- Weil es ein Menschheitsthema ist, dessen Dringlichkeit bestehen bleibt, auch wenn die Moden der gesellschaftlichen Kommunikation wechseln. Die Patriotische Gesellschaft ist ja nicht nur alt, sie hält in ihrer Orientierung am Gemeinwohl auch langfristig fest.
- In Hamburg hat eine Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger in einer Volksabstimmung für eine Verschärfung der Klimapolitik gestimmt und ein entsprechendes Gesetz verabschiedet. Daran fühlen wir uns als demokratische Or-ganisation gebunden.
- Die Hamburger Klimaziele sind sehr anspruchsvoll und waren das auch schon vor dem Volksentscheid. Es ist keineswegs sicher, dass sie erreicht werden. Wenn das gelingen soll, ist eine hohe Bereitschaft der Stadtgesellschaft erforderlich, dabei mitzuwirken. Und es braucht Formen, in denen Bürgerinnen und Bürger mitziehen, aber auch Zumutungen begrenzen können. Wir halten einen Bürgerrat Klimapolitik dafür geeignet. Allein durch Verwaltungshandeln ist das Ziel nicht zu erreichen.
- Notwendige Maßnahmen für die Erreichung der Klimaziele werden in die persönliche Lebensführung eingreifen, insbesondere im Bereich Wohnen und Heizen und im Bereich der individuellen Mobilität. Dafür braucht es Akzeptanz in der Bevölkerung, für die geworben werden muss. Als zivilgesellschaftliche Organisation sehen wir hier eine wichtige Aufgabe.
Die Patriotische Gesellschaft steht nicht unvorbereitet vor dieser Aufgabe. Unsere Arbeitskreise und Projektgruppen sind auf verschiedenen Feldern schon lange daran tätig.
Der Arbeitskreis Demokratie hat in den letzten Jahren insgesamt 8 Veranstaltungen zur Hamburger Klimapolitik initiiert und gestaltet - u.a. in Kooperation mit BUND, Stadtteilbeiräten und lokalkraft. Die besondere Aufmerksamkeit lag dabei auf der Verbesserung von Mitwirkungsmöglichkeiten in Stadtteilen und Quartieren.
Der Arbeitskreis Denkmalschutz hat sich nicht nur mit der Frage des sorgfältigen Umgangs mit der „Grauen Energie“ der gebauten Stadt befasst, sondern in Kooperation mit den Arbeitskreisen Hafen und Wirtschaft sowie Stadtentwicklung sich mit der Gestaltung der amphibischen Stadt Hamburg und dem Schutz der Elbe gewidmet.
Dabei interessierte den Arbeitskreis Hafen und Wirtschaft insbesondere die zukunftsoffene Nutzung der riesigen Hafenflächen, die für den Umschlag nicht mehr benötigt werden.
Der Arbeitskreis Stadtentwicklung hatte neben der Beteiligung an der Reihe „Stadt – Hafen - Fluss“ einen besonderen Blick auf die Innenstadt, auf den städtischen Verkehr für Fußgänger, Radfahrer und Autos und die Entwicklung gemischter Nutzungen unter Einschluss des Wohnens.
Der Arbeitskreis Interkulturelles Leben widmete sich vor allem den Fragen eines gedeihlichen Zusammenlebens von Menschen mit verschiedenen Religionen und kulturellen Herkünften. Er arbeitet damit an den Grundlagen, auf denen überhaupt gemeinsames Handeln möglich ist.
Der Arbeitskreis Kinder, Jugend und Bildung hat seit Jahren das große Projekt der Kinderstadt entwickelt und durchgeführt. Darin erarbeiten sich Kinder nicht nur einen Einblick in die Abläufe eines städtischen Gemeinwesens, sondern setzen sich auch intensiv mit ökologischen und Klimaschutzfragen auseinander.
Der Arbeitskreis Kultur setzt sich mit dem kulturellen Erbe unserer Stadt auseinander und verfolgt aktuelle Entwicklungen in Literatur, Bildender Kunst und Musik, durchweg Felder, in denen Menschen reicher werden können, ohne die natürliche Umwelt zu belasten.
Und unser Arbeitskreis Nachhaltige StadtGesundheit schaut auf das städtische Gesundheitswesen unter den Gesichtspunkten, ob es gerecht ist, wie eine gesunde Lebensumwelt möglich ist und was Städtebau und Baukultur dazu beitragen können.
Aktuell arbeiten wir daran, diese verschiedenen Bezugnahmen auf die Entwicklung einer klimafreundlichen Stadt besser zu vernetzen und dadurch unsere Rolle in der Klimaschutzpolitik der Stadt vernehmlicher zu machen. Wir suchen dafür Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Willfried Maier