Kinder spenden selbst verdiente „Flocken“ an das Tierheim Süderstraße

Kinderstadt Hamburg 2026
Kinderstadt Hamburg 2026_Spende
© Miguel Ferraz Araújo

Die diesjährige Kinderstadt Hamburg ist am 24. Juli 2026 nach zwei erlebnisreichen und intensiven Wochen zu Ende gegangen. Hunderte Kinder und Jugendliche haben in dieser Zeit gemeinsam ihre eigene Stadt gestaltet. Sie gründeten Unternehmen, arbeiteten in unterschiedlichen Bereichen, übernahmen Verantwortung, trafen demokratische Entscheidungen und verdienten dabei das Spielgeld der Kinderstadt „Flocken“.

Zum Abschluss entschieden die jungen Stadtbewohnerinnen und Stadtbewohner selbst über die Verwendung ihres erarbeiteten Geldes. Ein Satz war dabei immer wieder zu hören: „Ich freue mich, wenn mit dem Geld etwas Gutes passiert.“ An allen Stationen sowie in den verschiedenen Arbeits- und Spielbereichen wurden Flocken für den guten Zweck gesammelt. Insgesamt kamen rund 66.000 Flocken zusammen, die dank einer privaten Spende in 2.000 Euro umgewandelt werden können.

Über mehrere Tage wurde in der Kinderstadt diskutiert, abgestimmt und in der Stadtversammlung beraten, an wen die Spende gehen soll. Zur Auswahl standen die Themenbereiche „Kinder in Hamburg, die nicht viel Geld haben“, „Kranke Kinder und Erwachsene“, „Kinder und Erwachsene, die vor Krieg fliehen müssen“ sowie „Umwelt- und Tierschutz“. Die Mehrheit der Kinder entschied sich für den Bereich Umwelt- und Tierschutz. Innerhalb dieses Themenfeldes fiel die Wahl auf das Tierheim Süderstraße. Die Kinder begründeten ihre Wahl mit dem Wunsch, Tieren in Not zu helfen.

Die abschließende Entscheidung über die Verwendung der „Flocken“ verdeutlicht einmal mehr, dass junge Menschen Verantwortung übernehmen und sich aktiv für das Gemeinwohl einsetzen möchten.

Seit ihrem Start am 13. Juli sorgte die Kinderstadt Hamburg für große Begeisterung. Täglich nutzen rund 500 Kinder und Jugendliche im Alter von sieben bis 15 Jahren das kostenfreie Angebot auf dem Baakenhöft in der HafenCity. Die große Resonanz zeigt, dass kostenfreie Ferienangebote für Kinder und Jugendliche auf großes Interesse stoßen und einen wichtigen Bedarf decken. Die Kinderstadt Hamburg unterstreicht damit die Bedeutung niedrigschwelliger und hochwertiger Freizeit- und Bildungsangebote, die allen Kindern und Jugendlichen unabhängig von ihren finanziellen Möglichkeiten offenstehen.

Die Kinderstadt Hamburg ist das größte demokratiepädagogische Ferienprogramm in Hamburg. Sie wurde 2021 von der Patriotischen Gesellschaft von 1765 initiiert und wird seit 2024 in Kooperation mit dem Bildungszentrum und Träger für Kinder- und Jugendarbeit dock europe e.V. veranstaltet. Die künstlerische Umsetzung des Geländes konzipiert und realisiert Lisa Marie Zander (projektbüro.city) gemeinsam mit Marius Mandery (Schrott bewahre e.V.). Die Produktionsleitung liegt bei Sina Schröppel. Die Schirmherrschaft für die Kinderstadt 2026 haben – wie bereits in den Jahren 2022 und 2024 – Christl und Michael Otto übernommen.

Das Projekt wurde durch großzügige Förderzusagen ermöglicht: 

Förderpartner: Christl und Michael Otto, Behörde für Schule, Familie und Berufsbildung, HafenCity Hamburg GmbH

Förderer: Hilke und Rudolf Mönig Stiftung, Dr. Dorothea-Wilhelm-Stiftung, Mara und Holger Cassens-Stiftung, Reinhard Frank-Stiftung, PwC-Stiftung, J.J. Ganzer Stiftung, Early Birds – Stiftung für Kinder, Adalbert Zajadacz Stiftung, Anny-Böhme-Gedächtnis-Stiftung, Deutsches Kinderhilfswerk, Hubertus Wald-Stiftung, Stiftung Kinderjahre, Behörde für Justiz und Verbraucherschutz Hamburg, Gebr. Heinemann SE & Co. KG.


Informationen zur Kinderstadt Hamburg: kinderstadt.hamburg