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Pressemitteilungen

07.11.2022

Holger-Cassens-Preis 2022
Preisträger ist das Projekt "Integrative Stadtteilarbeit in Groß Borstel"
von Ossara e.V.

Preisverleihung am 9. November 2022 im Haus der Patriotischen Gesellschaft

Hamburg, 07. November 2022. Preisträger des Holger-Cassens-Preises 2022 ist das Projekt "Integrative Stadtteilarbeit in Groß Borstel" von Ossara e.V. Preisstifter Holger Cassens überreicht den mit 15.000 Euro dotierten Preis am Mittwoch, 9. November 2022, um 18:00 Uhr im Haus der Patriotischen Gesellschaft an den diesjährigen Preisträger. Melanie Schlotzhauer, Staatsrätin für Gesundheit in der Sozialbehörde, wird das Grußwort sprechen. Der Holger-Cassens-Preis wird seit 2009 jährlich von der Mara und Holger Cassens-Stiftung in Kooperation mit der Patriotischen Gesellschaft von 1765 vergeben, in diesem Jahr bereits zum 14. Mal.

Ossara e.V. ist ein Verein zur Förderung der Bildung, Gesundheit und kulturellen Vielfalt und setzt sich seit fünf Jahren im Stadtteil Groß Borstel für die dortigen Bewohnerinnen und Bewohner ein. Die Schwerpunktthemen sind Sport – in Kooperation mit dem SV Groß Borstel von 1908 e.V. – und Integration, Gesundheit, Empowerment für Menschen, die Diskrimi-nierung erfahren, sowie antirassistische Bildung. Das Projekt richtet sich insbesondere an Geflüchtete und Migrantinnen und Migranten sowie Ratsuchende aus dem Stadtteil Groß Borstel. Es gibt Angebote wie Sprachförderung und Prüfungsvorbereitung sowie Bewerbungshilfe. Dabei ist der Blickwinkel der Eigenperspektive der unterstützten Menschen besonders wichtig. Ossara ist in der AG Anti-Schwarzer Rassismus aktiv und eine wichtige Stimme innerhalb der MigrantInnenselbstorganisation (MSO) in Hamburg.   www.ossara.de

Der Holger-Cassens-Preis wird unter dem Thema „Bildung als gemeinsame Aufgabe“ verliehen. Unterstützt werden Bildungs- und Erziehungsprojekte in Hamburg, die Entwicklungs- und Teilhabechancen von jungen Menschen fördern. Preiswürdig sind Projekte, die diese jun-gen Menschen erreichen, Ressourcen im Stadtteil nutzen und in denen verschiedene Akteure und Einrichtungen, die einen Beitrag zu mehr Bildungsgerechtigkeit und Inklusion leisten, in beispielhafter Weise zusammenarbeiten. Bisherige Preisträger sind unter anderem die Bil-dungs- und Beratungskarawane Dulsberg (2011), der Circus ABRAX KADABRAX (2014), der TV Fischbek von 1921 e.V. (2017), „Yalla - Rein in die Stadt!“ der GWA St. Pauli e.V. (2019), „Tanzt zusammen! Future without fire!“ des Vereins Genety – Dein Bildungslotse e.V. (2020) und „ex_kurs – eine außergewöhnliche Summer School“ des Zinnwerke e.V. (2021).

Aufnahmefeier 16.09.2022, Foto: Christian Augustin

16.09.2022

Diesterweg-Stipendium Hamburg 2022-2025

Zwölf Stipendiatinnen und Stipendiaten werden in das Familienbildungs-stipendium aufgenommen

Hamburg, 16. September 2022. Unter dem Motto "Starke Familien – Starke Kinder" werden fünf Stipendiatinnen und sieben Stipendiaten gemeinsam mit ihren Eltern und Geschwistern am Freitag, dem 16. September 2022, im Haus der Patriotischen Gesellschaft in das Diesterweg-Stipendium 2022-2025 aufgenommen und mit einem bunten Programm feierlich begrüßt. Die Aufnahmeurkunden überreicht Helga Treeß, 2. Vorsitzende der Patriotischen Gesellschaft, an die Kinder.

Seit zehn Jahren unterstützt das Diesterweg-Stipendium Hamburg lernbegeisterte Kinder aus sozial benachteiligten Stadtteilen und ihre Familien beim Übergang von der Grundschule in die weiterführende Schule. In diesem Jahr werden insgesamt 53 Menschen mit Wurzeln in 13 verschiedenen Ländern neu in das Stipendium aufgenommen. Mit Akademietagen, Eltern-Kind-Treffen, Ausflügen, Ferienkursen und Beratungsangeboten werden die Familien in den nächsten drei Jahren gefördert.

"Das Diesterweg-Stipendium ist ein Familienbildungsstipendium. Wir begleiten nicht nur die Stipendiatinnen und Stipendiaten, sondern auch die Geschwister und Eltern. Das ist das Besondere an diesem Stipendium. Alle Bildungsstudien zeigen den großen Zusammenhang zwischen Familie und Bildungserfolg. Indem wir die ganze Familie stärken, wird der Weg für die Kinder geebnet. ‚Starke Familien – Starke Kinder‘ ist daher unser Ansatz", erläutert Claudia Greiner, Projektleiterin des Diesterweg-Stipendiums Ham-burg.

Die Stipendiatinnen und Stipendiaten sind Schülerinnen und Schüler der vierten Klasse und zeichnen sich durch ihre Leistungsbereitschaft und ihr Begabungspotenzial aus. Das Diesterweg-Stipendium richtet sich an Familien aus dem Hamburger Osten, die zahlreiche Herausforderungen zu bewältigen haben und gleichzeitig ihre Kinder auf dem Bildungsweg von der Grundschule in die weiterführende Schule unterstützen möchten. Der enge Kontakt zu den 14 Partnerschulen und den weiterführenden Schulen ist ein wichtiger Bestandteil der Projektarbeit. Nach zwei Jahren wechseln die Kinder in das Anschlussprogramm DiesterwegPLUS, das die Bildungsbegleitung der Diesterweg-Familien um ein weiteres Jahr bis zum Ende der sechsten Klasse verlängert, da erst in Klasse 6 die endgültige Empfehlung für die Schullaufbahn gegeben wird.

Die Patriotische Gesellschaft setzt das Diesterweg-Stipendium seit 2012 zum siebten Mal in Ham-burg um – dank der Förderpartnerschaft mit der Joachim Herz Stiftung, der BürgerStiftung Ham-burg, der Homann-Stiftung, der Hubertus Wald Stiftung, der Dr. Werner und Hilke Appel Stiftung, der Reinhard Frank-Stiftung, der Dr. Dorothea-Wilhelm-Stiftung und der Hamburger Sparkasse sowie mit Unterstützung der Behörde für Arbeit, Gesundheit, Soziales, Familie und Integration und der Behörde für Schule und Berufsbildung. Entwickelt wurde das Konzept von der Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt am Main.

Haus der Patriotischen Gesellschaft, Foto: Christian Augustin

08.09.2022

Veranstaltungen der Patriotischen Gesellschaft im September zu den Themen Stadtentwicklung und Denkmalschutz

Hamburgs Innenstadt für die Bürgerinnen und Bürger zurückgewinnen

Hamburg, 08. September 2022. "Hamburgs historische Innenstadt ist in weiten Teilen unbewohnt. Drei große Zerstörungen haben sie entvölkert: Der große Brand von 1842, die Bombardierungen von 1943 und der rücksichtslose Wiederaufbau nach 1945, bei dem zugunsten von Autos und Geschäften mehr Wohnraum zerstört worden ist als durch die Bombardements. Ohne Bewohner aber ist das Herz der Stadt kalt. Wir wollen über seine Wiederbelebung sprechen. Am 19. September lädt der Arbeitskreis Stadtentwicklung zu der Diskussionsveranstaltung ‚Lebendige Innenstadt – lebendiges Wohnen: Wie können wir die Innenstadt mit mehr Wohnraum beleben?‘ ein, mit der Innenstadtkoordinatorin Prof. Elke Pahl-Weber und mehreren Investoren, die in der Innenstadt Wohnungen bauen wollen.
Im Museum für Kunst und Gewerbe sind aktuell (6.-18. September) die studentischen Entwürfe des 7. Bülau-Wettbewerbs 2020 zur Verwandlung des Parkhauses Herrlichkeit am Rödingsmarkt hin zu mehr Wohn- und Kulturnutzungen zu sehen.
Aber nicht nur fehlende Bewohnerinnen und Bewohner machen eine Stadt kalt. Abrisse zerstören vertraute Umgebungen und graue Energie, gefährden so auch die Erdheimat. Deswegen halten wir auch den Denkmalschutz für eine große und aktuelle Aufgabe. Am 11. September, dem Tag des offenen Denkmals, öffnen wir unser Haus – eines der prominentesten Denkmäler der Stadt – und machen es durch Führungen zugänglich.
Am 22. September diskutieren wir gemeinsam mit dem Denkmalverein Hamburg e.V. mit den Parteien der Bürgerschaft unter anderem über die klimapolitischen Perspektiven von gutem Denkmalschutz.
Die Patriotische Gesellschaft von 1765 hat seit einigen Jahren ihr Interesse verstärkt auf die Hamburger Innenstadt gerichtet, zum Beispiel durch unsere Teilnahme an der Initiative ‚Altstadt für Alle!‘, die sich inzwischen zu einem eigenen Verein gemausert hat. Mit unseren Veranstal-tungen in diesem September wollen wir diesen Initiativen einen neuen Impuls geben", erläutert Dr. Willfried Maier, 1. Vorsitzender der Patriotischen Gesellschaft das September-Programm zu den Themen Stadtentwicklung und Denkmalschutz.

Unsere Veranstaltungen zu Stadtentwicklung und Denkmalschutz im Überblick:

06.-18.09.
Wohnen in der Herrlichkeit?
Aufwertung der westlichen Hamburger Innenstadt entlang des Alsterfleets
Ausstellung der Entwürfe des 7. Bülau-Wettbewerbs 2020
im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg

Vom 6. bis 18. September 2022 zeigt das Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg 36 Ent-würfe des studentischen 7. Bülau-Wettbewerbs 2020 „Stadträumliche Perspektiven für Rödingsmarkt, Herrlichkeit und Alsterfleet“. Der Wettbewerb fand bereits vor zwei Jahren statt. Aufgrund der pandemischen Beschränkungen konnten seine Ergebnisse bislang nicht öffentlich gezeigt werden. An Aktualität haben sie nicht verloren – im Gegenteil stehen die Entwürfe im Einklang mit der aktuellen Fragestellung, wie die Hamburger Innenstadt nachhaltiger genutzt und belebt werden kann.
Mit dem Bülau-Wettbewerb fördert die Patriotische Gesellschaft seit 1989 junge Talente aus unterschiedlichen planerischen Disziplinen als Ideengeberinnen und Ideengeber für die Stadtenwicklung Hamburgs.

11.09.
Tag des offenen Denkmals:
Das Haus der Patriotischen Gesellschaft öffnet seine Türen
12:00 Uhr: Hausführung mit Dirk Schoch, Mitglied im Arbeitskreis Denkmalschutz
15:00 Uhr: Hausführung mit Vortrag zur energetischen Sanierung im Denkmal mit dem Archi-tekten Joachim Reinig
Eintritt frei, Anmeldung erforderlich

19.09., 18:00 Uhr
Lebendige Innenstadt - lebendiges Wohnen:
Wie können wir die Innenstadt mit mehr Wohnraum beleben?
Hybrid-Podiumsdiskussion
Eine Veranstaltung des Arbeitskreises Stadtentwicklung

In der Podiumsdiskussion und einem Impulsvortrag von Florian Reiff, Senior Managing Director von Tishman Speyer Properties Deutschland, geht es um die Frage, wie die Hamburger Innenstadt mit mehr Wohnraum belebt werden kann.

22.09., 19:00 Uhr
Denkmalschutz für gutes Klima
Diskussion mit den Fachsprecherinnen und Fachsprechern der Bürgerschaft
Eine Veranstaltung des Arbeitskreises Denkmalschutz und des Denkmalvereins Hamburg e.V.

Politikerinnen und Politiker sprechen mit interessierten Hamburgerinnen und Hamburgern über aktuelle Denkmalthemen und die Rolle der Baudenkmäler für den Klimaschutz.

Weitere Informationen und Anmeldung unter
https://www.patriotische-gesellschaft.de/dabei

Kulturzentrum Neue Herrlichkeit, Visualisierung der Fassade, Bildnachweis: Christine Feistl & Lisa Schmidt

31.08.2022

7. Bülau-Wettbewerb 2020: Wohnen in der Herrlichkeit?

Ausstellung im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg
vom 6.-18. September 2022

Hamburg, 31. August 2022. Vom 6. bis 18. September 2022 zeigt das Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg 36 Entwürfe des studentischen 7. Bülau-Wettbewerbs 2020 "Stadträumliche Perspektiven für Rödingsmarkt, Herrlichkeit und Alsterfleet". Dieser Wettbewerb wurde von der Patriotischen Gesellschaft von 1765 ausgelobt. Aufgrund der pandemischen Beschränkungen konnten die Ergebnisse bislang nicht öffentlich gezeigt werden. An Aktualität haben sie nicht verloren – im Gegenteil stehen die Entwürfe im Einklang mit der aktuellen Fragestellung, wie die Hamburger Innenstadt nachhaltiger genutzt und belebt werden kann. Das Museum für Kunst und Gewerbe als bedeutender Akteur der Innenstadt möchte diese Diskussion befördern.

Bei den Entwürfen handelt es sich um Ideen von Studierenden der Fachrichtungen Architektur, Stadtplanung und Freiraumplanung. Sie sind nicht ausführungsreif durchgearbeitet und hinter ihnen steht bislang keine Realisierungsabsicht. Dennoch zeigen sie die Fülle von Möglichkeiten der Weiterentwicklung einer prominenten innerstädtischen Bausubstanz, in Einzelfällen auch durch vollständigen Abbruch und Neubau, sowie die Aufwertung des umgebenden Stadtraums. Die Potenziale zur Überwindung der gegenwärtig weitgehenden Monostruktur von Büronutzung und Einzelhandel in der Hamburger Innenstadt werden veranschaulicht.

Mit dem Bülau-Wettbewerb, der 2020 zum siebten Mal ausgelobt wurde, fördert die Patriotische Gesellschaft seit 1989 junge Talente aus unterschiedlichen planerischen Disziplinen und gibt Denkanstöße für die Stadtentwicklung in Hamburg. Der Ideenwettbewerb wendet sich an Studierende sowie junge Absolventinnen und Absolventen deutschsprachiger Hochschulen der Fachrichtungen Stadtplanung, Architektur, Landschaftsplanung, Verkehrsplanung und verwandter Fachgebiete. Er bietet den Teilnehmenden einen Rahmen, in dem sie unkonventionelle, intelligente und fantasievolle Lösungsvorschläge erarbeiten und präsentieren können, die über die vorgefundenen Gegebenheiten hinausblicken und zur weiteren Diskussion über die Entwicklung der Hamburger Innenstadt anregen. Die Gesamtpreissumme betrug 10.500 Euro. Insgesamt wurden 36 Einzel- und Gruppenarbeiten von rund 50 Wettbe-werbsteilnehmerinnen und –teilnehmern von Hochschulen aus Deutschland und Österreich eingereicht. Die Wettbewerbsbetreuung übernahm die konsalt GmbH.

Das Bearbeitungsgebiet des 7. Bülau-Wettbewerbs umfasste den westlichen Rand der Ham-burger Altstadt zwischen Alsterfleet, Herrlichkeit und Rödingsmarkt. Neben der Stärkung der Wegeverbindung zwischen Alster/Rathaus und Elbe/HafenCity und der besonderen Lage am Alsterfleet sollte ein zukunftsweisendes Konzept zum Umgang mit dem Parkhaus Herrlichkeit gefunden werden. Sowohl der Erhalt der baulichen Struktur als auch ein Neubau waren im Rahmen des Wettbewerbs möglich, jedoch sollte in jedem Fall eine neue Nutzung gefunden werden, die der Lage angemessen ist. Das Thema wurde in Abstimmung mit der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen der Freien und Hansestadt Hamburg (BSW) sowie dem Bezirksamt Hamburg-Mitte ausgewählt. Da es sich um einen Ideenwettbewerb handelt, lag der Schwerpunkt der Beurteilung auf der konzeptionellen Idee, weniger auf der Durchführbarkeit im Detail.

Die interdisziplinäre elfköpfige Jury unter dem Vorsitz von Architektin Ingrid Spengler entschied, drei erste Preise zu vergeben. Ausgezeichnet mit dem ersten Preis wurden Christine Feistl und Lisa Schmidt (Technische Universität Berlin) für ihren Entwurf "Kultur- und Bildungszentrum Neue Herrlichkeit", Leonie Hohmann (Technische Universität Braunschweig) für den Entwurf "Ruhende Reserve" und Ina Weiler (Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen) für den Entwurf "Vom Parkhaus zum Hauspark". Die Preisträger erhielten jeweils 3.000 Euro Preisgeld. Außerdem wurden die Wettbewerbsbeiträge von Nancy Abdelzaher und Nour Khwies (Bauhaus Universität Weimar), Lukas Keller (Technische Universität Dresden) und Katharina Zull und Maischa Hohm (Technische Universität Berlin) mit einer Anerkennung und jeweils 500 Euro Preisgeld gewürdigt.

Der Wettbewerb ist nach dem Hamburger Architekten des Hauses der Patriotischen Gesell-schaft an der Trostbrücke, Theodor Bülau (1800–1861), benannt. Er behandelt stadt- und landschaftsplanerische sowie architektonische Themen in Hamburg, die gesamtstädtisch von Bedeutung sind und die aus Sicht der Patriotischen Gesellschaft Aufmerksamkeit und eine intensive öffentliche Diskussion verdienen. So hat die Patriotische Gesellschaft bereits Bülau-Wettbewerbe u.a. zur "Gestaltung des Stintfangs und des Alten Elbparks", den internationalen Wettbewerb "Harbour Polis" sowie zuletzt den Bülau-Wettbewerb "Neugestaltung und Arrondierung der Hafenkante im Umfeld des Alten Elbtunnels in Hamburg" (2015/16) ausgelobt und durchgeführt.

Unterstützt und gefördert wurde der 7. Bülau-Wettbewerb von der Behörde für Stadtent-wicklung und Wohnen (BSW), dem Bezirksamt Hamburg-Mitte, dem Bund Deutscher Baumeister, Architekten und Ingenieure e.V. – Landesverband Hamburg, der Hamburgischen Architektenkammer, Timm Ohrt & Hille von Seggern, der Sprinkenhof AG, der Sutor-Stiftung und VELUX Deutschland GmbH.

Die Broschüre zum 7. Bülau-Wettbewerb 2020 finden Sie hier https://www.patriotische-gesellschaft.de/de/unsere-arbeit/stadt/buelau-wettbewerb.html

Wettbewerb und Ausstellung wurden vom Arbeitskreis Stadtentwicklung der Patriotischen Gesellschaft begleitet. Dieser Arbeitskreis steht neuen Mitgliedern, gern auch interessierten Laien, offen.

Weitere Informationen zum Arbeitskreis Stadtentwicklung und zur Patriotischen Gesellschaft:
www.patriotische-gesellschaft.de

Fenster im Reimarus-Saal, Foto: Patriotische Gesellschaft

15.08.2022

Neue Fenster für den Reimarus-Saal

Patriotische Gesellschaft leistet einen Beitrag zum Klimaschutz

Hamburg, 15. August 2022. Die Patriotische Gesellschaft macht ihr Haus zukunftsfest. Mit einer nachhaltigen, energetischen und denkmalgerechten Sanierung der historischen Fensterfronten im Reimarus-Saal leistet die Patriotische Gesellschaft einen Beitrag zum Klimaschutz. Der erste Bauabschnitt wird Ende August abgeschlossen sein. Die neuen Fenster haben einen um rund 72 Prozent verringerten Wärmeverlust und es können durch die Maßnahmen bis zu 22.000 kWh/a an Heizleistung eingespart werden.

"Die Patriotische Gesellschaft sieht jede ihrer einzelnen Maßnahmen zur Energieeinsparung als Bei-trag zu einer nachhaltigen Stadtentwicklung. Sie wird sich nicht nur im Hinblick auf ihr Gebäude, sondern mit Blick auf die Entwicklung der ganzen Stadt in Zukunft noch stärker um die Koordination zivilgesellschaftlicher Projekte bemühen, die den Wandel zu einer nachhaltigen Stadt fördern. Ham-burg bietet als Stadtrepublik besonders günstige Voraussetzungen für eine Vorreiterrolle in der nachhaltigen Stadtentwicklung", sagt Dr. Dr. h.c. Jürgen Lüthje, Mitglied des Vorstands der Patriotischen Gesellschaft von 1765.

Die insgesamt zehn Bleiglasfenster im größten Saal des Hauses, dem Reimarus-Saal, mit einer Fensterfläche von insgesamt 137 Quadratmetern stammen aus dem Jahr 1957 und gehören zum denkmalgeschützten Bestand des Gebäudes. Die hellen farbigen Glasfenster waren typisch für die Nachkriegszeit sowohl im Sakralbau als auch bei festlicheren Räumen. Sie sind ein Zeugnis der Baugeschichte und für den Wiederaufbau nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs.

Die einfach verglasten Fenster waren stark reparaturbedürftig und entsprachen nicht mehr den heutigen energetischen Anforderungen – es fehlten Wärme- und Schalldämmung. Durch Witterung und Umwelteinflüsse waren insbesondere die Fensterflügel und die beiden Balkonflügeltüren stark geschädigt. Die Bleiverglasung musste dringend repariert und neu gefasst werden. Außerdem musste der Außenanstrich der Fenster dringend erneuert werden, damit Feuchtigkeit die Holzrahmen nicht weiter angreift. Zur Verbesserung der Wärme- und Schallisolierung wurden zudem innenliegend Stahlrahmen mit einer hochwertigen Isolierverglasung eingebaut. Die Kosten für die gesamte Baumaßnahme betragen etwa 500.000 Euro, die finanziert werden von großzügigen Förderern: Deutsche Stiftung Denk-malschutz, Haspa Lotteriesparen 2020/21, IFB – Energetische Sanierung, Kulturbehörde Hamburg, procom, Stiftung Denkmalpflege Hamburg, Drittmittel und BAFA-Bundesmittel.

Zu ihrem 250-jährigen Jubiläum 2015 hat die Patriotische Gesellschaft bereits die Fenster in der Gastronomie im Erdgeschoss und die Holzfenster in den Büroflächen durch neue, wär-meisolierte Fenster ausgetauscht und mit Hilfe großzügiger Zuwendungen im Reimarus-Saal die drei großen 50er-Jahre-Leuchter und Kandelaber umfassend restauriert und mit energiesparenden LED Lampen ausgestattet. Die Umstellung der 366 Lampen von Halogen auf LED reduziert den bisherigen Stromverbrauch der 2,20 Meter hohen und 1,80 Meter breiten Kronleuchter und Kandelaber von 7,32 kWh auf ein Fünftel, d.h. 1,464 kWh.

Der Reimarus-Saal ist das Herzstück des Hauses, das seit 1923 unter Denkmalschutz steht und eines der bedeutendsten Baudenkmäler der Stadt ist. Hier wurde Hamburger Geschichte geschrieben. Von 1848 bis 1850 tagte hier die verfassunggebende Versammlung und er-arbeitete eine neue Verfassung für Hamburg, von 1859 bis zur Eröffnung des neuen Rat-hauses 1897 war das Haus Tagungsort der Bürgerschaft.

06.07.2022

Kinderstadt Hamburg  – 11.- 22. Juli 2022

Nur noch wenige Tage bis zum Start der Kinderstadt Hamburg

Hamburg, 06. Juli 2022. Jetzt sind es nur noch wenige Tage bis zum Start der Kinderstadt Hamburg in der HafenCity! Vom 11. bis 22. Juli 2022 öffnet die große Kinderstadt am Lohsepark (Stockmeyerstraße 25) täglich von 10 bis 16 Uhr (Sa, 16. Juli 2022 geschlossen!) ihre Tore für alle Kinder und Jugendlichen im Alter von 7 bis 15 Jahren.

Am Donnerstag, dem 7. Juli 2022, beginnt der Aufbau der Kinderstadt. Kinder und Jugendliche, die bereits an dem Sommerferienprogramm im vergangenen Jahr teilgenommen haben, und das Projektteam erläutern um 13:00 Uhr vor Ort, wie das Spiel in der Kinderstadt funktioniert und welche Bereiche es zu entdecken gibt. Die Presse ist herzlich eingeladen.

Elf Tage lang können Kinder und Jugendliche eine eigene Stadt planen, bauen und gestalten. Sie können die Kinderstadt an nur einem Tag besuchen oder die vollen 11 Tage dabei sein. Gleichzeitig können jeweils 500 Kinder teilnehmen, am Mittag gibt es ein warmes Essen für alle. Die Kinderstadt ist ein offenes und kostenloses Angebot, eine Registrierung vorab ist unter https://kinderstadt.hamburg/ möglich, aber nicht notwendig. Einzige Voraussetzung für die Teilnahme an der Kinderstadt ist in jedem Fall die Einverständniserklärung der Sorgeberechtigten.

In der Kinderstadt entscheiden die Kinder und Jugendlichen, wie ihre Stadt funktioniert und in Zukunft aussehen soll. So gibt es unter anderem die Spielbereiche Stadtplanung, Stadtzeitung, Theater, Siebdruckwerkstatt, Graffiti Wall, Stadtschau, Bank, Stadtreinigung, Bäckerei, Kunstgalerie, Space Plants, Tanz, Politik, Kletterwand und die Space Academy. Die Währung der Kinderstadt am Lohsepark heißt "Komet" – denn in diesem Jahr geht es in der Spielstadt auf Wunsch der Beteiligten an dem Vorprojekt im letzten Jahr galaktisch zu.

Mit der Kinderstadt schafft die Patriotische Gesellschaft ein pädagogisch anspruchsvolles Programm für die Sommerferien, in dem die Kinder ihr Stadtleben gestalten und dabei selbstbestimmt und spielend lernen. Den erwachsenen Spieler:innen der Kinderstadt Hamburg ist es wichtig, Kindern und Jugendlichen zu zeigen, wie sehr sie gebraucht werden und wie sehr es auf jeden Einzelnen in einem offenen, auf gegenseitiger Wertschätzung aufbauenden demokratischen Gemeinwesen ankommt.

Das Ehepaar Christl und Michael Otto hat die Schirmherrschaft für die Kinderstadt 2022 übernommen.

Möglich gemacht wird die Kinderstadt Hamburg 2022 durch großzügige Zuwendungen der Behörde für Arbeit, Gesundheit, Soziales, Familie und Integration, der Behörde für Schule und Berufsbildung/Hummelfonds, der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen, der Bundesförderung Aufleben, des Deutschen Kinderhilfswerks e.V., von Early Birds – Stiftung für Kinder, des Ehepaars Christl und Michael Otto, des Unternehmens EuCont, der Förderung SOMMERKINDERkultur der Behörde für Kultur und Medien, der HafenCity Hamburg GmbH, der Hamburger Sparkasse, der Mara und Holger Cassens-Stiftung, der SAGA GWG Stiftung Nachbarschaft, der Stiftung Kinderjahre und der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius sowie durch private Spenden.

Unterstützt wird die Kinderstadt Hamburg 2022 außerdem von einem Netzwerk engagierter Realisierungspartner:innen: Bücherhallen Hamburg, Falkenflitzer, finlit Foundation, Hamburg Wasser, Hanseatische Materialverwaltung, Johanniter, KL!CK Kindermuseum, Luftkiste, Lukulule – Musik und Tanz für Jugend e.V., Stadtreinigung Hamburg und Theater Hoheluftschiff.

Aktuelle Informationen zur Kinderstadt Hamburg:
https://kinderstadt.hamburg/
Instagram: @kinderstadt.hamburg #kinderstadthamburg

29.06.2022

Preis für Denkmalpflege 2022

Drei vorbildlich restaurierte Gebäude werden mit dem Preis für Denkmalpflege 2022 der Patriotischen Gesellschaft ausgezeichnet

Hamburg, 29. Juni 2022. Heute Abend, am 29. Juni 2022, verleiht der Arbeitskreis Denkmalschutz der Patriotischen Gesellschaft den Preis für Denkmalpflege 2022.

Ein Preis geht an Elke Dröscher für, so die Jurybegründung, „beispielhafte, über Jahrzehnte andauernde und nie endende Rettung und Bewahrung der Villa Michaelsen (Puppenmuseum), die 1923 als eine der ersten international bekannten Ikonen des Neuen Bauens von dem Architekten Karl Schneider errichtet wurde“. Das Haus Michaelesen befindet sich am Hohen Elbufer im Sven-Simon-Park in Hamburg-Blankenese, wurde 1986 unter Denkmalschutz gestellt und beheimatet seit mehr als 30 Jahren das Puppenmuseum Falkenstein.

Mit dem Preis für Denkmalpflege 2022 wird außerdem die HERMANN REEMTSMA STIFTUNG ausgezeichnet, „die mit der Sanierung des ‚Halbmondes‘ nicht nur ein bedeutendes Gebäude gerettet, sondern es auch einer zeitgemäßen Nutzung zugeführt hat“. Das als „Halbmond“ bekannte ehemalige Stallgebäude steht an der Elbchaussee 228 und wurde unter Wahrung der vorhandenen Zeitschichten 2020 zu einem Bürogebäude umgebaut.

Ein weiterer Preis geht an das „Kultorhaus“ Wandsbek, das als östliches Eingangstor des Eichtalparks 1926/27 errichtet und 2005 unter Denkmalschutz gestellt wurde. „Der Verein der Freunde des Eichtalparks e.V. hat sich zusammen mit dem Bezirk um die Erhaltung und dauerhafte Nutzung des ehemaligen Torgebäudes zum Eichtalpark in Wandsbek verdient gemacht“, lautet die Jurybegründung.

Die preisgekrönten Objekte werden mit einer Bronzeplakette, auf der der Bienenkorb als Symbol der Patriotischen Gesellschaft abgebildet ist, ausgezeichnet. Außerdem werden die Preisträger und die Anerkennungen in der Broschüre zum „Preis für Denkmalpflege“ dokumentiert, die in der Geschäftsstelle der Patriotischen Gesellschaft erhältlich ist und zum Download auf der Website www.patriotische-gesellschaft.de bereitsteht.

Der Preis für Denkmalpflege wird alle drei Jahre vom Arbeitskreis Denkmalschutz der Patriotischen Gesellschaft ausgelobt. Zuletzt wurde er 2018 vergeben. Aufgrund der Corona-Situation im vergangenen Jahr wird der Preis erst in diesem Jahr wieder verliehen. Er zeichnet seit 1990 vorbildlich restaurierte historische Gebäude aus, um öffent-lichkeitswirksam auf gelungene Denkmalpflege aufmerksam zu machen und Bauherrinnen und Bauherren, Architektinnen und Architekten für ihre Bemühungen zu würdigen.
Die Vergabe des Preises für Denkmalpflege 2022 wird möglich gemacht durch die Erträge der Ilse-Lübbers-Stiftung, eine unselbständige Stiftung der Patriotischen Gesellschaft, die den Zweck des Denkmalschutzes und der Denkmalpflege verfolgt, sowie durch die großzügigen Zuwendungen der Agnes-Gräfe-Stiftung und der Sutor-Stiftung.

25.04.2022

Nobelpreisträger wird Ehrenmitglied der Patriotischen Gesellschaft

Würdigung des wissenschaftlichen Lebenswerkes von Prof. Dr. Klaus Hasselmann

Hamburg, 22. April 2022. Am Montag, 25. April 2022, wird Prof. Dr. Klaus Hasselmann in einer feierlichen Abendveranstaltung zum Ehrenmitglied der Patriotischen Gesellschaft ernannt. Die Patriotische Gesell-schaft würdigt so die herausragende Lebensleistung sowie die prägende Wirkung des Wissenschaftlers für die Stadt Hamburg.

Klaus Hasselmann hat durch seine wegweisenden wissenschaftlichen Arbeiten an der Universität Hamburg und dem von ihm in Hamburg aufgebauten Max-Planck-Institut für Meteorologie den Nachweis ermöglicht, dass die sich beschleunigende Erwärmung des Weltklimas we-sentlich durch menschlichen Einfluss, insbesondere den Ausstoß von klimaschädlichen Gasen in die Atmosphäre, verursacht wird. Dadurch legte er Grundlagen der inzwischen kaum noch umstrittenen Erkenntnis, dass nur durch eine einschneidende Änderung unserer Lebensweise und unseres Umgangs mit der Natur eine Gefährdung erträglicher Lebensbedingungen noch aufgehalten werden kann. Hasselmann hat damit eine Überlebensbedingung der Menschheit aufgedeckt und ihr so eine letzte Chance eröffnet, durch nachhaltige Transformation aller ge-sellschaftlichen Bereiche und individueller Lebensweisen humane Entwicklung weiterhin möglich zu machen.

Den wissenschaftlichen Beitrag von Klaus Hasselmann zur Klimaforschung hat das Nobelpreis-Komitee 2021 mit der Verleihung des Nobelpreises für Physik ausgezeichnet. Damit ist Has-selmann einer von fünf Nobelpreisträgern, die entscheidende Teile ihrer durch den Nobelpreis anerkannten wissenschaftlichen Leistungen in Hamburg erbracht haben. Im Falle von Klaus Hasselmann gilt das sogar für sein gesamtes wissenschaftliches Lebenswerk.

Gerade einer Stadt, die wie Hamburg durch Folgen des Klimawandels besonders gefährdet ist, eröffnet die wissenschaftliche Arbeit von Klaus Hasselmann vorausschauende Handlungsmög-lichkeiten, die ihr eine lebenswerte Zukunft erschließen können. Zugleich hat Hasselmann Hamburg zu einem der bedeutendsten Zentren der Klimaforschung in der Welt entwickelt und dadurch das Profil des Wissenschaftsstandorts entscheidend geprägt.

Mit der Verleihung der Ehrenmitgliedschaft würdigt die Patriotische Gesellschaft von 1765 einerseits die insgesamt herausragende wissenschaftliche Lebensleistung Hasselmanns. Ebenso hebt sie aber die kaum zu überschätzende gesellschaftliche Bedeutung dieser wissenschaftlichen Arbeit hervor, die auch die Stadtrepublik Hamburg unabweisbar herausfordert, durch nachhaltige Transformation ihre Zukunft und das Wohlergehen der in ihr lebenden Menschen zu sichern.

Bis Anfang des 20. Jahrhunderts hat die Patriotische Gesellschaft von 1765 regelmäßig Ehren-mitglieder ernannt. Nach 1945 wurden Prof. Dr. Herbert Weichmann, Prof. Rolf Liebermann, Dr. h.c. Alfred Toepfer und – nach längerer Pause – im Jahr 2005 Prof. Dr. Dr. h.c. Hermann Rauhe und zuletzt 2016 Prof. Dr. Michael Otto und Esther Bejarano mit dieser Ehrung ausgezeichnet.

Kinderstadt 2022, Bild: bueroklass

31.03.2022

Kinderstadt Hamburg 2022

Noch 100 Tage bis zum Start der Spielstadt in der HafenCity

Hamburg, 31. März 2022.Rund 100 Tage vor dem Start der Kinderstadt Hamburg 2022 markiert die Patriotische Ge-sellschaft am Donnerstag, 31. März 2022, mit den ersten Aufbauten den diesjährigen Spielort am Lohsepark (Stockmeyerstraße 25) in der HafenCity. In der Zeit vom 11. bis 22. Juli 2022 öffnet die Patriotische Gesellschaft gemeinsam mit großzügigen Förderpartner:innen, engagierten Hamburger Realisierungspartner:innen und der Unterstützung einer Kinderplanungsgruppe eine große Kinderstadt für Hamburg. Das Ehepaar Christl und Michael Otto hat die Schirmherrschaft für die Kinderstadt 2022 übernommen. Beim Kick-off vor Ort am 31. März waren neben dem Ehepaar Otto auch Vertreter:innen der fördernden Behörden der Hansestadt Hamburg, Stiftungen und Unternehmen anwesend. Mit der Kinderstadt schafft die Patriotische Gesellschaft ein pädagogisch anspruchsvolles Programm für die Sommerferien, in dem die Kinder ihr Stadtleben gestalten und dabei selbstbestimmt und spielend lernen.

Statements

Prof. Dr. Michael Otto: "Die Kinderstadt bietet die großartige Möglichkeit, dass Kinder und Jugendliche alle Funktionen einer kleinen Stadt selbst organisieren und ausfüllen können und das mit großer Freude und Begeisterung."

Dr. Melanie Leonhard, Senatorin für Arbeit, Gesundheit, Soziales, Familie und Integration: "Ein Bildungs- und Erlebnisangebot wie die Kinderstadt unterstütze ich, gerade in diesen herausfordernden Zeiten, sehr gerne. Die Kinder können sich hier in einer ungezwungenen Atmosphäre ohne Verpflichtungen und Leistungsdruck auf spielerische Weise ausprobieren, Wissen erwerben und neue Kontakte knüpfen. Dabei lernen sie, sich konstruktiv zu beteiligen und gemeinsam Erfolge zu feiern. Ich danke der Patriotischen Gesellschaft für die Organisation und wünsche allen Beteiligten viel Freude!"

Dr. Andreas Kleinau, Vorsitzender der Geschäftsführung der HafenCity Hamburg GmbH: "Wir freuen uns sehr, dass die HafenCity die Kinderstadt 2022 in diesem Jahr be-heimaten darf. Die Entwicklung eines neuen Stadtteils hat viele Parallelen zu den Ideen der Kinderstadt. Es bedarf der richtigen Rahmenbedingungen, um nachhaltige soziale Strukturen entstehen zu lassen. Die HafenCity setzt diese langfristig um, die Kinderstadt dagegen für ei-nen erlebnisreichen Sommer."

Helga Treeß, 2. Vorsitzende der Patriotischen Gesellschaft: "Kinder erleben ihre Stadt nicht nur passiv, sondern leben sie und gestalten aktiv und verantwortungsvoll mit. Dass das Spaß macht und gleichzeitig Zusammenarbeit mit vielen anderen Stadtbewohner:innen bedeutet, lernen die Kinder in der Kinderstadt. Auch das Projekt selber ist nur durch Kooperation vieler engagierter Akteure möglich. Wir freuen uns als Patriotische Gesellschaft von 1765, dass wir es in der Stadt etablieren konnten und dabei sind."

Als Ergebnis des erfolgreichen Pilotprojekts im vergangenen Jahr „Wir bauen eine neue Stadt“ wird es in diesem Jahr galaktisch. Es entstehen Bereiche wie eine Space Academy, eine Graffiti Wall und ein Garten der Space Plants, die Planet News berichten täglich über das Geschehen vor Ort.

In der Kinderstadt gestalten täglich bis zu 500 Kinder und Jugendliche zwischen 7 und 15 Jahren aus allen Milieus spielerisch ihr eigenes Stadtleben in all seinen Facetten: das bedeutet arbeiten, studieren, Geld verdienen, konsumieren, bauen, Freund:innen treffen, Politik machen und vieles mehr. Dabei lernen die jungen Bürger:innen selbstbestimmt Verantwortung zu übernehmen und in einer komplexen Gesellschaft auf Augenhöhe miteinander umzugehen. Den erwachsenen Akteur:innen der Kinderstadt Hamburg ist es wichtig, Kindern und Jugendlichen zu zeigen, wie sehr sie gebraucht werden und wie sehr es auf jeden Einzelnen in einem offenen, auf gegenseitiger Wertschätzung aufbauenden demokratischen Gemeinwe-sen ankommt. Die Kinderstadt ist ein offenes Angebot, ohne Anmeldung und kostenfrei.

Möglich gemacht wird die Kinderstadt Hamburg 2022 durch großzügige Zuwendungen der Behörde für Arbeit, Gesundheit, Soziales, Familie und Integration, der Behörde für Schule und Berufsbildung/Hummelfonds, der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen, des Ehe-paars Christl und Michael Otto, des Unternehmens EuCont, der HafenCity Hamburg GmbH, der Hamburger Sparkasse, der Mara und Holger Cassens-Stiftung, der Stiftung Kinderjahre, der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius sowie durch private Spenden.

Unterstützt wird die Kinderstadt Hamburg 2022 außerdem von einem Netzwerk engagierter Realisierungspartner:innen: Bücherhallen Hamburg, Falkenflitzer, finlit Foundation, Hanseatische Materialverwaltung, Luftkiste, Lukulule – Musik und Tanz für Jugend e.V. und Stadt-reinigung Hamburg.

Aktuelle Informationen zur Kinderstadt Hamburg: https://kinderstadt.hamburg/

Zuwendungsübergabe am 24. November 2021 (v.l.n.r.): Johannes Petersen (Mitglied des Vorstands der Patriotischen Gesellschaft), Sandra Köbe (Hospizleitung Hamburg Leuchtfeuer), Dr. Jan-Peter Lechner (Kuratoriumsmitglied Evelyn-Brosch-Stiftung), Uwe Doll (Kuratoriumsvorsitzender Evelyn-Brosch-Stiftung), Ulf Bodenhagen (Geschäftsführer Hamburg Leuchtfeuer), Mareike Fuchs (Hospizleitung Hamburg Leuchtfeuer, hinten rechts), Karolin Babbe-Voßbeck (Kuratoriumsmitglied Evelyn-Brosch-Stiftung)
Bildnachweis: Hamburg Leuchtfeuer

25.11.2021

Evelyn-Brosch-Stiftung unterstützt Hamburg Leuchtfeuer mit 12.000 Euro

Unselbstständige Stiftung der Patriotischen Gesellschaft fördert die Küche des Hospizes

Hamburg, 25. November 2021. Bereits seit zehn Jahren unterstützt die Evelyn-Brosch-Stiftung die Küche des Hamburg Leuchtfeuer Hospiz. Am Mittwoch, 24. November 2021, fand die offizielle jährliche Scheckübergabe statt. Uwe Doll (Kuratoriumsvorsitzender der Evelyn-Brosch-Stiftung), Karolin Babbe-Voßbeck und Dr. Jan-Peter Lechner (beide Kuratoriumsmitglieder) überreichten einen Scheck über 12.000 Euro an Hamburg Leuchtfeuer. Entgegengenommen wurde dieser von Ulf Bodenhagen (Geschäftsführer von Hamburg Leuchtfeuer) sowie von Mareike Fuchs und Sandra Köbe (beide Hospizleitung). Die Evelyn-Brosch-Stiftung wurde 2010 gegründet und unterstützt mit ihren Erträgen seit 2012 das Hamburg Leuchtfeuer Hospiz mit regelmäßigen Zuwendungen. Ausgestattet wurde die Stiftung durch das Erbe Evelyn Broschs.

Sandra Köbe, die zum 1. Januar 2022 die alleinige Hospizleitung von Mareike Fuchs übernimmt, freut sich über die erneute Förderung: "Welche positive Auswirkung gutes Essen und Genuss auf die Lebensqualität eines Menschen haben können, dürfen wir tagtäglich bei uns im Hamburg Leuchtfeuer Hospiz erfahren. Die Küche hier trägt maßgeblich dazu bei, unseren Bewohner*innen auch in schwierigen Phasen möglichst viel Wohlbefinden schenken zu können. Dies ist auch dank der großzügigen Unterstützung der Evelyn-Brosch-Stiftung möglich, die wir nun schon zum zehnten Mal erhalten haben. Die langjährige Verbundenheit und die in diesem Jahr sogar noch erhöhte Förderung sind ein wundervolles Zeichen der Solidarität. Dafür danken wir von ganzem Herzen."

Die von der Patriotischen Gesellschaft verwalteten Treuhandstiftungen stellen eine wichtige Ergänzung ihrer gemeinnützigen Arbeit dar und wirken im Sinne der Stiftenden zum Wohle der Stadt Hamburg und ihrer Bürgerinnen und Bürger. Insgesamt verfügen die fünf unselbstständigen Stiftungen, zu der neben der Evelyn-Brosch-Stiftung auch die Dr. Dorothea-Wilhelm-Stiftung, die Ilse-Lübbers-Stiftung, die Golden Pudel Stiftung und die Stiftung AlltagForschungKunst Timm Ohrt & Hille von Seggern zählen, über ein Stiftungskapital von über 4 Millionen Euro. Die Verwaltung der Stiftungen übernimmt die Geschäftsstelle der Patriotischen Gesellschaft, die Förderentscheidungen treffen die in den Satzungen der Stiftungen beschriebenen Gremien. Die Patriotische Gesellschaft verfügt über langjährige Erfahrungen in der Gründung und Verwaltung unselbstständiger Stiftungen und ist auch aufgrund ihrer mehr als 250-jährigen Geschichte, ihrer Verbundenheit und ihres Engagements für Hamburg sowie ihrer Unabhängigkeit ein idealer Ansprechpartner für Treuhandstiftungen zum Wohle Hamburgs.

ex-kurs 2021, Foto: Maischa Souaga

30.09.2021

Holger-Cassens-Preis 2021
Preisträger ist das Projekt "ex_kurs" des Zinnwerke e.V.

Preisverleihung am 26. Oktober 2021 im Haus der Patriotischen Gesellschaft

Hamburg, 21. Oktober 2021. Preisträger des Holger-Cassens-Preises 2021 ist das Projekt "ex_kurs – eine außergewöhnliche Summer School" des Zinnwerke e.V. Preisstifter Holger Cassens überreicht den in diesem Jahr erstmalig mit 15.000 Euro (bisher 10.000 Euro) dotierten Preis am Dienstag, 26. Oktober 2021, um 18:00 Uhr im Haus der Patriotischen Gesellschaft an das Projekt der Zinnwerke. Dr. Melanie Leonhard, Senatorin für Arbeit, Gesundheit, Soziales, Familie und Integration, wird das Grußwort sprechen. Insgesamt hatten sich in diesem Jahr fast 40 Projekte um den Holger-Cassens-Preis beworben. Der Holger-Cassens-Preis wird jährlich von der Mara und Holger Cassens-Stiftung in Zusammenarbeit mit der Patriotischen Gesellschaft von 1765 vergeben.
Das ausgezeichnete Projekt "ex_kurs" bezieht neben lokalen Akteurinnen und Akteuren verschiedene Schulen und Hochschulen wie die Stadtteilschule Wilhelmsburg, die HafenCity Universität, die Hochschule für Angewandte Wissenschaften und die Technische Universität Hamburg mit ein. Das gemeinsame Lernen von Schülerinnen und Schülern aus dem Stadtteil Wilhelmsburg sowie Studierenden steht im Vordergrund und schafft für alle Beteiligten ganz neue, prägende Erfahrungen. Selbstbewusstsein und gesellschaftliche Teilhabe der Jugendlichen werden gestärkt. Besonders machen das Projekt auch die jährlich wechselnden gesellschaftsrelevanten Themen.
"ex_kurs" richtet sich an Jugendliche aus dem Stadtteil Hamburg-Wilhelmsburg zwischen 14 und 18 Jahren, wurde 2019 zum ersten Mal durchgeführt und findet auf dem Gelände der ehemaligen Wilhelmsburger Zinnwerke statt. Es ist eine Summer School mit Gemeinsinn – eine Zukunftswerkstatt bei der Schülerinnen und Schüler, Studierende, Lehrende sowie Expertinnen und Experten des Alltags miteinander in Aktion treten und voneinander lernen. Das Projekt widmet sich jährlich einer Problemstellung von globaler Relevanz, die durch gemeinschaftliches Gestalten, Bauen, Forschen, Installieren, Inszenieren und Feiern bearbeitet wird. So erarbeiteten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Summer School 2021 ein örtliches Modell für soziale Kreislaufwirtschaft, eine Biogas-Demonstrationsanlage, in der unter anderem die organischen Abfälle aus der Mensa der Stadtteilschule Wilhelmsburg in Gas und Dünger umgewandelt werden können. Sekundärrohstoffe aus dem Viertel wurden gemeinsam mit Studierenden für die ästhetische Gestalt des Anlagenhauses aufgearbeitet.
(weitere Informationen: https://www.exkurs.world/ )
"Anfangs wollten wir nur zeigen, wie aus einer puren Idee ein reales Projekt und aus ei-ner Industriebrache eine Denkfabrik für die Zukunft werden kann. Dass wir nun schon im dritten Jahr erfolgreich arbeiten, von städtischen Behörden ernst genommen werden und nun auch noch den Holger-Cassens-Preis erhalten, davon hätten wir damals nicht zu träumen gewagt. Der Zinnwerke e.V. freut sich über die Anerkennung für den ex_kurs und die Wertschätzung des gesamten Netzwerks. Ohne Partner*innen wie die Stadtteilschule Wilhelmsburg und die teilnehmenden Universitäten und unterstützenden Nachbar*innen wäre das nicht möglich gewesen", sagt Martha Starke, Vorstand des Zinnwerke e.V. und Initiatorin von "ex_kurs".
Der Holger-Cassens-Preis steht unter dem Thema „Bildung als gemeinsame Aufgabe“ und wurde erstmals 2009 verliehen. Gefördert werden Bildungs- und Erziehungsprojekte in Hamburg, die Entwicklungs- und Teilhabechancen von jungen Menschen fördern. Preiswürdig sind Projekte, die diese jungen Menschen erreichen, Ressourcen im Stadtteil nutzen und verschiedene Akteure und Einrichtungen, die einen Beitrag zu mehr Bildungsgerechtigkeit und Inklusion leisten, vernetzen. Bisherige Preisträger sind unter ande-rem die Bildungs- und Beratungskarawane Dulsberg (2011), der Circus ABRAX KADABRAX (2014), der TV Fischbek von 1921 e.V. (2017), "Yalla - Rein in die Stadt!" der GWA St. Pauli e.V. (2019) und "Tanzt zusammen! Future without fire!" des Vereins Genety – Dein Bildungslotse e.V. (2020).

30.09.2021

Feierlicher Abschluss des Projekts „Netzwerk muslimischer Frauen“

Frauenausschuss bei der AL MANAR Stiftung für islamische Bildung und Kultur in Hamburg stellt sich in einer Präsentation am 25. September 2021 vor

Hamburg, 30. September 2021. Im festlichen Rahmen präsentierte sich der neu gewählte Frauenausschuss bei der AL MANAR Stiftung für islamische Bildung und Kultur in Hamburg am 25. September 2021 im Reimarus-Saal der Patriotischen Gesellschaft. Rund 55 Gäste konnten – konform der Covid-19 Hygienemaßnahmen – an der Veranstaltung teilnehmen, darunter auch die Bürgerschaftsabgeordnete Philine Sturzenbecher (SPD).

Höhepunkt der Veranstaltung war die Vergabe der Zertifikate an die Workshop-Teilnehmerinnen und die Ehrung der Netzwerkmitglieder und der Projektbeteiligten. Für die musikalische Begleitung am Abend sorgte Ariad Alkubaissy an der Oud (Laute).

Die Präsentation des Frauenausschusses bildete zugleich den Abschluss des Projekts "Netzwerk muslimischer Frauen". Knapp zwei Jahre hatte das Projektteam daran gearbeitet, den muslimischen Frauen in Hamburg, die sich ehrenamtlich engagieren, eine eigene Plattform in Form eines Netzwerks und ein Gremium zu schaffen, das ihre Interessen vertritt und ihnen zu Sichtbarkeit und Wertschätzung ihrer vielfältigen Arbeit in den Institutionen und in der Öffentlichkeit verhilft.

"Unser Ziel ist es, den vielen Frauen, die sich ehrenamtlich engagieren, eine Stimme zu verleihen, die sie innerhalb der Communities, aber vor allem auch in der Gesamtgesellschaft sicht- und hörbar werden lässt", erläuterte Chiraz Chaieb, stellvertretende Vorsitzende der AL MANAR Stiftung, die Projektidee in ihrer Begrüßungsansprache.

Damit diese Entwicklung in der Gesellschaft allen zu Gute kommt und letztlich alle Beteiligten davon profitieren, ist es unerlässlich, dass die Gemeinsamkeit und Gleichberechtigung von Frauen und Männern intensiviert wird, betonte Mondher Ben Halima als Vertreter des AL MANAR Stiftungsrates.

Johannes Jörn vom Vorstand der Patriotischen Gesellschaft als Tandempartner betonte in seiner Begrüßungsrede: "Wenn künftig die muslimischen Organisationen in Hamburg und anderswo verstärkt auch von Frauen repräsentiert werden, so ist das mehr als gerecht." Es sei überhaupt bemerkenswert, so Jörn, welch große Bedeutung das Ehrenamt in Hamburg habe.

Projektkoordinatorin Elena Azizov stellte in ihrem Bericht die tragenden Säulen des Projekts vor: vier in sich abgeschlossene Workshops, an denen jeweils rund 20 Frauen teilnahmen, um sich für die Ausübung eines Amtes in einer Führungsposition zu qualifizieren. Dabei ging es um Themen wie Kommunikationsverhalten, Sprachmuster und Diskriminierung, Strukturen demokratischer Mitbestimmung und partizipative Führungsstile – mit einem besonderen Fokus auf den spezifischen Herausforderungen für Frauen in Führungspositionen.

Für das Netzwerk konnten 26 muslimische Frauen als aktive Mitglieder gewonnen werden. Die 10 gewählten Vertreterinnen des Netzwerks stellten sich in einem Kurzporträt vor. Zur Sprecherin des Frauenausschusses gewählt wurde Meryem Çelikkol, die in Hamburg-Mitte als Bezirksabgeordnete der SPD-Fraktion politisch aktiv ist.

"Sobald wir unsere internen Strukturen ausgebaut haben, wollen wir uns unseren mittel- und langfristigen Zielen widmen. Dazu gehört vor allem der Abbau von Vorurteilen gegenüber muslimischen Frauen in der Gesamtgesellschaft", unterstrich Meryem Çelikkol. Jüngstes Mitglied ist Marwa Maskawy (15), die sich vor allem für ein friedliches Miteinander in der Gesellschaft einsetzen will.

In einer Podiumsdiskussion gaben mehrere Frauen aus dem neuen Netzwerk ihr Votum ab, weshalb und wofür sie sich künftig besonders stark machen wollen. Für den Arbeitskreis Interkulturelles Leben der Patriotischen Gesellschaft, der das Projekt als Tandempartner begleitet hat, äußerten sich Dr. Arnold Alscher und Jarka Pazdziora-Merk. Sie sprachen den Initiatorinnen ihre Anerkennung für die Zielstrebigkeit und Professionalität aus, mit der die Frauen das Projekt durchgeführt und zum erfolgreichen Abschluss gebracht haben. Es handele sich hier um ein Projekt mit Modellcharakter.

Das Projekt wurde von der Hamburger Behörde für Arbeit, Gesundheit, Soziales, Familie und Integration gefördert.

Grafik: Ines Schaffranek

27.09.2021

Die Ost-West-Straße neu denken

Workshop und Ideenwerkstatt in der Patriotischen Gesellschaft

Hamburg, 27. September 2021. Am Samstag, 18. September 2021, veranstaltete der Arbeitskreis Stadtentwicklung der Patriotischen Gesellschaft von 1765 eine Ideenwerkstatt zur Ost-West-Achse. Im Blick war dabei der gesamte Straßenzug der Willy-Brandt- und Ludwig-Erhard-Straße vom Deichtor bis zum Millerntor. Viele und zahlreiche Vorschläge wurden in Skizzen der Grafikerin Ines Schaffranek festgehalten (siehe Anlage). Der größte kurzfristige Wunsch aus dem Workshop ist der Vorschlag einer Tempo-30-Zone in der Ost-West-Straße. Die Anlieger werden prüfen, ob ein BID bzw. BIDs initiiert werden können, um die Verbesserungen für die Ost-West-Achse voranzubringen. Die Patriotische Gesellschaft plant dazu eine öffentliche Podiumsdiskussion im Winter.

Im Workshop haben die betroffenen Grundeigentümer, Projektentwickler und Fachleute für Stadtentwicklung und Verkehr nach Impulsvorträgen zur aktuellen Verkehrssituation, einem historischen Abriss und inspirierenden Eindrücken vom geplanten Umbau der Champs-Élysées diskutiert, mögliche kurz- und mittelfristige Maßnahmen zu finden, die jenseits utopischer und teilweise zweifelhafter Langfristlösungen (Tunnelführung) nied-rigschwellig spürbare Verbesserung für Anwohner und Passanten in der Aufenthaltsqualität bringen.

Henning von Ladiges, Sprecher des Arbeitskreises Stadtentwicklung, brachte es auf den Punkt: Mit ihrer gegenwärtigen Belastung von ca. 60.000 Fahrzeugen pro Tag und ent-sprechender Luft- und Lärmbelastung verhindert die Straßenschlucht seit langem ein Zu-sammenwachsen der Innenstadt. Sie durchschneidet sowohl Alt- wie Neustadt und trennt die HafenCity mit 45.000 Arbeitsplätzen und zukünftig 15.000 dort wohnenden Menschen von der alten Innenstadt."

Die Teilnehmer machten deutlich, dass Revitalisierungsanstrengungen für die Hamburger Innenstadt post-Corona angesagter denn je sind. Alle waren sich einig, das aufenthaltsfeind-lichen Auswirkungen der Ost-West-Achse ein Zusammenwachsen von Innenstadt und HafenCity verhindern, gerade die geforderte vermehrte Wohnnutzung wird so erschwert.

Hier sind einige der Ideen / Vorschläge der Workshop-Teilnehmer:

• Wo möglich, sollten begrünte Plätze, Sitzmöglichkeiten und Pocketparks eingerich-tet werden.
• die Schaffung ebenerdiger Querungen für Fußgänger und Radfahrer, die großzügig bemessen   sind (sowohl was die Breite als auch die Grünphasen angeht) an den Schlüsselstellen Meßberg, von der Zollenbrücke direkt über die Nikolaibrücke, zwischen St. Nikolai und Hamburg-Süd, als Ersatz für die abgängige Cremonbrücke, zwischen Michel und Großneumarkt und am Millerntor
• die Umwidmung einer Fahrspur je Richtung für den Radverkehr, der so auf dem Gehweg gewonnene Platz könnte für Foodtrucks oder andere Pop-up Geschäfte genutzt werden
• Da viele Gebäude ihre Eingänge nicht an der Straße haben und so ein monotoner Eindruck entsteht, könnte eine Umnutzung der Erdgeschosse für Kleingewerbe, Begrünung oder auch Wandgemälde an Parkhäusern für eine Belebung der Straße sorgen.

21.09.2021

MACH PLATZ auf dem Gerhart-Hauptmann-Platz

Mehr Aufenthaltsqualität durch attraktive Platzgestaltung
und Kulturangebot

Hamburg, 21. September 2021. Am Freitag, dem 24. September 2021, startet auf dem Gerhart-Hauptmann-Platz das nächste Reallabor von MACH PLATZ für lebendige Plätze in Hamburgs Innenstadt. Die Ideen für die Bespielung des Platzes stammen aus dem Workshop im Juni 2021 "MACH PLATZ – Ideen für lebendige Plätze in der Innenstadt gesucht", bei dem Bürgerinnen und Bürger, Anliegerinnen und Anlieger sowie Künstlerinnen und Künstler Projekte und Umsetzungsvorschläge für drei Innenstadtplätze – den Gerhart-Hauptmann-Platz, den Platz Speersort/bei der Petrikirche und den Gertrudenkirchhof – erarbeitet und in der Folge konkretisiert haben. Im Vordergrund standen dabei nicht nur die Besonderheiten und die bauliche Struktur des jeweiligen Platzes, sondern vor allem auch die Einbindung der Anliegerinnen und Anlieger. Ziel war es, durch neue Allianzen und breites Engagement unterschiedlichster Stakeholder für drei Innenstadtplätze konkrete Projekte noch in diesem Spätsommer zu realisieren und Platz zu machen für Begegnungen und Veranstaltungen.
MACH PLATZ auf dem Gerhart-Hauptmann-Platz läuft bis zum 25. Oktober und geht auf die besondere Gestaltung des abschüssigen Platzes mit seiner Bodenstruktur und dem Baumbestand ein, zeichnet durch die Einbeziehung des Ida-Ehre-Platzes die alte Struktur der Stadt auf und macht neugierig durch eine freundliche und spielerische Inszenierung mit der prägnanten Farbe Hellpetrol. Die Farbgebung greift die vorhandene leuchtende Umrandung des Gerhart-Hauptmann-Platzes auf, die bei einsetzender Dämmerung aufscheint. Alle Gestaltungselemente des Projektes sind in dieser Farbe gefasst und ergeben damit ein stimmiges Gesamtkonzept.

SandArt-Boxes als kombinierte Sitz- und Spielelemente für Kinder erhöhen die Aufenthaltsqualität für Groß und Klein.

Eine Beleuchtung der verschiedenen Elemente und künstlerische Projektionen inszenieren den Platz am Abend. Die Hamburger Lichtkünstlerin Katrin Bethge wird die Tuchskulptur "Gesprengte Leinwand in den Bäumen" von Jens J. Meyer in Projektionen tauchen. Die Zeichnerin Larissa Bertonasco projiziert Figuren an die Kaufhausfassade. Am Freitag, 24. September, 19 Uhr, findet auf dem Platz die öffentliche Generalprobe der Projektionen mit den Lichtkünstlerinnen statt. Am Mittwoch, 29. September, 19 Uhr, gibt es eine Live-Performance der Lichtkünstlerinnen.

Durch die nicht kommerzielle Gestaltung der Schaufensterflächen von Karstadt mit Großformatdrucken tritt das Gebäude in Dialog mit dem Platz: Großflächige Fotos aus der aktuellen Spielzeit-Kampagne des benachbarten Thalia Theaters zeigen die Ensemblemitglieder in Bewegung in einem urbanen Umfeld. Die Motive werden ergänzt durch kurze Prosatexte und Gedichte, die auf einen Veranstaltungsbeitrag des Thalia Theaters am 24. September verweisen: In einer "Poesie-Ambulanz" werden von 15-18 Uhr Schauspielerinnen und Schauspieler den Passantinnen und Passanten auf einem kleinen Podest vor dem Theater in einer privaten 1:1-Situation Poesiestücke und kurze Texte vorlesen.

Das Format "Poesie-Ambulanz" entstand während des ersten Lockdowns zunächst als Sammlung von kurzen Videos, die auf der Website des Theaters zu sehen sind. In einem zweiten Schritt rückte der soziale Aspekt in den Fokus: Die Lesungen fanden am Telefon und per Zoom statt und richteten sich gezielt an Menschen, die während des Lockdowns besonders unter Einsamkeit und Kulturentzug litten. Nun kann die "Poesie-Ambulanz" erstmals als echte Begegnung zwischen den Ensemblemitgliedern und den Flanierenden stattfinden. Da die Kapazitäten begrenzt sind, wird eine Anmeldung an der Theaterkasse oder unter Tel. 040 32 81 44 44 erbeten, wenige Restplätze sind vor Ort per Anmeldung verfügbar. Bitte beachten Sie, dass die "Poesie-Ambulanz" bei Starkregen nicht stattfindet.

Mit den temporären Gestaltungen und Veranstaltungen auf den Plätzen wird in enger Zusammenarbeit mit den Anliegerinnen und Anliegern erprobt, wie Stadtraum ohne kommerzielle Ziele gestaltet sein kann, damit er für Bewohnerinnen und Bewohner sowie Besucherinnen und Besucher attraktiv und nutzbar wird. Mit den so entstandenen Platzgestaltungen und neuen temporären Nutzungen sollen Erfahrungen und Erkenntnisse für die Weiterentwicklung der Hamburger Innenstadt in den nächsten Jahren gemacht werden.

Die Initiative MACH PLATZ wird getragen von der Körber-Stiftung, dem Hamburg Kon-vent mit der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius und der Patriotischen Gesellschaft von 1765 (in Kooperation mit "Altstadt für Alle!") und vereint eine breite zivilgesellschaftliche Allianz. Möglich wurde die Realisierung durch die große Unterstützung von Anliegerinnen und Anliegern und Engagierten: Wir danken Karstadt, der Perle, PIA Netzwerk e.V., der Signa Gruppe und dem Thalia Theater sowie allen, die mit Ideen und Unterstützung das Projekt möglich gemacht haben.

Diese Phase wird finanziell unterstützt von der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen.

Weitere Informationen zu MACH PLATZ und das aktuelle Programm finden Sie hier

01.09.2021

Es geht los: Temporäre Gestaltungen und Veranstaltungen auf drei Plätzen in der Hamburger Innenstadt

MACH PLATZ – Ideen aus dem Workshop im Juni werden umgesetzt

Hamburg, 01. September 2021. 100 Tänzerinnen und Tänzer auf dem Gertrudenkirchof, Salsa im Herzen der Stadt und gute Laune – all das geht, wenn Bürgerinnen und Bürger zusammen Ideen für die Innenstadt entwickeln. "Die Stimmung auf dem Gertrudenkirchhof war fast wie auf einem Platz in Paris! Das Tanzformat ‚Gertrude tanzt‘ ist bei den Teilnehmenden und Zuschauern sehr gut angekommen. Die Akustik war prima und ich sah viele fröhliche Gesichter", sagt Barbara Nestler, engagierte Ehrenamtliche und Innenarchitektin aus dem Planerinnennetzwerk PIA e.V.
Bis Ende Oktober 2021 werden auf drei Plätzen in der Innenstadt – Gerhart-Hauptmann-Platz, Gertrudenkirchhof und Platz bei der Petrikirche – Ideen aus dem Workshop "MACH PLATZ – Ideen für lebendige Plätze in der Innenstadt gesucht" lebendig. In dem Online-Workshop am 8. Juni 2021 fiel der Startschuss für mehr Platz in der Stadt. Ziel des Workshops, der über 90 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zählte und gemeinsam von der Körber-Stiftung, dem Hamburg Konvent mit der ZEIT-Stiftung und der Patriotischen Gesellschaft organisiert wurde, war es, gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern, Anliegerinnen und Anliegern sowie Künstlerinnen und Künstlern Experimente für mehr Stadt in der Stadt auf den Weg zu bringen. Im Vordergrund standen dabei nicht nur die bauliche Struktur des jeweiligen Platzes, sondern vor allem auch die Einbindung der Anliegerinnen und Anlieger und die Nutzung des lokalen Netzwerks. In der Folge haben sich Arbeitsgruppen aus Bürgerinnen und Bürgern, Anliegerinnen und Anliegern, Kultur- und Gewerbetreibenden sowie Expertinnen aus dem PIA Netzwerk gegründet und auf Basis der Workshop-Ergebnisse eine konkrete Planung für jeden Platz entwickelt. Durch die großzügige Finan-zierungszusage der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen (BSW) kann die Umsetzung der Ideen nun beginnen. Dr. Dorothee Stapelfeldt, Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen:"Unser Ziel ist eine lebendige, lebenswerte und attraktive Innenstadt. Die Kultur und die Begegnung im öffentlichen Raum spielen dabei wichtige Rollen. MACH PLATZ schafft im Spätsommer und Herbst kreative Anlässe der Begegnung auf drei wichtigen Plätzen unserer Innenstadt. Fein abgestimmt auf die jeweiligen Charakteristika der Orte und unter direktem Einbezug der Anliegerinnen und Anlieger liefern die Programme gute Beispiele dafür, was unsere Innenstadt jenseits von Einzelhandel und Gewerbe als Lebensort ausmacht. Dieses starke Engagement der Akteurinnen und Akteure vor Ort unterstützen wir sehr gern und freuen uns auf Ideen und weitere Möglichkeiten der Zusammenarbeit."
Mit den temporären Gestaltungen und Veranstaltungen auf den Plätzen wird in enger Zusammenarbeit mit den Anliegerinnen und Anliegern erprobt, wie Stadtraum ohne kommerzielle Ziele gestaltet sein kann, damit er für Bewohnerinnen und Bewohner sowie Besuche-rinnen und Besucher attraktiv und nutzbar wird. Mit den so entstandenen Platzgestaltungen und neuen temporären Nutzungen sollen Erfahrungen und Erkenntnisse für die Weiterentwicklung der Hamburger Innenstadt in den nächsten Jahren gemacht werden.

MACH PLATZ auf dem Gertrudenkirchhof läuft unter dem Motto GERTRUDE LÄDT EIN. Mit Musik, Konzerten, Performances, Open-Air-Kino, Tanzabenden und Boule-Turnieren belebt die Arbeitsgruppe zusammen mit der Hochschule Macromedia den Platz in den frühen Abendstunden. Mit kleineren und größeren, punktuellen und wiederkehrenden Veranstaltungen soll gezeigt werden, wie man in Kooperation mit den
Anliegerinnen und Anliegern diesen Platz künftig interessanter machen und ihm im Konzert der Innenstadtplätze einen eigenen, angemessenen Platz zurückgeben kann.

MACH PLATZ – die ersten Veranstaltungen:
Am 3. September 2021 gibt es auf dem Gertrudenkirchhof Open-Air-Kino in Zusammenarbeit mit der Hochschule Macromedia, die um 17 Uhr im Video ihre Arbeiten im Fashion Design präsentiert. Um 17:30 Uhr wird der Film "Personal shopper" gezeigt, ein Mystery-Thriller, der im Pariser Modemilieu spielt, und um 20:30 Uhr folgt der Film "Lindenberg! Mach dein Ding" von Hermine Huntgeburth. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Es stehen 90 Sitzplätze zur Verfügung, es gilt die 3G-Regelung.
Am 4. und 11. September 2021 findet jeweils von 17:00 bis 21:00 Uhr "Gertrude tanzt" mit Open-Air-Dancing Salsa & Bachata statt.

MACH PLATZ auf dem Gerhart-Hauptmann-Platz geht ab dem 21. September 2021 auf die besondere Gestaltung des abschüssigen Platzes mit seiner Bodenstruktur und dem Baumbestand ein, zeichnet durch die Einbeziehung des Ida-Ehre-Platzes die alte Struktur der Stadt auf und macht neugierig durch eine freundliche und spielerische Inszenierung mit einer prägnanten Farbe. Durch eine einheitliche Farbgebung aller Gestaltungselemente wird für Passantinnen und Passanten auf den ersten Blick die Veränderung sichtbar, weckt Interesse und lädt zum Verweilen ein. Dazu gehören unter anderem drei SandArt-Boxes als kombinierte Sitz- und Spielelemente für Kinder, die Inszenierung der Baumgruppe im oberen Teil des Platzes durch das Kunstwerk „Gesprengte Leinwand in den Bäumen“ von Jens J. Meyer, die Gestaltung der Schaufensterflächen am Karstadt-Gebäude, Projektionen und künstlerische Interventionen des Thalia-Theaters.

MACH PLATZ auf dem Platz bei der Petrikirche greift die besondere Atmosphäre eines Hinterhofes mitten in der durch Konsum geprägten Innenstadt auf. Hier kann man Leute treffen, kleine Konzerte hören, ausruhen, den Kindern Raum zum Spielen geben und auf neue Ideen kommen. Zudem soll die Besonderheit des Ortes in der Hamburger Stadtge-schichte (Bischofsturm und Hammaburg) hervorgehoben werden.

Die Initiative MACH PLATZ wird getragen von der Körber-Stiftung, dem Hamburg Konvent mit der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius und der Patriotischen Gesellschaft von 1765 (in Kooperation mit "Altstadt für Alle!") und vereint eine breite zivilgesellschaftliche Allianz. Diese Phase wird finanziell unterstützt von der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen.

Weitere Informationen zu MACH PLATZ und das aktuelle Programm finden Sie hier

Kinderstadt Hamburg 2021 - Stadtversammlung, Bildnachweis: Ibrahim Ot

16.08.2021

Kinderstadt Hamburg 2021

Kinder waren begeistert von der Kinderstadt Hamburg 2021
und spenden ihr erarbeitetes Geld an Kinder in Flutgebieten

Hamburg, 16. August 2021. Trotz der schwierigen Bedingungen durch die Corona-Pandemie ist es der Patriotischen Gesellschaft zusammen mit ihren Kooperationspartnern gelungen, die Kinderstadt Hamburg 2021 erfolgreich durchzuführen und die Grundlagen für die nächste, größere Kinderstadt im kommenden Jahr zu legen.
Die Corona-Pandemie hat gerade für Kinder die Welt auf den Kopf gestellt. Schule, Sportangebote, das Spiel mit Gleichaltrigen, die Freiheit, sich in der Stadt zu bewegen waren teilweise vollständig verloren gegangen. Unter dem Motto "Wir bauen eine neue Stadt" fand deshalb vom 19. bis 28. Juli 2021 die Kinderstadt statt – ein offenes Sommerprogramm für Kinder in Hamburg. Bis zu 200 Kinder im Alter von 7 bis 14 Jahren konnten hier 10 Tage lang planen und bauen, arbeiten, Geld verdienen, im Orchester muszieren, Filme drehen, für die Stadtzeitung arbeiten und noch vieles mehr. Die Kinder waren sichtbar und von Herzen begeistert von dem Programm und haben mit viel Kreativität und Engagement die Kinderstadt 2022 geplant. In der täglichen Stadtversammlung entschieden sie, wie ihre Stadt funktionieren soll und wie es mit dem Projekt im nächsten Jahr weitergeht. So beschlossen sie zum Beispiel, dass die Kinderstadt ab 2022 "Kinder Galaxy" heißt.
Die letzte Entscheidung des Kinder-Stadtparlaments lautete: "Wir spenden unser Stadtgeld, Steuereinnahmen und private Spenden, für Kinder, die Opfer der Flutkatastrophe geworden sind." Das Ergebnis: 16.000 Raster Zaster (Name der Stadtwährung) wurden gespendet. Die Patriotische Gesellschaft wandelt den Betrag 1:10 in Euro um und unterstützt mit dem Geld den Sonderfonds „Fluthilfe für Kinder“ des Deutschen Kinderhilfswerkes.
Staatsrätin Petra Lotzkat, Behörde für Arbeit, Gesundheit, Soziales, Familie und Integration, machte sich vor Ort ein Bild von der Kinderstadt und sagte: "Es freut mich sehr, dass es der Patriotischen Gesellschaft gelungen ist, die Kinderstadt in Zeiten von Corona durchzuführen und so ein tolles, kostenfreies Ferienangebot anzubieten. Dabei lernen die teilnehmenden Kinder spielerisch, Verantwortung für sich und andere zu übernehmen und unsere Gemein-schaft positiv zu gestalten."

Möglich wurde die Kinderstadt Hamburg 2021, die unter der Schirmherrschaft der Behörde für Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration stand, durch großzügige Zuwendungen der ZEIT-Stiftung, des Ehepaars Christl und Michael Otto, eine Bundesförderung des Fonds Soziokultur des Sonderprogramms Neustart Kultur sowie weitere Zuwendungen durch die Mara und Holger Cassens-Stiftung, die Early Birds Stiftung, die Stiftung Alltag-ForschungKunst und die Stiftung Kinderjahre.

Bildnachweis: Devin Avery on Unsplash

21.05.2021

Erfolgreicher Start: Gemeinnütziges Programm NEXTGeneration.social

Ein digitaler Perspektivwechsel für Auszubildende und junge Studierende

Hamburg, 21. Mai 2021. Mit rund 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus ganz Deutschland ist "NEXTGeneration.social", das gemeinnützige junge Onlineprogramm für Perspektivwechsel und soziales Engagement der Patriotischen Gesellschaft erfolgreich gestartet. Im Herbst beginnt die zweite Runde. Interessierte können sich ab September dafür anmelden.
Bildungsangebote für junge Menschen gehören seit der Gründung der Patriotischen Gesellschaft 1765 zu den Schwerpunkten ihrer Arbeit. Für junge Menschen zwischen 16 und 25 Jahren hat die Patriotische Gesellschaft daher jetzt ein Programm entwickelt, das die Bereitschaft für ein soziales Miteinander im privaten und beruflichen Umfeld fördert. Dabei kann sie auf die lange Erfahrung und das breite Netzwerk ihres Programms SeitenWechsel zurückgreifen, das seit 2000 Führungskräften einen besonderen Perspektivwechsel in soziale Einrichtungen bietet.
Über Ausbildung und Studium hinaus erweitern die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Programm NEXTGeneration.social ihren Horizont, indem sie Einblicke in den Alltag sozialer Einrichtungen aus den Bereichen Alkohol/Drogen, Wohnungslosigkeit, psychische Erkrankungen, Behinderung, Strafvollzug und Hospizarbeit bekommen. Am Ende des Programms werden mögliche Wege gezeigt, wie sich junge Menschen für unsere Gesellschaft engagieren und dazu das passende Ehrenamt finden können.
Mit dem Programm NEXTGeneration.social wird erstmalig für jüngere Zielgruppen die Möglichkeit eines digitalen Einblicks in soziale Arbeitsfelder geschaffen und perspektivisch Engagement für die Gesellschaft gefördert. Die Teilnehmenden erhalten durch Online-Gespräche mit Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern sowie deren Klientinnen und Klienten Einblicke in vielfältige soziale Bereiche und machen einen ersten Schritt in Richtung Perspektivwechsel. Hierbei wird soziale Kompetenz auch für den beruflichen Alltag gestärkt. Die damit einhergehende Persönlichkeitsbildung schafft Bewusstsein und sensibilisiert im Umgang mit anderen Menschen. Es stärkt die Wahrnehmung für gesellschaftliche Werte und eigenes Engagement. Über den direkten Austausch in den Online-Veranstaltungen wird Verständnis für andere Lebens- und Arbeitswelten aufgebaut. Der Ansatz fußt auf den umfangreichen Erfahrungen aus dem digitalen Programm SeitenWechselplus und dem großen Netzwerk sozialer Einrichtungen in ganz Deutschland. Die Patriotische Gesellschaft bringt ihre zahlreichen Verbindungen ein.
Das gemeinnützige Programm NEXTGeneration.social ist für die Teilnehmenden kostenfrei und wird ermöglicht durch die bonprix Handelsgesellschaft mbH, Holistic Foundation, intersoft consulting, Jägermeister, die Joachim Herz Stiftung, die Mara & Holger Cassens Stiftung, die Nordmetall-Stiftung, die Asklepios Medical School GmbH und die Sparkasse Harburg-Buxtehude.

Weitere Informationen:
Internet: https://nextgeneration.social/
Instagram: https://www.instagram.com/nextgeneration.social/ oder @NEXTGeneration.social

Kontakt
Elke Sank
Programmentwicklung, Moderation, Förderpartnerschaften
sank@patriotische-gesellschaft.de
NEXTGeneration.social
c/o Patriotische Gesellschaft von 1765
Trostbrücke 4-6, 20457 Hamburg
Telefon: 040 - 30 70 90 50 - 0
Fax: 040 - 30 70 90 50 - 21

05.05.2021

Al Manar Stiftung für islamische Bildung und Kultur
und Patriotische Gesellschaft von 1765

Frauen in Führungspositionen: Aktive Musliminnen in Hamburg
NEU: Netzwerk muslimischer Frauen bei der Hamburger Al Manar
Stiftung

Hamburg, 05. Mai 2021. "Frauen sind in Führungs- und Leitungspositionen immer noch unterrepräsentiert. Das ist in den Entscheidungsgremien der muslimischen Communities nicht anders als in vielen Bereichen der Gesamtgesellschaft in Deutschland." Der Vorstand der Hamburger Al Manar Stiftung, vertreten durch Chiraz Chaieb, 2. Vorsitzende, und Mehdi Aroui, 1. Vorsitzender, wollen das ändern und haben ein Projekt zur Vernetzung und Stärkung, zum Empowerment muslimischer Frauen angestoßen. Die Projektidee wurde von der Rechtsanwaltsfachangestellten Amani Labidi an die Stiftung herangetragen. Die Auftaktveranstaltung zu diesem Projekt der Al Manar Stiftung ist am 18. März 2021 mit mehr als 40 Teilnehmenden erfolgreich verlaufen – Pandemie bedingt als Online-Konferenz.
"Das Projekt richtet sich an die vielen Frauen, die in unseren Gemeinden unglaublich wertvolle soziale und kulturelle Arbeit leisten", erläutert Projektkoordinatorin Elena Azizov. "Sie organisieren Kultur- und Dialogveranstaltungen, sie übernehmen große Bereiche der Bildungs-, Kinder- und Jugendarbeit und der Familienberatung, sie gestalten Freizeitangebote – und das alles ehrenamtlich und unentgeltlich. Es wird höchste Zeit, dass diese Frauen in den Gremien der muslimischen Communities paritätisch mitbestimmen und Verantwortung in Führungspositionen übernehmen."
"Es soll ein Netzwerk gegründet werden – mit dem Ziel, dass interessierte und engagierte Frauen sich für die Leitungsgremien der muslimischen Gemeinden und Institutionen bewerben und in die Ämter wählen lassen," erläutert Chiraz Chaieb. "Sie sollen das Empowerment und die Unterstützung erhalten, die sie brauchen, um die Interessen und Rechte der Frauen zu artikulieren und durchzusetzen", bekräftigt Mehdi Aroui das Anliegen und den Zweck des Projekts. Das neue Netzwerk solle seinen Sitz in der Al Manar Stiftung erhalten, mit einem festen Mitgliederkreis von Frauen, die in ihren Ämtern vertretungsberechtigt sind.
Die Al Manar Stiftung ist die erste unabhängige muslimische Stiftung in Norddeutschland nach deutschem Recht. Ein Schwerpunkt ihrer Tätigkeit liegt in der Bildungsförderung – für Kinder und Jugendliche, Familien und Frauen. Für das Projekt "Netzwerk muslimischer Frauen" hat die Stiftung eine Tandem-Partnerschaft mit dem Arbeitskreis Interkulturelles Leben der Patriotischen Gesellschaft von 1765 vereinbart. Sinn des Tandems ist der gegenseitige Fachaustausch und die Begleitung und Beratung der Projekt-Mitarbeiterinnen in Fragen der Organisation, der Öffentlichkeitsarbeit und der Politik.
"Die Patriotische Gesellschaft Hamburg ist eine parteipolitisch und weltanschaulich-konfessionell unabhängige und institutionsübergreifende Organisation. Das Vorhaben, den ehrenamtlich und gemeinnützig tätigen Frauen in den muslimischen Communities zu mehr Anerkennung, Gleichberechtigung und öffentlicher Wahrnehmung zu verhelfen, begrüßen wir von Herzen", betonte Helga Treeß, 2. Vorsitzende der Patriotischen Gesellschaft, in ihrem Grußwort zur Auftaktveranstaltung, die am 18. März online stattfand.
Im Rahmen des Projekts finden vier Workshops statt, in denen das wichtigste Handwerkszeug für die Zusammenarbeit in Leitungsgremien vermittelt wird: Grundfragen gesellschaftlicher Kommunikation, Mitbestimmung und Partizipation in einem demokratischen Gemeinwesen, Führungs- und Leitungsverhalten von Frauen. Die Workshop-Reihe startet Ende Mai. Am Ende – voraussichtlich im Herbst 2021 – steht die Gründung des Netzwerks und seine Implementierung in den Strukturen der Al Manar Stiftung. Eine Abschlussveranstaltung ist am 25. September 2021 geplant.
Muslimische Frauen und junge Erwachsene, die an dem Aufbau und der Mitwirkung im "Netzwerk muslimischer Frauen" interessiert sind und sich aktiv engagieren möchten, sind dazu herzlich eingeladen. Die Teilnahme ist kostenfrei. Das Projekt wird vom Paritätischen Hamburg beratend begleitet und von der Hamburger Sozialbehörde finanziell gefördert.

Kontakt und weitere Informationen bei:

Al Manar Stiftung
Kirchenallee 25, 20099 Hamburg
Mehdi Aroui, E-Mail: mehdi@almanar-hamburg.de
Chiraz Chaieb, E-Mail: chiraz@almanar-hamburg.de

Patriotische Gesellschaft von 1765
Nicole Späth, Arbeitskreis Interkulturelles Leben
E-Mail: info@patriotische-gesellschaft.de

Kontakt

Britta Bachmann

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