In 111 Tagen ist es wieder so weit. Vom 13. bis zum 24. Juli 2026 (montags bis freitags, 9-15 Uhr) findet die Kinderstadt Hamburg statt – in diesem Jahr auf dem Baakenhöft in der HafenCity. Täglich können bis zu 500 Kinder und Jugendliche im Alter von 7 bis 15 Jahren ihre eigene Stadt planen, bauen und gestalten und dabei spielerisch Selbstbestimmung, Gemeinschaft und demokratisches Handeln erleben. Die Kinderstadt Hamburg wurde 2021 von der Patriotischen Gesellschaft von 1765 initiiert und wird seit 2024 in Kooperation mit dem Bildungszentrum und Träger für Kinder- und Jugendarbeit dock europe e.V. veranstaltet. Die Schirmherrschaft für die Kinderstadt 2026 hat, wie bereits in den Jahren 2022 und 2024, das Ehepaar Christl und Michael Otto übernommen, das die Kinderstadt auch großzügig unterstützt.
Spielort 2026: Baakenhöft
Die Kinderstadt findet alle zwei Jahre an einem neuen Ort in Hamburg statt. Spielort ist in diesem Jahr das Baakenhöft in der östlichen HafenCity – eine der letzten weitläufigen, noch nicht final bebauten Flächen mitten an der Elbe. Damit kehrt die Kinderstadt dorthin zurück, wo sie 2022 zum ersten Mal groß geworden ist. Die fußläufig von der U-Bahnstation "HafenCity Universität" zu erreichende Spielfläche erfüllt den Anspruch, die Kinderstadt zentral und gut erreichbar für alle Hamburger Kinder zu veranstalten. Die Kinderstadt steht für ein Bedürfnis kommender Generationen – die eigene Stadt zu bauen und zu gestalten und immer wieder neu zu denken. Die diesjährige Spielfläche bringt diese Haltung besonders zum Ausdruck: Kinder gestalten die Zukunft dieser Stadt – im Herzen Hamburgs.
Konzept und Thema
Die Kinderstadt ist ein kostenfreies und offenes Angebot für Kinder und Jugendliche in den Hamburger Sommerferien und das größte demokratiepädagogische Ferienprogramm in der Hansestadt. Zehn Tage lang haben rund 500 Kinder und Jugendliche im Alter von 7 bis 15 Jahren die Möglichkeit, ihre eigene Stadt zu gestalten – mit allem, was dazugehört. Die Kinder verwandeln eine Spielfläche in eine eigenständige Kinderstadt, die ausschließlich ihnen vorbehalten ist. Hier bestimmen sie selbst: Sie entwickeln Stadtregeln, treffen Entscheidungen, übernehmen Verantwortung und erleben unmittelbar, wie demokratische Prozesse funktionieren. Die Kinderstadt macht erfahrbar, dass Demokratie kein abstraktes Konzept ist, sondern ein lebendiges, alltägliches Miteinander. Denn Demokratie lernt man, indem man sie selbst gestaltet.
Die Spielbereiche orientieren sich am Leben in einer Stadt. Durch das Zusammenspiel der Bereiche entsteht eine Stadt mit Politik, Kultur, Wissenschaft, Produktion und öffentlichem Leben. Mehr als 30 Arbeitsbereiche laden die Kinder und Jugendlichen dazu ein, gemeinsam mit Expertinnen und Experten ihre Stadt selbst zu gestalten und auszuprobieren.
Das diesjährige Thema "Feste feiern" wurde aufbauend auf der vorangegangenen Kinderstadt 2024 von Kindern vorgeschlagen. Bei der Gestaltung des Geländes und der Ausstattung der Spielbereiche legt die Kinderstadt Hamburg großen Wert auf nachhaltige Materialien und eine aneignungsoffene Gestaltung. Viele Gegenstände und Materialien werden von Schrott bewahre e.V. ausgeliehen, auf Neuanschaffungen wird weitestgehend verzichtet.
Statements
Hella Schwemer-Martienßen, 2. Vorsitzende der Patriotischen Gesellschaft von 1765:
"Dank der Professionalität unserer Kooperationspartner dock europe e.V., Projektbüro und Schrott bewahre e.V. ist die Kinderstadt Hamburg zu einer rundum nachhaltigen Marke geworden. Das zeigt sich besonders an der finanziellen Förderung der Behörde für Schule, Familie und Berufsbildung für das Kinderschutz- und das pädagogische Konzept sowie die Mitarbeiter:innen und der privaten Spender:innen und Stiftungen für Architektur und Ausrichtung. Dafür sagen wir ausdrücklich Danke!"
Lisa Zander (Projektbüro), Künstlerische Leiterin der Kinderstadt Hamburg:
"Der zentral gelegene Spielort auf dem Baakenhöft und seine hohe Sichtbarkeit ermöglichen es Kindern aus ganz Hamburg, an der Kinderstadt 2026 teilzunehmen. Das Programm verwandelt den Ort für zwei Wochen in einen Möglichkeits- und Lernraum, der Kindern zeigt, wie sie Stadt spielerisch und in Kooperation gestalten können."
Suna J. Voß (dock europe e.V.), Pädagogische Leiterin der Kinderstadt Hamburg:
"Die Kinderstadt Hamburg verknüpft Ferienspaß mit Demokratiebildung. Wir bieten Freiräume für Kinder, viele neue Dinge auszuprobieren, zusammenzukommen und Freund:innen aus ganz anderen Stadtteilen zu finden. Wir freuen uns auf alle Kinder, die dieses Jahr dabei sind - ob wieder oder zum allerersten Mal!"
Dr. Andreas Kleinau, Vorsitzender der Geschäftsführung der HafenCity Hamburg GmbH:
"Die Kinderstadt und die HafenCity verbindet eine gemeinsame Geschichte. Beide stehen für das Ausprobieren, für neue Ideen und für den Mut, Stadt gemeinsam zu denken. Das Interesse und das Verständnis für diese Prozesse gerade bei den jüngsten Hamburgerinnen und Hamburgern zu wecken, liegt uns besonders am Herzen. Daher unterstützen wir solche Angebote sehr gerne, wie zum Beispiel die Angebote des jungen Architekturzentrums URBANEO. Um das für die teilnehmenden Kinder offene und kostenfreie Angebot der Kinderstadt 2026 zu ermöglichen, stellen wir das Baakenhöft gern zur Verfügung. Wir wünschen den Anbieter:innen rege Nachfrage und sind gespannt auf die Umsetzung."
Das Projekt wird durch erste Förderzusagen ermöglicht und befindet sich im Aufbau weiterer Partnerschaften.
Förderpartner: Christl und Michael Otto (Schirmherrschaft), Behörde für Schule, Familie und Berufsbildung, HafenCity Hamburg GmbH
Förderer*: Adalbert Zajadacz Stiftung, Anny-Böhme-Gedächtnis-Stiftung, Dr. Dorothea-Wilhelm-Stiftung, Early Birds – Stiftung für Kinder, Hilke und Rudolf Mönig Stiftung, Hubertus Wald-Stiftung, J.J. Ganzer Stiftung, Mara und Holger Cassens-Stiftung, Stiftung Kinderjahre.
*Stand März 2026. Die Liste der Förderer wird fortlaufend ergänzt.
Aktuelle Informationen zur Kinderstadt Hamburg: kinderstadt.hamburg