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Pressemitteilungen

Zuwendungsübergabe am 24. November 2021 (v.l.n.r.): Johannes Petersen (Mitglied des Vorstands der Patriotischen Gesellschaft), Sandra Köbe (Hospizleitung Hamburg Leuchtfeuer), Dr. Jan-Peter Lechner (Kuratoriumsmitglied Evelyn-Brosch-Stiftung), Uwe Doll (Kuratoriumsvorsitzender Evelyn-Brosch-Stiftung), Ulf Bodenhagen (Geschäftsführer Hamburg Leuchtfeuer), Mareike Fuchs (Hospizleitung Hamburg Leuchtfeuer, hinten rechts), Karolin Babbe-Voßbeck (Kuratoriumsmitglied Evelyn-Brosch-Stiftung)
Bildnachweis: Hamburg Leuchtfeuer

25.11.2021

Evelyn-Brosch-Stiftung unterstützt Hamburg Leuchtfeuer mit 12.000 Euro

Unselbstständige Stiftung der Patriotischen Gesellschaft fördert die Küche des Hospizes

Hamburg, 25. November 2021. Bereits seit zehn Jahren unterstützt die Evelyn-Brosch-Stiftung die Küche des Hamburg Leuchtfeuer Hospiz. Am Mittwoch, 24. November 2021, fand die offizielle jährliche Scheckübergabe statt. Uwe Doll (Kuratoriumsvorsitzender der Evelyn-Brosch-Stiftung), Karolin Babbe-Voßbeck und Dr. Jan-Peter Lechner (beide Kuratoriumsmitglieder) überreichten einen Scheck über 12.000 Euro an Hamburg Leuchtfeuer. Entgegengenommen wurde dieser von Ulf Bodenhagen (Geschäftsführer von Hamburg Leuchtfeuer) sowie von Mareike Fuchs und Sandra Köbe (beide Hospizleitung). Die Evelyn-Brosch-Stiftung wurde 2010 gegründet und unterstützt mit ihren Erträgen seit 2012 das Hamburg Leuchtfeuer Hospiz mit regelmäßigen Zuwendungen. Ausgestattet wurde die Stiftung durch das Erbe Evelyn Broschs.

Sandra Köbe, die zum 1. Januar 2022 die alleinige Hospizleitung von Mareike Fuchs übernimmt, freut sich über die erneute Förderung: "Welche positive Auswirkung gutes Essen und Genuss auf die Lebensqualität eines Menschen haben können, dürfen wir tagtäglich bei uns im Hamburg Leuchtfeuer Hospiz erfahren. Die Küche hier trägt maßgeblich dazu bei, unseren Bewohner*innen auch in schwierigen Phasen möglichst viel Wohlbefinden schenken zu können. Dies ist auch dank der großzügigen Unterstützung der Evelyn-Brosch-Stiftung möglich, die wir nun schon zum zehnten Mal erhalten haben. Die langjährige Verbundenheit und die in diesem Jahr sogar noch erhöhte Förderung sind ein wundervolles Zeichen der Solidarität. Dafür danken wir von ganzem Herzen."

Die von der Patriotischen Gesellschaft verwalteten Treuhandstiftungen stellen eine wichtige Ergänzung ihrer gemeinnützigen Arbeit dar und wirken im Sinne der Stiftenden zum Wohle der Stadt Hamburg und ihrer Bürgerinnen und Bürger. Insgesamt verfügen die fünf unselbstständigen Stiftungen, zu der neben der Evelyn-Brosch-Stiftung auch die Dr. Dorothea-Wilhelm-Stiftung, die Ilse-Lübbers-Stiftung, die Golden Pudel Stiftung und die Stiftung AlltagForschungKunst Timm Ohrt & Hille von Seggern zählen, über ein Stiftungskapital von über 4 Millionen Euro. Die Verwaltung der Stiftungen übernimmt die Geschäftsstelle der Patriotischen Gesellschaft, die Förderentscheidungen treffen die in den Satzungen der Stiftungen beschriebenen Gremien. Die Patriotische Gesellschaft verfügt über langjährige Erfahrungen in der Gründung und Verwaltung unselbstständiger Stiftungen und ist auch aufgrund ihrer mehr als 250-jährigen Geschichte, ihrer Verbundenheit und ihres Engagements für Hamburg sowie ihrer Unabhängigkeit ein idealer Ansprechpartner für Treuhandstiftungen zum Wohle Hamburgs.

ex-kurs 2021, Foto: Maischa Souaga

30.09.2021

Holger-Cassens-Preis 2021
Preisträger ist das Projekt "ex_kurs" des Zinnwerke e.V.

Preisverleihung am 26. Oktober 2021 im Haus der Patriotischen Gesellschaft

Hamburg, 21. Oktober 2021. Preisträger des Holger-Cassens-Preises 2021 ist das Projekt "ex_kurs – eine außergewöhnliche Summer School" des Zinnwerke e.V. Preisstifter Holger Cassens überreicht den in diesem Jahr erstmalig mit 15.000 Euro (bisher 10.000 Euro) dotierten Preis am Dienstag, 26. Oktober 2021, um 18:00 Uhr im Haus der Patriotischen Gesellschaft an das Projekt der Zinnwerke. Dr. Melanie Leonhard, Senatorin für Arbeit, Gesundheit, Soziales, Familie und Integration, wird das Grußwort sprechen. Insgesamt hatten sich in diesem Jahr fast 40 Projekte um den Holger-Cassens-Preis beworben. Der Holger-Cassens-Preis wird jährlich von der Mara und Holger Cassens-Stiftung in Zusammenarbeit mit der Patriotischen Gesellschaft von 1765 vergeben.
Das ausgezeichnete Projekt "ex_kurs" bezieht neben lokalen Akteurinnen und Akteuren verschiedene Schulen und Hochschulen wie die Stadtteilschule Wilhelmsburg, die HafenCity Universität, die Hochschule für Angewandte Wissenschaften und die Technische Universität Hamburg mit ein. Das gemeinsame Lernen von Schülerinnen und Schülern aus dem Stadtteil Wilhelmsburg sowie Studierenden steht im Vordergrund und schafft für alle Beteiligten ganz neue, prägende Erfahrungen. Selbstbewusstsein und gesellschaftliche Teilhabe der Jugendlichen werden gestärkt. Besonders machen das Projekt auch die jährlich wechselnden gesellschaftsrelevanten Themen.
"ex_kurs" richtet sich an Jugendliche aus dem Stadtteil Hamburg-Wilhelmsburg zwischen 14 und 18 Jahren, wurde 2019 zum ersten Mal durchgeführt und findet auf dem Gelände der ehemaligen Wilhelmsburger Zinnwerke statt. Es ist eine Summer School mit Gemeinsinn – eine Zukunftswerkstatt bei der Schülerinnen und Schüler, Studierende, Lehrende sowie Expertinnen und Experten des Alltags miteinander in Aktion treten und voneinander lernen. Das Projekt widmet sich jährlich einer Problemstellung von globaler Relevanz, die durch gemeinschaftliches Gestalten, Bauen, Forschen, Installieren, Inszenieren und Feiern bearbeitet wird. So erarbeiteten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Summer School 2021 ein örtliches Modell für soziale Kreislaufwirtschaft, eine Biogas-Demonstrationsanlage, in der unter anderem die organischen Abfälle aus der Mensa der Stadtteilschule Wilhelmsburg in Gas und Dünger umgewandelt werden können. Sekundärrohstoffe aus dem Viertel wurden gemeinsam mit Studierenden für die ästhetische Gestalt des Anlagenhauses aufgearbeitet.
(weitere Informationen: https://www.exkurs.world/ )
"Anfangs wollten wir nur zeigen, wie aus einer puren Idee ein reales Projekt und aus ei-ner Industriebrache eine Denkfabrik für die Zukunft werden kann. Dass wir nun schon im dritten Jahr erfolgreich arbeiten, von städtischen Behörden ernst genommen werden und nun auch noch den Holger-Cassens-Preis erhalten, davon hätten wir damals nicht zu träumen gewagt. Der Zinnwerke e.V. freut sich über die Anerkennung für den ex_kurs und die Wertschätzung des gesamten Netzwerks. Ohne Partner*innen wie die Stadtteilschule Wilhelmsburg und die teilnehmenden Universitäten und unterstützenden Nachbar*innen wäre das nicht möglich gewesen", sagt Martha Starke, Vorstand des Zinnwerke e.V. und Initiatorin von "ex_kurs".
Der Holger-Cassens-Preis steht unter dem Thema „Bildung als gemeinsame Aufgabe“ und wurde erstmals 2009 verliehen. Gefördert werden Bildungs- und Erziehungsprojekte in Hamburg, die Entwicklungs- und Teilhabechancen von jungen Menschen fördern. Preiswürdig sind Projekte, die diese jungen Menschen erreichen, Ressourcen im Stadtteil nutzen und verschiedene Akteure und Einrichtungen, die einen Beitrag zu mehr Bildungsgerechtigkeit und Inklusion leisten, vernetzen. Bisherige Preisträger sind unter ande-rem die Bildungs- und Beratungskarawane Dulsberg (2011), der Circus ABRAX KADABRAX (2014), der TV Fischbek von 1921 e.V. (2017), "Yalla - Rein in die Stadt!" der GWA St. Pauli e.V. (2019) und "Tanzt zusammen! Future without fire!" des Vereins Genety – Dein Bildungslotse e.V. (2020).

30.09.2021

Feierlicher Abschluss des Projekts „Netzwerk muslimischer Frauen“

Frauenausschuss bei der AL MANAR Stiftung für islamische Bildung und Kultur in Hamburg stellt sich in einer Präsentation am 25. September 2021 vor

Hamburg, 30. September 2021. Im festlichen Rahmen präsentierte sich der neu gewählte Frauenausschuss bei der AL MANAR Stiftung für islamische Bildung und Kultur in Hamburg am 25. September 2021 im Reimarus-Saal der Patriotischen Gesellschaft. Rund 55 Gäste konnten – konform der Covid-19 Hygienemaßnahmen – an der Veranstaltung teilnehmen, darunter auch die Bürgerschaftsabgeordnete Philine Sturzenbecher (SPD).

Höhepunkt der Veranstaltung war die Vergabe der Zertifikate an die Workshop-Teilnehmerinnen und die Ehrung der Netzwerkmitglieder und der Projektbeteiligten. Für die musikalische Begleitung am Abend sorgte Ariad Alkubaissy an der Oud (Laute).

Die Präsentation des Frauenausschusses bildete zugleich den Abschluss des Projekts "Netzwerk muslimischer Frauen". Knapp zwei Jahre hatte das Projektteam daran gearbeitet, den muslimischen Frauen in Hamburg, die sich ehrenamtlich engagieren, eine eigene Plattform in Form eines Netzwerks und ein Gremium zu schaffen, das ihre Interessen vertritt und ihnen zu Sichtbarkeit und Wertschätzung ihrer vielfältigen Arbeit in den Institutionen und in der Öffentlichkeit verhilft.

"Unser Ziel ist es, den vielen Frauen, die sich ehrenamtlich engagieren, eine Stimme zu verleihen, die sie innerhalb der Communities, aber vor allem auch in der Gesamtgesellschaft sicht- und hörbar werden lässt", erläuterte Chiraz Chaieb, stellvertretende Vorsitzende der AL MANAR Stiftung, die Projektidee in ihrer Begrüßungsansprache.

Damit diese Entwicklung in der Gesellschaft allen zu Gute kommt und letztlich alle Beteiligten davon profitieren, ist es unerlässlich, dass die Gemeinsamkeit und Gleichberechtigung von Frauen und Männern intensiviert wird, betonte Mondher Ben Halima als Vertreter des AL MANAR Stiftungsrates.

Johannes Jörn vom Vorstand der Patriotischen Gesellschaft als Tandempartner betonte in seiner Begrüßungsrede: "Wenn künftig die muslimischen Organisationen in Hamburg und anderswo verstärkt auch von Frauen repräsentiert werden, so ist das mehr als gerecht." Es sei überhaupt bemerkenswert, so Jörn, welch große Bedeutung das Ehrenamt in Hamburg habe.

Projektkoordinatorin Elena Azizov stellte in ihrem Bericht die tragenden Säulen des Projekts vor: vier in sich abgeschlossene Workshops, an denen jeweils rund 20 Frauen teilnahmen, um sich für die Ausübung eines Amtes in einer Führungsposition zu qualifizieren. Dabei ging es um Themen wie Kommunikationsverhalten, Sprachmuster und Diskriminierung, Strukturen demokratischer Mitbestimmung und partizipative Führungsstile – mit einem besonderen Fokus auf den spezifischen Herausforderungen für Frauen in Führungspositionen.

Für das Netzwerk konnten 26 muslimische Frauen als aktive Mitglieder gewonnen werden. Die 10 gewählten Vertreterinnen des Netzwerks stellten sich in einem Kurzporträt vor. Zur Sprecherin des Frauenausschusses gewählt wurde Meryem Çelikkol, die in Hamburg-Mitte als Bezirksabgeordnete der SPD-Fraktion politisch aktiv ist.

"Sobald wir unsere internen Strukturen ausgebaut haben, wollen wir uns unseren mittel- und langfristigen Zielen widmen. Dazu gehört vor allem der Abbau von Vorurteilen gegenüber muslimischen Frauen in der Gesamtgesellschaft", unterstrich Meryem Çelikkol. Jüngstes Mitglied ist Marwa Maskawy (15), die sich vor allem für ein friedliches Miteinander in der Gesellschaft einsetzen will.

In einer Podiumsdiskussion gaben mehrere Frauen aus dem neuen Netzwerk ihr Votum ab, weshalb und wofür sie sich künftig besonders stark machen wollen. Für den Arbeitskreis Interkulturelles Leben der Patriotischen Gesellschaft, der das Projekt als Tandempartner begleitet hat, äußerten sich Dr. Arnold Alscher und Jarka Pazdziora-Merk. Sie sprachen den Initiatorinnen ihre Anerkennung für die Zielstrebigkeit und Professionalität aus, mit der die Frauen das Projekt durchgeführt und zum erfolgreichen Abschluss gebracht haben. Es handele sich hier um ein Projekt mit Modellcharakter.

Das Projekt wurde von der Hamburger Behörde für Arbeit, Gesundheit, Soziales, Familie und Integration gefördert.

Grafik: Ines Schaffranek

27.09.2021

Die Ost-West-Straße neu denken

Workshop und Ideenwerkstatt in der Patriotischen Gesellschaft

Hamburg, 27. September 2021. Am Samstag, 18. September 2021, veranstaltete der Arbeitskreis Stadtentwicklung der Patriotischen Gesellschaft von 1765 eine Ideenwerkstatt zur Ost-West-Achse. Im Blick war dabei der gesamte Straßenzug der Willy-Brandt- und Ludwig-Erhard-Straße vom Deichtor bis zum Millerntor. Viele und zahlreiche Vorschläge wurden in Skizzen der Grafikerin Ines Schaffranek festgehalten (siehe Anlage). Der größte kurzfristige Wunsch aus dem Workshop ist der Vorschlag einer Tempo-30-Zone in der Ost-West-Straße. Die Anlieger werden prüfen, ob ein BID bzw. BIDs initiiert werden können, um die Verbesserungen für die Ost-West-Achse voranzubringen. Die Patriotische Gesellschaft plant dazu eine öffentliche Podiumsdiskussion im Winter.

Im Workshop haben die betroffenen Grundeigentümer, Projektentwickler und Fachleute für Stadtentwicklung und Verkehr nach Impulsvorträgen zur aktuellen Verkehrssituation, einem historischen Abriss und inspirierenden Eindrücken vom geplanten Umbau der Champs-Élysées diskutiert, mögliche kurz- und mittelfristige Maßnahmen zu finden, die jenseits utopischer und teilweise zweifelhafter Langfristlösungen (Tunnelführung) nied-rigschwellig spürbare Verbesserung für Anwohner und Passanten in der Aufenthaltsqualität bringen.

Henning von Ladiges, Sprecher des Arbeitskreises Stadtentwicklung, brachte es auf den Punkt: Mit ihrer gegenwärtigen Belastung von ca. 60.000 Fahrzeugen pro Tag und ent-sprechender Luft- und Lärmbelastung verhindert die Straßenschlucht seit langem ein Zu-sammenwachsen der Innenstadt. Sie durchschneidet sowohl Alt- wie Neustadt und trennt die HafenCity mit 45.000 Arbeitsplätzen und zukünftig 15.000 dort wohnenden Menschen von der alten Innenstadt."

Die Teilnehmer machten deutlich, dass Revitalisierungsanstrengungen für die Hamburger Innenstadt post-Corona angesagter denn je sind. Alle waren sich einig, das aufenthaltsfeind-lichen Auswirkungen der Ost-West-Achse ein Zusammenwachsen von Innenstadt und HafenCity verhindern, gerade die geforderte vermehrte Wohnnutzung wird so erschwert.

Hier sind einige der Ideen / Vorschläge der Workshop-Teilnehmer:

• Wo möglich, sollten begrünte Plätze, Sitzmöglichkeiten und Pocketparks eingerich-tet werden.
• die Schaffung ebenerdiger Querungen für Fußgänger und Radfahrer, die großzügig bemessen   sind (sowohl was die Breite als auch die Grünphasen angeht) an den Schlüsselstellen Meßberg, von der Zollenbrücke direkt über die Nikolaibrücke, zwischen St. Nikolai und Hamburg-Süd, als Ersatz für die abgängige Cremonbrücke, zwischen Michel und Großneumarkt und am Millerntor
• die Umwidmung einer Fahrspur je Richtung für den Radverkehr, der so auf dem Gehweg gewonnene Platz könnte für Foodtrucks oder andere Pop-up Geschäfte genutzt werden
• Da viele Gebäude ihre Eingänge nicht an der Straße haben und so ein monotoner Eindruck entsteht, könnte eine Umnutzung der Erdgeschosse für Kleingewerbe, Begrünung oder auch Wandgemälde an Parkhäusern für eine Belebung der Straße sorgen.

21.09.2021

MACH PLATZ auf dem Gerhart-Hauptmann-Platz

Mehr Aufenthaltsqualität durch attraktive Platzgestaltung
und Kulturangebot

Hamburg, 21. September 2021. Am Freitag, dem 24. September 2021, startet auf dem Gerhart-Hauptmann-Platz das nächste Reallabor von MACH PLATZ für lebendige Plätze in Hamburgs Innenstadt. Die Ideen für die Bespielung des Platzes stammen aus dem Workshop im Juni 2021 "MACH PLATZ – Ideen für lebendige Plätze in der Innenstadt gesucht", bei dem Bürgerinnen und Bürger, Anliegerinnen und Anlieger sowie Künstlerinnen und Künstler Projekte und Umsetzungsvorschläge für drei Innenstadtplätze – den Gerhart-Hauptmann-Platz, den Platz Speersort/bei der Petrikirche und den Gertrudenkirchhof – erarbeitet und in der Folge konkretisiert haben. Im Vordergrund standen dabei nicht nur die Besonderheiten und die bauliche Struktur des jeweiligen Platzes, sondern vor allem auch die Einbindung der Anliegerinnen und Anlieger. Ziel war es, durch neue Allianzen und breites Engagement unterschiedlichster Stakeholder für drei Innenstadtplätze konkrete Projekte noch in diesem Spätsommer zu realisieren und Platz zu machen für Begegnungen und Veranstaltungen.
MACH PLATZ auf dem Gerhart-Hauptmann-Platz läuft bis zum 25. Oktober und geht auf die besondere Gestaltung des abschüssigen Platzes mit seiner Bodenstruktur und dem Baumbestand ein, zeichnet durch die Einbeziehung des Ida-Ehre-Platzes die alte Struktur der Stadt auf und macht neugierig durch eine freundliche und spielerische Inszenierung mit der prägnanten Farbe Hellpetrol. Die Farbgebung greift die vorhandene leuchtende Umrandung des Gerhart-Hauptmann-Platzes auf, die bei einsetzender Dämmerung aufscheint. Alle Gestaltungselemente des Projektes sind in dieser Farbe gefasst und ergeben damit ein stimmiges Gesamtkonzept.

SandArt-Boxes als kombinierte Sitz- und Spielelemente für Kinder erhöhen die Aufenthaltsqualität für Groß und Klein.

Eine Beleuchtung der verschiedenen Elemente und künstlerische Projektionen inszenieren den Platz am Abend. Die Hamburger Lichtkünstlerin Katrin Bethge wird die Tuchskulptur "Gesprengte Leinwand in den Bäumen" von Jens J. Meyer in Projektionen tauchen. Die Zeichnerin Larissa Bertonasco projiziert Figuren an die Kaufhausfassade. Am Freitag, 24. September, 19 Uhr, findet auf dem Platz die öffentliche Generalprobe der Projektionen mit den Lichtkünstlerinnen statt. Am Mittwoch, 29. September, 19 Uhr, gibt es eine Live-Performance der Lichtkünstlerinnen.

Durch die nicht kommerzielle Gestaltung der Schaufensterflächen von Karstadt mit Großformatdrucken tritt das Gebäude in Dialog mit dem Platz: Großflächige Fotos aus der aktuellen Spielzeit-Kampagne des benachbarten Thalia Theaters zeigen die Ensemblemitglieder in Bewegung in einem urbanen Umfeld. Die Motive werden ergänzt durch kurze Prosatexte und Gedichte, die auf einen Veranstaltungsbeitrag des Thalia Theaters am 24. September verweisen: In einer "Poesie-Ambulanz" werden von 15-18 Uhr Schauspielerinnen und Schauspieler den Passantinnen und Passanten auf einem kleinen Podest vor dem Theater in einer privaten 1:1-Situation Poesiestücke und kurze Texte vorlesen.

Das Format "Poesie-Ambulanz" entstand während des ersten Lockdowns zunächst als Sammlung von kurzen Videos, die auf der Website des Theaters zu sehen sind. In einem zweiten Schritt rückte der soziale Aspekt in den Fokus: Die Lesungen fanden am Telefon und per Zoom statt und richteten sich gezielt an Menschen, die während des Lockdowns besonders unter Einsamkeit und Kulturentzug litten. Nun kann die "Poesie-Ambulanz" erstmals als echte Begegnung zwischen den Ensemblemitgliedern und den Flanierenden stattfinden. Da die Kapazitäten begrenzt sind, wird eine Anmeldung an der Theaterkasse oder unter Tel. 040 32 81 44 44 erbeten, wenige Restplätze sind vor Ort per Anmeldung verfügbar. Bitte beachten Sie, dass die "Poesie-Ambulanz" bei Starkregen nicht stattfindet.

Mit den temporären Gestaltungen und Veranstaltungen auf den Plätzen wird in enger Zusammenarbeit mit den Anliegerinnen und Anliegern erprobt, wie Stadtraum ohne kommerzielle Ziele gestaltet sein kann, damit er für Bewohnerinnen und Bewohner sowie Besucherinnen und Besucher attraktiv und nutzbar wird. Mit den so entstandenen Platzgestaltungen und neuen temporären Nutzungen sollen Erfahrungen und Erkenntnisse für die Weiterentwicklung der Hamburger Innenstadt in den nächsten Jahren gemacht werden.

Die Initiative MACH PLATZ wird getragen von der Körber-Stiftung, dem Hamburg Kon-vent mit der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius und der Patriotischen Gesellschaft von 1765 (in Kooperation mit "Altstadt für Alle!") und vereint eine breite zivilgesellschaftliche Allianz. Möglich wurde die Realisierung durch die große Unterstützung von Anliegerinnen und Anliegern und Engagierten: Wir danken Karstadt, der Perle, PIA Netzwerk e.V., der Signa Gruppe und dem Thalia Theater sowie allen, die mit Ideen und Unterstützung das Projekt möglich gemacht haben.

Diese Phase wird finanziell unterstützt von der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen.

Weitere Informationen zu MACH PLATZ und das aktuelle Programm finden Sie hier

01.09.2021

Es geht los: Temporäre Gestaltungen und Veranstaltungen auf drei Plätzen in der Hamburger Innenstadt

MACH PLATZ – Ideen aus dem Workshop im Juni werden umgesetzt

Hamburg, 01. September 2021. 100 Tänzerinnen und Tänzer auf dem Gertrudenkirchof, Salsa im Herzen der Stadt und gute Laune – all das geht, wenn Bürgerinnen und Bürger zusammen Ideen für die Innenstadt entwickeln. "Die Stimmung auf dem Gertrudenkirchhof war fast wie auf einem Platz in Paris! Das Tanzformat ‚Gertrude tanzt‘ ist bei den Teilnehmenden und Zuschauern sehr gut angekommen. Die Akustik war prima und ich sah viele fröhliche Gesichter", sagt Barbara Nestler, engagierte Ehrenamtliche und Innenarchitektin aus dem Planerinnennetzwerk PIA e.V.
Bis Ende Oktober 2021 werden auf drei Plätzen in der Innenstadt – Gerhart-Hauptmann-Platz, Gertrudenkirchhof und Platz bei der Petrikirche – Ideen aus dem Workshop "MACH PLATZ – Ideen für lebendige Plätze in der Innenstadt gesucht" lebendig. In dem Online-Workshop am 8. Juni 2021 fiel der Startschuss für mehr Platz in der Stadt. Ziel des Workshops, der über 90 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zählte und gemeinsam von der Körber-Stiftung, dem Hamburg Konvent mit der ZEIT-Stiftung und der Patriotischen Gesellschaft organisiert wurde, war es, gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern, Anliegerinnen und Anliegern sowie Künstlerinnen und Künstlern Experimente für mehr Stadt in der Stadt auf den Weg zu bringen. Im Vordergrund standen dabei nicht nur die bauliche Struktur des jeweiligen Platzes, sondern vor allem auch die Einbindung der Anliegerinnen und Anlieger und die Nutzung des lokalen Netzwerks. In der Folge haben sich Arbeitsgruppen aus Bürgerinnen und Bürgern, Anliegerinnen und Anliegern, Kultur- und Gewerbetreibenden sowie Expertinnen aus dem PIA Netzwerk gegründet und auf Basis der Workshop-Ergebnisse eine konkrete Planung für jeden Platz entwickelt. Durch die großzügige Finan-zierungszusage der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen (BSW) kann die Umsetzung der Ideen nun beginnen. Dr. Dorothee Stapelfeldt, Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen:"Unser Ziel ist eine lebendige, lebenswerte und attraktive Innenstadt. Die Kultur und die Begegnung im öffentlichen Raum spielen dabei wichtige Rollen. MACH PLATZ schafft im Spätsommer und Herbst kreative Anlässe der Begegnung auf drei wichtigen Plätzen unserer Innenstadt. Fein abgestimmt auf die jeweiligen Charakteristika der Orte und unter direktem Einbezug der Anliegerinnen und Anlieger liefern die Programme gute Beispiele dafür, was unsere Innenstadt jenseits von Einzelhandel und Gewerbe als Lebensort ausmacht. Dieses starke Engagement der Akteurinnen und Akteure vor Ort unterstützen wir sehr gern und freuen uns auf Ideen und weitere Möglichkeiten der Zusammenarbeit."
Mit den temporären Gestaltungen und Veranstaltungen auf den Plätzen wird in enger Zusammenarbeit mit den Anliegerinnen und Anliegern erprobt, wie Stadtraum ohne kommerzielle Ziele gestaltet sein kann, damit er für Bewohnerinnen und Bewohner sowie Besuche-rinnen und Besucher attraktiv und nutzbar wird. Mit den so entstandenen Platzgestaltungen und neuen temporären Nutzungen sollen Erfahrungen und Erkenntnisse für die Weiterentwicklung der Hamburger Innenstadt in den nächsten Jahren gemacht werden.

MACH PLATZ auf dem Gertrudenkirchhof läuft unter dem Motto GERTRUDE LÄDT EIN. Mit Musik, Konzerten, Performances, Open-Air-Kino, Tanzabenden und Boule-Turnieren belebt die Arbeitsgruppe zusammen mit der Hochschule Macromedia den Platz in den frühen Abendstunden. Mit kleineren und größeren, punktuellen und wiederkehrenden Veranstaltungen soll gezeigt werden, wie man in Kooperation mit den
Anliegerinnen und Anliegern diesen Platz künftig interessanter machen und ihm im Konzert der Innenstadtplätze einen eigenen, angemessenen Platz zurückgeben kann.

MACH PLATZ – die ersten Veranstaltungen:
Am 3. September 2021 gibt es auf dem Gertrudenkirchhof Open-Air-Kino in Zusammenarbeit mit der Hochschule Macromedia, die um 17 Uhr im Video ihre Arbeiten im Fashion Design präsentiert. Um 17:30 Uhr wird der Film "Personal shopper" gezeigt, ein Mystery-Thriller, der im Pariser Modemilieu spielt, und um 20:30 Uhr folgt der Film "Lindenberg! Mach dein Ding" von Hermine Huntgeburth. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Es stehen 90 Sitzplätze zur Verfügung, es gilt die 3G-Regelung.
Am 4. und 11. September 2021 findet jeweils von 17:00 bis 21:00 Uhr "Gertrude tanzt" mit Open-Air-Dancing Salsa & Bachata statt.

MACH PLATZ auf dem Gerhart-Hauptmann-Platz geht ab dem 21. September 2021 auf die besondere Gestaltung des abschüssigen Platzes mit seiner Bodenstruktur und dem Baumbestand ein, zeichnet durch die Einbeziehung des Ida-Ehre-Platzes die alte Struktur der Stadt auf und macht neugierig durch eine freundliche und spielerische Inszenierung mit einer prägnanten Farbe. Durch eine einheitliche Farbgebung aller Gestaltungselemente wird für Passantinnen und Passanten auf den ersten Blick die Veränderung sichtbar, weckt Interesse und lädt zum Verweilen ein. Dazu gehören unter anderem drei SandArt-Boxes als kombinierte Sitz- und Spielelemente für Kinder, die Inszenierung der Baumgruppe im oberen Teil des Platzes durch das Kunstwerk „Gesprengte Leinwand in den Bäumen“ von Jens J. Meyer, die Gestaltung der Schaufensterflächen am Karstadt-Gebäude, Projektionen und künstlerische Interventionen des Thalia-Theaters.

MACH PLATZ auf dem Platz bei der Petrikirche greift die besondere Atmosphäre eines Hinterhofes mitten in der durch Konsum geprägten Innenstadt auf. Hier kann man Leute treffen, kleine Konzerte hören, ausruhen, den Kindern Raum zum Spielen geben und auf neue Ideen kommen. Zudem soll die Besonderheit des Ortes in der Hamburger Stadtge-schichte (Bischofsturm und Hammaburg) hervorgehoben werden.

Die Initiative MACH PLATZ wird getragen von der Körber-Stiftung, dem Hamburg Konvent mit der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius und der Patriotischen Gesellschaft von 1765 (in Kooperation mit "Altstadt für Alle!") und vereint eine breite zivilgesellschaftliche Allianz. Diese Phase wird finanziell unterstützt von der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen.

Weitere Informationen zu MACH PLATZ und das aktuelle Programm finden Sie hier

Kinderstadt Hamburg 2021 - Stadtversammlung, Bildnachweis: Ibrahim Ot

16.08.2021

Kinderstadt Hamburg 2021

Kinder waren begeistert von der Kinderstadt Hamburg 2021
und spenden ihr erarbeitetes Geld an Kinder in Flutgebieten

Hamburg, 16. August 2021. Trotz der schwierigen Bedingungen durch die Corona-Pandemie ist es der Patriotischen Gesellschaft zusammen mit ihren Kooperationspartnern gelungen, die Kinderstadt Hamburg 2021 erfolgreich durchzuführen und die Grundlagen für die nächste, größere Kinderstadt im kommenden Jahr zu legen.
Die Corona-Pandemie hat gerade für Kinder die Welt auf den Kopf gestellt. Schule, Sportangebote, das Spiel mit Gleichaltrigen, die Freiheit, sich in der Stadt zu bewegen waren teilweise vollständig verloren gegangen. Unter dem Motto "Wir bauen eine neue Stadt" fand deshalb vom 19. bis 28. Juli 2021 die Kinderstadt statt – ein offenes Sommerprogramm für Kinder in Hamburg. Bis zu 200 Kinder im Alter von 7 bis 14 Jahren konnten hier 10 Tage lang planen und bauen, arbeiten, Geld verdienen, im Orchester muszieren, Filme drehen, für die Stadtzeitung arbeiten und noch vieles mehr. Die Kinder waren sichtbar und von Herzen begeistert von dem Programm und haben mit viel Kreativität und Engagement die Kinderstadt 2022 geplant. In der täglichen Stadtversammlung entschieden sie, wie ihre Stadt funktionieren soll und wie es mit dem Projekt im nächsten Jahr weitergeht. So beschlossen sie zum Beispiel, dass die Kinderstadt ab 2022 "Kinder Galaxy" heißt.
Die letzte Entscheidung des Kinder-Stadtparlaments lautete: "Wir spenden unser Stadtgeld, Steuereinnahmen und private Spenden, für Kinder, die Opfer der Flutkatastrophe geworden sind." Das Ergebnis: 16.000 Raster Zaster (Name der Stadtwährung) wurden gespendet. Die Patriotische Gesellschaft wandelt den Betrag 1:10 in Euro um und unterstützt mit dem Geld den Sonderfonds „Fluthilfe für Kinder“ des Deutschen Kinderhilfswerkes.
Staatsrätin Petra Lotzkat, Behörde für Arbeit, Gesundheit, Soziales, Familie und Integration, machte sich vor Ort ein Bild von der Kinderstadt und sagte: "Es freut mich sehr, dass es der Patriotischen Gesellschaft gelungen ist, die Kinderstadt in Zeiten von Corona durchzuführen und so ein tolles, kostenfreies Ferienangebot anzubieten. Dabei lernen die teilnehmenden Kinder spielerisch, Verantwortung für sich und andere zu übernehmen und unsere Gemein-schaft positiv zu gestalten."

Möglich wurde die Kinderstadt Hamburg 2021, die unter der Schirmherrschaft der Behörde für Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration stand, durch großzügige Zuwendungen der ZEIT-Stiftung, des Ehepaars Christl und Michael Otto, eine Bundesförderung des Fonds Soziokultur des Sonderprogramms Neustart Kultur sowie weitere Zuwendungen durch die Mara und Holger Cassens-Stiftung, die Early Birds Stiftung, die Stiftung Alltag-ForschungKunst und die Stiftung Kinderjahre.

Bildnachweis: Devin Avery on Unsplash

21.05.2021

Erfolgreicher Start: Gemeinnütziges Programm NEXTGeneration.social

Ein digitaler Perspektivwechsel für Auszubildende und junge Studierende

Hamburg, 21. Mai 2021. Mit rund 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus ganz Deutschland ist "NEXTGeneration.social", das gemeinnützige junge Onlineprogramm für Perspektivwechsel und soziales Engagement der Patriotischen Gesellschaft erfolgreich gestartet. Im Herbst beginnt die zweite Runde. Interessierte können sich ab September dafür anmelden.
Bildungsangebote für junge Menschen gehören seit der Gründung der Patriotischen Gesellschaft 1765 zu den Schwerpunkten ihrer Arbeit. Für junge Menschen zwischen 16 und 25 Jahren hat die Patriotische Gesellschaft daher jetzt ein Programm entwickelt, das die Bereitschaft für ein soziales Miteinander im privaten und beruflichen Umfeld fördert. Dabei kann sie auf die lange Erfahrung und das breite Netzwerk ihres Programms SeitenWechsel zurückgreifen, das seit 2000 Führungskräften einen besonderen Perspektivwechsel in soziale Einrichtungen bietet.
Über Ausbildung und Studium hinaus erweitern die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Programm NEXTGeneration.social ihren Horizont, indem sie Einblicke in den Alltag sozialer Einrichtungen aus den Bereichen Alkohol/Drogen, Wohnungslosigkeit, psychische Erkrankungen, Behinderung, Strafvollzug und Hospizarbeit bekommen. Am Ende des Programms werden mögliche Wege gezeigt, wie sich junge Menschen für unsere Gesellschaft engagieren und dazu das passende Ehrenamt finden können.
Mit dem Programm NEXTGeneration.social wird erstmalig für jüngere Zielgruppen die Möglichkeit eines digitalen Einblicks in soziale Arbeitsfelder geschaffen und perspektivisch Engagement für die Gesellschaft gefördert. Die Teilnehmenden erhalten durch Online-Gespräche mit Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern sowie deren Klientinnen und Klienten Einblicke in vielfältige soziale Bereiche und machen einen ersten Schritt in Richtung Perspektivwechsel. Hierbei wird soziale Kompetenz auch für den beruflichen Alltag gestärkt. Die damit einhergehende Persönlichkeitsbildung schafft Bewusstsein und sensibilisiert im Umgang mit anderen Menschen. Es stärkt die Wahrnehmung für gesellschaftliche Werte und eigenes Engagement. Über den direkten Austausch in den Online-Veranstaltungen wird Verständnis für andere Lebens- und Arbeitswelten aufgebaut. Der Ansatz fußt auf den umfangreichen Erfahrungen aus dem digitalen Programm SeitenWechselplus und dem großen Netzwerk sozialer Einrichtungen in ganz Deutschland. Die Patriotische Gesellschaft bringt ihre zahlreichen Verbindungen ein.
Das gemeinnützige Programm NEXTGeneration.social ist für die Teilnehmenden kostenfrei und wird ermöglicht durch die bonprix Handelsgesellschaft mbH, Holistic Foundation, intersoft consulting, Jägermeister, die Joachim Herz Stiftung, die Mara & Holger Cassens Stiftung, die Nordmetall-Stiftung, die Asklepios Medical School GmbH und die Sparkasse Harburg-Buxtehude.

Weitere Informationen:
Internet: https://nextgeneration.social/
Instagram: https://www.instagram.com/nextgeneration.social/ oder @NEXTGeneration.social

Kontakt
Elke Sank
Programmentwicklung, Moderation, Förderpartnerschaften
sank@patriotische-gesellschaft.de
NEXTGeneration.social
c/o Patriotische Gesellschaft von 1765
Trostbrücke 4-6, 20457 Hamburg
Telefon: 040 - 30 70 90 50 - 0
Fax: 040 - 30 70 90 50 - 21

05.05.2021

Al Manar Stiftung für islamische Bildung und Kultur
und Patriotische Gesellschaft von 1765

Frauen in Führungspositionen: Aktive Musliminnen in Hamburg
NEU: Netzwerk muslimischer Frauen bei der Hamburger Al Manar
Stiftung

Hamburg, 05. Mai 2021. "Frauen sind in Führungs- und Leitungspositionen immer noch unterrepräsentiert. Das ist in den Entscheidungsgremien der muslimischen Communities nicht anders als in vielen Bereichen der Gesamtgesellschaft in Deutschland." Der Vorstand der Hamburger Al Manar Stiftung, vertreten durch Chiraz Chaieb, 2. Vorsitzende, und Mehdi Aroui, 1. Vorsitzender, wollen das ändern und haben ein Projekt zur Vernetzung und Stärkung, zum Empowerment muslimischer Frauen angestoßen. Die Projektidee wurde von der Rechtsanwaltsfachangestellten Amani Labidi an die Stiftung herangetragen. Die Auftaktveranstaltung zu diesem Projekt der Al Manar Stiftung ist am 18. März 2021 mit mehr als 40 Teilnehmenden erfolgreich verlaufen – Pandemie bedingt als Online-Konferenz.
"Das Projekt richtet sich an die vielen Frauen, die in unseren Gemeinden unglaublich wertvolle soziale und kulturelle Arbeit leisten", erläutert Projektkoordinatorin Elena Azizov. "Sie organisieren Kultur- und Dialogveranstaltungen, sie übernehmen große Bereiche der Bildungs-, Kinder- und Jugendarbeit und der Familienberatung, sie gestalten Freizeitangebote – und das alles ehrenamtlich und unentgeltlich. Es wird höchste Zeit, dass diese Frauen in den Gremien der muslimischen Communities paritätisch mitbestimmen und Verantwortung in Führungspositionen übernehmen."
"Es soll ein Netzwerk gegründet werden – mit dem Ziel, dass interessierte und engagierte Frauen sich für die Leitungsgremien der muslimischen Gemeinden und Institutionen bewerben und in die Ämter wählen lassen," erläutert Chiraz Chaieb. "Sie sollen das Empowerment und die Unterstützung erhalten, die sie brauchen, um die Interessen und Rechte der Frauen zu artikulieren und durchzusetzen", bekräftigt Mehdi Aroui das Anliegen und den Zweck des Projekts. Das neue Netzwerk solle seinen Sitz in der Al Manar Stiftung erhalten, mit einem festen Mitgliederkreis von Frauen, die in ihren Ämtern vertretungsberechtigt sind.
Die Al Manar Stiftung ist die erste unabhängige muslimische Stiftung in Norddeutschland nach deutschem Recht. Ein Schwerpunkt ihrer Tätigkeit liegt in der Bildungsförderung – für Kinder und Jugendliche, Familien und Frauen. Für das Projekt "Netzwerk muslimischer Frauen" hat die Stiftung eine Tandem-Partnerschaft mit dem Arbeitskreis Interkulturelles Leben der Patriotischen Gesellschaft von 1765 vereinbart. Sinn des Tandems ist der gegenseitige Fachaustausch und die Begleitung und Beratung der Projekt-Mitarbeiterinnen in Fragen der Organisation, der Öffentlichkeitsarbeit und der Politik.
"Die Patriotische Gesellschaft Hamburg ist eine parteipolitisch und weltanschaulich-konfessionell unabhängige und institutionsübergreifende Organisation. Das Vorhaben, den ehrenamtlich und gemeinnützig tätigen Frauen in den muslimischen Communities zu mehr Anerkennung, Gleichberechtigung und öffentlicher Wahrnehmung zu verhelfen, begrüßen wir von Herzen", betonte Helga Treeß, 2. Vorsitzende der Patriotischen Gesellschaft, in ihrem Grußwort zur Auftaktveranstaltung, die am 18. März online stattfand.
Im Rahmen des Projekts finden vier Workshops statt, in denen das wichtigste Handwerkszeug für die Zusammenarbeit in Leitungsgremien vermittelt wird: Grundfragen gesellschaftlicher Kommunikation, Mitbestimmung und Partizipation in einem demokratischen Gemeinwesen, Führungs- und Leitungsverhalten von Frauen. Die Workshop-Reihe startet Ende Mai. Am Ende – voraussichtlich im Herbst 2021 – steht die Gründung des Netzwerks und seine Implementierung in den Strukturen der Al Manar Stiftung. Eine Abschlussveranstaltung ist am 25. September 2021 geplant.
Muslimische Frauen und junge Erwachsene, die an dem Aufbau und der Mitwirkung im "Netzwerk muslimischer Frauen" interessiert sind und sich aktiv engagieren möchten, sind dazu herzlich eingeladen. Die Teilnahme ist kostenfrei. Das Projekt wird vom Paritätischen Hamburg beratend begleitet und von der Hamburger Sozialbehörde finanziell gefördert.

Kontakt und weitere Informationen bei:

Al Manar Stiftung
Kirchenallee 25, 20099 Hamburg
Mehdi Aroui, E-Mail: mehdi@almanar-hamburg.de
Chiraz Chaieb, E-Mail: chiraz@almanar-hamburg.de

Patriotische Gesellschaft von 1765
Nicole Späth, Arbeitskreis Interkulturelles Leben
E-Mail: info@patriotische-gesellschaft.de

Kontakt

Britta Bachmann

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit/
Fundraising

T 040 30709050-14

bachmann@patriotische-gesellschaft.de