Arbeitskreis Denkmalschutz

Was treibt etwa zwölf Mitglieder regelmäßig zu den monatlichen Sitzungen des Arbeitskreises - zwölf von etwa 20 Aktiven und insgesamt 36 eingeschriebenen Mitgliedern?

In erster Linie sicher das Oberziel, möglichst viel von dem zu erhalten, was die Schönheit unserer Stadt ausmacht, dieser nur noch im Grundriss „alten“ Hansestadt an Alster und Elbe, mit den Quartieren des 19. Jahrhunderts und manchen Ecken, an denen man meinen möchte, sie sei erst vor kurzem gegründet worden. Aber immer wieder gibt es einzelne Häuser, ganze Straßenzüge und Plätze, die Geschichte und Geschichten erzählen, Maßstab bilden für Neues. Die gilt es zu schützen!

Die Unterziele sind vielfältig und schlagen sich in unserem Tun nieder:

-          Baudenkmale sichtbar machen durch Vorträge, Exkursionen und Veröffentlichungen.

-          Jeder hat beispielsweise die Möglichkeit, sein „Lieblingsdenkmal“ oder das von ihm als bedroht eingestufte Denkmal vor Beginn der Zusammenkünfte vorzustellen und ggf. auch in den Veröffentlichungen der Gesellschaft einem weiteren Kreis darzustellen.

-          Andere anstiften, Geld oder Handeln zum Wohle der Denkmale zu investieren.

-          Andere herausstellen und preisen, wenn sie in diesem Sinne schon gearbeitet haben, damit wiederum andere Menschen sich daran orientieren können.

Das nächste Jahr wird beginnen mit der Veranstaltung „Politik und Denkmalschutz“ am 22. Februar 2010 um 19 Uhr im Hause unserer Gesellschaft. Da ist es möglich, Bürgerschaftsabgeordnete zu befragen oder ihre Aufmerksamkeit auf Probleme der Denkmalpflege zu lenken. Sie wird gemeinsam ausgerichtet mit dem Verein der Freunde der Denkmalpflege. Mehr als 100 Besucher haben vor zwei Jahren bewiesen, wie wichtig ihnen das Thema Denkmalpflege in dieser Stadt ist!

Hauptaktion waren und werden alle drei Jahre sein die Aktivitäten zum „Preis für Denkmalpflege der Patriotischen Gesellschaft von 1765“.

Die Vorbereitungen dazu sind vielfältig. Bereinigung der Zahl der gemeldeten Objekte, eine Tagesrundreise zu diesen mit all ihren Vorbereitungen und schließlich die Auswahl der beiden Preisträger. Zur „Engeren Wahl“ zählen noch weitere Objekte. Alle sollen vorgestellt werden in Fotos und Texten, die recherchiert, geschrieben, gedruckt und gebunden werden müssen. Nahezu jeder der Aktiven unseres Kreises kann etwas dazu beigetragen. Die letzte Preisverleihung war im Jahr 2008, die nächste wird 2011 sein, die ersten Kandidaten werden jetzt schon benannt.

Und wie in jedem Jahr wird es wieder eine Ausfahrt mit dem Schiff auf die Elbe geben, um vom Wasser aus Denkmalschutzobjekte zu besuchen. Das waren einmal die unzähligen Brücken, das Hafenmuseum im Schuppen 50, die Hafencity (sieht vom Wasser ganz anders aus!) oder die Elbinsel Entenwerder mit dem dahinter liegenden Trauns Park.

Ja, das treibt unsere Mitglieder zu den Sitzungen, haben Sie, geneigter Leser oder Leserin, auch Lust? Sie sind herzlich willkommen!

Gerhard Hirschfeld

Sprecher des Arbeitskreises

Links und Informationen
Deutsche Stiftung Denkmalschutz