an den Kinder- und Jugendzirkus Abrax Kadabrax

Die Auszeichnung zur Förderung von kooperativen Bildungs- und Erziehungsprojekten in Hamburg wurde zum sechsten Mal verliehen

Hamburg, 04. November 2014. Abrax Kadabrax – Kinder- und Jugendzirkus der Evangelischen Jugend Hamburg ist der Preisträger des Holger Cassens-Preises 2014. In einer feierlichen Veranstaltung im Haus der Patriotischen Gesellschaft am 4. November 2014 überreichte Preisstifter Holger Cassens den mit 10.000 Euro dotierten Preis an den Kinder- und Jugendzirkus. Detlef Scheele, Senator der Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration, sprach das Grußwort. Abrax Kadabrax überzeugte die Jury mit seinem außerschulischen Projekt „Zirkus macht stark!“ im Sozialraum Osdorfer Born/Lurup. Der Kinder- und Jugendzirkus Abrax Kadabrax sei ein gelungenes Beispiel dafür, wie in der Kooperation mit verschiedenen Partnern in dem von sozialer Benachteiligung geprägten Stadtteil Osdorfer Born jungen Menschen eine Bildung ermöglicht werde, die künstlerischen Ausdruck mit sozialer Ermutigung und schulischem Lernen verbindet – und das seit mittlerweile 15 Jahren, begründet die Jury ihre Entscheidung. Darüber hinaus sei der Zirkus eine feste Größe als aktiver Mitgestalter von Kultur in diesem Stadtteil.

Abrax Kadabrax hat mit einem großen Zirkuszelt und -wagen seit 2010 seinen festen Standort am Osdorfer Born. In Hamburg realisiert der Kinder- und Jugendzirkus seit 1998 verschiedene zirkus-, theater- und tanzpädagogische Projekte. Das Ziel des 2012 initiierten Projekts „Zirkus macht stark“ ist es, mit Hilfe der Zirkuspädagogik motorische, soziale, emotionale und künstlerisch-kreative Kompetenzen von Kindern und Jugendlichen zu fördern. Abrax Kadabrax arbeitet dabei eng mit Schulen und Jugendhilfeträgern in lokalen Bildungsbündnissen zusammen. Familien und ehrenamtliche Mitarbeiter sind in die Angebote mit eingebunden. 2013 wurden mit 25 „Zirkus macht stark!“-Projekten rund 450 Kinder und Jugendliche erreicht. Gefördert wird die zirkuspädagogische Arbeit durch den bundesweit tätigen Verein „Zirkus macht stark – Zirkus für alle“, der zu den 35 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) ausgewählten Verbänden und Initiativen des Programms „Kultur macht stark – Bündnisse für Bildung“ gehört. „Wir freuen uns sehr über den Holger Cassens-Preis 2014. Die Auszeichnung ist für uns eine besondere Wertschätzung unserer Arbeit und zugleich ein großer Ansporn, weitere zirkuspädagogische Projekte für Kinder und Jugendliche am Osdorfer Born nachhaltig umzusetzen“, sagt Andreas Schmiedel, Sozialpädagoge und Zirkusdirektor beim Kinder- und Jugendzirkus Abrax Kadabrax.

Der Holger Cassens-Preis wird jährlich durch die Mara und Holger Cassens-Stiftung und die Patriotische Gesellschaft von 1765 vergeben. Der Preis steht unter dem Thema „Bildung als gemeinsame Aufgabe“ und wurde erstmals 2009 verliehen. Gefördert werden Kooperationsprojekte in Hamburg, die sich in ihrer Arbeit an einem umfassenden Bildungsbegriff orientieren, Entwicklungs- und Teilhabechancen von jungen Menschen fördern sowie Ressourcen im Stadtteil nutzen. Preiswürdig sind Projekte, die diese jungen Menschen erreichen und die in gemeinsamer Verantwortung im Sozialraum zusammen wirken. Bisherige Preisträger waren das Löwenhaus des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) in Hamburg-Harburg (2009), der Leseclub Kölibri GWA St. Pauli (2010), die Bildungs- und Beratungskarawane Dulsberg (2011), die Schülerfirma VeddelERleben (2012) und das Kinderkulturhaus Lohbrügge (2013).

16.09.2014

Abschlussfest „Gemeinsam stark!“ des Diesterweg-Stipendiums Hamburg 2012-2014

Staatsministerin Aydan Özoğuz verabschiedet die Stipendiatinnen und Stipendiaten des ersten Durchgangs

Hamburg, 19. Juni 2014. Unter dem Motto „Gemeinsam stark!“ feierte die Patriotische Gesellschaft am 19. Juni 2014, 17:30 Uhr, in ihrem Haus an der Trostbrücke den Abschluss des ersten Durchlaufs im Diesterweg-Stipendium Hamburg. Staatsministerin Aydan Özoğuz, Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, verabschiedete die Stipendiaten offiziell und stellte den besonderen Wert des Familienstipendiums heraus: „Die Patriotische Gesellschaft hat eine stolze Tradition, wenn es darum geht, Hamburg und seine Bürger zu fördern und zu unterstützen. Insbesondere sorgt sie mit ihrer umfangreichen Bildungsarbeit seit langem dafür, Menschen zu einem selbstbestimmten und guten Leben zu befähigen. Heute, auf dem Abschlussfest für den ersten Jahrgang des Diesterweg-Stipendiums, kann jeder sehen, dass Herkunft kein Schicksal sein muss. Ich danke der Patriotischen Gesellschaft und den Patinnen und Paten für das tolle Projekt und ihr großes Engagement. Den Schülerinnen und Schülern und ihren Familien wünsche ich auf ihrem weiteren Weg alles erdenklich Gute.“

Dr. Ingrid Nümann-Seidewinkel, 1. Vorsitzende der Patriotischen Gesellschaft von 1765, sagt: „Es darf nicht sein, dass die soziale Herkunft die persönliche Zukunft von Kindern bestimmt.“ Deshalb hat die Patriotische Gesellschaft als Trägerin des Diesterweg-Stipendiums Hamburg in den letzten beiden Jahren in Kooperation mit der Behörde für Schule und Berufsbildung der Freien und Hansestadt Hamburg 15 Grundschülerinnen und Grundschüler der 4. Klasse aus ausgewählten Grundschulen in Hamburgs Osten zusammen mit ihren Eltern und Geschwistern beim Übergang in die weiterführende Schule erfolgreich begleitet.
„Wir brauchen kompetente Eltern“, sagt Projektleiterin Christiane Mettlau, „wir können Eltern gut erreichen und ‚klüger’ machen mit einer Lernkultur des Vertrauens und mit sozialen Begegnungen.“ Insgesamt nahmen über 60 Familienmitglieder aus zehn Ländern an den verbindlichen Bildungsangeboten im Stipendium teil. Sie lernten in über 20 Kultureinrichtungen Hamburgs Neues kennen und nahmen an regelmäßigen Beratungsrunden zu Bildungs- und Erziehungsfragen teil. Alle Familienmitglieder profitierten vom Programm, besonders erfreulich: die Väter sind überzeugt. „Die Verbundenheit untereinander, Wertschätzung und Anerkennung durch die einladenden Angebote des Stipendienprogramms sind den Familien besonders wichtig“, stellt Christiane Mettlau heraus.

Als Förderpartner des Diesterweg-Stipendiums Hamburg haben sich sechs Hamburger Stiftun-gen für das Diesterweg-Stipendium Hamburg stark gemacht: Alfred Toepfer Stiftung F.V.S., BerenbergKids, BürgerStiftung Hamburg, Dr. Dorothea-Wilhelm-Stiftung, Joachim Herz Stif-tung und ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius.
Entwickelt und erprobt wurde das Konzept von der Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt am Main. Dr. Roland Kaehlbrandt, Vorsitzender des Vorstandes der Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt am Main: „Das Diesterweg-Stipendium für Kinder und Eltern fußt auf der einfachen Idee, dass die Familie entscheidend für den Bildungserfolg der Kinder ist. Wir stärken die Eltern in der Bildungsbegleitung ihrer Kinder. Das ist nachhaltig wirkungsvoll. Man kann den Hamburger Partnern des Projektes, allen voran der Patriotischen Gesellschaft, nur zu ihrer erfolgreichen Aufbereitung gratulieren.“
Im Mittelpunkt des bunten Festes standen die Stipendiaten und ihre Familien, die den Übergang auf die weiterführenden Schulen im ersten Durchlauf des Diesterweg-Stipendiums Hamburg erfolgreich bewältigt haben. Doch angesichts der kürzlich veröffentlichen Zahlen, nach denen in sozial benachteiligten Vierteln Hamburgs 58 Prozent der Schüler das Gymnasium wieder verlassen und auf eine Stadtteilschule wechseln müssen, sind weitere Unterstützungsangeboten auch nach dem Schulwechsel sehr wichtig. Die Stipendiaten des ersten Durchlaufs werden deshalb im An-schlussprojekt DiesterwegPLUS begleitet, um die Chancen auf einen anhaltenden schulischen Erfolg so groß wie möglich zu halten.

Die Finanzierung des zweiten Durchlaufs des Diesterweg-Stipendiums Hamburg, das mit dem Schuljahresbeginn im August 2014 startet, ist gesichert. Dafür haben sich wiederum mehrere Stiftungen als Förderpartner zusammengetan, um das Diesterweg-Stipendium Hamburg zusammen voranzubringen und auch künftig „Gemeinsam stark!“ zu sein.

Schulsenator Ties Rabe überreicht den Diesterweg-Stipendiaten ihre Aufnahmeurkunde / Copyright: Karin Desmarowitz

16.09.2014

Diesterweg-Stipendium Hamburg: Start in die zweite Runde

Eine Chance für begabte Kinder und ihre Eltern

Hamburg, 16. September 2014. Bereits zum zweiten Mal vergab die Patriotische Gesellschaft von 1765 am 16. September 2014 in ihrem Haus an der Trostbrücke das Diesterweg-Stipendium Hamburg an ausgewählte Grundschüler von zwölf Partnerschulen in Hamburgs Osten. Insgesamt wurden 18 Kinder – neun Mädchen und neun Jungen mit ethnischen Wurzeln in 12 Ländern – mit ihren Familien im Rahmen der Auftaktveranstaltung von Schulsenator Ties Rabe feierlich in das Stipendium aufgenommen. Zusam-men mit der ersten Generation von 15 Stipendiatenfamilien (2012-2014) unterstützt das Diesterweg-Stipendium Hamburg damit rund 150 Personen.

Das Diesterweg-Stipendium ist das erste Familienbildungsstipendium in Deutschland. Kinder mit hohem Begabungspotenzial, die aber sprachliche oder soziale Hürden auf dem Weg in die weiterführende Schule überwinden müssen, werden gemeinsam mit ihren Eltern und Geschwistern unterstützt. Die Bildungsbegleitung auf dem Weg von der Grundschule in die weiterführende Schule in den Klassen vier bis sechs umfasst ein Bildungs- und Kulturprogramm für die ganze Familie. „Unser Ziel ist es, den Kindern eine ihren Begabungen entsprechende gute schulische Laufbahn zu ermöglichen und ihre Eltern fit zu machen, die Kinder dabei bestmöglich zu unterstützen“, erläutert Christiane Mettlau, Projektleiterin des Diesterweg-Stipendiums. Das vielfältige Programm setzt sich zusammen aus Ferienkursen – insbesondere zur Sprachförderung, Eltern-Kinder-Treffs und Akademietagen, an denen die Familien zum Beispiel Museen, Büchereien und den Hamburger Hafen besuchen. Auch finanzielle Hilfen für besondere Bildungsmaßnahmen und die Anschaffung von Lernmitteln gehören dazu. Familien, die dies wünschen, erhalten einen ehrenamtlichen Familienpaten als Ansprechpartner. Der enge Kontakt zu den Partnerschulen und den weiterführenden Schulen ist ein wichtiger Bestandteil der Projektarbeit.

Entwickelt wurde das Konzept für das Diesterweg-Stipendium von der Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt am Main. Die Initiative in Hamburg basiert auf der erfolgreichen Kooperation der Patriotischen Gesellschaft von 1765 mit der Behörde für Schule und Berufsbildung Hamburg und wird unterstützt von einer starken Gemeinschaft von Hamburger Stiftungen, Unternehmen und privaten Förderern: Alfred Toepfer Stiftung, BerenbergKids Stiftung, BürgerStiftung Hamburg, Dr. Dorothea-Wilhelm-Stiftung, Familie Gries, Hamburger Sparkasse, Hamburger Spendenparlament, Homann-Stiftung und Joachim Herz-Stiftung.

Die Patriotische Gesellschaft von 1765 setzt sich seit 250 Jahren für konkrete Verbesserungen in der Bildung und sozialen Versorgung der Stadt Hamburg ein. „Das Diesterweg-Stipendium steht in dieser Tradition und ist eine aktuelle Erweiterung ihres zivilgesellschaftlichen Engagements“, erläutert Dr. Ingrid Nümann-Seidewinkel, 1. Vorsitzende der Patriotischen Gesellschaft von 1765. „Mit dem außerschulischen Förderprogramm wollen wir einen Beitrag leisten für mehr Bildungsgerechtigkeit und Chancengleichheit sozial benachteiligter Kinder in Hamburg.“

04.09.2014

„Inklusion – immer dieses Theater!“

Eine hintergründige Revue im Ernst Deutsch Theater

Hamburg, 04. September 2014. Am Montag, den 6. Oktober 2014, um 19 Uhr dreht sich im Ernst Deutsch Theater alles um das Thema „Inklusion – immer dieses Theater“. Auf dem Programm steht eine hintergründige Revue mit Theater, Tanz, Musik und Talk. Der Theaterabend ist Teil der Veranstaltungsreihe der Patriotischen Gesellschaft von 1765 „Inklusion in Hamburg – Gemeinsam leben, lernen und arbeiten“, die in Kooperation mit der Senatskoordinatorin zur Gleichstellung behinderter Menschen, dem Verein „Leben mit Behinderung“ sowie den Elbkinder-Kitas realisiert wird.

Das professionelle Schauspielprojekt Minotauros Kompanie unter der Leitung von Olga Brandin zeigt ausgewählte Szenen aus der Bertolt Brecht Inszenierung „Der gute Mensch von Sezuan“ und der Revue „Es ist zum verrückt werden – über den Sinn im Wahn“. Weiteres Highlight ist ein Gespräch zwischen Klaus Becker vom Inklusionsbüro Hamburg und dem Autor und Schauspieler Dr. Peter Radtke, der seit seiner Geburt an der Glaskno-chenkrankheit leidet. Die Besucher erwartet außerdem eine spannende Talkrunde zur Frage „Was kann das Theater zur Inklusion beitragen?“ mit Astrid Eggers, Regisseurin am Hamburger Theater Klabauter, Frank Nestler vom Hamburger Kulturschlüssel, Dr. Peter Radtke und Dr. med. Isabella Vértes-Schütter, Intendantin des Ernst Deutsch Theaters. Eine Ausstellung des Ateliers Freistil mit Kunstwerken von Menschen mit Behinderung sowie Live-Musik der Eisenhans-Band „Bitte Lächeln!“ runden das vielseitige Programm ab. Durch den Abend führen Ingrid Körner, Senatskoordinatorin für die Gleichstellung behinderter Menschen, und Helga Treeß, 2. Vorsitzende der Patriotischen Gesellschaft von 1765. Das Grußwort spricht Hans Heinrich Bethge von der Kulturbehörde.

Wann? Montag, 6. Oktober 2014, 19h | ab 21:30h gemeinsame Gespräche
Wo? Ernst Deutsch Theater, Friedrich-Schütter-Platz 1, 22087 Hamburg
Tickets: freier Eintritt.
Informationen und Anmeldung:
info@patriotische-gesellschaft.de oder T 040 – 36 66 19.
Bei Assistenzbedarf bitte Anfrage bei der Patriotischen Gesellschaft von 1765 unter info@patriotische-gesellschaft.de. Hörhilfen sind im Ernst Deutsch Theater vorhanden.

26.03.2014

Hamburger Spendenparlament fördert das Diesterweg-Stipendium Hamburg

Förderzusage über 45.000 EUR für das Familienstipendium der Patriotischen Gesellschaft

Hamburg, 26. März 2014: Das Hamburger Spendenparlament fördert das Diesterweg-Stipendium Hamburg in den Jahren 2014-2016 mit 45.000 EUR. Nach ausführlichen Beratungen haben die Mitglieder des Hamburger Spendenparlamentes am 24. März 2014 die Förderzusage für das Familienstipendium der Patriotischen Gesellschaft beschlossen.

Die Patriotische Gesellschaft von 1765 verfolgt mit dem Diesterweg-Stipendium Hamburg das Ziel, die Bildungschancen sozial benachteiligter Kinder dadurch zu verbessern, dass sie im Übergang auf die weiterführende Schule Unterstützung durch ein Familienbildungsstipendium erhalten, von dem die gesamte Familie profitiert. Die Patriotische Gesellschaft arbeitet dabei eng mit der Behörde für Schule und Berufsbildung der Freien und Hansestadt Hamburg zusammen. Mehrere Hamburger Stiftungen, die Alfred Toepfer F.V.S., die BerenbergKids Stiftung, die BürgerStiftung Hamburg, die Joachim Herz Stiftung und die Dr. Dorothea-Wilhelm-Stiftung – eine unselbständige Stiftung der Patriotischen Gesellschaft –, sowie die Familie Lilli Gries finanzieren gemeinsam das Projekt. Darüber hinaus unterstützen zahlreiche ehrenamtliche Helfer/innen, Spender und Sponsoren das Diesterweg-Stipendium Hamburg.

Das finanzielle Engagement des Spendenparlaments ermöglicht es der Patriotischen Gesellschaft, das Diesterweg-Stipendium nach den erfolgreichen ersten Jahren auch zukünftig fortzusetzen. „Das ist ein Gewinn und eine großartige Unterstützung für die zwölf beteiligten Kooperati-onsschulen in Hamburgs sozial benachteiligtem Osten und die begabten Kinder und ihre Fa-milien, die in das Familienbildungsstipendium aufgenommen werden können“, so Christiane Mettlau, Projektleiterin des Diesterweg-Stipendiums Hamburg.
Mit dem Diesterweg-Stipendium Hamburg setzt die Patriotische Gesellschaft ihre fast 250jährige Tradition des Engagements gegen Armut und für Integration fort.

Kontakt

Britta Bachmann

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit/ Fundraising

T 040 30709050-14

bachmann@patriotische-gesellschaft.de