• Website
  • Aktuelles
  • Neuigkeiten der Patriotischen Gesellschaft

Neuigkeiten

Dr. Willfried Maier (1. Vorsitzender der Patriotischen Gesellschaft), Dr. Peter Tschentscher und Dr. Jürgen Lüthje (Vorstand der Patriotischen Gesellschaft). Foto: Sven Meyer

26.11.2020

Zukunftsstadt Hamburg – Exzellente Wissenschaft im Norden

von Dr. Jürgen Lüthje, Vorstand der Patriotischen Gesellschaft von 1765

Unter dem Titel "Zukunftsstadt Hamburg – Exzellente Wissenschaft im Norden" stellte der Erste Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher am 21. Oktober 2020 im Reimarus-Saal seine strategischen Vorstellungen zur Entwicklung der Wissenschaftsstadt Hamburg vor. Die Zahl der Teilnehmenden musste pandemiebedingt auf 45 begrenzt werden, eine Kooperation mit Tide ermöglichte aber die Live-Übertragung im Internet. Der Vortrag wurde inzwischen 350-mal auf YouTube angesehen.

Exzellenz sah der Bürgermeister nicht nur als Spitzenleistung, sondern auch als Beitrag zur Bearbeitung von Zukunftsthemen wie Digitalisierung, demografischer Wandel und Klimaschutz. Wissenschaft ermögliche auch die Entwicklung einer innovativen Wirtschaft. Ein im Auftrag der Wissenschaftlichen Akademie erstelltes Gutachten bestätige die wissenschaftspolitische Strategie des Senats seit 2011. Gerade die Corona-Pandemie habe im öffentlichen Bewusstsein die Bedeutung von Wissenschaft gestärkt. Sie habe aber auch deutlich gemacht, dass Wissenschaft nicht allwissend sei und keine politischen Entscheidungen abnehme. Vor zehn Jahren habe die öffentliche Diskussion über die Verlagerung der Universität in den Hafen die Strukturprobleme des Wissenschaftsstandorts überlagert. Seit 2011 seien die Standortfragen der Hochschulen geklärt und wichtige Bau- und Sanierungsmaßnahmen im Volumen von über 500 Millionen Euro auf den Weg gebracht worden. Bis 2030 werde Hamburg 2,5 Mrd. Euro in den Hochschulbau investieren. Die Zahl der Studienplätze sei seit 2010 von 80 Tsd. auf über 110 Tsd., die Zahl der Professuren um 300 auf 1.700 erhöht worden. Auch die berufliche Bildung werde durch Gründung einer Hochschule für Berufliche Bildung gestärkt. Sie ermögliche in vier Jahren eine berufliche Ausbildung sowie einen Bachelor-Abschluss. Am Campus Berliner Tor biete sie für 1.000 Studierende Abschlüsse in den Bereichen Wirtschaft und Informatik. Die Haushaltsmittel seien seit 2010 um ein Drittel von 900 Mio. auf 1,2 Mrd. Euro gestiegen, das Budget der Universität seit 2010 von 215 Mio. auf 316 Mio. Euro um fast 50 Prozent gestiegen. Teil der Senatsstrategie sei auch eine Stärkung der naturwissenschaftlichen und technischen Studiengänge.
_

Die TU Hamburg werde ausgebaut, die Zahl der IT-Professuren von 65 auf 100 erhöht. Das UKE sei im internationalen Ranking als eine der weltweit besten Gesundheitseinrichtungen eingestuft worden, auf Platz 4 in Europa und Platz 2 in Deutschland. Eine Erhöhung der Grundfinanzierung um über 60 Mio. Euro habe zu dieser Entwicklung beigetragen. Neben Neubauten für die Martiniklinik und das Herzzentrum soll das UKE ein weiteres Forschungsgebäude erhalten. Der Senat habe die Universität so erfolgreich unterstützt, dass sie Exzellenzuniversität geworden und vier Exzellenzcluster eingeworben habe. In den kommenden Jahren stehen dadurch 300 Mio. Euro zusätzlich zur Verfügung.

Der Erfolg der Universität beruhe darauf, dass sie sich als Flaggschiff im wissenschaftlichen Netzwerk Hamburgs verstehe und auf übergreifende Kooperation gerade auch mit den über 30 außeruniversitären Forschungseinrichtungen setze. Nachdem 2014 das Max-Planck-Institut für Struktur und Dynamik der Materie gegründet und 2018 das Hans-Bredow-Institut in die Leibniz-Gemeinschaft aufgenommen wurde, werde nun das Centrum für Naturkunde zum Leibniz-Institut zur Analyse des Biodiversitätswandels. Die Akademie-Studie hebe Innovation als Faktor der Wettbewerbsfähigkeit von Regionen besonders hervor. Deshalb habe der Senat vier Innovationszentren gegründet: in Finkenwerder für die Luftfahrt, in Harburg für Green Technologies, Maritime Logistik, Digitalisierung und Materialwissenschaften, in Bergedorf für 3D-Lasertechnologie, Erneuerbare Energien und innovative Netze und Energiespeichersysteme sowie das neue Fraunhofer-Institut für Windenergiesysteme. Als größtes Projekt werde die Science City in Bahrenfeld die künftige Wissenschaftsmetropole Hamburg prägen, optimale Bedingungen für wissenschaftliche Einrichtungen und innovative Unternehmen bieten und die Physik, die Chemie sowie Teile der Biologie der Universität aufnehmen. Zugleich entstehe ein Stadtteil mit hoher Lebensqualität im bereits erschlossenen Stadtraum. Eine städtische Projektgesellschaft koordiniere diese Entwicklung. Beispielhaft für die gute Zusammenarbeit von Wirtschaft und Wissenschaft in der Metropolregion Hamburg sei das Verbundprojekt „Norddeutsche Energiewende NEW 4.0“ mit 60 Partnern aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft. Besondere Bedeutung messe die Wissenschaftsstrategie Hamburgs der Zusammenarbeit mit der Fraunhofer-Gesellschaft zu, die einen großen Teil ihrer Einrichtungen durch Aufträge aus der Wirtschaft finanziere. Seitdem Hamburg 2015 Mitglied geworden sei, seien mehrere Fraunhofer-Einrichtungen in Hamburg angesiedelt oder in die Gesellschaft überführt worden.

Kritisch setzte sich der Bürgermeister mit Analysen der Akademie-Studie und einer OECD-Studie auseinander, die Hamburg im Vergleich mit den Metropolregionen Rhein-Ruhr, Berlin und München als weniger wettbewerbsfähig ansehen. Schon 2017 habe Hamburg im Wirtschaftswachstum auf Platz 6, 2018 auf Platz 5 und 2019 auf Platz 2 im Bundesvergleich gelegen. Ein Vergleich des Anteils der Forschungsausgaben am BIP vernachlässige den Unterschied zwischen Stadtstaaten und Flächenstaaten sowie die Wirkungen der Steuerverteilung nach Einwohnerzahl. Diesem Vergleich seien die Ausgaben für Forschung und Lehre pro Einwohner gegenüberzustellen: rd. 800 Euro in Hamburg, rd. 500 Euro in Bayern und Baden-Württemberg. Auch die Zahl der Studienplätze ergebe auf 1 Mio. Einwohner bezogen für Hamburg 55.000 Studienplätze, für Bayern nur 30.000. Das zeige, dass Hamburg nicht nur ein Ort der Spitzenforschung ist, sondern einen überdurchschnittlichen Beitrag für die Wissenschaft leistet. Der Koalitionsvertrag habe für die Wissenschaftspolitik weitreichende Ziele vereinbart. In unserer Stadt habe sich eine neue Begeisterung und Ambition entwickelt, exzellente Wissenschaft im Norden als Chance für die Zukunftsstadt Hamburg zu nutzen.

Das Haus der Patriotischen Gesellschaft an der Trostbrücke. Foto: Christian Augustin

26.11.2020

Mitgliederversammlung 2020

Ergebnisse der Online-Mitgliederversammlung

Die Mitgliederversammlung der Patriotischen Gesellschaft fand am 16. November erstmals als Online-Veranstaltung statt - unter reger Beteiligung der Mitglieder. Die schriftlichen Abstimmungen, an denen 127 Mitglieder teilgenommen haben, wurden am 25. November ausgezählt und erbrachten die Entlastung des Vorstands sowie die Bestätigung der Rechnungsprüfer.

Wir freuen uns, als neue Beiratsmitglieder der Patriotischen Gesellschaft Frau Hella Schwemer-Martienßen und Herrn Normen Niebuhr begrüßen zu dürfen, die beide mit sehr großer Mehrheit in den Beirat der Patriotischen Gesellschaft gewählt wurden.

Holger-Cassens-Preis 2020 – Preisverleihung mit Wibke Kähler-Siemssen, Geschäftsführerin Patriotische Gesellschaft von 1765, Petra Wollny, Genety - Dein Bildungslotse e.V.,und Monika Abraham, Jury-Vorsitzende Holger-Cassens-Preis (v.l.n.r.). Foto: Marc Steinwender

26.11.2020

Holger-Cassens-Preis 2020 – Preisverleihung

Preisträger ist der Verein "Genety – Dein Bildungslotse e.V."

Der Preisträger des mit 10.000 Euro dotierten Holger-Cassens-Preises 2020 ist das Tanzprojekt "Tanzt zusammen! Future without fire!" des Vereins "Genety - Dein Bildungslotse e.V.". Wir würdigen den Preisträger aufgrund der Corona-Pandemie in diesem Jahr mit einem Film.  

Sehen Sie den Film zum "Holger-Cassens-Preis 2020" auf Youtube!

Frederik Braun, Miniatur Wunderland, im Gespräch mit Uwe Doll, Projektgruppe Salon

11.11.2020

Patriotisches Salongespräch auf TIDE TV

Frederik Braun zu Gast bei Uwe Doll

Über das Miniatur Wunderland hat er schon unzählige Male Auskunft gegeben und oft sind die Fragen immer die gleichen. Über sich selbst hingegen spricht Frederik Braun selten, obwohl seine und die Biografie seines Bruders das Bild von Persönlichkeiten zeigen, die sehr viel facettenreicher sind, als dass sie sich allein über die einzigartige Touristenattraktion in der Hamburger Speicherstadt erfassen ließen. Frederik Braun lebt und arbeitet aus einer gleichermaßen kreativen wie empathischen und sozial sensiblen Begeisterungsfähigkeit heraus, aus einer Emotion, die in keine Schubladen passt. Egal, ob er im Wunderland Schweizer Berge zugunsten einer Schule in Haiti versteigert oder Menschen, die sich den Eintritt nicht leisten können, umsonst einlässt, egal ob im Wunderland Wahlkampf herrscht oder die Lokführer streiken: Das Wunderland lebt als Arena der Wirklichkeit vor allem aus den Emotionen und der Verspieltheit seiner Gründer heraus. Wie es dazu gekommen ist und welche teils auch bitteren Lebenserfahrungen ihren Teil dazu beigetragen haben, darüber spricht Uwe Doll mit Frederik Braun im Patriotischen Salongespräch.
https://youtu.be/DaprhdYW0HY

Plakatmotiv der Kampagne "Die schönste Stadt der Welt - ist dort, wo sie gesucht wird." Bild: LU'UM

09.11.2020

Die schönste Stadt der Welt – ist dort, wo sie gesucht wird.
Die Hamburger Innenstadt gemeinsam neu denken

Große interaktive Plakatkampagne von „Altstadt für Alle!“ und LU’UM

Gemeinsam mit dem jungen Kollektiv LU‘UM hat die Initiative "Altstadt für Alle!" eine Plakatkampagne mit sieben verschiedenen Motiven entwickelt, die seit Freitag, 6. November 2020, für zwei Wochen mit rund 1.000 Plakaten in der Stadt zu sehen ist. Das Motto ist "Die schönste Stadt der Welt – ist dort, wo sie gesucht wird." Weitere Infos unter www.dieschönstestadtderwelt.de

"Altstadt für Alle!" möchte mit der Aktion den Diskurs über die Entwicklung der Hamburger Innenstadt am Laufen halten. Durch den offensichtlichen Bruch zwischen dem Anspruch "Die schönste Stadt der Welt" zu sein und den gezeigten Stadtansichten sollen die Bürger*innen zum Mitdenken und Mitmachen angeregt werden. So ruft die Initiative "Altstadt für Alle!" alle Hamburger*innen dazu auf, sich kreativ per Bild/Foto einzubringen und schöne, hässliche oder auch rätselhafte Innenstadtmotive zu fotografieren, zu zeichnen oder zu skizzieren und die Bilder dann auf der Seite www.dieschönstestadtderwelt.de   hochzuladen. Auf der Website entsteht so ein sich ständig veränderndes und wachsendes Bild aus vielen verschiedenen Motiven. Mit diesem Kaleidoskop von Stadtsichten, Perspektiven und vielleicht auch Visionen sollen offenkundige und verborgene Potenziale der Innenstadt sichtbar gemacht und so der Diskurs über die Innenstadtentwicklung bereichert werden.

Mit der interaktiven Kampagne soll auch in den Monaten von sozialer Distanz eine Möglichkeit geschaffen werden, sich an der Debatte über die Zukunft der Hamburger Innenstadt zu beteiligen. Denn es ist Zeit umzudenken. Die Pandemie hat die Probleme der inneren Stadt erneut deutlich gemacht.

29.10.2020

20 Jahre SeitenWechsel

Online-Auftaktveranstaltung mit Olympiasiegerin Heike Henkel

Das Weiterbildungsprogramm SeitenWechsel wird 20 Jahre alt und startet am Donnerstag, 29. Oktober 2020, um 17:00 Uhr, mit einer Online-Auftaktveranstaltung ins Jubiläumsjahr. Sie sind herzlich eingeladen, dabei zu sein! Weitere Informationen finden Sie hier:
https://seitenwechsel.com/termin/online-auftaktveranstaltung-20-jahre-seitenwechsel

Dr. Willfried Maier, 1. Vorsitzender der Patriotischen Gesellschaft, Hamburgs Erster Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher und Dr. Dr. h.c. Jürgen Lüthje, Mitglied des Vorstands der Patriotischen Gesellschaft (v.l.n.r.)

22.10.2020

Video auf Youtube: Vortrag vom Ersten Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher zum Thema "Zukunftsstadt Hamburg – Exzellente Wissenschaft im Norden"

Stadtgespräche in der Patriotischen Gesellschaft

Hamburgs Erster Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher sprach am 21. Oktober 2020 in der Reihe "Stadtgespräche in der Patriotischen Gesellschaft" zum Thema "Zukunftsstadt Hamburg – Exzellente Wissenschaft im Norden"
Video auf Youtube

25.09.2020

Unterstützung für eine Bibliothek

Bücher für die "Fasiathek" – ein Aufruf des Arbeitskreises Interkulturelles Leben

Besitzen Sie Bücher, die von Schwarzen Autorinnen und Autoren geschrieben wurden? Wären Sie bereit, sich von dem einen oder anderen Buch zu trennen? Oder würden Sie es vorziehen, eine Buchpatenschaft zu übernehmen?

Ehe Sie sich darüber wundern, was diese Fragen bedeuten, hier die Erklärung: Frau Millicent Adjei informierte den AK Interkulturelles Leben über die Arbeit des Afrikanischen Bildungszentrums e.V. (ARCA e.V.), das „praktische Hilfe zur politischen und gesellschaftlichen Teilhabe sowie Weiterbildung leistet, insbesondere für afrikanische Frauen, die in Hamburg leben. Das Ziel des Vereins ist es, diesen Menschen bei der Anbahnung eines normalen bzw. regulären Erwerbs- und Familienlebens zur Seite zu stehen und auf diese Weise einen nachhaltigen Beitrag zu ihrer Inklusion und Akzeptanz in der Freien und Hansestadt Hamburg zu leisten“, siehe auch www.arca-ev.de.

Als Treffpunkt und Anlaufstelle für all die geplanten Aktivitäten des Vereins wird ARCA e.V. nun in Kürze die „Fasiathek“ eröffnen. Dabei handelt es sich um eine Institution für Bildung, Dialog und Empowerment, zu der eine Bibliothek, ein Archiv und ein Medienzentrum gehören. Die Räumlichkeiten befinden sich im FUX-Gebäude in Altona. Mit der Benennung „Fasiathek“ wird die Schwarze deutsche Protestmusikerin Fasia Jansen geehrt, die für ihr soziales und politisches Engagement 1991 das Bundesverdienstkreuz verliehen bekam.
_

Um die interkulturelle Kommunikation zu stärken, sollen u.a. dort auch Bildungs- und Vortragsveranstaltungen stattfinden. Ein Schwerpunkt der Bildungsarbeit wird im Bereich für Kinder und Jugendliche gesehen. Aber ebenso ist eine Vernetzung mit wissenschaftlichen Institutionen und Bibliotheken sowie der Dialog mit Hamburgerinnen und Hamburgern geplant.

Da Menschen des afrikanischen Kontinents am häufigsten von Rassismus betroffen sind, wurde von der UN-Generalversammlung der Zeitraum 2015-2024 zur internationalen Dekade für Menschen mit afrikanischen Wurzeln erklärt. Struktureller Rassismus drückt sich auch dadurch aus, nur weiße Menschen (in Büchern) zu Wort kommen zu lassen. Generell - und erst Recht im Zuge der aktuellen Rassismusdebatte – erscheint uns daher die Fasiathek sehr wichtig, damit auch Schwarze Autor*innen noch mehr wahrgenommen werden und man aus Büchern ihre Perspektive erfahren kann, um ein ganzheitliches Bild zu bekommen. Und letztlich kann es jungen Schwarzen Menschen bei ihrer Selbstidentifikation helfen.

Nun zu unserer Bitte an Sie: schauen Sie in Ihren Bücherschrank – vielleicht passt es ja mit Ihren "Aufräumplänen" zusammen – denn ab sofort können Bücher Schwarzer Autorinnen und Autoren für die "Fasiathek" (Fuchsloch 4, 20535 Hamburg) gespendet werden. Eine Abgabe ist auch in der Geschäftsstelle der Patriotischen Gesellschaft möglich. Aber natürlich wären auch Geldspenden als Buchpatenschaft für die Neuanschaffung aktueller Literatur eine große Hilfe für den Verein! Auch als Fördermitglied können Sie die Arbeit von ARCA e.V. unterstützen. Die Bankverbindung lautet: Hamburger Volksbank eG, IBAN DE02 2019 0003 0002 3720 02.

Der AK Interkulturelles Leben bedankt sich herzlich für Ihr Interesse und Engagement!

Jarka Pazdziora-Merk, Nicole Späth

Lesehinweis: die Schreibweise von "Schwarz" mit einem Großbuchstaben "S" wurde von der Schwarzen Community übernommen.

Dietserweg-Stipendiatinnen und -Stipendiaten 2020-2023, Foto: Christian Augustin

24.09.2020

Diesterweg-Stipendium Hamburg

Feierliche Aufnahme von zwölf Stipendiatinnen und Stipendiaten in das Familienbildungsstipendium

Am Mittwoch, 23. September 2020, wurden 12 neue Familien in das Diesterweg-Stipendium Hamburg 2020-23 aufgenommen. 58 Menschen mit Wurzeln in 12 verschiedenen Ländern starten gemeinsam ins Diesterweg-Stipendium. Für die neuen Stipendiatinnen und Stipendiaten und ihre Familien beginnt eine spannende Zeit mit Akademietagen, Eltern-Kind-Treffen, Ausflügen und Ferienkursen, die den Weg der Stipendiatinnen und Stipendiaten auf die weiterführende Schule unterstützen und die ganze Familie begleiten werden. Herzlich willkommen!
Haben Sie Interesse eine Familienpatenschaft zu übernehmen?
Weitere Informationen dazu finden Sie hier

Die Preisträgerinnen des 7. Bülau-Wettbewerbs 2020 (v.l.n.r.): Leonie Hohmann, Technische Universität Braunschweig, Ina Weiler, Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen, sowie Lisa Schmidt und Christine Feistl, Technische Universität Berlin. Foto: Christian Augustin

23.09.2020

Preisverleihung zum 7. Bülau-Wettbewerb 2020

Drei erste Preise und drei Anerkennungen

Am Dienstag, 22. September 2020, fand die Preisverleihung des 7. Bülau-Wettbewerbs der Patriotischen Gesellschaft von 1765 statt. Ausgezeichnet mit einem ersten Preis und jeweils 3.000 Euro Preisgeld wurden Christine Feistl und Lisa Schmidt von der Technischen Universität Berlin für ihren Entwurf „Kultur- und Bildungszentrum Neue Herrlichkeit“, Leonie Hohmann von der Technischen Universität Braunschweig für ihren Entwurf „Ruhende Reserve“ und Ina Weiler von der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen für ihren Entwurf „Vom Parkhaus zum Hauspark“. Mit einer Anerkennung und jeweils 500 Preisgeld Euro gewürdigt wurden die Wettbewerbsbeiträge von Lukas Keller von der Technischen Universität Dresden, Katharina Zull und Maischa Hohm von der Technischen Universität Berlin und Nancy Abdelzaher und Nour Khwies von der Bauhaus Universität Weimar.
Die Preise überreichten Ingrid Spengler, Architektin und Juryvorsitzende des Preisgerichts, und Henning von Ladiges, Sprecher des Arbeitskreises Stadtentwicklung der Patriotischen Gesellschaft von 1765. Die Laudatio sprach Franz-Josef Höing, Oberbaudirektor, Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen (BSW), und Jurymitglied.
Es ist vorgesehen, alle Wettbewerbsarbeiten in der Folge in Hamburg auszustellen. Ort und Termin der öffentlichen Ausstellung werden noch bekanntgegeben.
Die Broschüre zum 7. Bülau-Wettbewerb 2020 und weitere Informationen finden Sie hier
Preisverleihung auf TIDE TV

15.09.2020

Veranstaltungsvideo: 40 Jahre Militärputsch in der Türkei

Migration der politisch Verfolgten nach Deutschland

In Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg, dem Zentrum für Mission und Ökumene der Nordkirche weltweit und TIDE TV

27.08.2020

Es geht weiter

von Dr. Willfried Maier, 1. Vorsitzender der Patriotischen Gesellschaft

Das war eine lange Sommerpause: Durch die Corona-Pause gab es ja schon vorher  ein Rückschrauben vieler Aktivitäten. Reisen waren eingeschränkt. Die meisten Hamburger blieben zu Hause bzw. in der näheren Umgebung. Als es im August heiß wurde, waren die Plätze in den Freibädern immer noch kontingentiert. Viele wichen ins Umland aus. Wenn sie nach Mecklenburg-Vorpommern zum Baden, Radfahren oder Wandern fahren, verstoßen sie bis heute gegen dort geltende Regelungen. Mecklenburg-Vorpommern verbietet Hamburger Tagestouristen, das Land zu betreten, was in dem dünn besiedelten und von Corona-Fällen kaum betroffenem Land an Absurdität grenzt. Es ist kein gutes Beispiel für Nachbarschaft in der Metropolregion, zumal umgekehrt viele Mecklenburger Tagespendler aus den westlichen Landkreisen jeden Tag die Hamburger Landesgrenze passieren, um hier zu arbeiten.

Wir sind in der Patriotischen Gesellschaft nicht passiv geblieben im Sommer. Aktivitäten und Vorbereitungen zur Preisverleihung im Bülau-Wettbewerb, zur Türkeiveranstaltung des Arbeitskreises Interkulturelles Leben, zur Bürgerbeteiligung, zum Kinderstadt-Projekt gab es.

Das Diesterweg-Stipendium stellt sich auf ein neues Jahr ein. Beim „SeitenWechsel“ gab und gibt es viel Arbeit, um unter veränderten Bedingungen den Besuch und das Kennenlernen sozialer Projekte zu ermöglichen. Und unsere Saalhaus versucht sich an dem Kunststück, trotz geltender Veranstaltungsverbote Einnahmen aus unseren Räumen zu erwirtschaften. Insbesondere unsere hauptamtlichen Teams haben Einfallsreichtum und Initiative gezeigt und zeitweilig schlechtere Bedingungen akzeptiert, um die Patriotische Gesellschaft lebendig und bei Kräften zu halten.

Und jetzt, mit absehbarem Ende des Sommers wollen wir die Pause beenden – auch wenn die Corona-Lage aktuell nicht gut aussieht. Aber wir haben gelernt und lernen weiter, uns anzupassen. Die ersten Veranstaltungen in einer Kombination von wenigen Teilnehmern, die sich im Saal versammeln dürfen und Übertragung im Netz und z.T. auch im Kommunalfernsehen stehen an und werden durch unsere Kooperation mit TIDE ermöglicht. Wir laden zur Teilnahme ein, in welcher Form auch immer.

Die Dreimast-Bark "Wavertree" als neues Flaggschiff des New Yorker Museumshafens. Foto: Veronika Klosa

26.08.2020

Rolling Home: Der Viermaster "Peking" kehrt zurück.
Ein Gewinn für Hamburg, aber ein Verlust für New York

von Veronika Klosa, Sprecherin der Projektgruppe Salon

In ein paar Tagen ist es soweit – nach 88 Jahren Abwesenheit können wir den P-Liner wieder im Heimathafen begrüßen. Vier Jahre lang haben wir diesem Moment entgegengefiebert und mitverfolgt, wie die "Peking" im September 2016 ihren Liegeplatz vor Manhattan in Richtung Staten Island verließ, im Sommer darauf huckepack über den Atlantik reiste, und wie sie schließlich in Wewelsfleth auf der Peterswerft in einem komplexen Restaurierungsprozess wiedergeboren wurde. Es ist das glückliche Ende einer langen, fantastischen Geschichte. Das scheinbar Unmögliche ist geschafft, und denjenigen, die mit ihrem außergewöhnlichen Engagement, mit Kopf, Herz und Hand, daran mitgewirkt haben, die "Peking" zurückzuholen, kann man gar nicht genug danken. Zu würdigen ist aber auch ein kleines Museum, das um seine Existenz kämpft, denn ohne das South Street Seaport Museum in New York und dessen Gründer wäre dieser "Hamborger Veermaster" schon vor Jahren auf dem Friedhof gelandet.

Hafenstadt
Über vierzig Jahre lang lag die "Peking" an der Pier 16 im südlichen Manhattan und erinnerte mit ihrer imposanten Silhouette vor den gigantischen Wolkenkratzern Einheimische und Touristen daran, dass New York, genau wie Hamburg, seinen Aufstieg dem Hafen verdankt. Doch während man bei Hamburg automatisch "Hafenstadt" mitdenkt, ist der Hafen nicht unbedingt das erste, was einem zu New York einfällt. Das liegt möglicherweise auch daran, dass es keinen zentralen Ort mit klassischen Hafenanlagen mehr gibt. Der Niedergang des alten Handelshafens, der einst die Keimzelle der Millionenstadt war, begann bereits 1880, als das Wasser des East River nicht mehr tief genug für die neuen, größeren Frachtschiffe war, die stattdessen im Hudson vor Anker gingen. Nach und nach verödete das ursprünglich so wichtige Hafenquartier in der Nähe der Brooklyn Bridge. In den 60er Jahren sollte das mittlerweile völlig heruntergekommene Viertel abgerissen werden. Es waren idealistische Privatleute, denen es in letzter Minute gelang, die Abrissbirne zu stoppen und wenigstens Teile des historischen Areals zu erhalten. Norma und Peter Stanford gaben ihre Berufe auf, um sich ganz der Verwirklichung ihrer Vision eines maritimen Museumsquartiers zu widmen. Sie gründeten einen Verein und mobilisierten mit Hilfe ihrer Seglerfreunde finanzkräftige Sponsoren für die Sanierung der Backsteingebäude und den Ankauf historischer Schiffe. So kam die "Peking" 1975 nach New York. Sie lag zusammen mit dem bereits 1968 erworbenen Dreimaster "Wavertree" und fünf weiteren Schiffen im East River und sollte Erinnerungen an jene Zeit heraufbeschwören, als die Frachtschiffe hier noch dicht an dicht nebeneinander ankerten und eine "Straße der Schiffe" bildeten.
_

Flaggschiff
Die „Peking“ war unbestritten das Schmuckstück der kleinen Museumsflotte. Nun, da sie ihren Platz verlassen hat, liegt dort der Windjammer "Wavertree", der die Rolle als Flaggschiff des South Street Seaport Museums übernommen hat. Der Dreimaster, der zu seiner aktiven Zeit nichts Besonderes war, wurde 1885 in Southampton als eines der letzten großen Segelschiffe aus Schmiedeeisen gebaut. Heute ist die "Wavertree" das größte noch erhaltene eiserne Vollschiff. Dagegen waren die technisch ausgereiften Flying P-Liner der Hamburger Reederei Laeisz, zu denen die "Peking" gehört, von Anfang an legendär. Die für ihre Sicherheit und Geschwindigkeit berühmten Frachtsegler nahmen es sogar lange mit den neuartigen Dampfschiffen auf. Die "Peking" lief 1911 bei Blohm & Voss vom Stapel und umrundete auf der Hamburg-Chile-Route 34 Mal Kap Hoorn. Wie viele Schiffe wechselte sie im Laufe ihrer Geschichte ihre Besitzer und ihren Namen: Bevor sie im Museumshafen von New York vor Anker ging, hatte sie seit 1932 unter dem Namen "Arethusa II" als stationäres Schulschiff für Kriegswaisen und schwer erziehbare Jugendliche gedient.
Der Viermaster, der am Ende seiner Laufbahn als schwimmendes Internat 1974 kurz vor der Verschrottung gestanden hatte, wurde in New York mit allen Ehren empfangen. Laut New York Times vom 23. November 1975 ließen Tanker, Schlepper und Hafenfähren ihre Sirenen ertönen, Löschboote spritzten Fontänen, und eine Kapelle spielte "Anchors Aweigh". In den folgenden Jahren wurde die "Peking", neben der Freiheitsstatue und der Brooklyn Bridge, zu einer der am häufigsten fotografierten Sehenswürdigkeiten, und Touristen aus Hamburg konnten ihren amerikanischen Freunden erzählen, dass die Frau des ursprünglichen Schiffseigners wegen ihrer lockigen, aufgetürmten Haare von ihrem Mann liebevoll "Pudel" genannt wurde und dass die Schiffe der Reederei Laeisz ihr zu Ehren auf Namen mit dem Anfangsbuchstaben "P" getauft wurden.

Die "Peking" war ein Stück New York
Für viele New Yorker ist die "Peking" Teil ihrer Lebensgeschichte. Generationen von Kindern und Jugendlichen besuchten mit ihren Eltern und Lehrern das Museum an der Fulton Street und begeisterten sich für das riesige, elegante Segelschiff. Sie waren beeindruckt von der Leistung der Matrosen, die nicht viel älter waren als sie selbst und freuten sich, wenn sie eigenhändig das letzte verbliebene Segel hissen durften und am doppelten Steuerrad drehten. Bevor die "Peking" vor vier Jahren von der Pier 16 ablegte, kamen die New Yorker noch einmal an Bord, um Abschied zu nehmen. Sie erzählten den anwesenden Journalisten zu Herzen gehende Geschichten oder schrieben Leserbriefe über ihre Kindheitserinnerungen. Angesichts der emotionalen Verbundenheit der Einheimischen mit dem Schiff war von Anfang an klar, dass sein Verlust bei vielen nicht gut ankommen würde, auch wenn der P-Liner inzwischen – despektierlich ausgedrückt – ein Schrotthaufen war. Daher hatte man den Vorgang als positive Nachricht kommuniziert: "Historic ship to be restored and find a new home."  Doch nicht jeder fand diese Formulierung tröstlich – im Gegenteil. Empörte Leserbriefschreiber mokierten sich darüber, dass ihnen das Ganze als Erfolgsgeschichte verkauft würde. In Wirklichkeit hätte New York ein einzigartiges historisches Juwel verloren, weil das South Street Museum chronisch unterfinanziert sei. Es sei abhängig von den Brosamen der Immobilienentwickler, die das Viertel im Gegenzug mit riesigen Luxus-Immobilien zubauen wollten. Es wurde gefragt, warum die Stadt New York nicht in der Lage sei, das nötige Geld für eine Restaurierung der „Peking“ aufzubringen. In Europa habe man längst begriffen, dass Kulturgüter staatlich geschützt und finanziell unterstützt werden müssten.  

Kampf um das maritime Erbe
Die Probleme, mit denen das South Street Seaport Museum von Anfang an zu kämpfen hatte, werden in den kritischen Leserbriefen zutreffend beschrieben. Als Norma und Peter Stanford das Areal am East River retteten, hatten sie ein Freilichtmuseum mit integriertem Museumshafen und Schifffahrtsmuseum im Sinn. In die Gebäude aus dem frühen 19. Jahrhundert sollten traditionelle Handwerks- und Gewerbebetriebe einziehen, die alte Techniken vermittelten. Doch ohne städtische Hilfe war ein solches Projekt nicht ohne Abstriche zu verwirklichen. Aus dem historischen Viertel wurde ein Mischgebiet mit kommerziell ausgerichteten Angeboten. Erfolgreicher waren die Stanfords, als es um den Erhalt der Gebäude und den Aufbau der Museumsflotte ging. Mit ihrem Engagement und ihrer ansteckenden Begeisterung gelang es ihnen, finanzstarke Großspender zu gewinnen, die sich für die Seefahrt und das maritime Erbe interessierten. Einer der Hauptsponsoren, der Kaffeehändler Jack R. Aron, der auch die "Peking" ersteigerte und nach New York holte, war Ex-Lieutenant der Marine und begeisterter Segler. Nachdem er gestorben war, wurde sein Unternehmen jedoch samt Stiftung von Goldman Sachs übernommen, und von nun an hatte man es nicht mehr mit einer passionierten Einzelperson, sondern mit einem Konzern zu tun. Dazu kam eine fatale Fehlentscheidung, die sich die Vorstandsmitglieder des Museums leisteten, indem sie Peter Stanford entmachteten. Der Mann war für ihren Geschmack zu sehr Denkmalschützer, zu museumspädagogisch ausgerichtet und zu wenig profitorientiert.

Luftrechte
New York ist eine Stadt der Kontraste. Verlassene, düstere Ruinen stehen neben glitzernden Palästen. Ältere Gebäude, wie die Trinity Church an der Wall Street, die Mitte des 19. Jahrhunderts das höchste Gebäude der Stadt war, ducken sich unter den Wolkenkratzern. Die vertikale Architektur Manhattans strebt immer weiter und immer schlanker in die Höhe. Das kleine historische Hafenquartier zwischen Financial District und East River ist umzingelt von Immobilienfirmen und Investoren, die mit dem Filetstück Profite machen wollen. Da dort nicht hoch genug gebaut werden darf, jongliert man mit der Übertragung von Luftbaurechten. Wer sich die passenden "air rights" gesichert hat, kann diese auf einen Bauplatz in der Nachbarschaft übertragen und infolgedessen höher bauen als erlaubt. Mit diesem legalen Trick kann man auch den Blick auf Sehenswürdigkeiten zubauen. Die Aussicht aus den Fenstern der ultra-exklusiven Wohnungen in den oberen Stockwerken ist dann eben umso spektakulärer. Häufig bleibt alteingesessenen Institutionen, die über vergleichsweise niedrig gebaute Immobilien verfügen, nur der Verkauf der ungenutzten Luft über ihrem Anwesen als einziger Ausweg aus finanziellen Notlagen. Bahnhöfe, Kirchen, Museen, Bibliotheken veräußern den Himmel über ihren Gebäuden und bezahlen selbst einen hohen Preis, weil ihre eigenen Häuser zwischen den hohen Türmen, die anschließend gebaut werden, verschwinden. Auch das South Street Seaport Museum hat seine Luftbaurechte für 31 Millionen Dollar an die Howard-Hughes-Corporation verkauft.

Save Our Seaport!
Zum 100. Geburtstag der "Peking" gab es keine Geburtstagsfeier. 2011 war das Museum so hoch verschuldet, dass die Hälfte der Mitarbeiter entlassen wurde, die Schiffe sollten verschwinden, das Museum stand vor dem endgültigen Aus. In dieser Situation gründete Peter Stanford zusammen mit ehemaligen Angestellten, Ehrenamtlern und Anwohnern die Bürgerinitiative "Save Our Seaport". Der inzwischen 84 Jahre alte Retter des alten Hafenquartiers verkündet mit großer Entschiedenheit: "It can be turned around, it must be turned around – and it will – one way or another!" Tatsächlich gelingt ihm, was niemand für möglich gehalten hätte. Eric Schneiderman, der damalige Attorney General von New York, untersagt das Entfernen der Schiffe von ihren Liegeplätzen, der Museumsvorstand wird zum Rücktritt gezwungen, Stanford hält den Museumsbetrieb vorübergehend mit freiwilligen Helfern aufrecht. Peter Stanford hatte das Steuer erfolgreich herumgerissen, bis Hurrikan "Sandy" 2012 dem Museum und den Schiffen großen Schaden zufügt. Der Zustand der "Peking" verschlechtert sich so, dass eine Rettung nicht mehr möglich zu sein scheint. Um sie vielleicht doch noch vor dem Hochofen zu bewahren, bietet man den Hamburgern, die vor einigen Jahren an einer Übernahme interessiert waren, aber wegen des hohen Verkaufspreises abgesprungen waren, das Schiff als Geschenk an. Von nun an konzentriert man sich auf die "Wavertree", die mit Mitteln aus einem städtischen Wiederaufbauprogramm restauriert werden kann.

Glückliches Ende
Zuerst Frachtsegler zwischen Hamburg und Südamerika, später Zuhause und Ausbildungsort für Jugendliche in der Grafschaft Kent, zuletzt Symbol für New York als Hafenstadt – in jeder ihrer drei Lebensphasen hat die "Peking" die Menschen fasziniert und Emotionen geweckt. Als der amerikanische Autor und Segel-Abenteurer Irving Johnson 1929 als Passagier des Frachtseglers von Hamburg nach Chile mitfährt, filmt er den Alltag auf dem Schiff. Der sehenswerte 16-mm-Film "Around Cape Horn" ist eine einzige Hommage auf den Flying P-Liner und die Mannschaft.

Viele der ehemaligen Seekadetten der "Arethusa" fühlen sich noch heute mit dem Schiff verbunden und kündigen im Netz an, die "Peking" besuchen wollen, wenn sie in Hamburg liegt. Einer der früheren Internatsschüler ist Peter Swift. Er lebt inzwischen in den USA, und als die "Peking" im September 2016 Pier 16 verlässt, ist er gekommen, um Abschied zu nehmen. Vor der Kamera drückt er seine Freude darüber aus, dass das Schiff nun in gute Hände kommt: "It's good she's going home!"

Dreimal ist die „Peking“ vor der Verschrottung gerettet worden: 1974, 2011 und schließlich 2015, als der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages eine Förderung des Hafenmuseums und der "Peking" in Höhe von 120 Millionen Euro beschließt. Als Flying P-Liner verkörpert der "Hamborger Veermaster" die Tradition Hamburgs als Handels- und Hafenstadt in besonderer Weise. Doch dass die Reise der "Peking" so glücklich mit einem neuen Kapitel in ihrem Heimathafen enden würde, war lange Zeit nicht abzusehen. Als Peter Stanford, der die "Peking" zweimal gerettet hat, im März 2016 im Alter von 89 Jahren starb, nannte die New York Times ihn "Steward of New York's Maritime History". Dass er sich auch um Hamburgs maritimes Erbe verdient gemacht hat, sollten wir nicht vergessen, wenn wir die "Peking" im Hafenmuseum besuchen!

28.07.2020

Das Saalhaus ist für Veranstaltungen wieder geöffnet

Die Zeit der Ungewissheit ist vorbei und das SAALHAUS-Team kann nun endlich die Türen im Haus der Patriotischen Gesellschaft wieder für Veranstaltungen jedes Formats öffnen. Die letzten Monate hat das Team genutzt und sich auf die neue Situation eingestellt: Durch reduzierte Kapazitäten, ein Sicherheits- und Hygienekonzept und die Schaffung technischer Voraussetzungen für Streaming- und Videokonferenzen können nun sichere und erfolgreiche Veranstaltung gewährleistet werden. Beste Voraussetzungen also für Ihre nächste Veranstaltung in dem historischen Veranstaltungshaus! Das SAALHAUS-Team freut sich auf Sie und Ihre Gäste.
Weitere Informationen unter https://saalhaus.de/

Bismarckdenkmal im Alten Elbpark „Capricorn Two“, Architektursommer 2015. Foto: Bernhard Klosa

06.07.2020

Black Lives, Schimmelmann, Bismarck und ein Blick über den Ärmelkanal.
„Wir stehen auf den Schultern unserer Vorfahren.“ Aber auf welchen?

von Veronika Klosa, Sprecherin der Projektgruppe Salon

Der Schock über den Tod von George Floyd hat weltweit eine Welle von Protesten ausgelöst. Vor allem junge Leute recken die Fäuste gegen Polizeigewalt und Rassismus. Es dauerte nicht lange, und die Wut richtete sich auch gegen die Symbole der Unterdrückung, insbesondere in den USA, Großbritannien und Belgien werden Denkmäler besprüht, demoliert und vom Sockel gestoßen. Nun trötet der amerikanische Präsident zum Kulturkampf.

Und welche Debatten werden bei uns geführt?
An diesem Montagmorgen scheint in Hamburg die Sonne. Der halbe Bürgersteig ist mit Büchertischen belegt, auf denen sich vom Lockdown befreite Lektüre türmt, sogar um die Ecke herum drängen sich die Kisten. Die Buchhandlung in der Grindelallee hat alles herausgestellt, was der Laden hergibt. Direkt vor der Tür geht es laut zu – ein Mann und eine junge Frau unterhalten sich lebhaft, der Buchhändler gesellt sich dazu. Als ich das Wort „Kant“ höre, bleibe ich stehen und studiere die Buchtitel in der Auslage. Der Mann sagt: „Das mit Kant geht zu weit, und Hegel, jetzt auch noch Hegel!“ Er redet sich in Rage, während die Frau fordert, den Begriff „Rasse“ aus dem Grundgesetz zu streichen, und „statt den Bismarck jetzt für teuer Geld zu restaurieren, hätten sie lieber die Köhlbrandbrücke retten sollen!“. „Bei Bismarck muss unbedingt ein Dokumentationszentrum hin“, meint der Mann, „das Kriegerdenkmal am Dammtor, das ist doch richtig gut geworden!“ Die Frau gibt ihm recht. Plötzlich herrscht Harmonie, und in der Ablehnung „des“ Bismarck und der Liebe zur Köhlbrandbrücke ist man sich sogar einig. Der Buchhändler schwenkt ein Buch, das so aussieht, als hätte es schon so manchen Hamburger Nieselregen draußen auf einem der Büchertische überstanden. Auf dem verblichenen Cover ist das große Bismarckdenkmal zu sehen. „Alles nichts Neues!“ verkündet er. Als sich die Gruppe kurz darauf auflöst, zeigt der Mann auf das ramponierte Buch und sagt zum Buchhändler: „Na, das kannste jetzt wieder ganz nach oben legen!“
_

Tatsächlich hat man als Hamburger den Eindruck, dass die Debatten um das Erbe, das die Vergangenheit in der Stadtlandschaft hinterlassen hat, über die Jahre immer wieder geführt wurden, wenn auch mit wechselnder Intensität. An den Denkmalsturz vor 50 Jahren, als Studenten im Herbst 1968 den Afrikaforscher Hermann von Wissmann nach jahrelangen Protesten endgültig vom Sockel holten, erinnert man sich schon deshalb, weil die Statue ab und zu in der Öffentlichkeit auftaucht. Zuletzt lag der frühere Gouverneur von Deutsch-Ostafrika als gefällter Koloss in der Ausstellung „68. Pop und Protest“ im Museum für Kunst und Gewerbe. Unvergessen ist auch der Streit um die von Unbekannten mit roter Farbe übergossene Büste des deutsch-dänischen Kaufmanns und Sklavenhändlers Heinrich von Schimmelmann, die zwei Jahre lang in der Grünanlage gegenüber dem Wandsbeker Rathaus stand. Und was eigentlich aus dem Tansania-Park in Jenfeld wird, weiß keiner so genau, denn die Frage, wie man verhindert, dass Denkmäler symbolisch neu aufgeladen werden, ist nicht leicht zu beantworten. Das Bismarckdenkmal im Alten Elbpark verbarg sich lange Zeit hinter hohen Bäumen und verfiel. Jetzt wird es unter einer Bauplane aufwändig saniert, und wenn es dereinst in Glanz und Gloria wieder enthüllt wird, ist nicht auszuschließen, dass es nicht nur Touristen anzieht.

Dass das Riesen-Monument über dem Hafen nicht unser einziges Bismarck-Denkmal ist, erfuhren viele von uns wohl erst, als die Statue im kleinen Altonaer Schleepark Mitte Juni mit roter Farbe verunstaltet wurde. Obwohl sie bereits in der Vergangenheit immer wieder beschmiert wurde, gelangte die Meldung dieses Mal in die überregionale Presse und wurde angesichts der international agierenden „Bilderstürmer“ als Menetekel bewertet. Wenn man einigen Kommentatoren Glauben schenken darf, bewegt sich auf unser Land demnächst eine Front aus kopflosen Kolumbus-Statuen, mit Kunstblut beschmierten Südstaatengenerälen, James Cook und einem belgischen König zu, und während man gerade noch dabei ist, zu überlegen, welche dieser Gestalten wohl mit einem Denkmal auf deutschem Boden geehrt wird, fällt der Blick auf die Titelseite einer Zeitung, auf der ein Bild von Immanuel Kant prangt, verbunden mit der Frage: „Rollt jetzt auch sein Kopf?“ Wer jetzt Empörung verspürt, sollte zunächst einen genaueren Blick auf die betroffenen Länder werfen, denn dann wird deutlich, dass die Wut nicht ganz so blind ist, wie es von weitem den Anschein hat.

Großbritannien: Von Sklavenhändlern bis Winston Churchill
Wer jemals als Tourist in Großbritannien unterwegs war, hat sich mit Sicherheit gewundert, mit welcher Selbstverständlichkeit die Briten ihr imperiales Erbe auch heute noch im öffentlichen Raum feiern. Das Land ist geradezu gepflastert mit Denkmälern, die bei uns entweder längst verschwunden oder wenigsten mit einem Informationstext versehen worden wären. Und obwohl das so ist, wurde in Großbritannien bisher nur eine einzige Statue gestürzt, die des Unternehmers und Politikers Edward Colston. Die Statue war 1895, also 174 Jahre nach dem Tod des Kaufmanns, unter Mitwirkung der „Society Of Merchant Venturers“ aufgestellt worden, und zwar ausdrücklich, um die Verdienste des ehemaligen Mitglieds der Society als Wohltäter der Stadt Bristol zu ehren. Erst seit den 1920er Jahren ist bekannt, dass der Reichtum des Philanthropen aus dem Handel mit Sklaven stammte. Seitdem gab es immer wieder Debatten um die Statue, zuletzt 2019, als sich dieselbe „Society Of Merchant Venturers“ gegen das Anbringen einer Tafel wehrte, auf der Colstons Rolle als Sklavenhändler verdeutlicht werden sollte. Was wäre wohl gewesen, wenn sich die Society vor einem Jahr nicht so borniert verhalten hätte? Es ist gut möglich, dass der Stadt Bristol und der Welt erspart geblieben wäre, die Bilder einer Aktion ansehen zu müssen, die wie ein ritualisierter Lynchmord wirkte. Das Absurde dabei ist, dass die Einwohner von Bristol das Fehlverhalten einer kleinen Interessengruppe von Kaufleuten ausbaden, die pikanterweise bereits vor 1689 heimlich mit Sklaven aus der Karibik handelte, und die heute immer noch die Macht hat, das Anbringen einer Plakette zu verhindern, obwohl sich der Bürgermeister von Bristol für die Schrifttafel ausgesprochen hatte. Dabei hätte es bereits bei der Einweihung der Colston-Statue vor 125 Jahren für den größten Teil der Bristolians gute Gründe gegeben zu sagen: „Not my statue!“

Ein Beispiel dafür, wie dreist von einer kleinen Interessengruppe Gewinne eingestrichen und Folgen von Verbrechen vergesellschaftet werden, liefert der Slave Compensation Act von 1837, der verabschiedet wurde, nachdem die Sklaverei in Teilen des Britischen Empires abgeschafft worden war. Um die Sklavenhalter für den Verlust ihres Eigentums zu entschädigen, nahm die britische Regierung damals eine gigantische Summe auf, und erst vor zwei Jahren erfuhr die Öffentlichkeit, dass es 182 Jahre gedauert hatte, bis die Schulden getilgt waren. Das Schatzamt twitterte im Februar 2018 im Stil von „unnützes Wissen für jedermann“ Folgendes: „Here's today's surprising #FridayFact. Millions of you helped end the slave trade through your taxes.“, was konkret bedeutete, dass die britischen Steuerzahler, unter ihnen die Nachkommen ehemaliger Sklaven, Reparationszahlungen an die Familien der einstigen Sklavenhalter geleistet hatten, und zwar bis ins Jahr 2015. Für Denkmäler von Sklavenhändlern wie Colston mag sich in Großbritannien niemand mehr einsetzen. Sie sollen ins Museum. Sogar die Society Of Merchant Venturers erklärte nach der spektakulären Aktion, sie sei entschlossen, Rassismus und Ungerechtigkeit zu bekämpfen.

Anders als Statuen, die von einer kleinen, einflussreichen Minderheit aufgestellt und protegiert werden, bieten Denkmäler herausragender Politiker wie Winston Churchill ein breiteres Identifikationsangebot für verschiedene Gruppen, rufen aber bei anderen Gruppen Abwehrreaktionen hervor. Zwar ist Boris Johnson überzeugt, dass Winston Churchill das Standbild am Parliament Square verdiene, weil er ganz Europa vor „rassistischer Tyrannei“ bewahrt habe, weshalb er schon mal kein Rassist sein könne. Aber dass jemand, der von sich sagt, er hasse „Menschen mit Schlitzaugen und langen Zöpfen“ doch Rassist war, ist nicht auszuschließen. Jedenfalls gelang es Demonstranten, auf den Sockel der Churchill-Statue zu klettern, den eingemeißelten Namen „Churchill“ durchzustreichen und mit dem Satz „was a racist“ zu ergänzen. Der Premierminister zeigte sich entsetzt und goss flugs Öl ins Feuer, indem er sagte, der Angriff auf Ehrenmäler bedeute „to lie about our history.“. Dafür bekam er ein dickes „Like“ von Marine Le Pen, und am Parliament Square versammelten sich Angehörige rechtsextremer Gruppen wie „Britain First“, um Churchill gegen die „Angreifer, die ‘unsere’ Kultur zerstören“, zu verteidigen.

Denkmäler sind Fortschreibungen der Deutungshoheit von Interessengruppen
„Lüge“, „Geschichtsklitterung“, „Angriff auf 'unsere' Kultur“ sind Kampfbegriffe, die einen Diskurs unmöglich machen, und wenn man Krieg wollte, könnte man dasselbe zurückschreien und hätte genauso recht oder unrecht, denn das monumentale Heldenbild einer einflussreichen Persönlichkeit der Geschichte ist nie etwas Anderes als in Stein gehauene oder in Bronze gegossene Deutungshoheit, die mit der Realität der meisten Mitglieder einer Gesellschaft nichts zu tun hat. „Politische“ Denkmäler sind nicht „Ausdruck einer kollektiven Erinnerung“, wie so oft behauptet wird, sondern sie sind Ausdruck der Interessen derjenigen, die das Denkmal initiiert und aufgestellt haben.

Das Hamburger Wissmann-Denkmal wurde von einer solchen Interessengruppe geplant. Die Deutsche Kolonialgesellschaft, die für eine expansive Kolonialpolitik eintrat, ließ die Statue 1909 in Daressalam errichten. Nach dem 1. Weltkrieg gelangte sie als Kriegsbeute ins Imperial War Museum nach London, wurde später von den Engländern zurückgekauft und 1922 vor dem Ostflügel der Hamburger Universität aufgestellt. Rückholung und Wiederaufstellung waren durch eine Spendenaktion unter Hamburger Kaufleuten finanziert worden. Eingeworben wurden diese Spenden von derselben Deutschen Kolonialgesellschaft, die Urheber der Statue war. Ziel dieser Aktion war die „Stärkung des kolonialen Bewusstseins zur Wiedererlangung der Kolonialgebiete“. Diese Initiative wurde in Hamburg jedoch keineswegs von einer breiten Öffentlichkeit begrüßt. Sowohl der damalige Erste Bürgermeister, der parteilose Arnold Diestel, als auch der Zweite Bürgermeister der Freien und Hansestadt, Otto Stolten (SPD), blieben der Einweihungszeremonie fern. Und doch bezahlen die Hamburger Bürger heute für die Einlagerung des Standbilds.

Otto von Bismarck war zu seiner Zeit umstrittener als heute, da selbst Mitglieder der SPD eher an „Sozialversicherungssystem“ als an „Sozialistengesetze“ zu denken scheinen, wenn sein Name fällt. Einigermaßen merkwürdig ist allerdings, dass in diesen Tagen jedes Mal, wenn der Reichskanzler in einen Zusammenhang mit dem deutschen Kolonialismus gebracht wird, so reflexartig wie apodiktisch zu seiner Verteidigung gesagt wird: „Bismarck war gegen die Kolonien!“ Richtig. Bismarck befürchtete zu Recht, dass die Kosten deutscher Kolonien höher sein würden als ihr Nutzen und formulierte ganz klar, „daß es schwer zu rechtfertigen ist, die ganze Nation zum Vortheile einzelner Handels- und Gewerbezweige zu erheblichen Steuerlasten heranzuziehen.“ Nur – warum wurde er dann zum Begründer des deutschen Kolonialreichs? Seine zeitgenössischen Kritiker waren der Ansicht, dass Bismarck von den Lobbyisten, denen es um Handel und Wirtschaft ging, so lange unter Druck gesetzt wurde, bis er schließlich einknickte – mit weitreichenden und fatalen Folgen für die deutsche Geschichte. Trotzdem suggeriert das Wächter-Denkmal am Hafen eine ganz besondere Standhaftigkeit, die allein die Perspektive der Erbauer widerspiegelt. Als Bismarck 1884 endlich Besitzungen deutscher Kaufleute zu Schutzgebieten des Deutschen Reiches erklärte, waren die Überseehandelshäuser und Reedereien hochzufrieden, aber davon, dass die deutsche Bevölkerung begeistert gewesen wäre, konnte keine Rede sein. Vielmehr stand sie der Kolonial-Politik lange Zeit gleichgültig bis ablehnend gegenüber, bis sie vor den Wahlen 1906 mit einem beispiellosen Propaganda-Feldzug überzogen wurde. Im Jahre 1906 wurde auch das riesige Bismarckdenkmal über den Hamburger Landungsbrücken eingeweiht, und wenn man sich die Liste mit den damaligen Initiatoren ansieht, sucht man vergeblich nach Namen, deren Träger in Werkstätten oder Arbeiterkneipen gesessen haben mögen. Die Vorfahren der meisten Hamburger waren weder für das Bismarckdenkmal noch für die Wissmann-Statue verantwortlich, dennoch wurden sie ihnen als Erbstücke vermacht.

Die Debatte um Denkmäler wird ohne die unfreiwilligen Erben geführt
Hamburg hat sich 2014 vorgenommen, seine koloniale Vergangenheit aufzuarbeiten, und wer sich als Bürger über die Spuren des Kolonialismus in Hamburg informieren möchte, findet ein breites Spektrum an Angeboten, von Stadtrundgängen bis zu Informationsveranstaltungen in Museen. Allzu häufig hat man allerdings den Eindruck, dass die Experten Fortschritte unter sich ausmachen und denjenigen unter den Hamburgern, die sich nicht vorrangig mit dem Fachgebiet befassen, das Ergebnis einfach mal zumuten. Als das „Museum für Völkerkunde“ 2018 im Kontext seiner Neuorientierung vom Kulturausschuss der Bürgerschaft umbenannt wurde, sorgte dies für viel Unmut in der Stadt. Der Sinn des umständlichen neuen Namens - „Museum am Rothenbaum – Kulturen und Künste der Welt“ – erschloss sich nur wenigen und prägte sich nicht richtig ein. Auch die Abkürzung, „MARKK“, klang fremd. Was sollte das nun wieder sein? Die neue Direktorin wunderte sich darüber, dass in Hamburg so viel Aufhebens um die Namensänderung gemacht wurde. Das sei in keiner anderen Stadt so gewesen, noch nicht einmal in Wien. Es kann natürlich sein, dass die Hamburger besonders rückständig sind. Wenn man sich allerdings die neuen Namen der anderen ehemaligen Völkerkundemuseen im deutschsprachigen Raum ansieht, kommt man ins Grübeln. „Weltmuseum“ in Wien, „Ethnologisches“ Museum in Berlin, „Weltkulturen“-Museum in Frankfurt/Main. Könnte es sein, dass ein weniger sperriger Name auf weniger Widerstand gestoßen wäre? Gegenüber dem Abendblatt begründete das Museum die Umbenennung wie folgt: „Der Name ‘Museum für Völkerkunde’ ist für viele junge Personengruppen, Kunstinteressierte und Diaspora-Gemeinschaften, kritische Intellektuelle und Künstler/-innen aus Herkunftsgesellschaften oder lokalen Diaspora-Communitys eine Barriere, da er negative Assoziationen und Emotionen hervorruft.“ Alles klar?

Welche Allianzen sich – jenseits des akademischen Betriebs – bilden, wenn es um kontroverse Denkmäler geht, war zu beobachten, als es in Wandsbek um das Wohl und Wehe der Schimmelmann-Büste ging. Die Büste war 2006 im Rahmen einer Public-Private-Partnership von der Firma Imtech überreicht worden. Pro: der Bezirksamtsleiter, CDU und FDP. Contra: SPD, GAL, Black Community, verschiedene engagierte Bürger und aktive Künstler. Das Ganze ging aus wie das Hornberger Schießen. Irgendwann waren alle gegen die Büste, und 2008 war sie plötzlich verschwunden. Diejenigen, die nicht an dem Streit beteiligt gewesen waren, schüttelten den Kopf. Sie ärgerten sich über die Kosten für die zwischenzeitliche Reinigung der Büste und das ganze Theater, das im Nachhinein sinnlos erschien. Nebenbei bemerkt wäre man lieber weiterhin ins Volksparkstadion gegangen als zwei Jahre später in die Imtech-Arena. Aber die ist inzwischen auch schon Geschichte.

Täter? Opfer? Oder zwischen allen Stühlen? Wofür sollen sich die unfreiwilligen Erben engagieren?
Die breite Mehrheit ist an der Debatte über koloniale Hinterlassenschaften nicht beteiligt. Das liegt nicht nur an der Arroganz der Experten, sondern auch an einer gewissen Indifferenz der Stadtbewohner, die sich erst dann betroffen fühlen, wenn es um die eigene Straße oder das Denkmal um die Ecke geht. Diese Denkmäler und Straßennamen sind Teil der vertrauten Umgebung, häufig sogar Teil der eigenen Lebensgeschichte. Man sitzt im Park auf der Bank neben dem Denkmal und isst sein Brot, die Kinder spielen auf dem Sockel. Wenn das Denkmal beschmiert wird oder weg soll, fühlt man sich gestört oder gar bedroht. Und man möchte eigentlich auch gar nicht nicht wissen, dass die eigene Straße nach einem Sklavenhändler oder Kolonial-Herren benannt wurde, denn das ist alles „lange her“ und „egal“. Man hat andere Sorgen, und der moralische Gewinn scheint weder den Aufwand noch die Kosten zu rechtfertigen, die entstehen, wenn die Straße einen anderen Namen bekommen soll, der fremd klingt und den man sich schlecht merken kann. Vielleicht gründet man dann eine Bürgerinitiative gegen die Umbenennung, wie etwa im Afrikanischen Viertel in Berlin.

Ein Grund für unsere Indifferenz ist, dass wir keine Denkmalkultur pflegen, die uns eine Identifikation mit unserer Geschichte und deren Protagonisten erlaubt. Wir kennen unsere Vergangenheit nicht gut genug, denn unsere Denkmäler erzählen wenig. Wir werfen einen flüchtigen Blick auf die Heldenposen und halten die Geschichtsdeutung derjenigen, die sie aufgestellt haben, mit desinteressierter Distanz für unsere Vergangenheit. Wenn dann plötzlich eines dieser Denkmäler in den Fokus gerät und darum gestritten wird, müssen wir uns als Nachfahren der Täter begreifen, weil wir der Geschichtsversion von Interessengruppen ausgeliefert sind. Für wen sollen wir uns engagieren? Uns bleibt nur die Wahl zwischen Täter und Opfer. Wer sich mit keiner der beiden Seiten identifizieren mag, mischt sich nicht ein.

Wir brauchen eine lebendige Erinnerungskultur, die eine Spaltung der Gesellschaft verhindert
Jürgen Zimmerer, Professor für die Geschichte Afrikas an der Universität Hamburg, schlägt vor, Denkmäler „auf den Kopf zu stellen“, „liegend hinzustellen“ und sie so zu „verfremden“ und zu „brechen“ oder koloniale Kunstwerke in „ein Ensemble“ einzubetten, „das eigentlich die kolonialen Verbrechen und den kolonialen Rassismus thematisiert“. Wenn man diesen Vorschlägen folgt, überschreibt man die Täter-Lesart der Geschichte durch ein Opfer-Narrativ, und das alte Deutungsmonopol wird durch ein neues ersetzt. Dieser Tage war auf einer Mauer in Eimsbüttel zu lesen: „White lives matter!“ Solche Parolen braucht kein Mensch, denn wer in diesem Land aufgewachsen ist, weiß doch: „All lives matter!“ Aber um eine Polarisierung der Gesellschaft zu verhindern, muss eine lebendige Erinnerungskultur den Urhebern der Denkmäler das Deutungsmonopol über unsere Vergangenheit entziehen und uns bewusst machen, wie vielfältig unser Erbe ist und über welche kulturellen Ressourcen wir verfügen können.

Wir müssen uns nicht auf die Schultern der Schimmelmanns stellen. Gerade in Wandsbek hätte man gar nicht weit laufen müssen, um einen anderen unserer Vorfahren zu finden: „Weit von meinem Vaterlande / Muss ich hier verschmachten und vergehn / Ohne Trost, in Müh' und Schande ...“. Matthias Claudius schrieb nicht nur „Der Mond ist aufgegangen“, sondern auch das Gedicht „Der Schwarze in der Zuckerplantage“, das als erste Kritik eines deutschen Lyrikers am Sklavenhandel gilt. Das Gedicht ist eine Klage, nicht gönnerhaft, sondern voller Empathie. Ein weiterer Zeitgenosse Schimmelmanns war der Altonaer Stadtphysikus und Armenarzt Johann Friedrich Struensee, der später als de-facto-Herrscher von Dänemark den dänischen Sklavenhandel verbot. Struensee hätte mehr verdient als eine Erinnerungstafel der Patriotischen Gesellschaft und einen Straßennamen in Altona. Dabei sind es doch gar nicht die Schimmelmanns, die in unserem Alltag eine Rolle spielen. Über alle Generationen hinweg singen wir Claudius’ Abendlied, und Struensee ist uns durch Romane und Verfilmungen in den letzten Jahre wieder näher gerückt. Was jedoch fehlt, ist die Kontextualisierung mit Schimmelmann.

Natürlich ist es unsäglich, jemandem wie Lothar von Trotha, der die Herero und Nama in einem grausamen Krieg niedergemetzelt hat, irgendeine Referenz zu erweisen. Warum aber belassen wir es bei Hinweistafeln? Wie wäre es in diesem Zusammenhang mit einer Ehrung des Abgeordneten August Bebel, der für den Wahlkreis Hamburg I im Reichstag saß und dessen Beharrlichkeit wir es verdanken, dass Trothas Treiben ein Ende bereitet wurde? Abgesehen davon lohnt sich auch heute noch, Bebels Reden gegen den Kolonialismus zu lesen.

Die Gesellschaft hat sich verändert, und es ist unsere Aufgabe, politische Denkmäler, koloniale Kunst, Gebäude und Straßennamen aus heutiger Sicht neu zu bewerten und anders zu kontextualisieren. Wir sind aufgerufen, die Wurzeln unseres Rassismus freizulegen. Doch Rassismus wird nicht nur im Kopf, sondern vor allem im Herzen überwunden. Deshalb ist es mindestens genauso wichtig, dass wir die Wurzeln unserer Empathie freilegen. Wenn wir dies versäumen, wird ein Gespräch, wie es zwischen dem älteren Herrn und der jungen Frau vor der Buchhandlung stattgefunden hat, in einigen Jahren nicht mehr möglich sein, weil sie sich zwei verschiedenen Lagern angeschlossen haben, die sich gegenseitig bekämpfen. Rollt Kants Kopf? Ja, und zwar immer dann, wenn man sich vereinnahmen lässt, statt sich mit Mut und Entschließung seines eigenen Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen.

30.06.2020

Patriotische Gesellschaft von 1765 unterstützt naturkundliches
Forschungsmuseum (Evolutioneum) in Hamburg

Die Patriotische Gesellschaft von 1765 begrüßt die Entscheidung der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz des Bundes und der Länder, das Centrum für Naturkunde der Universität Hamburg in die Förderung der Leibniz-Gemeinschaft aufzunehmen. Dadurch wird es unter finanzieller Beteiligung des Bundes und der anderen Länder nach fast 80 Jahren endlich möglich, die einzigartigen naturkundlichen Sammlungen des ehemaligen Naturhistorischen Museums wieder angemessen unterzubringen und für die Forschung sowie die Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Das Naturhistorische Museum Hamburgs war lange das zweitgrößte und meistbesuchte naturkundliche Museum in Deutschland, bevor sein Gebäude 1943 durch den großen Bombenangriff auf Hamburg zerstört wurde. Zum Glück waren wesentliche Teile der Sammlungen vorher ausgelagert worden und blieben darum unzerstört.

Die Patriotische Gesellschaft dankt der Stadt und der Universität Hamburg, dass sie im Rahmen des Ausbaus der Universität die wertvollen Sammlungen unter schwierigen Bedingungen der Pflege durch die jeweiligen Fächer anvertraut haben. Dadurch wurden sie zwar getrennt, blieben aber in ihrem Wert erhalten und wurden wissenschaftlich gut betreut. Vielen Generationen von Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen ist zu verdanken, dass der Gedanke einer erneuten Zusammenführung der Sammlungen nie aufgegeben wurde. Dadurch blieb ein einzigartiger wissenschaftlicher Schatz, den schon im 17. und 18. Jahrhundert Kapitäne und Kaufleute in Hamburg zunächst privat gesammelt hatten, bevor sie die Stadtrepublik 1882 in ihre Verantwortung übernahm, für die Nachwelt erhalten. Die Patriotische Gesellschaft würdigt besonders auch die großen Verdienste des Naturwissenschaftlichen Vereins, der sich schon damals für die Entwicklung der naturwissenschaftlichen Sammlungen engagiert hat. Vor dem Hintergrund des Artensterbens und des Klimawandels sind diese Sammlungen heute unschätzbar wertvolle Zeugnisse der Entwicklung lebendiger Vielfalt auf unserem Planeten. Es ist ein Glücksfall für den Wissenschaftsstandort Hamburg, dass er nun neben dem Exzellenzcluster zur Klimaforschung auch ein Exzellenzzentrum für die Evolutionsforschung erhält.
Dr. Dr. h.c. Jürgen Lüthje, Mitglied des Vorstands der Patriotischen Gesellschaft, sagt "Die Patriotische Gesellschaft wird sich weiterhin dafür einsetzen, dass das Evolutioneum ein architektonisch überzeugendes Gebäude an einem hervorragenden Standort in der Stadt erhält. Die Auswahl des Standortes muss mit gleichem Gewicht bestmögliche Bedingungen für die Forschung, Sichtbarkeit in der Stadt und Erreichbarkeit für die Öffentlichkeit sicherstellen. Ein solches Evolutioneum sollte dem Wissenschaftsstandort Hamburg ein erlebbares Zentrum verschaffen."

25.06.2020

Liebe Mitglieder und Freunde der Patriotischen Gesellschaft,

seit Anfang April haben wir – in Reaktion auf die Corona-Krise – die schriftliche Kommunikation verstärkt und den Newsletter wöchentlich herausgegeben, statt wie vorher einmal im Monat. Das war nur möglich, weil Viele aus den Arbeitskreisen und aus der Mitgliedschaft daran mitgewirkt haben. Jetzt – mit Beginn der Schulferien und der damit verbundenen Sommerpause – gönnen auch wir uns eine solche und stellen für die Sommermonate wieder auf monatliches Erscheinen um. Anfang September spätestens schauen wir neu auf die Lage und entscheiden, wie es weitergehen soll.

In den letzten Monaten der Krise ist in Hamburg nicht nur der Senat neu gebildet und ein neuer Koalitionsvertrag unterzeichnet worden, es hat sich auch abgezeichnet, dass viele unserer Themen aus der Zeit vor Corona jetzt noch höhere Dringlichkeit gewonnen haben: Die Zukunft unserer Innenstadt ist auf viel dramatischere Weise in die öffentliche Aufmerksamkeit gerückt, als wir es über unsere Initiative "Altstadt für Alle!" angeschoben haben. Die Ankündigung, dass Galeria-Karstadt und Karstadt Sports schließen werden, dürfte nur die das erste Gewittergrollen sein zum Sturm, der dem Einzelhandel droht. Der Bedarf an Büroarbeitsplätzen wird wegen Homeoffice abnehmen. Gebäude werden leerstehen, und wir müssen Themen, die wir bisher vorsichtig diskutiert haben, sehr entschlossen vorantreiben: Sehr viel mehr Wohnungen in die Innenstadt; den öffentlichen Raum als Aufenthaltsraum attraktiver machen, zum Gehen, Sitzen, Spielen; kulturelle, politische, kirchliche Aktivitäten auf die Plätze und Straßen verlagern; der Gastronomie großzügige Angebote machen, den öffentlichen Raum zu nutzen.

Auf der einschlägigen Videokonferenz von "Altstadt für Alle!" zu diesem Thema wurde die Parole ausgegeben: Das Leben nach draußen verlagern – vor allem im Sommer. Dort hat das Corona-Virus weniger Chancen.

Das betrifft nicht nur Tische vor den Restaurants und Angebote vor den Einzelhändlern. Warum sollte der eine oder andere Ausschuss der Bürgerschaft ein interessantes Thema nicht mal vor dem Rathaus oder im Rathausinnenhof verhandeln mit Einladung an interessiertes Publikum? – Warum nicht gelegentlich Bürgersprechstunden unter freiem Himmel? – Und Einzelhändler, die mit der Idee kommen, vor ihren Geschäften Modeschauen zu improvisieren, sollten im Bezirksamt mit Handkuss begrüßt werden. Das Gleiche gilt für Musiker, Kleinkunstveranstaltungen etc. Den Stadtraum zu beleben setzt aber zugleich voraus, ihn von toten Nutzungen wie parkenden und Parkplatz suchenden Autos zu befreien.

Nicht nur die Innenstadt steht vor großen Umbrüchen: Auch die Formen der demokratischen Teilhabe der Bürgerinnen und Bürger stehen vor neuen Herausforderungen. Wie wollen wir uns treffen? Nur Zoom-Konferenzen sind zu wenig. Wir müssen mit Formen experimentieren, in denen kleinere Veranstaltungen mit physischer Anwesenheit und nötigem Abstand kombiniert werden mit der Möglichkeit digitaler Teilnahme für ein größeres Publikum. Damit wollen wir nach der Sommerpause auch in der Patriotischen Gesellschaft unser Veranstaltungsprogramm wieder aufnehmen.

Die Stuttgarter Gewaltexzesse frustrierter junger Männer vor einigen Tagen haben vermutlich viele Ursachen. Eine Ursache ist sicher auch: Die Gesellschaft erträgt kein Vakuum. Wo die bisherigen Formen des Öffentlichen wegen der Pandemie zurückgenommen sind, macht sich nach einiger Zeit Formlosigkeit bis hin zur Gewalt breit. Die soziale, politische und kulturelle Neubelebung unserer Innenstadt ist auch eine Frage des sozialen Friedens.

Nun wünsche ich Ihnen und uns allen einen schönen Sommer, auch und vor allem in Hamburg.

Ihr Willfried Maier
1. Vorsitzender der Patriotischen Gesellschaft

10.06.2020

Was bleibt.
Welche Lehren ziehen wir aus den letzten Wochen?

von Veronika Klosa, Sprecherin der Projektgruppe Salon

Was zeigt man jemandem, der zum ersten Mal nach Hamburg kommt? Zuerst den Hafen, dann das Rathaus. Wenn der Gast noch Zeit hat, führt man ihn in den Innenhof mit dem Brunnen, dessen zentrale Figur Hygieia, die Göttin der Gesundheit, triumphierend eine kleine Schale hoch hält, aus der sich das Wasser in den Brunnen ergießt. Zu ihren Füßen schlängelt sich ein besiegter Drache, der die Cholera verkörpert, die unsere Stadt im Jahr 1892 zehn entsetzliche Wochen lang heimsuchte. Wenn der Hamburg-Neuling, der doch auf eine saubere, großzügig angelegte Stadt blickt, ungläubig reagiert, erzählt man von den Gängevierteln, den stinkenden Fleeten, von Tuberkulose, Typhus und Pocken im damaligen "größten Slumgebiet Europas", das einige Jahre nach dieser letzten schweren Cholera-Epidemie in Deutschland zu großen Teilen abgerissen und durch zeitgemäße Gebäude und breite Straßen ersetzt wurde. Wenn der Hamburg-Besucher länger bleibt, fährt man mit ihm nach Kaltehofe und besichtigt die Elbwasser-Filtrieranlage, die 1893 ihren Betrieb aufnahm.

Infolge der Epidemie erlebte Hamburg einen Modernisierungsschub, der die Stadt noch heute prägt. Als unmittelbare Reaktion auf die Seuche stellte der Senat ausgebildete Chemiker ein und gründete das Hygienische Institut. Am Bullerdeich wurde die erste Müllverbrennungsanlage auf dem europäischen Festland gebaut. In den Vororten entstanden später Wohnsiedlungen für die früheren Bewohner der Gängeviertel, die nicht zurückkehren konnten, weil die Mieten der neuen Wohnungen in der Innenstadt für sie unerschwinglich waren. Endlich machten sich die sparsamen Stadtväter sogar erste Gedanken über die Anlage eines Volks- und Bürgergartens, wie er in anderen deutschen Großstädten längst existierte.

Der Cholera-Erreger hatte sich schon Anfang des 19. Jahrhunderts aus Indien mit Händlern und Truppen des Britischen Empires auf den Weg nach Europa gemacht. Er reiste viel langsamer als das Corona-Virus und traf erst zu Beginn der 30er Jahre bei uns ein. Über 1.000 Menschen starben in Hamburg an der Infektion, aber das war nichts im Vergleich zu anderen Städten. In Paris forderte die Seuche 26.000 Todesopfer, einige Jahre später in London über 10.000. Hamburg war glimpflich davongekommen, und die Stadtväter lernten nichts. Während sie ein prächtiges Rathaus errichten ließen, schoben sie den Bau einer Wasser-Filtrieranlage aus Kostengründen auf die lange Bank.

Dass der Ausbruch einer Seuche aus wirtschaftlichen Erwägungen vertuscht wird, wie in Wuhan oder Ischgl, ist wahrlich nichts Neues. Als der Arzt am 15. August 1892 bei einem Kanalarbeiter aus Altona "Verdacht auf Cholera" feststellt, ändert der vorgesetzte Mediziner die Diagnose auf "Brechdurchfall". Es vergehen mehrere Tage, an denen es die ersten Todesfälle gibt, Cholera-Bakterien in das Wasserversorgungssystem gelangen und die Auswandererschiffe, die immer noch in See stechen dürfen, zu Totenschiffen werden. Als sich die Epidemie nicht länger verheimlichen lässt, bestätigt die Behörde am 23. August endlich die erste Diagnose und gibt 123 Fälle bekannt. Die Dunkelziffer ist allerdings mindestens achtmal so hoch. Die Folgen für die "erste deutsche Handelsstadt" sind verheerend. Dänemark macht die Grenzen dicht, Schiffe aus Hamburg werden in den Häfen der Welt abgewiesen, ihren eigenen Hafen müssen die Hamburger schließen. Die Wirtschaft bricht zusammen.
_

Im Augenblick sieht es so aus, als nähme die Covid-19-Pandemie bei uns einen ähnlich glimpflichen Verlauf wie die allererste Cholera-Epidemie in den Jahren 1831/32, während Städte wie London oder Paris genau wie damals wesentlich stärker betroffen sind. Und manch einer glaubt inzwischen, dass wir den Zeitraum bis zur Entwarnung mit viel Geld überstehen und dann zur alten Tagesordnung übergehen können. Wenn wir dies täten, wären wir weniger lernfähig als der hanseatische Honoratiorenklüngel im ausgehenden 19. Jahrhundert, dessen Borniertheit die Stadt in die Katastrophe geführt hatte. Was der Virologe Hendrik Streeck zu Beginn der Eindämmungsmaßnahmen meinte, als er in einem Nebensatz bemerkte, man könne auch "zu gut" werden, wurde erst klar, als Christian Drosten Wochen später vom "Präventionsparadox" sprach. Doch die Experten sind sich einig, dass uns in den kommenden Jahren vermehrt Pandemien ins Haus stehen. Mit welchen Maßnahmen halten wir diese in Schach? Niemand weiß, ob und wann es einen Impfstoff geben wird. Und selbst wenn die mit großem Aufwand und schwindelerregenden finanziellen Mitteln betriebene Forschung von Erfolg gekrönt sein sollte - was ist mit dem nächsten "neuartigen" Erreger? Muss wieder ein flächendeckender Lockdown mit schrittweisen Öffnungen verhängt werden, um herauszufinden, wie er sich verhält? Nutzen wir lieber die Zeit, die wir geschenkt bekommen haben, um die bekannten Möglichkeiten der Übertragung durch Tröpfchen, Aerosole und Oberflächen nicht nur vorübergehend, sondern dauerhaft zu minimieren!

Das Vermeiden enger Kontakte hat in der Arbeitswelt zu einer rasanten Digitalisierung geführt. Das Arbeiten am heimischen Schreibtisch hat an Bedeutung gewonnen, und wenn man in die Geschäftsräume zurückkehrt, tut man dies in kleinerer Zahl für kürzere Zeit und mit Abstand. Wie werden die neuen Distanzgebote und die Notwendigkeit, ohne Störungen komfortabel und konzentriert zu arbeiten, unsere Wohnungen und Büros verändern? Welche Folgen haben diese Entwicklungen für die Innenstadt? Werden nicht nur Parkhäuser, sondern auch Büroflächen zu Wohnungen umgewandelt? Nicht alles muss radikal neu erfunden werden, denn Bestehendes ist zumindest inspirierend: Die flexiblen Grundrisse der Kontorhäuser aus den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts sind "smart", und der Hinweis: "Aufzüge sind grundsätzlich alleine zu benutzen!" erübrigt sich, wenn der Paternoster noch funktioniert, mit dem man bestens belüftet ins nächste Stockwerk gelangt.

Es ist abzusehen, dass vorhandene Trends, wie die kontaktlose Abwicklung von Vorgängen oder das Aufbringen antibakterieller Oberflächenbeschichtungen, beschleunigt werden, um den Anforderungen der Hygiene zu genügen. Vor diesem Hintergrund sollte eine "Errungenschaft" der Corona-Ära auf gar keinen Fall in Vergessenheit geraten. DIE ZEIT brachte es in ihrer Online-Ausgabe vom 27. April 2020 wie folgt auf den Punkt: "Huch, das Klo ist ja sauber!". Als man in den 90er Jahren damit begann, die Reinigung der Schulgebäude an Fremdfirmen auszulagern, konnte man beobachten, wie die Schulen mit den Jahren und dem Auslaufen der Verträge mit den sich der Schule verbunden fühlenden Reinigungskräften zunehmend verdreckten. Die Schüler wurden angehalten, die Klassenzimmer besenrein zu hinterlassen, damit die Putzkolonne nicht zu viel Zeit verlor. Das klappte – je nach Engagement und Durchsetzungsfähigkeit der Lehrkraft - noch einigermaßen, solange im Klassenverband unterrichtet wurde. Für die Kursräume fühlte man sich nicht unbedingt zuständig. Dies galt insbesondere auch für die sanitären Anlagen. An einigen Schulen wurden die Toiletten nur noch von den ganz Mutigen benutzt. Früher gab es in jedem Klassenzimmer Waschbecken. Statt diese abzumontieren, um zu verhindern, dass in unbeaufsichtigten Momenten Unfug getrieben wurde, hätte es auch damals schon klügere Lösungen für das Problem gegeben, die nicht auf Kosten des hygienischen Nutzens gegangen wären. Wir vertrauen heute darauf, dass unser Wasser uns keine Krankheiten mehr bringt. Darüber hinaus ist es in Kombination mit Seife ein alltagstauglicher Keimkiller, der den immer häufiger eingesetzten hautschädigenden Desinfektionsmitteln überlegen ist.

Die von Google veröffentlichten Bewegungsdaten zeigen nicht nur, dass wir uns während der Schließungen viel zu Hause aufhielten, sondern dass wir auch wesentlich mehr Zeit als sonst in den Parks der Stadt verbrachten. Weil die Urlaubsreise ins Wasser fiel, entdeckten wir für uns die Grünanlagen, die geschaffen wurden, als die meisten Hamburger vom Reisen nicht einmal träumen konnten. Nachdem Alfred Lichtwark vier Jahre nach der Cholera-Epidemie Direktor der Kunsthalle geworden war, forderte er einen Park für alle Hamburger, "der Leib und Seele gesund macht und gesund hält". Tatsächlich erwarb die Stadt das Sierich'sche Gehölz im eingemeindeten Dorf Winterhude, weit genug vom Zentrum entfernt, dass sich das Vorhaben "ohne wesentliche Opfer für die Staatscasse" realisieren ließ. Die anschließende Diskussion in Senat und Bürgerschaft zog sich allerdings über Jahre hin, bis sich die Anhänger der neuen Volksparkidee gegen die Konservativen, die einen englischen Landschaftspark wünschten, durchsetzten. Nun durfte der neue Baudirektor Fritz Schumacher gemeinsam mit dem ebenfalls neuen Gartendirektor Otto Linne den Stadtpark, ein "Freiluft-Volkshaus" für alle, entwerfen, mit grünen, "ineinandergreifenden Räumen", mit Spiel- und Sportplätzen, Festwiese, Freilichtbühne (Linnes Heckentheater), Gastronomie und Möglichkeiten für Wassersport. Und so kommt es, dass wir unser Immunsystem in einem über 100 Jahre alten Park stärken können, in dem wir uns sicher fühlen, weil wir inzwischen wissen, dass die Viren überwiegend in geschlossenen Räumen übertragen werden.

Doch wie die Stadt selbst, hat auch der Park sich gewandelt und sich den veränderten Verhältnissen angepasst. Die Milchwirtschaft existiert nicht mehr, und die historische Trinkhalle erinnert nur noch mit ihrem Namen daran, dass hier einstmals Heilwasser-Brunnenkuren für Menschen angeboten wurden, die sich den Besuch eines Kurbads nicht leisten konnten. Dafür gibt es jetzt Grillzonen und Beachvolleyballfelder, auch wenn diese vorerst nicht mehr genutzt werden können. Doch in diesen Tagen bietet der Stadtpark etwas Besonderes: eine grüne Bühne für Hamburgs erste analoge Theateraufführungen in Zeiten des Lockdowns. Das Junge Schauspielhaus bespielt im Juni Otto Linnes Heckentheater mit angepassten Inszenierungen. Aber nicht nur der große Stadtpark ist wichtig - in Zeiten eingeschränkter Reisefreiheit wird uns deutlicher als sonst bewusst, wie essentiell fußläufig erreichbare städtische Grünflächen für die Hamburger sind.

Als die politischen Entscheidungsträger der Hansestadt 1892 schließlich nicht mehr leugnen konnten, dass sie die Seuche nicht im Griff hatten, waren sie gezwungen, sich nach den Anweisungen des Bakteriologen Robert Koch zu richten, dessen Maßnahmenkatalog der Senat am 26. August bestätigte. Nach zehn Wochen war die Cholera mithilfe der angeordneten Hygienemaßnahmen und Schließungen besiegt. Demütig geworden, beschloss man, das Konzept des geplanten Brunnens im Innenhof des neuen Hamburger Rathauses zu ändern. Ursprünglich war Merkur, der Gott des Handels, als zentrale Figur vorgesehen. Stattdessen wurde der Brunnen nun in Dankbarkeit der Göttin der Gesundheit gewidmet.

Das Dilemma der Entscheidung zwischen Wirtschaft und Gesundheit beherrscht auch in diesen Tagen die Debatten um Stilllegung und Öffnungen. Aber weder die Wirtschaft noch die Gesundheit sind Götter, denen sich eine Gesellschaft, deren oberstes Gebot die Unantastbarkeit der Würde des Menschen ist, auf Dauer unterordnen darf. Zu den unbequemen Erkenntnissen dieser Tage zählt zum einen, dass wir nicht mehr auf Science-Fiction-Literatur angewiesen sind, um uns vorstellen zu können, wie sich im Namen der Bekämpfung einer Seuche die Perfektionierung einer Diktatur mithilfe von Einschüchterung und lückenloser Überwachung vollzieht. Zum anderen zeigen die Bilder und Berichte von jenseits des Atlantik, wie Menschen als Opfer eines am Primat des Profits ausgerichteten neoliberalen Systems sterben.

Deutsche Gerichte haben bereits mehrfach darüber entschieden, ob die Einschränkungen unserer Grundrechte zur Eindämmung der Pandemie auf der Grundlage des Infektionsschutzgesetzes verhältnismäßig waren, und bis auf wenige Ausnahmen wurden die staatlichen Beschränkungsmaßnahmen durch die Urteile gestützt. Gleichwohl gibt es viel Diskussionsbedarf – nicht mit dem Ziel unproduktiver Schuldzuweisungen, sondern mit dem Blick auf die Lehren, die wir ziehen können. Es muss möglich sein, als mündiger Bürger Risiken abzuwägen und sich bewusst zu entscheiden, ein solches Risiko einzugehen, etwa für die Betreuung alter und kranker Familienangehöriger oder für die Begleitung eines Sterbenden. Die Debatten um die Einschränkung von Freiheit und Kontrolle von "oben" müssen also geführt werden. Aber vieles von dem, was geäußert wird, ist verwirrend. Wer über WhatsApp kommuniziert, auf Facebook unterwegs ist, Google als Suchmaschine nutzt und seit Jahren freiwillig seine Daten an Big Tech liefert, sollte sich darüber im Klaren sein, dass er seine Entscheidung gegen das Herunterladen einer Tracing-App "aus dem Bauch heraus" fällt, und dass es vor diesem Hintergrund nicht nachvollziehbar ist, wenn man die App in der Öffentlichkeit mit dem Hinweis auf Datenschutz ablehnt. Und warum bezeichnet man das, was man mit Blick auf Schweden als "Vertrauen in die Regierung" preist, als "Obrigkeitshörigkeit", wenn es um die eigenen Landsleute geht? Beim reflexartig geäußerten Selbsthass sollte man vielleicht einmal Folgendes bedenken: Wer bei Rot nicht über die Straße geht, insbesondere wenn Kinder in der Nähe sind, braucht keine Credit Points für sozial wünschenswertes Verhalten. Je mehr Freiheit der Einzelne hat, desto größer ist seine Verantwortung.

Im internationalen Vergleich der Systeme hat sich unsere föderalistisch organisierte Demokratie bisher im Hinblick auf den Umgang mit Covid-19 als außerordentlich resilient erwiesen. Grundlage dafür war unter anderem ein handlungsfähiger Staat, der unter Berücksichtigung der in unserer Gesellschaft verankerten kulturellen Verhaltensweisen davon absehen konnte, eine Ausgangssperre zu verhängen. Gerade diese Handlungsfähigkeit ist etwas, das viele überrascht. Der Soziologe Andreas Reckwitz spricht gar von einem "Schockmoment", denn: "Es war eigentlich ein Problem der spätmodernen Gesellschaft, dass der Staat so schwach geworden ist." Zudem habe er nicht damit gerechnet, dass Individuen so schnell in einen "Kollektiv-Modus" umschalten können. Im Zusammenhang mit der Corona-Krise hätten die Menschen Rücksicht auf andere genommen, ohne selbst unbedingt betroffen gewesen zu sein. "Wenn man optimistisch wäre, könnte man sagen, das wäre ein Element, auf dem man aufbauen würde, zum Beispiel, wenn es um Klimawandel geht." In seinem 2019 erschienen Buch "Das Ende der Illusionen" plädiert Reckwitz dafür, dass der Staat, der sich seit den 80er Jahren zurückgezogen hat, wieder aktiver wird und Rahmenbedingungen schafft, um die Eigendynamik sozioökonomischer, kultureller, technologischer und ökologischer Prozesse "einzubetten", ohne jedoch autoritär durchzuregieren. Zum staatlichen Handeln gehöre auch, dass staatliche Instanzen darauf achten, dass bestimmte normative Regeln eingehalten würden, etwa im Hinblick auf die aggressive Kommunikation im Internet. Der radikalen Singularisierung sowie der Zersplitterung der Gesellschaft in Parallelmilieus müsse durch das kollektive Bewusstsein, dass man einer Gesellschaft zugehört, aufgefangen werden, um die Herausforderungen der Zukunft gut zu bewältigen.

08.06.2020

Stellenausschreibung Diesterweg-Stipendium Hamburg

Freiwillige/n (w, m, d) in Vollzeit im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes zum 1. September gesucht

Für das Diesterweg-Stipendium Hamburg sucht die Patriotische Gesellschaft zum 1. September 2020 eine/n Freiwillige/n im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes Kultur und Bildung als Assistenz für die Projektleitung, die/der sich in Vollzeit oder Teilzeit für 12 bis 18 Monate engagieren möchte.

04.06.2020

Alles steht – vieles geht!

Leben und Begegnung in der Stadt – Interaktive Ideenkonferenz via Livestream

Alles steht – vieles geht! Unter diesem Thema hat am 27. Mai die erste interaktive Ideenkonferenz via Youtube-Livestream mit Online-Workshops stattgefunden, organisiert von der Initiative "Altstadt für Alle!".

Im Zentrum aller Arbeitsgruppen stand die Frage, wie wir in der aktuellen Corona-Situation mehr Außenräume für Leben und Begegnung in der Stadt schaffen können. Sieben Themen und Projektideen wurden von den Teilnehmenden eingebracht und diskutiert. Gemeinsam möchten wir jetzt Politik und Verwaltung ermutigen, schnell konkrete Projekte auf den Weg zu bringen, wie es bereits in vielen anderen europäischen Städten erfolgt ist.

Sie möchten zukünftig dabei sein? Dann melden Sie sich zu einer der Arbeitsgruppen an, wir leiten Ihre Kontaktdaten an die jeweiligen Projektkoordinatoren weiter. Hier können Sie sich zur Mitarbeit in den Arbeitsgruppen anmelden.

Sie haben die Online-Konferenz verpasst? Kein Problem! Die gesamte Konferenz ist auf Youtube abrufbar. Die Langfassung der Online-Videokonferenz können Sie hier ansehen.

Im Rahmen der Online-Videokonferenz "Alles steht - vieles geht!" erläuterte Dr. Willfried Maier, 1. Vorsitzender der Patriotischen Gesellschaft, seine Position "Zur aktuellen Lage in der Hamburger Innenstadt". Hier geht es zum Impulsvortrag von Dr. Willfried Maier.

Der Stadtentwicklungsplaner Mario Bloem stellte in der Videokonferenz vor, welche Initiativen in den Städten Brüssel, Wien, Paris, London und Berlin als temporäre Maßnahmen für den Sommer 2020 kurzfristig umgesetzt werden. Hier können Sie den Impulsvortrag "Stadtentwicklung in Zeiten von Corona" von Mario Bloem ansehen.

_
"Altstadt für Alle!" ist eine Initiative der Patriotischen Gesellschaft von 1765, der Evangelischen Akademie der Nordkirche und der Bürgerinitiative "Hamburg entfesseln!" aus engagierten Bürgerinnen und Bürgern mit Unterstützung von Next Hamburg und Hafensafari e.V. Weitere Informationen finden Sie unter www.altstadtfueralle.de.

27.05.2020

In der Corona-Krise: Bürger oder Hysteriker?

von Dr. Willfried Maier, 1. Vorsitzender der Patriotischen Gesellschaft

Letzte Woche brachte das Abendblatt das Foto einer Frau auf dem Rathausplatz, die dort an einer Demonstration gegen die Corona-Regelungen teilnahm. Sie trug ein Schild mit der Aufschrift: „Ich will keine neue Normalität, ich will meine alte zurück!“ Das war ein eher harmloser Auftritt auf Veranstaltungen wie dieser, wo sich ansonsten eher Verschwörungstheoretiker, Impf-Gegner, Bill-Gates-Hasser mit Rechts- und gelegentlich auch mit Linksradikalen mischen.

Neben der Frau ein Kind, das ein Schild trug: „Ich will mit meinen Freunden spielen!“ Das ist selbstverständlich ein ganz normaler kindlicher Wunsch.

Kindlich – oder sollte man sagen kindisch – ist aber auch die Forderung der Frau: „Ich will meine alte Normalität zurück!“ – An wen richtet sich der Wunsch? An den Senat? Kann der eine normale Welt ohne Pandemie herstellen? – Offenkundig nicht. – An das Virus? Forderungen auf Transparenten sind keine Kommunikationsform mit ihm. Eher dann schon die Labore der Wissenschaftler. – Und auch der liebe Gott ist  keine Instanz, die durch Transparente vor Rathäusern zum Handeln veranlasst werden könnte.

Es bleibt also eine Forderung ohne einen plausiblen Adressaten, eine Forderung nach der Welt vor der Pandemie in der Pandemie. Wenn sie nicht erfüllt wird, liegt bei den Fordernden der Gedanke nahe, dass irgendwer daran schuld sein muss. Und schon ist man in der Nachbarschaft von Verschwörungstheoretikern.

Beim Erlass der Lockdown-Regelungen waren viele Warnungen zu hören vor Kollateralschäden, Gewalt in den Familien, gegenüber Frauen und Kindern. Das sind allerdings nicht die einzigen Kollateralschäden, die zu befürchten sind. Auch der gesunde Menschenverstand, die Urteilskraft und der sie tragende Gemeinsinn sind gefährdet, wenn die Welt gesperrt ist und Menschen als Einzelne vor Veränderungen stehen, die sie nicht bewältigen können Sie sind buchstäblich weltlos geworden und Weltlosigkeit ist die Quelle vieler sozialer Übel. Darum müssen wir daran arbeiten, dass die Menschen – auch mit Abstand – in Verbindung und bei Vernunft bleiben.

Zentralbibliothek am Hühnerposten. Foto: Bernhard Klosa

19.05.2020

Vom 19. ins 21. Jahrhundert: Die historischen Gründungen der Patriotischen Gesellschaft

von Veronika Klosa, Sprecherin der Projektgruppe Salon

Öffentliche Bücherhallen, Hamburger Sparkasse, Museum für Hamburgisches Geschichte, Hochschule für Bildende Künste, Hochschule für Angewandte Wissenschaften, Museum für Kunst und Gewerbe – wir sind stolz auf die zahlreichen Institutionen der Hansestadt, die ihre Existenz dem Engagement der Patriotischen Gesellschaft verdanken. Die meisten dieser Einrichtungen wurden gegründet, um den Herausforderungen des 19. Jahrhunderts zu begegnen – dem wachsenden Lesehunger der Bevölkerung, der Dringlichkeit einer finanziellen Vorsorge für Geringverdiener, der Notwendigkeit, die Qualität des Handwerks zu verbessern und nicht zuletzt der Bewahrung der Stadtgeschichte, die insbesondere nach dem Hamburger Brand von 1842 an Bedeutsamkeit gewonnen hatte.

Wie aber meistern die historischen Gründungen der Patriotischen Gesellschaft die Herausforderungen der Gegenwart? Wie schaffen sie es noch heute, in Zeiten des technologischen Wandels und angesichts einer zunehmend diversen Stadtgesellschaft, ihren Beitrag zum Wohl der Allgemeinheit zu leisten? Mit diesen Fragen beschäftigt sich der Salon seit nunmehr zwei Jahren.

Öffnung und Teilhabe
Über die wichtigste Strategie, mit dem die Traditionshäuser auf die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts reagieren, berichtete die Direktorin des Museums für Kunst und Gewerbe, Tulga Beyerle, als sie im Dezember zu Gast im Salon war. Sie sprach über die Öffnung des Museums in die Stadt, einen geplanten „Freiraum“ mit „Aufenthaltsqualität und aktiver Teilhabe“.

Die Corona-Krise als Herausforderung der Hamburger Bücherhallen
Bereits seit längerem umgesetzt wird die Öffnung in die Gesellschaft durch die 1899 gegründeten Hamburger Bücherhallen. Das Konzept beinhaltet Teilhabe durch Niedrigschwelligkeit, Abbau von Barrieren, Beratung auf Augenhöhe, Schaffen von Treffpunkten, Teilen von Dingen in frei zugänglichen Räumen mit hoher Aufenthaltsqualität und vielfältigen Angeboten. Man kann ausleihen, streamen, lesen, lernen, hören, fördern und sich fördern lassen, sich vernetzen und entspannen. Wer die Zentralbibliothek am Hühnerposten bis in den März hinein an einem x-beliebigen Wochentag zu einer x-beliebigen Zeit besuchte, konnte sich in den stets gut besuchten Räumen vom Erfolg des Konzepts überzeugen.

Was aber passiert, wenn die Ziele, die man verfolgt hat, von heute auf morgen nicht mehr gelten? Wenn der Kurs, den man eingeschlagen hat, plötzlich falsch ist? Wenn man eine Wende von 180 Grad hinlegen muss, weil eine Pandemie erfordert, dass man genau das Gegenteil von dem tun muss, was man sich zuvor auf die Fahnen geschrieben hat? Wenn es heißt: Türen schließen, Barrieren errichten, Besucher auf Distanz halten? Wir wollten wissen, wie die Bücherhallen mit diesen vollkommen neuen und unvorhergesehenen Herausforderungen umgehen, und baten Carolin Rohrßen, die Bereichsleiterin IT und Organisation, uns einen Einblick in die Prozesse und Maßnahmen vor Ort zu gewähren.

Vollbremsung – von hundert auf null
Am Montag schien noch alles wie üblich, man traf sich zum lebhaften Austausch bei einem Live-Workshop. Am Mittwoch dann der Gedanke: „Was passiert, wenn wir schließen?“ Am Donnerstag setzte man sich zusammen und erarbeitete eine umfangreiche To-do-Liste. Am Freitagmorgen fand vor der Öffnung der Bücherhallen eine Sitzung statt, um alle Akteure miteinander zu vernetzen. Man beschloss, am Samstag noch einmal zu öffnen, um den Kunden die Möglichkeit zur Bücher-Rückgabe zu geben. Ab Montag wurde eine kostenlose Onlinekarte angeboten, für die sich 11.000 Nutzer anmeldeten.
Das, was Carolin Rohrßen von der Woche vom 9. bis zum 16. März erzählt, klingt wie ein rasantes, reibungslos umgesetztes Drehbuch. Doch die Bücherhallen mit der Zentrale am Hühnerposten, den 32 Standorten in den Stadtteilen und zwei Bücherbussen sind ein Riesenschiff mit komplexer analoger und digitaler Logistik, die nicht nur den Ausleihverkehr regelt, sondern auch die zahlreichen festen Angebote vor Ort und die wechselnden Veranstaltungen mit diversen Kooperationspartnern im Blick hat, die alle in das Prozedere einbezogen werden mussten. Carolin Rohrßen: „Alles musste innerhalb von Stunden passieren. Die Geräte mussten heruntergefahren, die Ausleihfristen und Servicegebühren verlängert werden. Und nach dem Lockdown fragten wir uns natürlich, welche Angebote wir machen können, so zum Beispiel die Einrichtung eines Schulservice, der Rechercheanfragen durch Lehrer und Schüler beantwortet.“

Im Lockdown-Modus
Während der Schließung wurde vieles geschafft, was bei laufendem Betrieb schwieriger zu bewältigen gewesen wäre, wie etwa die Revision des Bestandes, gründliche Säuberungen, Wartungsarbeiten und Reparaturen. Zunächst galt es jedoch, wie in zahlreichen anderen Betrieben auch, Möglichkeiten für Videokonferenzen zu installieren. „Bei der Hardware kamen wir schnell an unsere Grenzen, denn vieles wird bei uns durch Präsenz abgedeckt. Und natürlich war der Markt leergefegt. Es wurden uns Lieferzeiten von Juli/August in Aussicht gestellt. Unsere Rettung in dieser Situation waren unsere langjährigen Dienstleister, die uns mit ihren eigenen Netzwerken bei der Beschaffung unterstützten. Sie halfen uns auch später bei der Beschaffung von Desinfektionsmitteln und Masken.“ Rohrßen fügt hinzu: „Ab der Schließung ging bis Anfang April der Bogen nach oben, es musste ungeheuer viel organisiert werden, danach setzte eine Reflexionsphase ein.“

Rolle rückwärts
Kurz vor Ostern wurden neue Fragen drängend: Was passiert, wenn wir wieder öffnen? Was müssen wir anschaffen? Was können wir unter Beachtung der Auflagen anbieten? Wie beraten wir? Wie zeige ich etwas im Regal? Es war schnell klar, dass die Beraterplätze einen besonderen Schutz brauchten. Handwerksbetriebe in der Region waren bereit, innerhalb kurzer Zeit Holzgestelle mit Plexiglasscheiben als Tröpfchenschutz zu bauen, hinter denen von den Beratern kein Mundschutz getragen werden muss. Möbel und bequeme Sitzgelegenheiten wurden weggeräumt, Abstände markiert, Gruppenräume verschlossen.

Wiedereröffnung
Die Öffentliche Bibliothek war die erste Kultureinrichtung, die in Hamburg wieder ihre Türen aufmachte. Am 28. April wurden alle 32 Standorte für den Publikumsverkehr geöffnet – eine Woche vor dem ursprünglich ins Auge gefassten Termin. Die Zentralbücherei am Hühnerposten folgte wegen der schon vor Corona laufenden Umbauarbeiten am 11. Mai. Auch die beiden Bücherbusse fahren wieder. Doch die Bibliothek ist momentan kein „dritter Ort mit Aufenthaltsqualität“, man kann nicht stöbern, es gibt keinen Kaffee, keine Zeitungen, das WLAN ist abgeschaltet, die „Open Library“ deaktiviert. Die Besucher tragen Mundschutz, ihre Anzahl ist begrenzt, laut Rohrßen „auf 5 bis 45 Personen, je nach Größe des Standorts“, und in der viel größeren Zentralbücherei gebe es einen Sensor, der die Kunden zählt. Manchmal bildeten sich Schlangen, aber die Leute verhielten sich meist freundlich und geduldig und seien einfach froh, dass sie wieder persönlich Bücher ausleihen könnten. Einige Angebote werden mit Kommunikations-Technologie überbrückt: Medienboten lesen am Telefon vor, der „Dialog in Deutsch“ findet teilweise über Video statt, sogar die Senioren-Schulung für Tablets und Smartphones, „Silver und Smart“, soll als digitale Konferenz angeboten werden. Und diese Woche öffnet der „Bücherflohmarkt“ im Kellergeschoss am Hühnerposten wieder – ganz analog. Als ich Carolin Rohrßen zum Schluss fragte, welche Erfahrungen sie aus den vergangenen Wochen mitnähme, meinte sie, dass ohne ihr zuverlässiges Team nicht so vieles in so kurzer Zeit möglich gewesen wäre.

Fazit
In Corona-Zeiten ist vieles anders, aber vieles macht auch Hoffnung. Die Bücherhallen sind mit ihren Konzepten nicht nur gut gerüstet, um den langfristigen Bedürfnissen der sich verändernden Stadtgesellschaft zu begegnen, sondern sie sind auch in der Lage, flexibel, schnell und pragmatisch auf eine Krise zu reagieren. Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass – neben dem großen Engagement der Mitarbeiter – langjährige Bindungen, lokale Vernetzungen und kleinere heimische Betriebe schnelles, flexibles Handeln ermöglicht haben.

14.05.2020

Kinderschutz

von Helga Treeß, 2. Vorsitzende der Patriotischen Gesellschaft und Sprecherin des Arbeitskreises Kinder, Jugend und Bildung

Kaum ein Tag vergeht seit der Schließung von Kitas und Schulen, dass in den Medien nicht Warnungen von Fachkräften der Jugend- und Bildungsarbeit, von verantwortlichen Politiker*innen, prominenten Künstler*innen u.v.a. weiter gegeben werden, dass die Kollateralschäden für Familien, vor allem für Kinder und Frauen, unübersehbar sein werden. Die sowieso schon prekäre Lebenssituation von Heranwachsenden in Armutsverhältnissen, die Gefährdung auch in bürgerlichen Haushalten, Vernachlässigungen, Misshandlungen, sexuelle Übergriffe werden in großem Ausmaße befürchtet.

Ob das so sein wird, wissen wir noch nicht. Die Auskünfte unserer Behörden entdramatisieren die Lage eher, als dass eine reale Gefahr gesehen wird. Wir werden wachsam bleiben.

Was wir aber wissen, ist, dass Hamburg ein beispielhaft gutes Kitasystem hat und der Rückfall in die häusliche Betreuung für viele Kinder auch ohne direkte Gefährdung ein herber Verlust von täglichem Zusammensein mit Freund*innen und lieb gewordenen Bezugs- und Vertrauenspersonen in den Einrichtungen einher geht. Die Notbetreuung für Kinder mit besonderem Erziehungsbedarf kann solche Einbußen für all die anderen nicht wettmachen. Wir sind daher froh über jeden Tag früher, den unsere Kitas regelhaft wieder öffnen – von der Schule reden wir ein anderes Mal. Wenn die neuesten Studien zeigen sollten, dass die Infektionsgefahr zwischen Kindern sehr gering ist, dann sollte dies zu einer baldigen Rückkehr zum Normalbetrieb führen.

Kinderrechte ins Grundgesetz

Vor drei Jahren haben die National Coalition und der Arbeitskreis Kinder, Jugend und Bildung in der Patriotischen Gesellschaft ein Symposium zu Kinderrechten ins Grundgesetz durchgeführt. Wenig später wurde dieses Vorhaben auch mit Hilfe Hamburgs auf den Weg gebracht, wo es sich bis heute befindet und durch Vermittlungsverfahren von konservativen Kräften in Politik und Gesellschaft blockiert und verwässert wird.

Im Arbeitskreis sind wir mit diesem Thema immer noch aktiv und engagiert auf dem Weg und werden mit der Deutschen Liga für das Kind gemeinsam an der Durchsetzung dieser Forderung weiter arbeiten.

Kinderstadt Hamburg

Eine gute Idee nimmt Formen an! Auch wenn in bleiernen Zeiten wie einer Virus-Pandemie leicht vergessen wird, dass das Leben weiter geht, sind wir mit dem Projekt einer Kinderstadt für Hamburg, erstmals 2021, unterwegs.

Eine Kinderstadt ist ein komplexer Spiel- und Lernraum, in dem reale urbane Prozesse stattfinden und erfahrbar gemacht werden. Mit Dutzenden Einrichtungen, die den Alltag einer Stadt abbilden, bietet eine Spielstadt Kindern und Jugendlichen im Alter von 8 bis 12 Jahren unabhängig von Herkunft und Bildungshintergrund, eine Fülle an Lern- und Erfahrungsmöglichkeiten. Ihr Kern ist die Freiwilligkeit. Selbstbestimmt und von individuellen Interessen geleitet haben Kinder Gelegenheit, sich in verschiedensten Tätigkeitsfeldern auszuprobieren – vom Handwerk über die Verwaltung bis zur Politik. Erwachsene aus verschiedensten Berufsfeldern geben ihnen dabei als Ansprechpartner*innen Anregungen, Rat und Hilfe.

Am 24. Februar 2020 hat unter großer Beteiligung von engagierten Ehrenamtlichen und Vertreter*innen von Hamburger Initiativen und Organisationen ein Runder Tisch zum Projekt Kinderstadt stattgefunden. Dieser Runde Tisch greift das große Interesse und die vielen Rückmeldungen der ersten öffentlichen Veranstaltung des Arbeitskreises Kinder, Jugend und Bildung vom September 2019 auf, bei dem Ausschnitte aus dem Film zur Kinderstadt München gezeigt wurden.  

Inzwischen haben wir unser Konzept der zuständigen Senatorin, Dr. Melanie Leonhard, vorgestellt und sie für die Schirmherrschaft gewonnen. Jetzt sind wir dabei zu prüfen, ob wir genügend finanzielle Unterstützung für das Vorhaben erhalten. Wenn das bis September 2020 gelingt und nicht weitere Widrigkeiten in Gestalt unbekannter Viren etc. über uns hereinbrechen, hat Hamburg 2021 seine erste Kinderstadt!

Wer von Ihnen dabei helfen möchte, dass unsere Idee Wirklichkeit wird, melde sich bitte bei uns.

Sozialraumorientierung in Hamburg

Ein gutes Fachkonzept auf der Grundlage sozialwissenschaftlicher Theorie und Praxis wird nicht dadurch schlechter, dass es sich vor dem Hintergrund gewachsener, aber überholter Strukturen, nur schwer durchsetzt.

Aus voller Überzeugung und mit all unserem Hintergrundwissen – erinnert sei daran, dass schon in den Jahren 2002 bis 2008 der Bezirk Eimsbüttel ein erfolgreiches Projekt zum Sozialraum durchgeführt hatte, das sogar mit EU Fördermittel unterstützt wurde – fördern wir seit Jahren dieses Konzept (siehe auch den Beitrag von Helga Treeß im Bienenkorb 01/2020).

In welchem Bezirk der Stadt der nächste erfolgversprechende Vorstoß gewagt wird, muss sich herausstellen. Wir sind bereit, Initiativen wie die des Bezirksamtsleiters Mitte, Falko Droßmann, jederzeit zu unterstützen.

14.05.2020

Corona und öffentliche Räume – speziell die Hamburger Innenstadt

von Dr. Willfried Maier, 1. Vorsitzender der Patriotischen Gesellschaft

Trotz der Lockerungen: Corona-Zeiten bringen Probleme für republikanisches Leben, für Bürgerbeteiligung und urbane öffentliche Räume mit sich. Die Bürgerinnen und Bürger müssen in der Öffentlichkeit Abstand halten, dürfen sich nur sehr begrenzt treffen und können weder Beratungsdichte und erst recht nicht demonstrative Masse bilden. Und der öffentliche Raum in der Stadt steht immer noch weitgehend leer. Je zentraler in der City, umso leerer. In den Quartierszentren gibt es den lokalen Fußgänger- und Fahrradverkehr zum Einkaufen. Das ergibt immerhin gelegentlich ein Schwätzchen nebenher. Aber das Bürgersein muss sich heute mehr bewähren im Abstandhalten als im Miteinanderreden. Im öffentlichen Grün – sozusagen der städtischen Form des Landlebens – herrscht, wenn das Wetter es erlaubt, Hochbetrieb.

Inzwischen gibt es aber immer mehr Berichte, wie öffentliche Räume in der Krise entweder neu geschaffen oder umgenutzt werden: von Balkonkonzerten in Wohnanlagen bis zur Freigabe von Straßen für Fußgänger und Radfahrer.

In der Süddeutschen Zeitung vom 12. Mai findet sich ein Bericht über einen Golfplatz in San Francisco, der während des Golfverbots für die Öffentlichkeit frei zugänglich gemacht wurde: Immerhin 59 ha zusätzlicher Park für die Großstadt. Dort wurden auch die Straßen, die den Golden Gate Park durchschneiden, für Autos gesperrt. – Im Zentrum von Mailand will man 35 km Straßen nach dem Ende des Lockdowns für Radfahrer und Fußgänger reservieren: "Man befürchtet, dass sonst zu viele Menschen aus Angst vor Ansteckung in Bussen und Bahnen wieder mit dem Auto zur Arbeit pendeln."

Auch das Europaparlament in Straßburg bewegt sich: Das leerstehende Parlamentsgebäude wird vorübergehend zur Notfallklinik umgenutzt.

Wir haben ein besonderes Problem mit der Hamburger Innenstadt. Wohnen und lokale Einkaufskommunikation gibt es dort nicht. Theater, Kinos, Museen, Geschäfte und Gastronomie stehen entweder leer oder sind nur schwach besucht. Hier müsste der öffentliche Raum Attraktivität gewinnen, indem er für alternative Nutzungen geöffnet wird, um Leben anzuziehen. Der Gastronomie und dem Einzelhandel könnte vorübergehend die kostenlose Nutzung des Straßenraumes gestattet werden. Hier könnten auch kleine öffentliche Konzerte und Darbietungen stattfinden. Das Personal der städtischen Orchester und Bühnen gibt es ja weiter, und es wird auch bezahlt. Was fehlt, ist das Publikum. Wenn man das Publikum nicht ballen kann im Raum, muss man es dispers zu bespielen versuchen: Italienische Balkonkonzerte lassen grüßen und würden auch auf den Straßen der Hamburger Innenstadt ein Publikum finden, das sich und die Künstlerinnen und Künstler – mit Abstand – erfreut.

07.05.2020

Lebensveränderungen in der Corona-Krise

von Dr. Willfried Maier, 1. Vorsitzender der Patriotischen Gesellschaft

Es ist bitter, die Vorzüge des Gemeinwohls fördern zu wollen und sich nicht treffen zu können. Als Bürgerin und Bürger fühlt man sich frei nur dann, wenn man miteinander sprechen, essen, trinken, Pläne machen, Kritik üben und an den Künsten teilnehmen kann. Können und dürfen wir heute leider alles nicht. Man wird dadurch zwangsläufig mehr als sonst ein Privatier – trotz Video- und Telefonkonferenzen, lebhaftem Mail-Verkehr und Lektüren. Aber immerhin zeichnen sich jetzt erste Öffnungen des städtischen Lebens ab: Museen und Kirchen werden wieder zugänglich, Geschäfte auch.

Wie die bisherigen Sperrungen meinen Alltag verändert haben, dafür ein paar Selbstbeobachtungen:

Seit sieben Wochen koche ich jeden Abend, und das ist für mich eine der Freuden des Tages: Ich kann Neues ausprobieren und meine Geschicklichkeit an Messer, Topf, Pfanne und Backofen verbessern. Freilich: Die Tafelrunde umfasst dann anschließend immer nur zwei Personen.

Wir machen längere Spaziergänge: Duvenstedter Brook, Wittmoor, Fischbeker Heide und immer wieder im nahegelegenen Stadtpark. Also immer irgendwie im Grünen. In der Innenstadt, der sonst mein Hauptinteresse gilt, bin ich schon wochenlang nicht mehr gewesen. Der stillgelegte öffentliche Raum zieht nicht mehr an.

Ich mache mehr Sport als sonst: die Einzelgänger – Sportarten: Laufen, Gymnastik, etwas Radfahren. Und auch da die Erfahrung: Wie mir geht es offenbar Vielen. Nie sonst habe ich so viele Jogger im Stadtpark gesehen.

Meine Lektüren haben sich verändert: Immer noch viel Zeitungen, aber ansonsten weniger Aktuelles und wieder Beschäftigung mit Sachen, die einen längeren Atem brauchen, zuletzt Hegels Religionsphilosophie. Und natürlich ein Rückgriff in ältere "Seuchenliteratur". Von Camus "Die Pest" und von Manzoni "Die Verlobten".

Auf den täglichen Einkauf habe ich nicht verzichtet – trotz "Risikogruppe". Aber lieber beim türkischen Gemüsehöker als im Supermarkt, und natürlich immer mit Maske, was ja schon als sozialerzieherische Geste aktuell sinnvoll ist.

Neu gelernt habe ich die Teilnahme an Videokonferenzen, die mir natürlich viel schlechter gefallen als wirkliche Treffen. Dennoch bin ich immer etwas stolz auf mich, wenn ich es hinbekommen habe, an diesen neuen technischen Feldern nicht zu scheitern. Da wird dann die Welt doch wieder ein kleines bisschen weiter.

Was mir gefällt: Die meisten Menschen, die ich beobachten kann, gehen mit dem Abstandsgebot höflich und freundlich um. Demonstrative Abstandsverweigerer treffe ich wenig, wohl aber häufiger verträumte und abgelenkte Menschen, die keinen Blick mehr für öffentliche Räume haben, weil sie ganz und gar in die Innerlichkeit ihres Handys versenkt sind. Aber auch das wird sich austarieren, wenn sie ihre Freundinnen und Freunde wieder umarmen können. Der Wunsch, gemeinsam feiern zu können, überstrahlt am Ende Alles.

07.05.2020

Buchspenden von der Mittagsrakete für das Diesterweg-Stipendium

von Viktoria Gipp, Projektassistenz Diesterweg-Stipendium Hamburg

Gerade für Kinder bedeutet die Corona-Pandemie einen großen Einschnitt in ihr alltägliches Leben. Der fehlende Kontakt zu Gleichaltrigen, die man zuvor noch regelmäßig in der Kita, Schule oder bei der Nachmittagsbetreuung getroffen hat, ist für viele eine große Herausforderung. Auch der Mangel an Beschäftigungsmöglichkeiten sorgt für große Langeweile. Viele Kinder, die zuvor gerne und häufig das Angebot der Bücherhallen nutzten, müssen jetzt Zuhause bleiben, das fällt auch den Stipendiatinnen und Stipendiaten des Diesterweg-Stipendiums schwer.

Der Verein Mittagsrakete hatte es sich zur Aufgabe gemacht, kostenloses Mittagessen an Kinder zu liefern, die aufgrund der Pandemie keine Möglichkeit haben, in der Kita oder einer Nachmittagsbetreuung ein warmes Mittagessen zu bekommen.

Darüber hinaus hatten auch zahlreiche Sachspenden den Verein erreicht, sodass die begrenzte Lagerkapazität schnell erschöpft gewesen ist. Ein Großteil davon waren unzählige Buchspenden für Kinder unterschiedlicher Altersklassen, die nur darauf warteten, an begeisterte kleine Leserinnen und Leser verteilt zu werden.
Die Leseförderung ist ein zentraler Aspekt des Diesterweg-Stipendiums: Alle Stipendiatinnen und Stipendiaten erhalten zu Beginn des Stipendiums eine Bücherhallenkarte und lernen dank des Lesepiloten den Umgang mit schwierigen Sachtexten. Auch ein Besuch in der Zentralbibliothek gehört für alle Familien dazu.

Um die Kinder und ihre Familien auch in dieser Zeit weiterhin im Bereich der Leseförderung zu unterstützen, vermittelte eine Patin aus dem Diesterweg-Stipendium den Kontakt zu den ehrenamtlichen Mitarbeitern der Mittagsrakete. Stellvertretend für das Diesterweg-Team nahm die Dozentin Ulrike Oppermann, die im Rahmen des Diesterweg-Stipendiums mit den Eltern bei Veranstaltungen zu Themen rund um die Erziehung arbeitet, die Bücherspenden entgegen.

Das Diesterweg-Team freut sich sehr darauf, die Bücher an die Diesterweg-Familien verteilen zu dürfen und bedankt sich herzlich für diese großzügige Spende, durch die die Zeit zuhause für die Kinder hoffentlich wie im Fluge vergeht.

30.04.2020

Verkehrspolitik in der Corona-Krise

von Dr. Willfried Maier, 1. Vorsitzender der Patriotischen Gesellschaft

Vor der Corona-Krise war Verkehrspolitik neben dem Wohnungsbau das zentrale politische Thema in der Stadt: Die Innenstadt zurück an die Fußgänger, den individuellen PKW-Verkehr durch Bahnen und Busse, sowie durch Fahrräder zurückdrängen: Dahingehend zeichnete sich eine deutliche Mehrheitstendenz ab.

Aktuell ist Verkehrspolitik schon deshalb kein so aufregendes Thema, weil viel weniger innerstädtischer, aber auch überregionaler Verkehr stattfindet: Schulen und Kitas sind weitgehend geschlossen, Gaststätten, Veranstaltungsräume, Arenen, Theater und Kinos müssen leer bleiben und viele Menschen arbeiten im Homeoffice. Ergebnis: Staus auf den Straßen gibt es kaum noch, Busse und Bahnen fahren halbleer und die Parks sind voller mit Spaziergängern und Joggern als die Bürgersteige in der Innenstadt.

Dabei bahnt sich allerdings eine Verschiebung an: Die Ansteckungsgefahr führt dazu, dass das Auto mit sozusagen privatem, abgekapselten Innenraum gegenüber den Bahnen und Bussen, deren Raum öffentlich ist, wieder bevorzugt wird. Gegenwärtig führt das noch nicht zum innerstädtischen Verkehrskollaps, weil das Verkehrsaufkommen insgesamt stark verringert ist. Das wird sich mit Wiederaufnahme des wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Lebens aber schnell ändern.

Dennoch wird längere Zeit ein Misstrauen gegenüber dem ÖPNV bleiben: Solange bis ein Impfmittel oder ein zuverlässiges Medikament zur Verfügung steht, das die  Ansteckungsgefahr verringert. Und das kann dauern. Was aber bis dahin? Sollen wir hinnehmen, dass sich seuchenbedingt eine Renaissance des innerstädtischen Autoverkehrs entwickelt, mit den bekannten stadt- und klimazerstörerischen Konsequenzen? Viele individuelle Fahrentscheidungen tendieren gegenwärtig in diese Richtung. Und die deutsche Autoindustrie bietet mächtige Lobbys auf, die staatliche Zuschüsse für neue Autos fordern, womit letztlich mehr Fahrzeuge auf die Straßen gebracht werden.

Ich glaube, dass hier schnell gehandelt werden muss, wenn diese Entwicklung verhindert werden soll. In der aktuellen Situation muss der Fahrradverkehr über das normale Maß hinaus begünstigt werden. Fahrradfahren unterliegt nicht dem Ansteckungsverdacht wie der ÖPNV, und in den beginnenden Sommermonaten wird es auch angenehmer. Da die Straßen vergleichsweise leer sind, sollte vor allem an den großen Magistralen je eine Spur vorläufig für den Autoverkehr gesperrt und für Fahrräder und E-Bikes geöffnet werden. Das würde es erleichtern, auch größere innerstädtische Strecken zügig und gesund zurückzulegen. Man könnte sich an dem geplanten Fahrradwegenetz orientieren, das ja bisher weitgehend noch auf dem Papier steht und dessen bauliche Umsetzung Zeit braucht. Provisorische Sperrungen und Umnutzungen von Spuren dagegen wären bei gutem Willen rasch gemacht und könnten, sobald der ÖPNV wieder frei genutzt wird und der Radwegeausbau vorangekommen ist, auch wieder zurückgenommen werden.

Aber handeln müsste die Stadt jetzt – und zwar schnell.

23.04.2020

Lernen in anderen Lebenswelten – SeitenWechsel bietet seltene Einblicke in soziale Einrichtungen während der Corona-Pandemie

von Elke Sank, Programmleitung SeitenWechsel bundesweit

SeitenWechsel, ein Programm der Patriotischen Gesellschaft von 1765 zur Stärkung sozialer Kompetenz von Führungskräften, arbeitet seit fast 20 Jahren in Hamburg mit rund 70 und deutschlandweit mit über 250 sozialen Einrichtungen zusammen. SeitenWechsel bietet Perspektivwechsel und Einblicke in Lebenswelten, mit denen die Programmteilnehmerinnen und -teilnehmer sonst wenig Berührung haben. Da auch die Arbeit in der Weiterbildung während der Corona-Pandemie nicht so durchgeführt werden kann wie sonst, hat das Team von SeitenWechsel soziale Einrichtungen befragt, wie sie mit der aktuellen Situation umgehen und gewährt so seltene Einblicke in die sozialen Institutionen.

Während der Corona-Pandemie möchten wir unsere Partner, die sozialen Einrichtungen, unterstützen und auf ihre besonderen Herausforderungen in der aktuellen Lage aufmerksam machen. Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sowie Klienten und Klientinnen der sozialen Einrichtungen sind dem Covid 19-Virus schutzloser ausgeliefert als Menschen, die in ein funktionierendes soziales und finanzielles Netz eingebettet sind. Für den Umgang mit schwierigen Lebenssituationen sind aber gerade die sozialen Einrichtungen die Experten. Sie unterstützen in Extremlagen und organisieren das Zusammenleben von Menschen, die durch Wohnungslosigkeit, Sucht, psychische Krankheiten, Behinderung oder den bevorstehenden Tod besonders verletzlich sind.

Viele Führungskräfte haben in den letzten zwanzig Jahren im Rahmen eines SeitenWechsels bei genau diesen Expertenteams gelernt und hautnah erfahren, was in Krisensituationen zählt: Kommunikation, Klarheit, Menschlichkeit. Solche Erfahrungen sind wichtige Ressourcen für jeden Einzelnen, für Teams und Organisationen, um Herausforderungen zu meistern und gestärkt aus einer Krise zu kommen.

So berichten zum Beispiel Anke Konrad und Susanne Ferjani von der Kindeswohl-Berlin gGmbH, dass eine Kollegin 14 Tage und Nächte lang mit neun Kindern in einem Haus alleine gelebt hat – niemand durfte rein oder raus.

Johan Graßhoff, Straßensozialarbeiter im Diakonie-Zentrum für Wohnungslose in Eimsbüttel, erzählt, dass nach einer kleinen Pause nun auch wieder der Mitternachtsbus unterwegs sei und alle an kreativen Lösungen arbeiteten, um eine Hilfe für obdachlose Menschen zu gewährleisten. „Als Diakonie-Zentrum für Wohnungslose benötigen wir dringend Geld- und Sachspenden, damit wir zum Beispiel Lunchpakete organisieren können. Daher freuen wir uns sehr über die Unterstützung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Modeanbieters bonprix, die persönlich kurzfristig etwas bewegen wollten. Über das Führungskräfteprogramm SeitenWechsel sind die Mitarbeiter auf das Diakonie-Zentrum aufmerksam geworden und haben uns privat 400 Euro gespendet“, sagt Graßhoff.

Die kompletten Interviews mit Mitarbeitern der sozialen Einrichtungen und weitere Informationen zu SeitenWechsel finden Sie unter https://seitenwechsel.com/news

16.04.2020

StadtGesundheit und Corona

von Prof. Dr. Rainer Fehr und Prof. Dr. Alf Trojan, Sprecher der Themengruppe Nachhaltige StadtGesundheit

Im Februar 2019 beschloss die Patriotische Gesellschaft eine Themengruppe einzurichten, um "Gesundheit" als Thema der Stadtgesellschaft zu diskutieren. Diese Gruppe nahm im März 2019 ihre Arbeit auf und formulierte in einem Eckpunktepapier: "Die Bedeutung von Gesundheit und Krankheit für jedes einzelne Menschenleben in allen Lebensphasen liegt auf der Hand. Wie umfangreich jedoch die Verbindungen auch zum Geschehen im Stadtquartier, -teil, -bezirk und in der Gesamtstadt sind, rückt erst allmählich (wieder) ins Bewusstsein." Seit März 2020 beherrscht nun durch das unerwartete Auftreten einer neuen Infektionskrankheit das Thema „Gesundheit“ die Kommunikationskanäle. Die Corona-Pandemie lässt uns alle eine schwindelerregende Lernkurve durchlaufen. In einer Deutlichkeit, die sich niemand gewünscht hätte, entdecken wir in rascher Abfolge immer neue Facetten der Verflechtung von Gesundheit und gesellschaftlichem Leben. Kein Lebensbereich scheint ausgenommen. Das von der Weltgesundheitsorganisation vor geraumer Zeit entwickelte Konzept "Health in all Policies" bedarf gegenwärtig keiner umständlichen Erläuterungen.

Die ergriffenen Schutzmaßnahmen treffen bisher durchweg auf eine sehr große Bereitschaft zur Einhaltung der aktuell verordneten, auch die Grundrechte einschränkenden Regeln. Kaum eine Stimme fordert hier mehr Vertrauen in den „Markt“. Gleichwohl handelt es sich um geradezu „brachiale“ Eingriffe in die gesellschaftlichen Abläufe samt Bildungswesen, Wirtschaft, Sozialbereich und Kultur. Hier steht jetzt sehr viel auf dem Spiel. Von den Entscheidungen über solche Maßnahmen – einschließlich ihrer Umsetzung und dann auch Aufhebung – ist die gesamte Gesellschaft betroffen. Anders als bei zahlreichen kleineren Anlässen erscheint das Zusammenspiel von Wissenschaft als beratender und Politik als entscheidender Instanz beim Umgang mit der Corona-Pandemie bisher verantwortungsvoll und überzeugend.

Wir sollten aber nicht übersehen: Für die kritisch-konstruktive Zusammenfassung wissenschaftlicher Informationen als Grundlage zur Entscheidungsfindung – gerade zu Gesundheitsthemen – spielt das Konzept der Evidenzbasierung eine zentrale Rolle. Anders als im philosophischen Sprachgebrauch bedeutet Evidenz hier auf systematischer Forschung basierendes, qualitäts-gesichertes Wissen. Für die Evidenzbasierung von Entscheidungen spielen etablierte Verfahren wie Health Technology Assessment (HTA), Folgenabschätzung und Maßnahmen-Evaluation eine wichtige Rolle. Angesichts einer medialen Fokussierung auf einzelne ExpertInnen ist momentan schwer zu erkennen, ob und in welchem Maße die Politik auch auf solche Standardverfahren (in den Umständen angepasster Form) zurückgreift.

Die Auswirkungen der Pandemie treffen die verschiedenen Gruppen der Gesellschaft nicht mit gleicher Wucht. Das unmittelbare Risiko einer schwerwiegenden physischen Erkrankung ist größer für ältere Menschen und beim Vorliegen von Vorerkrankungen. Die sozialen Einschränkungen und wirtschaftlichen Veränderungen lassen sich je nach Lebenslage, Bildungsstand, Arbeitsverhältnis und persönlicher Wirtschaftslage unterschiedlich leicht abfedern. Die Bewältigung von Stress-Situationen samt ausgeprägter Ungewissheit ist eine seelische Herausforderung insbesondere auch für diejenigen, die vorher schon an Angststörungen zu leiden hatten. Bei einem Beitrag über Stadt und Gesundheit im damaligen (2003) Hamburger Stadtsalon löste schon die Erwähnung von Mortalitätsraten ein gewisses Befremden aus. Die tägliche Erwähnung wachsender Sterbezahlen in den gewohnten Medien dürfte für weite Kreise eine ungewohnte Konfrontation mit gesundheitlicher Fragilität und Tod darstellen.

So unerwünscht eine solche Konfrontation auch vielen ist, könnte sie doch beitragen zu einer Reflexion darüber, was uns im Leben wirklich wichtig ist. Wie schon vielerorts diskutiert wird, lässt sich ja ein Spektrum positiver (Neben-)Wirkungen der Pandemie ausmachen, darunter ein hohes Maß an gesellschaftlicher Solidarität und sozialer Unterstützung sowie weithin Anerkennung dafür, dass urbane Systeme der Energie-/Wasser-/Lebensmittelversorgung, des Abfallwesens, der Kommunikation und des Verkehrs sowie vor allem auch der medizinischen und pflegerischen Versorgung zumindest bisher gut funktionieren. Positiv zu vermerken sind auch die beobachtbaren Umweltentlastungen z.B. durch verminderte Verkehrsemissionen; nur stellen die gegenwärtigen Bedingungen natürlich kein brauchbares Modell für den weiteren Weg zur ökologischen Nachhaltigkeit dar. Beim Wiederbeleben der gesellschaftlichen Prozesse wird eine Herausforderung darin liegen, ressourcenschonende Wege einzuschlagen und Nachhol-Effekte nach Kräften zu vermeiden.

Die für viele Bereiche eingetretene Entschleunigung fordert sowohl zum persönlichen Nachsinnen als auch zur wissenschaftliche Analyse heraus, wobei sich – auch aus Gesundheitsperspektive – „ambivalente“ Ergebnisse erwarten lassen. Gleiches dürfte für die beobachtbare Turbo-Digitalisierung im Bildungs- und Arbeitsleben gelten. Während es jahrelang sehr schwierig war, zwecks Emissionsminderung und Ressourcenschonung die täglichen Arbeitswege sowie Geschäfts- und Tagungsreisen zu mindern, werden Alternativen wie Home-Office nun quasi über Nacht im großen Maßstab realisiert. Einerseits wird sich der volle „Preis“ einschließlich Nebenwirkungen wie belastenden Stress-Situationen erst allmählich erschließen; andererseits belegt der unfreiwillige Großversuch durchaus Veränderungspotenziale, die für Gesundheit und Nachhaltigkeit nützlich werden können.

Ambivalent, so viel ist absehbar, werden auch die Lernlektionen für die Gesundheitswissenschaften sein. Sowohl das Versorgungssystem als auch der Öffentliche Gesundheitsdienst erfahren zurzeit ein hohes Maß an Anerkennung – was sich hoffentlich in strukturelle und prozedurale Verbesserungen übersetzen wird. Manche eingeschliffenen Denkweisen sind zu hinterfragen. „Gesundheitsschutz“ ist keineswegs ein obsoletes Thema; Schutz und Förderung der Gesundheit werden wohl neue Verbindungen einzugehen haben. – Um das aktuelle Corona-Geschehen zu verstehen braucht es ein ganzes Bündel unterschiedlicher Perspektiven, neben biomedizinischer auch die (gesundheits-)psychologische, soziologische, ökonomische und weitere Sichtweisen auf Gesundheit und Krankheit; die humanökologische Perspektive hilft zu einer integrativen Sicht.

In dieser Situation von Ungewissheit eines historischen Ausmaßes kommt verlässlichen Informationsquellen eine besondere Bedeutung zu. Die zentrale Rolle des Robert-Koch-Institutes (www.rki.de) ist allseits bekannt; ergänzend ist die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (www.bzga.de) für besonders allgemeinverständliche Informationen sowie Praxis-Tipps zu nennen. International ausgerichtet sind die Weltgesundheitsorganisation (www.who.int und www.euro.who.int/de) und das European Centre for Disease Prevention and Control der EU (wwww.ecdc.europa.eu).

Was können wir als BürgerInnen innerhalb und außerhalb der Patriotischen Gesellschaft jetzt tun?
- Wir sollten die Corona-Gesundheitsregeln einhalten.
- Wie bereits begonnen sollten wir mit modifizierten Mitteln einschließlich digitaler Kommunikation die gemeinsamen Ziele weiterhin verfolgen.
- Wir sollten uns wechselseitig dabei helfen, die vielfältigen Ungewissheiten auszuhalten, die unsere Kurz- und Langfristperspektiven betreffen.
- Wir können uns dafür einsetzen, dass sowohl für Krisensituationen wie auch darüber hinaus der Stellenwert von qualitäts-gesicherten Informationen und entscheidungs-unterstützenden Prozessen besser gewürdigt wird, sei es für künftige Pandemien oder auch für „Zukunftsfestigkeit“ / Nachhaltigkeit.
- Der seelischen Gesundheit kann es zuträglich sein, wenn wir uns am Zusammentragen von Corona-Sammelstücken beteiligen (digital: https://coronarchiv.geschichte.uni-hamburg.de/; physisch-analog: www.uke.de/kliniken-institute/institute/geschichte-und-ethik-der-medizin/medizinhistorisches-museum/index.html.
- Schon jetzt können wir auch mit einem Projekt „Lernen aus der Pandemie“ beginnen, zumindest stichwortartig unsere unterschiedlichen persönlichen, sozialen und institutionellen Erfahrungen aus der aktuellen Situation zusammentragen und über bewahrenswerte Änderungen diskutieren.
- Auch wenn wir ungeduldig auf Rückkehr zur Normalität warten, sollten wir bei Freigabe von Spielräumen unsere Tätigkeiten samt Reisen und Konsum möglichst „sanft“ wieder aufnehmen.

16.04.2020

Bürgerbeteiligung und öffentliches Leben

von Dr. Willfried Maier, Sprecher des Arbeitskreises Gutes Leben

Wir hatten im Bürgerschaftswahlkampf das Thema der Bürgerbeteiligung in einer Podiumsdiskussion mit Parteienvertretern von SPD, CDU, Grünen und Linken aufgerufen. Diese Veranstaltung haben wir auf der letzten gemeinsamen Sitzung ausgewertet. Überrascht hatte uns, dass unsere Thesen und Forderungen von allen anwesenden Parteien akzeptiert wurden. Jetzt ging es darum, wie wir nachsetzen und dem Thema z.B. in den bevorstehenden Koalitionsverhandlungen Gewicht verschaffen könnten. Dazu sind inzwischen mit prominenten Vertretern von SPD und Grünen Gespräche geführt worden. Aber die Corona-Krise hat zur Verschiebung der Koalitionsverhandlungen geführt und auch das Thema vorläufig in den Hintergrund gedrängt.

Im weiteren Verlauf unseres Treffens wurden zwei Texte diskutiert: Von Paul Collier „Sozialer Kapitalismus“ und „Alltäglicher Kommunismus“ von Wolfgang Streeck. Während Collier sich darauf konzentriert, dass eine soziale Einhegung des Kapitalismus nur gelingen kann, wenn statt abstrakter universalistischer Prinzipien reziproke Verpflichtungsverhältnisse wieder- bzw. neu hergestellt werden und sich dabei insbesondere auch auf den Nationalstaat als unverzichtbaren Solidaritätsrahmen bezieht, richtet Streeck das Augenmerk auf die physische und soziale Infrastruktur von Gesellschaften als fundamentale Basis von Wirtschaft und Demokratie. Dabei stehen vor allem die Kommunen im Zentrum.
Nach der Corona-Krise mit ihren Kontakt- und Versammlungsverboten wird es darauf ankommen, die Stadt und den öffentlichen Raum zurückzugewinnen. Das wird nicht leicht sein: Amazon und andere Online-Händler machen gegenwärtig einen großen Sprung beim Umsatz und indirekt bei der Verwandlung von Bürgerinnen und Bürgern in eingehegte Haustiere mit Vollversorgung. Viele kleine Händler und Gastronomen werden aufgeben müssen. Kleine Kulturinitiativen wissen nicht mehr weiter. Das bedeutet: Der öffentliche Raum, das Leben auf den Straßen und Plätzen verliert spontane Anlässe.
Wir werden sie also schaffen müssen. Die Themen von „Altstadt für Alle“ werden noch bedeutungsvoller als vorher: Mehr Wohnungen und mehr Kleingewerbe in die Innenstadt, Hilfen für Kleinhändler und Kulturinitiativen. Und jetzt erst recht: Autoverkehr raus. Die Innenstadt muss echte Stadtqualität gewinnen, wenn sie unter verschärften Bedingungen überleben will. – Alles, was die Stadt und den öffentlichen Raum attraktiv macht, zu Begegnungen und Gesprächen verlockt, hat höchste Bedeutung. Nur so entsteht auch das Beziehungsgeflecht, aus dem Bürgerbeteiligung wachsen kann. Dieses Thema werden wir im laufenden Jahr theoretisch und praktisch weiter verfolgen.
Wir hatten uns außerdem vor der Krisen-Zuspitzung vorgenommen, der Frage nachzugehen, ob und in welcher Weise Religionen zum guten Leben gehören. Von Corona ist jetzt auch die Religion als eine öffentliche Angelegenheit betroffen: Gemeinsame Gottesdienste und Rituale gibt es gegenwärtig nicht. Und Religionsvertreter reagieren sehr unterschiedlich darauf: Die Vertreter der großen Kirchen und der meisten muslimischen Verbände rufen zu verantwortungsvollem Handeln im Sinne von Kontaktvermeidung auf. Fundamentalistische Prediger sprechen von einer Strafe Gottes, gegen die nur gemeinsame Gebete schützen können. Das Thema bleibt also – durch die Ausnahmesituation verschärft – auf unserer Tagesordnung.

08.04.2020

Der Salon in Zeiten von Corona

von Veronika Klosa, Sprecherin der Projektgruppe Salon

Die Salon-Veranstaltungen im März spiegeln im Rückblick die rasante Entwicklung vom aktiven Leben in die plötzliche Entschleunigung wider. Der Diskussionskreis am zweiten Dienstag des Monats fand noch in guter Besetzung mit lebhaften Gesprächen statt. In der Nacht zum Mittwoch war der Kipppunkt. Die Autorin, die am Abend im Rahmen von „Neue Literatur im alten Gewölbe“ lesen sollte, sagte kurzfristig ab. Für die Besucher, die trotz einer Mitteilung auf der Website gekommen waren, improvisierten die Moderatoren eine Lesung mit eigenen Texten. Und am Sonntag erfolgte die Vollbremsung in die immer noch anhaltende Ruhephase.
Womit wir uns beschäftigen? In das Jahr 2020 haben wir ein Thema aus dem letzten Jahr mitgenommen: „Medien im Wandel“. Wir haben diesen Schwerpunkt gesetzt, weil es auch für widerständige Geister nahezu unmöglich ist, sich den Entwicklungen im Bereich der Medien zu entziehen, doch wo wir Vorbehalte haben, sollten wir sie auch begründen können und das Terrain so gut kennenlernen, dass wir in der Lage sind, uns gegebenenfalls informiert einzumischen. Geplant wäre in diesem Zusammenhang, die Mai-Sitzung der gegenwärtigen Situation der kleinen Verlage zu widmen. Am darauf folgenden Abend würde im Gewölbekeller ein 2019 in einem Kleinverlag erschienener Sammelband durch einen der darin vertretenen Autoren vorgestellt.

In ein zweites Thema, das bereits seit geraumer Zeit an Aktualität gewinnt, ist der Salon gerade eingestiegen: „Identität und Heimat“. In der letzten Sitzung vor dem allgemeinen Stillstand gab es eine „Einführung in das Thema Identität, unter besonderer Berücksichtigung der narrativen Identitätskonstruktion“. Dabei ging es auch um kollektive Erzählungen und die Vorbereitung auf Positionen des Politikwissenschaftlers Herfried Münkler, der am Gründungstag der Patriotischen Gesellschaft einen Vortrag gehalten hätte, wenn es nicht zum Shutdown gekommen wäre. Darüber hinaus wäre Münklers Forderung von 2009 nach einer „Großerzählung für Deutschland“ im Hinblick auf die von der Patriotischen Gesellschaft  geplante Veranstaltung zum Verfassungspatriotismus zu diskutieren gewesen.
Doch trotz der Konjunktive, die ich oben benutzen musste, sind bisher noch keine Verluste, sondern allenfalls Aufschübe zu konstatieren. Im Übrigen bestätigt sich gerade eine Aussage, die vor einiger Zeit bei einem Vortrag über Mediennutzung im Salon auf Verblüffung gestoßen war, nämlich, dass die Menschen in Krisenzeiten wieder auf öffentlich-rechtliche Angebote zurückgreifen, und auch die Millenials hören den NDR-Podcast des Virologen Christian Drosten und sitzen laut Leibniz-Institut abends vor dem Fernseher, um die Tagesschau zu sehen. Es gibt viele Fragen, mit denen wir uns beschäftigen sollten: Wird das Vertrauen, das den traditionellen Medien gerade entgegengebracht wird, anhalten? Was muss sich verändern? Wie werden wir in Zukunft miteinander umgehen? Gibt es eine neue Etikette? Entwickeln wir eine Maskenkultur? Wie werden wir uns versammeln? Wollen wir einen Begriff wie „Social Distancing“, der doch eigentlich körperliche – nicht „soziale“ – Distanz einfordern soll, wirklich übernehmen? Der Stillstand lädt zum Nachdenken und genauem Hinsehen ein.

08.04.2020

Corona-Krise und Gemeinwohl

von Dr. Willfried Maier, 1. Vorsitzender der Patriotischen Gesellschaft

Wer nur die Frage stellt: Wie überleben wir die Krise? stellt sie zu eng. Über das dringliche private Interesse hinaus lautet sie: Wie überleben wir als Bürgerinnen und Bürger und wie die Stadt bzw. das Land als demokratische Republik und Europa als Gemeinschaft freier Staaten?
Als politische Hauptgefahr in der gegenwärtigen Situation wird häufig genannt der versteckte Totalitarismus, der in der Einschränkung der individuellen Handlungsfreiheit und den drohenden Überwachungen vermutet wird. Ich halte diese Besorgnisse aktuell in Deutschland für abwegig. Regierung und Opposition bewegen sich eher vorsichtig, versuchen sich nicht an populistischen Geländegewinnen, sondern argumentieren mit den Bürgerinnen und Bürgern. Richtig ist allerdings, dass das Bürger-Sein in der aktuellen Situation sehr erschwert ist.

Immerhin haben sich Bundesregierung und Senat insofern auch in der Ausnahmesituation republikanisch verhalten, als sie nicht jede öffentliche Bewegung verboten, sondern Regeln der Abstandnahme formuliert haben, an die sich die Bürger halten sollen. Dieses Element der Selbstermächtigung zum guten Verhalten ist gewahrt geblieben. Und die Gesellschaft hat bisher den Test auf Bereitschaft zur Solidarität gut bestanden: Die Solidarität der Jüngeren mit den stärker gefährdeten Älteren, ausgedrückt im rücksichtvollen Verhalten, ist hoch.
Bemerkenswert ist auch, dass die Sterberate in Deutschland im Vergleich bisher niedrig ist. Das hängt vermutlich damit zusammen, dass die ökonomistische Behandlung des Gesundheitswesens – trotz der gemeinschaftsschädlichen Privatisierung vieler Krankenhäuser – bisher auf Schranken gestoßen ist durch öffentliche Finanzierungsgarantien. Allerdings war bis vor wenigen Wochen noch – bis in linksliberale Kreise – immer wieder die Klage zu hören, Deutschland habe zu viele Krankenhäuser. Dieses „Zuviel“ war bezogen auf Normalsituationen, Normalauslastung und die dann sicherzustellende Renditeerwartung. Ein öffentliches Gesundheitswesen muss aber gerade auch für den Ausnahmefall da sein und muss dafür Reservekapazitäten bereithalten, die dem privaten Betreiber unrentabel erscheinen.
Offensichtlich wird das gegenwärtig beim Fehlen von Gesichtsmasken. Deren Bevorratung war im nationalen Pandemieplan ausdrücklich vorgesehen, ist aber unterblieben – offenbar aus Einsparungsgründen. Ökonomistische Kalküle haben hier auch das staatliche Gesundheitswesen beherrscht. Heute führt das zu der absurden Situation, dass alle mögliche gesundheitspolitischen Sprecher behaupten, das Tragen solcher Masken sei unnötig. Hintergrund dafür ist die Befürchtung, dass ansonsten das stärker gefährdete medizinische Personal aus den knappen Beständen nicht mehr versorgt werden könnte. Eine vermutlich zutreffende Befürchtung, aber ein Armutszeugnis für die Gesundheitspolitik.

Die Sorge um das Gemeinwohl gewinnt in der Krise verstärkte Bedeutung.

30.03.2020

Hamburger Stadtteilkulturpreis 2020

Onlineverleihung am 21. April um 17 Uhr

Die Behörde für Kultur und Medien Hamburg, die Hamburgische Kulturstiftung, die Gabriele Fink Stiftung, die Alfred Toepfer Stiftung F.V.S., die Patriotische Gesellschaft von 1765 und Stadtkultur Hamburg laden ein zur Onlineverleihung des Hamburger Stadttteilkulturpreises 2020.

Um auch in diesem Jahr allen die Teilnahme an der Verleihung zu ermöglichen, wird der Hamburger Stadttteilkulturpreis 2020 online vergeben: Am 21. April können Sie ab 17 Uhr das Video zur Verleihung auf www.stadtteilkulturpreis.de abrufen und endlich erfahren, wer den Preis dieses Jahr gewonnen hat.

In diesem Jahr geben wir Ihnen keine Hinweise für die Anreise. Stattdessen empfehlen wir Ihnen, sich für die feierliche Stimmung bei der Preisverleihung angemessen zu kleiden und ein adäquates Kaltgetränk zum Anstoßen bereitzuhalten.

Bleiben Sie gesund!

Mit dem Hamburger Stadttteilkulturpreis werden herausragende und erfolgreiche Projekte und Programme der Hamburger Stadtteilkultur ausgezeichnet. Der Preisträger wurde von einer unabhängigen Jury ausgewählt, bestehend aus Hella Schwemer-Martienßen (ehemals Stiftung Hamburger Öffentliche Bücherhallen), Carolin Sassmannshausen (Klaus und Lore Rating Stiftung) und Robert Hillmanns (zakk Düsseldorf). Preisstifter sind die Hamburgische Kulturstiftung, die Gabriele Fink Stiftung, die Patriotische Gesellschaft von 1765 und die Behörde für Kultur und Medien Hamburg. Die Alfred Toepfer Stiftung F.V.S. unterstützt die Umsetzung. Statdtkultur Hamburg ist für die Organisation und Durchführung des Wettbewerbs zuständig.

Rolf Kellner und Tu Phung Ngo beim Rat für Nachhaltige Entwicklung in Berlin

25.03.2020

Nachhaltigkeitskultur

Ein Besuch beim Rat für Nachhaltige Entwicklung in Berlin: Was können wir daraus mitnehmen?

von Tu Phung Ngo, Mitglied im Arbeitskreis Stadtentwicklung der Patriotischen Gesellschaft von 1765

Am 17. und 18.02.2020 fand in Berlin erstmals ein Netzwerktreffen der Gewinner des Fonds Nachhaltigkeitskultur im Haus des Rats für Nachhaltige Entwicklung (RNE) und der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) statt. Das Ziel war klar: In den Austausch gehen und voneinander lernen. Im Rahmen der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie (1) stellte das Bundeskanzleramt seit 2017 Fördermittel in Höhe von 7,5 Millionen Euro für gemeinnützige Projekte bereit, die sich an den Zielen der Sustainable Development Goals (SDGs) (2) der Vereinten Nationen orientieren. In einem bundesweiten Wettbewerb wählte der Rat für Nachhaltige Entwicklung Projekte aus, die jeweils mit einer Summe von 50.000 Euro aus dem Fonds Nachhaltigkeitskultur gefördert wurden, um kreative und experimentelle Konzepte für eine nachhaltige Entwicklung zu erproben. Einer der glücklichen Gewinner dieses Wettbewerbs war die Patriotische Gesellschaft von 1765 mit dem Projekt „Der Drache erweckt die hamburgische Altstadt“, angelehnt an das Drachensymbol für Lebendigkeit und Mut. Ideengeber und Projektleiter*Innen waren Rolf Kellner vom Stadtplanungsbüro üNN (überNormalNull GmbH) und Tu Phung Ngo von Phoenix Feng Shui, als Mitglieder der Patriotischen Gesellschaft. Unser Projekt befasste sich mit vier Sustainable Development Goals: Nachhaltige Städte und Gemeinden; nachhaltiger Konsum und Produktion; Gesundheit und Wohlergehen; Partnerschaften zur Erreichung der Ziele.

Seit Dezember 2019 ist das Projekt offiziell beendet und wir blicken stolz auf das zurück, was wir mit der Projektförderung des RNE erreicht haben. Unser wesentliches Ziel war es, die Altstadt von Hamburg lebendiger zu machen und mutige Impulse für eine nachhaltige Stadtentwicklung zu geben. Dazu gehörte das Anschieben von nachhaltigen Mobilitätskonzepten im „fußgängerfreundlichen Rathausquartier“. Zur Entdeckung der Altstadt wurden Bewohner und Besucher von Hamburg außerdem mit geführten Touren eingeladen, auf denen sie alte und neue Kraftorte im Herzen der Stadt kennen lernen konnten und auf die Herausforderungen und Potentiale für die Zukunft dieser Orte aufmerksam gemacht wurden. Der Drache markierte dabei als Symboltier aus bunten Ballons wichtige Wege und Orte und schuf Aufmerksamkeit für unser Anliegen. Zwei nennenswerte Kraftorte sind der traditionsreiche Hopfenmarkt am St. Nikolai Mahnmal und das Nikolaifleet mit dem historischen Alsterhafen. Auf dem Hopfenmarkt machten wir mit einem temporären Pavillon auf die Vergangenheit des Ortes als lebendiger Marktplatz aufmerksam und diskutierten Ideen für eine neue Belebung des heute wenig genutzten Platzes. Zeitgleich regte eine Klimaskulptur über den Wassern des Nikolaifleets auf performative und künstlerische Weise dazu an, über das Thema des Klimawandels nachzudenken und dies in unmittelbarer Nähe der stark befahrenen Verkehrsschneise der Willy-Brandt-Straße zu tun. Dies ist nur ein kleiner Ausschnitt unseres vielfältigen Programms. Mehr Informationen zu allen Installationen und Teilprojekten finden Sie hier.

Im Rahmen des Netzwerktreffens in Berlin mit anderen Projektleiter*Innen konnten Rolf Kellner und ich weitere, ähnlich spannende Projekte kennenlernen, die alle eines gemeinsam haben: Von der Idee bis zur Umsetzung der Projekte gab es nicht nur Zustimmung und Unterstützung, sondern auch Widerstände und Rückschläge. Da hieß es für alle Beteiligten, nicht aufzugeben und mit viel Ausdauer und Kraft trotzdem voran zu kommen. Im Netzwerktreffen wurde sehr deutlich, dass Akteure aus gemeinnützigen Organisationen nur dann ans Ziel kommen, wenn sie von ihren Anliegen überzeugt sind. Eine weitere wichtige Erkenntnis aus dem Treffen in Berlin war, dass ein gutes Miteinander entscheidend für den Erfolg solcher Projekte ist. Gerade beim Einwirken auf unsere städtischen Lebensräume brauchen wir eine starke Gemeinschaft, die aufeinander achtet. Der Rat für Nachhaltige Entwicklung hat in dieser Hinsicht eine Vorbildfunktion eingenommen, indem er seine Tore geöffnet und mit uns auf Augenhöhe diskutiert hat, wie wir als Gemeinschaft noch stärker agieren können. Mehr über die gelungene Netzwerkveranstaltung gibt es hier zu lesen.

Neben den inhaltlichen und sozialen Elementen hängt der Erfolg von Projekten für eine nachhaltige Entwicklung jedoch, auch im kulturellen und kreativen Bereich, von einer gelungenen Projektorganisation und einem durchdachten Projektcontrolling ab. Viele Projekte hatten in diesem Feld erhebliche Probleme und konnten deshalb nicht alle verfügbaren Fördermittel abrufen. Unser Projekt war mit einer klaren Rollenteilung zwischen Kuratierung und Organisation in der Projektleitung, einem guten Controlling und in der engen Zusammenarbeit mit der Verwaltung der Patriotischen Gesellschaft von 1765 vergleichsweise gut aufgestellt. Dennoch, für künftige zivilgesellschaftliche Projekte bleibt dies ein sehr wesentlicher Punkt, der besonders zu beachten ist, um professionell und mit möglichst wenig Ressourcenverschleiß die gesteckten Ziele zu erreichen.

Wie kann es nun in Zukunft mit der nachhaltigen Stadtentwicklung in der Hamburger Altstadt weitergehen?

Unser Projekt „Der Drache erweckt die Hamburgische Altstadt“ war ein erster Impuls. Eine lebendige, menschlich orientierte, gesunde Stadt mit achtsamen Akteuren sollte der Maßstab sein, um die Hamburger Altstadt mit Blick auf die SDG‘s weiter zu entwickeln. Die Akteure in der Altstadt sollten daher die SDG’s klar in den Fokus ihrer Projekte nehmen. Die Patriotische Gesellschaft von 1765 kann mit ihrer bürgerschaftlichen Tradition an einem zukunftsfähigen Modell der Altstadt und einer Kultur der Nachhaltigkeit mitwirken und ganz nach dem Prinzip „think global, act local“ somit ihren Beitrag zur Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie und zur Agenda 2030 leisten.

(1) Seit 2002 hat die deutsche Bundesregierung die sogenannte „Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie“ basierend auf der „Agenda 21“ beschlossen und im Jahr 2015 diese Strategie mit den 17 SDG’s erweitert. Im Jahr 2020 wird eine Aktualisierung der Nachhaltigkeitsstrategie erarbeitet, u.a. auf Regionalkonferenzen. Mehr Informationen dazu hier.

(2) Die Vereinten Nationen haben im Jahr 2015 in Paris die sogenannte „Agenda 2030“ (eine Fortsetzung der Agenda 21) verfasst und sich dieser verschrieben. Die Agenda umfasst 17 Nachhaltigkeitsziele, die eine ökonomische, soziale und ökologische Ebene aufweist. Bis zum Jahr 2030 sollen die Ziele erreicht werden. Mehr Informationen dazu hier und hier

25.03.2020

Jugendhilfe sozialräumlich denken

Thesenpapier des Bezirksamtleiters Hamburg-Mitte, Falko Droßmann

Auf der Veranstaltung "Jugendhilfe sozialräumlich denken" am 19. November 2019 stellte Falko Droßmann, Bezirksamtsleiter Hamburg-Mitte, seine Vorstellungen zur konzeptionellen und finanziellen Umsetzung des Fachkonzepts der Sozialraumorientierung in der Hamburger Kinder- und jugendhilfe vor.

Einen Bericht zur Veranstaltung finden Sie im Bienenkorb 01/2020

Das Thesenpapier von Falko Droßmann kann hier heruntergeladen werden.

16.03.2020

Keine Veranstaltungen der Patriotischen Gesellschaft während der Corona-Pandemie

Veranstaltungen bis zum 30. April ausgesetzt

Entsprechend der Anordnung des Senats setzen wir alle Veranstaltungen der Patriotischen Gesellschaft bis zum 30. April 2020 aus. Wir hoffen Sie bald wieder im Haus der Patriotischen Gesellschaft begrüßen zu können. Bleiben Sie gesund!

27.02.2020

Regional und nachhaltig

Diskussion über die Landwirtschaft in Hamburg

Die Veranstaltung „Regional und nachhaltig“ lockte am 4. Februar zahlreiche Zuhörer in den Reimarus-Saal. Neben den agrarpolitischen Sprecherinnen der in der Bürgerschaft vertretenen Parteien hatte die Themengruppe Regionale Nachhaltigkeit Annette Stünke vom Bioland-Verband und Andreas Kröger vom Wirtschaftsverband Gartenbau Norddeutschland auf das Podium geladen, um den direkten Dialog von Landwirtschaftsvertretern und Politikern zu fördern und dem Publikum einen Einblick in die Probleme der Hamburger Landwirte zu geben. Unverständlicherweise war vom ebenfalls geladenen Bauernverband trotz intensiver Bemühungen keine Resonanz auf die Einladung gekommen, aber da Herr Kröger auch Präsident der Landwirtschaftskammer Hamburg ist, konnte auch über Gemüse- und Gartenbau hinaus ein Blick auf die Interessen der Landwirte geworfen werden.

Ungewöhnlich wenig streitig waren – trotz bevorstehender Bürgerschaftswahl – die Ansichten der Parteivertreter zu den Maßnahmen, die ein gedeihliches Fortbestehen der Agrarbetriebe absichern müssten; einhellig gelobt wurde – auch von den beiden Vertreterinnen der Landwirtschaft – das Agrarpolitische Konzept des Senates, das im Herbst einmütig von der Bürgerschaft begrüßt worden ist. Gleichwohl ist nicht alles im grünen Bereich für die Bäuerinnen und Bauern: als Problem stellen sich nicht nur die niedrigen Erzeugerpreise und die billigeren Lebensmittel aus anderen EU-Regionen dar. Insbesondere die große Konkurrenz um Flächen stellt die Landwirte vor Probleme, da Wohnen, Verkehr und Gewerbe immer wieder die größere Durchsetzungskraft gegenüber den agrarischen Interessen entfalten und ehedem landwirtschaftliche Flächen umgewandelt werden. Oberbillwerder war in diesem Zusammenhang ein Negativ-Stichwort. Sehr erschreckend auch der Bericht eines anwesenden Milchbauern aus Rissen, dessen gepachtete Weiden vom Eigentümer an einen Pferdehof – betrieben wohl von einem Finanzinvestor – verkauft worden sind. Das erste Zeichen von „land-grabbing“ in Hamburg? Auch die Stadt selbst ist gefordert, den bäuerlichen Betrieben Planungssicherheit durch langfristige Flächenverpachtung zu geben, was wohl nicht immer hinreichend geschieht. Schließlich sind auch in Hamburg die Taten der Verbraucher nicht immer mit ihren Worten deckungsgleich – Herr Kröger erinnerte an die erschreckende Zahl von 30 % der landwirtschaftlichen Erzeugnisse, die schon bevor sie auf den Markt gekommen seien vernichtet würden, weil sie den Ansprüchen der Käufer an „Makellosigkeit“ nicht genügten.
Insgesamt konnte der Abend nur ein erster interessanter Aufriss der Realität unserer Nahversorger sein. Insbesondere die Frage der Verteilung und Vermarktung, der Verantwortung von Handelsketten und der „Gegenwehr“ durch Direktvermarktung wird Thema weiterer Veranstaltungen der Themengruppe „regionale Nachhaltigkeit“ sein. Die Themengruppe freut sich über neue Mitglieder, die Lust haben, das mit uns zusammen weiter zu verfolgen.
Carola v.Paczensky

26.02.2020

Stellenausschreibung: Assistenz im Diesterweg-Stipendium Hamburg (BFD) zum 1. September 2020 gesucht

Für das Diesterweg-Stipendium Hamburg sucht die Patriotische Gesellschaft zum 1. September 2020 eine/n Freiwillige/n (w, m, d) in Vollzeit im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes als Assistenz für das Projektteam (Dauer 12 bis 18 Monate).

Mein Name ist Cornelius Gutenmorgen und seit September 2019 mache ich meinen Bundesfreiwilligendienst beim Diesterweg-Stipendium Hamburg. Als ich im letzten Sommer mein Abitur gemacht habe, war für mich sofort klar, dass ich nicht direkt studieren möchte. Viel lieber wollte ich mich ein Jahr lang sozial engagieren. Im Diesterweg-Stipendium habe ich für mich die perfekte Einsatzstelle gefunden.

Das Diesterweg-Stipendium ist Deutschlands einziges Familienbildungsstipendium. Kernziel ist es, begabte Kinder und ihre Familien auf dem Weg in die weiterführende Schule zu unterstützen und den weiteren Bildungsweg erfolgreich zu gestalten. Ein Freiwilligendienst ist so viel mehr, als nur Kinderbetreuung oder Altenpflege. Mir ist es wichtig soziales Engagement mit dem Aspekt meiner individuellen Ziele (möglichst gute Vorbereitung auf meinen späteren Lebensweg) verbinden zu können. Durch die abwechslungsreichen Einsatzgebiete beim Diesterweg-Stipendium kann ich mich  zukunftsorientiert weiterentwickeln. Das ist ein tolles Gefühl. Hier habe ich die Möglichkeit, sowohl praktisch als auch theoretisch zu arbeiten. So sammle ich nachhaltige Erfahrungen für meinen späteren Lebensweg.
Mein Aufgabenbereich ist sehr vielfältig und bietet mir die Möglichkeit, viele Arbeiten eigenverantwortlich zu erledigen.
Ich unterstütze das Diesterweg-Team in der Vorbereitung von Veranstaltungen, beispielsweise durch die Zusammenstellung von Material und verschiedene Recherchen.
Während der Veranstaltungen habe ich dann ganz viel mit den Kindern zu tun: Ich helfe bei der Betreuung der jüngeren Geschwister und durfte auch schon selber die Gruppe anleiten. Sich für die Kinder spannende Aufgaben und Spiele auszudenken, macht mir dabei besonders viel Spaß.
Auch mit dem Bereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit habe ich bei Diesterweg zu tun. Beispielsweise übe ich mich bei Veranstaltungen im Fotografieren und schreibe kleine Texte für das Erinnerungsheft. Die eigenen Bilder und Texte dann später in der Hand zu halten ist einfach toll und eine schöne Erinnerung an meinen Freiwilligendienst im Diesterweg-Stipendium.
Besonders spannend ist es auch, mit den Familien aus verschiedenen Kulturen in Kontakt zu kommen. Durch die vielen regelmäßigen Veranstaltungen baut man eine wirklich enge Beziehung auf und ist ganz nah an den Familien dran.
Natürlich stellt mich die eine oder andere Aufgabe auch vor Herausforderungen. Das Diesterweg-Team steht mir aber immer mit Rat und Tat zur Seite und unterstützt mich. So habe ich die Möglichkeit, viel zu lernen, an den Herausforderungen zu wachsen und kann mich gleichzeitig weiterentwickeln.
Das, was das Diesterweg-Stipendium für mich zu einem ganz besonderen Ort macht, sind die familiäre Umgangsweise und die vielen kleinen Momente. Das Zusammenkommen, die zahlreichen netten Menschen, die mir Tag für Tag Freude bereiten. Als ich das Diesterweg-Stipendium und die Familien grade kennenlernen durfte, waren alle super nett und freundlich zu mir, obwohl ich als fremde Person zu der Gruppe dazugestoßen bin. Beim zweiten Treffen mit den jüngeren Geschwistern kam ein kleiner Bruder freudestrahlend angelaufen und sagte mir, es sei toll, dass ich wieder da bin. Das war für mich zum einen das Zeichen angekommen zu sein, zum anderen zeigte es mir auch, die riesige Bereitschaft aller in diesem Stipendium sich auf Neues einzulassen. Diese kleinen Momente, in Verbindung mit dem Gefühl, wirklich etwas erreichen zu können, und auch direkte Veränderung mitzubekommen, machen es für mich aus, Teil der Diesterweg-Familie zu sein.
Ich habe Ihr Interesse geweckt, oder Sie kennen jemanden, für den ein Freiwilligendienst beim Diesterweg-Stipendium interessant sein könnte? Dann erzählen Sie es gerne weiter oder melden Sie sich direkt bei mir. Ich stehe Ihnen jederzeit für Fragen zur Verfügung unter meiner E-Mail Adresse: diesterweg-postfach@patriotische-gesellschaft.de

Parkhaus in der Neuen Gröninger Straße, Bild: Thomas Hampel

25.02.2020

Die Zeit ist reif

Hamburg geht neue Wege in der Vergabepolitik von öffentlichen Grundstücken

Die Freie und Hansestadt Hamburg hat sich am 30. Januar 2020 dazu entschieden, der Genossenschaft Gröninger Hof eG i.Gr. das Parkhaus in der Neuen Gröninger Straße für die Dauer von zwei Jahren anhand zu geben. Ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung!
Die Genossenschaft Gröninger Hof eG i.Gr. wurde von Stadtakteuren verschiedener Bereiche gegründet und umfasst Experten für den Ort sowie Experten des Planen und Bauens. Ihr Ziel ist die ortsgebundene, innovative Projekt- und Immobilienentwicklung und sie ist offen für alle, die hier mitwirken wollen!

Stadt von morgen kann nur mit vielen zusammen geplant und umgesetzt werden. Das gemeinsame Agieren von Laien und Fachleuten stützt den verstärkten Ruf nach Partizipation, wirkt Bodenspekulation und einem Ausverkauf der Stadt entgegen und stärkt so Nachbarschaft. Dafür braucht es auch neue Vergabeverfahren für die Anhandgabe von Grundstücken und genau dies hat Hamburg nun getan. Da das Grundstück von der Stadt im Erbbaurecht vergeben wird, bleibt es im Besitz der Stadt.
Die Genossenschaft Gröninger hat in den letzten 1,5 Jahren viele Stadtakteure um sich gesammelt und sie alle haben dazu beigetragen, dass die im Kern sehr kleine Genossenschaft eine professionell ausgearbeitete und realistische Bewerbung um das Grundstück bei der FHH abgegeben konnte. Der Erfolg jetzt zeigt: Bürgerengagement lohnt sich und wird honoriert. Der Ertrag soll hier das Gemeinwohl sein und niemand verdient an dieser Stelle mit Wohnen!

Was ist geplant?
Die Genossenschaft Gröninger Hof eG i.Gr. wird innerhalb der nächsten zwei Jahre die Planung für ein durchmischtes Wohn- und Gewerbeobjekt vorantreiben. Das achtgeschossige Parkhaus soll idealerweise nicht abgerissen, sondern in Teilen erhalten und umgebaut werden. So kann viel Energie und CO2 eingespart werden. 60 Prozent der Wohnungen werden gefördert, darunter auch Einheiten für vordringlich Wohnungssuchende sowie eine Baugemeinschaft. Die öffentlichen Flächen in den unteren Geschossen sollen mit verschiedenen Akteuren aus dem Quartier und der Stadt weiter entwickelt und bespielt werden. Dazu gehören u.a. die Evangelische Stiftung Alsterdorf, das beta-Haus Hamburg, die Hobenköök im Oberhafen, der klub.k, das Flexible Flimmern sowie das Fabulous Fab-Lab St. Pauli. Im Untergeschoss soll Raum für einen Mobilitätshub, also Flächen für Carsharing, eine Ladestation für Elektromobilität sowie Platz für Fahrräder angeboten werden.

Wie geht es weiter?

Sobald die Formalitäten abgeschlossen sind, steht die Genossenschaft allen Hamburgerinnen und Hamburgern offen! Sie können einen oder mehreren Anteile im Wert von jeweils € 1.000,- erwerben und so dieses einmalige Projekt unterstützen und mitgestalten. Alle sind herzlich eingeladen, ein Teil dieser neugegründeten Genossenschaft für ein lebendiges Miteinander in unserer Stadt zu werden. Die Hamburgische Volksbank steht als Finanzpartner zur Verfügung und zur Förderung konnten erste Gespräche mit der Investitions- und Förderbank geführt werden. Die Genossenschaft ist seit letztem Sommer Zwischenmieterin der alten Werkstatt im Parkhaus. In Zusammenarbeit mit dem LU’UM Kollektiv finden hier schon jetzt Filmvorführungen, Gesprächsrunden, Konzerte, Kunstausstellungen und andere Veranstaltungen statt.

Wer steckt hinter der Genossenschaft?

Die Initiative „Altstadt für Alle!“ setzt sich seit drei Jahren erfolgreich für die Belebung der Innenstadt ein. Dazu gehört auch die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum und von Orten die den Austausch, Begegnung und das Bürgerengagement im Stadtteil fördern. Ergänzt wurde die Initiative von einer großen Zahl lokaler Akteure und Fachleute, die sich von Anfang an für das Modell einer ortsgebundenen, innovativen Projekt- und Immobilienentwicklung begeistern konnten.
Vorstand Philippa Dorow, Projektentwicklerin bei der IBA-Hamburg,
Dorothea Heintze, Journalistin, HafenCity-Bewohnerin
Aufsichtsrat Tina Unruh, Stellvertretende Geschäftsführerin der Architektenkammer Hamburg
Johannes Jörn, Vorstandsmitglied der Patriotischen Gesellschaft von 1765
Kai Ratschko, Architekt mit Büro im Katharinenviertel
Sprecher Frank Engelbrecht, Pastor der Katharinenkirche

Adresse Genossenschaft Gröninger Hof eG i.Gr.
c/o Patriotische Gesellschaft v. 1765, Trostbrücke 4, 2.OG, 20457 Hamburg

Die Webseite www.groeninger-hof.de/  ist im Relaunch und wird schon bald aktuellere Informationen für Sie bereithalten.

Haben Sie Fragen: Dann schicken Sie eine kurze Mail an: info@groeninger-hof.de oder rufen Sie an: 0151-2620982 (Anrufbeantworter)

20.02.2020

Patriotisches Salongespräch mit Frank Schweikert jetzt auf youtoube

Falls Sie die Sendung am 4. Februar auf Tide TV verpasst haben: Das Patriotisches Salongespräch mit Frank Schweikert ist ab sofort online.

20.02.2020

Ausschreibung: Holger-Cassens-Preis 2020

Bildung als gemeinsame Aufgabe

Zum 12. Mal wird der mit 10.000 Euro dotierte Holger-Cassens-Preis von der Mara und Holger Cassens-Stiftung in Kooperation mit der Patriotischen Gesellschaft vergeben. Bis zum 18. Mai 2020 können sich Bildungs- und Kulturprojekte für junge Menschen in Hamburg für den Holger-Cassens-Preis 2020 bewerben. Das Online-Bewerbungsformular finden Sie hier:

Podiumsdiskussion über "Neue Wege zur Bürgerbeteiligung" mit Vertreterinnen und Vertretern Hamburger Bürgerschaftsfraktionen. Foto: Rita Bartenschlager

12.02.2020

Neue Wege zur Bürgerbeteiligung

Bericht zur Veranstaltung am 10. Februar 2020

Auf der Veranstaltung "Neue Wege zur Bürgerbeteiligung" wurden am 10. Februar 2020 die Forderungen der Patriotischen Gesellschaft vorgetragen und zur Diskussion gestellt:

- Regelmäßige Bürgerbeteiligung bei allen wichtigen Vorhaben in den Bezirken (Vorhabenliste)
- In allen Stadtteilen Stadtteilräte. Ein eigener Haushaltstitel dafür
- Einen Bürgerhaushalt in allen Bezirken für Nachbarschaftsprojekte
- Durch Losverfahren berufene Bürgerkomitees zu großen Vorhaben in der Stadt
- Systematische Evaluation der Bürgerbeteiligungsverfahren

Die Vertreter der vier größten Bürgerschaftsfraktionen - Farid Müller für die Grünen, Heike Sudmann für die Linke, André Trepoll für die CDU und Olaf Steinbiß für die SPD - nahmen dazu Stellung.

Die Ankündigung der Veranstaltung finden Sie hier.

Ein PDF-Dokument mit den Thesen der Patriotischen Gesellschaft zur Bürgerbeteiligung steht zum Download bereit.

Den Veranstaltungsbericht können Sie hier herunterladen.

22.01.2020

Abschlusserklärung zur Veranstaltung „Im Zeichen des Klimawandels: Verkehrswende für Hamburg – aber wie? am 21. Januar 2020

Bei der mit rund 260 Teilnehmern gut besuchten Diskussionsveranstaltung „Im Zeichen des Klimawandels: Verkehrswende für Hamburg – aber wie?“ am 21. Januar 2020 im Haus der Patriotischen Gesellschaft wurde von den Initiatoren der Kooperationsveranstaltung (Arbeitskreis Stadtentwicklung der Patriotischen Gesellschaft von 1765, Hamburger Verkehrsinitiativen ADFC, Fuss e.V., Bündnis Nahverkehr, Freunde der Eisenbahn, HVV Fahrgastbeirat, Prellbock Altona, ProBahn und Verkehrswende Hamburg) eine Abschlusserklärung verlesen, die breite Zustimmung aller Anwesenden fand. Die Abschlusserklärung steht zum Download bereit.

07.01.2020

Neue Wege zur Bürgerbeteiligung in Hamburg

Warum ist mehr Bürgerbeteiligung sinnvoll?

Ein PDF-Dokument, das die Thesen der Patriotischen Gesellschaft zur Bürgerbeteiligung in Hamburg versammelt, steht hier zum Download bereit.

19.12.2019

Themengruppe "Kulturelle Angebote" freut sich über Unterstützung

Im Januar 2019 wurde die Themengruppe „Kulturelle Angebote“ gegründet, die für die Mitglieder geeignete Kulturveranstaltungen organisieren soll. Seit November ist Peter Engel Sprecher der Gruppe. Für das kommende Jahr plant die Themengruppe drei bis vier Matineen, darunter einen geführten Besuch der David Hockney-Ausstellung im Bucerius Kunst Forum. Weitere Veranstaltungen sind u.a. mit dem Forum für Künstlernachlässe, mit der Hochschule für Musik und Theater sowie dem Leibnitz-Institut für Medienforschung geplant. Das nächste Treffen der Themengruppe findet am 28. Januar 2020 um 18 Uhr statt. Die Themengruppe freut sich über die engagierte Mitarbeit interessierter Mitglieder an der Vorbereitung der zukünftigen kulturellen Vorhaben.

Preisverleihung: hintere Reihe, v.l.n.r.: Harald Lindner (Jurymitglied, 5. v.li.), Mohammed Ghunaim (Projektkoordinator von Yalla - Rein in die Stadt!, 6.v.li.), Holger Cassens (Preisstifter, 7.v.li.), Gesa Becher (Projektkoordinatorin von Yalla - Rein in die Stadt!, 8.v.li.), Christopher Cohen (Jurymitglied, 9.v.li.), Dr. Melanie Leonhard (Senatorin für Arbeit, Soziales, Familie und Integration, 10.v.li.) mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Projekts „Yalla - Rein in die Stadt!“. Foto: Ibrahim Ot

15.11.2019

Holger-Cassens-Preis 2019 - feierliche Preisverleihung

Glückwünsche an den Preisträger des Holger-Cassens-Preises 2019 "Yalla - Rein in die Stadt!"! Am 14.11. fand die Verleihung des mit 10.000 € dotierten Preises statt. Preisstifter Holger Cassens überreichte den mit 10.000 Euro dotierten Preis an das Projekt der GWA St. Pauli e.V.

Foto: Gerd Grossmann

05.11.2019

Holger-Cassens-Preis 2019 geht an das Projekt "Yalla – Rein in die Stadt!"

Preisträger des Holger-Cassens-Preises 2019 ist das Projekt "Yalla – Rein in die Stadt!". Preisstifter Holger Cassens überreicht den mit 10.000 Euro dotierten Preis am Donnerstag, 14. November 2019, um 18:00 Uhr, im Haus der Patriotischen Gesellschaft, an das Projekt der GWA St. Pauli e.V. Dr. Melanie Leonhard, Senatorin für Arbeit, Soziales, Familie und Integration spricht das Grußwort. Mehr als 35 Projekte hatten sich diesmal um den Holger-Cassens-Preis beworben. Der Holger-Cassens-Preis wird zum elften Mal von der Mara und Holger Cassens-Stiftung und der Patriotischen Gesellschaft von 1765 vergeben.

28.10.2019

Pilotprojekt übertrifft Erwartungen

Fußgängerzone im Rathausquartier 1. August bis 31. Oktober 2019

Das Pilotprojekt "Stadtraum für Menschen" der Initiative "Altstadt für Alle!" hat die Erwartungen erheblich übertroffen. Image und Qualität des Quartiers haben sich deutlich verbessert, die Umsätze von Gastronomen und der Mehrzahl der Einzelhändler sind gestiegen. Über 90 Prozent wünschen sich eine Fortsetzung im Jahr 2020.
Seit dem 1. August 2019 sind die Kleine Johannisstraße und die Schauenburger Straße Schauplatz eines bislang einzigartigen Experiments: Entwickelt, beantragt und gemanagt von der Initiative "Altstadt für Alle!" gibt es hier eine Fußgängerzone. Ziel ist es, zu erproben, ob und wie sich die Innenstadt durch eine andere Nutzung des öffentlichen Raums beleben lässt. Jetzt steht fest: "Wir haben mit großem Erfolg gezeigt, wie sich die Innenstadt beleben und neu gestalten lässt. Unsere zivilgesellschaftliche Handschrift, der umfassende Dialog mit allen Akteuren, aber auch viel Spontaneität und Kreativität haben zu diesem Erfolg entscheidend beigetragen", betont Johannes Jörn vom Vorstand der Patriotischen Gesellschaft von 1765.

Dr. Ekkehard Nümann und Dr. Jürgen Lüthje enthüllten die Gedenktafel für Werner von Melle

21.10.2019

Gedenktafel für Werner von Melle

Seit dem 18. Oktober 2019 erinnert an Werner von Melles langjährigem Wohnhaus am Rondeel 43 eine Gedenktafel an den Senator und Bürgermeister, der vor 100 Jahren maßgeblich an der Gründung der Hamburger Universität beteiligt war. Dr. Ekkehard Nümann, Vorsitzender der Hamburgischen Wissenschaftlichen Stiftung, und Dr. Jürgen Lüthje, Mitglied des Vorstands der Patriotischen Gesellschaft, stellten in ihren Reden die Verdienste von Melles heraus.

Temporäre Installation von Arne Lösekann, Foto: üNN

11.09.2019

Führungen durch die Hamburger Altstadt

Temporäre Installation "[besetzen] – leerstellen als lehrstellen" im September 2019 in der temporären Fußgängerzone im Rathausquartier – Führungen mit Künstler Arne Lösekann und Kunsthistorikerin Anne Simone Krüger:
Samstag, 14.09., 21:00 Uhr, Startpunkt: Katharinenkirchhof
Sonntag, 22.09. um 15:00 Uhr, Startpunkt: Kofferskulptur an der Ecke Rathausstraße/Kleine Johannisstraße

„Drei Flüsse, vier Inseln, zwei Burgen – Altstadtführung“ mit Rolf Kellner:
Donnerstag, 12.09., 18:00 Uhr, Startpunkt: Kreuzung Kleine Johannisstraße/Schauenburgerstraße
Donnerstag, 19.09., 18:00 Uhr, Startpunkt: Kreuzung Kleine Johannisstraße/Schauenburgerstraße

26.08.2019

Lust und Zeit lerninteressierte Kinder zu unterrichten?

Der Aufbauunterricht des Diesterweg-Stipendiums dient dazu, die Kinder fachlich und lernmethodisch bei dem erfolgreichen Übergang von der Grundschule in die weiterführende Schule zu unterstützen. Die Stipendiatinnen und Stipendiaten können Unterricht in zwei Fächern erhalten und zwischen Deutsch, Mathematik und Englisch wählen. Sie entscheiden jeweils zu Schuljahresbeginn und in der Zeit um den Halbjahreswechsel, ob sie für weitere sechs Monate am Aufbauunterricht teilnehmen möchten.
Der Unterricht findet in der Regel im Stadtteilhaus Horner Freiheit statt, jeweils freitags von 16:30 Uhr bis 18:45 Uhr. In den Schulferien gibt es keinen Aufbauunterricht. Die Kinder sind in der fünften Klasse und gehen auf verschiedene Gymnasien.
Wenn Sie Lust und Zeit haben, eine Gruppe von 6 bis 10 Kindern regelmäßig zu unterrichten, wenden Sie sich bitte an die Programmleiterin Claudia Greiner, 040 – 30 70 90 50 20, greiner@patriotische-gesellschaft.de.

20.08.2019

Yoga auf der Straße

Wir füllen den erkämpften Freiraum in der temporären Fußgängerzone in der Altstadt mit Leben!

Am Mittwoch, 28. August, bietet Steffi Römke von Innersmile Yoga von 13 bis 14 Uhr auf der Kreuzung der Schauenburgerstraße/Kleine Johannisstraße Yoga an. Alle Levels willkommen. Kommt mit Eurer eigenen Yogamatte und belebt die Straßen und Euch mit Energie. Für die Entspannung am Ende gern einen Pullover dabei haben. Bei Regen fällt die Veranstaltung aus.
Die temporäre Fußgängerzone ist ein erfolgreiches Projekt der Initiative „Altstadt für Alle!“

20.08.2019

Stellenausschreibung

Die Patriotische Gesellschaft sucht eine Assistenz Kommunikation und Veranstaltungen (BFD)

Die Patriotische Gesellschaft sucht ab dem nächstmöglichen Zeitpunkt eine*n Freiwillige*n, die/der das Team in Teilzeit für 12 bis 18 Monate unterstützen möchte – im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes Kultur und Bildung.

Wie Sie die Patriotische Gesellschaft unterstützen können:
- Mithilfe bei der Vorbereitung und Durchführung von Veranstaltungen der Patriotischen Gesellschaft und Aktivitäten der Initiative „Altstadt für Alle!“
- Gestaltung und redaktionelle Betreuung der Social Media-Kanäle
- Unterstützung bei Recherche und Dokumentation von Pressearbeit, Schreiben von Texten und Pflege von Veranstaltungskalendern, Erstellung des Pressespiegels
- Unterstützung bei der Büroarbeit

Wir freuen uns über eine*n Freiwillige*n, der/die sich für gemeinnützige Arbeit und Veranstaltungsmanagement und -organisation interessiert. Sie sollten erste Erfahrungen und Kenntnisse in der Büroarbeit mitbringen und die deutsche Sprache gut beherrschen. Offenheit und die Fähigkeit, auf andere Menschen zuzugehen, helfen Ihnen bei der Begleitung und Vorbereitung von Veranstaltungen.

Wir bieten einen guten Einblick in die Arbeit einer gemeinnützigen Organisation mit einem breiten Veranstaltungsangebot und vielfältigen Themenspektrum. In unserem kleinen, engagierten Team kann man eigene Ideen einbringen und selbständig arbeiten.

Die Patriotische Gesellschaft von 1765 ist eine in der Aufklärungszeit entstandene gemeinnützige Organisation. Der Verein engagiert sich in kulturellen, sozialen und stadtpolitischen Bereichen und wirkt als Moderator gesellschaftlicher Prozesse. Neben einem vielfältigen Veranstaltungsprogramm ist der Verein auch Träger von Projekten wie dem Diesterweg-Stipendium Hamburg.

Luftbild: LGV, Bearbeitung: konsalt GmbH

14.08.2019

Ankündigung: 7. Bülau-Wettbewerb 2019/20

Stadträumliche Perspektiven für Rödingsmarkt, Herrlichkeit und Alsterfleet

Der 7. Bülau-Wettbewerb rückt den westlichen Rand der Hamburger Altstadt zwischen Alsterfleet, Herrlichkeit und Rödingsmarkt in den Fokus der Aufmerksamkeit. In diesem Gebiet sind verschiedene stadträumliche Entwicklungspotenziale zu sehen, die es den am Wettbewerb Teilnehmenden ermöglichen, in der Bearbeitung eigene Schwerpunkte zu setzen und Ideen zu entwickeln, die als Impulse für die weitere Entwicklung dieses Gebietes wirken können.
Die Diskussionen um die Hamburger Altstadt als Wohnstandort, die jüngsten Umgestaltungen am Alten Wall und entlang des Baumwalls an der Elbe sowie die Bemühungen um eine Wiedergewinnung des öffentlichen Raumes für Aufenthalt und Fußgängerverkehr lassen das Gebiet zwischen Hochbahntrasse und Alsterfleet als ein spannendes Entwurfsgebiet erkennen. Nicht zuletzt bietet das Parkhaus Herrlichkeit Raum für die Auseinandersetzung und Ideenentwicklung im Spannungsfeld zwischen Wohnungsbau, Denkmalschutz, Mobilitätsanforderungen, Zielen der Innenstadtentwicklung und Nachhaltigkeit.

Für weitere Informationen:
https://konsalt.de/buelau-7/

Die Patriotische Gesellschaft von 1765 lobt 2019/20 zum siebten Mal den Bülau-Wettbewerb aus. Die Ausloberin setzt sich mit dem Wettbewerb das Ziel, junge Talente im Bereich von Planung und Architektur zu fördern und gleichzeitig Impulse für eine öffentliche Diskussion über besondere Orte und Aufgabenstellungen der Stadtentwicklung Hamburgs zu geben. Mit den Ergebnissen des Wettbewerbs möchte die Patriotische Gesellschaft den Diskurs über innovative Gestaltungs- und Nutzungsperspektiven für öffentliche Räume, städtische Infrastruktur und Architektur anstoßen.

Der Wettbewerb wendet sich an Studierende im Masterstudium an deutschsprachigen Hochschulen der Fachrichtung Stadtplanung, Architektur, Landschaftsplanung, Verkehrsplanung und verwandte Fachgebiete. Darüber hinaus richtet er sich auch an junge Absolventinnen und Absolventen. Der Ideenwettbewerb bietet ihnen einen Rahmen, in dem sie unkonventionelle, intelligente und fantasievolle Lösungsvorschläge erarbeiten und präsentieren können, die über die vorgefundenen Gegebenheiten hinausblicken und zur weiteren Diskussion um die Entwicklung der Hamburger Innenstadt anregen.

02.08.2019

Fußgängerzone auf Zeit – das Hamburg Journal berichtet

Positive Resonanz auf den Start des Pilotprojekts der Initiative "Altstadt für Alle!" im Rathausquartier

Das Hamburg Journal berichtete am 1. August über den Start des Pilotprojekts "Fußgängerzone auf Zeit" im Rathausquartier. Den Bericht können Sie hier sehen:

www.ndr.de/fernsehen/sendungen/hamburg_journal/Hamburg-erhaelt-neue-Fussgaengerzone-auf-Zeit

31.07.2019

Eröffnung der Fußgängerzone auf Zeit im Rathausquartier

Pilotprojekt "Stadtraum für Menschen" der Initiative "Altstadt für Alle!"

Am 8. August um 11 Uhr geht an der Kreuzung Kleine Johannisstraße / Schauenburger Straße das Pilotprojekt "Stadtraum für Menschen" der Initiative "Altstadt für Alle!" mit einem kleinen Event offiziell in Betrieb. Nach einer Woche Umstellung und Einrichtung gibt es für drei Monate bis zum 31. Oktober 2019 eine Fußgängerzone im Herzen der Altstadt. Sie lädt ein zum Entdecken, Verweilen und Mitgestalten.

23.07.2019

Pilotprojekt zur Innenstadtbelebung

Fußgängerzone auf Zeit im Rathausquartier

Die Zukunft der Hamburger Innenstadt beginnt im Herzen der Altstadt: Von August bis Oktober 2019 sind die Kleine Johannisstraße, der größte Teil der Schauenburger Straße und die Parkplätze am Dornbusch erstmals Fußgängerzone. Damit entstehen Freiräume für Entdeckungen und Erlebnisse, für Kultur, Stadtleben und nachhaltige Mobilität. Mit ihrem Projekt Stadtraum für Menschen setzt die Initiative Altstadt für Alle! einen neuen Impuls für die Innenstadtentwicklung.
„Wir freuen uns, dass Hamburg jetzt für drei Monate einen Freiraum bietet, um die Altstadt zu beleben“, so Johannes Jörn, Vorstandsmitglied der Patriotischen Gesellschaft. „Wir sind stolz, als erste zivilgesellschaftliche Initiative ein derartiges Vorhaben in Hamburg umzusetzen. Nicht zuletzt deshalb, weil wir im Verlauf des gesprächsintensiven Abstimmungs- und Genehmigungsverfahrens einen breiten Konsens mit allen wichtigen Akteuren gefunden haben. Das ist bei derartigen Projekten keine Selbstverständlichkeit. Wesentlich dazu beigetragen hat die Bezirksversammlung Hamburg-Mitte, die uns schon früh politisch und auch finanziell unterstützt hat.“

Stadtraum neu organisiert
Ab 1. August 2019 werden die Kleine Johannisstraße und die Schauenburger Straße für drei Monate zur Fußgängerzone, die Parkplätze am Dornbusch zu einer Fläche für Kultur und zum Verweilen. Die offizielle Eröffnung findet am 8. August statt. Die Woche vom 1. bis zum 7. August dient der Umstellung und Einrichtung des Projektgebietes.
Fahrräder haben in der Fußgängerzone freie Fahrt und können in zusätzlichen Abstellanlagen geparkt werden. Der Lieferverkehr ist von 23 bis 11 Uhr frei, eigene Logistikzonen erleichtern die Anlieferung. Das Projektgebiet ist jetzt so zugeschnitten, dass alle Tiefgaragen jederzeit zugänglich sind. Voraussichtlich können wir zusätzliche Parkplätze für PKWs abends auf dem privaten Parkplatz am Brodschrangen anbieten.

Pilotprojekt zum Mitmachen
Die Fußgängerzone auf Zeit lädt ein zum Mitmachen und Mitgestalten. Wir haben das Projekt bewusst als Prozess angelegt: Alle entwickeln und realisieren es, Besucherinnen und Besucher, Akteure im Quartier und der Innenstadt, aber auch Kreative und alle, die sich aktiv in dieses Projekt einbringen wollen. Interessierte können sich per Mail unter info@patriotische-gesellschaft.de melden.

Neue Perspektiven für die Innenstadt
Im Sommer/Herbst 2019 ist Altstadt für Alle! mit drei weiteren Projekten in der Altstadt aktiv:
- dem Stadtlabor Altstadt neu denken, gefördert vom Fonds Nachhaltigkeitskultur (Berlin), mit Kunstinstallationen und Stadtexpeditionen beim Hamburger Architektur-sommer (www.altstadtneudenken.de) und jetzt im Projekt Stadtraum für Menschen,
- dem Programm Auf die Plätze der Hauptkirche St. Petri (www.sankt-petri.de) und
- dem Projekt Gröninger Hof zur Umwandlung des Parkhauses Katharinenkirche in ein innovatives und sozial orientiertes Wohn- und Arbeitshaus (https://groeninger-hof.de).
Allen Projekten gemeinsam ist das Ziel einer lebenswerten und sozial vielfältigen Innenstadt. Dieses Ziel repräsentiert auch das Projekt Katharinenweg. Diese kürzeste Verbindung zwischen Binnenalster/Rathausmarkt und Zollkanal/Elbe über die Kleine Johannisstraße, Brodschrangen, Zollenbrücke, Grimm und Katharinenkirchhof wird mit der Fußgängerzone im Rathausquartier jetzt für drei Monate bis zur Willy-Brandt-Straße fuß- und fahrradfreundlich erfahrbar.

Trend zum Innenstadtumbau
In vielen Großstädten Europas ist der Innenstadtumbau mit einer Neuorganisation der Verkehrsflächen schon seit Jahren Praxis (u.a. Oslo, Paris, Helsinki, London, Wien, Mailand). Auch deutsche Städte kommen in Bewegung: So planen aktuell München, Düsseldorf und Berlin Projekte, bei denen temporär Straßen umgenutzt werden. Mit der Fußgängerzone im Rathausquartier und dem Projekt „Ottensen macht Platz“, mit dem wir in regem Erfahrungsaustausch stehen, ist Hamburg vorn mit dabei. Der Bürgerdialog „Hamburg besser machen“ von ZEIT und Körber-Stiftung deutet auf weiteren Bedarf: Das Thema „Autofreie Innenstadt/Quartiere“ landete im Juni 2019 unter neun Schwerpunkten auf Platz zwei.
Rückfragen an
Florian Marten, Projektkommunikation „Altstadt für Alle!“
Mobil 0170 3428718
presse@altstadtfueralle.de

Initiative Altstadt für Alle!
Die Initiative wurde 2016 von der Bürgerinitiative „Hamburg entfesseln!“, der Evangelischen Akademie der Nordkirche und der Patriotischen Gesellschaft von 1765 gegründet. Sie setzt sich ein für eine lebendige, lebenswerte und sozial vielfältige Stadt, die den Menschen mit seinen Fähigkeiten und Bedürfnissen in den Mittelpunkt stellt.
Weitere Informationen unter www.altstadtfueralle.de

08.07.2019

Patrioten-Honig

Neue Ernte – Sommertracht

Imker Georg Petrausch hat die diesjährige Sommertracht unseres beliebten Patrioten-Honigs geerntet. Auf dem Dach des Hauses der Patriotischen Gesellschaft leben vier Bienenvölker, die im Sommer vor allem Lindenblütennektar sammeln. Während die Frühernte eher dürftig ausfiel, dürfen wir uns auf viel Lindenblütenhonig freuen. Er muss noch geschleudert und abgefüllt werden und wird ab Oktober in der Geschäftsstelle erhältlich sein. Bis dahin haben wir für Sie noch den Honig aus letztem Jahr vorrätig. Das Glas (500ml) kostet 10 Euro.

Mehr Infos zum Patrioten-Honig gibt es hier.

19.06.2019

Patriotisches Salongespräch

Falls Sie es auf Tide TV verpasst haben: Das Patriotische Salongespräch mit Holger Cassens ist ab sofort online.

22.05.2019

Folgen Sie uns auf Facebook, Instagram und Twitter!

Auf Facebook ist die Patriotische Gesellschaft schon etwas länger vertreten. Finden Sie sie ab sofort auch bei Instagram und Twitter.

13.05.2019

Holger-Cassens-Preis 2019

Jetzt noch schnell bewerben!

Noch bis zum 31. Mai 2019 können sich Bildungs- und Kulturprojekte für junge Menschen in Hamburg für den mit 10.000 Euro dotieren Holger-Cassens-Preis 2019 bewerben. Ausschreibung Holger-Cassens-Preis 2019

Foto: Simone Kessler & Edward Beierle

08.05.2019

Follower - female follows form

Mach mit! Werde Teil des Fotografie-Kunstprojekts!

Am 7. Mai ist das partizipative Kunstprojekt FOLLOWER - female follows form von Simone Kessler und Edward Beierle gestartet. Im Rahmen des Hamburger Architektursommers 2019 laden die Künstler*innen mit großformatigen Plakaten in der Hamburger Innenstadt zum Fotografieren und Mitmachen ein. Die Projektseite www.kesslerbeierle.de dient als Inspirationsquelle für alle Besucher*innen und zeigt ihnen sowohl Wege, selbst mitzumachen, als auch die Ergebnisse anderer. Im Laufe des Projekts soll die Online-Galerie immer weiterwachsen.

FOLLOWER - female follows form ist ein Format, das jede*n dazu einlädt, Architektur und Stadtraum spielerisch neu zu erfahren. 100 Jahre nach dem berühmten Bauhaus-Leitsatz "form follows function" schlagen die beiden Künstler*innen mit FOLLOWER - female follows form eine Brücke ins Jetzt. Es folgt nun nicht mehr nur die Form der Funktion, sondern auch die Bürger*innen der Architektur und die Social Media Follower den Aktivitäten des Kunstprojekts online.

Bis zum 21. Juli 2019 können sich Bürger*innen und Besucher*innen Hamburgs in ungewohnte körperliche Beziehung zur Architektur setzen und dies fotografieren. Anschmiegen an Häuserecken, von Geländern baumeln, Kopfstand im Treppenhaus – alles ist erlaubt. Anschließend können sie die Fotos auf kesslerbeierle.de hochladen, über Instagram mit dem Hashtag #femalesfollowsform teilen oder direkt per E-Mail an info@kesslerbeierle.de senden.

Die Patriotische Gesellschaft unterstützt das öffentliche Kunstprojekt "FOLLOWER - female follows form", das im Rahmen des Hamburger Architektur Sommers 2019 stattfindet und jeden dazu einlädt, Stadtraum neu zu erleben und seine Fotos mit dem Hashtag #femalefollowsform auf Instagram zu teilen. Eine detaillierte Anleitung und alle Fotos gibt es unter
www.kesslerbeierle.de

Kooperationspartner und Fotostandorte sind die Elbphilharmonie, die Hafencity Universität, die Patriotische Gesellschaft von 1865, die Galerie 21 im Vorwerkstift und die Deichtorhallen.
Die genauen Standorte der Plakate sind auf der Projektseite zu finden.
Das Projekt wird vom Bezirksamt Mitte und der Mara und Holger Cassens-Stiftung gefördert und findet im Kontext von 100 Jahre Bauhaus statt, als Teil des Hamburger Architektursommers 2019.

Vom 27. bis 28. Juli 2019 und 1. bis 4. August 2019, 14-19 Uhr, sind die Bilder in einer Kunstausstellung zu sehen in der Galerie 21 im Künstlerhaus Vorwerkstift (Vorwerkstraße 21, 20357 Hamburg). Eröffnung: Fr., 26. Juli, 18 Uhr.

Rundgang durch das Nikolai-Quartier: Steinstele vor dem Haus der Patriotischen Gesellschaft

29.04.2019

Historischer Rundgang im Nikolai-Quartier

13 Stationen im Quartier informieren über die Geschichte der Hamburger Alt- und Neustadt

Der historische Rundgang im Nikolai-Quartier ist eröffnet. Tauchen Sie mit dem historischen Rundgang in die Ursprünge des Nikolai-Quartiers und der Hansestadt Hamburg ein!

An 13 Stationen im Quartier warten auf Steinstelen spannende Geschichten und Fakten aus der Vergangenheit der Hamburger Alt- und Neustadt auf Sie. Der Rundgang wird durch Audiodateien ergänzt, welche die Geschichte des Ortes lebendig werden lassen. An den Steinstelen befindet sich ein QR-Code mit dem die Audiodateien aufgerufen und abgespielt werden können. Stationen sind im gesamten Quartier zu finden – vom Hamburger Rathaus bis zum Alten Wall. Mehr Informationen auf www.nikolai-quartier.de

Senator für Kultur und Medien Dr. Carsten Brosda, Ansgar Wimmer von der Alfred Toepfer Stiftung F.V.S., Jurorin Hella Schwemer-Martienßen von der Stiftung Hamburger Öffentliche Bücherhallen, Petra Kochen von der Gabriele Fink Stiftung, Geschäftsführerin Corinne Eichner von STADTKULTUR HAMBURG, Anne Seibt von den Jenkitos, künstlerische Leiterin der Jenkitos Andrea Gritzke, Wibke Kähler-Siemssen von der Patriotischen Gesellschaft, Dr. Klaus Landry von der Hamburgischen Kulturstiftung, Jurorin Ellen Ahbe von der Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren und Henriette von Enckefort von der Behörde für Kultur und Medien, Foto: Miguel Ferraz

17.04.2019

Hamburger Stadtteilkulturpreis 2019 verliehen

Das Theaterprojekt "Jenkitos – Junges Theater Jenfeld" der Freien Kulturinitiative der Quadriga wurde am 16. April 2019 mit dem Hamburger Stadtteilkulturpreis ausgezeichnet. Der mit 12.000 Euro dotierte, größte Preis der Stadtteilkultur wurde zum sechzehnten Mal verliehen. Der Preis würdigt wegweisende Projekte und Programme der Lokalen Kultur in Hamburg.

Seit 10 Jahren bietet die Freie Kulturinitiative mit den Jenkitos Theaterprojekte für Kinder und Jugendliche in dem mit vielen Problemen kämpfenden Stadtteil Jenfeld an. In jeder Spielzeit entstehen bis zu drei Theaterproduktionen mit rund 50 Akteur*innen im Alter von neun bis 19 Jahren. Die Stücke entwickeln die Gruppenmitglieder selbst, gemeinsam mit erfahrenen Theaterpädagoginnen. Der Name Jenkitos ist ein Kunstwort aus "Moskito" und "Jenfeld": Moskitos gibt es überall, und genauso international ist auch das Junge Theater Jenfeld. Und wie Moskitos sollen die Stücke hier und da "piksen" – kritisch, unbequem und anspruchsvoll sein.

Von Anfang November 2018 bis Anfang Januar 2019 konnten sich freie Träger der Kulturarbeit und Einzelpersonen, die sich in der Stadtteilkulturarbeit in Hamburg engagieren, für den Preis bewerben.
Eine unabhängige Jury – bestehend aus Ellen Ahbe von der Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren, Robert Hillmanns vom zakk Düsseldorf und Hella Schwemer-Martienßen von der Stiftung Hamburger
Öffentliche Bücherhallen – ermittelte den Preisträger aus einer Vorauswahl der Preisstifter.
Preisstifter und Unterstützer des Hamburger Stadtteilkulturpreises sind die Hamburgische Kulturstiftung, die Gabriele Fink Stiftung, die Patriotische Gesellschaft von 1765 und die Behörde für Kultur und Medien Hamburg. Die Alfred Toepfer Stiftung F.V.S. unterstützt die Umsetzung. STADTKULTUR HAMBURG, der Dachverband für Lokale Kultur und Kulturelle Bildung, ist als Experte und Szenekenner für Konzeption und Durchführung des Wettbewerbs zuständig. https://www.stadtteilkulturpreis.de

28.03.2019

Hopfenmarkt_neu denken

Mit der Wiedereröffnung des sanierten Mahnmals St. Nikolai im Januar 2018 ist auch der angrenzende Hopfenmarkt wieder in den Blickpunkt der Öffentlichkeit gerückt. Der Hopfenmarkt – ehemals einer der wichtigsten Plätze der Altstadt – ist heute zur Hälfte Parkplatz und zur Hälfte eine gestaltete Grünanlage. Er ist aber kein lebendiger und einladender Ort in der Altstadt. Dies wollen wir im Sommer 2019 mit dem Projekt "Hopfenmarkt_neu denken" ändern, dem Platz neues Leben verleihen und einen Experimentierraum schaffen. Zur Realisierung des Gesamtkonzeptes benötigen wir noch Spenden. Unterstützen und helfen Sie uns, einen lebendigen Stadtraum zu schaffen! gut-fuer-hamburg.de

Seit Anfang 2018 haben wir in einer Arbeitsgruppe Hopfenmarkt im Rahmen der Initiative "Altstadt für Alle!" mit Anliegern, Grundstückseigentümern und Vertretern des Bezirkes die Idee einer experimentellen Bespielung und Rückeroberung des Ortes entwickelt. Wir wollen mit dem Projekt erforschen, welche Möglichkeiten und Herausforderungen der Hopfenmarkt bietet und damit einen Beitrag zu der aktuellen Diskussion über die Altstadt und die Umgestaltung ihrer Plätze und historischen Orte leisten.

27.03.2019

Stellenausschreibung Diesterweg-Stipendium Hamburg

Freiwillige/n (w, m, d) in Vollzeit im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes zum 1. Juli

Für das Diesterweg-Stipendium Hamburg sucht die Patriotische Gesellschaft zum 1. Juli 2019 eine/n Freiwillige/n (w, m, d) in Vollzeit im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes als Assistenz für das Projektteam (Dauer 12 bis 18 Monate).

26.03.2019

Hamburger Stadtteilkulturpreis 2019

Am 16. April 2019 wird in der Halle 424 im Oberhafen zum sechzehnten Mal der mit 12.000 Euro dotierte Hamburger Stadtteilkulturpreis verliehen. Mit dem Preis werden wegweisende Projekte und Programme der Lokalen Kultur in Hamburg gewürdigt. Dieses Jahr wird das Theaterprojekt "Jenkitos – Junges Theater Jenfeld" der Freien Kulturinitiative der Quadriga mit dem größten Preis der Stadtteilkultur ausgezeichnet.

Seit 10 Jahren bietet die Freie Kulturinitiative mit den Jenkitos Theaterprojekte für Kinder und Jugendliche in dem mit vielen Problemen kämpfenden Stadtteil Jenfeld an. In jeder Spielzeit entstehen bis zu drei Theaterproduktionen mit rund 50 Akteur*innen im Alter von neun bis 19 Jahren. Die Stücke entwickeln die Gruppenmitglieder selbst, gemeinsam mit erfahrenen Theaterpädagoginnen. Der Name Jenkitos ist ein Kunstwort aus "Moskito" und "Jenfeld": Moskitos gibt es überall, und genauso international ist auch das Junge Theater Jenfeld. Und wie Moskitos sollen die Stücke hier und da "piksen" – kritisch, unbequem und anspruchsvoll sein.

Von Anfang November 2018 bis Anfang Januar 2019 konnten sich freie Träger der Kulturarbeit und Einzelpersonen, die sich in der Stadtteilkulturarbeit in Hamburg engagieren, für den Preis bewerben.
Eine unabhängige Jury – bestehend aus Ellen Ahbe von der Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren, Robert Hillmanns vom zakk Düsseldorf und Hella Schwemer-Martienßen von der Stiftung Hamburger
Öffentliche Bücherhallen – ermittelte den Preisträger aus einer Vorauswahl der Preisstifter.
Preisstifter und Unterstützer des Hamburger Stadtteilkulturpreises sind die Hamburgische Kulturstiftung, die Gabriele Fink Stiftung, die Patriotische Gesellschaft von 1765 und die Behörde für Kultur und Medien Hamburg. Die Alfred Toepfer Stiftung F.V.S. unterstützt die Umsetzung. STADTKULTUR HAMBURG, der Dachverband für Lokale Kultur und Kulturelle Bildung, ist als Experte und Szenekenner für Konzeption und Durchführung des Wettbewerbs zuständig. https://www.stadtteilkulturpreis.de

27.02.2019

Patriotische Salongespräche werden wiederholt

Ab sofort jeden Dienstag um 19 Uhr auf Tide TV

Seit 2015 gibt es die Patriotischen Salongespräche live im Hamburger Bürgerfernsehen Tide TV. Viele der vergangenen Sendungen werden seit dem 26. Februar jeden Dienstag um 19 Uhr auf Tide TV wiederholt. Gast im Patriotischen Salongespräch ist jeweils eine Persönlichkeit, die sich in besonderer Weise für das Gemeinwohl engagiert, sei es politisch, sozial, kulturell, pädagogisch oder ökonomisch. Dabei geht es den sich abwechselnden Moderatoren Ruth-Esther Geiger und Uwe Doll vor allem darum, die in der Biographie und im spezifischen Charakter des Gastes verborgenen Ursprünge und Motive des Engagements sicht- und nachvollziehbar werden zu lassen. So entstanden in den Gesprächen spannende Porträts u.a. des Fotografen Günter Zint, der Bürgerschaftsabgeordneten Hendrikje Blandow-Schlegel, des Filmemachers Hark Bohm, der Journalistin Karin Weber-Duve, des Kultur-Unternehmers Norbert Aust, der Bischöfin Kirsten Fehrs, des Viva con Agua Gründers Benjamin Adrion, des Stifters und Kinderrechtsaktivisten Michael Lezius, des Architekten Volkwin Marg, der Start-up Unternehmensberaterin Rita Mirliauntas, der Künstlerin und Aktivistin Margit Czenki, des Journalisten und Pädagogen Reinhard Kahl, des Politikers Hans-Christian Ströbele und der Quartiersentwicklerin Sabine Brahms.

10.01.2019

Golden Pudel Stiftung

Eine neue Treuhandstiftung unter dem Dach der Patriotischen Gesellschaft

Seit Dezember 2018 wird mit der Golden Pudel Stiftung eine weitere Treuhandstiftung unter dem Dach der Patriotischen Gesellschaft verwaltet. Der Stifter Rocko Schamoni hat seinen Anteil an dem Grundstück des Golden Pudel Clubs in eine eigene Treuhandstiftung eingebracht, die den Erhalt des Golden Pudel Clubs dauerhaft sichern soll. Gemeinnütziger Zweck der Stiftung ist die Förderung von Kunst und Kultur, unter anderem ist die regelmäßige Verleihung des "Unbestechlichkeitspreises" geplant, der sich an KünstlerInnen wendet, die im Sinne der Unbestechlichkeit der Kunst auf monetären Erfolg verzichten.

Hier finden Sie weitere Informationen zu den unselbständigen Stiftungen unter dem Dach der Patriotischen Gesellschaft.

20.12.2018

Film 10 Jahre Holger-Cassens-Preis

Der Holger-Cassens-Preis wurde im Novenber 2018 zum zehnten Mal von der Mara und Holger Cassens-Stiftung und der Patriotischen Gesellschaft von 1765 vergeben. Anlässlich der Verleihung des zehnten Holger-Cassens-Preises haben wir einen Film mit Preisträgern der vergangenen Jahre gedreht.

Patrioten-Honig – eine süße Köstlichkeit. Foto: Karin Desmarowitz

18.12.2018

Patrioten-Honig – gute Ernte

Ab sofort ist die Sommertracht unseres beliebten Patrioten-Honigs in der Geschäftsstelle erhältlich. Nachdem die Ernte der Frühtracht eher gering ausgefallen war, weil die Bienenvölker schwach aus dem Winter kamen, haben die Völker den trockenen Sommer gut überstanden und es konnten rund 100 kg Lindenblütenhonig geerntet werden. Der Patrioten-Honig kostet 10 Euro pro 500 Gramm-Glas.

Johannes Petersen (Mitglied des Vorstands der Patriotischen Gesellschaft), Ulf Bodenhagen (Geschäftsführer von Hamburg Leuchtfeuer), Ruprecht Schmidt (Chefkoch des Hamburg Leuchtfeuer Hospizes), Karolin Babbe-Vossbeck und Uwe Doll (beide Kuratoriumsmitglieder der Evelyn-Brosch-Stiftung) (v.l.n.r.).
Bildnachweis: © Chris Lambertsen

13.12.2018

Evelyn-Brosch-Stiftung unterstützt Hamburg Leuchtfeuer mit 10.000 €

Unselbständige Stiftung der Patriotischen Gesellschaft fördert die
Hospiz-Küche seit mehr als fünf Jahren

Am Mittwoch, 12. Dezember 2018, überreichten Johannes Petersen, Mitglied des Vorstands der Patriotischen Gesellschaft, Uwe Doll, Kuratoriumsvorsitzender der Evelyn-Brosch-Stiftung, und Karolin Babbe-Vossbeck, Kuratoriumsmitglied der Evelyn-Brosch-Stiftung, 10.000 Euro an Ulf Bodenhagen, Geschäftsführer von Hamburg Leuchtfeuer. Die Evelyn-Brosch-Stiftung unterstützt als unselbständige Stiftung mit ihren Erträgen seit 2012 Hamburg Leuchtfeuer mit regelmäßigen Zuwendungen, die der Küche des Hospizes zu Gute kommen. Die finanziellen Mittel der Evelyn-Brosch-Stiftung stammen aus einer Erbschaft.

11.12.2018

Erklärung der Vielen

Die Patriotische Gesellschaft hat gemeinsam mit zahlreichen Hamburger Kultureinrichtungen die Hamburger Erklärung der Vielen unterzeichnet.

In Deutschland stehen wir nicht über den Dingen, sondern auf einem Boden, von dem aus die größten Staatsverbrechen der Menschheitsgeschichte begangen wurden. In diesem Land wurde schon einmal Kunst als entartet diffamiert und Kultur flächendeckend zu Propagandazwecken missbraucht. Millionen Menschen wurden ermordet oder gingen ins Exil, unter ihnen auch viele Kunstschaffende. Als Kulturschaffende in Deutschland tragen wir deshalb eine besondere Verantwortung.

Heute begreifen wir die Kunst- und Kultureinrichtungen als offene Räume, die Vielen gehören. Unsere Gesellschaft ist eine plurale Versammlung. Viele unterschiedliche Interessen treffen aufeinander und finden sich oft im Dazwischen. Demokratie muss täglich neu verhandelt werden – aber immer unter einer Voraussetzung: Es geht um Alle, um jede*n Einzelne*n als Wesen der vielen Möglichkeiten!

Der rechte Populismus, der die Kultureinrichtungen als Akteur*innen dieser gesellschaftlichen Vision angreift, steht der Kunst der Vielen feindselig gegenüber. Rechte und nationalistische Gruppierungen und Parteien stören Veranstaltungen, wollen in Spielpläne eingreifen, polemisieren gegen die Freiheit der Kunst und arbeiten an einer Renationalisierung der Kultur.

Ihr verächtlicher Umgang mit Menschen auf der Flucht, mit engagierten Kulturschaffenden, mit allen Andersdenkenden verrät, wie sie mit der Gesellschaft umzugehen gedenken, sobald sich die Machtverhältnisse zu ihren Gunsten verändern würden. Rassismus, Diskriminierung und Ausgrenzung sind Alltag. Die extreme Rechte ist ein Symptom davon. Dieses Bündnis will nicht nur Symptome bekämpfen, sondern in die Tiefe wirken. Wir setzen uns deswegen mit den eigenen Strukturen auseinander und stellen diese zur Verhandlung. Wir müssen die Kunst- und Kulturräume sowie unsere Gesellschaft öffnen, damit wir wirklich Viele werden! Wir als Unterzeichnende der Hamburger Theater, Kunst- und Kultureinrichtungen und ihrer Interessensverbände begegnen diesen Versuchen mit einer klaren Haltung. Solidarität statt Privilegien. Es geht um Alle. Die Kunst bleibt frei!

• Die unterzeichnenden Kunst- und Kulturinstitutionen führen den offenen, aufklärenden, kritischen Dialog über Strategien, die die Gesellschaft der Vielen angreifen. Sie gestalten diesen Dialog mit Mitwirkenden und dem Publikum in der Überzeugung, dass die beteiligten Häuser den Auftrag haben, unsere Gesellschaft als eine demokratische fortzuentwickeln.

• Wir, die Unterzeichnenden, bieten kein Podium für völkisch-nationalistische Propaganda.

• Wir, die Unterzeichnenden, wehren die illegitimen Versuche der Rechtsnationalen ab, Kulturveranstaltungen für ihre Zwecke zu instrumentalisieren.

• Wir, die Unterzeichnenden, verbinden uns solidarisch mit Menschen, die durch rechte Ideologien immer weiter an den Rand der Gesellschaft gedrängt werden.

Der neue Vorstand der Patriotischen Gesellschaft von 1765 (v.l.n.r.): Dr. Dr. h.c. Jürgen Lüthje, Johannes Petersen, Helga Treeß (2. Vorsitzende), Dr. Willfried Maier (1. Vorsitzender), Johannes Jörn
Foto: Patriotische Gesellschaft von 1765

28.11.2018

Neuer Vorstand für die Patriotische Gesellschaft von 1765

Dr. Willfried Maier wurde zum 1. Vorsitzenden gewählt

Dr. Willfried Maier ist neuer 1. Vorsitzender der Patriotischen Gesellschaft von 1765. Er wurde am 20. November 2018 neu in den ehrenamtlichen Vorstand gewählt und folgt Dr. Ingrid Nümann-Seidewinkel, die nach acht Jahren als 1. Vorsitzende nicht erneut für den Vorstand kandidiert hatte. 2. Vorsitzende bleibt Helga Treeß, die das Amt bereits seit 2010 innehat. Weitere Mitglieder des Vorstands sind Johannes Jörn, Dr. Dr. h.c. Jürgen Lüthje und Johannes Petersen, die alle wiedergewählt wurden.
Der Vorstand der Patriotischen Gesellschaft setzt sich satzungsgemäß aus fünf Mitgliedern zusammen und wird von der Mitgliederversammlung für vier Jahre gewählt. Der Vorstand wählt dann aus seiner Mitte den 1. und 2. Vorsitzenden.  
Dr. Willfried Maier, ehemaliger Senator für Stadtentwicklung und Bürgerschaftsabgeordneter, ist seit 2015 Mitglied der Patriotischen Gesellschaft. Besondere Aufmerksamkeit will er darauf richten, den Gemeinwohlgedanken und die Demokratie in Hamburg stärker zu machen durch mehr Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern.

21.11.2018

Ergebnisse der Wahlen zum Vorstand und Beirat

Mitgliederversammlung wählt Gremien-Mitglieder

Die Wahlen zum Vorstand und Beirat, die im Rahmen der Mitgliederversammlung der Patriotischen Gesellschaft am 20. November 2018 stattfanden, ergaben folgendes Ergebnis:

Dr. Willfried Maier wurde neu in den Vorstand gewählt. Helga Treeß, Johannes Jörn, Dr. Dr. h.c. Jürgen Lüthje und Johannes Petersen wurden wiedergewählt. Dr. Ingrid Nümann-Seidewinkel, 1. Vorsitzende seit 2010, hatte nicht erneut für den Vorstand kandidiert.

Neu in den Beirat gewählt wurden Veronika Klosa, Dr. Ingrid Nümann-Seidewinkel und Bastian Dähnert, wiedergewählt Dr. Arnold Alscher, Holger Cassens, Christophen Cohen, Eckehard Herrmann und Gerhard Hirschfeld.

05.11.2018

Preis für Denkmalpflege verliehen

Drei gleichrangige Preisträger - eine Broschüre dokumentiert die Preisträger und die Anerkennungen

Am 5. November 2018 hat der Arbeitskreis Denkmalschutz der Patriotischen Gesellschaft den Preis für Denkmalpflege 2018 verliehen.

Die Preisträger sind die Arp Schnitger-Orgel (St. Pankratius), die KunstKate Volksdorf und das Richard-Dehmel-Haus.

Die drei Preisträger sowie neun Anerkennungen und eine Erwähnung werden in der Broschüre dokumentiert, die zur Preisverleihung erschienen ist. Sie ist in der Geschäftsstelle der Patriotischen Gesellschaft erhältlich und steht als PDF hier zum Download bereit.

23.07.2018

Tide TV-Salongespräch mit Margit Czenki ist online

Die Künstlerin, Filmemacherin und Stadtteilaktivistin Margit Czenki war am 26. Juni, um 19 Uhr, zu Gast beim Patriotischen Salongespräch auf Tide TV und stellte sich den Fragen von Uwe Doll.
Patriotisches Salongespräch

23.04.2018

Holger-Cassens-Preis 2018

Bildung als gemeinsame Aufgabe – Ausschreibungsfrist endet am 31. Mai

2018 vergeben die Mara und Holger Cassens Stiftung und die Patriotische Gesellschaft zum zehnten Mal den Holger-Cassens-Preis. Alle Informationen zum Holger-Cassens-Preis finden Sie hier.
Das Ausschreibungsfaltblatt können Sie als PDF herunterladen.

Bundespräsident a.D. Joachim Gauck mit Dr. Ingrid Nümann-Seidewinkel, 1. Vorsitzende der Patriotischen Gesellschaft. Foto: Ibo Ot

12.04.2018

253. Gründungstag der Patriotischen Gesellschaft von 1765 mit Bundespräsident a.D. Joachim Gauck als Festredner

Die Patriotische Gesellschaft von 1765 feierte am Mittwoch, dem 11. April 2018, ihren 253. Gründungstag. Bundespräsident a.D. Joachim Gauck hielt vor rund 350 geladenen Gästen den Festvortrag.

26.03.2018

Ergebnisse der Umfrage

Sehr große Resonanz auf Umfrage

Bis zum 31. Januar 2018 waren Mitglieder und Freunde der Patriotischen Gesellschaft persönlich eingeladen, an einer Umfrage teilzunehmen. Sie sollte uns dazu dienen, mehr über die Bedürfnisse unserer „Kunden“ erfahren, um so Angebote und Kommunikationswege noch besser gestalten zu können. Die Resonanz ist mit 400 Teilnehmenden erstaunlich groß: Mehr als ein Viertel aller Angeschriebenen hat sich durch das Internet-Formular geklickt und mitgemacht. Ganz herzlichen Dank dafür!

Die Antworten zeigten eine hohe Zufriedenheit mit den Angeboten der Patriotischen Gesellschaft und ihren Medien. Ein großes Potenzial liegt in der Aktivierung unserer Mitglieder – die Umfrage gibt uns Denkanstöße, wie die Bereitschaft zur Mitarbeit und das Engagement der Befragten noch besser in die Aktivitäten der Patriotischen Gesellschaft eingebunden werden können. Besonders gefreut hat uns die große Spendenbereitschaft.

Die Ergebnisse der Umfrage finden Sie hier.

14.12.2017

Hans im Glück

Burgergrill im Haus der Patriotischen Gesellschaft eröffnet

Seit dem 28. November 2017 empfängt der neue HANS IM GLÜCK Burgergrill seine Gäste im Haus der Patriotischen Gesellschaft. Das beliebte Gastronomiekonzept sorgt mit kreativen Burgern aus frischen Zutaten in bester Qualität für außergewöhnlichen Burgergenuss. Neben Burgerklassikern bietet HANS IM GLÜCK eine große Auswahl an vegetarischen und veganen Burgern. Knackige Salate, erfrischende Cocktails sowie saisonal wechselnde Kreationen runden das Angebot ab. Wir freuen uns sehr, dass nach der langen Umbauphase nun ein so junges und sympathisches gastronomisches Konzept das Haus belebt und damit dessen Öffnung zur Stadt erlebbar macht. HANS IM GLÜCK hat täglich ab 11 Uhr geöffnet.

Das aktuelle Jahrbuch und die Jahrbücher der vergangenen Jahre sind über die Geschäftsstelle erhältlich.

06.12.2017

Neu erschienen: Jahrbuch 2016/2017 der Patriotischen Gesellschaft von 1765

Die Selbstverständlichkeit der Kulturstadt

"Die Selbstverständlichkeit der Kulturstadt" - unter diesem Motto berichtet das Jahrbuch 2016/2017 über die Arbeit und der Engagement der Patriotischen Gesellschaft. Im Zentrum steht der titelgebende Beitrag von Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien der Freien und Hansestadt Hamburg.

Preisstifter Holger Cassens (links) zusammen mit Angelika Czaplinski, Integrationsbeauftragte des TV Fischbek von 1921 e.V. (Mitte), und Christopher Cohen, Mitglied der Jury des Holger-Cassens-Preises, bei der Preisübergabe, Foto: Christian Augustin

02.11.2017

Holger-Cassens-Preis 2017 verliehen

TV Fischbek ist der diesjährige Preisträger

Der Holger-Cassens-Preis, der bereits zum neunten Mal von der Mara und Holger Cassens-Stiftung und der Patriotischen Gesellschaft von 1765 verliehen wird, geht in diesem Jahr an das "Projekt Integration durch Sport – Engagement macht kompetent" des TV Fischbek von 1921 e.V. Preisstifter Holger Cassens überreichte den mit 10.000 Euro dotierten Preis am 1. November 2017 im Haus der Patriotischen Gesellschaft. Katharina Fegebank, Zweite Bürgermeisterin der Freien und Hansestadt Hamburg und Senatorin für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung, sprach das Grußwort. 19 Projekte hatten sich in diesem Jahr um den Holger-Cassens-Preis beworben.

Stadtrundgang mit Birgitte Bundesen Svarre. Foto: ELBE&FLUT / Thomas Hampel

09.10.2017

Altstadt für Alle!

Die öffentliche Diskussionsveranstaltung und der Workshoptag finden großen Zuspruch

"Altstadt für Alle!" - Unter diesem Motto haben die Patriotische Gesellschaft von 1765, die Evangelische Akademie der Nordkirche und die Gruppe "Hamburg entfesseln!" zu einer zukunftsweisenden Stadterneuerung der Hamburger Innenstadt mit Altstadt, Neustadt und HafenCity aufgerufen.

Der Stadtrundgang und die öffentliche Diskussionsveranstaltung mit Birgitte Bundesen Svarre (Gehl Architects, Kopenhagen) am 7. Oktober und die Ideen- und Projektwerkstatt "Mut zu Stadt" am 8. Oktober fanden sehr großen Zuspruch und haben eine Fülle von Anregungen geliefert.

Die Ergebnisse der Veranstaltung werden zeitnah veröffentlicht. Weitere Informationen finden Sie unter Altstadt für Alle!.

07.09.2017

Stiftungen bewegen die Stadt: HAMBURGER STIFTUNGSTAGE 2017
5 Tage. 99 Stiftungen. 140 Veranstaltungen.

Vom 9. bis zum 13. Oktober 2017 an vielen Orten in der Stadt und zentral im Bucerius Kunst Forum, Rathausplatz
Jetzt schnell anmelden!

9.-13.10.2017: An fünf Herbsttagen gießen Hamburger Stiftungen ein wahres Füllhorn an Veranstaltungen über dem Stadtgebiet aus. Kultur, Bildung, Politik, Gesellschaft, Integration, Kinder, Sport: Die Themen berühren alle Aspekte unseres Zusammenlebens und gehen jeden etwas an.
Seit Mittwoch, dem 6. September 2017, liegt das umfangreiche Programm der Hamburger Stiftungstage 2017 an vielen öffentlichen Orten in Hamburg aus. Sie finden es in Kulturinstitutionen, Cafés und Restaurants, bei den beteiligten Stiftungen und an vielen weiteren Orten sowie im Internet: Hamburger Stiftungstage. Sowohl im Heft als auch im Netz finden Sie Informationen zu den Veranstaltungen und Hinweise zur Anmeldung.
Viele, jedoch nicht alle der Veranstaltungen sind kostenfrei, verfügen allerdings nur über eine begrenzte Kapazität. Machen Sie mit und sichern Sie sich jetzt Ihren Platz.

28.08.2017

Mitarbeiter (w/m) gesucht

SAALHAUS GmbH sucht Mitarbeiter Service (w/m) im Veranstaltungsbereich (Teilzeit) sowie Unterstützung bei Veranstaltungen ab September 2017

Wir suchen ...

1.
Mitarbeiter Service (w/m) im Veranstaltungsbereich (Teilzeit)
Wir suchen ab sofort auf geringfügiger, kurzfristiger oder studentischer Basis:
Gastgeber (m/w) für unser historisches Veranstaltungshaus
Über uns:
Seit über 30 Jahren betreut die SAALHAUS GmbH sehr erfolgreich unterschiedlichste Veranstaltungsformate  im Haus der Patriotischen Gesellschaft. Uns ist eine individuelle und flexible Dienstleistung wichtig, die sich an den Wünschen unserer Kunden orientiert.  
Ihre  Aufgaben Verantwortlichkeiten:
• Gastgeber für die Pausengastronomie  
• Lagerverwaltung  
• Vorbereitung und Durchführung  der Konferenzgastronomie
• Übernahme kleinerer Reinigungsarbeiten
Was Sie mitbringen:
• Freude am Umgang mit Menschen
• Eine ausgeprägte Serviceorientierung
• Verantwortungsbewusstsein und gepflegtes Äußeres sind für Sie selbstverständlich
• Flexible Einsatzbereitschaft
• Eine fachliche Ausbildung wäre wünschenswert, ist aber nicht zwingend


2.
Unterstützung bei Veranstaltungen ab September 2017
Wir suchen eine freundliche und motivierte Hilfskraft auf Basis einer geringfügigen Beschäftigung (Minijob bis max. 450 € im Monat) bei 10,00 € pro Stunde, die uns bei der Durchführung von Veranstaltungen unterstützt.
Sie werden für veranstaltungstypische Hilfstätigkeiten eingesetzt:
• Veranstaltungsbetreuung
• Auf- und Umbauarbeiten
• Beaufsichtigung der Veranstaltungstechnik und Einweisung der Kunden

Ihr Einsatzort wäre das Haus der Patriotischen Gesellschaft, Trostbrücke 6, 20457 Hamburg.
Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung: Saalhaus GmbH, Trostbrücke 4, 20457 Hamburg, info@saalhaus.de

23.08.2017

Patriotisches Salongespräch auf TIDE TV

Ruth-Esther Geiger im Gespräch mit Michael Lezius

Michael Lezius, Mitglied der Patriotischen Gesellschaft und Gründer der Yagmur Gedächtnisstiftung, ist am Dienstag, 5. September 2017, um 19 Uhr zu Gast bei Ruth-Esther Geiger in TIDE TV. Lezius gründete 2016 die Yagmur Gedächtnisstiftung, um Kinder in Zukunft besser vor drohender Gewalt und Vernachlässigung zu schützen. Jährlich vergibt die Verbrauchsstiftung den Yagmur-Erinnerungspreis "Zivilcourage-Preis im Kinderschutz".

09.07.2017

Bündnis "Hamburg zeigt Haltung"

Mit eindeutigen politischen Botschaften zeigten rund 10.000 Hamburgerinnen und  Hamburger bei der Demonstration am 8. Juli 2017 Haltung und gingen für Demokratie, Menschenrechte, Pressefreiheit und Frieden auf die Straße.

Das Bündnis "Hamburg zeigt Haltung" bei der Pressekonferenz am 3. Juli im Haus der Patriotischen Gesellschaft

03.07.2017

Hamburg zeigt Haltung

G20 - Aufruf zur Demonstration am 8. Juli 2017

Unter dem Motto „Hamburg zeigt Haltung“ ruft ein breites Bündnis von Personen aus Kultur, Sport, Politik, Kirchen und sozialen Initiativen alle Hamburgerinnen und Hamburger auf, am 8. Juli 2017 für unsere demokratischen Werte und Prinzipien gewaltfrei zu demonstrieren. Das Bündnis hat heute erste Details zur geplanten Demonstration und dem anschließenden Fest für Demokratie und Menschenrechte bekanntgegeben.

Unter dem Motto „Hamburg zeigt Haltung“ ruft ein breites Bündnis von Personen aus Kultur, Sport, Politik, Kirchen und sozialen Initiativen alle Hamburgerinnen und Hamburger auf, am 8. Juli 2017 für unsere demokratischen Werte und Prinzipien gewaltfrei zu demonstrieren. Das Bündnis hat heute erste Details zur geplanten Demonst-ration und dem anschließenden Fest für Demokratie und Menschen-rechte bekanntgegeben.

Demonstration
Hauptelement der Demonstration, die um 12.00 Uhr an der Brandstwiete / Ecke Dovenfleet startet, wird der Weltschal von MADE AUF VEDDEL und LibertA sein. In voller Länge (370 m) wird er von der Brandstwiete am Hafen entlang bis zum Fischmarkt getragen.
Hierzu erklärt Sibilla Pavenstedt: „Der Weltschal ist ein Soziales Kunstwerk. Darüber hinaus ist er auch ein politisches Symbol: Die Flaggen der Länder unserer Erde sind miteinander verstrickt. Sie zeigen: Wo immer wir auch leben, wir hängen alle zusammen, wir hängen am seidenen Faden unserer einen Welt. Lasst uns gemeinsam an diesem Faden weiter stricken! Wir dürfen ihn nicht abreißen lassen!“
An der Demonstrationsroute wird die Vielfalt Hamburger Musikalität deutlich: der Posaunenchor von St. Katharinen (Höhe Baumwall) und das MAO Musikatelier Ottensen mit Bando Sambado (Höhe Park Fiction) ergänzen die Demonstration.

Fest
Um voraussichtlich 14.30 Uhr beginnt auf dem Hamburger Fischmarkt das Fest für Demokratie und Menschenrechte. Prof. Dr. Gesine Schwan wird eine Rede halten. Im Rahmenprogramm treten die Hamburger Band Emily’s Escape sowie die amerikanische Soulsängerin Bridget Fogle auf.
„Haltung zu zeigen ist wichtig beim G20-Gipfel. Als Amerikanerin in Ham-burg schätze ich die Weltoffenheit dieser Stadt. Ein so tolerantes Miteinander ist nicht überall in der Welt der Fall. Deshalb freue ich mich, am 8. Juli bei ‚Hamburg zeigt Haltung‘ für Toleranz und die Menschenrechte zu singen“, sagt Bridget Fogle.
„Haltung zum G20 zu zeigen, heißt für mich mitzuhelfen, dass dieses Treffen zu einem Gipfel aller Bürger werden kann. Nur indem sich so viele Bürger wie möglich klar für Menschenrechte und den Schutz unserer Umwelt aussprechen, können wir die Welt auch tatsächlich mit gestalten - und ein friedliches Miteinander ermöglichen", erklärt Emily Pohl.
Und es wird eine Uraufführung geben: Christine Witte, international be-kannte Choreografin, wird den Weltschal von MADE AUF VEDDEL, zusammen mit der multimedialen Komponistin und Sounddesignerin Xiao Fu beim „Fest für Demokratie und Menschenrechte“ in Szene setzen. Beide arbeiten zurzeit an verschiedenen Projekten in Hamburg und New York. Ihr Projekt "Aktuelle Musik der Seidenstraße" wurde in Europa, USA, Australien und China aufgeführt. Mehr auf www.christinewitte.de.

Bündnis
Hamburg steht beim G20-Gipfel im Blickpunkt der Weltöffentlichkeit. Das Bündnis „Hamburg zeigt Haltung“ will dazu beitragen, dass die universellen Menschenrechte sowie die Werte, für die Hamburg und Deutschland stehen, weltweit wahrgenommen werden – auch als Signal in Staaten, in denen Menschen unterdrückt, diskriminiert, gequält und getötet werden.
Das Bündnis lehnt den G20-Gipfel an sich nicht ab. Die Organisatoren distanzieren sich von jedweder Gewalt und rufen
Informationen über die geplanten Aktionen und das Bündnis finden Sie auf der Internetseite www.hamburgzeigthaltung.de. Über aktuelle Entwicklungen wird darüber hinaus in den sozialen Netzwerken Facebook und Twitter mit dem Hashtag #zeigtHaltung informiert. Darüber hinaus gibt es einen Whatsapp-Service.

Unterstützer und Unterstützerinnen
Unter dem Motto „Hamburg zeigt Haltung“ lädt ein breites Bündnis von Personen aus Kultur, Sport, Politik, Kirchen und sozialen Initiativen alle Hamburgerinnen und Hamburger ein, am 8. Juli 2017 für unsere demokratischen Werte und Prinzipien zu demonstrieren. (Stand: 3.7.17)
• Dirk Ahrens, Landespastor und Leiter Diakonisches Werk Hamburg
• Prof. Dr. Katajun Amirpur, stellvertretende Direktorin der Akademie der Weltreligionen
• Prof. Norbert Aust, Geschäftsführender Gesellschafter Schmidts TIVOLI
• Ole von Beust, Bürgermeister a.D.
• Jutta Blankau, Senatorin a.D.
• Sebastian Bork, Pastor und Leiter des Hauptbereichs Seelsorge der Nordkirche
• Dr. Johann Hinrich Claussen, Kulturbeauftragter des Rates der Ev. Kirche Deutschland
• Inka Damerau, stv. Landesvorsitzende der SPD Hamburg
• Dr. Andreas Dressel, Vorsitzender SPD-Bürgerschaftsfraktion
• Stephan Dreyer, Leiter Katholisches Büro Hamburg
• Kai Elmendorf, Vizepräses der Handelskammer
• Kirsten Fehrs, Bischöfin im Sprengel Hamburg und Lübeck Nordkirche
• Anna Gallina, Vorsitzende Landesverband Bündnis 90/Die Grünen
• Prof. Dr. Michael Göring, Vorstandsvorsitzender ZEIT-Stiftung
• Dana Golombek, Schauspielerin
• Stefan Gwildis, Musiker (neu)
• Dr. Stefan Heße, Erzbischof von Hamburg
• Dora Heyenn, MdHB
• Dr. Nikolas Hill, Initiator Haltung.Hamburg
• Axel Jahn, Geschäftsführer Loki-Schmidt-Stiftung
• Olivia Jones
• Sami Khokhar, Gründer von Das Teemobil
• Christian Kipper, Geschäftsführer der Deutschen Fernsehlotterie
• Maria Köpf, Geschäftsführerin der Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein
• Marion Kracht, Schauspielerin
• Ewald Lienen, Trainer des FC St. Pauli
• Corny Littmann, Geschäftsführender Gesellschafter Schmidts TIVOLI
• Prof. Dr. Dirk Luckow, Intendant der Deichtorhallen Hamburg
• Joachim Lux, Intendant Thalia Theater
• Dr. Jürgen Mantell, Präsident Hamburger Sportbund
• Stefan Mielchen, Erster Vorsitzender von Hamburg Pride e.V.
• Dr. Ulrike Murmann, Hauptpastorin St. Katharinen, Pröpstin Kirchenkreis Hamburg-Ost
• John Neumeier, Direktor Hamburg Ballett, Ballettintendant Hamburger Staatsoper
• Dr. Ingrid Nümann-Seidewinkel, 1. Vorsitzende Patriotische Gesellschaft
• Uwe Onnen, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Hamburg
• Sibilla Pavenstedt, stellv. Vorsitzende Made of Veddel
• Valery Pearl, Politiktranse, Autorin von „Kiezküche #RefugeesWelcome“
• Nina Petri, Schauspielerin
• Alexander Porschke, Vorsitzender NABU Hamburg
• Pheline Roggan, Schauspielerin
• Wolfgang Rose, MdHB, Vorsitzender Kultur im Gewerkschaftshaus e.V.
• Maike Röttger, Geschäftsführerin PLAN Deutschland
• Dr. Susanne Schmidt, Nationalökonomin, England
• Dr. Volkmar Schön, Staatsrat a.D.
• Mesut Sipahi, Vorsitzender der Türkischen Gemeinde in Hamburg und Umgebung e.V. (neu)
• Reinhard Soltau, Senator a.D.
• Dr. Anjes Tjarks, Vorsitzender Grüne Bürgerschaftsfraktion
• Anastasia Umrik, Modedesignerin, Bloggerin
• Carola Veit, Präsidentin der Hamburgischen Bürgerschaft
• Rose Volz-Schmidt, Gründerin von wellcome
• Prof. Dr. Wolfram Weiße, Direktor der Akademie der Weltreligionen
• Klaus Wicher, 1. Landesvorsitzender SoVD Hamburg (neu)
• André Wilkens, Geschäftsführender Vorstand von Die Offene Gesellschaft
• Dr. Mustafa Yoldas, Vorsitzender der Schura Hamburg

Foto: Florian Marten

03.07.2017

Patriotische Gesellschaft beteiligt sich an "Protestwelle"

"Weltoffene Patrioten gegen engstirnigen Nationalismus"

Beim G20-Gipfel ist die Welt zu Gast in Hamburg, um globale Herausforderungen zu diskutieren. Die Patriotische Gesellschaft hat am 2. Juli an der "Protestwelle" auf der Binnenalster, die Forderungen an den den G20-Gipel richtet, mit einem Ruderboot teilgenommen und Stellung bezogen: "Weltoffene Patrioten gegen engstirnigen Nationalismus".

16.05.2017

Patriotisches Salongespräch mit Volkwin Marg ist online

09.05.2017

Die Patriotische Gesellschaft unterstützt das Bündnis "Hamburg zeigt Haltung" beim G20-Gipfel

Bündnis ruft zu friedlicher Demonstration und Fest für Demokratie und Menschenrechte auf

Unter dem Motto „Hamburg zeigt Haltung“ ruft ein breites Bündnis von Personen aus Kultur, Sport, Politik, Kirchen und sozialen Initiativen alle Hamburgerinnen und Hamburger auf, am 8. Juli 2017 für unsere demokratischen Werte und Prinzipien zu demonstrieren.

Informationen über die geplanten Aktionen und das Bündnis finden Sie auf der Internetseite www.hamburgzeigthaltung.de

Foto: Samer Mardeni

03.05.2017

Foto-Ausstellung "Lichtblicke" des Projekts "wirsprechenfotografisch"

Junge Geflüchtete zeigen ihren Blick auf Hamburg

Am 10. Mai 2017 zeigen 17 junge Geflüchtete in der Fotoausstellung „Lichtblicke“ mehr als 50 Fotografien, die im Rahmen des Projekts „wirsprechenfotografisch“ entstanden sind, das 2015 von Joceline Berger ins Leben gerufen wurde. Die jungen Geflüchteten zeigen uns ihren Blick auf Hamburg - in Form von Fotos und ihren Gedanken dazu in kurzen Texten.

Zur Anmeldung

27.04.2017

Patriotisches Salongespräch mit Volkwin Marg

Am Dienstag, 9. Mai 2017, um 19 Uhr live auf TIDE TV

Seit 1965 führt Volkwin Marg gemeinsam mit seinem Partner Meinhard von Gerkan die international renommierte Hamburger Architektensozietät „von Gerkan, Marg und Partner“ (gmp). Doch Volkwin Marg ist viel mehr als ein berühmter Architekt, der mit seinem Büro auf der ganzen Welt Flughäfen, Bahnhöfe, Stadien, Opernhäuser und in China sogar eine ganze Stadt entworfen hat. Der gebürtige Ostpreuße ist ein umfassend gebildeter kritischer Geist, der weit über den Tellerrand der Architektur hinausblickt und seine Stimme öffentlich erhebt, wenn er es für notwendig hält. Ob und in welcher Weise er auch ein Patriot ist, das wird Uwe Doll im Gespräch mit ihm vor allem auf der Spur seines Lebensweges und seines Architekturverständnisses zu erkunden suchen.

26.04.2017

Partizipatorisches Nachbarschaftsprojekt ausgezeichnet

14. Hamburger Stadtteilkulturpreis 2017 geht an „ALTONA MACHT AUF“

Der 14. Hamburger Stadtteilkulturpreis wurde am 25. April in einer festlichen Veranstaltung vor rund 250 Gästen in der Halle 424 im Oberhafen an die partizipatorische Stadtteilperformance „ALTONA MACHT AUF!“ der theater altonale verliehen. Der größte Preis der Hamburger Stadtteilkultur ist mit 10.000 Euro dotiert. Die Patriotische Gesellschaft ist einer der Preisstifter.

Weitere Informationen finden Sie hier

19.04.2017

"Altstadt für alle!"

Erste Werkstattveranstaltung

Eine lebenswerte, nachhaltige Stadtentwicklung wollen heute alle. Bürgerinnen und Bürger, Politik, Wissenschaft und Verbände fordern in ungewohnter Übereinstimmung mehr Wohnen, mehr Arbeit, mehr Lebensqualität und mehr Vielfalt in unserer Stadt. Allerdings: Selten war die Kluft zwischen Gutachten, Konzepten sowie Parteiprogrammen einerseits und dem bestehenden Mut zu konkreter Veränderung andererseits so groß wie heute. Das Projekt „Altstadt für Alle!“, einer Initiative der Gruppe „Hamburg entfesseln!“, der Patriotischen Gesellschaft und der Evangelischen Akademie der Nordkirche, will einen Anstoß geben, sich mit ganz konkreten Schritten ans Werk zu machen.

Das Ziel ist es, einen wirklichen Neubeginn der Stadtentwicklung im Herzen Hamburgs, in Altstadt, Neustadt und HafenCity zu initiieren und hierzu einen lebendigen Dialog mit allen Akteuren der Hamburger Zivilgesellschaft anzustoßen. Dazu findet Anfang Mai eine erste Informations- und Diskussionsveranstaltung statt. Bei Interesse an einer Teilnahme melden Sie sich bitte unter info@patriotische-gesellschaft.de

Die Initiative „Altstadt für Alle!“ will einen Beitrag leisten, Raum für neue Denkweisen und konkrete Veränderungsvorschläge zu schaffen. Sie fokussiert dabei ganz bewusst auf die Hamburger Innenstadt: Zum einen, weil hier der aktuelle Handlungsdruck besonders groß ist, nicht zuletzt aber, weil sie sich davon eine Signalwirkung für die Stadtentwicklung in ganz Hamburg verspricht.
Sie möchte Vorschläge erarbeiten für eine bessere soziale Mischung und eine Innenstadt mit mehr Möglichkeiten für Bildung, Begegnung und Kultur, ihr geht es gerade hier um die Interessen aller Hamburger Bürgerinnen und Bürger.

03.04.2017

14. Hamburger Stadtteilkulturpreis 2017 geht an „Altona macht auf“

Preisverleihung am 25. April 2017 um 17 Uhr in der Halle 424 im Oberhafen

Preisträger 2017 des größten Preises der Hamburger Stadtteilkultur ist die partizipatorische Stadtteilperformance „ALTONA MACHT AUF!“ der theater altonale. Mit dem mit 10.000 Euro dotierten Hamburger Stadtteilkulturpreis werden wegweisende Projekte und Programme der Lokalen Kultur in Hamburg gewürdigt. Die Patriotische Gesellschaft ist einer der Preisstifter.

Weitere Informationen finden Sie hier

28.03.2017

Hamburger Stadtteilkulturpreis 2017

Preisgeber nominieren zehn herausragende Projekte und Programme

Die Patriotische Gesellschaft ist einer der Preisstifter des mit 10.000 Euro dotierten Hamburger Stadtteilkulturpreises, der am Dienstag, dem 25. April 2017, um 17 Uhr, in der Halle 424 im Oberhafen vergeben wird. Der Preisträger wird Anfang April bekanntgegeben.

Weitere Informationen finden Sie hier

20.03.2017

Hamburg - Grüne Metropole am Wasser

Programm 2017 ist erschienen

Unterstützt von der Patriotischen Gesellschaft bietet der Verein „Hamburg – Grüne Metropole am Wasser“ 2017 wieder „Elbspaziergänge“ und Barkassenfahrten auf Bille und Alster an.

Die aktuellen Programme finden Sie hier

09.02.2017

Ausschreibung zum Holger-Cassens-Preis 2017

Bildung als gemeinsame Aufgabe

Die Mara und Holger Cassens-Stiftung und die Patriotische Gesellschaft von 1765 verleihen seit 2009 unter dem Motto „Bildung als gemeinsame Aufgabe“ den Holger-Cassens-Preis. Der mit 10.000 Euro dotierte Preis würdigt gelungene Kooperationen, die sich in ihrer Arbeit an einem umfassenden Bildungsbegriff orientieren. Bewerbungsfrist ist der 31.05.2017.

Das Ausschreibungsfaltblatt können Sie hier herunterladen. Wir senden Ihnen das Faltblatt auch gern postalisch zu.

24.01.2017

Patriotisches Salongespräch mit Bischöfin Kirsten Fehrs

Am 14.02.2017 um 19 Uhr live auf TIDE TV

Kirsten Fehrs, Bischöfin im Sprengel Hamburg und Lübeck der Nordkirche, ist am Dienstag, 14. Februar 2017, zu Gast bei den "Patriotischen Salongesprächen". Ruth-Esther Geiger führt durch das Gespräch, in dem es unter anderem um das Engagament der Bischöfin für Flüchtlinge und Gewaltopfer in Deutschland und ihre Haltung zum Reformator Martin Luther geht.

Stephan Braese, Literaturwissenschaftler und Hildesheimer-Spezialist (links), und Wibke Kähler-Siemssen, Geschäftsführerin der Patriotischen Gesellschaft (Mitte) bei der Gedenktafel-Enthüllung

08.12.2016

Patriotische Gesellschaft enthüllt Gedenktafel für Wolfgang Hildesheimer

Schriftsteller und Künstler wurde vor 100 Jahren in Hamburg geboren

Die Patriotische Gesellschaft von 1765 enthüllte am 8. Dezember 2016 eine Gedenktafel für den Schriftsteller und bildenden Künstler Wolfgang Hildesheimer, der vor 100 Jahren in Hamburg geboren wurde und mit Werken wir „Tynset“ und „Masante“ entscheidend zum Wiederanschluss der deutschsprachigen Literatur an die europäische Moderne beitrug. Die Gedenktafel steht vor dem Geburts- und Elternhaus Hildesheimers in der Rotenhäuser Str. 15 in Hamburg-Wilhelmsburg. Der Literaturwissenschaftler und Hildesheimer-Spezialist Prof. Dr. Stephan Braese sprach einführende Worte.

Gedenktafelprogramm der Patriotischen Gesellschaft

Christine Rißmann, Dr. Jürgen Mackensen, Sigrun Ferber, Dr. Jörg Schilling, Carola v. Paczensky, Kai R. Steffen, Stephan Kufeke, Reinhard Dörr und Elmar J. Kühn. Nicht auf dem Bild: Christiane Hollander und Prof. Anna Katharina Zülch

24.11.2016

Mitgliederversammlung wählt neuen Beirat

11 von 25 Beiratsmitgliedern wurden neu gewählt

Im Rahmen der Mitgliederversammlung der Patriotischen Gesellschaft am 22. November 2016 wählten die Mitglieder elf Beiräte. Neu in den Beirat gewählt wurden Sigrun Ferber, Christiane Hollander, Stephan Kufeke und Dr. Jörg Schilling. Reinhard Dörr, Elmar J. Kühn, Dr. Jürgen Mackensen, Christine Rißmann, Kai R. Steffen, Carola v. Paczensky und Prof. Anna Katharina Zülch wurden wiedergewählt.
Burga Buddensiek, Dr. Hugbert Flitner und Dirk Schoch haben nach Ablauf ihrer Amtszeit nicht erneut kandidiert und scheiden aus dem Beirat aus.

Der Beirat besteht aus gewählten Mitgliedern und Delegierten verbundener Institutionen. Die Beiratsmitglieder werden für drei Jahre gewählt. Die Arbeit im Beirat gibt den Mitgliedern so die Möglichkeit, sich aktiv in der Gremienarbeit für die Patriotische Gesellschaft einzubringen.

22.11.2016

Patriotisches Salongespräch - Benjamin Adrion zu Gast bei Uwe Doll

Wiederholung der Sendung auf TIDE TV am Mittwoch, 23. November 2016, um 22:15 Uhr

Kleine silberne Medaille für 10 Jahre Diensttreue

22.11.2016

Diensttreue-Medaillen für langjährige und engagierte Mitarbeiter seit 1777

Urkunden in neuem Design

Mit der Ehrung durch unsere Medaillen und Urkunden zeigen Sie Ihren langjährigen Mitarbeitern, wie wertvoll ihre Erfahrungen für das Unternehmen sind. Nach der Überarbeitung des Logos der Patriotischen Gesellschaft durch den Hamburger Designer Peter Schmidt vor drei Jahren, haben wir nun die Diensttreue-Urkunden entsprechend neu gestaltet. Das Programm gehört seit über 200 Jahren zum Angebot der Patriotischen Gesellschaft und wird von vielen Hamburger Unternehmen genutzt. Zusammen mit den Diensttreuemedaillen zum 10., 25. oder 40. Dienstjubiläum bilden die Urkunden eine besondere Möglichkeit, Mitarbeiter zu ehren.

Weitere Informationen zum Diensttreueprogramm der Patriotischen Gesellschaft finden Sie hier

Die neuen Stipendiaten-Kinder im Diesterweg-Stipendium Hamburg 2016-18, Foto: Christian Augustin

15.11.2016

Aufnahmefest in das Diesterweg-Stipendium Hamburg und DiesterwegPLUS

Elf Viertklässlerinnen und Viertklässler werden gemeinsam mit ihren Familien zwei Jahre beim Übergang auf die weiterführende Schule begleitet

Beim Aufnahmefest in das Diesterweg-Stipendium 2016-18 am Montag, dem 14. November 2016, im Haus der Patriotischen Gesellschaft hieß Falko Droßmann, Bezirksamtsleiter Hamburg-Mitte, die neue, dritte Stipendiaten-Generation offiziell willkommen. Elf Kinder und ihre Familien wurden bei der Auftaktveranstaltung in das Diesterweg-Stipendium Hamburg aufgenommen. Gleichzeitig wechselten die 18 Stipendiatenfamilien des letzten Jahrgangs in das Anschlussprogramm DiesterwegPLUS: Sechs Jungen und fünf Mädchen mit ethnischen Wurzeln in neun Ländern. Damit unterstützt das Diesterweg-Stipendium Hamburg aktuell über 140 Personen.

08.11.2016

Patriotisches Salongespräch mit Benjamin Adrion

Am 15.11.2016 um 19 Uhr live auf TIDE TV

Der Erfolg des gemeinnützigen Vereins Viva con Agua de Sankt Pauli e.V., der jährlich zehn Wasserprojekte in fünf Ländern fördert, beruht auf dem Engagement des Gründers Benjamin Adrion. Wie kommt man als Profifußballer auf eine solche Idee, und wie setzt man sie um? Am 15. November, 19 Uhr, live auf TIDE TV: Uwe Doll im Patriotischen Salongespräch mit Benjamin Adrion.

Verleihung des Holger Cassens-Preises: Preisstifter Holger Cassens mit Nicola Möller-La Rosa, Sibylle Frey und Hasan Erkan von „gemeinsam Kirchdorf-Süd“, Bild: Christian Augustin

02.11.2016

Preisträger "gemeinsam Kirchdorf-Süd" nimmt Holger Cassens-Preis 2016 entgegen

Sonderauszeichnung für das "Maritime Zentrum Elbinseln"

Am Dienstag, 1. November 2016, überreichte Preisstifter Holger Cassens den Holger Cassens-Preis 2016 an das Projekt "gemeinsam Kirchdorf-Süd". Der Preisträger präsentierte sich in verschiedenen Musik- und Tanzvorführungen dem Publikum. Außerdem wurde die Sonderauszeichnung für besondere pädagische Förderung von Bildung als gemeinsame Aufgabe an das Projekt "Maritimes Zentrum Elbinseln" der Stadtteilschule Wilhelmsburg verliehen.

29.09.2016

Holger Cassens-Preis 2016 für das Projekt „gemeinsam Kirchdorf-Süd“

Preisverleihung am 1. November 2016 im Haus der Patriotischen Gesellschaft

Der Holger Cassens-Preis 2016, der einmal jährlich von der Mara und Holger Cassens-Stiftung und der Patriotischen Gesellschaft von 1765 verliehen wird, geht in diesem Jahr an das Projekt gemeinsam Kirchdorf-Süd von verikom – Verbund für interkulturelle Kommunikation und Bildung e.V.. Das Preisträger-Projekt engagiert sich für Zusammenhalt und Werschätzung der Bewohnerinnen und Bewohner in der Hochhaussiedlung Kirchdorf-Süd. Preisstifter Holger Cassens überreicht den mit 10.000 Euro dotierten Preis am Dienstag, dem 1. November 2016, um 18 Uhr im Haus der Patriotischen Gesellschaft an die Preisträger. Dr. Melanie Leonhard, Senatorin der Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration, wird das Grußwort sprechen.

13.09.2016

Patriotische Gesellschaft unterstützt den "Hamburger Appell" der National Coalition – Netzwerk zur Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention.

Die 50er-Jahre-Leuchter im Reimarus-Saal - glänzend restauriert

25.08.2016

Neuer Glanz für 50er-Jahre-Kronleuchter

Umfassende Restaurierung der Leuchter im Reimarus-Saal

Dank großzügiger Förderungen der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, der Hamburger Sparkasse, der Bärbel und Peter Hoerner Stiftung, der Allianz Deutschland AG sowie von Lotto Hamburg konnten bereits zwei der großen 50er-Jahre Leuchter sowie die Wand-Kandelaber im Reimarus-Saal umfassend restauriert werden. Seit Mitte August hängen sie wieder an alter Stelle und lassen den größten Saal im Haus der Patriotischen Gesellschaft in neuem Licht erstrahlen.

Die Kronleuchter - 2,20 Meter hohen und 1,80 Meter im Durchmesser - sind eine herausragende gestalterische Leistung der 1950er Jahre. Im Zuge der Restaurierung unter der Anleitung der Restaurierungswerkstatt Stefan Börner aus Winsen/Luhe werden die insgesamt 366 Lampen der drei Leuchter und Wand-Kandelaber energieeffizient auf LED umgerüstet, so dass der Stromverbrauch erheblich reduziert wird. „Damit wird der Raum ästhetisch stark aufgewertet und noch mehr zu einem attraktivem Ort für öffentliche Diskussionen und Veranstaltungen“, so Dr. Ingrid Nümann-Seidewinkel, 1. Vorsitzende der Patriotischen Gesellschaft.

18.08.2016

Aus HAMMABURG wird SAALHAUS

Neuer Name und neuer Auftritt für die Saalvermietung der Patriotischen Gesellschaft

Die Veranstaltungs-GmbH der Patriotischen Gesellschaft firmiert anlässlich ihres 30. Jubiläums um und tritt ab sofort unter dem neuen Namen „SAALHAUS GmbH – Saalvermietung der Patriotischen Gesellschaft von 1765“ und mit neuem Corporate Design auf. Weitere Informationen unter www.saalhaus.de

09.08.2016

Neue Ernte: Patrioten-Honig

Frühtracht mit Aromen von Obstblüte, Kastanie und Ahorn

Die Frühtracht-Ernte 2016 des beliebten Patrioten-Honigs ist ab sofort in der Geschäftsstelle der Patriotischen Gesellschaft erhältlich. Insgesamt haben die vier Bienenvölker, die auf dem Dach des Hauses der Patriotischen Gesellschaft leben, im Frühjahr 2016 rund 60 kg Honig produziert. Die Frühtracht enthält vor allem Obstblüte (Apfel, Kirsche, Birne) sowie Ahorn und Kastanie, hat einen milden Geschmack und eine cremig-feste Konsistenz. Den Patrioten-Honig gibt es im 250g- und 500g-Schraubglas.

250g-Glas Frühtracht: 5 €
500g-Glas Frühtracht: 8 €

Weitere Informationen zum Patrioten-Honig gibt es hier

01.08.2016

Stellenausschreibung

Projektassistent/in für das Diesterweg-Stipendium Hamburg auf 450 Euro Vertrag ab 15. September 2016

Johannes Jörn, Patriotische Gesellschaft von 1765, Mechthild Kränzlin, HOMANN-STIFTUNG, und Ulrike Petersen, STATTBAU Hamburg

21.07.2016

Perlen polieren

Eine Initiative für Hamburger Wohnstifte

Die Patriotische Gesellschaft, die Homann-Stiftung und die Stadtentwicklungsgesellschaft Stattbau Hamburg haben sich zur Initiative „Perlen polieren“ zusammengeschlossen mit dem Ziel, die Hamburger Wohnstiftungen zu erhalten und weiterzuentwickeln. Weitere Informationen finden Sie auf der Website der Initiative "Perlen polieren".

Die Initiatoren des Hamburger Appells EINIGT EUCH.

07.07.2016

„Einigt Euch!“ - Integration von Flüchtlingen

Zivilgesellschaft macht Volksinitiative und Regierungsparteien Druck. Die Patriotische Gesellschaft unterstützt den Hamburger Appell

Ein breites Spektrum von Organisationen der Hamburger Zivilgesellschaft fordert die Volksinitiative für gute Integration und die Regierungsparteien auf, sich schnell zu einigen. Unterzeichner des „Hamburger Appels“ sind aktuell sechzehn Vertreter von Kirchen, Glaubensgemeinschaften, Wohlfahrtsverbänden, Gewerkschaften, Unternehmern, Kultur und Sport. Diakoniechef Landespastor Dirk Ahrens erläutert die Initiative: „Wir haben die Befürchtung, dass ein Scheitern der Verhandlungen, das dann folgende Volksbegehren und eine Volksabstimmung zu einer Emotionalisierung und Spaltung der Bevölkerung führen würde. Am 11. Juli muss die Entscheidung fallen. Darum wenden wir uns jetzt an die Verhandlungspartner und sagen: Einigt Euch, wir müssen die Integration gemeinsam schaffen!“. Ahrens weiter: „Was leider häufig aus dem Blick gerät: Noch immer leben viel zu viele Flüchtlinge in Baumärkten, Lagerhallen und Zelten. Für eine gelingende Integration benötigen wir schnell menschenwürdige Unterkünfte. Auch deshalb brauchen wir eine zügige Einigung zwischen Volksinitiative und Politik.“

Berthold Bose, Landesbezirksleiter ver.di Hamburg:
„Hamburg ist und war immer eine weltoffene Stadt. Es sind seit jeher Menschen in Not aufgenommen und Zuwanderer aus aller Welt in Hamburg heimisch geworden. In besonderen Zeiten gilt es sich für kulturelle Vielfalt und eine gute Integration einzusetzen. Dazu müssen sich jetzt die Verantwortlichen aus Politik und der Volksinitiative auch bekennen und einen für die Menschen in Hamburg guten Kompromiss erarbeiten. Taktieren auf dem Rücken der Bedürftigen der Stadt ist unerträglich und unterstützt ausschließlich eine Spaltung der Bevölkerung.“

Michael Edele, stellvertretender Caritas-Direktor, Caritas für Hamburg:
"Der Caritasverband hält eine schnelle Einigung für unerlässlich, um eine monatelange polarisierende Auseinandersetzung zu vermeiden, die auch von denjenigen als Plattform genutzt werden kann, die eine Integration von geflüchteten Mensch grundsätzlich ablehnen.“

Dr. Jürgen Mantell, Präsident Hamburger Sportbund e.V.:
„Die Sportvereine in Hamburg sind erfahren darin, neue Nachbarn schnell zu integrieren. Sie haben von sich aus viele Sportmöglichkeiten für Flüchtlinge angeboten – sofort und unmittelbar, ohne nach Förderung zu fragen oder darauf zu warten. Die Flüchtlinge nehmen die Angebote gerne an, um sich zu bewegen, Kontakte zu knüpfen und einen Teil ihres Alltags sinnvoll zu gestalten. Die Arbeit der Sportvereine für Flüchtlinge darf nicht gefährdet werden. Darum: Einigt Euch!“

Daniel Abdin, SCHURA Hamburg e.V.:
"Als Vertretung vieler Moscheevereine in Hamburg sind wir als SCHURA seit Jahren aktiv für die Integration der Religionsgemeinschaften in unserer gemeinsamen Stadt Hamburg. Damit diese Integration auch für die neu ankommenden Flüchtlinge gelingen kann, brauchen wir gemeinsame Integrationsinitiativen aller in Politik und Stadtgesellschaft. Integration ist keine Einbahnstraße."

Johannes Jörn, Vorstand Patriotische Gesellschaft von 1765:
„Die Patriotische Gesellschaft von 1765 unterstützt den ‚Hamburger Apell – Einigt Euch – Integration gemeinsam schaffen‘. Zusammen mit den anderen Unterzeichnern des Apells rufen wir die Verantwortlichen in Politik und Volksinitiative zu einer Einigung auf, damit die Verhandlungen gelingen und eine Emotionalisierung und Spaltung der Bevölkerung verhindert werden.“

Bischöfin Kirsten Fehrs, Nordkirche:
„Ich appelliere erneut an die Besonnenheit der Beteiligten, eine gemeinsame Lösung zu finden. Niemand sollte in dieser Situation an Maximalforderungen festhalten. Bei dem sensiblen Thema Integration brauchen wir nicht Spaltung und Polarisierung, sondern Dialog und Verständigung. Ein Volksentscheid sollte daher auf jeden Fall vermieden werden. Ich befürchte, dass er letztlich zu einem Referendum wird, bei dem für oder gegen Flüchtlinge abgestimmt wird. Wir stehen vor einer großen Aufgabe: Integration kann nur funktionieren, wenn die Bürgerinnen und Bürger mitziehen und selbst ihren Anteil daran übernehmen. In der Bibel heißt es dazu: `Suchet der Stadt Bestes!´ (Jer 29,7). Ich hoffe sehr, dass die Gespräche zwischen Volksinitiative und Senat zu einem guten Ende kommen.“

Birgit Müller, Chefredakteurin Straßenmagazin Hinz & Kunzt:
„Die soziale Situation von Geflüchteten und Obdachlosen ist oft vergleichbar, auch wenn die Ursachen unterschiedlich sind. Beide brauchen unsere gesellschaftliche Solidarität und die nachhaltige Bereitschaft, Integration möglich zu machen. Was wir nicht brauchen, ist eine Spaltung der Stadt in dieser sozialen Frage. Darum sollten beide Seiten am Verhandlungstisch aufeinander zugehen und einen fairen Kompromiss suchen.“

Uwe Polkaehn, Vorsitzender DGB Nord:
„Die Geflüchteten in Ausbildung und Arbeit zu bringen, ist eine zentrale Aufgabe für eine gelingende, nachhaltige Integration und für die soziale Teilhabe unserer neuen Mitbürgerinnen und Mitbürger. Für diese Integration arbeiten wir als Gewerkschaften – und dafür brauchen wir die verantwortliche Zusammenarbeit aller Beteiligten und die Bündelung aller Kräfte, statt sie in lösbaren Konflikten zu vergeuden.“

Im Anhang finden Sie den Hamburger Appell im vollen Wortlaut und mit der Liste aller Unterzeichner.

28.06.2016

Ausstellung zum 6. Bülau-Wettbewerb in der HafenCity Universität

Vom 27. Juni bis 6. Juli 2016 sind im Foyer der HCU die Wettbewerbsbeiträge zu sehen

Von Montag, 27. Juni, bis Mittwoch, 6. Juli 2016, werden die Entwürfe des mit insgesamt 9.500 Euro dotierten 6. Bülau-Wettbewerbs im Foyer der HafenCity Universität ausgestellt (Überseeallee 16, 20457 Hamburg).

15.06.2016

Broschüre zum 6. Bülau-Wettbewerb 2016 zum Download

Enthält die Entwürfe der Preisträger und Anerkennungen sowie weiterer Wettbewerbsteilnehmer

01.06.2016

Patriotisches Salongespräch - Hark Bohm zu Gast bei Uwe Doll

Wiederholung der Sendung auf TIDE TV am Sonntag, dem 5. Juni, um 19:45 Uhr

01.06.2016

Patriotisches Salongespräch - Hark Bohm zu Gast bei Uwe Doll

Wiederholung der Sendung auf TIDE TV am Sonntag, dem 5. Juni, um 19:45 Uhr

24.05.2016

Patriotisches Salongespräch am 31. Mai um 19 Uhr auf Tide TV

Hark Bohm zu Gast bei Uwe Doll

Wenige Biographien deutscher Filmregisseure und Schauspieler sind so facettenreich wie die des Hamburgers Hark Bohm. Ob als Darsteller in vielen Fassbinder-Werken, als Regisseur unvergessener Filme wie "Nordsee ist Mordsee", als studierter Jurist, als engagierter
Förderer der Filmstadt Hamburg oder als vielfacher Adoptiv- und Pflegevater: Immer beeindruckt Hark Bohm mit starkem Charakter auf einem Weg oft gegen den Strom. Uwe Doll befragt ihn danach, wie er sich selbst sieht und was ihn antreibt.

Preisträger des 6. Bülau-Wettbewerbs (v.l.n.r.): Lisa Mu (Leibniz Universität Hannover), Katharina Ern (TU Dortmund), Baptiste Froger, Hugo Janvier (beide HafenCity Universität Hamburg), Lars Schöberl, Joana Carvalho, Lucas Hövelmann (alle drei TU Berlin),
Bild: Patriotische Gesellschaft von 1765

23.05.2016

6. Bülau-Wettbewerb der Patriotischen Gesellschaft von 1765

Drei 1. Preise und drei Anerkennungen

Die Preisträger des mit insgesamt 9.500 Euro dotierten 6. Bülau-Wettbewerbs der Patriotischen Gesellschaft wurden am Montag, 23. Mai 2016, im Haus der Patriotischen Gesellschaft ausgezeichnet und ihre Entwürfe dem Publikum vorgestellt. Die Preise überreichten Dr. Ingrid Nümann-Seidewinkel, 1. Vorsitzende der Patriotischen Gesellschaft von 1765, und Dirk C. Schoch, Sutor-Stiftung.

Die Jury unter dem Vorsitz von Ingrid Spengler (Spengler Wiescholek, Architekten und Stadtplaner) hatte entschieden, drei 1. Preise zu vergeben. Das Preisgeld in Höhe von 8.000 Euro ging zu gleichen Teilen an die folgenden Preisträger: Katharina Ern von der TU Dortmund für ihren Entwurf „Elbforum Hamburg“, Baptiste Froger und Hugo Janvier von der HafenCity Universität Hamburg für ihren Entwurf „HH – Bäderwerk“ und den Entwurf „Schöne Aussicht – Neue Hafenkante St. Pauli“ von Joana Carvalho, Lucas Hövelmann, Richard Roßner und Lars Schöberl von der Technischen Universität Berlin. Außerdem wurden die Wettbewerbsbeiträge von Jonathan Fey (HafenCity Universität Hamburg), Theodora Topliyski (TU Dortmund) und Lisa Mu (Leibniz Universität Hannover) mit jeweils einer Anerkennung und 500 Euro Preisgeld gewürdigt.

Von Montag, 27.06.2016, bis Mittwoch, 06.07.2016, werden die Entwürfe im Foyer der HafenCity Universität ausgestellt (Überseeallee 16, 20457 Hamburg).

18.05.2016

Ernennung von Dr. Michael Otto und Esther Bejarano zu Ehrenmitgliedern der Patriotischen Gesellschaft

Laudatio und Danksagungen vom 10. Mai 2016 können jetzt hier nachgelesen werden

Dr. Dr. h.c. Jürgen Lüthje (Vorstand der Patriotischen Gesellschaft) überreicht Dr. Michael Otto die Urkunde
Foto: Karin Desmarowitz

11.05.2016

Patrioten von heute

Die Patriotische Gesellschaft ernennt Esther Bejarano und Dr. Michael Otto zu Ehrenmitgliedern

Esther Bejarano und Dr. Michael Otto wurden am 10. Mai 2016 zu Ehrenmitgliedern der Patriotischen Gesellschaft von 1765 ernannt. Die Patriotische Gesellschaft würdigt so die herausragende Lebensleistung sowie die prägende Wirkung von Esther Bejarano und Dr. Michael Otto in der Stadt Hamburg. Als älteste zivilgesellschaftliche Organisation der Stadt möchte die Patriotische Gesellschaft mit der Verleihung der Ehrenmitgliedschaften auch zeigen, welche Wertschätzung beide Persönlichkeiten in der Stadt genießen und welche Bereicherung die Stadt Hamburg erfährt, wenn Menschen wie Esther Bejarano und Dr. Michael Otto in ihr leben und aktiv an der Gestaltung des Zusammenlebens mitwirken.

„Ihre Lebenswege und Lebensleistungen machen Esther Bejarano und Dr. Michael Otto zu Patrioten von heute, die geschichtsbewusste und zukunftsweisende Maßstäbe für patriotisches Denken und Handeln setzen“, sagt Dr. Ingrid Nümann-Seidewinkel, 1. Vorsitzende der Patriotischen Gesellschaft.

„Die unterschiedlichen, wenn nicht gegensätzlichen Lebenswege beider Ehrenmitglieder zeigen, dass patriotisches Engagement nicht an den Geburtsort oder die Herkunft gebunden ist, sondern Ausdruck des Willens ist, sich mit den persönlichen Fähigkeiten und den individuellen Wirkungsmöglichkeiten für andere Menschen und eine soziale Gemeinschaft einzusetzen und deren Entwicklung nachhaltig mitzugestalten“, erläutert Dr. Dr. h.c. Jürgen Lüthje, Vorstand der Patriotischen Gesellschaft.

Wettbewerbsgebiet, Bild: konsalt GmbH

09.05.2016

Drei erste Preise beim 6. Bülau-Wettbewerb der Patriotischen Gesellschaft

Die Preisverleihung findet statt am 23. Mai 2016 um 11 Uhr

Die Preisträger des mit insgesamt 9.500 Euro dotierten 6. Bülau-Wettbewerbs zum Thema „Neugestaltung und Arrondierung der Hafenkante im Umfeld des Alten Elbtunnels in Hamburg“ stehen fest.
Die Jury unter dem Vorsitz von Ingrid Spengler (Spengler Wiescholek, Architekten und Stadtplaner) hat entschieden, drei 1. Preise zu vergeben. Das Preisgeld in Höhe von 8.000 Euro geht zu gleichen Teilen an die folgenden Preisträger: Katharina Ern von der TU Dortmund für ihren Entwurf „Elbforum Hamburg“, Baptiste Froger und Hugo Janvier von der HafenCity Universität Hamburg für ihren Entwurf „HH – Bäderwerk“ und den Entwurf „Schöne Aussicht – Neue Hafenkante St. Pauli“ von Joana Carvalho, Lukas Hövelmann, Richard Roßner und Lars Schöberl von der Technischen Universität Berlin. Außerdem werden die Wettbewerbsbeiträge von Jonathan Fey (HafenCity Universität Hamburg), Theodora Topliyski (TU Dortmund) und Lisa Mu (Leibniz Universität Hannover) mit jeweils einer Anerkennung und 500 Euro Preisgeld gewürdigt.

Am Montag, dem 23. Mai 2016, um 11 Uhr werden die Preisträger von der Patriotischen Gesellschaft in ihrem Haus an der Trostbrücke ausgezeichnet und ihre Entwürfe vorgestellt. Mehr als 100 Studierende und junge Absolventen von Hochschulen aus ganz Deutschland haben mit ihren Entwürfen an dem Ideenwettebwerb teilgenommen.

Illustration: Thomas Plaßmann

04.05.2016

Schule in der gespaltenen Stadt

Vortrag von Prof. Dr. Joachim Schroeder bei der Tagung „Inklusive Bildung in Hamburg – ein Armutszeugnis?"

Am 29. April 2016 luden die Patriotische Gesellschaft, Arbeitskreis Kinder, Jugend und Bildung, und die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Hamburg zur Veranstaltung „Inklusive Bildung in Hamburg – ein Armutszeugnis?" ins Haus der Patriotischen Gesellschaft ein.

In seinem Vortrag "Schule in der gespaltenen Stadt" beschrieb Prof. Dr. Joachim Schroeder "sozialräumliche Dimensionen des "Ressourcen-Diagnostik-Dilemmas" - der Vortragstext steht nun als PDF als Download zur Verfügung.

Landungsbrücken und Alter Elbtunnel

21.04.2016

Bülau-Wettbewerb 2015/16

Juryentscheidung am 28. April – Preisverleihung am 23. Mai

Ein zentrales Gebiet der Hamburger Stadtentwicklung steht im Mittelpunkt des 6. Bülau-Wettbewerbs: die "Neugestaltung und Arrondierung der Hafenkante im Umfeld des Alten Elbtunnels". Das Thema hat unter Studierenden und jungen Absolventen aus den Fachbereichen Stadtplanung, Architektur und Landschaftsarchitektur einen sehr großen Widerhall gefunden, sodass mehr als 100 Wettbewerbsbeiträge von Hochschulen aus dem ganzen Bundesgebiet bei der konsalt GmbH eingegangen sind.

Am 28. April findet die Jurysitzung statt, in der die Preisträger bestimmt werden. Zur Preisverleihung lädt die Patriotische Gesellschaft am 23. Mai, 11:00 Uhr, in ihr Haus an der Trostbrücke ein.

Die Patriotische Gesellschaft richtet den Bülau-Wettbewerb, den Architekturwettbewerb für Studierende und junge Absolventen deutschsprachiger Hochschulen, bereits zum sechsten Mal aus. Die Preissumme beträgt für drei Preise und drei Ankäufe insgesamt 9.500 Euro.

19.04.2016

Neuerscheinung in der Reihe Hamburger Bauhefte

Das Haus der Patriotischen Gesellschaft

Auf 52 Seiten beschreibt der Autor und Kunsthistoriker Dr. Jörg Schilling die Baugeschichte des Hauses der Patriotischen Gesellschaft. Das Hamburger Bauheft Nr. 14 ist im Schaff-Verlag (Hamburg) erschienen und ist zum Preis von 8,00 EUR und in der Geschäftsstelle der Patriotischen Gesellschaft erhältlich.

Hendrikje Blandow-Schlegel

07.04.2016

"Patriotisches Salongespräch" jetzt online

Das Gespräch von Hendrikje Blandow-Schlegel mit Ruth-Esther Geiger ist auf Youtube zu sehen

Hendrikje Blandow-Schlegel war im Rahmen der "Patriotischen Salongespräche" zu Gast bei Ruth-Esther Geiger. Nach der Erstausstrahlung am 13. März 2016 bei Tide TV ist das Gespräch jetzt online zu sehen.

Die "Patriotischen Salongespräche" fragen Hamburger Prsönlichkeiten nach ihrem persönlichen Verständnis des Begriffs Patriotismus.

„Marktplatz der Begegnungen“ in der Handelskammer Hamburg. Foto: Nicole Späth

23.03.2016

„Lebensraum Hamburg – kennenlernen, erleben, verstehen“

Ein Projekt des Arbeitskreises Interkulturelles Leben

Im Rahmen des Projektes „Lebensraum Hamburg – kennenlernen, erleben verstehen“, das von dem Arbeitskreis Interkulturelles Leben in Kooperation mit der Gewerbeschule 8 durchgeführt wird, fanden im Februar zwei Exkursionen statt: Am 4. Februar hatte die AVM Dual-Klasse eine Einladung zu einem Informationsgespräch in der HASPA-Filiale Hammer Steindamm. Der Filialleiter Herr Gising und sein Mitarbeiter Herr Hofstetter informierten über die Tätigkeiten einer Bank im Allgemeinen und speziell über das kostenlose Girokonto für Schülerinnen und Schüler und Auszubildende. Für den bargeldlosen Zahlungsverkehr ist das Girokonto unerlässlich und deshalb auch für die – teils unbegleiteten – Jugendlichen der AVM Dual-Klasse sehr interessant. Nach dem Gespräch durften die Schülerinnen und Schüler einen kleinen Rundgang durch die Filiale machen, so auch in den Raum mit den Schließfächern.

Am 16. Februar fand in der Handelskammer Hamburg der zweite „Marktplatz der Begegnungen“ statt. Ziel dieser Veranstaltung sei es, so die Handelskammer, Unternehmen und Flüchtlingen einen Austausch zu ermöglichen, gemeinsame Erfahrungen zu sammeln und gegebenenfalls erste Vermittlungserfolge - sei es als Praktikant oder in Festanstellung - zu erzielen. Die Schülerinnen und Schüler stellten sich bei verschiedenen Firmen ihrer Wahl vor, um sich für einen Praktikums- oder Ausbildungsplatz zu bewerben. Es ergaben sich sehr gute Erstkontakte, mit denen die Jugendlichen nun weitere Gespräche vereinbaren werden. Wir wünschen ihnen dabei viel Erfolg!

08.03.2016

Patriotisches Salongespräch am Sonntag, 13. März 2016, um 21:45 Uhr bei Tide TV

Hendrikje Blandow-Schlegel zu Gast bei Ruth-Esther Geiger

Ruth-Esther Geiger stellt die Hamburger Anwältin Hendrikje Blandow-Schlegel vor. Die Bürgerschaftsabgeordnete engagiert sich seit langem in unterschiedlicher Weise auch ehrenamtlich für ihre Wahlheimat. Besonders bekannt wurde sie im letzten Jahr als Gründerin der Flüchtlingsinitiative Harvestehude, die Asylsuchende in der Unterkunft Sophienterrasse betreut.

Erstausstrahlung am Sonntag, 13. März 2016, um 21:45 Uhr auf Tide TV.
Die Sendung wird am Dienstag, 15. März 2016, um 22:00 Uhr wiederholt.

07.03.2016

Elbspaziergänge 2016

"Hamburg - Grüne Metropole am Wasser" bietet wieder geführte Spaziergänge an.

Der Verein „Hamburg – Grüne Metropole am Wasser“ bietet auch 2016 ein vielfältiges Programm an: Die „Elbspaziergänge“, geführte Spaziergänge entlang des Hohen Elbufers zwischen den Landungsbrücken und Schulau/Wedel, sowie die Barkassenfahrten auf Bille und Alster werden unterstützt von der Patriotischen Gesellschaft.

Alle Informationen auf der Website des Vereins "Hamburg - Grüne Metropole am Wasser"

02.03.2016

Patrioten-Honig

Nur noch wenige Gläser "Linden mit Sommertracht"

Aufgrund seiner besonderen Qualität und regionalen Herkunft ist der Patrioten-Honig bei Hamburgern und Besuchern der Stadt sehr beliebt. Der Frühtracht-Honig aus 2015 ist bereits ausverkauft, erhältlich ist noch die spätere Ernte "Linden mit Sommertracht".
Das kräftig-herbe, leicht minzig-mentholische Aroma des Sommertracht-Honigs ist geprägt von den vielen Lindenbäumen in Hamburg, vor allem in Alsternähe. Seine Konsistenz ist cremig-fest.

Der Honig kann in der Geschäftsstelle der Patriotischen Gesellschaft erworben werden (Mo-Fr 9-17 Uhr). Das 500g-Glas kostet 8 EUR, das 250g-Glas 5 EUR.

Mehr zum Patrioten-Honig lesen Sie hier.

25.02.2016

Bülau-Wettbewerb 2015/16

Große Resonanz deutschlandweit

Rund 130 Studenten und Absolventen von 28 Hochschulen aus den Fachbereichen Stadtplanung, Architektur und Landschaftsarchitektur haben sich bisher zum Bülau-Wettbewerb angemeldet. Dabei kommen über 20 Anmeldungen aus der HafenCity Universität Hamburg. Bis zum 15. März 2016 können die Arbeiten für den Ideen-Wettbewerb eingereicht werden bei konsalt GmbH. Die große Resonanz auf das Wettbewerbsthema „Neugestaltung und Arrondierung der Hafenkante im Umfeld des Alten Elbtunnels“ lässt viele qualitativ hochwertige Ergebnisse erwarten. Am 23. Mai 2016 findet im Haus der Patriotischen Gesellschaft die Preisverleihung statt.

Bereits zum sechsten Mal richtet die Patriotische Gesellschaft den Architekturwettbewerb für Studierende und junge Absolventen deutschsprachiger Hochschulen aus. Die Preissumme beträgt insgesamt 9.500 Euro, die sich auf die Preise eins bis drei und auf drei Ankäufe aufteilt.

Mehr zum Bülau-Wettbewerb hier.

16.02.2016

Ausschreibung zum
Holger-Cassens-Preis 2016

Bewerbungen sind möglich bis zum 30. Mai 2016.

Unter dem Motto „Bildung als gemeinsame Aufgabe“ wird der mit 10.000 EUR dotierte Holger-Cassens-Preis jährlich von der Mara und Holger Cassens-Stiftung gemeinsam mit der Patriotischen Gesellschaft von 1765 vergeben. Die Ausschreibung 2016 finden Sie hier.

V.l.n.r.: Dirk C. Schoch (Vorstandsmitglied Bärbel und Peter Hoerner Stiftung), Stefan Börner (Metallrestaurator), Joachim Reinig (Architekt), Thorsten Detjen (Haspa), Dr. Ingrid Nümann-Seidewinkel (1. Vorsitzende Patriotische Gesellschaft), Johann Behringer (Ortskurator Hamburg der Deutschen Stiftung Denkmalschutz), Dr. Dr. h.c. Jürgen Lüthje (Vorstandsmitglied Patriotische Gesellschaft)
Foto: Karin Desmarowitz

10.02.2016

Kronleuchter für die Sanierung abmontiert

Mit den Vertretern der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, der Hamburger Sparkasse, der Bärbel und Peter Hoerner Stiftung sowie von Lotto Hamburg gab die Patriotische Gesellschaft am Dienstag, den 9. Februar 2016, den Startschuss für die Restaurierung der drei großen Kronleuchter und Kandelaber im Haus der Patriotischen Gesellschaft. Die Sanierung wird 2017 abgeschlossen. Die 2,20 Meter hohen und 1,80 Meter im Durchmesser großen Kronleuchter im größten Saal des Gebäudes, dem Reimarus-Saal, sind eine herausragende gestalterische Leistung der 1950er Jahre. Die Kosten für die Sanierung betragen rund 86.000 Euro. Neben der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, der Haspa und der Bärbel und Peter Hoerner Stiftung unterstützt die Allianz Deutschland AG die Maßnahmen.

Die Leuchtersanierung ist ein weiterer wichtiger Schritt, um die bedeutende, auf den Hamburger Architekten Friedrich Ostermeyer zurückgehende innenarchitektonische Schicht der 50er Jahre hervorzuheben und zu erhalten. Die Umstellung der 366 Lampen von Halogen auf LED reduziert den bisherigen Stromverbrauch der Kronleuchter und Kandelaber von 7,32 Kilowatt/Stunde auf ein Fünftel, d.h. 1,464 Kilowatt/Stunde.

04.02.2016

Sanierung der Kronleuchter im historischen Reimarus-Saal

Dank der großzügigen Zuwendungen der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, der Hamburger Sparkasse, der Bärbel und Peter Hoerner Stiftung und der Allianz Deutschland AG kann im Februar mit der Restaurierung der großen Kronleuchter und Kandelaber im Haus der Patriotischen Gesellschaft begonnen werden. Die Kosten für die Sanierung betragen rund 86.000 Euro. Die Restaurierung und energieeffiziente Umrüstung der Leuchter werden 2017 abgeschlossen. Die Leuchter im größten Saal des Gebäudes, dem Reimarus-Saal, sind aus den 1950er Jahren und von hoher gestalterischer Qualität. Eingebaut wurden sie von Friedrich Ostermeyer, dem Architekten des Wiederaufbaus der Patriotischen Gesellschaft.

28.01.2016

Patriotische Gesellschaft unterstützt Empfehlungen des Wissenschaftsrates als Grundlage eines Hamburger Wissenschaftskonsenses

Die Patriotische Gesellschaft von 1765 begrüßt die Empfehlungen des Wissenschaftsrates vom 26. Januar 2016 zur Situation und Entwicklung der MINT-Fächer an den Hamburger Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Dass diese Stellungnahme den Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik auch im internationalen Vergleich hervorragende wissenschaftliche Leistungen bescheinigt, ist erfreulich und entspricht der Einschätzung der Patriotischen Gesellschaft. Mehr Informationen

21.01.2016

"Stadt und Zivilgesellschaft"

Erhältlich in der Geschäftsstelle: die Festschrift der Patriotischen Gesellschaft

Das Buch "Stadt und Zivilgesellschaft. 250 Jahre Patriotische Gesellschaft von 1765 für Hamburg", die Festschrift zum Jubiläum, informiert über Geschichte, Gegenwart und Perspektiven der Patriotischen Gesellschaft. Das Buch ist im Wallstein-Verlag Göttingen erschienen und zum Preis von 24,90 EUR im Buchhandel sowie in der Geschäftsstelle erhältlich.

12.01.2016

Stellungnahme

Der Arbeitskreis Denkmalschutz nimmt Stellung zu dem Artikel im Hamburger Abendblatt „Sorgenkinder der Denkmalschützer“ vom 11. Januar 2016 und setzt sich für den Erhalt der alten Kontor- und Speicherhäuser ein.

"Hamburg boomt, und die Hamburger Innenstadt steht im Fokus vieler Projektentwickler. Das spricht  für Hamburgs Beliebtheit bei Anlegern und Nutzern!

Gerade diese Beliebtheit ist aber nicht aus dem „Nichts“ entstanden, sondern weil immer wieder Verantwortliche nicht nur das eine Grundstück, sondern das Ganze gesehen und darüber gewacht haben, dass das Neue nicht das Alte auffrisst, die eigentliche Grundlage für die Beliebtheit der Selbstzerstörung anheim fällt. Schuld ist dann immer nur der Andere.

Die Patriotische Gesellschaft beobachtet das nicht nur mit Sorge, sondern sie hat bereits Schritte zur Unterschutzstellung der „Lücken“ im Ensemble Rödingsmarkt unternommen. Da sind es gerade auch die „Hinterhäuser“, die mit ihren Fassaden zur Bundesbank ganz offensichtlich darstellen, dass hier einmal ein (heute zugeschüttetes Fleet) verlief.

Alle Bemühungen waren bisher vergeblich, wegen der in der Tat bereits vorgenommenen vielen Umbauten. Das müsste man gelten lassen, wenn ein besonderer künstlerischer Hintergrund erkannt wird. Bei all diesen Bauten ist jedoch im besonderen Maße der städtebauliche Aspekt hervorzuheben! Das gilt auch anderswo.

Die bauliche Öffnung der Willy-Brandt-Straße beispielsweise  zum hier seeartig erweiterten Nikolaifleet öffnet gleichzeitig die Augen für ein großartiges Panorama mit den unterschiedlichsten Bauten, die alle einen Part der Geschichte unserer Stadt verkörpern. Die historische Zollenbrücke genauso wie der Altbau der Commerzbank, das Haus der Patriotischen Gesellschaft im roten Backstein der Neuen Gotik aus der Mitte des 19. Jahrhunderts, die Trostbrücke mit den Statuen der Gründerväter der Stadt, der „Laisz-Hof“ und der gegenüberliegende, in der Tradition des Alt-Hamburger-Bürgerhauses stehende „Globushof“ stellen den stadtgeschichtlichen Hintergrund für die Touristenmeile zwischen Rathausmarkt, Mahnmal St. Nikolai und dem Weltkulturerbe Speicherstadt dar.

Diese Bauten in ihrer „Ensemble-Wirkung“ zu erhalten, muss oberstes Ziel einer Stadtplanung sein, die um die stadtgestalterischen Qualitäten und ihrer Vorbildfunktion solcher Baugruppen weiß!"

Gerhard Hirschfeld,
Sprecher Arbeitskreis Denkmalschutz der Patriotischen Gesellschaft von 1765

07.01.2016

Neu erschienen: Der Bienenkorb 04/2015

Schwerpunktthema ist der 6. Bülau-Wettbewerb

Viermal jährlich informiert der "Bienenkorb" über die Aktivitäten der Patriotischen Gesellschaft. Zum Ende unseres Jubiläumsjahres ist die Ausgabe 04/2015 erschienen. Das Schwerpunktthema ist der 6. Bülau-Wettbewerb der Patriotischen Gesellschaft, dessen Preisverleihung 2016 stattfindet.

27.11.2015

Wettbewerbsfest im Rathaus

Sonderpreis der Patriotischen Gesellschaft von 1765 wurde verliehen

Den Sonderpreis der Patriotischen Gesellschaft von 1765 erhielt Julia Bonk (Gymnasium Kaiser-Friedrich-Ufer), die bereits zum dritten Mal beim Geschichtswettberweb des Bundespräsidentenn erfolgreich war.
Weitere Informationen hier.

26.11.2015

Zukunft der City-Höfe

Offener Brief an Bürgermeister Olaf Scholz

Die Patriotische Gesellschaft von 1765 wendet sich gemeinsam mit der Hamburgischen Architektenkammer, dem Denkmalrat, der Freien Akademie der Künste, dem Bund Deutscher Architekten Hamburg und dem Verein Freunde der Denkmalpflege in einem Offenen Brief an Bürgermeister Olaf Scholz.

19.11.2015

Beiratswahlen

Ergebnisse der Beiratswahlen im Rahmen der Mitgliederversammlung am 19. November 2015

Im Rahmen der Mitgliederversammlung der Patriotischen Gesellschaft von 1765 am 19. November 2015 fanden Wahlen zum Beirat statt. Dr. Arnold Alscher, Eckehard Herrmann, Thomas Magold, Dr. Willfried Maier und Caroline Weiss wurden neu in den Beirat gewählt. Holger Cassens, Christopher Cohen und Gerhard Hirschfeld wurden wiedergewählt. Michael Studt gehört dem Beirat fortan als Delegierter der Stiftung Hamburger Öffentliche Bücherhallen an. Dr. Manfred Brandt, Uwe Doll, Bianca Mariß und Frauke Steinhäuser scheiden aus dem Beirat aus.

17.11.2015

Stellungnahme des Vorstands zu den Terroranschlägen in Paris und Aufruf zur Kundgebung

Patriotische Gesellschaft von 1765 solidarisch mit Frankreich

Die Patriotische Gesellschaft von 1765 trauert mit der französischen Nation um die Opfer der menschenverachtenden terroristischen Gewalttaten gegen völlig unbeteiligte Menschen, die von verblendeten Fanatikern mitten aus lebensfroher Gemeinschaft in den Tod gerissen oder schwer verletzt wurden. Die hinterhältigen Anschläge treffen ein Volk und Land, dem die Welt die Ideen der Aufklärung, der Menschenrechte und der Demokratie verdankt und das Freiheit, Gleichheit und Solidarität als grundlegende Werte gesellschaftlichen Zusammenlebens versteht. In der entschlossenen Verteidigung dieser Werte gegen jede Art von Tyrannei, Fundamentalismus, Totalitarismus und fanatischem Extremismus fühlen sich die Mitglieder der Patriotischen Gesellschaft mit allen demokratisch und sozial gesinnten und engagierten Menschen verbunden.

Die terroristische Bedrohung unserer gemeinsamen Werte und unserer freiheitlichen und toleranten Lebensform fordert gerade auch die europäischen Staaten sowie deren Bürgerinnen und Bürger heraus, sich noch entschlossener zusammenzuschließen und jeden Terrorismus abzuwehren. Zugleich gebietet unser Verständnis von Humanität, auch denjenigen Menschen Schutz und Hilfe zu gewähren, die aus ihren Ländern vor terroristischer Bedrohung und Krieg fliehen. Die Anschläge von Paris und Beirut, in der Türkei und über dem Sinai, in Afghanistan, Syrien, dem Irak und vielen weiteren Ländern zeigen uns Gründe weltweiter Flüchtlingsströme, die auch unsere Hilfs- und Aufnahmebereitschaft fordern.

Die Patriotische Gesellschaft unterstützt die Unternehmer ohne Grenzen e.V. bei ihrem Aufruf zur Kundgebung anlässlich der Terroranschläge in Paris. Gemeinsam mit zahlreichen Vertretern aus Politik, Gesellschaft und Religion rufen wir auf, am Mittwoch, 18. November 2015, um 16:00 Uhr, auf den Domplatz zu kommen und der Opfer zu gedenken.

Der Vorstand der Patriotischen Gesellschaft von 1765
Hamburg, 17. November 2015

Holger Cassens mit dem Preisträger LeseHerbst: Bettina Rosenbusch, Projektleiterin Billenetz (links), und Claudia Deppermann, Koordinatorin vom LeseHerbst Billstedt-Horn (rechts)

13.11.2015

Verleihung des Holger Cassens-Preises 2015

Preisstifter Holger Cassens überreichte gestern im Haus der Patriotischen Gesellschaft dem Projekt LeseHerbst Billstedt-Horn von Billenetz/Arbeit & Leben Hamburg e.V. den mit 10.000 Euro dotierten Holger Cassens-Preis.

11.11.2015

LeseHerbst Billstedt-Horn ist Preisträger des Holger Cassens-Preises 2015

Preisverleihung am 12. November 2015 im Haus der Patriotischen Gesellschaft von 1765

Der Holger Cassens-Preis 2015, der einmal jährlich von der Mara und Holger Cassens-Stiftung und der Patriotischen Gesellschaft von 1765 verliehen wird, geht in diesem Jahr an den LeseHerbst Billstedt-Horn von Billenetz/Arbeit & Leben Hamburg e.V. Preisstifter Holger Cassens überreicht den mit 10.000 Euro dotierten Preis am Donnerstag, dem 12. November 2015, um 18 Uhr in einer feierlichen Veranstaltung im Haus der Patriotischen Gesellschaft an die Vertreter des Projekts. Dr. Melanie Leonhard, Senatorin der Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration, spricht das Grußwort.

Das neue Restaurant "ZAR - Zum Alten Rathaus": Gastronomieerlebnis im Herzen Hamburgs

05.11.2015

Norddeutsche Küche im Restaurant "ZAR - Zum Alten Rathaus"

Bügermeister Olaf Scholz eröffnet neues Restaurant im Haus der Patriotischen Gesellschaft

Gestern Abend fand das Grand Opening des neuen Restaurants "Zum Alten Rathaus" mit mehr als hundert geladenen Gästen statt. Ab sofort werden in den frisch renovierten Räumen im Erdgeschoss im Haus der Patriotischen Gesellschaft in einzigartiger Atmosphäre traditionelle und regionale frische Küche zum Frühstück, Mittag und Abendessen angeboten.

Die Speisekarte und weitere Infos zum Restaurant finden Sie hier

Rundgang durch das Wettgewerbsgebiet mit mehr als 200 Teilnehmern. Foto: Sven Meyer

04.11.2015

6. Bülau-Wettbewerb 2015/16 der Patriotischen Gesellschaft von 1765

Auftaktveranstaltung mit mehr als 200 Studierenden

Mehr als 200 Studierende und Absolventen von 15 Hochschulen aus ganz Deutschland nahmen am Mittwoch, dem 4. November, an der Auftaktveranstaltung zum Bülau-Wettbewerb der Patriotischen Gesellschaft von 1765 teil und besichtigten das Wettbewerbsgebiet von den Landungsbrücken bis zum Hamburger Fischmarkt. Zum sechsten Mal richtet die Patriotische Gesellschaft den Architekturwettbewerb für Studierende und junge AbsolventInnen deutschsprachiger Hochschulen aus. Die Preissumme beträgt insgesamt 9.500 Euro, die sich auf die Preise eins bis drei und auf drei Ankäufe aufteilt. Im Mai 2016 findet die Preisverleihung statt. Thema des Bülau-Wettbewerbs 2015/2016 ist die „Neugestaltung und Arrondierung der Hafenkante im Umfeld des Alten Elbtunnels“.

Dies wurde in Abstimmung mit der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen (BSW) der Freien und Hansestadt Hamburg sowie dem Bezirksamt Hamburg-Mitte ausgewählt. Im Anschluss an einen Rundgang durch das Wettbewerbsgebiet fand für die Teilnehmer im Haus der Patriotischen Gesellschaft ein Rückfragekolloquium u.a. mit Professor Jörn Walter, Oberbaudirektor der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen; Bodo Hafke, Baudezernent Bezirk Hamburg-Mitte, und Professorin Sophie Wolfrum, Lehrstuhl für Städtebau und Regionalplanung an der Technischen Universität München, statt.

„Die Patriotische Gesellschaft möchte mit dem Bülau-Wettbewerb junge Talente im Bereich von Planung und Architektur fördern und zugleich Anstöße und Impulse für eine öffentliche Diskussion über besondere Orte der Stadtentwicklung Hamburgs geben. Mit den Ergebnissen des Wettbewerbs möchten wir die Diskussion und das Nachdenken über innovative Gestaltungs- und Nutzungsperspektiven öffentlicher Räume, städtischer Infrastruktur und Architektur anstoßen“, erläutert Dr. Ingrid Nümann-Seidewinkel, 1. Vorsitzende der Pat-riotischen Gesellschaft von 1765.

Der Bülau-Wettbewerb behandelt stadt- und landschaftsplanerische sowie architektonische Themen in Hamburg, die gesamtstädtisch von Bedeutung sind, und die aus Sicht der Patriotischen Gesellschaft Aufmerksamkeit und eine intensive öffentliche Diskussion verdienen. Die Patriotische Gesellschaft hat bereits mehrere Bülau-Wettbewerbe ausgelobt und durchgeführt, u.a. zu den Themen „Domplatz“, „An der Alster“ (1989/90), „Jungfernstieg“, „Stintfang“ (2000), den interna-tionalen Wettbewerb „Harbour Polis“ (2003), sowie zuletzt den 5. Bülau-Wettbewerb „Harburger Schloss“ (2011).

02.11.2015

Honigernte im Sommer 2015

Neuer Patrioten-Honig erhältlich

Seit 2012 die Patriotische Gesellschaft auf dem Dach ihres Hauses Stadtbienen angesiedelt hat, erfreut sich der „Patrioten-Honig“ großer Beliebtheit. Nachdem die Honigernte im Frühjahr wegen des schlechten Wetters mit nur 40 kg eher dürftig ausgefallen war, hat die Sommerernte nun einen Ertrag von 120 kg erbracht. Der Sommerhonig, der in diesem Jahr sehr dunkel und malzig ist, kann ab sofort in der Geschäftsstelle erworben werden.

Die Pächter Torben und Christian Kostiuk im Gewölbekeller des Hauses. Foto: Ulrich Lindenthal

29.10.2015

Restaurant "Zum Alten Rathaus" eröffnet neu

Christian und Torben Kostiuk und Christian Klan sind seit Juli Pächter des Restaurants im Haus der Patriotischen Gesellschaft

Ab 4. November empfängt das Restaurant "Zum Alten Rathaus" seine Gäste. Im neuen "Bienenkorb" schildern die Pächter, "wie man sich in ein Restaurant verlieben kann".

19.10.2015

Familienpaten gesucht

Aktuell sucht das Team des Diesterweg-Stipendium Hamburg für die Kinder des laufenden Stipendium-Jahrgangs 2014-16 Familienpaten. Diese flankieren die Bildungsbegleitung des Stipendiums durch weitere Impulse und Aktivitäten für die Stipendiaten selbst und ihre Familien. Weitere Informationen hier.

Banner "Hamburg bekennt Farbe" am Haus der Patriotischen Gesellschaft

10.09.2015

Patriotische Gesellschaft engagiert sich im Bündnis "Hamburg bekennt Farbe" und im "Beratungsnetzwerk gegen Rechtsextremismus"

Die Patriotische Gesellschaft ist dem Bündnis "Hamburg bekennt Farbe" beigetreten. Der Zusammenschluss besteht aus Vertreterinnen und Vertertern von Bürgerschaft und Senat, Handels- und Handwerkskammer, des Sports, von Gewerkschaften, Kirchen, Religionsgemeinschaften, Migrantenorganisationen sowie zivilgesellschaftlichen Verbänden und Vereinen und engagiert sich für Demokratie, Toleranz und Vielfalt. Außerdem arbeitet die Patriotische Gesellschaft seit kurzem aktiv im  "Beratungsnetzwerk gegen Rechtsextremismus" mit.

09.09.2015

Die Patriotischen Gesellschaft ist Gastgeber der 5. Hamburger Wettbewerbsmesse am 14. September 2015

Die in Kooperation mit dem Diesterweg-Stipendium und der Körber-Stiftung durchgeführte Messe gibt einen guten Überblick.

Veranstalter aus ganz Norddeutschland präsentieren am Montag, dem 14. September 2015, von 15 bis 18 Uhr, ihre Schülerwettbewerbe, erfolgreiche Schülerinnen und Schüler zeigen ihre ausgezeichneten Arbeiten.
Gemeinsam mit dem Schulsenator Ties Rabe wird Dr. Ingrid Nümann-Seidewinkel, 1. Vorsitzende der Patriotischen Gesellschaft, die Messe eröffnen. Neben dem Senator werden auch der neue Amtsleiter Thorsten Altenburg-Hack und der neue Referent für Stiftungen, Schülerwettbewerbe und bürgerschaftliches Engagement in der Bildungsbehörde, Thomas Bressau, auf der Messe erwartet.

08.09.2015

Aufruf zur friedlichen Kundgebung am 12. September 2015 um 11 Uhr auf dem Rathausmarkt.

Weitere Informationen hier:

02.09.2015

Projekt "Spende dein Pfand" - Flaschensammler am Hamburger Flughafen

Die Patriotische Gesellschaft begrüßt als Mitgesellschafter des Hamburger Straßenmagazins "Hinz & Kunzt" das Projekt "Spende dein Pfand" am Hamburger Flughafen. Weitere Informationen hier.

31.08.2015

Stellungnahme zum sogenannten „Tag der Patrioten“ am 12. September 2015

Wir distanzieren uns von der rechtsextremistischen Veranstaltung „Tag der Patrioten“ am 12. September 2015 in Hamburg und nehmen diese zum Anlass, uns erneut gegen die missbräuchliche Verwendung des Begriffs „Patriot/patriotisch“ auszusprechen (siehe auch die Stellungnahme vom 21. Dezember 2014).

Wir rufen auf zur Teilnahme an der Demonstration gegen Rechts am Samstag, den 12. September, um 10 Uhr am Hauptbahnhof. Weitere Informationen hier.

Die Patriotische Gesellschaft von 1765 aus Hamburg, die in der Tradition der Aufklärung verankerte älteste zivilgesellschaftliche Organisation im deutschsprachigen Raum, engagiert sich aktiv für eine freiheitliche, weltoffene, solidarische, friedliche und demokratische Gesellschaft.

Wir machen uns stark für Vielfalt in Hamburg und setzen am 1. September 2015 ein Zeichen mit dem Banner „Hamburg bekennt Farbe“ an unserem Haus.

Unser Programm finden Sie hier.

Der Vorstand der Patriotischen Gesellschaft von 1765
Hamburg, 31. August 2015

10.08.2015

Enthüllung von 20 Stolpersteinen vor dem Haus
der Patriotischen Gesellschaft von 1765

Aktuelle Publikation erinnert an ausgeschlossene jüdische Mitglieder

Insgesamt 20 Stolpersteine enthüllte die Patriotische Gesellschaft von 1765 am 22. Juni 2015 vor ihrem Haus an der Trostbrücke. Damit erinnert sie an ihre jüdischen Mitglieder, die in der Zeit des Nationalsozialismus ausgeschlossen und ermordet wurden und setzt die Aufarbeitung ihrer Geschichte für die Zeit von 1933-1945 fort.

Außerdem stellte die aus Mitgliedern der Patriotischen Gesellschaft bestehende Projektgruppe Stolpersteine das Buch „Stolpersteine für jüdische Mitglieder – Eine biographische Spurensuche der Patriotischen Gesellschaft von 1765“ vor. Die Publikation enthält die Lebensgeschichten der jüdischen Mitglieder, für die jetzt Stolpersteine verlegt wurden. Sie ist in der Geschäftsstelle der Patriotischen Gesellschaft kostenfrei erhältlich.

Saalbau, Foto: Florian Busch

10.08.2015

Halbzeit bei den Sanierungsarbeiten am Saalbau

Das Baugerüst steht noch bis Mitte September.

Seit Anfang Juli 2015 laufen bereits die Sanierungsarbeiten am Saalbau des Hauses der Patriotischen Gesellschaft, die Mitte September abgeschlossen sein werden. Im Oktober wird der neue Pächter der Räumlichkeiten im Erdgeschoss dann sein Restaurant „Zum Alten Rathaus“ eröffnen. Die Sanierungsmaßnahmen umfassen die Erneuerung der Fassadenflächen am Saalbau und den Austausch einiger Holzfenster an der Nordwestfassade.

Finanziert wird die Sanierung durch das Denkmalschutz-Sonderprogramm V des Bundes, das dringend notwendige Sanierungsmaßnahmen an bedeutenden Kulturdenkmälern in Deutschland ermöglicht, und aus Restmitteln des Sanierungsfonds 2020 der Hamburgischen Bürgerschaft. Aus der 2,3 Mio. EUR hohen Zuwendung der Hamburgischen Bürgerschaft sind der Patriotischen Gesellschaft rund 200.000 EUR verblieben, da die von Mai 2014 bis April 2015 durchgeführten Sanierungsarbeiten am Gebäude günstiger als geplant realisiert werden konnten. Davon werden nun 180.000 EUR in die erforderliche Kofinanzierung eingebracht. Die Bundesmittel betragen ebenfalls 180.000 EUR.

Kellergewölbe im Haus der Patriotischen Gesellschaft, Foto: Florian Busch

10.08.2015

Tag des offenen Denkmals

Das Haus der Patriotischen Gesellschaft Sonntag ist geöffnet am Sonntag, dem 13. September 2015.

Zum „Tag des offenen Denkmals in Hamburg“ (11.-13.09.2015) öffnet auch das Haus der Patriotischen Gesellschaft seine Türen. Interessierte Bürgerinnen und Bürger können in insgesamt drei Führungen das 1923 unter Denkmalschutz gestellte Haus vom Keller bis zum Dach kennenlernen. Der für die Haussanierung beauftragte Architekt Joachim Reinig und der Arbeitskreis Denkmalschutz der Patriotischen Gesellschaft stellen das Gebäude vor. Die Führungen finden statt um 11, um 13 und um 15 Uhr. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Weitere Informationen zum „Tag des offenen Denkmals in Hamburg“ finden Sie hier.

Mitglieder der Projektgruppe enthüllen in historischen Kostümen die Gedanktafel für die Gründerväter der Patriotischen Gesellschaft.

10.08.2015

Enthüllung der 42. Gedenktafel der Patriotischen Gesellschaft

Erinnerung an die Gründungsmitglieder der Patriotischen Gesellschaft

Bereits 41 Gedenktafeln der Patriotischen Gesellschaft erinnern im Hamburger Stadtgebiet an Persönlichkeiten, die in Hamburg gelebt oder gewirkt haben, oder an bedeutende Ereignisse der Stadtgeschichte.

Zum 250. Jubiläum der Patriotischen Gesellschaft von 1765 präsentiert die Projektgruppe Gedenktafeln der Patriotischen Gesellschaft eine weitere Gedenktafel: Diese erinnert seit dem 9. Juli 2015 am Haus der Commerzbank (Neß 7) an eine der früheren Wirkungsstätten der Patriotischen Gesellschaft und an die wichtigsten Gründungsmitglieder Johann Georg Büsch, Johann Albert Hinrich Reimarus, Ernst Georg Sonnin und Nicolaus Anton Johann Kirchhof.

06.07.2015

Haus der Patriotischen Gesellschaft von 1765

Sanierung geht weiter dank Denkmalschutz-Sonderprogramm des Bundes

Mit dem Aufbau der Baugerüste beginnen heute, am Montag, dem 6. Juli 2015, weitere wichtige Sanierungsarbeiten am Haus der Patriotischen Gesellschaft von 1765. Weitere Infos finden sie hier.

3. Statuskonferenz Länderfinanzausgleich: Dr. Rolf Bösinger; Dr. Carsten Kühl

10.06.2015

Öffentliche Finanzen im Bundesstaat

Tagungsbericht zur 3. Statuskonferenz Länderfinanzausgleich am 1. und 2. Juni 2015 in der Bucerius-Law-School

27.04.2015

Bewerbungen um den Holger-Cassens-Preis 2015

Anträge sind noch bis zum 8. Mai 2015 möglich

Bildung als gemeinsame Aufgabe - Bewerbungen um den Holger-Cassens-Preis 2015 sind bis zum 8. Mai 2015 möglich. Das Ausschreibungsfaltblatt und nähere Informationen finden Sie hier: Holger-Cassens-Preis

Enthüllung des Gemäldes mit Dr. Ralf Wiechmann, stellv. Direktor des Hamburg Museums, Prof. Dr. Hans-Jörg Czech, Wissenschaftlicher Direktor des Altonaer Museums, und Dr. Ingrid Nümann-Seidewinkel,1. Vorsitzende des Vorstands der Patriotischen Gesellschaft, (v.l.n.r) Foto: SHMH, Melcher Ruhkopf

23.04.2015

Hamburg Museum zeigt aufwendig restauriertes Hafen-Gemälde der Patriotischen Gesellschaft

Zum 250-jährigen Jubiläum der Patriotischen Gesellschaft präsentiert das Hamburg Museum ab heute das frisch restaurierte Gemälde „Baumhaus mit Nieder- und Binnenhafen“ des Malers Johann Georg Stuhr (um 1685). Das Bild ist eine der wenigen Darstellungen des Hamburger Hafens am Ende des 17. Jahrhunderts und gehört damit zu den bedeutenden historischen Zeugnissen der Stadt. Seit 1927 befindet es sich als Dauerleihgabe der Patriotischen Gesellschaft im Hamburg Museum.

"Wir bedanken uns beim Hamburg Museum für die umfassende Restaurierung des Gemäldes zum 250-jährigen Jubiläum der Patriotischen Gesellschaft und seine gute Aufbewahrung. Das Bild erstrahlt wieder in vollem Glanz und wird als Teil der ständigen Ausstellung viele Besucher erfreuen", sagte Dr. Ingrid Nümann-Seidwinkel, 1. Vorsitzende des Vorstands der Patriotischen Gesellschaft, bei der Präsentation des Gemäldes.

Festvortrag von Prof. Dr. Rainer-Maria Weiss zum Preis für Denkmalpflege 2015: "Nach der Hammaburg: Zur aktuellen Ausgrabung in der Neuen Burg am Hopfenmarkt"

20.04.2015

Preis für Denkmalpflege 2015 verliehen

In feierlichem Rahmen wurde am Donnerstag, den 16. April 2015, im Haus der Patriotischen Gesellschaft der "Preis für Denkmalpflege 2015" der Patriotischen Gesellschaft von 1765 vergeben. Der Arbeitskreis Denkmalschutz überreichte den Bauherren und Architekten der jeweiligen Projekte als Auszeichnung die bronzene Bienenkorb-Plakette.

Die Preisträger sind:
- das Krematorium auf dem Ohlsdorfer Friedhof (1930-32)
- die Ohlendorff'sche Villa in Volksdorf (1928/29)
- die Großtankstelle Brandshof (1953)  

Mit dem "Preis für Denkmalpflege" würdigt die Patriotische Gesellschaft seit 1990 alle drei Jahre vorbildlich sanierte Gebäude, die im Ergebnis vom sensiblen, auf Sachkenntnis und Respekt basierenden Umgang mit historischer Bausubstanz zeugen.

Zur Preisverleihung ist eine Broschüre erschienen, die die Preisträger und die Objekte der Engeren Wahl präsentiert. Sie steht hier zum Download bereit.

Eröffnung des Hausfests am 11. April 2015
Foto: Karin Desmarowitz

13.04.2015

Ein voller Erfolg

Rund 5.000 Besucher beim Hausfest zum 250-jährigen Jubiläum

Das Hausfest der Patriotischen Gesellschaft am Samstag, den 11. April 2015, war ein voller Erfolg: Rund 5.000 Besucher nutzen die Gelegenheit, am Tag der offenen Tür einen Blick hinter die Kulissen der ältesten zivilgesellschaftlich engagierten Organisation im deutschsprachigen Raum zu werfen.

Einen beindruckenden Auftakt stellte die Eröffnung durch den Michel-Türmer und das Bläser-Ensemble des Posaunenchores St. Michaelis dar, die vom Balkon des Hauses auf einen ereignisreichen Tag einstimmten.

Besonders beliebt waren die Hausführungen, die insbesondere von den Mitgliedern der Arbeitskreise Denkmalschutz und Stadtentwicklung durchgeführt wurden. Hier nutzten die Besucher die Gelegenheit, das frisch sanierte Haus an der Trostbrücke vom Keller bis zu den Bienen auf dem Dach kennenzulernen. Außerdem gab es die Möglichkeit, in Ausstellungen und Filmvorführungen mehr über Patriotische Gesellschaft, ihre Arbeit und ihr Wirken zu erfahren und mit den Mitgliedern ins Gespräch zu kommen. Auf großes Interesse stieß das Diskussionsforum „Patrioten im Gespräch“, in dem Mitglieder der Patriotischen Gesellschaft im Dialog mit verschiedenen Gästen aus dem Hamburger Kulturleben die vielfältigen Tätigkeitsfelder der Patriotischen Gesellschaft vorstellten. Viele interessierte Teilnehmer und Gäste zählten auch die „Begegnung am Schachbrett“ und das Schachturnier mit Stipendiaten und Familien des Diesterweg-Stipendiums Hamburg sowie prominenten Gästen, u.a. Ortwin Runde, ehemaliger Erster Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg. Für das leibliche Wohl sorgte die Produktionsschule Altona in den Räumen „Zum Alten Rathaus“ mit herzhaften Speisen und Getränken.

Den feierlichen Abschluss der Veranstaltung bildete die Einschaltung der Fassadenbeleuchtung nach dem Konzept des Lichtkünstlers Michael Batz um 21 Uhr. Ab sofort ist das Haus der Patriotischen Gesellschaft auch nachts als ein prominenter Ort im Herzen Hamburgs sichtbar.

Vielen Dank für Ihren Besuch!

Senatsempfang am 10. April 2015
Foto: Karin Desmarowitz

12.04.2015

Senatsempfang zum 250. Jubiläum der Patriotischen Gesellschaft

Mehr als 500 Gäste im Großen Festsaal des Hamburger Rathauses - Grußwort des Bundespräsidenten

Der Senatsempfang zum 250. Jubiläum der Patriotischen Gesellschaft am 10. April 2015 im Großen Festsaal des Hamburger Rathauses war ein feierlicher und würdiger Auftakt zu den Festwochen. Mehr als 500 Gäste waren der Einladung von Bürgermeister Olaf Scholz gefolgt, der in seinem Grußwort die Bedeutung der Patriotischen Gesellschaft für die Hansestadt hervorhob. In ihrer Ansprache stellte Dr. Ingrid Nümann-Seidewinkel, 1. Vorsitzende der Patriotischen Gesellschaft, das Engagement der Mitglieder der Patriotischen Gesellschaft als wichtigste Voraussetzung für deren Wirken heraus.

Der anschließende Festvortrag "Patriotismus - im Spannungsfeld der Extreme" (Video auf vimeo) von Minister Dr. Robert Habeck, Stellvertretender Ministerpräsident des Landes Schleswig-Holstein, markierte den Auftakt zur Veranstaltungsreihe "Was ist patriotisch?": Sie wird im Rahmen der Festwochen zum 250. Jubiläum der Patriotischen Gesellschaft an drei Abenden (26.05., 10.06., 23.06.) Relevanz und Aktualität des Begriff Patriotismus zur Diskussion stellen.

Bundespräsident Joachim Gauck hob in seinem schriftlichen Grußwort hervor, dass die Patriotische Gesellschaft zeige, welches Potenzial in einer aufgeklärten, weltoffenen und toleranten Bürgergesellschaft stecke.

Für die musikalische Umrahmung des Senatsempfangs sorgte das "Ensemble Acht" mit einer Suite für Streicher und Cembalo von Georg Philipp Telemann sowie der Soltane für Streichquartett des Ensemble-Mitglieds Stefan Schäfer.

01.04.2015

"Papa kommt mit!"

Radioreportage am 12. April zum Diesterweg-Stipendium Hamburg

Am Sonntag, den 12. April 2015 - dem Tag nach dem Hausfest zum 250. Jubiläum der Patriotischen Gesellschaft - läuft auf dem Radiosender NDR Info die 30-minütige Radioreportage "Papa kommt mit!" der Autorin Kathrin Erdmann über das Diesterweg-Stipendium Hamburg.

Preisverleihung mit Dr. Harald Vogelsang (Haspa), Dr. Ingrid Nümann-Seidewinkel (1. Vorsitzende der Patriotischen Gesellschaft), Johannes Petersen (Mitglied des Vorstands) und Handelskammer-Präses Frank Horch. Foto: Romanus Fuhrmann

23.03.2015

Ehrenpreis für die Patriotische Gesellschaft

HASPAX-Award im Jubiläumsjahr der Patriotischen Gesellschaft

Die Hamburger Sparkasse, die Börse Hamburg/Hannover und die "Welt"-Gruppe hatten in die Handelskammer eingeladen, um zum siebten Mal den HASPAX-Award zu verleihen. Die Patriotische Gesellschaft erhielt den im Rahmen des HASPAX-Awards vergebenen Ehrenpreis als Auszeichung für ihre "Errungenschaften für die Stadt". Dr. Ingrid Nümann-Seidewinkel (1. Vorsitzende der Patriotischen Gesellschaft) und Johannes Petersen (Mitglied des Vorstands) nahmen den Preis entgegen.

29.01.2015

15 Jahre Produktionsschule Altona – 5 Jahre Hamburger Produktionsschulen
Keiner darf verloren gehen?! – Für eine angemessene Förderung der jungen Menschen und ein Ende der Mangelverwaltung!

Ergebnis der Diskussionsveranstaltung "15 Jahre Produktionsschule Altona: Zwischen Reformpädagogik und Ausgrenzungszwang - kritische Bilanz und Blick in die Zukunft"

Am 23. Januar 2015 fand in den Räumen der Patriotischen Gesellschaft die gut besuchte Diskussionsveranstaltung zum Thema „15 Jahre Produktionsschule Altona: Zwischen Reformpädagogik und Ausgrenzungszwang – kritische Bilanz und Blick in die Zukunft“ statt.
Die Patriotische Gesellschaft hatte gemeinsam mit dem Landesverband der Produkti-onsschulen die Parteiexpert/innen Jan-Hinrich Fock, SPD; Dora Heyenn, DIE LINKE; Hjalmar Stemmann, CDU, und Dr. Stefanie von Berg, DIE GRÜNEN, eingeladen.
Die lebhafte Diskussion machte deutlich, dass die Hamburger Produktionsschulen derzeit zwar mit besonders belasteten Jugendlichen ausgezeichnete Ergebnisse erbringen, jedoch die Rahmenbedingungen dringend verbessert werden müssen:

1. Es muss ein eigenständiger Kostenrahmen für die Produktionsschulen festgelegt werden. Ihre Arbeitsstruktur ist nicht mit der staatlichen Ausbildungsvorbereitung „AV Dual“ vergleichbar. Der Bundesverband fordert 1.000€ / Jugendlicher / Monat!

2. Die Monat für Monat stark schwankende Finanzierung ist nicht dazu geeignet, dem Personal eine Perspektive zu sichern. Sie muss auf feste Jahresbeträge auf Grundlage der Platzzahlen umgestellt werden!

3. Die Zugänge in Produktionsschulen sind ohne Not eng und bürokratisch. Sie sorgen dafür, dass die Jugendlichen oft zu lang und perspektivlos im Regelschulsystem festgehalten werden. Von einer individuellen Förderung kann keine Rede sein. Der Zugang muss vom Jugendlichen aus und gemeinsam mit den Erziehungsberechtigten  geplant werden!

4. Vielen Berufsorientierungsfachkräften der Stadtteilschulen fehlen Informationen zur Existenz und den Möglichkeiten der Produktionsschulen. Die Produktionsschulen müssen dringend als Teil des schulischen Übergangssystems enger mit den Stadtteilschulen verzahnt werden!

5. Neben dem Schwerpunkt des Schulabschlusses benötigen die Produktionsschulen verbindliche Ausbildungsanschlüsse für besonders förderbedürftige Jugendliche aus der Jugendhilfe!

Die Vertreter/innen von CDU, Grüne, Linke und SPD haben ihre Unterstützung zugesagt. Die Patriotische Gesellschaft von 1765 und der Landesverband der Produktionsschulen werden das Thema weiter verfolgen.

Kontakt:
Johannes Jörn
Vorstandsmitglied
Patriotische Gesellschaft von 1765
Trostbrücke 4-6 |20457 Hamburg
M 0175-2226779
www.patriotische-gesellschaft.de

Petra Lafferentz
Landesverband der Produktionsschulen
M 0179-1205698

12.01.2015

LIBERTÉ - ÉGALITÉ - FRATERNITÉ!
Hamburg steht auf für Freiheit und Demokratie!

Aufruf zur Kundgebung für Freiheit und Demokratie
am Montag, 12. Januar 2015 um 18 Uhr
auf dem Gerhart-Hauptmann-Platz (Mönckebergstraße)

Wohlfahrtsverbände, Migrantenorganisationen, Gewerkschaften, Kulturschaffende, Schriftsteller/innen, Medienvertreter/innen, Religionsvertreter/innen, Kirchen, und Unternehmer/innen in Hamburg rufen nach dem Anschlag auf das Pariser Satire-Magazin „Charlie Hebdo“ zu einer Kundgebung für Freiheit und Demokratie sowie gegen Terror, Rassismus und Ausgrenzung auf. Dieser Anschlag ist ein Angriff auf die Meinungs- und Pressefreiheit und auf unsere demokratischen Werte. Wir alle sind gefordert, unsere Werte zu verteidigen und uns gegen den Hass und Terror zu wehren, mit dem uns die Islamisten und Rassisten anstecken wollen. Terroranschläge wie in Paris sind weder mit dem Islam, noch mit Religion überhaupt zu rechtfertigen. Wir treten allen Menschen und Organisationen entgegen, die angeblich religiös motivierte Verbrechen zur Ausgrenzung und Diskriminierung muslimischer Mitbürgerinnen und Mitbürger politisch instrumentalisieren - auch hier in Hamburg. Wir machen uns stark für ein vielfältiges und friedliches Zusammenleben aller.

Redebeiträge:
Kazim Abaci, Geschäftsführer, Unternehmer ohne Grenzen e.V.
Katja Karger, Vorsitzende, DGB Hamburg
Joachim Lux, Intendant, Thalia Theater
Dirk Ahrens, Diakonisches Werk Hamburg und Mitglied der Kirchenleitung der Nordkirche
Mustafa Yoldas, Vorsitzender, Schura Rat der islamischen Gemeinschaften in Hamburg e.V.
Baris Önes, Vertreter der Alevitischen Gemeinde Hamburg,
Vertreter des Erzbistums Hamburg
Sedat Simsek, Vorsitzender, İslamische Religionsgemeinschaft DITIB e.V.
Vertreter der Französischen GemeinschaftJüdische Gemeinde Hamburg (angefragt)
Felix Epstein, Liberale Jüdische Gemeinde Hamburg e.V. (angefragt)

Unterstützer (bisher):
Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland (Bischöfin Kirsten Fehrs),
DGB Hamburg, Kunsthalle Hamburg,
Erzbistum Hamburg, Schura Rat der islamischen Gemeinschaften in Hamburg e.V,
İslamische Religionsgemeinschaft DITIB Hamburg und Schleswig-Holstein e.V.,
Thalia Theater,
Alevitische Gemeinde Hamburg, Be60 –
Kulturverein im Gewerkschaftshaus (Wolfgang Rose, Vorsitzender),
TGH Türkische Gemeinde Hamburg und Umgebung e.V.,
Studierendenwerk Hamburg A.ö.R.,
Parti Socialiste Hambourg, Front de Gauche Hambourg,
„Français du Monde ADFE - section Hambourg e.V",
Französischer Konsulatsrat in Norddeutschland / Conseiller consulaire élu (Nicolas Stallivieri, Mitglied),
IG Metall Küste,
Zukunft Elbinsel Wilhelmsburg e.V.,
Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie,
Verband binationaler Familien und Partnerschaften,
iaf e.V.,
Der Paritätische Wohlfahrtsverband (Dr. Wilma Simon, Vorsitzende),
ver.di Hamburg (Berthold Bose, Leiter),
"Patriotische Gesellschaft von 1765",
Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten (VVN-BdA) e. V. Hamburg,
Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg,
ASB Hamburg (Angelika Mertens, Vorsitzende),
Isabella Vértes-Schütter (Intendantin des Ernst Deutsch Theaters),
Mehr Demokratie e.V.,
Der interkulturelle Garten Hamburg-Wilhelmsburg e.V.,
westend Wilhelmsburg,
Diakonisches Werk Hamburg,
Dr. Regula Venske (Schriftstellerin, Generalsekretärin des PEN-Zentrum Deutschland),
Christoph Störmer (Hauptpastor, Hauptkirche St. Petri),
AWO Hamburg,
Akademie der Weltreligionen der Universität Hamburg,
Inge Sockel (ASB-Vorsitzende, OV Hamburg-Harburg)

Veranstalter und Kontakt:
Unternehmer ohne Grenzen e.V., Herr Kazim Abaci, Geschäftsführer
Tel.: 040/ 43 18 30 63, E-Mail: k.abaci@uog-ev.de

21.12.2014

„PEGIDA“ ist sprachlicher Betrug und politische Täuschung

Stellungnahme der Patriotischen Gesellschaft von 1765

Die Patriotische Gesellschaft von 1765 aus Hamburg, die in der Tradition der Aufklärung verankerte älteste zivilgesellschaftliche Organisation im deutschsprachigen Raum, tritt mit aller Entschiedenheit und größtem Nachdruck dem sprachlichen Betrug und dem ungenierten Missbrauch politischer und kultureller Traditionen entgegen, mit denen die Organisatoren fremdenfeindlicher Demonstrationen in Dresden und anderen Orten Enttäuschte, Orientierungslose und Verunsicherte irreführen und zur Unterstützung nationalistischer, rassistischer und extremistischer Positionen instrumentalisieren.

Diese Organisatoren sind keine „Patriotischen Europäer“, sondern „Populistische Extremisten“. Sie schüren Ängste vor einer ohne tatsächliche Grundlage behaupteten Gefahr der Überfremdung und Islamisierung, um die Integration hilfesuchender und hilfsbedürftiger Flüchtlinge zu bekämpfen. Sie täuschen vor, für abendländische Werte einzutreten, um gleichzeitig Menschenrechte, Nächstenliebe und Toleranz zu verweigern. Sie leugnen die historische Mitverantwortung des europäischen Kolonialismus für die Bildung autoritärer Regime, demokratisch nicht legitimierter Staaten und willkürlich festgelegter Grenzen als Ursachen aktueller Bürgerkriege. Sie ignorieren die Bereitschaft und Anstrengungen der großen Mehrheit von Migrantinnen und Migranten zur Mitarbeit in einem weltoffenen, demokratischen und friedlichen Gemeinwesen und verweigern das verfassungsrechtlich verbürgte Asylrecht.

Für geradezu zynisch hält die Patriotische Gesellschaft von 1765 die diversen Versuche, etwa der AfD, den gedankenlosen Zulauf zu irregeführten Demonstrationen populistisch zu nutzen, um daraus parteipolitisches Kapital zu schlagen. Wer für Menschenrechte, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit eintritt, muss dem politischen Missbrauch der Montagsdemonstrationen, einem wichtigen  Impuls der friedlichen Revolution in Deutschland, entschieden entgegentreten und den mit „PEGIDA“ praktizierten betrügerischen Missbrauch von Sprache zur bewussten politischen Täuschung entlarven.

Patrioten engagieren sich aktiv für eine freiheitliche, weltoffene, solidarische, friedliche und demokratische Gesellschaft. Europa hat in seiner konfliktreichen und leidvollen Vergangenheit gelernt, dass Menschenrecht, Demokratie, Solidarität, kulturelle Vielfalt und Toleranz den Reichtum und die Grundlagen friedlicher Gesellschaften ausmachen. Die Patriotische Gesellschaft von 1765 ruft alle Bürgerinnen und Bürger, Parteien und Organisationen der Zivilgesellschaft auf, sich aktiv und engagiert für diese Werte einzusetzen und dem sprachlichen wie politischen Missbrauch patriotischer, europäischer und abendländischer Traditionen entgegenzutreten.

Der Vorstand der Patriotischen Gesellschaft von 1765

Hamburg, 21. Dezember 2014

17.12.2014

Familienpaten für Diesterweg-Stipendiatenkinder gesucht!

Aktuell sucht das Team des Diesterweg-Stipendium Hamburg für die Kinder des laufenden Stipendium-Jahrgangs 2014-16 Familienpaten. Diese flankieren die Bildungsbegleitung des Stipendiums durch weitere Impulse und Aktivitäten für die Stipendiaten selbst und ihre Familien. Wer Interesse hat, ehrenamtlicher Familienpate zu werden, kann sich wenden an mettlau@patriotische-gesellschaft.de
Weitere Informationen zur Familienpatenschaft finden Sie hier.

11.12.2014

Haus der Patriotischen Gesellschaft: Fassadensanierung ist abgeschlossen

Rechtzeitig zum bald beginnenden Jubiläumsjahr zeigt sich das Haus der Patriotischen Gesellschaft wieder in seiner ganzen Schönheit. Die seit Mai 2014 laufenden Sanierungsarbeiten an den Außenfassaden zur Fleetseite und Börsenbrücke hin sind abgeschlossen und die Baugerüste fast vollständig abgebaut. Weitere Informationen zum Haus der Patriotischen Gesellschaft an der Trostbrücke gibt es hier.

04.12.2014

Patrioten-Honig aus dem Herzen Hamburgs

Neue Ernte 2014 in zwei Geschmacksrichtungen

Die neue Ernte des beliebten Patrioten-Honigs ist ab sofort in der Geschäftsstelle der Patriotischen Gesellschaft erhältlich. Insgesamt haben die sechs Bienenvölker, die auf dem Dach des Hauses der Patriotischen Gesellschaft beheimatet sind, 2014 rund 250 kg Honig produziert. Den Patrioten-Honig gibt es im 250g- und 500g-Schraubglas in den Sorten „Frühtracht“ und „Linden mit Sommertracht“.

250g Schraubglas Frühtracht/Linden mit Sommertracht: 5 €
500g Schraubglas Frühtracht/Linden mit Sommertracht: 8 €

20.11.2014

Neue Website ist online

Die Patriotische Gesellschaft von 1765 hat ihren Internetauftritt neu gestaltet. Seit dem 20. November präsentiert sich die Website http://www.patriotische-gesellschaft.de in einem neuen, frischen Design und erweiterten Angeboten. Die Navigation ist klar und benutzerfreundlich und macht die umfangreichen Informationen und Serviceangebote schnell zugänglich. So können sich Interessierte zum Beispiel unter dem Menüpunkt „Aktuelles“ ganz unkompliziert zu den vielfältigen Veranstaltungen anmelden. Gestaltet und technisch umgesetzt wurde die Website von wahrschau hamburg, agentur für kommunikation.
Wir wünschen viel Spaß beim Erkunden der neuen Website!

20.11.2014

Vorstandswahlen

Mitgliederversammlung 2014 - Ergebnisse der Vorstandswahlen

Auf der Mitgliederversammlung der Patriotischen Gesellschaft am 20. November 2014 wurden folgende Kandidatinnen und Kandidaten in den Vorstand gewählt: Johannes Jörn, Dr. Dr. h.c. Jürgen Lüthje, Dr. Ingrid Nümann-Seidewinkel, Johannes Petersen und Helga Treeß.

Preisstifter Holger Cassens, Zirkusdirektor Andreas Schmiedel und Senator Detlef Scheele bei der Verleihung des Holger-Cassens-Preises 2014

04.11.2014

Holger Cassens-Preis 2014 geht an den Kinder- und Jugendzirkus Abrax Kadabrax

Die Auszeichnung zur Förderung von kooperativen Bildungs- und Erziehungsprojekten in Hamburg wurde zum sechsten Mal verliehen

Abrax Kadabrax – Kinder- und Jugendzirkus der Evangelischen Jugend Hamburg ist der Preisträger des Holger Cassens-Preises 2014. In einer feierlichen Veranstaltung im Haus der Patriotischen Gesellschaft am 4. November 2014 überreichte Preisstifter Holger Cassens den mit 10.000 Euro dotierten Preis an den Kinder- und Jugendzirkus.

Detlef Scheele, Senator der Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration, sprach das Grußwort. Abrax Kadabrax überzeugte die Jury mit seinem außerschulischen Projekt „Zirkus macht stark!“ im Sozialraum Osdorfer Born/Lurup. Der Kinder- und Jugendzirkus Abrax Kadabrax sei ein gelungenes Beispiel dafür, wie in der Kooperation mit verschiedenen Partnern in dem von sozialer Benachteiligung geprägten Stadtteil Osdorfer Born jungen Menschen eine Bildung ermöglicht werde, die künstlerischen Ausdruck mit sozialer Ermutigung und schulischem Lernen verbindet – und das seit mittlerweile 15 Jahren, begründet die Jury ihre Entscheidung. Darüber hinaus sei der Zirkus eine feste Größe als aktiver Mitgestalter von Kultur in diesem Stadtteil.
Abrax Kadabrax hat mit einem großen Zirkuszelt und -wagen seit 2010 seinen festen Standort am Osdorfer Born. In Hamburg realisiert der Kinder- und Jugendzirkus seit 1998 verschiedene zirkus-, theater- und tanzpädagogische Projekte. Das Ziel des 2012 initiierten Projekts „Zirkus macht stark“ ist es, mit Hilfe der Zirkuspädagogik motorische, soziale, emotionale und künstlerisch-kreative Kompetenzen von Kindern und Jugendlichen zu fördern. Abrax Kadabrax arbeitet dabei eng mit Schulen und Jugendhilfeträgern in lokalen Bildungsbündnissen zusammen. Familien und ehrenamtliche Mitarbeiter sind in die Angebote mit eingebunden. 2013 wurden mit 25 „Zirkus macht stark!“-Projekten rund 450 Kinder und Jugendliche erreicht. Gefördert wird die zirkuspädagogische Arbeit durch den bundesweit tätigen Verein „Zirkus macht stark – Zirkus für alle“, der zu den 35 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) ausgewählten Verbänden und Initiativen des Programms „Kultur macht stark – Bündnisse für Bildung“ gehört. „Wir freuen uns sehr über den Holger Cassens-Preis 2014. Die Auszeichnung ist für uns eine besondere Wertschätzung unserer Arbeit und zugleich ein großer Ansporn, weitere zirkuspädagogische Projekte für Kinder und Jugendliche am Osdorfer Born nachhaltig umzusetzen“, sagt Andreas Schmiedel, Sozialpädagoge und Zirkusdirektor beim Kinder- und Jugendzirkus Abrax Kadabrax.
Der Holger Cassens-Preis wird jährlich durch die Mara und Holger Cassens-Stiftung und die Patriotische Gesellschaft von 1765 vergeben. Der Preis steht unter dem Thema „Bil-dung als gemeinsame Aufgabe“ und wurde erstmals 2009 verliehen. Gefördert werden Kooperationsprojekte in Hamburg, die sich in ihrer Arbeit an einem umfassenden
Bildungsbegriff orientieren, Entwicklungs- und Teilhabechancen von jungen Menschen fördern sowie Ressourcen im Stadtteil nutzen. Preiswürdig sind Projekte, die diese jungen Menschen erreichen und die in gemeinsamer Verantwortung im Sozialraum zusammen wirken. Bisherige Preisträger waren das Löwenhaus des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) in Hamburg-Harburg (2009), der Leseclub Kölibri GWA St. Pauli (2010), die Bildungs- und Beratungskarawane Dulsberg (2011), die Schülerfirma VeddelERleben (2012) und das Kinderkulturhaus Lohbrügge (2013).

23.10.2014

Hamburgs Weg zur Wissenschaftsmetropole

Stellungnahme der Patriotischen Gesellschaft von 1765 zum Entwurf „Strategische Perspektiven für die Hamburger Hochschulen bis 2020“ der Behörde für Wissenschaft und Forschung

Der Vorstand der Patriotischen Gesellschaft hat in mehreren Sitzungen den Entwurf „Strategische Perspektiven für die Hamburgischen Hochschulen“, den die Behörde für Wissenschaft und Forschung der Freien und Hansestadt Hamburg den Hochschulen und wissenschaftlichen Einrichtungen sowie weiteren ausgewählten Institutionen am 2. Juli 2014 mit der Bitte um Stellungnahme zugesandt hat, intensiv beraten und beschlossen, mit grundsätzlichen Überlegungen und konkreten Anregungen zu dem Diskussionsprozess beizutragen.

Die ausführliche Stellungnahme der Gesellschaft trägt den Titel „Hamburgs Weg zur Wissenschaftsmetropole“, weil die Patriotische Gesellschaft die Entwicklung der Wissenschaftsstadt Hamburg zu einer Wissenschaftsmetropole von internationaler Bedeutung für eine der bedeutendsten Herausforderungen der künftigen Entwicklung des Stadtstaates hält. Die vom Vorstand beschlossene und im Beirat zustimmend beratene Stellungnahme legt sehr konkret dar, welche Voraussetzungen dafür in Hamburg gegeben und welche Maßnahmen geeignet sind, eine solche Entwicklung einzuleiten und umzusetzen.
Die Patriotische Gesellschaft ist überzeugt, dass nur in einer Parteien und Institutionen übergreifenden, gemeinsamen und langfristigen Anstrengung das angestrebte Ziel erreicht werden kann. In den fast 250 Jahren ihres Bestehens hat die Patriotische Gesellschaft von 1765 in ähnlichen Situationen vielfach mit Erfolg dazu beigetragen, dass zentrale Fragen der Stadtentwicklung im unabhängigen und offenen Diskurs geklärt werden konnten. Die künftige Wissenschaftspolitik des Stadtstaates Hamburg hält die Gesellschaft für eine solche zentrale Frage künftiger Stadtentwicklung. Sie will darum mit ihrer Stellungnahme den wissenschaftspolitischen Diskurs fördern und allen Beteiligten das parteipolitisch unabhängige und durch keine Interessen gebundene Forum der Patriotischen Gesellschaft als Möglichkeit zivilgesellschaftlicher Konsensfindung anbieten.

08.10.2014

Flüchtlinge brauchen Unterstützung

Appell aus der Hamburger Zivilgesellschaft

Immer mehr Menschen flüchten vor Krieg, Terror und Verfolgung – auch zu uns. Hamburg will allen Schutzsuchenden Unterbringung und eine angemessene Betreuung gewähren.

Seit vielen Monaten wächst in unserer Stadt die Hilfsbereitschaft und nachbarschaftliche Solidarität vieler Bürgerinnen und Bürger. In der Nähe vieler Flüchtlingsunterkünfte entstehen Unterstützergruppen und Runde Tische.
Die Behörden, Bezirksämter und Einrichtungen arbeiten intensiv daran, die Unterbringung aller Flüchtlinge in kürzester Zeit zu ermöglichen. Dabei ist es in einem Stadtstaat besonders schwierig, gute und brauchbare Unterkünfte zu finden.
Mit Blick auf den kommenden Winter ist es nicht nur wichtig, dass in allen Teilen der Stadt weitere feste Notunterkünfte errichtet werden, sondern auch, dass die solidarische Unterstützung der Bevölkerung nicht nachlässt.
Jetzt ist die Zeit für praktizierte Solidarität und Humanität. Gemeinsam kann und wird Hamburg diese Herausforderung meistern: Wenn alle mit anpacken, schaffen wir das!
Darum appellieren wir an die Stadt Hamburg und ihre Bevölkerung:
- Unterstützen Sie die Behörden bei der Suche und Einrichtung von Notunterkünften. Jede verfügbare, geeignete Fläche wird gebraucht – schnell und unbürokratisch.
- Gründen Sie Willkommens-Initiativen. Flüchtlinge brauchen nachbarschaftliche Unterstützung und persönliche Hilfe.
- Wir bitten Behörden, Bezirke und Parteien, jetzt trotz aller berechtigten Einzelinteressen an einem Strang zu ziehen und gemeinsam für eine menschenwürdige und sichere Unterbringung der Flüchtlinge in Hamburg zu sorgen.
Hamburg ist eine engagierte, weltoffene und tolerante Stadt. Lassen Sie uns gemeinsam dafür sorgen, dass es so bleibt!
Angelika Mertens, Vorsitzende, Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) Hamburg
Holger Kahlbohm, Vorsitzender, Arbeiterwohlfahrt (AWO) Hamburg
Maria-Theresia Gräfin von Spee, Direktorin, Caritas Hamburg
Katja Karger, Vorsitzende, Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB) Hamburg
Dirk Ahrens, Vorstandsvorsitzender, Diakonisches Werk Hamburg
Dr. Georg Kamp, Deutsches Rotes Kreuz (DRK) Hamburg
Dr. Hans-Jochen Jaschke, Weihbischof, Erzbistum Hamburg
Kirsten Fehrs, Bischöfin, Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland
Frank Maur, Geschäftsstellenleiter, Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) Hamburg
Herbert Schalthoff, Redakteur Politik, Hamburg 1
Dr. Jürgen Mantell, Präsident, Hamburger Sportbund HSB
Lutz Tillack, Geschäftsführer, Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten NGG Hamburg
Sabine Rossbach, Direktorin, NDR-Landesfunkhaus Hamburg
Dr. Wilma Simon, Vorsitzende, Der Paritätische Wohlfahrtsverband Hamburg
Dr. Ingrid Nümann-Seidewinkel, Vorsitzende der Patriotischen Gesellschaft
Berthold Bose, Landesleitung, Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di Hamburg

16.09.2014

Diesterweg-Stipendium Hamburg: Start in die zweite Runde

Eine Chance für begabte Kinder und ihre Eltern

Bereits zum zweiten Mal vergab die Patriotische Gesellschaft von 1765 am 16. September 2014 in ihrem Haus an der Trostbrücke das Diesterweg-Stipendium Hamburg an ausgewählte Grundschüler von zwölf Partnerschulen in Hamburgs Osten.

Insgesamt wurden 18 Kinder – neun Mädchen und neun Jungen mit ethnischen Wurzeln in 12 Ländern – mit ihren Familien im Rahmen der Auftaktveranstaltung von Schulsenator Ties Rabe feierlich in das Stipendium aufgenommen. Zusammen mit der ersten Generation von 15 Stipendiatenfamilien (2012-2014) unterstützt das Diesterweg-Stipendium Hamburg damit rund 150 Personen.
Das Diesterweg-Stipendium ist das erste Familienbildungsstipendium in Deutschland. Kinder mit hohem Begabungspotenzial, die aber sprachliche oder soziale Hürden auf dem Weg in die weiterführende Schule überwinden müssen, werden gemeinsam mit ihren Eltern und Geschwistern unterstützt. Die Bildungsbegleitung auf dem Weg von der Grundschule in die weiterführende Schule in den Klassen vier bis sechs umfasst ein Bildungs- und Kulturprogramm für die ganze Familie. „Unser Ziel ist es, den Kindern eine ihren Begabungen entsprechende gute schulische Laufbahn zu ermöglichen und ihre El-tern fit zu machen, die Kinder dabei bestmöglich zu unterstützen“, erläutert Christiane Mettlau, Projektleiterin des Diesterweg-Stipendiums. Das vielfältige Programm setzt sich zusammen aus Ferienkursen – insbesondere zur Sprachförderung, Eltern-Kinder-Treffs und Akademietagen, an denen die Familien zum Beispiel Museen, Büchereien und den Hamburger Hafen besuchen. Auch finanzielle Hilfen für besondere Bildungsmaßnahmen und die Anschaffung von Lernmitteln gehören dazu. Familien, die dies wünschen, erhalten einen ehrenamtlichen Familienpaten als Ansprechpartner. Der enge Kontakt zu den Part-nerschulen und den weiterführenden Schulen ist ein wichtiger Bestandteil der Projektarbeit.
Entwickelt wurde das Konzept für das Diesterweg-Stipendium von der Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt am Main. Die Initiative in Hamburg basiert auf der er-folgreichen Kooperation der Patriotischen Gesellschaft von 1765 mit der Behörde für Schule und Berufsbildung Hamburg und wird unterstützt von einer starken Gemeinschaft von Hamburger Stiftungen, Unternehmen und privaten Förderern: Alfred Toepfer Stif-tung, BerenbergKids Stiftung, BürgerStiftung Hamburg, Dr. Dorothea-Wilhelm-Stiftung, Familie Gries, Hamburger Sparkasse, Hamburger Spendenparlament, Homann-Stiftung und Joachim Herz-Stiftung.
Die Patriotische Gesellschaft von 1765 setzt sich seit 250 Jahren für konkrete Verbesserun-gen in der Bildung und sozialen Versorgung der Stadt Hamburg ein. „Das Diesterweg-Stipendium steht in dieser Tradition und ist eine aktuelle Erweiterung ihres zivilgesell-schaftlichen Engagements“, erläutert Dr. Ingrid Nümann-Seidewinkel, 1. Vorsitzende der Patriotischen Gesellschaft von 1765. „Mit dem außerschulischen Förderprogramm wollen wir einen Beitrag leisten für mehr Bildungsgerechtigkeit und Chancengleichheit sozial be-nachteiligter Kinder in Hamburg.“

30.06.2014

Braucht Hamburg eine Seilbahn?

Die Patriotische Gesellschaft lud in Kooperation mit der Akademie der Künste, der Hamburgischen Architektenkammer, der Hamburgischen Ingenieurkammer Bau und dem Verein Freunde der Denkmalpflege zur Diskussion ein über Für und Wider einer Seilbahn von St. Pauli nach Steinwerder.

"Braucht Hamburg eine Seilbahn?" - Diese kontroverse Frage war Thema einer Diskussionsveranstaltung, die am 23. Juni im Reimarus-Saal auf Einaldung der Patriotischen Gesellschaft, der Akademie der Künste, der Hamburgischen Architektenkammer, der Hamburgischen Ingenieurkammer Bau und des Vereins Freunde der Denkmalpflege stattfand. Nach einführenden Statements von Ingo Eggers (Baudirektor der Stage Entertainment), Andy Grote (Leiter des Bezirksamts Hamburg Mitte), Thomas Magold (Initiative Pro Seilbahn) und Volkwin Marg (Architekt/Freie Akademie der Künste) diskutierten die Podiumsteilnehmer mit einander und mit dem Publikum Für und Wider einer Seilbahn von St. Pauli nach Steinwerder. Gerhard Hirschfeld, Sprecher des Arbeitskreises Denkmalschutz der Patriotischen Gesellschaft, moderierte die Veranstaltung.

Die Stage Entertainment GmbH, Betreiber von derzeit vier Musical-Theatern in Hamburg, plant zur Erschließung ihrer südlich der Elbe gelegenen Theaterstandorte den Bau einer Seilbahn von St. Pauli nach Steinwerder, wo im November 2014 ein weiteres Musical-Theater eröffnet werden wird. Kritiker halten die Bahn nicht nur für überflüssig, sondern machen auf  erhebliche städtebauliche und denkmalpflegerische Folgeschäden aufmerksam, die vor allem in der Höhe und Mächtigkeit der dann notwendigen Pylonen zu beiden Seiten der Elbe sowie der anschließenden Streckenführung durch den Stadtteil St. Pauli bedingt sind (Glacischaussee/Alter Elbpark/Bismarck-Denkmal/Stintfang/Landungsbrücken).

Nachdem im Frühjahr ein Bürgerbegehren für den Bau der Seilbahn erfolgreich abgeschlossen wurde, wird die zuständige Bezirksversammlung Mitte am 19. Juni 2014 in ihrer konstituierenden Sitzung nach der Wahl über das Anliegen entscheiden. Lehnt sie es ab, wird es binnen zwei Monaten zu einem Bürgerentscheid kommen, dessen Ergebnis dann verbindlich wäre.

Die Stage Entertainment GmbH, Betreiber von derzeit vier Musical-Theatern in Hamburg, plant zur Erschließung ihrer südlich der Elbe gelegenen Theaterstandorte den Bau einer Seilbahn von St. Pauli nach Steinwerder, wo im November 2014 ein weiteres Musical-Theater eröffnet werden wird.
Kritiker halten die Bahn nicht nur für überflüssig, sondern machen auf  erhebliche städtebauliche und denkmalpflegerische Folgeschäden aufmerksam, die vor allem in der Höhe und Mächtigkeit der dann notwendigen Pylonen zu beiden Seiten der Elbe sowie der anschließenden Streckenführung durch den Stadtteil St. Pauli bedingt sind (Glacischaussee/Alter Elbpark/Bismarck-Denkmal/Stintfang/Landungsbrücken).
Nachdem im Frühjahr ein Bürgerbegehren für den Bau der Seilbahn erfolgreich abgeschlossen wurde, wird die zuständige Bezirksversammlung Mitte am 19. Juni 2014 in ihrer konstituierenden Sitzung nach der Wahl über das Anliegen entscheiden. Lehnt sie es ab, wird es binnen zwei Monaten zu einem Bürgerentscheid kommen, dessen Ergebnis dann verbindlich wäre. - Für weitere Informationen: www.akademie-der-kuenste.de

Dr. Willfried Maier (1. Vorsitzender der Patriotischen Gesellschaft), Dr. Peter Tschentscher und Dr. Jürgen Lüthje (Vorstand der Patriotischen Gesellschaft). Foto: Sven Meyer

26.11.2020

Zukunftsstadt Hamburg – Exzellente Wissenschaft im Norden

von Dr. Jürgen Lüthje, Vorstand der Patriotischen Gesellschaft von 1765

Unter dem Titel "Zukunftsstadt Hamburg – Exzellente Wissenschaft im Norden" stellte der Erste Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher am 21. Oktober 2020 im Reimarus-Saal seine strategischen Vorstellungen zur Entwicklung der Wissenschaftsstadt Hamburg vor. Die Zahl der Teilnehmenden musste pandemiebedingt auf 45 begrenzt werden, eine Kooperation mit Tide ermöglichte aber die Live-Übertragung im Internet. Der Vortrag wurde inzwischen 350-mal auf YouTube angesehen.

Exzellenz sah der Bürgermeister nicht nur als Spitzenleistung, sondern auch als Beitrag zur Bearbeitung von Zukunftsthemen wie Digitalisierung, demografischer Wandel und Klimaschutz. Wissenschaft ermögliche auch die Entwicklung einer innovativen Wirtschaft. Ein im Auftrag der Wissenschaftlichen Akademie erstelltes Gutachten bestätige die wissenschaftspolitische Strategie des Senats seit 2011. Gerade die Corona-Pandemie habe im öffentlichen Bewusstsein die Bedeutung von Wissenschaft gestärkt. Sie habe aber auch deutlich gemacht, dass Wissenschaft nicht allwissend sei und keine politischen Entscheidungen abnehme. Vor zehn Jahren habe die öffentliche Diskussion über die Verlagerung der Universität in den Hafen die Strukturprobleme des Wissenschaftsstandorts überlagert. Seit 2011 seien die Standortfragen der Hochschulen geklärt und wichtige Bau- und Sanierungsmaßnahmen im Volumen von über 500 Millionen Euro auf den Weg gebracht worden. Bis 2030 werde Hamburg 2,5 Mrd. Euro in den Hochschulbau investieren. Die Zahl der Studienplätze sei seit 2010 von 80 Tsd. auf über 110 Tsd., die Zahl der Professuren um 300 auf 1.700 erhöht worden. Auch die berufliche Bildung werde durch Gründung einer Hochschule für Berufliche Bildung gestärkt. Sie ermögliche in vier Jahren eine berufliche Ausbildung sowie einen Bachelor-Abschluss. Am Campus Berliner Tor biete sie für 1.000 Studierende Abschlüsse in den Bereichen Wirtschaft und Informatik. Die Haushaltsmittel seien seit 2010 um ein Drittel von 900 Mio. auf 1,2 Mrd. Euro gestiegen, das Budget der Universität seit 2010 von 215 Mio. auf 316 Mio. Euro um fast 50 Prozent gestiegen. Teil der Senatsstrategie sei auch eine Stärkung der naturwissenschaftlichen und technischen Studiengänge.
_

Die TU Hamburg werde ausgebaut, die Zahl der IT-Professuren von 65 auf 100 erhöht. Das UKE sei im internationalen Ranking als eine der weltweit besten Gesundheitseinrichtungen eingestuft worden, auf Platz 4 in Europa und Platz 2 in Deutschland. Eine Erhöhung der Grundfinanzierung um über 60 Mio. Euro habe zu dieser Entwicklung beigetragen. Neben Neubauten für die Martiniklinik und das Herzzentrum soll das UKE ein weiteres Forschungsgebäude erhalten. Der Senat habe die Universität so erfolgreich unterstützt, dass sie Exzellenzuniversität geworden und vier Exzellenzcluster eingeworben habe. In den kommenden Jahren stehen dadurch 300 Mio. Euro zusätzlich zur Verfügung.

Der Erfolg der Universität beruhe darauf, dass sie sich als Flaggschiff im wissenschaftlichen Netzwerk Hamburgs verstehe und auf übergreifende Kooperation gerade auch mit den über 30 außeruniversitären Forschungseinrichtungen setze. Nachdem 2014 das Max-Planck-Institut für Struktur und Dynamik der Materie gegründet und 2018 das Hans-Bredow-Institut in die Leibniz-Gemeinschaft aufgenommen wurde, werde nun das Centrum für Naturkunde zum Leibniz-Institut zur Analyse des Biodiversitätswandels. Die Akademie-Studie hebe Innovation als Faktor der Wettbewerbsfähigkeit von Regionen besonders hervor. Deshalb habe der Senat vier Innovationszentren gegründet: in Finkenwerder für die Luftfahrt, in Harburg für Green Technologies, Maritime Logistik, Digitalisierung und Materialwissenschaften, in Bergedorf für 3D-Lasertechnologie, Erneuerbare Energien und innovative Netze und Energiespeichersysteme sowie das neue Fraunhofer-Institut für Windenergiesysteme. Als größtes Projekt werde die Science City in Bahrenfeld die künftige Wissenschaftsmetropole Hamburg prägen, optimale Bedingungen für wissenschaftliche Einrichtungen und innovative Unternehmen bieten und die Physik, die Chemie sowie Teile der Biologie der Universität aufnehmen. Zugleich entstehe ein Stadtteil mit hoher Lebensqualität im bereits erschlossenen Stadtraum. Eine städtische Projektgesellschaft koordiniere diese Entwicklung. Beispielhaft für die gute Zusammenarbeit von Wirtschaft und Wissenschaft in der Metropolregion Hamburg sei das Verbundprojekt „Norddeutsche Energiewende NEW 4.0“ mit 60 Partnern aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft. Besondere Bedeutung messe die Wissenschaftsstrategie Hamburgs der Zusammenarbeit mit der Fraunhofer-Gesellschaft zu, die einen großen Teil ihrer Einrichtungen durch Aufträge aus der Wirtschaft finanziere. Seitdem Hamburg 2015 Mitglied geworden sei, seien mehrere Fraunhofer-Einrichtungen in Hamburg angesiedelt oder in die Gesellschaft überführt worden.

Kritisch setzte sich der Bürgermeister mit Analysen der Akademie-Studie und einer OECD-Studie auseinander, die Hamburg im Vergleich mit den Metropolregionen Rhein-Ruhr, Berlin und München als weniger wettbewerbsfähig ansehen. Schon 2017 habe Hamburg im Wirtschaftswachstum auf Platz 6, 2018 auf Platz 5 und 2019 auf Platz 2 im Bundesvergleich gelegen. Ein Vergleich des Anteils der Forschungsausgaben am BIP vernachlässige den Unterschied zwischen Stadtstaaten und Flächenstaaten sowie die Wirkungen der Steuerverteilung nach Einwohnerzahl. Diesem Vergleich seien die Ausgaben für Forschung und Lehre pro Einwohner gegenüberzustellen: rd. 800 Euro in Hamburg, rd. 500 Euro in Bayern und Baden-Württemberg. Auch die Zahl der Studienplätze ergebe auf 1 Mio. Einwohner bezogen für Hamburg 55.000 Studienplätze, für Bayern nur 30.000. Das zeige, dass Hamburg nicht nur ein Ort der Spitzenforschung ist, sondern einen überdurchschnittlichen Beitrag für die Wissenschaft leistet. Der Koalitionsvertrag habe für die Wissenschaftspolitik weitreichende Ziele vereinbart. In unserer Stadt habe sich eine neue Begeisterung und Ambition entwickelt, exzellente Wissenschaft im Norden als Chance für die Zukunftsstadt Hamburg zu nutzen.

Das Haus der Patriotischen Gesellschaft an der Trostbrücke. Foto: Christian Augustin

26.11.2020

Mitgliederversammlung 2020

Ergebnisse der Online-Mitgliederversammlung

Die Mitgliederversammlung der Patriotischen Gesellschaft fand am 16. November erstmals als Online-Veranstaltung statt - unter reger Beteiligung der Mitglieder. Die schriftlichen Abstimmungen, an denen 127 Mitglieder teilgenommen haben, wurden am 25. November ausgezählt und erbrachten die Entlastung des Vorstands sowie die Bestätigung der Rechnungsprüfer.

Wir freuen uns, als neue Beiratsmitglieder der Patriotischen Gesellschaft Frau Hella Schwemer-Martienßen und Herrn Normen Niebuhr begrüßen zu dürfen, die beide mit sehr großer Mehrheit in den Beirat der Patriotischen Gesellschaft gewählt wurden.

Holger-Cassens-Preis 2020 – Preisverleihung mit Wibke Kähler-Siemssen, Geschäftsführerin Patriotische Gesellschaft von 1765, Petra Wollny, Genety - Dein Bildungslotse e.V.,und Monika Abraham, Jury-Vorsitzende Holger-Cassens-Preis (v.l.n.r.). Foto: Marc Steinwender

26.11.2020

Holger-Cassens-Preis 2020 – Preisverleihung

Preisträger ist der Verein "Genety – Dein Bildungslotse e.V."

Der Preisträger des mit 10.000 Euro dotierten Holger-Cassens-Preises 2020 ist das Tanzprojekt "Tanzt zusammen! Future without fire!" des Vereins "Genety - Dein Bildungslotse e.V.". Wir würdigen den Preisträger aufgrund der Corona-Pandemie in diesem Jahr mit einem Film.  

Sehen Sie den Film zum "Holger-Cassens-Preis 2020" auf Youtube!

Frederik Braun, Miniatur Wunderland, im Gespräch mit Uwe Doll, Projektgruppe Salon

11.11.2020

Patriotisches Salongespräch auf TIDE TV

Frederik Braun zu Gast bei Uwe Doll

Über das Miniatur Wunderland hat er schon unzählige Male Auskunft gegeben und oft sind die Fragen immer die gleichen. Über sich selbst hingegen spricht Frederik Braun selten, obwohl seine und die Biografie seines Bruders das Bild von Persönlichkeiten zeigen, die sehr viel facettenreicher sind, als dass sie sich allein über die einzigartige Touristenattraktion in der Hamburger Speicherstadt erfassen ließen. Frederik Braun lebt und arbeitet aus einer gleichermaßen kreativen wie empathischen und sozial sensiblen Begeisterungsfähigkeit heraus, aus einer Emotion, die in keine Schubladen passt. Egal, ob er im Wunderland Schweizer Berge zugunsten einer Schule in Haiti versteigert oder Menschen, die sich den Eintritt nicht leisten können, umsonst einlässt, egal ob im Wunderland Wahlkampf herrscht oder die Lokführer streiken: Das Wunderland lebt als Arena der Wirklichkeit vor allem aus den Emotionen und der Verspieltheit seiner Gründer heraus. Wie es dazu gekommen ist und welche teils auch bitteren Lebenserfahrungen ihren Teil dazu beigetragen haben, darüber spricht Uwe Doll mit Frederik Braun im Patriotischen Salongespräch.
https://youtu.be/DaprhdYW0HY

Plakatmotiv der Kampagne "Die schönste Stadt der Welt - ist dort, wo sie gesucht wird." Bild: LU'UM

09.11.2020

Die schönste Stadt der Welt – ist dort, wo sie gesucht wird.
Die Hamburger Innenstadt gemeinsam neu denken

Große interaktive Plakatkampagne von „Altstadt für Alle!“ und LU’UM

Gemeinsam mit dem jungen Kollektiv LU‘UM hat die Initiative "Altstadt für Alle!" eine Plakatkampagne mit sieben verschiedenen Motiven entwickelt, die seit Freitag, 6. November 2020, für zwei Wochen mit rund 1.000 Plakaten in der Stadt zu sehen ist. Das Motto ist "Die schönste Stadt der Welt – ist dort, wo sie gesucht wird." Weitere Infos unter www.dieschönstestadtderwelt.de

"Altstadt für Alle!" möchte mit der Aktion den Diskurs über die Entwicklung der Hamburger Innenstadt am Laufen halten. Durch den offensichtlichen Bruch zwischen dem Anspruch "Die schönste Stadt der Welt" zu sein und den gezeigten Stadtansichten sollen die Bürger*innen zum Mitdenken und Mitmachen angeregt werden. So ruft die Initiative "Altstadt für Alle!" alle Hamburger*innen dazu auf, sich kreativ per Bild/Foto einzubringen und schöne, hässliche oder auch rätselhafte Innenstadtmotive zu fotografieren, zu zeichnen oder zu skizzieren und die Bilder dann auf der Seite www.dieschönstestadtderwelt.de   hochzuladen. Auf der Website entsteht so ein sich ständig veränderndes und wachsendes Bild aus vielen verschiedenen Motiven. Mit diesem Kaleidoskop von Stadtsichten, Perspektiven und vielleicht auch Visionen sollen offenkundige und verborgene Potenziale der Innenstadt sichtbar gemacht und so der Diskurs über die Innenstadtentwicklung bereichert werden.

Mit der interaktiven Kampagne soll auch in den Monaten von sozialer Distanz eine Möglichkeit geschaffen werden, sich an der Debatte über die Zukunft der Hamburger Innenstadt zu beteiligen. Denn es ist Zeit umzudenken. Die Pandemie hat die Probleme der inneren Stadt erneut deutlich gemacht.

29.10.2020

20 Jahre SeitenWechsel

Online-Auftaktveranstaltung mit Olympiasiegerin Heike Henkel

Das Weiterbildungsprogramm SeitenWechsel wird 20 Jahre alt und startet am Donnerstag, 29. Oktober 2020, um 17:00 Uhr, mit einer Online-Auftaktveranstaltung ins Jubiläumsjahr. Sie sind herzlich eingeladen, dabei zu sein! Weitere Informationen finden Sie hier:
https://seitenwechsel.com/termin/online-auftaktveranstaltung-20-jahre-seitenwechsel

Dr. Willfried Maier, 1. Vorsitzender der Patriotischen Gesellschaft, Hamburgs Erster Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher und Dr. Dr. h.c. Jürgen Lüthje, Mitglied des Vorstands der Patriotischen Gesellschaft (v.l.n.r.)

22.10.2020

Video auf Youtube: Vortrag vom Ersten Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher zum Thema "Zukunftsstadt Hamburg – Exzellente Wissenschaft im Norden"

Stadtgespräche in der Patriotischen Gesellschaft

Hamburgs Erster Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher sprach am 21. Oktober 2020 in der Reihe "Stadtgespräche in der Patriotischen Gesellschaft" zum Thema "Zukunftsstadt Hamburg – Exzellente Wissenschaft im Norden"
Video auf Youtube

25.09.2020

Unterstützung für eine Bibliothek

Bücher für die "Fasiathek" – ein Aufruf des Arbeitskreises Interkulturelles Leben

Besitzen Sie Bücher, die von Schwarzen Autorinnen und Autoren geschrieben wurden? Wären Sie bereit, sich von dem einen oder anderen Buch zu trennen? Oder würden Sie es vorziehen, eine Buchpatenschaft zu übernehmen?

Ehe Sie sich darüber wundern, was diese Fragen bedeuten, hier die Erklärung: Frau Millicent Adjei informierte den AK Interkulturelles Leben über die Arbeit des Afrikanischen Bildungszentrums e.V. (ARCA e.V.), das „praktische Hilfe zur politischen und gesellschaftlichen Teilhabe sowie Weiterbildung leistet, insbesondere für afrikanische Frauen, die in Hamburg leben. Das Ziel des Vereins ist es, diesen Menschen bei der Anbahnung eines normalen bzw. regulären Erwerbs- und Familienlebens zur Seite zu stehen und auf diese Weise einen nachhaltigen Beitrag zu ihrer Inklusion und Akzeptanz in der Freien und Hansestadt Hamburg zu leisten“, siehe auch www.arca-ev.de.

Als Treffpunkt und Anlaufstelle für all die geplanten Aktivitäten des Vereins wird ARCA e.V. nun in Kürze die „Fasiathek“ eröffnen. Dabei handelt es sich um eine Institution für Bildung, Dialog und Empowerment, zu der eine Bibliothek, ein Archiv und ein Medienzentrum gehören. Die Räumlichkeiten befinden sich im FUX-Gebäude in Altona. Mit der Benennung „Fasiathek“ wird die Schwarze deutsche Protestmusikerin Fasia Jansen geehrt, die für ihr soziales und politisches Engagement 1991 das Bundesverdienstkreuz verliehen bekam.
_

Um die interkulturelle Kommunikation zu stärken, sollen u.a. dort auch Bildungs- und Vortragsveranstaltungen stattfinden. Ein Schwerpunkt der Bildungsarbeit wird im Bereich für Kinder und Jugendliche gesehen. Aber ebenso ist eine Vernetzung mit wissenschaftlichen Institutionen und Bibliotheken sowie der Dialog mit Hamburgerinnen und Hamburgern geplant.

Da Menschen des afrikanischen Kontinents am häufigsten von Rassismus betroffen sind, wurde von der UN-Generalversammlung der Zeitraum 2015-2024 zur internationalen Dekade für Menschen mit afrikanischen Wurzeln erklärt. Struktureller Rassismus drückt sich auch dadurch aus, nur weiße Menschen (in Büchern) zu Wort kommen zu lassen. Generell - und erst Recht im Zuge der aktuellen Rassismusdebatte – erscheint uns daher die Fasiathek sehr wichtig, damit auch Schwarze Autor*innen noch mehr wahrgenommen werden und man aus Büchern ihre Perspektive erfahren kann, um ein ganzheitliches Bild zu bekommen. Und letztlich kann es jungen Schwarzen Menschen bei ihrer Selbstidentifikation helfen.

Nun zu unserer Bitte an Sie: schauen Sie in Ihren Bücherschrank – vielleicht passt es ja mit Ihren "Aufräumplänen" zusammen – denn ab sofort können Bücher Schwarzer Autorinnen und Autoren für die "Fasiathek" (Fuchsloch 4, 20535 Hamburg) gespendet werden. Eine Abgabe ist auch in der Geschäftsstelle der Patriotischen Gesellschaft möglich. Aber natürlich wären auch Geldspenden als Buchpatenschaft für die Neuanschaffung aktueller Literatur eine große Hilfe für den Verein! Auch als Fördermitglied können Sie die Arbeit von ARCA e.V. unterstützen. Die Bankverbindung lautet: Hamburger Volksbank eG, IBAN DE02 2019 0003 0002 3720 02.

Der AK Interkulturelles Leben bedankt sich herzlich für Ihr Interesse und Engagement!

Jarka Pazdziora-Merk, Nicole Späth

Lesehinweis: die Schreibweise von "Schwarz" mit einem Großbuchstaben "S" wurde von der Schwarzen Community übernommen.

Dietserweg-Stipendiatinnen und -Stipendiaten 2020-2023, Foto: Christian Augustin

24.09.2020

Diesterweg-Stipendium Hamburg

Feierliche Aufnahme von zwölf Stipendiatinnen und Stipendiaten in das Familienbildungsstipendium

Am Mittwoch, 23. September 2020, wurden 12 neue Familien in das Diesterweg-Stipendium Hamburg 2020-23 aufgenommen. 58 Menschen mit Wurzeln in 12 verschiedenen Ländern starten gemeinsam ins Diesterweg-Stipendium. Für die neuen Stipendiatinnen und Stipendiaten und ihre Familien beginnt eine spannende Zeit mit Akademietagen, Eltern-Kind-Treffen, Ausflügen und Ferienkursen, die den Weg der Stipendiatinnen und Stipendiaten auf die weiterführende Schule unterstützen und die ganze Familie begleiten werden. Herzlich willkommen!
Haben Sie Interesse eine Familienpatenschaft zu übernehmen?
Weitere Informationen dazu finden Sie hier

Die Preisträgerinnen des 7. Bülau-Wettbewerbs 2020 (v.l.n.r.): Leonie Hohmann, Technische Universität Braunschweig, Ina Weiler, Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen, sowie Lisa Schmidt und Christine Feistl, Technische Universität Berlin. Foto: Christian Augustin

23.09.2020

Preisverleihung zum 7. Bülau-Wettbewerb 2020

Drei erste Preise und drei Anerkennungen

Am Dienstag, 22. September 2020, fand die Preisverleihung des 7. Bülau-Wettbewerbs der Patriotischen Gesellschaft von 1765 statt. Ausgezeichnet mit einem ersten Preis und jeweils 3.000 Euro Preisgeld wurden Christine Feistl und Lisa Schmidt von der Technischen Universität Berlin für ihren Entwurf „Kultur- und Bildungszentrum Neue Herrlichkeit“, Leonie Hohmann von der Technischen Universität Braunschweig für ihren Entwurf „Ruhende Reserve“ und Ina Weiler von der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen für ihren Entwurf „Vom Parkhaus zum Hauspark“. Mit einer Anerkennung und jeweils 500 Preisgeld Euro gewürdigt wurden die Wettbewerbsbeiträge von Lukas Keller von der Technischen Universität Dresden, Katharina Zull und Maischa Hohm von der Technischen Universität Berlin und Nancy Abdelzaher und Nour Khwies von der Bauhaus Universität Weimar.
Die Preise überreichten Ingrid Spengler, Architektin und Juryvorsitzende des Preisgerichts, und Henning von Ladiges, Sprecher des Arbeitskreises Stadtentwicklung der Patriotischen Gesellschaft von 1765. Die Laudatio sprach Franz-Josef Höing, Oberbaudirektor, Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen (BSW), und Jurymitglied.
Es ist vorgesehen, alle Wettbewerbsarbeiten in der Folge in Hamburg auszustellen. Ort und Termin der öffentlichen Ausstellung werden noch bekanntgegeben.
Die Broschüre zum 7. Bülau-Wettbewerb 2020 und weitere Informationen finden Sie hier
Preisverleihung auf TIDE TV

15.09.2020

Veranstaltungsvideo: 40 Jahre Militärputsch in der Türkei

Migration der politisch Verfolgten nach Deutschland

In Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg, dem Zentrum für Mission und Ökumene der Nordkirche weltweit und TIDE TV

27.08.2020

Es geht weiter

von Dr. Willfried Maier, 1. Vorsitzender der Patriotischen Gesellschaft

Das war eine lange Sommerpause: Durch die Corona-Pause gab es ja schon vorher  ein Rückschrauben vieler Aktivitäten. Reisen waren eingeschränkt. Die meisten Hamburger blieben zu Hause bzw. in der näheren Umgebung. Als es im August heiß wurde, waren die Plätze in den Freibädern immer noch kontingentiert. Viele wichen ins Umland aus. Wenn sie nach Mecklenburg-Vorpommern zum Baden, Radfahren oder Wandern fahren, verstoßen sie bis heute gegen dort geltende Regelungen. Mecklenburg-Vorpommern verbietet Hamburger Tagestouristen, das Land zu betreten, was in dem dünn besiedelten und von Corona-Fällen kaum betroffenem Land an Absurdität grenzt. Es ist kein gutes Beispiel für Nachbarschaft in der Metropolregion, zumal umgekehrt viele Mecklenburger Tagespendler aus den westlichen Landkreisen jeden Tag die Hamburger Landesgrenze passieren, um hier zu arbeiten.

Wir sind in der Patriotischen Gesellschaft nicht passiv geblieben im Sommer. Aktivitäten und Vorbereitungen zur Preisverleihung im Bülau-Wettbewerb, zur Türkeiveranstaltung des Arbeitskreises Interkulturelles Leben, zur Bürgerbeteiligung, zum Kinderstadt-Projekt gab es.

Das Diesterweg-Stipendium stellt sich auf ein neues Jahr ein. Beim „SeitenWechsel“ gab und gibt es viel Arbeit, um unter veränderten Bedingungen den Besuch und das Kennenlernen sozialer Projekte zu ermöglichen. Und unsere Saalhaus versucht sich an dem Kunststück, trotz geltender Veranstaltungsverbote Einnahmen aus unseren Räumen zu erwirtschaften. Insbesondere unsere hauptamtlichen Teams haben Einfallsreichtum und Initiative gezeigt und zeitweilig schlechtere Bedingungen akzeptiert, um die Patriotische Gesellschaft lebendig und bei Kräften zu halten.

Und jetzt, mit absehbarem Ende des Sommers wollen wir die Pause beenden – auch wenn die Corona-Lage aktuell nicht gut aussieht. Aber wir haben gelernt und lernen weiter, uns anzupassen. Die ersten Veranstaltungen in einer Kombination von wenigen Teilnehmern, die sich im Saal versammeln dürfen und Übertragung im Netz und z.T. auch im Kommunalfernsehen stehen an und werden durch unsere Kooperation mit TIDE ermöglicht. Wir laden zur Teilnahme ein, in welcher Form auch immer.

Die Dreimast-Bark "Wavertree" als neues Flaggschiff des New Yorker Museumshafens. Foto: Veronika Klosa

26.08.2020

Rolling Home: Der Viermaster "Peking" kehrt zurück.
Ein Gewinn für Hamburg, aber ein Verlust für New York

von Veronika Klosa, Sprecherin der Projektgruppe Salon

In ein paar Tagen ist es soweit – nach 88 Jahren Abwesenheit können wir den P-Liner wieder im Heimathafen begrüßen. Vier Jahre lang haben wir diesem Moment entgegengefiebert und mitverfolgt, wie die "Peking" im September 2016 ihren Liegeplatz vor Manhattan in Richtung Staten Island verließ, im Sommer darauf huckepack über den Atlantik reiste, und wie sie schließlich in Wewelsfleth auf der Peterswerft in einem komplexen Restaurierungsprozess wiedergeboren wurde. Es ist das glückliche Ende einer langen, fantastischen Geschichte. Das scheinbar Unmögliche ist geschafft, und denjenigen, die mit ihrem außergewöhnlichen Engagement, mit Kopf, Herz und Hand, daran mitgewirkt haben, die "Peking" zurückzuholen, kann man gar nicht genug danken. Zu würdigen ist aber auch ein kleines Museum, das um seine Existenz kämpft, denn ohne das South Street Seaport Museum in New York und dessen Gründer wäre dieser "Hamborger Veermaster" schon vor Jahren auf dem Friedhof gelandet.

Hafenstadt
Über vierzig Jahre lang lag die "Peking" an der Pier 16 im südlichen Manhattan und erinnerte mit ihrer imposanten Silhouette vor den gigantischen Wolkenkratzern Einheimische und Touristen daran, dass New York, genau wie Hamburg, seinen Aufstieg dem Hafen verdankt. Doch während man bei Hamburg automatisch "Hafenstadt" mitdenkt, ist der Hafen nicht unbedingt das erste, was einem zu New York einfällt. Das liegt möglicherweise auch daran, dass es keinen zentralen Ort mit klassischen Hafenanlagen mehr gibt. Der Niedergang des alten Handelshafens, der einst die Keimzelle der Millionenstadt war, begann bereits 1880, als das Wasser des East River nicht mehr tief genug für die neuen, größeren Frachtschiffe war, die stattdessen im Hudson vor Anker gingen. Nach und nach verödete das ursprünglich so wichtige Hafenquartier in der Nähe der Brooklyn Bridge. In den 60er Jahren sollte das mittlerweile völlig heruntergekommene Viertel abgerissen werden. Es waren idealistische Privatleute, denen es in letzter Minute gelang, die Abrissbirne zu stoppen und wenigstens Teile des historischen Areals zu erhalten. Norma und Peter Stanford gaben ihre Berufe auf, um sich ganz der Verwirklichung ihrer Vision eines maritimen Museumsquartiers zu widmen. Sie gründeten einen Verein und mobilisierten mit Hilfe ihrer Seglerfreunde finanzkräftige Sponsoren für die Sanierung der Backsteingebäude und den Ankauf historischer Schiffe. So kam die "Peking" 1975 nach New York. Sie lag zusammen mit dem bereits 1968 erworbenen Dreimaster "Wavertree" und fünf weiteren Schiffen im East River und sollte Erinnerungen an jene Zeit heraufbeschwören, als die Frachtschiffe hier noch dicht an dicht nebeneinander ankerten und eine "Straße der Schiffe" bildeten.
_

Flaggschiff
Die „Peking“ war unbestritten das Schmuckstück der kleinen Museumsflotte. Nun, da sie ihren Platz verlassen hat, liegt dort der Windjammer "Wavertree", der die Rolle als Flaggschiff des South Street Seaport Museums übernommen hat. Der Dreimaster, der zu seiner aktiven Zeit nichts Besonderes war, wurde 1885 in Southampton als eines der letzten großen Segelschiffe aus Schmiedeeisen gebaut. Heute ist die "Wavertree" das größte noch erhaltene eiserne Vollschiff. Dagegen waren die technisch ausgereiften Flying P-Liner der Hamburger Reederei Laeisz, zu denen die "Peking" gehört, von Anfang an legendär. Die für ihre Sicherheit und Geschwindigkeit berühmten Frachtsegler nahmen es sogar lange mit den neuartigen Dampfschiffen auf. Die "Peking" lief 1911 bei Blohm & Voss vom Stapel und umrundete auf der Hamburg-Chile-Route 34 Mal Kap Hoorn. Wie viele Schiffe wechselte sie im Laufe ihrer Geschichte ihre Besitzer und ihren Namen: Bevor sie im Museumshafen von New York vor Anker ging, hatte sie seit 1932 unter dem Namen "Arethusa II" als stationäres Schulschiff für Kriegswaisen und schwer erziehbare Jugendliche gedient.
Der Viermaster, der am Ende seiner Laufbahn als schwimmendes Internat 1974 kurz vor der Verschrottung gestanden hatte, wurde in New York mit allen Ehren empfangen. Laut New York Times vom 23. November 1975 ließen Tanker, Schlepper und Hafenfähren ihre Sirenen ertönen, Löschboote spritzten Fontänen, und eine Kapelle spielte "Anchors Aweigh". In den folgenden Jahren wurde die "Peking", neben der Freiheitsstatue und der Brooklyn Bridge, zu einer der am häufigsten fotografierten Sehenswürdigkeiten, und Touristen aus Hamburg konnten ihren amerikanischen Freunden erzählen, dass die Frau des ursprünglichen Schiffseigners wegen ihrer lockigen, aufgetürmten Haare von ihrem Mann liebevoll "Pudel" genannt wurde und dass die Schiffe der Reederei Laeisz ihr zu Ehren auf Namen mit dem Anfangsbuchstaben "P" getauft wurden.

Die "Peking" war ein Stück New York
Für viele New Yorker ist die "Peking" Teil ihrer Lebensgeschichte. Generationen von Kindern und Jugendlichen besuchten mit ihren Eltern und Lehrern das Museum an der Fulton Street und begeisterten sich für das riesige, elegante Segelschiff. Sie waren beeindruckt von der Leistung der Matrosen, die nicht viel älter waren als sie selbst und freuten sich, wenn sie eigenhändig das letzte verbliebene Segel hissen durften und am doppelten Steuerrad drehten. Bevor die "Peking" vor vier Jahren von der Pier 16 ablegte, kamen die New Yorker noch einmal an Bord, um Abschied zu nehmen. Sie erzählten den anwesenden Journalisten zu Herzen gehende Geschichten oder schrieben Leserbriefe über ihre Kindheitserinnerungen. Angesichts der emotionalen Verbundenheit der Einheimischen mit dem Schiff war von Anfang an klar, dass sein Verlust bei vielen nicht gut ankommen würde, auch wenn der P-Liner inzwischen – despektierlich ausgedrückt – ein Schrotthaufen war. Daher hatte man den Vorgang als positive Nachricht kommuniziert: "Historic ship to be restored and find a new home."  Doch nicht jeder fand diese Formulierung tröstlich – im Gegenteil. Empörte Leserbriefschreiber mokierten sich darüber, dass ihnen das Ganze als Erfolgsgeschichte verkauft würde. In Wirklichkeit hätte New York ein einzigartiges historisches Juwel verloren, weil das South Street Museum chronisch unterfinanziert sei. Es sei abhängig von den Brosamen der Immobilienentwickler, die das Viertel im Gegenzug mit riesigen Luxus-Immobilien zubauen wollten. Es wurde gefragt, warum die Stadt New York nicht in der Lage sei, das nötige Geld für eine Restaurierung der „Peking“ aufzubringen. In Europa habe man längst begriffen, dass Kulturgüter staatlich geschützt und finanziell unterstützt werden müssten.  

Kampf um das maritime Erbe
Die Probleme, mit denen das South Street Seaport Museum von Anfang an zu kämpfen hatte, werden in den kritischen Leserbriefen zutreffend beschrieben. Als Norma und Peter Stanford das Areal am East River retteten, hatten sie ein Freilichtmuseum mit integriertem Museumshafen und Schifffahrtsmuseum im Sinn. In die Gebäude aus dem frühen 19. Jahrhundert sollten traditionelle Handwerks- und Gewerbebetriebe einziehen, die alte Techniken vermittelten. Doch ohne städtische Hilfe war ein solches Projekt nicht ohne Abstriche zu verwirklichen. Aus dem historischen Viertel wurde ein Mischgebiet mit kommerziell ausgerichteten Angeboten. Erfolgreicher waren die Stanfords, als es um den Erhalt der Gebäude und den Aufbau der Museumsflotte ging. Mit ihrem Engagement und ihrer ansteckenden Begeisterung gelang es ihnen, finanzstarke Großspender zu gewinnen, die sich für die Seefahrt und das maritime Erbe interessierten. Einer der Hauptsponsoren, der Kaffeehändler Jack R. Aron, der auch die "Peking" ersteigerte und nach New York holte, war Ex-Lieutenant der Marine und begeisterter Segler. Nachdem er gestorben war, wurde sein Unternehmen jedoch samt Stiftung von Goldman Sachs übernommen, und von nun an hatte man es nicht mehr mit einer passionierten Einzelperson, sondern mit einem Konzern zu tun. Dazu kam eine fatale Fehlentscheidung, die sich die Vorstandsmitglieder des Museums leisteten, indem sie Peter Stanford entmachteten. Der Mann war für ihren Geschmack zu sehr Denkmalschützer, zu museumspädagogisch ausgerichtet und zu wenig profitorientiert.

Luftrechte
New York ist eine Stadt der Kontraste. Verlassene, düstere Ruinen stehen neben glitzernden Palästen. Ältere Gebäude, wie die Trinity Church an der Wall Street, die Mitte des 19. Jahrhunderts das höchste Gebäude der Stadt war, ducken sich unter den Wolkenkratzern. Die vertikale Architektur Manhattans strebt immer weiter und immer schlanker in die Höhe. Das kleine historische Hafenquartier zwischen Financial District und East River ist umzingelt von Immobilienfirmen und Investoren, die mit dem Filetstück Profite machen wollen. Da dort nicht hoch genug gebaut werden darf, jongliert man mit der Übertragung von Luftbaurechten. Wer sich die passenden "air rights" gesichert hat, kann diese auf einen Bauplatz in der Nachbarschaft übertragen und infolgedessen höher bauen als erlaubt. Mit diesem legalen Trick kann man auch den Blick auf Sehenswürdigkeiten zubauen. Die Aussicht aus den Fenstern der ultra-exklusiven Wohnungen in den oberen Stockwerken ist dann eben umso spektakulärer. Häufig bleibt alteingesessenen Institutionen, die über vergleichsweise niedrig gebaute Immobilien verfügen, nur der Verkauf der ungenutzten Luft über ihrem Anwesen als einziger Ausweg aus finanziellen Notlagen. Bahnhöfe, Kirchen, Museen, Bibliotheken veräußern den Himmel über ihren Gebäuden und bezahlen selbst einen hohen Preis, weil ihre eigenen Häuser zwischen den hohen Türmen, die anschließend gebaut werden, verschwinden. Auch das South Street Seaport Museum hat seine Luftbaurechte für 31 Millionen Dollar an die Howard-Hughes-Corporation verkauft.

Save Our Seaport!
Zum 100. Geburtstag der "Peking" gab es keine Geburtstagsfeier. 2011 war das Museum so hoch verschuldet, dass die Hälfte der Mitarbeiter entlassen wurde, die Schiffe sollten verschwinden, das Museum stand vor dem endgültigen Aus. In dieser Situation gründete Peter Stanford zusammen mit ehemaligen Angestellten, Ehrenamtlern und Anwohnern die Bürgerinitiative "Save Our Seaport". Der inzwischen 84 Jahre alte Retter des alten Hafenquartiers verkündet mit großer Entschiedenheit: "It can be turned around, it must be turned around – and it will – one way or another!" Tatsächlich gelingt ihm, was niemand für möglich gehalten hätte. Eric Schneiderman, der damalige Attorney General von New York, untersagt das Entfernen der Schiffe von ihren Liegeplätzen, der Museumsvorstand wird zum Rücktritt gezwungen, Stanford hält den Museumsbetrieb vorübergehend mit freiwilligen Helfern aufrecht. Peter Stanford hatte das Steuer erfolgreich herumgerissen, bis Hurrikan "Sandy" 2012 dem Museum und den Schiffen großen Schaden zufügt. Der Zustand der "Peking" verschlechtert sich so, dass eine Rettung nicht mehr möglich zu sein scheint. Um sie vielleicht doch noch vor dem Hochofen zu bewahren, bietet man den Hamburgern, die vor einigen Jahren an einer Übernahme interessiert waren, aber wegen des hohen Verkaufspreises abgesprungen waren, das Schiff als Geschenk an. Von nun an konzentriert man sich auf die "Wavertree", die mit Mitteln aus einem städtischen Wiederaufbauprogramm restauriert werden kann.

Glückliches Ende
Zuerst Frachtsegler zwischen Hamburg und Südamerika, später Zuhause und Ausbildungsort für Jugendliche in der Grafschaft Kent, zuletzt Symbol für New York als Hafenstadt – in jeder ihrer drei Lebensphasen hat die "Peking" die Menschen fasziniert und Emotionen geweckt. Als der amerikanische Autor und Segel-Abenteurer Irving Johnson 1929 als Passagier des Frachtseglers von Hamburg nach Chile mitfährt, filmt er den Alltag auf dem Schiff. Der sehenswerte 16-mm-Film "Around Cape Horn" ist eine einzige Hommage auf den Flying P-Liner und die Mannschaft.

Viele der ehemaligen Seekadetten der "Arethusa" fühlen sich noch heute mit dem Schiff verbunden und kündigen im Netz an, die "Peking" besuchen wollen, wenn sie in Hamburg liegt. Einer der früheren Internatsschüler ist Peter Swift. Er lebt inzwischen in den USA, und als die "Peking" im September 2016 Pier 16 verlässt, ist er gekommen, um Abschied zu nehmen. Vor der Kamera drückt er seine Freude darüber aus, dass das Schiff nun in gute Hände kommt: "It's good she's going home!"

Dreimal ist die „Peking“ vor der Verschrottung gerettet worden: 1974, 2011 und schließlich 2015, als der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages eine Förderung des Hafenmuseums und der "Peking" in Höhe von 120 Millionen Euro beschließt. Als Flying P-Liner verkörpert der "Hamborger Veermaster" die Tradition Hamburgs als Handels- und Hafenstadt in besonderer Weise. Doch dass die Reise der "Peking" so glücklich mit einem neuen Kapitel in ihrem Heimathafen enden würde, war lange Zeit nicht abzusehen. Als Peter Stanford, der die "Peking" zweimal gerettet hat, im März 2016 im Alter von 89 Jahren starb, nannte die New York Times ihn "Steward of New York's Maritime History". Dass er sich auch um Hamburgs maritimes Erbe verdient gemacht hat, sollten wir nicht vergessen, wenn wir die "Peking" im Hafenmuseum besuchen!

28.07.2020

Das Saalhaus ist für Veranstaltungen wieder geöffnet

Die Zeit der Ungewissheit ist vorbei und das SAALHAUS-Team kann nun endlich die Türen im Haus der Patriotischen Gesellschaft wieder für Veranstaltungen jedes Formats öffnen. Die letzten Monate hat das Team genutzt und sich auf die neue Situation eingestellt: Durch reduzierte Kapazitäten, ein Sicherheits- und Hygienekonzept und die Schaffung technischer Voraussetzungen für Streaming- und Videokonferenzen können nun sichere und erfolgreiche Veranstaltung gewährleistet werden. Beste Voraussetzungen also für Ihre nächste Veranstaltung in dem historischen Veranstaltungshaus! Das SAALHAUS-Team freut sich auf Sie und Ihre Gäste.
Weitere Informationen unter https://saalhaus.de/

Bismarckdenkmal im Alten Elbpark „Capricorn Two“, Architektursommer 2015. Foto: Bernhard Klosa

06.07.2020

Black Lives, Schimmelmann, Bismarck und ein Blick über den Ärmelkanal.
„Wir stehen auf den Schultern unserer Vorfahren.“ Aber auf welchen?

von Veronika Klosa, Sprecherin der Projektgruppe Salon

Der Schock über den Tod von George Floyd hat weltweit eine Welle von Protesten ausgelöst. Vor allem junge Leute recken die Fäuste gegen Polizeigewalt und Rassismus. Es dauerte nicht lange, und die Wut richtete sich auch gegen die Symbole der Unterdrückung, insbesondere in den USA, Großbritannien und Belgien werden Denkmäler besprüht, demoliert und vom Sockel gestoßen. Nun trötet der amerikanische Präsident zum Kulturkampf.

Und welche Debatten werden bei uns geführt?
An diesem Montagmorgen scheint in Hamburg die Sonne. Der halbe Bürgersteig ist mit Büchertischen belegt, auf denen sich vom Lockdown befreite Lektüre türmt, sogar um die Ecke herum drängen sich die Kisten. Die Buchhandlung in der Grindelallee hat alles herausgestellt, was der Laden hergibt. Direkt vor der Tür geht es laut zu – ein Mann und eine junge Frau unterhalten sich lebhaft, der Buchhändler gesellt sich dazu. Als ich das Wort „Kant“ höre, bleibe ich stehen und studiere die Buchtitel in der Auslage. Der Mann sagt: „Das mit Kant geht zu weit, und Hegel, jetzt auch noch Hegel!“ Er redet sich in Rage, während die Frau fordert, den Begriff „Rasse“ aus dem Grundgesetz zu streichen, und „statt den Bismarck jetzt für teuer Geld zu restaurieren, hätten sie lieber die Köhlbrandbrücke retten sollen!“. „Bei Bismarck muss unbedingt ein Dokumentationszentrum hin“, meint der Mann, „das Kriegerdenkmal am Dammtor, das ist doch richtig gut geworden!“ Die Frau gibt ihm recht. Plötzlich herrscht Harmonie, und in der Ablehnung „des“ Bismarck und der Liebe zur Köhlbrandbrücke ist man sich sogar einig. Der Buchhändler schwenkt ein Buch, das so aussieht, als hätte es schon so manchen Hamburger Nieselregen draußen auf einem der Büchertische überstanden. Auf dem verblichenen Cover ist das große Bismarckdenkmal zu sehen. „Alles nichts Neues!“ verkündet er. Als sich die Gruppe kurz darauf auflöst, zeigt der Mann auf das ramponierte Buch und sagt zum Buchhändler: „Na, das kannste jetzt wieder ganz nach oben legen!“
_

Tatsächlich hat man als Hamburger den Eindruck, dass die Debatten um das Erbe, das die Vergangenheit in der Stadtlandschaft hinterlassen hat, über die Jahre immer wieder geführt wurden, wenn auch mit wechselnder Intensität. An den Denkmalsturz vor 50 Jahren, als Studenten im Herbst 1968 den Afrikaforscher Hermann von Wissmann nach jahrelangen Protesten endgültig vom Sockel holten, erinnert man sich schon deshalb, weil die Statue ab und zu in der Öffentlichkeit auftaucht. Zuletzt lag der frühere Gouverneur von Deutsch-Ostafrika als gefällter Koloss in der Ausstellung „68. Pop und Protest“ im Museum für Kunst und Gewerbe. Unvergessen ist auch der Streit um die von Unbekannten mit roter Farbe übergossene Büste des deutsch-dänischen Kaufmanns und Sklavenhändlers Heinrich von Schimmelmann, die zwei Jahre lang in der Grünanlage gegenüber dem Wandsbeker Rathaus stand. Und was eigentlich aus dem Tansania-Park in Jenfeld wird, weiß keiner so genau, denn die Frage, wie man verhindert, dass Denkmäler symbolisch neu aufgeladen werden, ist nicht leicht zu beantworten. Das Bismarckdenkmal im Alten Elbpark verbarg sich lange Zeit hinter hohen Bäumen und verfiel. Jetzt wird es unter einer Bauplane aufwändig saniert, und wenn es dereinst in Glanz und Gloria wieder enthüllt wird, ist nicht auszuschließen, dass es nicht nur Touristen anzieht.

Dass das Riesen-Monument über dem Hafen nicht unser einziges Bismarck-Denkmal ist, erfuhren viele von uns wohl erst, als die Statue im kleinen Altonaer Schleepark Mitte Juni mit roter Farbe verunstaltet wurde. Obwohl sie bereits in der Vergangenheit immer wieder beschmiert wurde, gelangte die Meldung dieses Mal in die überregionale Presse und wurde angesichts der international agierenden „Bilderstürmer“ als Menetekel bewertet. Wenn man einigen Kommentatoren Glauben schenken darf, bewegt sich auf unser Land demnächst eine Front aus kopflosen Kolumbus-Statuen, mit Kunstblut beschmierten Südstaatengenerälen, James Cook und einem belgischen König zu, und während man gerade noch dabei ist, zu überlegen, welche dieser Gestalten wohl mit einem Denkmal auf deutschem Boden geehrt wird, fällt der Blick auf die Titelseite einer Zeitung, auf der ein Bild von Immanuel Kant prangt, verbunden mit der Frage: „Rollt jetzt auch sein Kopf?“ Wer jetzt Empörung verspürt, sollte zunächst einen genaueren Blick auf die betroffenen Länder werfen, denn dann wird deutlich, dass die Wut nicht g