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Alle machen Stadt!

Unter dem Motto "Alle machen Stadt!" stehen im Jahr 2019 die Aktivitäten der zivilgesellschaftlichen Initiative "Altstadt für Alle!". Dabei beflügelt uns der Erfolg unser ersten beiden Jahre. Eine Vielzahl von Projekten wird inzwischen aufgegriffen, einige sind bereits auf dem Weg der Umsetzung. Dazu gehören die anstehenden Umwandlung des Parkhauses "Katharinenkirche" in ein soziales Wohn- und Gewerbeprojekt, die Wiederbelebung zentraler Plätze (z.B. Hopfenmarkt, Rathausmarkt), die Idee eines Kulturboulevards von der Elbe bis zur Alster mit einem Grünen Teppich südlich des Hauptbahnhofs, die Aktivierung des alten Stadthafens an der Zollenbrücke oder die temporäre Autobefreiung einiger Innenstadtstraßen. Mit Projekten und Stadtführungen beteiligt sich die Initiative zudem am Hamburger Architektursommer 2019.
Weitere Informationen zu Altstadt für Alle! finden Sie auf der Website www.altstadtfueralle.de

1. Unser Ziel
Die Initiative "Altstadt für Alle!" will Mut machen zu einer Stadtentwicklung im Herzen Hamburgs, die Ernst macht mit dem Ziel einer lebenswerten, am Menschen orientierten und nachhaltigen Stadt. Dabei orientieren wir uns an den Zielsetzungen der "Leipzig-Charta zur nachhaltigen europäischen Stadt" (2007, aktualisiert 2017) ebenso wie an der EU-Agenda "Pakt von Amsterdam" (2016) oder auch an den Oberzielen des "Innenstadtkonzepts Hamburg" von 2014.
Das Problem ist heute nicht mehr der Dissens darüber, welche "Stadt" Zivilgesellschaft und Politik anstreben, sondern wie konkret und mutig sich dieses Ziel in ihren Maßnahmen wiederfindet. Und genau dafür setzen wird uns ein.

2. Wiederbelebung der Innenstadt
Warum gerade die Hamburger Innenstadt? Zum einen, weil die Fertigstellung der HafenCity die Innenstadt insgesamt ganz neu fordert, vor allem aber, weil wir uns davon eine Signalwirkung für ganz Hamburg versprechen. Die Innenstadt, heute von vielen Hamburgerinnen und Hamburgern nur selten besucht, besitzt das Potenzial, wieder zum gemeinsamen Zentrum, zum lebenswerten Mittelpunkt Hamburgs zu werden.
Die Zerstörungen im zweiten Weltkrieg, vor allem aber der großflächige Abriss im Zuge des sogenannten Wiederaufbau der 1950er und 1960er Jahre, haben die City massiv entvölkert und gleichzeitig den öffentlichen Raum zum größten Teil für den motorisierten Verkehr reserviert. Das Potenzial der Innenstadt mit seiner einzigartigen Lage zwischen Alster und Elbe, das "Gesamtkunstwerk Hamburg" (Fritz Schumacher) kann sein Potenzial so kaum entfalten.

3. Ideenwerkstatt für neues Denken
Großflächiges Einkaufszentrum? Verkehrsknotenpunkt im Haupt- und Fernstraßennetz? Kulisse für Groß-Events? Büro- und Verwaltungszentrum? Diese fraglos zutreffen Funktionsbeschreibungen stellen im Umkehrschluss die Frage nach identitätsstiftenden und sozialen Aspekten: Nach öffentlichem Raum, nach Begegnung, Bildung und Kultur, nach Wohnen, aber auch neuen Formen der Arbeit und einer menschenverträglichen Mobilität.
Politik, Verwaltung und private Investoren unternehmen gegenwärtig viel, um Hamburgs Innenstadt lebenswerter und attraktiver zu machen. Wir glauben aber, dass es noch zu viele selbstgesetzte oder zu wenig hinterfragte Grenzen im Denken und Handeln gibt. Hier setzt unsere Ideenwerkstatt an: Wir wollen gemeinsam Projektansätze identifizieren, die diese Grenzen mutig überwinden. Dabei geht es nicht um irreale Utopien, sondern um Projektideen, die sich an BestPracticeBeispielen anderer europäischer Metropolen orientieren.

4. Agenda "Altstadt für Alle!"
Diese Projektideen wollen wir in eine Agenda „Altstadt für Alle!“ einbringen, die konkrete Vorschläge und Anregungen für eine am Menschen orientierte Stadtentwicklung in Hamburgs Innenstadt enthält. Warum haben wir uns für den Namen „Altstadt für Alle!“ entschieden? Geht es der Initiative nicht um die gesamte Innenstadt mit Altstadt, Neustadt, Speicherstadt und HafenCity? Selbstverständlich! Dennoch haben wir uns für das griffige „Altstadt für Alle!“ entschieden, weil dieses „Pars pro Toto“ griffiger ist als etwa Innenstadt für Alle! Zudem verweist dieser Name auf den historischen Kern der Hamburger Innenstadt, in dem auch wesentliche Träger unserer Initiative, wie etwa die Patriotische Gesellschaft von 1765 oder die Hauptkirche St. Katharinen, zuhause sind. In der Altstadt kulminieren Probleme wie Potenziale der Innenstadt, Verkehrslast und Unterbevölkerung sind hier am Größten. Älteste historische Substanz und Neubau stehen unmittelbar beieinander. Hier schlägt das Herz für Hamburgs neue Innenstadt besonders kräftig.

Wer wir sind

Wir sind eine zivilgesellschaftliche Initiative, die neue Impulse für die Entwicklung der Hamburger Innenstadt setzen will.

Struktur und Träger
Die Initiative "Altstadt für Alle!" wird getragen durch die Patriotische Gesellschaft von 1765, die Evangelische Akademie der Nordkirche sowie die Gruppe "Hamburg entfesseln!". Sprecher der Initiative sind Johannes Jörn, Vorstandsmitglied der Patriotischen Gesellschaft, Jörg Herrmann, Direktor der Evangelischen Akademie der Nordkirche und Florian Marten, Gründungsmitglied der Gruppe "Hamburg entfesseln!". Die Arbeit wird überwiegend ehrenamtlich erbracht. Beteiligt sind unter anderem die Arbeitskreise Stadtentwicklung und Denkmalschutz der Patriotischen Gesellschaft sowie die IG St. Katharinen. Die Patriotische Gesellschaft hat einen großen Teil der Organisation übernommen. Darüber hinaus unterstützen die Patriotische Gesellschaft und die Evangelische Akademie der Nordkirche durch die Arbeit von Hauptamtlichen. Gleiches gilt für das Stadtlabor nexthamburg sowie Rolf Kellner vom Büro ÜberNormalNull.

Unsere Arbeitsweise
Wir verstehen uns als offene Plattform für einen stadtgesellschaftlichen Diskurs über eine zukunftsweisende und vorbildliche Entwicklung der Hamburger Innenstadt (Altstadt, Neustadt und HafenCity). Dafür nehmen wir Anregungen, Vorschläge und Ideen auf, die wir diskutieren und weiterentwickeln – immer das Ziel einer konkreten Umsetzung vor Augen.
Bereits vorhandene Projekte und Initiativen binden wir bei gegenseitigem Interesse gerne ein. Dadurch wollen wir Netzwerke bilden und ausweiten, um Optionen für strategische Projekte zu identifizieren und zu entwickeln, die beispielhaft für einen mutigeren Weg in der Hamburger Stadtentwicklung stehen können. Grundprinzipien der Initiative "Altstadt für Alle!" sind absolute Unabhängigkeit und Offenheit nach allen Seiten. Dafür stehen die Träger der Initiative.

Unsere bisherige Arbeit
Die Olympiaplanung der Stadt Hamburg hatte erstmals seit Jahrzehnten eine breite öffentliche Debatte um die Zukunft der Innenstadt ausgelöst – weit über das reine Olympiagelände hinaus. Nachdem die Bewerbung von der Bürgerinnen und Bürgern im November 2015 gestoppt wurde, entstand zunächst ein Vakuum. Dies war Anlass für die Gründung der Gruppe "Hamburg entfesseln!", in der sich eine kleine Anzahl sehr unterschiedlicher Personen und Institutionen zusammenfand. Schnell entstand die Idee, an die Stelle einer "Olympiavision" die konkrete Idee von einer bunt gemischten, vielfältigen und nachhaltigen Stadt zu setzen.
Bereits am 22. September 2016 fand, hier schon im institutionellen Verbund mit Patriotischer Gesellschaft und Evangelischer Akademie der Nordkirche eine erste Veranstaltung mit dem Titel "Die Altstadt entfesseln! – Perspektiven einer menschenfreundlichen Stadtentwicklung" statt. Auf dieser Veranstaltung wurden Ideen für eine Revitalisierung und Aufwertung öffentlicher Räume in der Innenstadt präsentiert. Parallel dazu wurde der "Katharinenweg", eine zentrale Verbindung von Alster und Rathausmarkt zu St. Katharinen und Elbe mit Kunstaktionen und einer kurzfristigen "Besetzung" der Willy-Brand-Straße durchgeführt.
Zwei der damals vorgeschlagenen Projekte haben inzwischen Fahrt aufgenommen: Der Vorschlag, südlich und nördlich des Hamburger Hauptbahnhofs durch die Überdeckelung der Bahngleise neue große Plätze und eine Verbindung zum Gebiet östlich des Hauptbahnhofs zu schaffen, wird gegenwärtig geprüft. Der Vorschlag, schrittweise die Willy-Brandt- und Ludwig-Erhard-Straße zurückzubauen und damit die nach dem 2. Weltkrieg mitten durch Hamburgs Innenstadt geschlagene Schneise zu schließen, wurde von der Hamburger Lokalpresse mit großer Zustimmung aufgegriffen und inzwischen auch von der Hamburger Handelskammer unterstützt.

Informationen und Ergebnisse

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