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Veranstaltungen aktuell

02.06.2022

Der lange Weg der Stadtrepublik Hamburg zur Demokratie

Eine Vortrags- und Diskussionsveranstaltung der Patriotischen Gesellschaft von 1765 und des Vereins für Hamburgische Geschichte in ihrer gemeinsamen Reihe „Wie gehen wir mit unserer Geschichte um?“

Zeit: 18:00 Uhr
Ort: Haus der Patriotischen Gesellschaft, Reimarus-Saal

„Wäre es nicht schön“, schrieb Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier im vergangenen Jahr in dem von ihm herausgegebenen Sammelband über Wegbereiter der deutschen Demokratie, „wenn alle deutschen Länder ihre Geschichte der Demokratie schrieben, ihre Orte der Demokratie würdigten und vor allem nach den mutigen Frauen und Männern fragten, die in ihrer Region Freiheit und Demokratie in der Vergangenheit vorangebracht haben und heute Ansporn für die Zukunft sein könnten.“

Anknüpfend an diesen Impuls geht es in unserer Veranstaltung sowohl um die Geschichte der Demokratie in Hamburg als auch um den Umgang mit diesem Erbe in der Gegenwart.

Einführender Vortrag: Prof. Dr. Franklin Kopitzsch

Podiumsgespräch mit:
Benedikt Erenz, langjähriger Redakteur der Wochenzeitung „Die Zeit“
Prof. Dr. Franklin Kopitzsch, Professor (i. R.) für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte an der Universität Hamburg
Hannah Rentschler, M.A., Wissenschaftliche Mitarbeiterin der Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg
Moderation: Prof. Dr. Rainer Nicolaysen, Vorsitzender des Vereins für Hamburgische Geschichte


Direkt vor der Veranstaltung findet ein Rundgang statt.

LEIDER IST DER RUNDGANG BEREITS AUSGEBUCHT, EINE ANMELDUNG IST NICHT MEHR MÖGLICH.

Orte der Hamburger Demokratiegeschichte
Ein Rundgang mit Prof. Dr. Franklin Kopitzsch

Zu bekannten, zu weniger und kaum bekannten Orten der Hamburger Demokratiegeschichte wie zu Stätten von Verfolgung und Widerstand führt der eineinhalbstündige Rundgang durch die Innenstadt, beginnend und endend am Haus der Patriotischen Gesellschaft, dem Tagungsort der Konstituante von 1848/49.

Treffpunkt: Gebäude der Patriotischen Gesellschaft, 2. Juni 2022, 16:00 Uhr

Dr. Hülya Çelik

07.06.2022

Vorurteile und Tabus

Minderheiten in der türkischen Literatur

Vortrag von Dr. Hülya Çelik (Ruhr-Universität Bochum)

Zeit: 19:00 Uhr
Ort: Haus der Patriotischen Gesellschaft, Kirchhof-Saal, Trostbrücke 6

ACHTUNG, TERMINÄNDERUNG!

DIE VERANSTALTUNG WAR URSPRÜNGLICH FÜR DEN 17. MAI GEPLANT UND MUSSTE AUS KRANKHEITSGRÜNDEN AUF DEN 7. JUNI VERSCHOBEN WERDEN.

Die Türkei und ihre „Minderheiten“ – das ist seit dem Zerfall des Osmanischen Reiches und dem Entstehen des türkischen Nationalstaats ein kompliziertes und konfliktreiches Verhältnis. Die 1923 gegründete Türkische Republik, die sich bewusst (und sehr selbstbewusst) als ethnisch und religiös homogener Nationalstaat der Türken definierte, machte andere Bevölkerungsgruppen, die sich im Osmanischen Vielvölkerstaat Jahrhunderte lang einer vergleichsweise großen Toleranz hatten erfreuen können, plötzlich zu Minderheiten. Juden, Kurden, Armenier, Griechen – um nur die größten Gruppen zu nennen - waren plötzlich an den Rand gedrängte Außenseiter, die nicht nur um ihre Rechte, ihre Wahrnehmbarkeit und ihre kulturelle Identität, sondern allzu oft auch um das blanke Überleben kämpfen mussten. Die Vernichtung der Armenier 1915 und die Pogrome von 1955, die sich vor allem gegen Juden und griechische Christen wandten, sind besonders prägnante Beispiele dafür.

Trotzdem sind diese „Minderheiten“ ein wichtiger Teil der modernen türkischen Literatur, und wenn man heute auf den türkischen Literaturbetrieb schaut, wird man eine ganze Reihe von Autoren mit armenischen, jüdischen, griechischen oder kurdischen Namen entdecken, die zum erstaunlichen Reichtum der Literatur türkischer Sprache beitragen. Frau Dr. Hülya Çelik, die wir für den 17. Mai als Referentin für das Thema „Minderheiten in der türkischen Literatur“ gewinnen konnten, wird auf Vorurteile und Tabus bei diesem Thema eingehen, und sie wird auf das überraschende Phänomen hinweisen, dass ethnische Gruppen, die später in der Türkei als „Minderheiten“ betrachtet wurden, im 19. Jahrhundert nicht nur Thema, sondern Produzenten von türkischer Literatur waren. Der erste Roman türkischer Sprache wurde 1851 zum Beispiel von einem Armenier verfasst und erzählte die Liebesgeschichte zwischen einer belesenen armenisch-orthodoxen jungen Frau und einem katholischen Mann im Istanbul der 1850er Jahre - ein deutlicher Hinweis darauf, wie sehr die Literatur der Armenier bis zur Vernichtung 1915 ein ganz natürlicher Teil der osmanischen Literaturlandschaft war. Ähnliches gilt auch für andere Minderheiten, die nach 1923 unter Verfolgung und türkischer Sprachenpolitik gelitten haben. Sie haben trotz allem in der Literatur türkischer Sprache deutliche Spuren hinterlassen, denen Frau Dr. Çelik in ihrem Vortrag nachgehen wird.

Frau Dr. Çelik ist Junior-Professorin für Turkologie an der Ruhr-Universität Bochum.

Zum Einlesen empfiehlt sie Laurent Mignons Aufsatz "Ringen mit Dämonen: Gibt es eine jüdisch-türkische Literatur?“ aus dem von Wolfgang Riemann übersetzten und herausgegebenen Band "Ni kaza en Turkiya: Erzählungen jüdischer Autoren aus Istanbul", der 2018 im Verlag Auf dem Ruffel erschienen ist.

Laurent Mignons Text haben wir auf unserer Website zugänglich gemacht. Wir danken dem Verlag für die freundliche Genehmigung.

Einführung und Moderation: Detlef Rönfeldt (Patriotische Gesellschaft)

Juliette Aubert-Affholder

08.06.2022

Neue Literatur im alten Rathaus – Folge 12
Juliette Aubert-Affholder

Zeit: 19:00 Uhr
Ort: Haus der Patriotischen Gesellschaft, Säulenkeller, Trostbrücke 4

Die Schriftstellerin und Übersetzerin Juliette Aubert-Affholder liest Gedichte, einige davon auch in französischer Sprache, dazu kleinere Auszüge aus ihrem Stück „Was man so hört“ und zwei kurze Prosatexte. Im zweiten Teil des Abends berichtet sie von ihrer Übersetzungsarbeit und trägt daraus ein paar Auszüge vor.

Juliette Aubert-Affholder wurde 1975 in der französischen Stadt Brest geboren und lebt in Hamburg und in Volx in der Provence. Sie hat Germanistik studiert und einen Mastergrad in Literaturübersetzen erworben. Seit 2007 übertrug sie unter anderem Werke von Daniel Kehlmann, Alissa Walser und Klaus Modick ins Französische, daneben Victor Hugo und Georges Simenon ins Deutsche, zusammen mit Mirko Bonné.

Die Autorin schreibt selbst in deutscher und in französischer Sprache. Sie hat 2021 ihr Stück „Was man so hört“ im Münchner Theaterstückverlag veröffentlicht und eigene Gedichte unter anderem im „Jahrbuch der Lyrik“ und etwa in den Zeitschriften „Akzente“, „Konzepte“ und „Nox“. Sie hatte 2018, 2019 und 2022 die Co-Leitung der deutsch-französischen Übersetzungswerkstatt Vice-Versa inne und leitet seit 2017 eine französische Schreibwerkstatt in Hamburg. In diesem Jahr erhielt sie den bedeutenden Nerval-Goethe-Preis.

In der Lesereihe der Patriotischen Gesellschaft präsentieren Schriftsteller ihre jüngsten Werke, Romane, Erzählungen oder Gedichtbände. Die Veranstaltungen finden gewöhnlich an jedem zweiten Mittwoch im Monat statt.

Moderation: Peter Engel

13.06.2022

Informationsveranstaltung Vereinsgründung „Altstadt für Alle!“

Zeit: 19:00 Uhr
Ort: Hauptkirche St. Katharinen

Programm: Download PDF

Die Initiative Altstadt für Alle! wird im Sommer 2022 zum Altstadt für Alle e.V.

Mit diesem Schritt wollen wir gemeinsam mit allen Interessierten unsere Arbeit in den kommenden Jahren ausbauen und intensivieren. Wir verstehen uns als zivilgesellschaftlicher Ideengeber und Projektentwickler für eine „kooproduktive Stadt“ auf Augenhöhe mit Politik und Verwaltung.

Interessent:innen für das Vereinsprojekt können sich melden unter der Mailadresse info@altstadtfueralle.de

Weitere Informationen zur Vereingründung finden Sie im Infofaltblatt.

15.06.2022

Das Recht der Ukraine auf kulturelle und politische Eigenständigkeit

Die Ukraine – ein Europa im Kleinen
Vortragsveranstaltung mit Prof. Dr. Karl Schlögel

Zeit: 18:00 Uhr
Ort: Haus der Patriotischen Gesellschaft, Reimarus-Saal, Trostbrücke 6

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Hamburger Stiftungstage statt, die 2022 unter dem Leitgedanken "Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts" stehen.

Begrüßung: Dr. Willfried Maier, 1. Vorsitzender der Patriotischen Gesellschaft
Moderation: Dr. Arnold Alscher, Sprecher des Arbeitskreises Interkulturelles Leben

Prof. Dr. Karl Schlögel, ein führender Experte auf dem Gebiet der neueren Osteuropa- und Ukraine-Forschung, legt die unterschiedlichen sozio-kulturellen und historisch-politischen Einflussfaktoren dar, die die moderne Ukraine geprägt haben und die Ursachen für die aktuellen politischen Spannungen bilden. Unter Bezugnahme auf seine umfangreichen und zukunftsweisenden Studien geht er auf die kulturelle und gesellschaftliche Vielfältigkeit im "Grenzland" Ukraine ein und zeigt, dass es sich bei der Ukraine um "ein Europa im Kleinen" handelt.

Die Patriotische Gesellschaft steht in der Tradition der europäischen Aufklärung und ist den Werten der Toleranz, der Achtung der Menschenrechte und des friedlichen Zusammenlebens der Völker verpflichtet. Unter dieser Prämisse hat der Vorstand der Patriotischen Gesellschaft diese Erklärung zum russischen Überfall auf die Ukraine abgegeben:

"Wir verurteilen entschieden den vom russischen Präsidenten Putin befohlenen Überfall auf die Ukraine, der allen Grundsätzen des Völkerrechts zuwiderläuft. Und wir anerkennen das Recht der Ukraine auf bewaffneten Widerstand gegen diese Aggression. Die Regierung der Ukraine verdient die Unterstützung Europas und der Welt und der Aggressor verdient internationale Sanktionen, die ihn schwächen."

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Der Arbeitskreis Interkulturelles Leben der Patriotischen Gesellschaft, Organisator dieser Veranstaltung, möchte mit diesem Vortrag einen fundierten Beitrag zum besseren Verständnis der aktuellen dramatischen Situation in der Ukraine leisten und ein Zeichen der Sympathie und Solidarität mit dem ukrainischen Volk setzen. Der Arbeitskreis Interkulturelles Leben sieht in kultureller Vielfalt eine Bereicherung des Lebens in unserer Stadt, er setzt sich ein für ein friedliches Zusammenleben aller Mitbürger und arbeitet in Kooperation mit anderen Institutionen aktiv am Abbau von Diskriminierung und Vorurteilen.

21.06.2022

Geschichte und Vermächtnis einer verlegerischen Pionierleistung

Vortrag von Prof. Jens Peter Laut im Lesekreis "Türkische Literatur"

Zeit: 19:00 Uhr
Ort: Haus der Patriotischen Gesellschaft, Kirchhof-Saal, Trostbrücke 6

Prof. Dr. Jens Peter Laut informiert über die legendäre "Türkische Bibliothek" des Unionsverlags, die in den Jahren 2005 –  2011 zentrale Werke der türkischen Literatur in deutscher Sprache zugänglich gemacht hat. Prof. Laut war  – neben Erika Glassen – Herausgeber der Reihe und ist heute Direktor des Seminars für Turkologie und Zentralasienkunde der Georg-August-Universität in Göttingen. Wir haben seinem Referat den Titel "Geschichte und Vermächtnis einer verlegerischen Pionierleistung" gegeben. Als weiteren Gast erwarten wir den Autor, Übersetzer und Herausgeber Tevfik Turan. Auch er war an der "Türkischen Bibliothek" beteiligt und spielt mit seinem Verlag "Auf dem Ruffel" heute eine wichtige Rolle bei der Vermittlung türkischer Literatur im deutschsprachigen Raum.

Präsentation und Moderation: Detlef Rönfeldt (Patriotische Gesellschaft)

Reimarus-Saal,
Foto: Jan-Rasmus Lippels

29.06.2022

Preis für Denkmalpflege
Preisverleihung

Zeit: 18:00 Uhr
Ort: Haus der Patriotischen Gesellschaft, Reimarus-Saal, Trostbrücke 6

Alle drei Jahre verleiht der Arbeitskreis Denkmalschutz der Patriotischen Gesellschaft einen Preis für vorbildlich restaurierte historische Gebäude, um auf gelungene Denkmalpflege aufmerksam zu machen und Bauherrinnen und Bauherren, Architektinnen und Architekten für ihre Bemühungen zu würdigen.

Die Vergabe des Preises wird in diesem Jahr ermöglicht durch die großzügige Unterstützung der Agnes-Gräfe-Stiftung, der Ilse-Lübbers-Stiftung und der Sutor-Stiftung.

Die Preisträger sowie die Anerkennungen werden in der Broschüre zum "Preis für Denkmalpflege" dokumentiert. Seien Sie dabei, wenn der Preis verliehen wird!

11.07.2022

Kinderstadt Hamburg 2022
11. bis 22. Juli 2022 am Lohsepark in der HafenCity

Datum: 11. - 22. Juli 2022
Zeit: täglich 10-16 Uhr (Sa, 16. Juli geschlossen)
Ort: Am Lohsepark in der HafenCity, Stockmeyerstraße 25, 20457 Hamburg
Für Kinder und Jugendliche von 7 bis 15 Jahre
Eintritt frei und ohne Anmeldung

In der Zeit vom 11. bis 22. Juli 2022 öffnet die Patriotische Gesellschaft gemeinsam mit großzügigen Förderpartner:innen, engagierten Hamburger Realisierungspartner:innen und der Unterstützung einer Kinderplanungsgruppe eine große Kinderstadt für Hamburg. Der diesjährige Spielort ist am Lohsepark (Stockmeyerstraße 25) in der HafenCity. Das Ehepaar Christl und Michael Otto hat die Schirmherrschaft für die Kinderstadt 2022 übernommen. Mit der Kinderstadt schafft die Patriotische Gesellschaft ein pädagogisch anspruchsvolles Programm für die Sommerferien, in dem die Kinder ihr Stadtleben gestalten und dabei selbstbestimmt und spielend lernen.

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